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Stuttgart als Universitätsstadt
Die schwäbische Landeshauptstadt mit ihren rund 590 000 Einwohnern liegt in einem von Bergen umgebenen Talkessel und ist besonders als Produktionsstandort von Mercedes, Porsche und Bosch bekannt. Hier kommt das erste Automobil der Welt her, hier steht der erste Stahlbeton-Fernsehturm der Welt, und auch heute noch erfinden die Stuttgarter, was das Zeug hält. Die Region nimmt in Europa einen der ersten drei Plätze bei den meisten Patentanmeldungen im Jahr ein. Der Name Stuttgart geht auf Herzog Luitwolf von Schwaben zurück, der hier um 950 ein Pferdegestüt namens "Stoutgarten" anlegte. Deshalb befindet sich auch das Pferd im Stadtwappen. 1952 wurde die Stadt am Neckar dann zur Hauptstadt Baden-Würtembergs. Auf Grund der vielen Parks und Grünanlagen wird sie auch als grüne Stadt bezeichnet. Neben Erfindern und Autos hat Stuttgart noch sehr viel mehr zu bieten. So gehört z.B. das Stuttgarter Ballett, dessen Aufführungen in der Staatsoper stattfinden, zur absoluten Weltspitze, und auch das Kammerorchester genießt international einen sehr guten Ruf. Einer von Stuttgarts berühmtesten Einwohnern dürfte der Philosoph Georg Wilhelm Friedrich Hegel sein, der hier 1770 geboren wurde. Er hat in der Stadt seine Spuren hinterlassen, sein Geburtshaus in der Eberhardstraße 53 kann besichtigt werden, und alle drei Jahre wird der Hegel-Preis verliehen. Außerdem ist am Hauptbahnhof ein Zitat von ihm angebracht, das nachts angestrahlt wird: „[...] daß diese Furcht zu irren schon der Irrtum selbst ist“. Nicht direkt aus Stuttgart, aber aus dem Umland, kommen Gottlieb Daimler und Wilhelm Maybach. Sie bauten 1886 den ersten schnellaufenden Viertaktmotor der Welt. In der Stadt befinden sich einige architektonische Meisterwerke und die Uni genießt besonders in Architektur einen sehr guten Ruf. 1927 errichteten die heute weltbekannten, damals aber noch am Anfang ihrer Karriere stehenden Architekten Mies van der Rohe, Walter Gropius, Hans Scharoun, Le Corbusier und weitere die Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Leider sind viele der weißen, minimalistischen Häuser im Bauhausstil im Krieg zerstört worden (z.B. das von Gropius). Auch heute sorgt Stuttgart mit einem architektonischen Bauprojekt wieder für Aufsehen: das umstrittene Projekt „Stuttgart 21“, Baubeginn ist 2006. Dabei handelt es sich um den mehrere Milliarden Euro teuren Umbau des Bahnhofs zu einem futuristischen, unterirdischen Durchgangsbahnhof, der von "Lichtaugen" erhellt werden soll. Das denkmalgeschützte, oberirdische Hauptgebäude soll aber erhalten werden. Die Hochschulen Die größte Hochschule ist die Universität Stuttgart mit 16 000 Studenten, ihr Schwerpunkt liegt bei Architektur, Maschinenbau, Bauingenieurswesen und Elektrotechnik. Allerdings befinden sich die Institute der Ingenieur- und Naturwissenschaftler 14 Kilometer außerhalb in Vaihingen. Die älteste der Stuttgarter Hochschulen ist die Universität Hohenheim, an der ca. 5000 Studenten eingeschrieben sind. Neben diesen beiden Universitäten befinden sich in Stuttgart noch die AKAD-Fachhochschule, die Akademie der Bildenden Künste, die Fachhochschule Stuttgart - Hochschule für Technik, die Hochschule der Medien, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die Merz Akademie und das Stuttgart Institute of Management and Technology. Sehenswertes
Studentenleben Shoppen kann man sehr schön in der Fußgängerzone, besonders in der Königsstraße und den Straßen darum herum. Hier befinden sich u.a. zwei H&M, Peek & Cloppenburg und Esprit. Die Königsstraße fängt am Hauptbahnhof an und führt über den Schloßplatz, an dem man, geschafft vom Einkaufen, gut ein Päuschen einlegen kann. Aber auch in der Calwer Straße und der Calwer Passage läßt es sich schön bummeln. Die Wohnsituation in Stuttgart ist relativ schwierig, oft sind die Mieten zu hoch und das Angebot zu gering. Als ungefähre private monatliche Miete muss man ca. 290€ einplanen. Typisch Stuttgart Ein unerschöpfliches Thema ist auch die Kehrwoche, ein merkwürdiger Brauch, den es im Nord-Westen Deutschlands Gott sei Dank nicht gibt. Die Ürsprünge des schwäbischen Putzwahns liegen im Jahr 1492, als Graf Eberhard im Bart in der Stadtordnung folgendes erließ: "Damit die Stadt rein erhalten wird, soll jeder seinen Mist alle Woche hinausführen". Seitdem wird die sogenannte Kehrwoche jede Woche von „Eingeborenen“ und leidenden Zugereisten gleichermaßen abgehalten. Im wöchentlichen Wechsel müssen alle Hausbewohner antreten um Treppenhaus und Flure zu kehren sowie Blätter und Schnee zu entfernen. Die anderen Bewohner verzeihen es einem nicht, wenn man seinen Dienst einfach mal vergißt... LINKS Stuttgart.de, offizielle Seite der Stadt Stuttgart
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