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Rostock als Universitätsstadt


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An der Mündung zur Ostsee

Auch Rostock, an der Mündung der Warnow in die Ostsee gelegen, reiht sich in die Riege der hiesigen Hansestädte im Norden ein. Heute liegt der Schwerpunkt des Hafens neben dem Handel vor allem auch im Schiffsbau. In der 15 km entfernten Tochterstadt Warnemünde, einem seit 1323 angegliederten ehemaligen Fischerdorf, liegt jetzt die große "Kvaerner Warnow Werft". Hier werden vor allem Containerschiffe von ca. 2.000 TEU bis 8.000 TEU (20-Fuß-Container), sowie schwimmende Bohrplattformen gebaut. Von den rund 200.000 Einwohnern (Stand 2003) der Stadt arbeiten ca.1.250 in der Werft.
Die heute größte Stadt Mecklenburg-Vorpommerns hat eine bewegte Geschichte. 1161 wurde „Roztoc“ zum ersten Mal durch den dänischen Geschichtsschreiber Saxo Grammaticus erwähnt. Ihre Blütezeit erfuhr die Stadt dann nach der Besiedlung mit deutschen Kaufleuten 1200, als Rostock im 14. und 15 Jh. als Mitglied der Hanse weit reichende Handelsbeziehungen führen konnte. Zu einem ebenso großen Anziehungspunkt avancierte die 1419 gegründete Universität, die viele Auswärtige nach Rostock brachte und heute als die älteste Hochschule Nordeuropas gilt. Einen schweren Rückschlag dagegen musste die Stadt 1669 einstecken, als die Auflösung der Hanse alle Mitglieder des Bundes in eine Krise stürzte. Jedoch etablierte sich die Segelschifffahrt im folgenden 18. Jh. als nächstes großes Standbein und führte zu einem zweiten Aufschwung mit neuen Geldeinnahmequellen. Nach schweren Zerstörungen durch Luftangriffe im 2. Weltkrieg wurde die Stadt wieder aufgebaut, 1960 ein großer Überseehafen geschaffen und seit 1990 nennt Rostock sich wieder Hansestadt.
Abgesehen davon hat Rostock heute für alle seine Bewohner und somit auch für die Studenten viel zu bieten. Frische Seeluft, weißer Sandstrand und die Ostssee liegt direkt vor der Haustür. Auch das Areal der Mecklenburgischen-Seenplatte ist schnell zu erreichen und gilt als beliebtes Ausflugsziel zum Baden und Kanu fahren. Ein schönes Ambiente bieten die alten Backsteinbauten mit dem hanseatischen Charme in der Innenstadt, in denen die meisten Studiengänge ansässig sind. Nicht jede Unistadt hat die Möglichkeit ihre Studenten in bis zu 750 Jahre alten Gebäuden unterrichten zu dürfen Die Umgebung ist so schön, dass man meinen sollte die Studenten vertreiben sich ihre Zeit lieber am Meer als in der Uni, an Angeboten für die Freizeitgestaltung mangelt es jedenfalls nicht. Es verwundert folglich, dass Rostock angesichts dieser Lage zu den eher kleineren Studentenstädten zählt.

Die Hochschulen

Die Universität zu Rostock gilt als der ideale Ort für ehrgeizige „Schnellstudierer“, denn hervorragende 80-90 % der Studierenden schaffen ihr Lernpensum in der vorgegebenen Regelstudienzeit. Das mag daran liegen, dass die Universität mit nur 13.230 Immatrikulierten eher klein und überschaubar ist. Anonymität gibt es hier nicht, denn kleine Arbeitsgruppen und der enge Kontakt zu den Dozenten fördern ein gutes Arbeitklima und schweißen die Studenten zusammen. Natürlich bleibt es dann aber auch niemandem verborgen, wenn man den Tag einmal lieber am Meer als in der Uni verbringt.
Trotzdem zählt die Hochschule mit 8 Instituten und ca. 50 Studiengängen zu den deutschen Bildungsstätten mit den breitesten Fächerspektren. Hier wird sogar in den Grenzgebieten wie z.B. Biomechanik, Medizintechnik, Technomathematik und Umweltrecht geforscht und gelehrt. Die Einheit von Forschung und Lehre wird heute wie damals sehr groß geschrieben, denn nicht umsonst sind die berühmten Wissenschaftler Albert Einstein und Max Planck Ehrendoktoren, die für ihre Arbeit den Nobelpreis verliehen bekommen haben. Neu sind die Studiengänge „Business Informatics“ und Informationstechnik/Technische Informatik. (Universitätsplatz 1).
In der ehemaligen Klosteranlage des Franziskanerordens ist die 1994 gegründete Hochschule für Musik und Theater mit aktuell 460 Studierenden ansässig (Beim Sankt-Katharinenstift 8).

Sehenswertes

- Hafenrundfahrt: dieses Vergnügen sollte man sich nicht entgehen lassen! Gestartet werden kann entweder in Warnemünde oder im Stadthafen von Rostock
- Neuer Markt: Das Zentrum der nach dem 2. Weltkrieg weitestgehend zerstörten Altstadt. Bürgerhäuser, gotische Giebelhäuser und das im 13. Jh. erbaute Rathaus säumen das Marktbild.
- Marienkirche: Auch am Marktplatz gelegen ist der mächtige Backsteinbau der Marienkirche. Sie beherbergt Schätze wie z.B. den Bronzetaufkessel, die astronomische Uhr, den Rochusaltar, die Kanzel und eine schöne Barockorgel.
- Seebad Warnemünde: Warnemünde gehört seit 1323 zu Rostock und somit zählt auch der breite Sandstrand zu Rostocks Naherholungsgebiet.

Studentenleben

Die Vorzüge einer Stadt am Meer sollten wohl jedem klar sein. In der Mittagspause kann ein kleiner Spaziergang an der Ostsee veranstaltet werden oder man legt sich einfach gemütlich in die Dünen. Was kann man sich als Student mehr wünschen, als dort zu leben wo andere Menschen ihren Urlaub verbringen? Kann man sich da überhaupt aufraffen seine Zeit in nützlichen Vorlesungen und Seminaren zu verbringen? Den Rostockern scheint es zu gelingen, das zeigt ja auch schon die hohe Quote der erfolgreichen Absolventen. Ein weiterer Pluspunkt ist auf jeden Fall auch der günstige und nicht überfüllte Wohnungsmarkt. Das große Angebot zieht günstige Mieten nach sich, was natürlich den zumeist minderbemittelten Geldbeutel des Studenten erfreuen wird. Hässliche aber frisch sanierte Plattenbauten in Richtung Warnemünde bieten einen günstigen Quadratmeterpreis zwischen 3,50 und 7 € kalt. Beliebt sind diese Behausungen auch vor allem wegen der angenehmen Lage in unmittelbarer Nähe zur See. Immer gefragt ist auch ein Zimmer im Wohnheim, welches mit einem riesigen Angebot von 3.000 Zimmern zwischen 14 und 30 qm punkten kann. Hier bezahlt man 70-230 € und braucht sich um Wohnungsnot wirklich nicht zu sorgen, bisher hat noch jeder Bewerber ein Zimmer bekommen. Viele entscheiden sich auch für eines der etwas teueren WG-Zimmer. Für Parties ist seit Jahren der „Studentenkeller“ immer die erste Adresse, Kinos und Theater werden als kulturelles Gegenstück ebenso geboten. Wer sich hingegen sportlich betätigen will, wählt aus einem der 40 Sportangebote der Universität. Rostock ist wirklich ein attraktiver Studienort, den man zumindest einmal besucht haben sollte.

Typisch Rostock

Der „Neu-Rostocker“ sollte sich nicht von der auf den ersten Blick etwas ruppigen Art der Ureinwohner abschrecken lassen. Diese bezeichnen sich selbst gerne als „mundfaul, aber herzlich“, was soviel heißen soll wie: Hinter der rauen Schale steckt ein weicher Kern.“ So sind sie eben, die Nordlichter. Wenn man sich aber nicht einschüchtern lässt und ein bisschen Geduld mitbringt, bricht das Eis und die anfängliche Zurückhaltung ist vergessen. Dafür hat man dann einen wirklich treuen Freund gefunden, der so schnell nicht wieder verloren geht.



      LINKS
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