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Mainz als Universitätsstadt
Schon 2000 Jahre hat Mainz auf dem Buckel. Dafür ist es aber kein bisschen eingerostet. Insbesondere zur 5. Jahreszeit, der Mainzer Fastnacht sind (fast) alle der rund 200 000 Einwohner auf der Straße und feiern. Los geht's aber nicht erst am Rosenmontag, sondern am 1. Januar mit dem Neujahrsumzug der Garden durch die Mainzer Innenstadt. Dadurch und durch die weithin bekannte Sendung "Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht" hat sich Mainz einen Ruf als Karnevals-Metropole neben Köln und Düsseldorf erobert. Historisch bedeutsamer ist die Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg. Mainz ist den Medien treu geblieben und beherbergt auch heute noch so namhafte Vertreter wie ZDF, SAT. 1, SWR und RPR 1. Dem ZDF hat Mainz eines seiner Wahrzeichen zu verdanken: die Mainzelmännchen. Seit 1950 ist es nun die Hauptstadt von Rheinland-Pfalz und bemüht sich seit ca. 2000 durch Umbauten und Renovierungen das Stadtbild noch schöner zu machen. Besonders beliebt sind die vielen Feste und Weinstuben, in denen man die Seele baumeln lassen kann. Wer es mal nicht so behaglich mag, der erreicht das lebendige Frankfurt in weniger als 30 Minuten und Wiesbaden, die Hauptstadt Hessens, liegt einen Katzensprung entfernt auf der anderen Seite des Rheins. Erzbischof Bonifazius ist die Gründung von Mainz zu verdanken. Er rief es 742 als Erzbistum ins Leben, und von da an entwickelte sich die Stadt zur Metropole des Christentums in Deutschland. Als Hauptort des Rheinischen Städtebundes erlebte das "Goldene Mainz" seine Blüte im 13. Jahrhundert. Der Zweite Weltkrieg hinterließ seine Spuren und zerstörte mehr als 3/4 der Stadt. Während des Wiederaufbaus wurde sich auch sehr um internationale Kontakte bemüht, und so entstand ein großes Partnerstädtenetzwerk mit Baku, Dijon, Erfurt, Haifa, Longchamp, Louisville, Rodeneck, Valencia, Watford und Zagreb. Die Hochschulen Rund 33 170 Studenten besuchen die Johannes Gutenberg-Universität Mainz, eine Campusuniversität. Als Medienstandort hat die Mainzer Universität eine besonders enge Verbindung zwischen dem Aufbaustudiengang Journalistik und dem ZDF verwirklicht. Die Hochschule bemüht sich ihrem Ruf als europäische und internationale Hochschule gerecht zu werden. Derzeit studieren hier ca. 3 800 Studenten aus dem Ausland. Zahlreiche grenzüberschreitende Kooperationen in Forschung und Lehre runden das Angebot ab. Die Uni hat es sich zum Ziel gesetzt ihre Hochschulabsolventen durch die konsequente Internationalisierung von Studium und Lehre auf internationale Aufgaben vorzubereiten. Mainz hat noch zwei weitere Hochschulen mit insgesamt um die 5000 Studenten zu bieten: die Katholische Fachhochschule und die Fachhochschule Mainz, deren Aushängeschild das Institut für Mediengestaltung und Medientechnologie ist. Sehenswertes
Studentenleben Wer eine relativ Uni nahe und nicht total überteuerte Wohnung haben möchte, der muss früh anfangen zu suchen. Preise für die Privatunterkunft liegen zwischen 200 und 300 Euro. Eine Alternative sind die Studentenwohnheime mit Preisen ab 150 Euro. Das Leben außerhalb der Uni gestaltet sich recht abwechslungsreich, nur wer Großstadtniveau als Maßstab ansetzt wird enttäuscht sein. Besonders beliebt sind die Weinstuben in den schmalen Gassen rund um den Dom. Wem der Sinn mehr nach Bier steht, der kann im Eisgrubbrauhaus Selbstgebrautes schlürfen. Die Rheinterrassen laden zum Relaxen und Leute Beobachten ein. Zum Tanzen trifft man sich im 50°, dem Tipp in Mainz wenn man R`n`B und House mag. Der Club bietet Platz für ca. 400 Leute und die Kelleratmosphäre und gute Laune sorgen für eine nette Location zum Leute Kennenlernen. Gitarrenlastig geht es im Caveau zu. Verborgen hinter dem Institut Francais liegt der Eingang zu der im Untergeschoss gelegenen Disco. Von Rockklassikern wie Kiss, über NDW-Pop, 80er Jahre Hits von Depeche Mode bis hin zu deutschen Bands wie Sportfreunde Stiller und Tocotronic findet man hier alles. Soll’s mal ne Nummer größer sein, bietet sich das Euro Palace an. An Festivals ist insbesondere das "Open-Ohr-Festival" beliebt. Bands aus aller Welt bringen hier die Stadt so richtig in Schwung. Obwohl Mainz keine wirklich zusammenhängende Einkaufsstraße hat, lässt es sich wunderbar durch die Altstadt mit ihren Fachwerkhäusern und den vielen kleinen Geschäften bummeln. In der Kapuziner Straße findet man noch ein echtes Original. Im urgemütlichen Plattenladen Teenage Wasteland finden Fans der Alternative und Indiemusik alles, was sie begehren. Alte Sessel laden dazu ein, sich die CDs und Vinyl-Schreiben anzuhören und das Sortiment bietet einiges, das man in den gewöhnlichen Musikabteilungen umsonst suchen wird. Daneben bieten sich auch die Augustinerstraße mit ihren Nebengassen und die Neutorstraße zum Shoppen an. Billig wird man dabei aber eher nicht wegkommen. Wenn man die öffentlichen Verkehrmittel benutzt, muss man auch nicht mit Mainz` Problem Nummer 1 kämpfen: dem Mangel an Parkplätzen. Neuerdings hat auch die Römerpassage offen und bietet auf 9500qm² viel Auswahl für entspanntes Shoppen. Typisch Mainz Mit der "Meenzer" Mundart wird wohl so mancher Zugezogene zu kämpfen haben. So spielt einem der Kellner bei "Handkäas mit Mussik" nicht etwa ein Ständchen beim Servieren des Käses in der bloßen Hand, nein, es handelt sich lediglich um einen in Essig, Öl, Zwiebeln und etwas Kümmel eingelegten Weichkäse. Ähnlich kurios hört sich "Weck, Worscht und Woi" an, dabei ist es nur ein Stück Fleischwurst im Brötchen, das mit einem Glas Wein verzehrt wird. Und hinter "Hausmacher Worscht" verbirgt sich eine Schlachtplatte mit Fleischmagen, Blut- und Leberwurst. Als kleine Hilfe zum Bestellen: Ein "Schoppe" ist ein halber Liter Wein. Möchte man nur einen Viertelliter, dann bestellt man einen "Halwe". Soll es noch weniger sein, dann greift man zum "Pfiffche", dem 0,1l Glas. LINKS Mainz.de, offizielle Seite der Stadt Mainz
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