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Leipzig als Universitätsstadt


Leipzig Leipzig Leipzig


Stadt des Buches und der Musik

Mit knapp 500 000 Einwohnern bietet Leipzig alle Annehmlichkeiten einer Großstadt ohne dabei chaotisch oder unübersichtlich zu wirken. Dennoch ist Leipzig der zweitgrößte Bankenstandort nach Frankfurt und veranstaltet die zweitgrößte Buchmesse Deutschlands. Insgesamt finden hier sogar 25 Messen jährlich statt, die den wirtschaftlichen Rhythmus der Stadt stark prägen. Leipzig ist bereits seit 800 Jahren Messestadt und gilt als "Mutter aller Messen". Die Stadt bietet mit der "Neuen Messe" sowohl für Aussteller, als auch für Besucher eine hervorragende Infrastruktur, die Menschen aus ganz Europa anzieht. Aber Leipzig hat sich auch im Bereich Kultur einen Namen gemacht. Der Dichterfürst Goethe war sein berühmtester Hochschüler. Der feierfreudige Student verewigte sein Lieblingslokal, den "Auerbachs Keller" in seinem Roman Faust und in selbigem Buch stellte er fest: "Mein Leipzig lob' ich mir! Es ist ein klein Paris, und bildet seine Leute." Auch musikalisch hat sich hier einiges getan. Bach war Kantor in der Thomaskirche und Mendelson-Bartholdy und Schuhmann studierten und musizierten hier.1165 erhielt die Siedlung an der Kreuzung der Via Regia (Königsstraße) und der Via Imperii (Reichsstraße) aus der sich Leipzig entwickeln sollte das Stadtrecht. 1268 folgte der Handelsschutzbrief, der den Weg zur Messestadt ebnete, und 1497 erhob Kaiser Maximilian I. die Stadt offiziell in den Stand einer Reichsmessestadt. Wohlstand stellte sich vor allem durch die Erschließung der Silbervorkommen im Erzgebirge schnell ein. 1519 fand dann die historisch bedeutsame Leipziger Disputation statt, ein Streitgespräch zwischen Luther und Eck auf der Spleißburg, in deren Verlauf der Reformator mit der katholischen Kirche brach. Nachdem sich Universität, Buchdruck, Musik und Theater entwickelt hatten und die Stadt von den Preußen besetzt worden war, wurden Großteile der Leipziger Innenstadt im Zweiten Weltkrieg von den Alliierten zerstört. Die Kritik und Unzufriedenheit der Bürger an den politischen Verhältnissen der DDR verschaffte sich dann endgültig 1989 Gehör: die traditionellen montäglichen Friedensgebete wurden zum offenen Protest, der auf das gesamt Land übergriff und somit letztendlich mit 500 000 Demonstranten zum Sturz des SED-Regimes führte. Später nannte man die Proteste, die zur friedlichen Wiedervereinigung Deutschlands führten die Montagsdemonstrationen. Hier blieben die Sachsen wieder einmal ihrem Ruf treu nicht nur gesellig und gemütlich, sondern wenn nötig auch mutig und tapfer zu sein.

Die Hochschulen

Schon vor 600 Jahren, im Jahre 1409, wurde die Leipziger Universität gegründet, damit ist Leipzig die zweitälteste Uni-Stadt Deutschlands. Von allem Leninismus-Marxismus hat sie sich schon lange losgesagt und hat derzeit rund 30 000 Studenten, von welchen ca. 1900 ausländische Studierende sind. Insbesondere für Journalistik hat die Uni einen guten Ruf, was nicht weiter verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass hier einige der wichtigsten Verlage (u.a. Baedeker, Brockhaus, Reclam) beheimatet sind, und dass hier 1650 die weltweit erste Tageszeitung erschien. Hinzu kommt noch, dass hier die Regelstudienzeit eine der kürzesten in ganz Deutschland ist. Auch Wirtschaft und Handel sind bekannt. Sie wurden hier schon früh in den Kanon wissenschaftlicher Disziplinen aufgenommen, was an Leipzigs Status als alte Messestadt liegen mag. Das Bildungsangebot runden sechs weitere Hochschulen ab: die FH für Technik, Wirtschaft und Kultur (ca. 5500 Studenten), die Deutsche Telekom Fachhochschule (ca. 460 Studierende, privat), die Handelshochschule Leipzig (ca. 250 Studierende, privat), die Hochschule für Grafik und Buchkunst (ca. 510 Studenten), die Hochschule für Musik und Theater (ca. 870 Studenten) und die AKAD-Fachhochschule Leipzig (ca. 1000 Studierende, privat).

Sehenswertes

- Das Völkerschlachtdenkmal erinnert an die Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Es ist der größte Denkmalsbau Europas. Die Aussichtsplattform in 90m Höhe erlaubt einen wundervollen Blick über Leipzig
- Das Alte Rathaus ist ein Meisterstück der Renaissance. Nach der Sanierung in den 50ern kann man nun wieder im Säulengang des Rathauses spazieren und Shoppen.
- Nikolaikirche: hier fanden die berühmten Montagsandachten statt, die letztendlich zur Wende führten. Bekannt ist die Kirche für Luther, der hier gepredigt haben soll, Bach, der hier musizierte und die viermanualige Konzertorgel
- Thomaskirche: Wirkstätte Bachs, Luthers und des Thomanerchors, schon mehr als 700 Jahre alt
- Das Gewandhaus ist ein interessantes Bauwerk der neueren Architektur, das zu den Zeiten der DDR entstanden ist. Hier dirigierte früher Kurt Masur und auch heute wird hier noch erstklassige Musik gespielt
- Hauptbahnhof: Europas größter und schönster Kopfbahnhof; wurde vor einigem Jahren rundum saniert und zum Einkaufsparadies verwandelt
- City-Hochhaus, früher auch „Weisheitszahn“ genannt ist gestaltet wie ein aufgeschlagenes Buch. Es ist ein ehemaliger Universitätsturm und beherbergt heute das Panorama Café in 110 m Höhe, das einen großartigen Ausblick über Leipzig bietet.
- Das liebste Getränk der Leipziger ist der Kaffee. Hier steht daher auch eines der ältesten Kaffeehäuser Europas. Das Haus zum Arabischen Coffebaum ist ein original erhaltener Kaffee-Tempel aus dem 18. Jahrhundert.

Studentenleben

Eine schöne Bleibe zu finden sollte hier nicht allzu schwer sein, denn in Leipzig stehen derzeit 30.000 Wohnungen leer. So ist es auch möglich relativ günstige Wohnungen in den schönen Altbauten zu bekommen. Die durchschnittliche Monatsmiete beträgt 210 Euro. Die meisten Studierenden wohnen seit jeher um die Karl-Liebknecht-Straße, dementsprechend bunt ist auch die Kneipenszene dort. Hier findet man das Killiwilly, ein legendärer Irish-Pub, das Cortex, die trendigste Cocktailbar und das bekannteste vegetarische Restaurant: das Avocado. Ein Publikumsmagnet ist auch das Festival „Honky Tonk“, auf dem 130 Bands 100 Kneipen unsicher machen. Wem der Sinn mehr nach Abtanzen steht, der wird in der Moritzbastei, dem größten Studentenclub Europas, fündig. Sie ist der Treffpunkt Nummer 1 der Leipziger Studenten. Das Kulturzentrum befindet sich in einem romantischen Kellergewölbe und lockt mit einem internationalen Veranstaltungsprogramm. Wem Filme, Lesungen und Theater nicht genug sind, der wird vielleicht in der zugehörigen Kneipe, dem Café oder dem Biergarten fündig. Andere Möglichkeiten zum Tanzen sind die Destillery, das Nachtcafé, der Stuk und der TV-Club. Für gute Live-Musik bekannt sind die Kulturfabrik Werk II und Ilses Erika im Stadtteil Connewitz, das Haus Auensee und der Jazzkeller im Spizz. Ein Muss für Musikinteressierte sind das Gewandhausorchester, Deutschlands ältestes Konzertorchester und der weltberühmte Thomanerchor. Für das leibliche Wohl wird auf der Drallewatsch im Herzen von Leipzig gesorgt. Sie ist eine originelle Gaststättenmeile, die mit ihrer Vielfalt ein "Ausgeherlebnis" von Gaststätte zu Gaststätte, von Kneipe zu Kneipe bietet. Zum Shoppen bietet sich die Promenade um den Hauptbahnhof an. Leipzigs riesiges, geschlossenes System von Einkaufspassagen und Durchgängen aus unterschiedlichen Epochen ist weltweit einzigartig. Einige der Passagen können sich in Ambiente und Angebot mit Europas vornehmsten Einkaufspassagen messen (z.B. Mädlerpassage).

Typisch Leipzig

Das Stadtbild Leipzigs prägen Linden als Straßenbäume. Das ist wahrscheinlich auf den Ursprung des Namens Leipzig zurückzuführen. Leipzig kommt nämlich vom altsorbischen Wort Lipa, welches Linde bedeutet. Als Dorflinde hat der Baum die Verstädterung überstanden, was sein immer noch häufiges Auftreten erklärt. Ein anderes prägendes Element des Stadtbilds sind die Kabaretts. In Leipzig gibt es die meisten Kabaretts pro Einwohner in ganz Deutschland. Und zu guter letzt hat Leipzig natürlich auch eigene kulinarische Kreationen zu bieten. Zum geliebten Scheelchen Heeßen, wie die Leipziger den Kaffee nennen, werden die beliebten "Leipziger Lerchen", ein Marzipan Gebäck gereicht. Wer es deftiger mag, der probiert das "Leipziger Allerlei", ein traditionelles Gemüsegericht mit Flusskrebsen.



      LINKS
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