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Studieren im Alter

An deutschen Hochschulen kann seit einigen Jahren beobachtet werden, dass sich immer mehr Senioren für ein Studium entscheiden. Viele von ihnen haben im Alter zwischen 55 und 65 Jahren ihr aktives Berufsleben hinter sich und möchten sich noch einmal neu orientieren, sich einen lang gehegten Jugendtraum erfüllen oder sich einfach weiterbilden und ihre Zeit sinnvoll nutzen. Die Kinder sind in der Regel längst aus dem Haus, so dass ihnen genügend freie Zeit bleibt, die sie nach ihren eigenen Wünschen einteilen können. In dem Fall bietet sich ein „Studium im Alter“ an, das bereits an sehr vielen Hochschulen durchgeführt wird (siehe http://www.geroweb.de/; hier gibt es Informationen über Hochschulen, an denen ein Seniorenstudium absolviert werden kann).

Warum im Alter studieren?

Die meisten Senioren haben nach ihrer Pensionierung und ohne familiäre Verpflichtungen eine Menge freier Zeit zur Verfügung, die viele sinnvoll nutzen möchten. Bei einem Studium im Alter steht nicht alleine das Erlangen neuen Wissens im Vordergrund, sondern auch der Kontakt zu anderen, meist jungen Leuten. Ein willkommener Nebeneffekt ist dabei die „mentale Fitness“, die sie dadurch erhalten und trainieren können. Gerade bei den Frauen ist es auch häufig der Fall, dass sie als junger Mensch kein Abitur machen und somit auch nicht studieren konnten, sondern ihren „häuslichen Pflichten“ nachgehen mussten. Das versuchen sie in vielen Fällen durch ein Seniorenstudium zu kompensieren. Einige wollen sich auch weiterbilden, um einer nachberuflichen Tätigkeit nachgehen zu können. Im Großen und Ganzen unterscheiden sich die Motivationsgründe für ein Studium bei älteren Menschen grundlegend von denen junger Leute.

Welche Möglichkeiten gibt es für Senioren?

Viele Universitäten oder Seniorenakademien bieten mittlerweile Bildungsmöglichkeiten für ältere Menschen an. Dazu gehören Umschreibungen wie „Seniorenuniversität“, „Universität des dritten Lebensalters“ oder auch „Seniorenkolleg“. Dabei handelt es sich nicht immer unbedingt um Bildungsangebote ausschließlich für Senioren, sondern oft finden die Veranstaltungen gemeinsam mit „normalen“ Studenten statt, wodurch die Kommunikation zwischen den Generationen gefördert werden soll.

Meistens können Senioren an diesen Bildungsangeboten auch ohne eine Hochschulzugangsberechtigung (mit Ausnahme von Bayern) teilnehmen oder mit Abitur einen Abschluss erwerben. Auch Altersbeschränkungen fallen in der Regel weg. Auf diese Weise studieren Senioren parallel zu den jüngeren Studenten, und durch die Integration in das reguläre Studienprogramm wird das gemeinschaftliche Lernen gefördert. An den meisten Universitäten können ältere Menschen selber entscheiden, ob sie sich als Gasthörer oder ordentlicher Studierender einschreiben möchten.

Alles in allem gibt es für Senioren drei Möglichkeiten: ein ordentliches Studium, ein Gasthörerstudium oder ein Seniorenstudium. Gasthörer nutzen ein Studium in den meisten Fällen lediglich als Fortbildung, während ordentliche Studierende einen Abschluss in ihrem Fachbereich machen wollen. Für letzteres wird allerdings eine Hochschulzugangsberechtigung wie das Abitur benötigt, man nimmt wie jeder andere auch an sämtlichen Prüfungen teil und muss relativ viel Zeit investieren. Als Gasthörer hat man keine Prüfungen, kann aber auch keinen Abschluss erlangen, sondern lediglich an selbst ausgewählten universitären Veranstaltungen teilnehmen. Davon sind zulassungsbeschränkte Studiengänge wie beispielsweise Medizin aber häufig ausgenommen. Wer möchte, kann nach dem Semester einen Teilnahmenachweis mit einer Auflistung der besuchten Veranstaltungen bekommen. Die dritte Möglichkeit, das Seniorenstudium, ist ähnlich dem Gasthörerstudium angelegt, bietet aber zusätzlich oft noch spezielle Beratungs- und Betreuungsangebote für ältere Menschen.

Wo können Senioren studieren?

Seit 2006 gibt es in Bad Meinberg in Nordrhein-Westfalen die erste reine Senioren-Universität. Hier können Senioren unter sich bleiben, wenn sie das wünschen, und ein Studium Generale absolvieren, das aus Veranstaltungen der unterschiedlichsten Fachbereiche besteht. Dazu gehören beispielsweise unter anderem Politikwissenschaften, Philosophie, Medizin, Kommunikation und einige andere. Pro Semester ist die Teilnehmerzahl auf 30 begrenzt. Seit 2007 wird zusätzlich ein Studiengang mit dem Abschluss „Senior Consultant“ angeboten, womit die Senioren durch ihre reichhaltige Erfahrung in Verbindung mit dem Studienabschluss in kleineren Unternehmen auf Honorarbasis arbeiten können.

Aber auch fast alle regulären Hochschulen haben Studienmöglichkeiten für ältere Menschen im Angebot und bieten den Vorteil, dass hier täglich Kontakt zu jungen Menschen besteht. Über mögliche Studiengänge kann man sich am besten auf den jeweiligen Internetseiten informieren. Eine gute Übersicht von in Frage kommenden Institutionen gibt es unter http://www.geroweb.de/seniorenakademie/seniorenstudium.html.

Für reguläre Studiengänge müssen Senioren normalerweise die gleichen Gebühren und Einschreibefristen beachten wie alle anderen. Gasthörer und Seniorenstudenten sollten sich je nach Studienort individuell informieren, da jede Hochschule die Kosten unterschiedlich handhabt.



       WEITERE TIPPS ZUM THEMA
Individuelle Beitragsberechnungen für Studenten-Senioren können hier auch telefonisch erfragt werden.




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