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Studiengang Medizin

Was ist Medizin?

Ohne Test sinken die Chancen

Wie gut ist dein räumliches Vorstellungsvermögen? Und wie gut kannst du dich konzentrieren? erklärt, worauf es ankommt beim Medizinertest.

Studienplätze in Medizin sind gefragt und rar. Wer in Deutschland Arzt werden will, muss derzeit entweder ein sehr gutes Einser-Abi hingelegt haben oder aber Sitzfleisch für viele, viele Wartesemester mitbringen. Der Medizinertest kann da eine zweite Chance sein.

Die Mühe kann sich lohnen

Bequem ist der Medizinertest oder wie er offiziell heißt „Test für medizinische Studiengänge“ (TMS) nicht: Fünf Stunden lang brüten die Teilnehmer über Aufgabenbögen, müssen Muster erkennen, Schlauchfiguren auseinanderknobeln und naturwissenschaftliches Verständnis beweisen. Doch am Ende kann sich die Mühe gelohnt haben. Wer beim TMS gut abschneidet, kann seine Chancen auf einen Studienplatz im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH), durch das 60 Prozent der Studienplätze vergeben werden, deutlich verbessern.

Abiturnote bleibt maßgebliches Kriterium

Derzeit nutzen 15 Universitäten den Test. Allerdings wird er unterschiedlich gewichtet oder um weitere Kriterien ergänzt. Die Abiturnote muss weiter die maßgebliche Rolle bei der Auswahl der Studenten spielen. So verlangt es der Gesetzgeber. Trotzdem: Mit einem Spitzenergebnis beim TMS können Bewerber ihren Abi-Schnitt an einigen Unis sogar um bis zu 0,8 Punkte aufpolieren. Wer eine 1,8 im Abi hat und beim Medizinertest unter die besten zehn Prozent kommt, schafft es beispielsweise als Bewerber an der LMU München auf eine glatte Eins. Andere medizinische Fakultäten wie Bochum oder Mainz gewichten Abitur und TMS in einem Verhältnis von 51 zu 49. Wieder andere Hochschulen haben eigene Testverfahren ­entwickelt – zum Beispiel die Berliner Charité, die ihre Bewerber seit kurzem durch einen zweistündigen Multiple-Choice-Test schleust.

Verschlechtern kann man sich nicht

Der Medizinertest ist freiwillig. Doch ohne ihn sinken die Chancen auf einen der Studienplätze, die die Hochschulen direkt vergeben. Verschlechtern können sich Studienplatz-Bewerber durch die Teilnahme dagegen nicht. „Beim Medizinertest gibt es kein Bestehen oder Nicht-Bestehen“, sagt Dr. Alexander Zimmerhofer von ITB Consulting. Das Unternehmen aus Bonn hat den Test entwickelt.

(Autor: Anke Beimdiek)

Die (Human-)Medizin beschäftigt sich mit dem Menschen und seiner Gesundheit. Mediziner sorgen sich um das körperliche Wohl der Patienten. Die wesentlichen Tätigkeiten eines Arztes sind das Erkennen (Diagnose) und die Behandlung (Therapie) von Krankheiten. Natürlich wird auch großer Wert auf die Vorbeugung (Prophylaxe) gelegt, damit Krankheiten erst gar nicht entstehen. Vorbeugungsmaßnahmen können im Rahmen von medizinischer Beratung auf den Gebieten der Ernährung, Bewegung oder durch spezielle Vorsorgeuntersuchungen stattfinden. Infolge der absehbaren demografischen Entwicklung und der Zunahme chronischer Erkrankungen werden auch Bereiche wie beispielsweise Alters-, Palliativ- und Rehabilitationsmedizin immer wichtiger. Die Möglichkeiten der Medizin wachsen mit voranschreitenden Erfolgen in der Forschung von Jahr zu Jahr. Grundlagen der Medizin sind die drei großen Teilgebiete der Naturwissenschaften: Biologie, Chemie und Physik.

Ergänzend dazu ist Wissen in den Bereichen Psychologie und Sozialwissenschaften von großer Bedeutung. Denn der Mediziner ist meist nicht nur für die Behandlung physischer Krankheiten seiner Patienten zuständig, sondern muss auch auf zwischenmenschlicher Ebene mit ihnen umgehen können.


Das Medizin-Studium

Das Medizin-Studium an den deutschen Hochschulen richtet sich nach der seit dem Wintersemester 2003/2004 gültigen Approbationsordnung für Ärzte. Diese Verordnung wurde erlassen, um die Praxisorientierung des Studiums zu erhöhen und die Ausbildung attraktiver zu gestalten.

Ein Medizin-Studium dauert in der Regel sechs Jahre und setzt sich aus einem vorklinischen Teil von zwei und einem klinischen Teil von vier Jahren zusammen. In dem letzten Studienjahr arbeiten die Studenten ganztägig in Krankenhäusern. Dieser Studienabschnitt wird ,,Praktisches Jahr" genannt. Ein Medizinstudent hat während seines Studiums mehrere Praktika zu absolvieren. Seit der neuen Approbationsordnung müssen die Studenten zwei staatliche Prüfungen bestehen. Die erste staatliche Prüfung findet in der Regel nach dem vierten Semester statt. Die zweite staatliche Prüfung steht nach zwölf Semestern, also nach dem Praktischen Jahr, an. Nach dem Bestehen dieser Prüfung kann der Absolvent die Vollapprobation beantragen. Sie berechtigt ihn dazu, den ärztlichen Beruf auszuüben. Allerdings steht er hier zunächst unter Aufsicht eines Facharztes. Wenn ein Arzt eine eigene Praxis eröffnen möchte, muss er nach seinem Medizinstudium eine Facharztausbildung absolvieren. Solche Ausbildungen gibt es in den unterschiedlichsten Bereichen. Dazu gehören beispielsweise Allgemeinmedizin, Chirurgie, Gynäkologie, Neurologie, Radiologie, Rechtsmedizin, Kinderheilkunde und Orthopädie.


Viele Interessenten - wenig Studienplätze

Das Medizin-Studium ist nach wie vor sehr beliebt, dementsprechend rar sind die vorhandenen Studienplätze. Dies ist auch der Grund dafür, dass der Numerus Clausus (NC) so hoch ist. Der Begriff kommt aus dem Lateinischen und heißt eigentlich ,,beschränkte Zahl". Er bezieht sich darauf, dass nur eine bestimmte Anzahl von Bewerbern für das Fach zugelassen werden kann. Interessenten müssen deshalb in der Regel nicht nur den geforderten NC vorweisen. Sie sind auch dazu verpflichtet, ein Auswahlverfahren zu bestehen.
Achtung: An manchen Unis werden einige Studienplätze durch ein Losverfahren vergeben. Dadurch haben Bewerber mit einem schlechteren Notendurchschnitt hin und wieder doch noch die Chance, ein Medizin-Studium zu beginnen.

Die Berufsfelder

Ein Großteil der Mediziner arbeitet als niedergelassene Ärzte in einer Praxis oder in Krankenhäusern. Mediziner können aber durchaus auch in die Forschung und Lehre gehen. Alternative Tätigkeitsfelder für Mediziner liegen zum Beispiel in der Umweltmedizin, der Medizin-Informatik, der pharmazeutischen Industrie und im Gesundheitsmanagement.

Zukunftsaussichten für Medizinstudenten

Angehende Mediziner haben sehr gute Zukunftsaussichten: Die Arbeitslosenquote liegt schon heute recht konstant auf einem verschwindend niedrigen Niveau. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach Krankenhaus-Ärzten und nicht zuletzt müssen in den nächsten Jahren immer mehr Landarztpraxen neu besetzt werden. Hinzu kommt, dass im Ausland eine große Nachfrage nach in Deutschland ausgebildeten Humanmedizinern herrscht.

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Nach Angaben des Marburger Bundes bekommt ein Arzt an einem kommunalen Krankenhaus in seinem ersten Dienstjahr rund 3.800 Euro brutto im Monat. Junge Fachärzte erhalten direkt nach Abschluss ihrer Ausbildung ein Bruttogehalt von etwa 5.100 Euro/Monat. Viele nützliche weiterführende Informationen findet ihr bei Medi-Learn, einer Webseite für Medizinstudenten und Jungmediziner.



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