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Studiengang Geographie
Die Geographie oder auch Erdkunde befasst sich mit der Erdoberfläche und allen Prozessen, die diese betreffen. In diesem Zusammenhang werden auch die Auswirkung von den Strukturen und Veränderungen der Erde auf den Menschen erforscht. Aufgrund dieser Verbindung von natur- und gesellschaftswissenschaftlichen Aspekten und Vorgehensweisen bewegt sich die Geographie an der Grenze zwischen den Natur- und Sozialwissenschaften. Teilbereiche der Geographie sind einerseits die naturwissenschaftlich ausgerichtete Physische Geographie, die sich mit den Erdoberflächen-Strukturen beschäftigt und andererseits die gesellschaftlich ausgerichtete Humangeographie, die den Einfluss des Menschen auf die Erde untersucht und sich mit Kulturen und Ökologien befasst. Teilgebiete der Physischen Geographie sind die Geomorphologie, Klimageographie, Bodenkunde, Hydrogeographie, Biogeographie und Landschaftökologie. Die Humangeographie oder auch Anthropogeographie setzt sich aus der Wirtschaftsgeographie, Bevölkerungsgeographie, Siedlungsgeographie, Verkehrsgeographie, Politischen Geographie, Historischen Geographie, Kulturgeographie, Sozialgeographie und Wahrnehmungsgeographie zusammen. Immer wieder entstehen durch die wachsende Umweltbelastung, die Zunahme an internationalem Tourismus und die knapper werdenden natürlichen Ressourcen neue Problemfelder und somit Herausforderungen und Untersuchungsgegenstände der Geographie. Geographie kann auf Diplom oder Magister (cirka neun Semester) oder auch auf Bachelor (sechs Semester) studiert werden. Da das Fach einen weiten Spielraum lässt, ist es wichtig sich während seines Studiums zu spezialisieren. Die Studieninhalte setzen sich aus den Bereichen der Natur-, Sozial- und Geisteswissenschaften zusammen. Studenten der Geographie besuchen neben Veranstaltungen zu den oben aufgeführten Bereichen auch Vorlesungen, Übungen und Praktika zu den Methoden (Geostatistik, Geoinformatik und empirischen Sozialforschung,) Ziel des Studiums ist, dass Absolventen die Erde betreffende Phänomene auf ihren Aufbau, Struktur und Veränderungen hin untersuchen, erklären und bewerten können. Außerdem sollten sie in der Lage sein, die Geographie anbelangende Probleme anzugehen und lösen zu können. Die Berufsfelder Dem studierten Geographen eröffnet sich ein breites Berufsspektrum. Je nach Spezialisierung stehen die Türen zu den verschiedensten Bereichen für ihn offen. Arbeitgeber können auf der einen Seite verschiedene Ebenen des Öffentlichen Dienstes oder aus der Privatwirtschaft sein. Geographen arbeiten zum Beispiel im Naturschutz, in der Entsorgungswirtschaft, im Stadt- und Kommunalmarketing, im Tourismus, in der Landschaftsplanung, in Fachbibliotheken, in der Lehre an Universitäten und Hochschulen, im Fachjournalismus, in der Markforschung oder als Lehrer an Schulen. Über diese und weitere Tätigkeitsfelder informiert euch das Institut für Geographie und Raumforschung. Da sich das Berufsbild der Geographen aufgrund der breit gefächerten Möglichkeiten nicht klar definieren lässt, sind auch Prognosen zu den Berufsaussichten und Einstiegsgehältern schwierig. Für qualifizierte Geographen, die eine praxisnahe Ausbildung absolviert und neben dem Studium bereits Erfahrungen in Form von Praktika gesammelt haben, stehen die Chancen auf dem Arbeitsmarkt jedoch recht gut. Wichtig ist es während des Studiums den Arbeitsmarkt zu beobachten und sich (natürlich in Abstimmung mit den eigenen Interessen) auf die zurzeit gefragten Bereiche zu spezialisieren. Auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Geographie (DGfG) findet ihr weitere Informationen über die Gegenstandsbereiche der Geographie, Berufsfelder, Publikationen und Unis. BÜCHER Studien- und Berufswahl 2009 / 2010, das Standardwerk für Studierende und alle, die es werden wollen.
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