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Studiengang Physik
Die Physik beschäftigt sich damit, Gesetzmäßigkeiten der Natur, ihre Bausteine und Wechselwirkungen zu beleuchten. Untersuchungsgegenstand ist dabei die unbelebte Natur. Dies steht im Gegensatz zur Biologie, die sich mit der Pflanzen- und Tierwelt - also der belebten Natur - auseinandersetzt. Der Unterschied zwischen Mathematik und Physik lässt sich damit beschreiben, dass Mathematik sich nicht auf reale Objekte bezieht und Physik schon. Die Vorgehensweise von Physikern ist stark theoriegeleitet. Es werden zunächst Beobachtungen von Vorgängen in der Natur angestellt. Basierend auf diesen Beobachtungen werden dann unter Verwendung der Mathematik Modelle aufgestellt, die beobachtete Vorgänge veranschaulichen. Diese Modelle ermöglichen es schließlich über diese Vorgänge in der Natur Vorhersagen zu treffen. Die wichtigsten Teilbereiche der Physik sind die Mechanik, Akustik, Thermodynamik, Elektrodynamik, Optik, Atom- und Kernphysik, Relativitätstheorie und Quantenmechanik. Daneben gibt es noch eine Vielzahl von interdisziplinären Fachrichtungen wie die Geophysik, Astrophysik, Biophysik, Umweltphysik, Wirtschaftsphysik und die physikalische Chemie. Ein Physikstudium dauert in einem Diplom- oder Magisterstudiengang in der Regel zehn Semester. Wird ein Bachelorabschluss angestrebt, ist mit sechs oder sieben Semestern zu rechnen. Im ersten Studienabschnitt lernen die Studenten meist etwas über die physikalischen Grundlagen und bekommen Einführungen in Mess- und Auswertungsmethoden. Im zweiten Studienabschnitt (bei einem Diplomstudiengang nach dem Vordiplom), findet eine Vertiefung der physikalischen und mathematischen Grundkenntnisse statt. Die Studenten bekommen die Möglichkeit Schwerpunkte zu bilden und die für sie besonders interessanten Bereiche vermehrt zu belegen. Solche Schwerpunkte können zum Beispiel Geophysik, physikalische Technik oder Wirtschaftsphysik sein. Die Studenten besuchen während ihres Studiums neben Vorlesungen auch Praktika und Übungen, die über die theoretische Stoffvermittlung hinausgehen und den Praxisanteil des Studiums bilden. Zu dem Lernstoff gehören neben physikalischen Kenntnissen auch Grundlagen in den Bereichen Chemie und Mathematik. Im Rahmen der Studienabbruchstudie 2005, herausgegeben vom Hochschul-Informations-System (HIS), wurde ermittelt, dass 30% der Physikstudenten ihr Studium frühzeitig abbrechen. Diese Quote ist relativ hoch und spricht sicherlich dafür, dass ein Physikstudium sehr anspruchsvoll ist. Die Berufsfelder Physiker sind überwiegend in der Industrie beschäftigt. Sie können aber auch in die Forschung an Universitäten oder privaten Forschungseinrichtungen, in den Dienstleistungssektor, ins Gesundheitswesen oder in die Lehre gehen. In der Industrie können sich Physiker mit der Forschung, Entwicklung und Produktion der verschiedensten Bereiche beschäftigen, zum Beispiel in der Automobilbranche, Telekommunikation, Pharmazie oder Energieversorgung. Im Dienstleistungssektor sind Physiker oft im Bereich der Unternehmensberatung, bei Banken und Versicherungen oder im Gutachtenwesen angestellt. In Krankenhäusern oder in der Medizintechnik arbeiten sie, wenn sie in den Sektor Gesundheitswesen gehen. In der Lehre bieten sich Möglichkeiten an Schulen, Universitäten, Fachhochschulen oder in der betrieblichen Ausbildung zu unterrichten. Der Arbeitsmarkt für Physiker ist einer Analyse der Deutschen Physikalischen Gesellschaft aus dem Jahr 2005 zufolge recht stabil. Nachlesen könnt ihr diese Analyse hier. Der Einbruch in der IT-Branche, der auch die Arbeitslosenzahlen von Physikern in die Höhe getrieben hat, scheint überwunden zu sein. Die Gehälter für Berufseinsteiger liegen nach Angaben der Süddeutschen Zeitung bei 35.000 bis 45.000 Euro im Jahr. Wie viel ein Physiker tatsächlich verdient, hängt von verschiedenen Faktoren - wie Qualifikationen des Bewerbers und der Branche - ab. Wenn ihr euch für das Fach Physik begeistern könnt und noch weitere Informationen benötigt, dann schaut doch mal auf dem Physikportal Pro-Physik oder Welt der Physik vorbei. BÜCHER Studien- und Berufswahl 2009 / 2010, das Standardwerk für Studierende und alle, die es werden wollen.
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