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Rechtswissenschaften / Jura
Die Rechtwissenschaften, umgangssprachlich meist Jura genannt, sind eine der ältesten Disziplinen an Universitäten und werden an zahlreichen Hochschulen angeboten. So vielfältig wie die Studienorte sind damit die Schwerpunkte, die man während eines Jura-Studiums legen kann sowie die Berufsfelder, die es einem eröffnet. Doch was versteckt sich genau hinter dem Begriff Jura? Das aus dem Lateinischen stammende Wort bedeutet „Die Rechte“. Dementsprechend beschäftigt man sich während eines Jura-Studiums mit den Gesetzen, deren Geschichte (eher als Einführung) und der Rechtssprechung, die unser gesellschaftliches Leben bestimmen, und auch mit anderen Bereichen der Wirtschaft, Politik und Gesellschaft, mit denen die Rechtwissenschaften zwangsläufig in Berührung kommen. Täglich wird jeder, oft ohne sich dessen bewusst zu sein, mit den geltenden Gesetzen und Verordnungen konfrontiert und durch sie beeinflusst, sei es im Straßenverkehr oder beim Einkauf im Supermarkt. Die „Regeln“, die hinter alltäglichen Geschäften liegen und unser gesellschaftliches Leben regeln, sind in den Gesetzestexten festgeschrieben. Wenn man sich dies klar macht, ist der Ruf, Jura sei eine trockene Disziplin, nicht gerechtfertigt, da ganz lebenspraktische Bereiche geregelt werden. Von auf der anderen Seite sehr abstrakten Denkweise und Texten kann sich die Rechtswissenschaft dennoch nicht freimachen, aber schließlich hat man es auch mit einer Wissenschaft zu tun. Als Fähigkeiten, die ihr für die Aufnahme eines Jura-Studiums mitbringen solltet, wird immer die Fähigkeit zu logischem und abstraktem Denken genannt, da ihr je nach Fall verschiedene Problemlösungsstrategien entwickeln müsst. Als Jurist habt ihr es außerdem mit einer sehr „genauen“ Sprache zu tun und müsst viele Schreiben verfassen; eine sehr gute mündliche und schriftliche Ausdrucksweise ist daher wichtig. Zudem sollte ein Interesse für die oben genannten „Nachbarbereiche“, also wirtschaftliche, politische und soziale Zusammenhänge vorhanden sein. Zudem werden Fremdsprachenkenntnisse, vor allem Englisch und Französisch, mit Blick auf das enger zusammenwachsende Europa weiter an Bedeutung gewinnen. Später im Job können außerdem Verhandlungsstärke, Ausdauer, Kundenorientierung und ein gutes Zeitmanagement verlangt werden. BÜCHER Studien- und Berufswahl 2009 / 2010, das Standardwerk für Studierende und alle, die es werden wollen.
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