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Studiengang Volkswirtschaftslehre (VWL)

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Studien- und Berufswahl
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Was ist Volkswirtschaftslehre?

haftslehre (VWL) – oder auch Nationalökonomie - befasst sich mit der Produktion und Verteilung von Gütern. Es werden Prozesse und Zusammenhänge untersucht, die von gesamt- oder einzelwirtschaftlicher Natur sind. Wirtschaftliche Vorgänge werden hier vor allem auch immer mit Bezug auf staatliche Rahmenbedingungen betrachtet. Gerade in der heutigen durch die Globalisierung geprägten Zeit, sind volkswirtschaftliche Betrachtungen jedoch nicht mehr nur an nationalstaatliche Grenzen gebunden, sondern finden auch global statt. Die Knappheit von Ressourcen ist dabei als Grundproblem der Volkswirtschaft anzusehen. Die Aufgabe der Volkswirte besteht deshalb darin, Märkte zu beobachten und zu analysieren und schließlich das Problem des Ressourcen-Mangels zu überwinden.
Anders als in der Betriebswirtschaftslehre stehen bei der Volkswirtschaftslehre nicht einzelne
Unternehmen im Mittelpunkt des Interesses. Das Verhalten und Wirken von Betrieben interessiert hier nur in Bezug auf die Auswirkungen der betrieblichen Vorgänge auf die Gesamtwirtschaft. Die Wirtschaftstheorie, auf der die Volkswirtschaftslehre beruht, kann in Mikroökonomik und Makroökonomik unterteilt werden. Während sich die Mikroökonomik mit dem Funktionieren einzelner Märkte befasst, ist das wirtschaftliche Geschehen einer Volkswirtschaft als Ganzes Gegenstand der Makroökonomik.

Das VWL-Studium

Volkswirtschaftslehre ist eigentlich ein klassischer Universitätsstudiengang, kann aber mittlerweile auch an einigen Fachhochschulen studiert werden. Das Grundstudium der Volkswirtschaftslehre deckt sich im Allgemeinen mit dem der Betriebswirtschaftslehre. Angehenden Volkswirten werden betriebswirtschaftliche Aspekte vermittelt und umgekehrt. Die beiden Studiengänge unterscheiden sich jedoch gerade in dem Punkt voneinander, dass die Volkswirtschaftslehre eher wirtschaftstheoretisch und –politisch ausgelegt ist und deshalb weniger praktisch. Während im Grundstudium das Basiswissen gelehrt wird, wie etwa die Grundlagen von BWL und VWL, Recht, Rechnungswesen, Personalmanagement, Statistik und Mathematik, werden im Hauptstudium Veranstaltungen der Allgemeinen VWL, der Speziellen VWL, Finanzwissenschaft, Allgemeine BWL und ein Wahlpflichtfach belegt. Als Wahlpflichtfächer kommen zum Beispiel Bereiche wie Entwicklungsökonomie, Theoretische Statistik, Umweltökonomik oder Entwicklungspolitik und internationale Zusammenarbeit in Frage.
Nach neun Semestern Regelstudienzeit kann das Studium schließlich mit dem Diplom abgeschlossen werden. Die Regelstudienzeit eines Bachelor-Studiengangs beträgt cirka 6-8 Semester.


Die Berufsfelder für VWL´ler

Während sich Betriebswirte auf einzelbetriebliche Phänomene spezialisieren, werden Volkswirte vor allem da beschäftigt, wo betriebsübergreifende wirtschaftliche Aspekte oder sogar die Volkswirtschaft insgesamt im Mittelpunkt des Interesses steht. Der Stellenmarkt für Volkswirte hat sich in den letzten Jahren dahingehend entwickelt, dass vor allem in fünf Bereichen die meisten offenen Stellen zu finden sind und zwar in Hochschulen und der Forschung, in der Wirtschafts- und Personalberatung, in Behörden und im Kreditgewerbe. Allgemein gibt es bedeutend weniger Stellenanzeigen, bei denen gezielt nach Volkswirten gesucht wird. Volkswirte können sich aber auch durchaus auf betriebswirtschaftliche Stellenangebote bewerben, wenn sie die geforderten Qualifikationen mitbringen. Gute BWL-Kenntnisse, vor allem im Bereich Controlling und Rechnungswesen, können dabei die Einstellungschancen erheblich steigern. Berufsfelder für Volkswirte gibt es unter anderem in der Wirtschaftspolitik, Wirtschaftsplanung, aber auch im Rechnungs- und Bilanzwesen, in Industrie- und Dienstleistungsunternehmen, in öffentlichen Institutionen und in Banken.


Zukunftsaussichten für VWL-Studenten

Das Einstiegsgehalt für Volkswirte im öffentlichen Dienst beträgt ungefähr 2250,- Euro im Monat. Beamtete Volkswirte verdienen zu Beginn cirka 2850,- Euro monatlich. In der Privatwirtschaft liegt die unterste Gehaltsstufe bei ungefähr 20.000 Euro Jahresgehalt. Bei diesen Angaben handelt es sich jedoch nur um Richtwerte, die natürlich von Bewerber zu Bewerber, von Position zu Position und von Unternehmen zu Unternehmen variieren können. Aufgrund der hohen Konkurrenz an Mitbewerbern und den vielfältigen Berufsfeldern, wird empfohlen neben dem Studium so viele Erfahrungen und Zusatzqualifikationen zu sammeln wie möglich. Darunter fallen Praktika im In- und Ausland, Auslandssemester, Sprachkenntnisse (vor allem Englisch), Computerkenntnisse und andere Fähigkeiten die für den späteren Beruf hilfreich sein könnten. Neben fundierten Kenntnissen werden mittlerweile aber auch die so genannten Soft-Skills immer bedeutender, wie etwa Teamorientierung und Kommunikationsfähigkeit.
Weitere Infos zu wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen gibt es im Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt (ISA). Karriere-Tipps für Studium und Beruf gibt es auch beim Bundesverband Deutscher Volks- und Betriebswirte (bdvb).


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