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Bochum als Universitätsstadt
„Glück auf!“ Dieser Gruß gehört der Vergangenheit an, denn die ehemalige Stadt des Kohlebergbaus und der Stahlindustrie, mitten im Ruhrgebiet, hat sich anderen Schwerpunkten zugewandt. Wer bei Bochum an eine graue, verrußte Stadt denkt, in der kein grüner Baum zu sehen ist, der sollte sich von diesem alten Klischeebild verabschieden. Seitdem 1962 die Universität eröffnet wurde und 1973 die letzte unterirdische Großschachtanlage schloss, vollzog sich ein starker Strukturwandel. Im ganzen Ruhrgebiet und auch in Bochum selbst ist eine regelrechte Hochschullandschaft entstanden. Auch gibt es heute mehrere Grünanlagen wie z.B. den Kortum-Park an der Wittener Straße und den Stadtpark. Grönemeyers 1984er Liebeslied an diese Stadt und ihr Image „mit dem Pulsschlag aus Stahl“ ist also veraltet. Heute hat in der 400.000-Einwohner-Stadt der Dienstleistungssektor die führende Rolle übernommen, aber die Hochschule ist mit ca. 6.000 Angestellten ebenso einer der großen Arbeitgeber. Auch die Kultur kommt in Bochum nicht zu kurz, im Gegenteil. Das renommierte Schauspielhaus mit seinen großen Intendanten lockt jährlich eine Menge Besucher an, genauso wie das seit 1988 ansässige Musical „Starlight Express“. Bochum hat sich stark gewandelt. Aus einer grauen und dreckigen Stadt, die den Menschen auf die Gemüter drückt, ist ein lebendiger Ort mit viel grün und jeder Menge Freizeitangeboten geworden. Leider haben die meisten Menschen dies noch nicht wahrgenommen. Die Hochschulen Die Ruhr-Universität-Bochum ist mit 35.000 Studierenden in 20 Fakultäten und 100 Studiengängen die sechstgrößte Universität Deutschlands. Obwohl sie erst seit 1962 existiert, hat sich die Hochschule in Forschung und Lehre schon einen guten Namen gemacht. Interdisziplinarität wird hier ganz groß geschrieben, denn alle Fächer sind frei miteinander kombinierbar. Ab dem Wintersemester 02/03 sind die neuen Bachelor-Studiengänge eingeführt worden, bei denen nach kurzer Studienzeit und starkem Praxisbezug der Student schnell und gezielt ins Berufsleben einsteigen können soll. Berühmt ist die Uni für die Forschung in Neurowissenschaften ebenso wie in der Mikroelektronik, der Materialforschung und der Laser- und Plasmaphysik in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. Ebenso hervorzuheben ist die eigenständige Fakultät für Ostasienwissenschaften sowie die Shakespeare-Forschung (Universitätsstraße 150). Neben der Uni gibt es die FH für Technik und Wirtschaft, welche großen Wert auf Praxisnähe und Auslandsbezug legt (Lennershofstr. 140). Hier können die sechs Studiengänge Architektur, Bauingenieurswesen, Vermessungswesen und Geoinformatik, Mechatronik und Maschinenbau, Elektrotechnik/Informatik und Wirtschaft belegt werden. Auch nicht-staatliche Einrichtungen wie die Evangelische FH Rheinland-Westfalen-Lippe für Sozial-, Bildungs- und Pflegewesen mit der Kirche als Trägerschaft (Immanuel-Kant-Str. 18-20) sowie die Technische FH „Georg Agricula (Herner Straße 45) sind in Bochum ansässig. Sehenswertes
Studentenleben Erfreulich für alle Bochumer Studenten sind sicherlich die niedrige Monatsmieten von ca. 150 € für ein WG-Zimmer. Auch die Studentenheime im Süden der Stadt sind beliebt, denn die eigenen Hausbars und die vielen berüchtigten Wohnheim-Parties schweißen schnell eine Gemeinschaft zusammen. Die Hochschulen sind rein äußerlich mit ihrem 70er Jahre Baustil nicht gerade attraktiv, jedoch kümmern sie sich verstärkt in Form von Tutoren um Studienanfänger. Für alle Kulturinteressierten bietet das Semesterticket eine kostenlose Möglichkeit alle Museen im Umkreis schnell zu erreichen. Davon gibt es einige, denn Bochum hat eine bedeutende Kulturszene herausgebildet. Für den abendlichen Spaß ist in Form des bekannten Bermuda-Dreiecks gesorgt. Dieses zieht auch viele Menschen aus dem Umland in die Ruhrgebietsmetropole, denn hier reihen sich Bars, Cafés, Restaurants, aber auch beliebte Diskos wie das „Riff“ aneinander. In warmen Sommernächten kann das in ein regelrechtes Straßenfest ausarten, welches anderen Großstädten Konkurrenz machen kann. Bochum hat viel zu bieten, man sollte sich nur die Mühe machen diese Stadt auch für sich zu entdecken. Typisch Bochum … für Bochum ist auf jeden Fall „Bochum total“. Wenn es wieder so weit ist, verwandelt sich die Innenstadt in eine einzige Konzertstätte mit tausenden von feierfreudigen Menschen. Dann werden Live-Acts vom Feinsten präsentiert bei denen sicherlich für jeden Geschmack etwas dabei ist. Auch der Fußball wird hier ganz groß geschrieben. Der Vfl Bochum wird leidenschaftlich unterstützt, obwohl er momentan eher im unteren Drittel der Tabelle spielt. Die „Nationalhymne“ des Vereins ist natürlich „Bochum“ von Herbert Grönemeyer. Die Bochumer sind eben stolz auf ihre Stadt. LINKS Bochum.de, offizielle Seite der Stadt Bochum
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