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Studiengang Kulturwissenschaften (KuWi)

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Studien- und Berufswahl
Studien- und Berufswahl
Was sind Kulturwissenschaften (KuWi)?

Kulturwissenschaft die Wissenschaft von der Kultur. Sie vereinigt die kulturellen Aspekte von Kunst-wissenschaft, Literaturwissenschaft, Medienwissenschaft, Philosophie, Theologie, Psychologie und Soziologie zu einem multidisziplinären Fach. Seit einigen Jahren haben sich auch die so genannten Gender Studies als fester Bestandteil der Kulturwissenschaften etabliert. Dieser Teilaspekt untersucht das Verhältnis zwischen den Geschlechtern und die Chancengleichheit von Männern und Frauen in der Gesellschaft.
Die Kulturwissenschaft versteht die Kultur als einen synthetisch erzeugten räumlichen wie zeitlichen Körper, den sie analytisch behandelt. Sowohl interne Entwicklungen als auch externe soziale Bedin-gungen werden untersucht. Beide Kontexte sind nicht etwa voneinander getrennt, sondern werden als miteinander verflochten betrachtet.


Das Studium der Kulturwissenschaften

Das Studium der Kulturwissenschaften ist multidisziplinär angelegt, d.h. es umfasst Studieninhalte aus unterschiedlichen Fachdisziplinen wie z.B. Geistes-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften sowie der Bereiche (Fremd-)Sprachen, Kommunikation, Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus und Recht. Ob und in welchem Maße diese Komponenten gelehrt und welche Schwerpunkte im Studium gesetzt werden, ist je nach Hochschulstandort unterschiedlich. Im Mittelpunkt steht die wissenschaftlich-theoretische Auseinandersetzung mit "Kultur" im weitesten Sinne. Zunehmend werden Studiengänge angeboten, die sich mit europäischer Kultur und Kulturgeschichte befassen. Teilweise handelt es sich dabei um internationale Studiengänge. Ein Interesse für Fremdsprachen ist also wünschenswert.
Für die Zulassung zum Studium ist teilweise eine Befähigungsprüfung abzulegen. Informiert euch unbedingt über eventuelle Voraussetzungen und Anmeldefristen.
Ihr könnt das Fach Kulturwissenschaften an Universitäten und Musikhochschulen sowie an Fachhoch-schulen studieren.

Studium an Universitäten und Musikhochschulen:

Regelstudienzeit und Abschlüsse: 8 oder 9 Semester bei Abschluss Magister oder Diplom, 6 oder 7 Semester bei Abschluss Bachelor. Ein darauf aufbauender Masterstudiengang ist möglich und sinn-voll.
Im Grundstudium stehen in allen kulturwissenschaftlichen Studiengängen Veranstaltungen zu Kultur-theorie und –geschichte auf dem Stundenplan. Daneben werden je nach Hochschulstandort Grund-kenntnisse aus einem breiten Spektrum an wählbaren Fachdisziplinen vermittelt. Das Veranstaltungs-angebot umfasst die Auseinandersetzung mit Fragen der wissenschaftlichen Methodik und Interdis-ziplinarität, wirtschafts- und rechtswissenschaftliche, künstlerische und ästhetische Studieninhalte bis zu Einführungen in die Datenverarbeitung und Sprachkurse. Das Hauptstudium bietet die Fortfüh-rung und Vertiefung der Themengebiete aus dem Grundstudium sowie die Möglichkeit der Schwer-punktbildung. Im Rahmen des Studiums sind bis zu 3 Praktika obligatorisch. Die Dauer kann sich von 6 Wochen bis zu 3 Monaten erstrecken

Studium an Fachhochschulen:
Regelstudienzeit und Abschlüsse: 8 Semester bei Abschluss Diplom, 6 Semester bei Abschluss Bachelor. Ein darauf aufbauender Masterstudiengang ist möglich und sinnvoll.
Im Grundstudium steht die Vermittlung von Grundlagenkenntnissen in Themenbereichen wie Kultur und Projektarbeit, Kulturmanagement und -verwaltung, kultureller und sozialer Wandel sowie Medien-theorie und –praxis im Vordergrund. Im Hauptstudium erwartet die Studenten eine Vertiefung der Themenbereiche aus dem Grundstudium. Ein Vorpraktikum (3 - 6 Monate) in einer kulturellen oder pädagogischen Einrichtung (mit Ausnahme Görlitz) ist verpflichtend; während des Studiums gibt es weitere Praxis- und Projektphasen.


Die Berufsfelder der Kulturwissenschaftler

So differenziert die während des Studiums erworbenen Fähigkeiten und Kenntnisse, so bereit gefä-chert sind auch die beruflichen Einsatzmöglichkeiten. Kulturwissenschaftler/innen nehmen in erster Linie kommunikative und integrative Aufgaben im kulturellen Sektor wahr. Als Angestellte oder freibe-ruflich Tätige organisieren sie im Auftrag privater oder öffentlicher Kulturveranstalter Ausstellungen, Stadtfeste, Theater- und Filmfestivals. Sie arbeiten als Museumspädagogen/-pädagoginnen oder als Journalisten bzw. Journalistinnen bei Presse, Rundfunk oder Fernsehen. Beschäftigungsmöglichkei-ten finden sich außerdem in den Bereichen Kulturmanagement, Tourismus, Werbung, Marketing, Öf-fentlichkeitsarbeit, (neue) Medien, Handel sowie in der Kinder-, Jugend- und Seniorenarbeit. Wissen-schaft und Forschung bieten weitere Tätigkeitsfelder für Kulturwissenschaftler/innen.

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