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Studiengang Kunst
Was generell unter Kunst verstanden wird, darüber ist sich wohl jeder bewusst. Kunst ist ein kreativer Prozess, an dessen Ende meist das Kunstwerk selbst steht. Dabei gibt es viele verschiedene Techniken durch die ein Kunstwerk hergestellt werden, aber auch verschiedene Materialien und Formen aus denen ein Kunstwerk bestehen kann. Eine Zeichnung kann Kunst sein, aber auch eine Fotografie, eine Skulptur, eine Collage oder ein Film. In der Vergangenheit und auch noch heute gab und gibt es verschiedene Stilrichtungen, die für eine Epoche bezeichnend sind. Vor diesem Hintergrund wird die Kunst der Antike, des Mittelalters, der Neuzeit, der Aufklärung, der Moderne und der Postmoderne voneinander unterschieden. Es gibt verschiedene Ausdrucksformen von Kunst: Die Bildende Kunst, die Darstellende Kunst, Musik und Dichtung. An Universitäten oder Akademien wird meist unter dem Oberbegriff Kunst die Bildende Kunst verstanden. Innerhalb der Bildenden Kunst können zwei Teilbereiche unterschieden werden, die angewandte und die freie Kunst. Zu der angewandten Kunst zählen zum Beispiel das Kunstgewerbe und die Buchkunst. Charakterisierend ist hier, dass neben dem künstlerischen Wert oft auch ein Gebrauchswert geschaffen wird, der für andere Menschen zugänglich ist. Zur freien Kunst zählen z.B. Bildhauerei, Malerei und Graphik. Diese Unterscheidung von freier und angewandter Kunst ist aber nicht immer ganz eindeutig und an manchen Stellen kann es Überschneidungen geben. Ein Kunststudium kann an Akademien, Fachhochschulen, aber auch an einigen Universitäten aufgenommen werden. In der Regel beginnt das Studium zunächst mit einem Orientierungsbereich, in dem den Studenten einerseits die künstlerischen Grundlagen im Zeichnen, Malen und plastischen Gestalten, aber andererseits auch Werkzeuge und künstlerische Techniken vermittelt werden. Danach können die Studenten meist ein Fach wählen, das sie vertiefend besuchen möchten. Neben den theoretischen Grundlagen zu den einzelnen Kunstdisziplinen wird auch immer Kunstgeschichte, Methodenlehre und andere die Kunst betreffende Bereiche gelehrt. Dabei konzentrieren sich manche Fachhochschulen, Akademien oder Unis auf bestimmte Disziplinen der Kunst. Wenn ihr euch über die verschiedenen Institutionen und Möglichkeiten informieren wollt, dann solltet ihr den Hochschulkompass besuchen. Hier gibt es unter Studium eine Suchfunktion, die euch zu den einzelnen Einrichtungen führt, an denen das Fach studiert werden kann. Kunst kann sowohl auf Lehramt als auch auf Diplom und neuerdings auf Bachelor studiert werden. Die Regelstudienzeit ist bei den verschiedenen Abschlüssen und Ausbildungsstätten vollkommen unterschiedlich. Sie reicht von sechs Semestern bei einem Bachelor-Abschluss bis zu 12 Semestern an Kunsthochschulen. Bei einem Lehramtsstudium besteht das Ziel des Studiums darin, den Studierenden ein angemessenes Wissen über die Kunst und deren Geschichte zu vermitteln, sie in ihren persönlichen künstlerischen Tätigkeiten und ihre didaktischen Fähigkeiten zu fördern, um sie zu befähigen, das Fach Kunst selbst zu unterrichten. Bei einem Studium, das nicht auf den Beruf des Lehrers abzielt, rückt das Vermitteln von didaktischen Fähigkeiten etwas mehr in den Hintergrund und die künstlerischen Fertigkeiten und das Ausbilden eines persönlichen Stils in den Vordergrund. Natürlich sollten an einem Kunststudium Interessierte ein gewisses künstlerisches Talent mitbringen, das auch in der Regel durch eine Eignungsprüfung getestet wird. Meist wird das Einreichen einer Mappe verlangt, in der das künstlerische Können unter Beweis gestellt werden soll. Schließlich müssen für die Studenten bestimmte Ressourcen und Lehrkapazitäten zur Verfügung stehen (Werkstattplätze, Materialien etc.), weshalb die Anzahl der zur Verfügung stehenden Studienplätze begrenzt ist. Die Berufsfelder des Kunst-Studiums Lehramtstudenten des Faches Kunst gehen natürlich voraussichtlich an eine Schule, um dort zu unterrichten. Die Berufsfelder außerhalb von Schulen setzen sich aus Forschungseinrichtungen (Universitäten oder private Institutionen), Museen, Kunstschulen, Presse, Theater, Verlagswesen, Kultusbehörden, Medienagenturen, Film und Fernsehen, kunsttherapeutischen Einrichtungen, Volkshochschulen und Galerien zusammen. Genaue Zahlen zu Berufschancen und Einstiegsgehältern gibt es leider nicht, da die möglichen Berufsfelder einfach zu vielfältig und die Berufe innerhalb der Branchen zu unterschiedlich sind. Eine gesunde Portion Optimismus, ein hohes Maß an Engagement und schließlich Flexibilität was die spätere Arbeitsstelle angeht, sind sicherlich angebracht. Auf den Seiten des DAAD bekommen Kunstinteressierte weitere Informationen zu den verschiedenen Hochschultypen und den Studienmöglichkeiten. Zukunftsaussichten für Kunst-Studenten Natürlich können Absolventen auch als freischaffende Künstler ihr Geld verdienen, was sicherlich Ziel der meisten Kunststudenten ist. Als Künstler Erfolg zu haben ist jedoch nicht immer ganz einfach. Man braucht natürlich großes künstlerisches Talent, aber auch ein bisschen Glück. Hauptberuflich freischaffender Künstler zu sein ist nur für wenige Menschen möglich, da es meist an Aufträgen oder Abnehmern der Kunstwerke mangelt. Viele Künstler arbeiten deshalb in einem der oben genannten Bereiche, um sich finanziell abzusichern und sozusagen nebenher schöpferisch tätig werden zu können. Wer Kunst studiert, sollte sich also nicht nur auf eine Karriere als Maler oder Bildhauer verlassen, sondern auch immer ein zweites Standbein haben. BÜCHER Studien- und Berufswahl 2009 / 2010, das Standardwerk für Studierende und alle, die es werden wollen.
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