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Studiengang Betriebswirtschaftslehre (BWL)

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Studien- und Berufswahl
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Was ist Betriebswirtschaftslehre?

Die Betriebswirtschaftslehre (BWL) konzentriert sich – anders als die Volkswirtschaft – auf einzelne Unternehmen. Sie beschreibt die Stellung und Funktion die dieser Betrieb innerhalb der Volkswirtschaft einnimmt und beschäftigt sich gleichzeitig mit der wirtschaftlichen Entwicklung. Die Betriebswirtschaftslehre beruht auf der Annahme, dass allgemein eine Knappheit der meisten Güter vorherrscht und deshalb Akteure (hier die Betriebswirte) eingreifen müssen, um optimale Produktionsverhältnisse und den größtmöglichen Gewinn zu erzielen.
Das Fach lässt sich in zwei Hauptbereiche unterteilen: In die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und die Spezielle Betriebswirtschaftslehre. Die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre bildet die Grundlage des betriebswirtschaftlichen Basiswissens. Sie beantwortet zum Beispiel Fragen danach, was Wirtschaft überhaupt ist und wie sie funktioniert. Bezogen auf das Studium soll durch die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre den Studenten ein Überblick über die Betriebswirtschaft als Wissenschaft gegeben, charakteristische Merkmale dargelegt und branchenübergreifende Zusammenhänge erläutert werden. Logistik, Controlling, Personalwesen, Marketing, Steuerwesen und Unternehmensführung zählen zu der Speziellen Betriebswirtschaft. Betriebswirte dürfen nach Erlangen des Hochschulabschlusses in Verbänden, privaten oder auch öffentlichen Unternehmen Entscheidungen treffen, die wirtschaftliche Bedeutung haben. Sie analysieren und überwachen Kosten, stellen Budgetpläne auf und bestimmen über Investitionen, treffen Personalentscheidungen und vieles mehr.


Das Betriebswirtschaftslehre-Studium

Ein betriebswirtschaftliches Studium kann an nahezu allen Unis und Fachhochschulen in Deutschland aufgenommen werden. Die Studienplatzvergabe fand bis zum Sommersemester 2005 im Allgemeinen über die ZVS (Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen) statt. Mittlerweile regeln die Unis die Auswahl ihrer angehenden Studenten meist selbst. Wer einen Studienplatz bekommt, der darf sich nach ungefähr neun Semestern und einem erfolgreich erlangten Abschluss Diplom-Betriebswirt oder Diplom-Betriebswirtin nennen. Neben dem Diplom zählen neuerdings auch der Bachelor und der Master zu den möglichen Abschlüssen.
Ziel des Studiums ist, die angehenden Betriebswirte zu befähigen, einzelwirtschaftliche Zusammenhänge zu begreifen und darauf basierend zu Handeln. Um dieses Ziel zu erreichen, ist das Studium der Betriebswirtschaftslehre fächerübergreifend angelegt. Den Studenten wird also auch Fachwissen aus Nachbardisziplinen wie Recht, Volkswirtschaftslehre, Datenverarbeitung oder Mathematik vermittelt. Das Grundstudium soll allgemeinwirtschaftliches, mathematisch-statistisches, rechtliches, IT-spezifisches und fremdsprachliches Basiswissen vermitteln. Eine Spezialisierung soll dann schließlich im Hauptstudium stattfinden. Diese Spezialisierung auf ein bestimmtes Fach innerhalb der Betriebswirtschaft prägt das Profil des Studenten stark und beeinflusst so auch seinen späteren Werdegang und die möglichen Berufsfelder. In der Regel werden dabei zwei Fächer ausgewählt, die dann bis zum Studienabschluss verstärkt belegt werden. Schwerpunkte können zum Beispiel auf die Bereiche Marketing, Logistik, Steuern und Wirtschaftsprüfung oder Wirtschaftsrecht gelegt werden. Daneben müssen die Studenten natürlich auch Pflichtfächer belegen, ganz unabhängig von den gewählten Schwerpunktfächern..


Die Berufsfelder

Unter den Hochschulabsolventen sind Betriebswirte (oder auch Absolventen mit einem allgemeinen wirtschaftswissenschaftlichen Abschluss) sicherlich diejenigen mit einem der größten beruflichen Spektren. Anstellungen verteilen sich auf die Wirtschaft, Datenverarbeitungs-Bereiche und die Wissenschaft. Den Betriebswirten eröffnet sich deshalb eine Vielzahl an Berufsmöglichkeiten. Der „Arbeitsmarkt-Information“ der Bundesagentur für Arbeit zufolge waren im Jahr 2001 die meisten offenen Stellen für Betriebswirte in der Wirtschafts- und Personalberatung zu verzeichnen. An zweiter und dritter Stelle folgen Kreditgewerbe und Handel. Bezogen auf die Tätigkeitsbereiche steht das Finanz- und Rechnungswesen an erster Stelle, gefolgt von Controlling und Vertrieb. Bei der Bewerbung für einen Job sind Studiendauer und Abschlussnote natürlich wichtiges Auswahlkriterium der Unternehmen. Daneben zählen Praxiserfahrungen (etwa durch absolvierte Praktika oder Nebentätigkeiten) zu den unabdingbaren Qualifikationen eines Bewerbers. Außerdem sind Fremdsprachenkenntnisse, Auslandsaufenthalte und Computerkenntnisse bei Unternehmen gern gesehen und steigern die Chance auf eine Festanstellung.
Die Kienbaum High Potentials Studie 2005 hat durch die Befragung von 146 Unternehmen ein Einstiegsgehalt von durchschnittlich 36.000 Euro im Jahr ermittelt. Das tatsächliche Einstiegsgehalt hängt aber immer individuell von dem Bewerber und seinen Qualifikationen, dem Unternehmen, der Branche, der Position und nicht zuletzt auch von der momentanen wirtschaftlichen Lage ab.
Weitere Informationen über Studierendenzahlen, Arbeitsmarkt und Berufsfelder findet ihr beim Informationssystem Studienwahl und Arbeitsmarkt.



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