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Studiengang Psychologie
Psychologie bedeutet übersetzt „Seelenlehre“ und beschäftigt sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen. Sie ist eine empirische Wissenschaft, die eben dieses Erleben und Verhalten beobachtet, beschreibt und schließlich Vorhersagen trifft. Kennzeichnend für die Psychologie ist, dass es sich dabei um eine bereichsübergreifende Wissenschaft handelt, weil sie sowohl Elemente aus den Geisteswissenschaften als auch aus den Sozial- und Naturwissenschaften vereint. Das Fach gliedert sich in verschiedene Teilgebiete, die sich mit unterschiedlichen Bereichen der Psychologie befassen. Die Allgemeine Psychologie forscht nach Gesetzen und Regeln auf denen das menschliche Erleben und Verhalten basiert. Bereiche die hier betrachtet werden sind unter anderem Wahrnehmung, Lernen, Gedächtnis, Motivation und Sprache. Bei der Entwicklungspsychologie steht die Entfaltung des Menschen von der Schwangerschaft bis zum Tod im Vordergrund. Hierbei interessieren verschiedene Aspekte, wie zum Beispiel der Einfluss von biologischen Faktoren auf die menschliche Entwicklung und die Veränderungen von der Wahrnehmung, dem Gedächtnis oder der Sprache in den unterschiedlichen Entwicklungsstufen. Die Sozialpsychologie befasst sich mit dem Erleben und Verhalten des Menschen in seiner zwischenmenschlichen Umwelt. Hier wird auch erforscht, wie Menschen andere beeinflussen können und wie sich die Zugehörigkeit zu einer Gruppe auf das Sozialverhalten auswirkt. Gegenstand der Arbeits- und Organisationspsychologie sind alle möglichen Vorgänge im Arbeitsumfeld des Menschen. Das Psychologie-Studium Ein Psychologiestudium hat auf Diplom eine Regelstudienzeit von neun Semestern. Diese Semesterzahl wird jedoch meist überschritten. Psychologiestudenten schließen im Durchschnitt ihr Studium nach 12 Semestern ab. Ein Bachelor-Abschluss kann nach sechs Semestern erreicht werden. Ein anschließender Master-Abschluss erfordert meist zwei weitere Jahre. Momentan findet in der Psychologie nämlich - genau wie in anderen Studiengängen auch eine Umstellung des traditionellen Diplomstudiengangs auf Bachelor-/Masterstudiengänge statt. Dadurch soll ermöglicht werden, dass Studienleistungen in Deutschland international vergleichbar werden. Während des Grundstudiums lernen die Studenten zunächst die Grundlagen des Faches. Im Hauptstudium können dann Schwerpunkte in den Bereichen Klinische Psychologie, Arbeits-, Organisations- und Betriebspsychologie und Pädagogische Psychologie gebildet werden. Die Zugangsvoraussetzungen für ein Psychologiestudium sind jedoch nicht ganz niedrig. Der erforderliche Abiturnotendurchschnitt lag 2004/2005 nach Angaben des Informationssystems Studienwahl und Arbeitsmarkt zwischen 1,5 in Sachsen-Anhalt und Thüringen und 2,0 in Berlin und Schleswig-Holstein. Informationen über aktuelle Zulassungsverfahren, Fristen und Termine bekommt ihr bei der Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Da viele wissenschaftliche Texte, die in diesem Fach behandelt werden, auf Englisch verfasst sind, sollten Psychologiestudenten gute Sprachkenntnisse mitbringen. Des Weiteren ist mathematisches Verständnis vorausgesetzt. Bestandteil des Psychologiestudiums sind nämlich immer auch Methodenkurse in Statistik. Die Berufsfelder Mögliche Tätigkeitsfelder hängen natürlich sehr stark von den Schwerpunkten ab, die während des Studiums oder auch durch Zusatzausbildungen belegt wurden. Psychologen können zum Beispiel in Psychotherapeutischen Praxen, in der Beratung, in Psychiatrie-Krankenhäusern, in Lehr- und Forschungseinrichtungen, in Jugendämtern, als Schul- oder Betriebspsychologe, in der Marktforschung und Werbung, in der Notfallpsychologie oder in Klinisch-Psychologischen Praxen arbeiten. Zukunftsaussichten für Psychologiestudenten Einer Studie der Bundesagentur für Arbeit (pdf) zufolge, haben studierte Psychologen gute Berufsaussichten. Zwar gibt es einige Schwankungen auf dem Arbeitsmarkt, generell sind die Berufschancen jedoch positiv einzuschätzen, heißt es dort. Der Einstieg in die Klinische Psychologie, das gleichzeitig auch das größte Tätigkeitsfeld für Psychologen darstellt, gestaltet sich demzufolge jedoch schwierig. Wer beispielsweise als Psychotherapeut arbeiten will, muss eine Zusatzausbildung absolvieren, die sehr kostspielig sein kann. Die Einstiegsgehälter für Psychologen in sozialen Einrichtungen liegt im Durchschnitt bei 33.122 Euro Jahresgehalt und bei 36.400 Euro Jahresgehalt im Gesundheitswesen. Psychologen mit Berufserfahrungen können in Forschungseinrichtungen 52.100 Euro im Jahr und in Bildungseinrichtungen 49.800 Euro Jahresgehalt bekommen. Diese Werte basieren auf einer Studie des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen, die hier nachgelesen werden kann. Informationen zu den Bachelor- und Masterstudiengängen, zum Auswahlverfahren der Universitäten und Neuigkeiten im Bereich der Psychologie findet ihr außerdem bei der Deutschen Gesellschaft für Psychologie e.V. VIDEO-NEWS UND ANGEBOTE BÜCHER Studien- und Berufswahl 2009 / 2010, das Standardwerk für Studierende und alle, die es werden wollen.
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