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Uni oder Fachhochschule?


Seit das deutsche Studiensystem durch die Bachelor- und Masterstudiengänge an Universitäten und Fachhochschulen vereinheitlicht worden ist, gelten die Abschlüsse beider Hochschulformen offiziell als gleichwertig. Aber in der Praxis sind die Unterschiede immer noch zu spüren. Jungen Leuten, die studieren möchten, stellt sich daher die Frage: Was ist besser für mich geeignet? Und vor allem: Was wollen die Arbeitgeber?

Universitäten
Generell bieten Universitäten ein sehr viel breiteres Spektrum an Studiengängen als Fachhochschulen an, aus denen die Studenten ihren Stundenplan meistens flexibel zusammenstellen können. Bestimmte Berufe wie Arzt, Richter oder Gymnasiallehrer können sogar nur dort studiert werden. Außerdem rekapitulieren die Studenten hier nicht nur bereits vorhandenes Wissen, sondern forschen auch selber nach neuen Erkenntnissen, wofür allerdings eine Menge Eigeninitiative erforderlich ist. Wer also einfach nur seine Zeit absitzt, ist fehl am Platz, denn an Universitäten gibt es keine direkte Kontrolle, sondern man muss sich immer wieder selbst motivieren.

Auch ein Universitätsstudium ist in Teilen praxisbezogen, aber wer hier seinen Abschluss macht, hat in den meisten Fällen keine klar definierte Berufslaufbahn vor Augen, sondern ist relativ flexibel – was sowohl ein Vorteil als auch ein Nachteil sein kann. Dafür lernt man an Universitäten vor allem die Grundlagen des selbständigen Arbeitens und des Findens von Wegen zur Problemlösung. Im Großen und Ganzen werden hauptsächlich eigenständiges Denken und Handeln gefördert, und man erlangt Kenntnisse in mehr als einem Bereich.

Die Professoren haben die Möglichkeit, ihren Unterricht frei zu gestalten und nach ihren eigenen Vorstellungen abzuhalten. Darüber hinaus besitzen nur Universitäten das Promotions- und Habilitationsrecht. Wer einen Bachelorabschluss an der Universität erworben hat, kann seinen Master auf Wunsch auch an der Fachhochschule machen.

Fachhochschulen
Fachhochschulen gibt es im Gegensatz zu den sehr viel älteren Universitäten erst seit den 60er Jahren. Zunächst wurden hauptsächlich technisch orientierte Studiengänge angeboten; später kamen dann wirtschaftswissenschaftliche und sozialpädagogische Fächer dazu. Heute bieten sie eine Vielfalt an unterschiedlichen Fachrichtungen an, können aber in dieser Hinsicht nicht mit den Universitäten mithalten. Als Zugangsberechtigung gilt die Fachhochschulreife (Fachabitur), die man im Allgemeinen bereits nach zwölf Schuljahren plus Berufspraktikum erwerben kann.

Ein großer Vorteil der Fachhochschulen ist die ständige Leistungskontrolle der Studenten. Am Ende jedes Semesters gibt es Prüfungen, und vorgegebene Stundenpläne ermöglichen einen sehr strukturierten Studienaufbau. Auf diese Weise sind die Studierenden gezwungen, ihr Studium in die Hand zu nehmen und nicht vielleicht eine Zeitlang schleifen zu lassen.

Ein Studium an einer Fachhochschule dauert in der Regel nicht so lange wie an einer Universität und ist eher praxisbezogen aufgebaut. Für Lehrveranstaltungen werden Fallbeispiele aus der Praxis herangezogen, es gibt Kooperationen mit realen Unternehmen, und normalerweise sind zwei Praxissemester vorgesehen. Durch kleinere Lerngruppen als an Universitäten ist eine persönlichere Betreuung gewährleistet, was zu guten Studienerfolgen führt. Je nach gewünschtem Abschluss kann man nach etwa sechs (Bachelor) bis zehn (Master) Semestern sein Abschlusszeugnis in den Händen halten.

Es gibt sogar die Möglichkeit, an einer Fachhochschule zu promovieren. Dafür muss man sich aber einen Universitätsprofessor suchen, denn nur sie haben das Promotionsrecht. In den meisten Fällen gestaltet sich das als recht schwierig. Übrigens kann man nach dem Bachelorabschluss an der Fachhochschule seinen darauf aufbauenden Master auch an der Universität erwerben.

Was wollen Arbeitgeber?
Vor dem Beginn eines Studiums interessieren sich die meisten zukünftigen Studenten natürlich dafür, mit welchem Abschluss sie die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben: Fachhochschule oder Universität? Diese Frage zu beantworten, ist schwierig, da die Vorlieben der Arbeitgeber nur schwer zu pauschalisieren sind.

Ob ein Unternehmen eher Fachhochschul- oder Universitätsabsolventen einstellt, hängt vor allem von der jeweiligen Branche ab. Da seit der Umstellung auf das zweistufige Bachelor- und Mastersystem noch nicht viel Zeit vergangen ist, müssen sich auch die Arbeitgeber zunächst einmal umstellen und Erfahrungen sammeln. Erst dann kann man vielleicht einen Trend erkennen, welcher Berufszweig welchen Hochschulabschluss bevorzugt.

Offiziell gilt: Bachelor- und Masterabschlüsse von beiden Hochschulformen sind seit der Hochschulreform, mit deren Umsetzung 2002 begonnen wurde, als gleichwertig anzusehen. Viele Arbeitgeber bevorzugen allerdings Fachhochschulabsolventen, da diese in ihren Augen einen größeren Praxisbezug mitbringen und in Unternehmen ohne lange Einarbeitungsphase direkt eingesetzt werden können. Andererseits haben Universitätsabschlüsse landläufig oft immer noch den besseren Ruf. Aber wie auch bei Ausbildungsberufen oder in der Schule sind bei beiden Hochschulformen gute Noten wichtig, denn viele Arbeitgeber legen darauf sehr großen Wert. Darüber hinaus spielen soziale Kompetenzen, Stärken und das Interesse des Bewerbers, die so genannten „Soft Skills“, eine große Rolle. Im Zweifel achten viele Unternehmen mehr darauf als auf die Unterschiede zwischen Uni und FH.

Unter folgendem Link findet ihr Informationen zu den Berufseinstiegschancen der größten Studiengänge für 2007 / 2008: http://www.bildung-news.com/...



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