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Studiengang Mathematik

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Studien- und Berufswahl
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Was ist Mathematik?

Mathematik ist eine Wissenschaft, die sowohl im privaten und alltäglichen als auch im beruflichen Bereich allgegenwärtig und wichtig ist. Sie ist eine der ältesten Wissenschaften die es überhaupt gibt. Durch die Mathematik werden - ganz allgemein gesagt - Gesetzmäßigkeiten von Zahlen und Figuren entwickelt.
Das Fach lässt sich in die reine und die angewandte Mathematik unterteilen. Die reine Mathematik ist sozusagen der theoretischere Part der des Faches. Sie beschäftigt sich mit den Strukturen und ihren inneren Beziehungen. Teilbereiche der reinen Mathematik sind unter Anderem Algebra, Analysis, Topologie und Geometrie. Die angewandte Mathematik befasst sich mit dem Gebrauch von Mathematik und ihren Vorgehensweisen übertragen auf andere Gebiete wie Physik, Chemie oder Biologie. Teilbereiche sind zum Beispiel die Numerische Mathematik, Finanzmathematik, Biomathematik und Stochastik.

Mathematik ist eine Wissenschaft, die sich in so ziemlich allen anderen Wissenschaften wieder findet. Physik, Chemie, Biologie, Wirtschaftswissenschaften und Informatik stützen ihre Erkenntnisse und Vorgehensweisen stark auf mathematischen Formeln und Strukturen. Aber auch Fächer bei denen man einen Bezug zur Mathematik zunächst nicht erwartet, kämen ohne sie kaum zurecht. So basiert die psychologische Forschung zu einem großen Teil auf dem Gebrauch von mathematischen und statistischen Methoden.


Das Studium

An über 60 Unis kann momentan ein Studium im Fach Mathematik aufgenommen werden. Dabei handelt es sich einerseits um reine Mathematik-Studiengänge, aber auch um Studiengänge mit Schwerpunkt auf einem bestimmten Bereich. In diesem Zusammenhag sind zum Beispiel das Studium der Wirtschaftsmathematik oder Technomathematik zu nennen. Die Regelstudienzeit beträgt auf Diplom meist neun und auf Bachelor sechs oder sieben Semester. Während des Studiums werden die verschiedenen Bereiche der Mathematik abgedeckt. Zu Beginn werden zunächst die Grundlagen der reinen Mathematik, Algebra, Geometrie, Integralrechnung und Wahrscheinlichkeitstheorie behandelt. Bei fortschreitendem Studium wird dann vertiefend auf die einzelnen Bereiche der reinen und angewandten Mathematik eingegangen. Hier haben die Studenten dann auch die Möglichkeit einen Schwerpunkt zu bilden, sich also auf die Bereiche zu spezialisieren, die sie besonders interessieren. Außerdem ist es zumindest im Diplomstudiengang Pflicht, ein Nebenfach zu belegen. Dadurch können weitere Spezialisierungen vorgenommen werden. Wenn ein Student beispielsweise später in den Informatikbereich gehen möchte, dann wäre es ihm zu empfehlen, Informatik als Nebenfach zu belegen.
Ein Mathematikstudent sollte natürlich analytisch denken können und Interesse am Umgang mit Formeln, Strukturen und Zahlen haben. Wenn ihr wissen wollt, ob ihr für ein Mathematik-Studium geeignet seid, dann könnt ihr auf den Seiten des Mathematik Pools NRW ein paar Beispielaufgaben lösen. Vielleicht hilft euch das ja bei der Entscheidung für oder gegen ein Mathestudium.


Die Berufsfelder

Im vergangenen Jahrzehnt ist die Zahl an beschäftigten Mathematikern angestiegen. Das liegt daran, dass Mathematiker in immer mehr Bereichen unterkommen. Sie werden beispielsweise in Versicherungen, in der Pharmaforschung oder Marktforschungseinrichtungen eingesetzt, also da wo man sie zunächst nicht vermutet. Mathematik lässt sich auch als Beruf ohne Berufsbild bezeichnen. Das soll heißen, dass es für Mathematiker nicht nur ein, zwei oder drei Einsatzgebiete gibt, sondern dass sie sich vielfältig einsetzen lassen. Da sich die Mathematik in so vielen Bereichen anwenden lässt, sollten Mathematiker auch interdisziplinär denken und arbeiten können. Wenn ein Mathematiker beispielsweise in der Pharmaindustrie beschäftigt ist, muss er sich auch mit dem Arbeitsfeld der Arzneimittelherstellung auseinandersetzen und sich dafür interessieren. Deshalb hat es sich bei der Jobsuche als durchaus hilfreich erwiesen, wenn Mathematiker neben dem mathematischen Fachwissen auch Kenntnisse in einem nicht-mathematischen Fach nachweisen können. Zukünftige Arbeitsplätze liegen vor allem im ständig wachsenden Informations- und Technik-Sektor. Generell lässt sich aber sagen, dass Mathematiker überall arbeiten können wo Probleme aus den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft oder Technik analysiert und gelöst werden sollen. Die Einstiegsgehälter von Mathematikern sind vollkommen unterschiedlich. Ein Richtwert liegt laut der Kienbaum High Potentials Studie 2005 bei cirka 38.000 Euro Jahresgehalt. Weitere Informationen rund um das Mathematikstudium findet ihr bei mathematik.de, im Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt und bei der Deutschen Mathematiker-Vereinigung.



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