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Studiengang Pharmazie

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Studien- und Berufswahl
Was ist Pharmazie?

Die Pharmazie wird auch zu den Naturwissenschaften gezählt und befasst sich mit der Zubereitung, Wirkung und Anwendung von Arzneimitteln. Bedeutende Bestandteile dieser Wissenschaft bilden die Chemie und die Biologie. Die moderne Pharmazie lässt sich in folgende Bereiche unterteilen: Die Pharmazeutische Chemie betrachtet die chemischen Eigenschaften von Heilmitteln. Die Pharmazeutische Biologie betrachtet die Nutzung biologischer Quellen von Naturstoffen, wie z.B. Heilpflanzen. Die Pharmazeutische Technologie betrachtet die Zubereitung von Arzneimitteln. Die Pharmakologie betrachtet die Wirkung, Entwicklung und Anwendung von Arzneimitteln und die Klinische Pharmazie befasst sich mit der Optimierung der Arzneimittelanwendung am Patienten und soll eine Verbindung zwischen der pharmazeutischen Theorie und Praxis herstellen. Hier wird im Gegensatz zur Pharmakologie der Patient und nicht das Medikament in den Mittelpunkt gestellt.


Das Pharmazie-Studium

Ein Pharmaziestudium ist mit einer Regelstudienzeit von neun Semestern angesetzt. Die Approbationsordnung für Apotheker regelt das Studium, weshalb es auch bundesweit einheitlich ist. Es handelt es sich dabei um ein sehr praktisch angelegtes Studium, bei dem die Studenten – natürlich neben den theoretischen Grundlagen – Praktika in der Pharmazeutischen Chemie, Physik, Physikalischen Chemie, Mikrobiologie, Biochemie, Medizinischen Chemie, Pharmazeutischen Biologie, Arzneiformenlehre, Klinischen Pharmazie, Pharmakologie und Toxikologie absolvieren müssen.
Zum erfolgreichen Abschluss des Studiums muss eine Pharmazeutische Prüfung bestanden werden, die in drei Abschnitte unterteilt ist. Der erste Abschnitt dieser Prüfung findet nach dem Grundstudium, also in der Regel nach vier Semestern Studienzeit, statt. Der zweite Abschnitt schließt sich an das Hauptstudium, also in etwa an das achte Semester, an. Genau wie Medizinstudenten muss ein angehender Pharmazeut ein „Praktisches Jahr“ absolvieren, das zur Hälfte in einer öffentlichen Apotheke und zur anderen Hälfte im Krankenhaus, in der pharmazeutischen Industrie, in einem universitären Forschungsinstitut oder in ähnlichen Einrichtungen absolviert werden kann. Nach diesen zwölf Monaten wird der dritte und letzte Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung absolviert. Mit dem Studienabschluss kann der Student schließlich die Approbation zum Apotheker beantragen. Etwa 75% der Studienanfänger halten auch bis zum Ende durch und schließen mit dem dritten Teil der Pharmazeutischen Prüfung ihr Studium ab. Wer Interesse daran hat in der Wissenschaft zu arbeiten, der kann nach dem eigentlichen Pharmaziestudium eine Promotion anhängen.
Potentielle Pharmaziestudenten sollten auf jeden Fall gute Kenntnisse in Englisch und den Naturwissenschaften (vor allem Chemie) mitbringen.


Die Berufsfelder

Am weitesten verbreitet ist im Bereich der Pharmazie wohl der Beruf des Apothekers. Aufgabe eines Apothekers ist es, die Menschen mit Medikamenten zu versorgen und sie diesbezüglich zu beraten. Als wichtiges Bindeglied zwischen der Pharmaindustrie, den Ärzten und der Bevölkerung arbeitet der Apotheker überwiegend in öffentlichen Apotheken. Apotheker, die in der pharmazeutischen Industrie tätig sind, beschäftigen sich vornehmlich mit der Forschung und Entwicklung von Arzneimitteln, der Qualitätskontrolle von Heilmitteln und der Zulassung von Medikamenten. Darüber hinaus können Pharmazeuten in der Lehre tätig sein und zum Beispiel an Hochschulen das Fach Pharmazie unterrichten. Aber auch bestimmte Bereiche in der Verwaltung oder im Journalismus können mögliche Arbeitsfelder für Pharmazeuten bieten.


Zukunftsaussichten für Pharmaziestudenten

Die Arbeitslosenquote von Apothekern liegt bei etwa 2%. Nach einem Anstieg der Arbeitslosenzahlen im Jahr 2004 sind die Berufschancen für Pharmazeuten wieder deutlich besser geworden. Das berichtet die Bundesagentur für Arbeit im Rahmen von Arbeitsmarkt-Informationen für Apothekerinnen und Apotheker. Die ausführliche Studie (pdf) könnt ihr hier nachlesen.
In der pharmazeutischen Industrie gibt es vorgeschriebene Mindestgehälter für Angestellte. Diese Mindestgehälter gelten ab dem zweiten Berufsjahr. Im ersten Berufsjahr kann das Gehalt vom Arbeitgeber in Abstimmung mit dem Arbeitnehmer frei festgelegt werden. Einstiegsgehälter liegen in etwa zwischen 45.000 und 53.000 Euro pro Jahr. Die festgelegten Mindestgehälter beziehen sich allerdings nur auf Firmen, die dem Arbeitgeberverband angehören. Gerade bei kleineren Betrieben ist das oft nicht der Fall. Hier können die Gehälter deshalb auch geringer ausfallen.
Wenn ihr weitere Informationen rund um das Pharmaziestudium haben wollt, dann schaut doch mal auf den Seiten des Bundesverbandes für Pharmaziestudierende vorbei. Dort gibt es neben Tipps zum Studienverlauf auch eine Börse, in der man Plätze für das Praktische Jahr suchen und anbieten kann.



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       LINKS
Infos zum Pharmaziestudium auf pharmaziestudium.org






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