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Erstsemester Tipps

Wenn man sein Abitur oder Fachabitur in der Tasche hat und das Studentenleben starten kann, ist das natürlich erst einmal ein Grund zur Freude: Ein neuer Lebensabschnitt beginnt, und man darf gespannt sein auf die vielen neuen Eindrücke und Erfahrungen, die einen erwarten. Aber so aufregend auch alles ist – in manchen Situationen kann es auch sein, dass man überfordert ist oder nicht weiter weiß. Das ist aber kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken, denn normalerweise geht es jedem von Zeit zu Zeit so, wenn man in eine neue Stadt zieht und das Universitätsleben erst einmal kennen lernen muss.

Kontakte knüpfen
Zunächst einmal hilft es sehr, wenn man Gleichgesinnte kennen lernt und sich mit ihnen über seine Erfahrungen austauschen kann. Die meisten Hochschulen bieten für Erstsemester eine sogenannte Orientierungswoche an, die meistens in der Woche vor dem Beginn des normalen Semesterbetriebs stattfindet. Dabei trifft man auf andere Studienanfänger seines Fachbereichs und bekommt die beruhigende Erkenntnis, dass es noch andere Leute gibt, die erst einmal genauso hilflos vor den Anforderungen des Unialltags stehen.
Auch wenn man hier sofort auf kleine Grüppchen trifft und es so aussieht, als ob sich alle bereits untereinander kennen: Die meisten sehen sich gerade zum ersten Mal und nutzen sofort die Gelegenheit, mit Gleichgesinnten zu sprechen. Deshalb ist es kein Problem, sich dazuzugesellen und mitzureden.
Während dieser Woche werden den „Erstis“ die wichtigsten Fristen und Termine vermittelt; man lernt, wo die Mensa ist, wie man sich Bücher in der Bibliothek ausleiht, wo der Kopierer steht und vieles mehr. Falls noch Fragen offen bleiben, sollte man unbedingt nachhaken! Es gibt keinen Grund, sich verunsichern zu lassen, denn auch wenn es manchmal vielleicht so aussieht: Die anderen haben genauso wenig Durchblick wie man selber. Nach der Orientierungswoche, eventuellen Informationsveranstaltungen, einer Bibliotheksführung oder Ähnlichem fühlt man sich bereits wesentlich sicherer und hat im Idealfall auch schon einige Freunde gewonnen, die einem während des gesamten Studiums erhalten bleiben.

Lehrveranstaltungen wählen
Jeder kann sich selbständig überlegen, welche Veranstaltungen er besuchen möchte. Natürlich muss man dabei beachten, was im Rahmen eines Semesters freiwillig ist und was vielleicht zu den Pflichtveranstaltungen gehört, aber das ist an jeder Hochschule und in jeder Fachrichtung anders. Deshalb sollte man sich vorher gut informieren, wie man sein erstes Semester am besten plant. Dafür eignen sich zum Beispiel das Prüfungsamt, Studenten höherer Semester, die Studienberatung, oder vielleicht genügt einfach ein Blick in die Studienordnung.
Auch wenn es wichtig ist, möglichst viele Meinungen einzuholen und sich bei anderen Studenten zu informieren: Nicht immer muss das, was einem gesagt wird, auch stimmen. Vielleicht bekommt man von drei Kommilitonen den Rat, bloß kein Seminar bei Professor XY zu belegen, da er angeblich ungerechte Bewertungen abgibt. Das muss aber noch lange nicht bedeuten, dass es einem selber genauso gehen wird; es kann durchaus sein, dass man hervorragend mit ihm klarkommt und tolle Hausarbeits- oder Klausurnoten erarbeiten kann. Es ist also immer am besten, sich erst einmal ein eigenes Bild zu machen – man kann die betreffende Lehrveranstaltung zur Not später immer noch fallen lassen.
Die meisten „Erstis“ wählen übrigens viel zu viele Lehrveranstaltungen und fühlen sich überfordert. Sie kommen meistens nicht dazu, eine Sache gründlich zu Ende zu bringen, sondern schaffen vieles nur halb, was natürlich zu Stress und Frust führt. Jeder aus den höheren Semestern kann bestätigen, dass man im ersten Semester dazu tendiert, zu übertreiben. Deshalb gilt: Weniger ist mehr, solange man alles schafft, was Pflicht ist. Deshalb lohnt es sich auch, bei weniger Veranstaltungen umso gründlicher mitzuarbeiten. Dazu gehören Vor- und Nachbereitung, das Lesen von vorgegebener Lektüre und so weiter.

Studienliteratur
Literaturrecherche gehört sicherlich zu den nervigeren Dingen, die ein Student zu erledigen hat. Aber wenn man sich erst einmal in den entsprechenden Datenbanken und in der Bibliothek zurechtfindet, ist alles schon viel einfacher. Außerdem gibt es meistens Literaturtipps von den Professoren oder Dozenten, die man befolgen sollte. Oft lohnt es sich allerdings nicht, sich diese Bücher zu kaufen, da sie häufig sehr teuer sind. Viele Professoren empfehlen natürlich auch gerne die eigene Literatur, die aber leider manchmal ziemlich veraltet ist und eventuell nur für dieses eine Semester gebraucht werden kann. Deshalb sollte man zunächst einmal versuchen, sich die Bücher auszuleihen oder wichtige Passagen zu kopieren, denn es kommt häufig vor, dass man bei Weitem nicht das ganze Werk benötigt.

Im Hörsaal
Nicht jeder, der gut mitarbeitet und auch den Kontakt zu seinen Professoren oder Dozenten sucht, ist ein Streber. Es kann nicht schaden, sich durch Wortmeldungen oder anderweitige Beteiligung hervorzuheben, denn es ist nur von Vorteil, wenn der Unterrichtende einen guten Eindruck von einem bekommt. Wenn man sich von der Masse abhebt, hat man einen höheren Wiedererkennungswert, zum Beispiel in den Sprechstunden, und die Lehrkräfte gehen davon aus, dass man engagiert und interessiert ist. Das schlägt sich im besten Fall auch positiv auf die Endnote nieder, und wer möchte das nicht? Übrigens: In der Regel haben Lehrkräfte ein feines Näschen dafür, wer es ernst meint und wer nur „schleimen“ will, um besser dazustehen.

Freizeit
Um auf dem Laufenden zu bleiben, Freunde zu finden und nicht einsam in seiner Studentenbude zu versauern, kann man in seiner Freizeit viel unternehmen. Einiges wird sogar von den Hochschulen angeboten wie beispielsweise Sportkurse, Theater, Orchester und vieles mehr. Man sollte sich einfach mal danach erkundigen, wie man sich anmeldet und was es gegebenenfalls kostet. Meistens ist der Andrang auf solche Angebote sehr groß, da sie umsonst oder kostengünstig sind, daher sollte man sich früh genug darum kümmern.

Was tun bei Problemen?
An fast allen Hochschulen gibt es ein Netz aus Beratungsstellen, die die Studierenden auffangen können, wenn sie sich in einer Lage befinden, aus der sie keinen Ausweg sehen. Dazu gehören unter anderem Themen wie die Studienfinanzierung, Prüfungsangst, private Probleme, sexuelle Belästigung und vieles mehr. In der Regel findet man immer eine spezialisierte Anlaufstelle, zum Beispiel eine psychologische Beratungsstelle, an die man sich kostenlos wenden kann – man muss nur den Mut aufbringen. Alle Berater unterliegen einer Schweigepflicht, und hinterher wird man merken: Es hat sich gelohnt; die Probleme sind entweder ganz gelöst oder zumindest wesentlich kleiner geworden.



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