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Fachbereich Sozial- und Erziehungswissenschaften

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Studien- und Berufswahl
Einteilung der Sozialwissenschaften

Die Sozialwissenschaften werden auch oft als Gesellschaftswissenschaften bezeichnet. Da sich die Bereiche oft überschneiden, fassen wir sie hier mit den Erziehungswissenschaften zusammen. Folgende Studienfächer können sich unter anderem dahinter verbergen: Pädagogik, Politikwissenschaften, Soziologie, Kommunikations- oder Medienwissenschaften oder Ethnologie (Völkerkunde).

Kommunikationswissenschaften
Pädagogik
Soziologie
Katholische Theologie
Evangelische Theologie

Inhalte der Sozialwissenschaften und Eziehungswissenschaften

In den Sozial- und Erziehungswissenschaften geht es immer um die Beobachtung, Analyse und Interpretation gesellschaftlichen Zusammenlebens. Dabei stehen einerseits das menschliche Handeln, andererseits die Funktionen und Wirkungen von Institutionen und gesellschaftlichen Systemen im Mittelpunkt des Studiums, außerdem werden die Wechselbeziehungen zwischen diesen Elementen untersucht. Anders gesagt: Wie handeln Menschen warum in welchen Situationen, welche Auswirkung hat das auf die Gesellschaft, wie wirken deren Strukturen auf das Handeln zurück und wie kann dieses gegebenenfalls verändert werden?

Hieran wird deutlich, dass viele Disziplinen zusammenspielen, weswegen die Fächer z.B. im Magister- oder Bachelorstudiengang oft miteinander kombiniert werden, gerne auch mit Psychologie, Geschichte, Sprachen oder Studienfächern mit stärkerem wirtschaftlichem Bezug.


Was von euch verlangt wird

Welche Fähigkeiten und Interessen ihr mitbringen müsst, lässt sich aufgrund der breiten Spanne der Fächer nur sehr allgemein sagen. Grundsätzlich solltet ihr natürlich Interesse am Menschen und der Gesellschaft haben, ein gutes analytisches und kritisch-distanziertes Denkvermögen besitzen und, vor allem bei der Kommunikationswissenschaft, eine gute Ausdrucksfähigkeit. Die Erziehungswissenschaften verlangen außerdem pädagogisches und didaktisches Geschick. Nicht selten wird in diesen Studiengängen empirisch gearbeitet, d.h. es werden Studien vorbereitet, durchgeführt und ausgewertet. Bei diesen Methoden werden gewisse mathematische und statistische Kenntnisse verlangt, die ihr aber in der Regel in speziellen Kursen vermittelt bekommt.
Wie auch bei den Geisteswissenschaften darf eine gewisse Begeisterung für das Fach nicht fehlen, denn ohne praktische Erfahrung und wirtschaftliche Kenntnisse kann es auf dem Arbeitsmarkt schwierig werden. Deshalb solltet ihr, wenn ihr in diesem Bereich ein Studium aufnehmen wollt, auf jeden Fall Praktika absolvieren oder euch außerhalb der Uni engagieren, um mögliche Arbeitsfelder kennen zu lernen und euer Profil zu schärfen, was euch bei der späteren beruflichen Orientierung (und Bewerbung!) helfen wird. Eure Eigeninitiative ist gefragt!


Tätigkeitsfelder der Sozial- und Eziehungswissenschaften

Wie gesagt sind die Möglichkeiten der Beschäftigung von Soziologen im weitesten Sinne nicht klar definiert, sondern sehr breit gestreut. Laut der Bundesagentur für Arbeit gab es im Jahre 2004 die meisten Stellenangebote im Bereich Erziehung und Unterricht, darauf folgend in der Öffentlichen Verwaltung oder im Sozialversicherungswesen. Andere vorstellbare Zweige sind Verbände und Kirchen, das Gesundheits- und Sozialwesen oder auch Forschung und Industrie. Des weiteren Internationale Organisationen sind ebenfalls mögliche Aufgabenfelder, allerdings eher für Berufserfahrene (natürlich mit sehr guten Fremdsprachenkenntnissen) als für frische Absolventen.
Für Absolventen der Erziehungswissenschaften zeigten sich bei der von der Bundesagentur für Arbeit veröffentlichten Studie etwas andere Schwerpunkte. Die Nachfrage nach Pädagogen war im Bereich der Wohn- und Erziehungsheime besonders groß, gefolgt von Erwachsenenbildung, Verbänden und Kirchen, Öffentlicher Verwaltung, Hochschulen und sonstigem Unterricht. In der Privatwirtschaft sind Pädagogen nach wie vor selten anzutreffen, da auch hier die Konkurrenz aus wirtschaftnäheren Fächern groß ist und viele Pädagogen sich nicht in diesem Gebiet fortbilden.
Kommunikationswissenschaftler (auch: Medienwissenschaftler) orientieren sich eher an anderen Feldern. Je nach Schwerpunkt sind journalistische, technische oder (werbe-) kaufmännische Berufe denkbar. Sie können zum Beispiel tätig werden in Multimedia- oder Werbeagenturen, Verlagen oder bei Hörfunk, Fernsehen oder Zeitungen/Zeitschriften.


Beschäftigungsmöglichkeiten in den Sozial- und Eziehungswissenschaften

Für Sozialwissenschaftler/innen und Soziologinnen bzw. Soziologen gibt es kein klar definiertes Aufgabengebiet, und dementsprechend breit ist die Streuung der Einsatzfelder. Tätig sind Soziologen bzw. Soziologinnen z.B.
- in der Forschung an Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen
- bei kommerziellen Markt- und Meinungsforschungsinstituten, Multimedia- und Werbeagenturen
- in Lehre und Unterricht, z.B. in Einrichtungen der Erwachsenenbildung und an (Hoch-)Schulen
- in der öffentlichen Verwaltung, z.B. bei Stadtplanungsämtern, in der Sozialarbeit, Jugendhilfe, im Strafvollzug, bei Bundes- und Länderministerien, im Gesundheitswesen
- in großen Unternehmen z.B. in den Bereichen Personalwesen, Aus- und Weiterbildung, Statistik und Marktforschung, Öffentlichkeitsarbeit
- bei Verbänden und Organisationen des Wirtschafts- und Arbeitslebens, in politischen Parteien, bei kirchlichen Einrichtungen und Hilfsorganisationen
- im Medienbereich bei Hörfunk- und Fernsehanstalten, bei Verlagen



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