<?xml version="1.0" encoding="ISO-8859-1"?>
<rss version="2.0">
  <channel>
	<title>StudiINFO</title>
	<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/</link>
	<description>RSS-Feed zur Darstellung aller Artikel aus studiINFO aus dem Aschendorff-Verlag Münster</description>
	<language>de-de</language>
	<copyright>Aschendorff-Verlag Münster</copyright>
	<pubDate>12.04.2012</pubDate>
	<item>
		<title>Zur Geschichte des dualen Studiums</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Die Anfänge des dualen Studiums liegen in den 1970er Jahren. Nach den damaligen Bildungsreformen stieg die Zahl der Abiturienten und damit der Studienanfänger erheblich. Angesichts des „Massenbetriebs“, der sich schon bald an den Universitäten entwickelte, äußerten Unternehmen zunehmend Bedenken. Sie hatten die Sorge, dass an den überfüllten Hochschulen keine qualifizierte Ausbildung von Akademikern möglich sei. Auf den Druck führender Unternehmen wie Robert Bosch und vor allem der Daimler Benz AG, reagierte das Bundesland Baden-Württemberg zuerst auf die Kritik. Die Landesregierung stellte 1972 das „Stuttgarter Modell“ vor, auf dessen Grundzügen 1974 die ersten dual konzipierten Berufsakademien in Mannheim und Stuttgart eröffnet wurden. Seit 1995 sind die Abschlüsse an den Berufsakademien mit einem Fachhochschulabschluss gleichgesetzt. Angesichts der Erfolge des Modells eröffneten auch die Länder Berlin, Thüringen und Sachsen Berufsakademien.

Im Jahr 2009 wurden alle Berufsakademien in Baden-Württemberg in die neu geschaffene Duale Hochschule Baden-Württemberg (DHBW) überführt. Mit der Gründung der staatlichen DHBW erhalten alle Absolventen einen akademischen Abschluss, in der Regel den Bachelor. Heute gibt es in allen Bundesländern duale Studiengänge, die eine effiziente Verbindung von theoretischer und praktischer Berufsausbildung ermöglichen. Sowohl die Anzahl der angebotenen Ausbildungsgänge als auch die der beteiligten Firmen und der Studierenden steigen kontinuierlich.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/zur_geschichte_des_dualen_studiums_321.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>321</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:57:07</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Theorie und Praxis vereint: Karriere clever kombiniert</title>
		<description><![CDATA[Ausbildung? Studium? Abiturienten haben die Qual der Wahl, denn alle Varianten bieten Vor- und Nachteile. Der direkte Einstieg ins Berufsleben gelingt am besten mit einer praxisorientierten Ausbildung, für die der Arbeitgeber in der Regel ein Gehalt bezahlt. Studierende erhalten dagegen wertvolle Einblicke in theoretische Abläufe und haben meist bessere Aufstiegschancen. Dafür stehen sie oft vor dem Knackpunkt „Studienfinanzierung“. Ein Weg, der alle Vorteile miteinander kombiniert, ist das duale Studium.]]></description>
		<text><![CDATA[Duale Studiengänge verbinden eine Ausbildung in einem Unternehmen mit einem Studiengang. Dies funktioniert am besten dort, wo sich Theorie und Praxis sinnvoll ergänzen und ineinander verzahnen, zum Beispiel bei Betriebswirtschaft, Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik und Ingenieurswesen. Entsprechend gibt es in diesen Bereichen auch die meisten Angebote für duale Studiengänge. Absolventen halten in der Regel zwei Abschlüsse in der Hand: Auf der universitären Seite ist dies meist der Bachelor, ergänzt um die unternehmensinterne Ausbildung mit einem von der IHK oder anderen Einrichtungen anerkannten Berufsabschluss. Für die Dauer der Ausbildung zahlt der ausbildende Betrieb ein Gehalt und kommt für die Studiengebühren auf. Die Details eines dualen Studienganges - Dauer und Präsenzzeiten an der Hochschule  beziehungsweise im Unternehmen, Höhe des Gehalts und andere Fragen - richten sich nach Einzelfall und Art des angebotenen Ausbildungsweges. In jedem Fall kooperieren Ausbildungsbetriebe und Hochschulen eng miteinander. Da alle beteiligten Partner von einer solchen Regelung profitieren, ist das Duale Studium eine echte „Win-win-win“-Situation.

Das sind die Vorteile auf einen Blick:

Studierende: Praxis, Finanzen und gute Kontakte

Junge Menschen, die am Anfang ihrer Berufsausbildung stehen, können umfassende wissenschaftliche Theorie mit Praxiserfahrung kombinieren. Da das ausbildende Unternehmen ein Gehalt zahlt und für die Studiengebühren aufkommt, sind Absolventen schon früh finanziell unabhängig. Daneben profitieren sie von den zahlreichen Kontakten, die sie schon während der Lehrjahre im Unternehmen knüpfen können. Unternehmen: Fachkräfte früh binden Ein neuer Mitarbeiter, von dem man genau weiß, was er kann - und was nicht. Der den Betrieb und seine Abläufe bestens kennt und sich in den Kreis der Kollegen integriert hat. Der neben einer Ausbildung einen Hochschulabschluss vorweisen kann. Ein Traum? Nicht unbedingt, denn für Unternehmen, die eine duale Ausbildung anbieten, sind solche Neuzugänge Realität. Die Investition lohnt sich fast immer, denn in Zeiten des Fachkräftemangels sind neue Mitarbeiter, die gut ins Unternehmen passen, und auf die Verlass ist, rar gesät. Daher sind duale Studien und Ausbildungsgänge eine ideale Möglichkeit, die begehrten Fachkräfte früh zu identifizieren und an sich zu binden.

Hochschulen: Konstanter Zulauf von Studierenden, enge Partnerschaft mit Unternehmen

In Zeiten des demografischen Wandels öffnen sich Hochschulen für neue Zielgruppen. Duale Studiengänge sichern ihnen einen konstanten Zulauf von Studierenden, die Forschung profitiert von der engen Kooperation mit Unternehmen.

Gute Erfahrungen mit dualen Ausbildungsgängen hat die Finanz Informatik, der IT-Dienstleister der Sparkassen Finanzgruppe, gemacht. Schulabgänger können bei dem Unternehmen mit Sitz in Frankfurt am Main den dualen Studiengang zum Bachelor of Science für Wirtschaftsinformatik absolvieren.

Beim Studienschwerpunkt „Bank“ kooperiert das Unternehmen dazu mit der Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim, Auszubildende mit dem Schwerpunkt „Systemintegration“ lernen die theoretischen Grundlagen an der Hochschule Weserbergland in Hameln. „Unsere Ausbilder und die Fachabteilungen sind begeistert von den Möglichkeiten dieser Ausbildung“, schildert Claudia Feigk, Abteilungsleiterin Aus- und Weiterbildung bei der Finanz Informatik, die interne Resonanz. „Die Theoriephasen an den Hochschulen und die Praxisphasen im Betrieb dauern jeweils zwei bis drei Monate. Durch diese Blockung ist es möglich, die Studierenden in den Arbeitsablauf voll zu integrieren. Das Zusammenspiel von Theorie- und Praxisphasen optimiert den Nutzen für die FI und für die Studierenden.“

Während ihrer Ausbildung im Betrieb arbeiten die Studierenden in echten Projekten und bekommen früh Verantwortung übertragen. Sie sammeln schnell Erfahrungen und profitieren von der Unterstützung durch Ausbilder, Kollegen und Mitstudierende. Im Rahmen der Einführung zu Beginn des Studiums lernen die zukünftigen Wirtschaftsinformatiker alle Geschäftsbereiche der Finanz Informatik kennen. Während der praktischen Ausbildung sind sie einer festen Organisationseinheit, intern kurz als OE bezeichnet, zugeordnet. Diese OE bleibt während der gesamten Zeit konstant, was viele Vorteile bietet. Mirko Reinken, angehender Wirtschaftsinformatiker im fünften Semester: „Durch das Prinzip der Einsatz-OE habe ich die Möglichkeit, komplexe Systeme und Zusammenhänge auch über mehrere Semester hinweg immer besser kennenzulernen, um darauf aufbauend produktiv an konkreten Aufgaben meiner Abteilung mitarbeiten zu können. In der zweiten Praxisphase durfte ich beispielsweise bereits ein Programm zur Fehlerauswertung von Geldautomatenverfügungen schreiben, das direkt in den Echtbetrieb übernommen wurde. Trotz dieser hohen Eigenverantwortung wurde ich allerdings nie ins kalte Wasser geworfen, denn neben meinem fest zugeordneten Betreuer helfen mir auch die anderen Kollegen immer gerne weiter.“

Trotz doppelter Ausbildung mit hoher Intensität kommen Freizeit und Erholung nicht zu kurz. Claudia Feigk: „Wir übernehmen die Studiengebühren und unterstützen unsere Absolventen finanziell über die Ausbildungsvergütung hinaus, damit sie sich am Hochschulstandort ein Zimmer mieten können. Damit sind sie nicht wie andere Studierende auf einen Nebenjob zur Studienfinanzierung angewiesen und haben ausreichend Zeit zum Lernen und Leben.“
Nach der Ausbildung eröffnen sich den Berufsanfängern hervorragende Jobperspektiven, die meisten von ihnen werden in der Regel gleich vom Ausbildungsbetrieb übernommen. Wer im Anschluss an den Bachelor direkt den „Master“ draufsatteln will, wird hierbei von der Finanz Informatik unterstützt, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch mit einer Anzahl an Freistellungstagen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/theorie_und_praxis_vereint_karriere_clever_kombiniert_320.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>320</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:55:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Und ewig lockt die Ferne</title>
		<description><![CDATA[In Deutschland keinen Studienplatz bekommen? Kein Grund zum Verzweifeln! Gerade in diesem Fall bietet es sich an, für ein Praktikum oder ein Studium ins Ausland zu gehen. Auswanderer auf Zeit verbessern ihre Sprachkenntnisse, lernen die Welt aus einer anderen Perspektive kennen und erweitern ihren Horizont. Zudem ist ein Auslandsaufenthalt ein echter Hingucker im Lebenslauf.]]></description>
		<text><![CDATA[In welches Land die Reise führt, hängt dabei ganz von den persönlichen Voraussetzungen und Vorlieben ab. Wer schon immer für das ferne Neuseeland schwärmte, sollte jetzt die Gelegenheit beim Schopfe packen. Sprechen familiäre oder andere Bande gegen eine Reise um die halbe Welt, bieten auch Nachbarländer wie die Niederlande, Dänemark, Polen oder Österreich Gelegenheiten für neue Erfahrungen.

Sprache ist der Schlüssel

Eins der wichtigsten Kriterien bei der Auswahl des Gastlandes ist die Kommunikation. Ein Aufenthalt bei Menschen, deren Sprache man nicht spricht, ist wenig sinnvoll. Wen es ins Ausland zieht, der sollte zumindest eine kurze Unterhaltung in der Landessprache bestreiten können. Heutzutage können sich die allermeisten Schulabgänger gut auf Englisch verständigen, was vielfältige Perspektiven für die USA, Kanada, Australien oder Großbritannien eröffnet. Auch Französisch, Spanisch oder Niederländisch wird an vielen Schulen hierzulande gelehrt. Trotzdem empfiehlt es sich immer, die vorhandenen Grundkenntnisse vor der Abreise aufzufrischen. Komplizierter wird es, wenn die Wahl auf ein „exotisches“ Ziel wie beispielsweise Finnland, Ungarn oder Russland fällt. Manche Hochschulen, viele Volkshochschulen oder private Institute bieten entsprechende Sprachkurse an. Wer dabei ganz von vorne anfangen muss, sollte eine längere Vorbereitungszeit einplanen, bevor er die Landesgrenze überschreitet. Einige Organisationen, die Aufenthalte vermitteln, organisieren auch Sprachkurse vor Ort.

Studieren? Arbeiten? Oder Beides?

Als nächstes stellt sich die Frage, was es im Ausland konkret zu tun gibt. Abiturienten bietet sich die Möglichkeit, ein Studium aufzunehmen. Der Vorteil: Anders als bei einer Immatrikulation im Inland, werden Auslandssemester als Wartezeit für einen Studienplatz hierzulande angerechnet. Allerdings fällt es vielen Neulingen schon im Inland schwer genug, sich an einer Hochschule und mit universitären Strukturen zurechtzufinden. Wer das Studentenleben in der Ferne beginnt, sollte sich daher auf eine längere Eingewöhnungszeit einstellen. Zumindest die sprachlichen Barrieren umgehen Studierende, die sich an einer Uni im deutschsprachigen Ausland wie Österreich oder Liechtenstein einschreiben. Zur Vorbereitung können die Akademischen Auslandsämter der Universitäten oder der Deutsche Akademische Austauschdienst wertvolle Unterstützung leisten.

Eine weitere beliebte Gelegenheit bieten Praktika oder kurze Jobaufenthalte. Dabei sind der Phantasie fast keine Grenzen gesetzt: Ob Sprachreisen, „Work&amp;Travel“- Programme, Au-Pair- Aufenthalte oder Freiwilligendienste, wer den Duft der großen weiten Welt schnuppern will, für den scheint das Angebot schier unerschöpflich. Allerdings scheuen viele Interessierte vor dem hohen organisatorischen Aufwand zurück: Wo gibt es überhaupt Jobs? Wie bewerbe ich mich dort? Wie bekomme ich ein Arbeitsvisum? Diese und ähnliche Fragen verhindern manchmal einen großen Traum. Aber das wäre schade, denn es gibt gute Organisationen, die sich um (fast) alles kümmern. „Mir wurde unglaublich viel gezeigt - ich durfte bei Behandlungen mithelfen und auch eigenständig arbeiten. Ich hatte kein Vorwissen, aber man hat mir alles geduldig erklärt, damit ich Ärzte und Schwestern entlasten konnte“, schwärmt Kyra Verena S. Die 23-Jährige hat in Ecuador ein zehnwöchiges Pflegepraktikum in Humanmedizin absolviert, das ihr für das zukünftige Studium angerechnet wird. Bei der gesamten Organisation hat sich Kyra auf das Unternehmen Praktikawelten verlassen. Es bietet Unterstützung bei den verschiedensten Auslandsaufenthalten an, von Praktika über Work&amp;Travel-Aufenthalte bis zur Freiwilligenarbeit.

Pinguinpfleger in Südafrika, Barkeeper in Neuseeland oder Aushilfslehrer in Nepal: die angebotenen Projekte sind vielfältig und interessant. Für die meisten Arbeiten sind keine Vorkenntnisse nötig, die Teilnehmer können also direkt von der Schulbank oder aus dem Hörsaal heraus starten. Praktikawelten betreut die Teilnehmer vor, während und nach der Reise, so bieten die Mitarbeiter Unterstützung bei der Auswahl der Arbeitsstelle, der Reisebuchung und der Visabeschaffung an.

Eine erste Orientierung über die vielfältigen Möglichkeiten bietet die Webseite www.auslandsaufenthalt.org. Je nach Art und Umfang des geplanten Aufenthaltes müssen auch die finanziellen Dinge geregelt sein. Manche Organisationen, die Jobaufenthalte oder Praktika vermitteln, kümmern sich auch um Kost und Logis, andere überlassen den Teilnehmern die Suche danach. Wertvolle Ratschläge zur Finanzierung eines Auslandsaufenthaltes geben die unten aufgeführten Webseiten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/und_ewig_lockt_die_ferne_319.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>319</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:49:39</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Freiwilligendienst: Der Bufdi, das unbekannte Wesen</title>
		<description><![CDATA[Die Wehrpflicht ist abgeschafft, damit ist auch der Zivildienst hinfällig. Um den Wegfall der dringend benötigten „Zivis“ zu kompensieren, hat die Regierung ein neues Wesen kreiert: den Bufdi. Das sind Menschen, die den „Bundesfreiwilligendienst“ leisten. Ein Erfahrungsbericht]]></description>
		<text><![CDATA[Mittagessen. Es gibt Hähnchenschenkel mit Reis und Currysoße. „Bäh, esse ich nicht“, kreischt Johanna. „Ich auch nicht, ich auch nicht“ formieren sich ihre Unterstützer. Jetzt zählen die Hähnchen-Verweigerer reihenweise ihre Lieblingsgerichte auf: Jonas mag lieber Pizza, Elsa steht auf Pommes und Finn wünscht sich Spaghetti mit Tomatensoße. Jetzt sofort! Es nützt nichts: Trotz des Protestes werden alle Kinder der Offenen Ganztagsschule, der OGS, in zehn Minuten mit gewaschenen Händen am Tisch sitzen und das heute angebotene Menü verspeisen. Dass dies mehr oder weniger reibungslos gelingt, ist auch der Verdienst von Randi Friedrich und Sebastian Averdiek. Die beiden sind seit Anfang des Schuljahres als Bundesfreiwilligendienstleister, so genannte Bufdis, an der Grundschule im Einsatz. Ihr Dienst beginnt morgens um neun, wenn die Kinder noch im Unterricht sitzen. Sie bereiten dann den nachmittäglichen Einsatz vor, suchen Spiele aus oder beseitigen die Bastelspuren des vergangenen Tages. „Am schlimmsten ist es, die Buntstifte anzuspitzen“, seufzt Randi Friedrich. Aber notwendig: Rund 40 Kinder besuchen täglich die OGS, und die wollen malen – mit spitzen Stiften.

Smileys für die Hausaufgaben

Wenn um 11:30 Uhr die Erstklässler kommen, wird es langsam lebendig im OGSRaum. Meistens geht Sebastian erst mit ihnen zum Toben auf den Schulhof: „Nach dem langen Stillsitzen brauchen sie das! Schließlich ist Schule für die Sechsjährigen noch eine relativ neue Erfahrung.“ Im Anschluss an den Frischluft-Kick sind Hausaufgaben dran. Die beiden Freiwilligen geben, wenn nötig, Hilfestellung. Am Ende wird kontrolliert – und abgezeichnet, damit die Eltern zu Hause Bescheid wissen, dass alles erledigt ist. Heiß begehrt sind die Sternchen-Stempel, die Smileys und die „Gut gemacht“-Kommentare, die Randi und Sebastian großzügig in den Heften verteilen. Spätestens zum Mittagessen um Eins sind auch die „großen“ Zweit- bis Viertklässler eingetrudelt. „Gott sei Dank, dass es die Bufdis gibt“, dieser Stoßseufzer von Evelyn Föcking, Leiterin der OGS, kommt von Herzen. Die Erzieherin ist für die gesamte Organisation zuständig – von der pädagogischen Förderung einzelner Kinder über die Personalplanung bis hin zur Bestellung des Mittagessens. Für Spiel und Spaß bleibt da wenig Zeit – und die ist doch dringend notwendig, denn die Kinder, die in der Regel bis 16 Uhr in der Schule bleiben, brauchen feste Bezugspersonen, die sich mit ihnen beschäftigen. Und die Personaldecke der von der Caritas betriebenen OGS ist dünn. „Früher haben unsere Zivis sehr viel aufgefangen“, so Evelyn Föcking. „Die Nachricht vom Wegfall der Wehrpflicht – und damit auch des Zivildienstes – hat mir einige schlaflose Nächte bereitet.“

Wichtige Erfahrungen sammeln

Doch jetzt gibt es den Bufdi. Und der ist eine echte Erfolgsgeschichte. Denn nicht nur soziale Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Krankenhäuser, Seniorenheime oder Behindertenheime profitieren von den Freiwilligen. Auch Sebastian Averdiek und Randi Friedrich machen wertvolle Erfahrungen. Beide wollen Lehrer werden und haben direkt nach dem Abitur keinen Studienplatz bekommen. „Der tägliche Umgang mit den Kindern hier hat mich in der Berufswahl gestärkt“, betont die 20-jährige Randi, die Grundschulpädagogik studieren möchte. Und auch Sebastian, 19 Jahre, stellt fest: „Hier lernt man, was es heißt, sich bei Kindern durchzusetzen – und trotzdem eine gute Beziehung zu ihnen zu haben. Das kann ich als Lehrer am Gymnasium später gebrauchen.“

Der Nachmittag in der OGS ist den Arbeitsgemeinschaftengewidmet. Im Angebot gibt es Sport, Basteln oder Musizieren. Randi werkelt mit den Kindern des ersten und zweiten Jahres an Fensterbildern, Sebastian plant mit den Drittklässlern eine Theater-AG. Auf keinen Fall gespielt werden darf „Romeo und Julia“, denn die müssen sich ja küssen. „Iiiihhhh!!“ quieken die Achtjährigen. Alle sind begeistert von „ihren“ Bufdis. „Evelyn ist nett, aber sie hat immer so viel zu tun“, sagen Leena, Kira und Amelie. „Sebastian hat richtig viel Zeit. Er kann super Mathe erklären, bringt uns Volleyballspielen bei und nimmt uns auch schon mal Huckepack, wenn wir hingefallen sind!“ Der Arbeitstag endet in der Regel um 16 Uhr, wenn die OGS ihre Pforten schließt. llerdings kommt es schon mal vor, dass eine Mutter oder ein Vater es nicht rechtzeitig aus dem Büro schafft. „Dann bleiben Randi oder Sebastian hier, bis alle Kinder abgeholt sind“, erläutert Evelyn Föcking. Wie gut, dass es die Bufdis gibt!]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/freiwilligendienst_der_bufdi_das_unbekannte_wesen_318.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>318</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:43:39</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Infos zum Bundesfreiwilligendienst</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Wo kommen Bufdis zum Einsatz?

Bundesfreiwillige werden in den verschiedensten Einrichtungen und Arbeitsfeldern gesucht, etwa in Krankenhäusern, Altersheimen, Kinderheimen, Kindertagesstätten und Schulen, Sportvereinen, Museen und anderen Kultureinrichtungen, Einrichtungen der Behindertenhilfe, des Zivil- oder Katastrophenschutzes oder des Umwelt- und Naturschutzes. Im Unterschied zum Freiwilligen Sozialen Jahr kann der Bundesfreiwilligendienst nicht im Ausland geleistet werden, er gilt nur für Deutschland.

Wer kann sich bewerben?

Jeder, der seine Vollschulzeitpflicht erfüllt hat, kann sich für den Bundesfreiwilligendienst bewerben, es gibt keine Altersbeschränkung nach oben. Auch der erworbene Schulabschluss spielt keine Rolle.

Ist ein Bufdi sozialversichert?

Während des Dienstes gelten für die Freiwilligen die gleichen Bedingungen wir für Beschäftigte oder Auszubildende, das heißt, sie sind Mitglied der gesetzlichen Renten-, Unfall-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Die Eltern eines Bufdi haben weiterhin Anspruch auf Kindergeld.

Haben Freiwillige einen Vorteil bei der Vergabe von Studienplätzen?

Das hängt ganz von der Art des Auswahlverfahrens einer Hochschule ab. In der Regel bekommen ehemalige Bufdis für den geleisteten Dienst Bonuspunkte gutgeschrieben, die ihnen einen Vorteil gegenüber anderen Bewerbern verschaffen.

Bekommt ein Bufdi Geld?

Während der Zeit des Dienstes erhalten die Beschäftigten ein Taschengeld von maximal 330 Euro, die konkrete Höhe wird mit der Einsatzstelle geregelt. Unterkunft und Verpflegung werden, wenn notwendig, gestellt. Der gesetzliche Urlaub beträgt mindestens 24 Tage.

Wie lange dauert der Dienst?

Der Dienst dauert in der Regel ein Jahr, in Ausnahmefällen auch sechs beziehungsweise bis zu 18 Monaten. Freiwillige unter 27 Jahren verpflichten sich in der Regel zu einer Tätigkeit, die 40 Wochenstunden umfasst. Oberhalb dieser Altersgrenze ist auch eine Teilzeitbeschäftigung von 20 Wochenstunden möglich.

Gibt es eine Ausbildung über den eigentlichen Dienst hinaus?

Während des einjährigen Dienstes ist die Teilnahme an 25 Seminartagen verpflichtend. Die Seminare bereiten die Freiwilligen auf ihre Tätigkeit vor und helfen ihnen, Eindrücke auszutauschen und Erfahrungen aufzuarbeiten. Auch Seminare zur allgemeinen politischen Bildung sind Teil dieses Pflichtprogramms.

Ich möchte mich für den Freiwilligendienst bewerben.
Wo finde ich eine passende Stelle?

Wer ein Bufdi werden möchte, muss sich zunächst selbst um eine Einsatzstelle bemühen. Entweder spricht er in Frage kommende Einrichtungen direkt an oder er schaut sich auf der Stellenbörse unter www.bundesfreiwilligendienst.de um.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/infos_zum_bundesfreiwilligendienst_317.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>317</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:37:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienplatzabsage – was nun? Wartezeit sinnvoll nutzen!</title>
		<description><![CDATA[Heute noch in der Abi-Klausur, morgen schon im Hörsaal? Das klappt nicht immer, denn viele beliebte Studienfächer haben hohe Zulassungsbeschränkungen. Manche Abiturienten, die jenseits der Traumnote 1,0 die Schule beenden, müssen sich auf eine längere Wartezeit bis zum Studium gefasst machen.]]></description>
		<text><![CDATA[Aber eine solche Zwangspause hat viele Vorteile – denn egal, ob Praktikum, Freiwilligendienst, Auslandsaufenthalt oder eine Ausbildung – es gibt zahlreiche Möglichkeiten, die Zeit sinnvoll zu nutzen. Keine Vorlesung der Welt kann die dabei gewonnenen Erfahrungen und Erlebnisse vermitteln. Sogar Personalentscheider schätzen es, wenn der Lebenslauf eine solche „Orientierungsphase“ enthält – beweist es doch, dass sich der Bewerber auf Neues eingelassen und an Lebenserfahrung gewonnen hat. StudiInfo stellt die interessantesten Möglichkeiten vor. Um den ersehnten Studienplatz trotz Praktikum oder Auslandsaufenthalt im Auge zu behalten, sollten Schulabsolventen auf die Anzahl ihrer Wartesemester achten. Diese werden in Halbjahren gerechnet, die seit dem Abitur verstrichen sind. Aber Vorsicht: Wer während der Wartezeit an einer deutschen Hochschule immatrikuliert ist, bekommt diese Zeit eines „Parkstudiums“ nicht angerechnet.

Vorsemesterkurse für Mediziner

Für angehende Mediziner ist es sinnvoll, in einer kurzen Übergangszeit so genannte Vorsemesterkurse zu belegen. Eine interessante, wenn auch kostenpflichtige Möglichkeit bietet das Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln an. Der viermonatige Vorbereitungskurs auf ein naturwissenschaftliches oder medizinisches Studium vermittelt einen Überblick über Gebiete wie Biologie, Chemie, Physik, Anatomie des Menschen, Histologie, Zytologie oder Hämatologie. Schulabgänger können dort eventuelle Wissenslücken schließen und die Voraussetzungen für ein zügiges Studium schaffen. Inzwischen gibt es auch kostenpflichtige Vorbereitungskurse von kommerziellen privaten Anbietern wie der Prometheus Akademie in Berlin.

Berufsausbildung: Ein Gewinn fürs ganze Leben

Wenn die Wartezeit länger dauert – und das ist in der Regel der Fall – kann auch eine komplette Ausbildung eine sinnvolle Investition in die Zukunft sein. Schulabgänger, die vom Arztberuf träumen, haben da vielfältige Möglichkeiten. Die Tätigkeit eines Rettungsassistenten etwa bietet bereits spannende Einblicke in den erhofften späteren Beruf. Diese Nothelfer sind bei einem Erste-Hilfe-Einsatz meist als Erste vor Ort. Sie versorgen die Verletzten mit Sauerstoff, führen Herzmassagen durch, leisten Geburtshilfe und bereiten alles für das Eintreffen des Arztes vor. Die Ausbildung ist bundeseinheitlich geregelt: Im ersten Jahr werden die künftigen Nothelfer an einer anerkannten Schule theoretisch ausgebildet, im zweiten Jahr leisten sie aktiven Dienst in einer Lehrrettungswache. Für das erste Ausbildungsjahr fallen Gebühren von durchschnittlich 285 Euro pro Monat an. „Diese Kosten relativieren sich aber schnell“, weiß Ingo Kolmorgen, Leiter der Rettungsassistentenschule Med-Ecole aus Kiel. „Unsere Schüler können Bafög beantragen oder einen sehr günstigen Bildungskredit aufnehmen. Bereits im zweiten Ausbildungsjahr bekommen sie dann eine Ausbildungsvergütung von circa 1000 Euro monatlich.“ 40 Prozent der Schüler von Kolmorgen sind Abiturienten, viele sehen die Ausbildung als nützliche und intensive Vorbereitung auf ein Medizinstudium. „In wenigen anderen Gesundheitsberufen sind die Absolventen so schnell so nah dran an der Praxis“, so Kolmorgen. Weiterer Vorteil: Medizinstudenten, die eine Ausbildung zum Rettungssanitäter vorweisen können, sind bei Einsätzen in einer Rettungswache äußerst gern gesehen. Somit bietet sich ihnen eine gute Gelegenheit, ihr Studium zu finanzieren. Wer nach erfolgter Ausbildung kein Studium hinterherschieben möchte, hat als Rettungsassistent beste Berufsaussichten. Aufgrund der Reformen im Gesundheitswesen, gewinnt der Beruf zunehmend an Bedeutung, die Fortbildungs- und Aufstiegsmöglichkeiten sind vielfältig.

Auch die Ausbildung zum Gesundheitsund Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung. Zum Einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt, werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpflege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.
Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive Pflegepraktikum. Auch beliebt und sinnvoll ist die Ausbildung zum Medizinisch-technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Auslandspraktikum: Den Duft der großen weiten Welt schnuppern

Ebenso ist e in Aufenthalt im Ausland ein echter Gewinn: Schulabgänger oder Studierende lernen fremde Kulturen und interessante Menschen kennen, gewinnen erste Berufserfahrung, und polieren ihren Lebenslauf ordentlich auf. Angehende Mediziner profitieren gleich doppelt, denn in der Regel erkennen deutsche Universitäten einen Arbeitsaufenthalt an einem Krankenhaus in China, Indien, Mexiko oder anderen Ländern als Pflegepraktikum an.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienplatzabsage_was_nun_wartezeit_sinnvoll_nutzen_316.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>316</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:35:14</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Gute Vorbereitung zahlt sich aus: Medizinertest erhöht Chancen auf Studienplatz</title>
		<description><![CDATA[Arzt oder Ärztin zu werden ist für viele Abiturienten ein Traum. Leider im wahrsten Sinne des Wortes: Angesichts eines NC von oftmals 1,0 oder alternativ zwölf Semestern  Wartezeit, müssen viele Schulabgänger schon „traumhafte“ Bedingungen erfüllen, um ein Medizinstudium aufnehmen zu können. Die doppelten Abiturjahrgänge, die 2012 die Schulen in Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Brandenburg und Hessen verlassen, verschärfen das Problem. Trotzdem: Wer zäh an seinem Berufswunsch festhält, kann es schaffen. Ein möglicher Weg führt über den Medizinertest.]]></description>
		<text><![CDATA[Beispiel Humanmedizin: Hier setzen die Medizinischen Fakultäten der Universitäten in Bochum, Erlangen- Nürnberg, Freiburg, Halle (Saale), Heidelberg, Heidelberg-Mannheim, Leipzig, Lübeck, Mainz, München, Oldenburg, Tübingen, Ulm und Würzburg auf den freiwilligen „Test für medizinische Studiengänge“ (TMS). Je nach hochschuleigenen Kriterien in unterschiedlichen Gewichtungen fließt das Ergebnis des Tests in das eigene Auswahlverfahren der Hochschulen ein. Die Teilnahme lohnt in jedem Fall, denn eine Verschlechterung der Chancen gegenüber einem Bewerber, der am TMS nicht teilgenommen hat, ist nicht möglich – auch wenn das TMS-Ergebnis nicht gut ausfällt. Bewerber, die am Test teilgenommen und sehr gut abgeschnitten haben, können sich dagegen auch mit einer mittleren Abiturnote vor jenen Abiturienten mit sehr gutem Durchschnitt platzieren, die kein Testergebnis vorweisen können. In allen anderen Quoten (etwa Abiturbestenquote, Wartezeitquote, Zweitstudienbewerber-Quote) ist der Test dagegen nicht relevant.

Auf dem Prüfstand: naturwissenschaftliches Verständnis

Der Test, der sich an dem bis 1997 verbindlichen „Medizinertest“ orientiert, untersucht die Studierfähigkeit der Probanden und prüft ihr Verständnis für naturwissenschaftliche und medizinische Problemstellungen. Die Teilnehmer müssen komplexe Informationen aus längeren Texten, Tabellen oder Grafiken erfassen und korrekt interpretieren. Auch ihre Merkfähigkeit, die Genauigkeit der visuellen Wahrnehmung, das räumliche Vorstellungsvermögen und die Fähigkeit zu konzentriertem und sorgfältigem Arbeiten werden untersucht. Nicht relevant sind dagegen fachspezifische Kenntnisse.
Gegen eine Gebühr von 50 Euro kann der Test, der sich über einen ganzen Tag hinzieht, an unterschiedlichen Orten in Deutschland abgelegt werden – allerdings nur ein einziges Mal. Wiederholungen sind ausgeschlossen. Die Prüfungstermine liegen jedes Jahr Anfang bis Mitte Mai – also zu einer Zeit, in der viele Abiturienten ohnehin mitten in den Prüfungen stecken. Ob das ein Vorteil ist, weil man ohnehin den ganzen Tag lernt, oder sich die zusätzliche Menge an Lernstoff eventuell negativ auf die Abiturnote auswirkt, muss jeder für sich selbst entscheiden. Mit dem Testergebnis, das ab ca. Anfang Juli mitgeteilt wird, können sich Studieninteressierte bei der Stiftung für Hochschulzulassung und gegebenenfalls – je nach Auswahlverfahren – direkt bei ihrer Wunschhochschule bewerben.

Bessere Aussichten durch intensive Vorbereitung

Ob angehende Mediziner den Test mitten im Abi absolvieren oder ein Jahr später – eine gründliche Vorbereitung lohnt in jedem Fall. Da er nur einmal abgelegt werden kann, gilt das Ergebnis dauerhaft, auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Prüflinge sollten wissen, wie der Testtag abläuft und welche Bearbeitungsstrategien für die verschiedenen Aufgabengruppen hilfreich sind. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite www.tms-info.org wird unter dem Navigationspunkt „Vorbereitung“ eine Informationsbroschüre zum Download angeboten. Interessenten erfahren dort mehr über die Art der einzelnen Aufgaben, können anhand der vorgestellten Beispiele üben und erhalten Tipps zur Lösung von verschiedenen Aufgaben. Außerdem bieten die Entwickler des Medizinertests, die Firma ITB Consulting, mit dem Vorbereitungspo rtal www.medizinertest-vorbereitung.de eine weitere Möglichkeit, die Chancen auf ein gutes Abschneiden zu erhöhen. Gegen Gebühr können dort zwei komplette Versionen früherer Tests genutzt werden, um den Ernstfall zu simulieren. Der Vorteil: über 360 authentische Aufgaben und im Anschluss eine ausführliche Rückmeldung zur Leistung unter Berücksichtigung der echten Bewertungskriterien.

Nähere Informationen
www.tms-info.org
www.hochschulstart.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/gute_vorbereitung_zahlt_sich_aus_medizinertest_erhoeht_chancen_auf_studienplatz_315.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>315</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:29:27</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ein Beruf – drei Ausrichtungen: Medizinisch-technische Assistenten</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Medizinisch-technischer Assistent – Funktionsdiagnostik (MTAF)

Die Absolventen dieser Fachrichtung untersuchen Patienten eigenständig mithilfe verschiedener medizinischer Geräte. Sie analysieren die Funktion von menschlichen Organen wie Lunge, Herz oder Leber, kontrollieren Seh- und Riechvermögen oder die Funktionalität der Blutgefäße. Die Assistenten haben direkten Kontakt zu den Patienten – Einfühlungsvermögen ist daher eine wichtige Voraussetzung für diesen Beruf. Ferner müssen sie präzise arbeiten und technisches Verständnis mitbringen, um die Messgeräte bedienen zu können.

Medizinisch-technischer Laboratoriumsassistent (MTLA oder MTA-L)

MTLA untersuchen Körpergewebe und Körperflüssigkeiten wie Blut, Urin oder Organproben im Labor. Sie entnehmen diese Proben beim Patienten teilweise selbst oder assistieren den zuständigen Ärzten dabei. Um ihre Tätigkeit ausüben zu können, müssen MTLA komplexe Zusammenhänge und Gesetzmäßigkeiten chemischer Reaktionen verstehen können. Sie brauchen daher das Interesse und die Fähigkeit zu abstraktem theoretischem Arbeiten. Ferner haben sie direkten Kontakt zu Patienten mit gegebenenfalls schweren Erkrankungen – ein gewisses Maß an Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit zu sozialer Interaktion ist für diesen Beruf daher unabdingbar.

Medizinisch-technischer Radiologieassistent (MTRA oder MTA-R)

Medizinische Assistenten mit der Ausrichtung Radiologie führen nuklearmedizinische Untersuchungen, Computertomografien, Magnetresonanztomografien sowie Strahlentherapien durch. Sie erstellen im Auftrag des behandelnden Arztes Röntgenaufnahmen des menschlichen Körpers, um Knochenbrüche oder krankhafte Veränderungen sichtbar zu machen. Dafür stellen sie die Anlagen und Apparate ein und bedienen sie, treffen die erforderlichen Sicherheitsvorkehrungen, dokumentieren die Untersuchung und speichern die digitalen Daten. Hierfür sollten angehende MTRA technisches Verständnis, Präzision, die Fähigkeit, abstrakte Zusammenhänge zu analysieren und Einfühlungsvermögen für den Umgang mit Patienten mitbringen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ein_beruf_drei_ausrichtungen_medizinisch-technische_assistenten_314.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>314</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:23:37</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ausbildungsberufe im medizinischen Bereich: Es muss nicht immer der Dr. med sein</title>
		<description><![CDATA[Das Medizinstudium ist heiß begehrt – verspricht es doch eine spannende Studienzeit und später sehr gute Berufsaussichten, ein abwechslungsreiches Arbeitsumfeld, angemessenes Einkommen und hohes soziales Prestige. Kein Wunder, dass viele Abiturienten sich für das beliebte Fach einschreiben wollen. Und genau hier liegt das Problem, denn die Menge der Bewerber übertrifft die Zahl der verfügbaren Studienplätze um ein Vielfaches.]]></description>
		<text><![CDATA[Klar ist also, dass nicht jeder seinen Traumberuf wird verwirklichen können. Doch das bedeutet keinesfalls das Ende allen Wunschdenkens: Ausbildungsberufe im medizinnahen Bereich bieten interessante Perspektiven. Den Menschen zuhören, sie untersuchen, die Ergebnisse dokumentieren und die Patienten mit der passenden Therapie unterstützen – dies ist nicht nur studierten Ärzten vorbehalten. Eine mögliche Alternative zum Medizinstudium ist der Beruf des medizinischtechnischen Assistenten (MTA). Diese Sammelbezeichnung fasst in der Humanmedizin drei verschiedene Fachrichtungen zusammen: Assistenten arbeiten in der Funktionsdiagnostik, im Laboratorium oder in der Radiologie. Die Ausbildung für alle Schwerpunkte dauert jeweils drei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Die angehenden Assistenten pauken die Theorie an Berufsfachschulen und werden in Kliniken, bei niedergelassenen Ärzten, in Labors, Prüfstationen oder Forschungseinrichtungen praktisch ausgebildet. Wer nach absolvierter Ausbildung noch an seinem Traum „Medizinstudium“ festhält, der hat gute Karten, über die Wartezeit den begehrten Studienplatz zu bekommen. „Der Beruf des MTA ist ein guter Einstieg in die Medizin für Abiturienten, die nicht sofort einen Studienplatz erhalten haben“, weiß Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. „Allerdings sollten sich die Bewerber vor Augen halten, dass Medizin ein sehr theoretischer Studiengang ist. Parallel zu einer praktisch orientierten Ausbildung empfiehlt es sich daher, die Fähigkeit zum abstrakten Denken unbedingt zu pflegen und weiter zu entwickeln – zum Beispiel durch das Erlernen einer Fremdsprache. Dann ist die Umstellung später im Hörsaal nicht mehr so groß.“

Über Umwege zum Traumstudium

Einen anderen Weg gegangen ist Carolin Droste. Unmittelbar nach ihrem Abitur bekam sie über das Losverfahren einen Studienplatz für Medizin in Marburg. „Als die Zusage kam, absolvierte ich gerade ein Praktikum im Kreißsaal eines Krankenhauses in Meschede“, berichtet die heute 30-Jährige. „Diese Arbeit machte mir großen Spaß, zudem fühlte ich mich zu diesem Zeitpunkt noch nicht reif für ein Medizinstudium.“ Sie sagte den Studienplatz ab – wenn auch zum Teil schweren Herzens. Und trat erst einmal in familiäre Fußstapfen: Carolin Drostes Mutter und Schwester arbeiten als Hebammen, ihre Mutter führt eine eigene Praxis. „Durch meine private Situation und das Praktikum wusste ich, was auf mich zukam. Ich war mir sicher, dass ich in diesem Beruf arbeiten möchte.“ Sie absolvierte eine dreijährige Ausbildung an der Hebammenschule in Ahlen. Ähnlich wie Krankenpfleger, bekommen auch angehende Hebammen bereits während der Lehrzeit ein Gehalt, so dass die Finanzierung gesichert war. Nach ihrer Ausbildung arbeitete Carolin Droste knapp zwei Jahre in dem Beruf, „der sicherlich ein Traumberuf war und ist. Mir gefällt die große Vielfalt – Hebammen leisten Geburtshilfe und betreuen Frauen während und nach einer Schwangerschaft. Sie können einerseits in Kranken- oder Geburtshäusern arbeiten, haben andererseits die Option, eine eigene Praxis zu eröffnen. Aber das Medizinstudium spukte nach wie vor in meinem Kopf.“ Zum Sommersemester 2007 bewarb sie sich erneut um einen Studienplatz, diesmal unter anderem an der Universität Münster. Da sie zu diesem Zeitpunkt die erforderlichen zwölf Wartesemester erfüllte, war die Zusage aus Münster zwar keine riesige Überraschung mehr, aber eine hochwillkommene. „Ich hatte damals den Punkt erreicht, an dem ich meine Kenntnisse und Fertigkeiten unbedingt weiter ausbauen wollte“, schildert die junge Frau, die ihr Medizinstudium bisher in der Regelstudienzeit absolviert hat. In wenigen Wochen beginnt sie ihr Praktisches Jahr in einem Krankenhaus in Unna und wird dort unter anderem in der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe arbeiten. „Die Frauenheilkunde interessiert mich, es war eine faszinierende Erfahrung, mittlerweile rund 150 Babys auf die Welt geholfen zu haben. Daher strebe ich auch eine Facharztausbildung auf diesem Gebiet an. Meine Erfahrungen als Hebamme kommen mir dabei sicher zugute.“

Medizinische Handwerksberufe

Noch medizinischer Beruf oder schon Handwerk? Diese Frage stellen sich möglicherweise Abiturienten, die über eine Ausbildung zum Optiker oder Hörgeräteakustiker nachdenken. Letztendlich ist die Antwort unerheblich, solange der Beruf den Neigungen und Fähigkeiten entspricht und Spaß macht. Beide Ausbildungen sind nach der Handwerksordnung geregelt. Sie dauern drei Jahre und finden in Meisterbetrieben des jeweiligen Handwerks sowie parallel in der Berufsschule statt. Angehende Optiker lernen, wie sie Sehhilfen herstellen und individuell anpassen. Sie beraten Kunden, verkaufen und reparieren Brillen. Hörgeräteakustiker passen Hörsysteme an die Bedürfnisse ihrer Kunden an. Sie führen Hörtests durch, stellen passgenaue Hörhilfen her und reparieren diese. Wer im Anschluss kein Studium und gegebenenfalls den Beruf des Augenarztes oder des Hals-Nasen-Ohrenarztes anstrebt, kann sich zum Handwerksmeister fortbilden und ein eigenes Geschäft eröffnen. Ideal für diesen Werdegang ist es, wenn neben dem medizinischen auch ein kaufmännisches Interesse vorhanden ist.

Staatexamen in der Tasche und doch kein Arzt?

Und was ist mit den Glücklichen, die einen Studienplatz ergattert und nach Jahren harter Arbeit ihr medizinisches Staatsexamen in der Hand halten? Sind Promotion, Facharztausbildung und schließlich die Karriere im Krankenhaus oder die eigene Praxis der einzige Weg für Absolventen? Keineswegs, denn Mediziner sind auch in anderen Berufsrichtungen gefragt. Wer neben dem Interesse für Medizin auch ein Faible fürs Schreiben hat, sollte über Medizinjournalismus nachdenken. Da die Berufsbezeichnung „Journalist“ nicht geschützt ist, darf sich im Prinzip jeder so nennen. Angehenden Wissenschaftsjournalisten ist aber anzuraten, auch als fertige Mediziner noch ein Volontariat bei einer Zeitung oder ein Studium an einer Journalistenschule zu absolvieren. Denn die sprichwörtliche „gute Schreibe“ reicht nicht aus – auch das Texten ist ein Handwerk, dessen Regeln es zu erlernen gilt. Im Anschluss bieten sich Beschäftigungsmöglichkeiten bei Fachzeitschriften, wissenschaftlichen Ressorts von Printmedien, Funk und Fernsehen oder in der Öffentlichkeitsarbeit.
Ein attraktiver Berufsweg für kaufmännisch orientierte Mediziner ist der des Krankenhausmanagers. Als solcher hat er nicht nur die Gesundheit der Patienten, sondern auch die Rentabilität des Krankenhauses als Dienstleistungsbetrieb im Blick. Die Manager kontrollieren das Budget, legen fest, wo investiert und wo eingespart werden muss und sorgen dafür, dass der Betrieb gewinnbringend arbeiten kann. Fertige Mediziner müssen sich in jedem Fall die notwendigen betriebswirtschaftlichen Kenntnisse aneignen. Einige Hochschulen bieten Krankenhausmanagement als spezielles Aufbaustudium oder als Schwerpunkt innerhalb eines BWL-Studiums an.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ausbildungsberufe_im_medizinischen_bereich_es_muss_nicht_immer_der_dr_med_sein_313.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>Maike Kaijo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>313</guid>
		<pubdate>2012-04-12 11:19:48</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Editorial</title>
		<description><![CDATA[Abiturienten der 50er bis 80er Jahre hatten es noch einfach:
Sie wurden entweder Arzt, Jurist, Lehrer oder Pfarrer, und mussten sich weder Sorgen um einen Studienplatz, noch um spätere Berufsaussichten machen.]]></description>
		<text><![CDATA[Das ist, zugegeben, sehr überspitzt formuliert. Aber es veranschaulicht doch den großen Kontrast zu der ungeheuren Vielfalt an Berufs- und Ausbildungswegen, die heutigen Schulabsolventen offen steht. Im Wintersemester 2011/2012 boten allein deutsche Hochschulen 15 278 verschiedene Studiengänge an, 85 Prozent von ihnen enden mit dem Bachelor- beziehungsweise dem Masterabschluss. Dem gegenüber stehen 348 anerkannte Ausbildungs berufe und eine unübersichtliche Vielzahl an Lehrgängen, Kursen, Seminaren oder Jobmöglichkeiten.

Um sich in diesem Dschungel der Möglichkeiten zurechtzufinden, kann ein wenig Orientierungshilfe nicht schaden. Das möchte StudiInfo mit dieser Ausgabe leisten. Im Titelthema „Medizinische Berufe“ schildert eine junge Medizinstudentin ihren Weg von der Ausbildung zur Hebamme bis in den Hörsaal. Junge Freiwillige, die ein Jahr lang Dienst an einer Ganztagsschule leisten, berichten aus ihrem Alltag. Zudem zeigen wir viele Möglichkeiten für junge Menschen, die nicht sofort einen Studienplatz bekommen haben, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken. Auch das „Duale Studium“, also der kombinierte Weg einer Ausbildung plus begleitendem Studium, ist ein großes Thema in diesem Heft.

Eins haben wir bei unseren Recherchen gelernt: Ein einmal eingeschlagener Weg ist niemals eine Sackgasse, stets eröffnen sich weitere Möglichkeiten. Eine ausgebildete Krankenpflegerin studiert am Ende doch noch Medizin. Die Enttäuschung über die Studienplatzsabsage wird durch die vielfältigen Erfahrungen während eines Auslandspraktikums mehr als aufgewogen. Egal, für was sich junge Menschen heute entscheiden: Sie sind, anders als frühere Generationen, damit niemals am Ende ihres Weges angelangt oder für alle Zeiten auf einen Beruf festgelegt. Das ist bei all der Unübersichtlichkeit und Vielfalt die gute Nachricht.

Lust auf noch mehr Wissenswertes zum Thema Studium und Berufswahl? Dann schaut doch mal auf unsere Webseite www.studentenpilot.de.

Viel Spaß beim Lesen und einen guten Start ins Studentenleben wünscht Euch die STUDIInfo-Redaktion.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/editorial_312.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_12_02_big.jpg</image_kl>
		<guid>312</guid>
		<pubdate>2012-04-11 14:20:23</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Auf zu fernen Ufern: Studium im Ausland erweitert die persönlichen und fachlichen Kompetenzen</title>
		<description><![CDATA[Studieren heißt heute mehr als Lernen an der heimischen Hochschule – internationale Mobilität ist gefragt! Längst gehört ein längerer Aufenthalt im Ausland in vielen Branchen zum Anforderungsprofil.]]></description>
		<text><![CDATA[&quot;Ob Auslandssemester, Jahresaufenthalt, Praktikum, Sprachkurs oder Recherchearbeit. Nicht nur fachliche Gründe sprechen für den Blick und den Sprung über den Tellerrand&quot;, weiß die Kampagne 'go out! studieren weltweit' des Deutschen Akademischen Austauschdienstes und des Bundesministerium für Bildung und Forschung. Sie möchte Studierende motivieren, etwas zu wagen. Auslandserfahrung ist heute zum wichtigen Bestandteil der Vita eines Bewerbers geworden. In vielen Berufen sind im Zeichen der Globalisierung international erfahrene Mitarbeiter gefragt – „kulturelle Kompetenz“ heißt das Zauberwort. Nicht nur die fachliche Seite profitiert von einem Auslandsaufenthalt. Übereinstimmend berichten Studierende vom persönlichen Gewinn. Wer in einem fremden Kulturkreis gelebt und neue Menschen kennen gelernt hat, kann ein großes Plus an Lebenserfahrung vorweisen.

Du bist nicht allein!

Bei der Organisation eines Auslandsaufenthalts ist niemand auf sich alleine gestellt: Viele Anlaufstellen helfen Studenten, das Auslandsstudium oder -semester zu realisieren. An erster Stelle steht die Frage, in welchem Land man studieren möchte. USA, Kanada, England, Australien, Neuseeland, Japan, Frankreich, Spanien, Schweden, Schweiz oder die Niederlande gehören zu den gefragtesten und begehrtesten Reisezielen. Argumente für und wider ein Land sind unter anderem abhängig von den Zielen jedes Einzelnen. Wer eine Fremdsprache studiert, sollte natürlich dort einen Auslandsaufenthalt absolvieren, wo diese Sprache gesprochen wird. Oder locken Studiengänge, die nicht NC-beschränkt sind, in die Fremde? Das sind Fragen, die es zu klären gilt, um einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen.

Planung ist alles

Als nächstes steht die Wahl der richtigen Universität auf dem Programm, und ein Zeitplan muss erstellt werden: Will man nur ein Auslandssemester absolvieren, oder soll das komplette Studium bis zum Abschluss durchgezogen werden? Erste Anlaufstelle für solche Fragen ist das Akademische Auslandsamt (Forgein Office) der Hochschulen. Dort gibt es umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten. Natürlich können und sollten auch Kommilitonen gefragt werden, die bereits einen längeren Auslandsaufenthalt hinter sich haben – Erfahrungsberichte können bei der Entscheidung ungemein hilfreich sein, ob und wo jemand im Ausland studieren möchte. Mittlerweile stillen auch zahlreiche Internetportale, etwa www.daad.de (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), www.kmk-pad.org (Pädagogischer Austauschdienst), www.college-contact.com oder www.auslandsstudium.net, die erste Neugier bei Fernweh. Dort gibt es oft auch Auskünfte zu Programmen wie ERASMUS, Informationen zu Stipendien und Studienangeboten, detaillierte Erfahrungsberichte und Checklisten.

Wohngemeinschaften üblich?

Bevor die Koffer gepackt werden, sollte bereits die Unterkunft organisiert werden. Nicht in jedem Land sind Wohngemeinschaften üblich. Daher empfiehlt es sich, vorher schon einmal abzuklären, welche Möglichkeiten zur Auswahl stehen. In den meisten Fällen sind Wohnheime die einfachste Lösung. Die Zimmer sind in der Regel möbliert, so dass kein Inventar benötigt wird – und günstiger als eine eigene Wohnung ist es allemal.

Förderprogramme und Stipendien

Apropos Geld: Der Aufenthalt im Ausland muss selbstverständlich finanziert werden. Förderprogramme und Stipendien erleichtern das Studium in der Fremde erheblich, aber nicht jeder erfüllt die dafür nötigen Anforderungen und Voraussetzungen. Oft gibt es allerdings die Möglichkeit, Ausland-BaföG zu beantragen. Wer in Deutschland BaföG bekommt, kann seine Ansprüche in der Regel auch im Ausland geltend machen. Das Portal www.studis-online.de rät: „Wer im Inland nur deshalb kein BAföG erhält, weil seine Eltern zu viel verdienen, sollte es auf jeden Fall mit einem Antrag auf Auslandsförderung versuchen, weil die Förderbeträge höher sind, als im Inland.“
 
Alles klar?

Dann kann‘s ja losgehen. Noch ein Tipp: Es ist immer gut, sich schon vor Beginn der Reise mit den entsprechenden Landesgepflogenheiten, Sitten und kulturellen Eigenheiten vertraut zu machen. Das kann einem so manche Peinlichkeit ersparen. ]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/auf_zu_fernen_ufern_studium_im_ausland_erweitert_die_persoenlichen_und_fachlichen_kompetenzen_311.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_7235.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>311</guid>
		<pubdate>2011-11-03 17:21:33</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Info: Alternative Bundesfreiwilligendienst - Bundesfreiwilligendienst ersetzt Zivildienst</title>
		<description><![CDATA[Am 1. Juli 2011 startete der Bundesfreiwilligendienst (BFD). Dieser soll den Zivildienst ersetzen, der mit dem Aussetzen der Wehrpflicht wegfällt. Der neue Freiwilligendienst möchte auch Frauen und Senioren ansprechen. Nach oben hin gibt es keine Altersgrenze. Bisherige soziale Angebote, wie das Freiwillige Soziale Jahr und das Freiwillige Ökologische Jahr, bleiben weiter bestehen. ]]></description>
		<text><![CDATA[Künftig sollen 35.000 Männer und Frauen nach Ende der Schulpflicht für den neuen Freiwilligendienst gewonnen werden. Die Aufgaben sind identisch mit denen im Rahmen des Zivildienstes: Der BFD kann in sozialen und ökologischen Gebieten geleistet werden.

Die nach dem Zivildienstgesetz bereits anerkannten Beschäftigungsstellen gelten auch weiterhin für den BFD. Das nun mit erweiterten Aufgaben betraute und umbenannte Bundesamt für Zivildienst erkennt zudem neue Einsatzplätze an, und zwar auch in weiteren Bereichen wie beispielsweise Sport, Integration oder Kultur. Das Amt heißt nun Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben. Der Bundesfreiwilligendienst wird durch Seminare begleitet.

Er wird selbstverständlich als Wartezeit angerechnet und bei der Studienplatzvergabe berücksichtigt.

Dauer und Entgelt

Der Bundesfreiwilligendienst kann von der Dauer flexibel gestaltet werden. Vorgesehen ist eine Regeldauer von einem Jahr. Möglich sind jedoch auch sechs Monate. 

Maximal darf der Freiwilligendienst zwei Jahre dauern. Aktuell gibt es eine Obergrenze für das Taschengeld beziehungsweise Entgelt in Höhe von 330 Euro. Die Freiwilligen sind sozialversichert. Außerdem werden Unterkunft, Verpflegung und Arbeitskleidung in vielen Fällen von den Anbietern gestellt oder übernommen.

Alternative - Freiwilliges Soziales Jahr

Im Ausland kann der Bundesfreiwilligendienst nicht abgeleistet werden. Allerdings bleibt die Alternative, ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) jenseits der Grenze zu absolvieren. Der BFD wirbt überdies dafür, auch im Rahmen einer Au-pair-Tätigkeit Erfahrungen im Ausland zu sammeln. Ein noch ziemlich junges Projekt ist der Internationale Jugendfreiwilligendienst (IJFD). Dabei „können Jugendliche in bestimmten, zugelassenen Organisationen Freiwilligenarbeit im Ausland leisten“, heißt es auf der Internetseite des BFD.

Hier gibt es Informationen

Eine umfangreiche, nach Postleitzahlen sortierte Stellenbörse finden Interessierte auf der Internetseite des BFD (www.bundesfreiwilligendienst.de). Darüber hinaus informieren viele, bundesweit agierende Einrichtungen, in welchen Aufgabenfeldern engagierte Hilfskräfte gesucht werden. 

www.malteser-freiwilligendienste.de

Die Malteser geben Auskunft über Aufgabenfelder, Konditionen und Leistungen und stellen Erfahrungsberichte zur Verfügung.

www.drk.de

In einer eigenen Stellenbörse verschafft auch das Deutsche Rote Kreuz einen Überblick über die Möglichkeiten, das BFD oder das FSJ zu absolvieren.

www.caritas-jobs.de

Auch bei der Caritas haben Interessierte die Chance, den Bundesfreiwilligendienst zu leisten oder auch ein Vorpraktikum zu machen.

www.asb.de/bundesfreiwilligendienst-fuer-jung-und-alt.html

Der Arbeiter-Samariter-Bund teilt – wie andere Institutionen auch – den Bundesfreiwilligendienst in die Altersgruppen 16 bis 26 Jahre und 27 bis 99 Jahre. Alle Informationen gibt es im Netz.

www.awo-freiwillich.de

Erfahrungsberichte, Einsatzstellenbörse, Übersichtskarte und viele Informationen rund um das freiwillige Engagement bietet auch die AWO auf einer eigenen Homepage.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/info_alternative_bundesfreiwilligendienst_-_bundesfreiwilligendienst_ersetzt_zivildienst_310.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_1495.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>310</guid>
		<pubdate>2011-11-03 17:16:41</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Rechtzeitig Alternativen erkennen: „Lotteriespiel“ Studienplatzvergabe</title>
		<description><![CDATA[Eigentlich bedeutet NC („Numerus Clausus“) ja nur, dass die Anzahl der Studienplätze für ein bestimmtes Fach begrenzt ist. In der Realität aber steht dieser Begriff längst für ein komplexes Auswahlverfahren, das niemand mehr so recht durchblickt. Fest steht nur, dass es wesentlich mehr Anwärter als Studienplätze gibt. Und dass die Anzahl der Abiturienten in den kommenden Jahren noch steigen wird. Wie reagieren die Hochschulen auf die veränderte Situation? Und was ist zu tun, um die besten Chancen auf einen Studienplatz zu wahren?]]></description>
		<text><![CDATA[Nach dem Saarland (2009) und Hamburg (2010) haben dieses Jahr Bayern und Niedersachsen ihren doppelten Abitursjahrgang verabschiedet. 2013 wird auch Nordrhein-Westfalen ihrem Beispiel folgen. Schon jetzt scheinen die Universitäten ihr Kapazitätsgrenze erreicht zu haben. „Mit knapp einer halben Million Erstsemester könnte es in diesem Jahr so viele Erstsemster geben wie nie zuvor“, spekulierte die Süddeutsche Zeitung im Sommer. In einer aktuellen Studie der Hochschulexperten von CHE Consult heißt es, die Planzahlen des Bundes und der Länder bis 2015 seien um 216.000 Studienanfänger zu niedrig angesetzt. Statt eines Zuwachses von zusätzlichen 275.000 Studienanfänger müssten in den nächsten drei Jahren annähernd doppelt so viele Erstsemster erwartet werden. Hinzu kommt die ersatzlose Streichung der Wehrpflicht: In einer im September 2010 im Spiegel veröffentlichten Studie von Ulrich Meyer, Statistiker der Hamburger Wissenschaftsbehörde, wurde davon ausgegangen, dass weitere 60.000 junge Männer früher in akademische Ausbildungen entlassen werden würden als angenommen. Die Realität scheint Schwarzmalern Recht zu geben: So bewarben sich für das Wintersemester 2011/12 beispielsweise allein an der Westfälischen WilhelmsUniversität Münster rund 57.600 Anwärter auf 5.490 (eine Quote von 105:1) Studienplätze gegenüber 38.500 Bewerbern für 4.850 Plätze im Vorjahr.

Die Bundesregierung reagierte, indem sie mit dem Hochschulpakt II Milliarden für den Ausbau der Universitäten und Technischen Hochschulen bereitstellte. Zugleich bemüht sich die Stiftung für Hochschulzulassung, das System der Studienplatzvergabe zu vereinfachen.

Bereit sein ist alles

„Man sollte das nicht überbewerten. Es ist ja nicht so, als ob wir die Umstellung nicht hätten kommen sehen“, beruhigt Peter Wichmann von der Pressestelle der Universität Münster. Immerhin seien in Reaktion auf den Hochschulpakt II schon wieder 800 neue Studienplätze geschaffen worden, und für die besonders gefragten Fächer, wie etwa Betriebswirtschaftslehre (BWL), Jura, Kommunikationswissenschaften oder Psychologie, könnten bis 2016 insgesamt 3200 neue Plätze eingerichtet werden. Um die Qualität der Lehre bei steigenden Studentenzahlen weiterhin zu gewährleisten, seien auch neue Lehrräume sowie die Anschaffung neuer Exemplare der wichtigsten Lehrbücher und die Einrichtung weiterer befristeter Lehrstellen vorgesehen. „Bei einigen Fächern ist der Numerus Clausus zwar leicht angehoben worden. Aber im Grunde sind wir auf die neue Situation vorbereitet“, betont Wichmann. Immerhin sei auch die hohe Bewerberzahl nicht absolut zu sehen. Vielmehr würden sich die meisten Studenten für ihren Studiengang gleich an mehreren Universitäten bewerben, um ihre Chancen zu erhöhen. Trotzdem sei es klug, bei jeder Bewerbung zwei alternative Studiengänge und unterschiedliche Fächerkombinationen anzugeben.

Das Dialogorientierte Verfahren: 
Notwendig, aber nicht einsatzbereit

Die Hoffnungen ruhen auf dem Dialogorientierten Verfahren, das im Mai 2010 in Kraft gesetzt wurde: Nachdem bislang von der Stiftung für Hochschulzulassung nur die Studienplätze für Human-, Tier- und Zahnmedizin sowie Pharmazie vergeben wurden, soll nun auch die Vergabe der örtlich zugangsbeschränkten Fächer durch das Portal hochschulstart.de koordiniert werden. Hierdurch werden Bewerber und Sachbearbeiter gleichermaßen von der zeit- und nervenraubenden Prozedur der Nachrückverfahren entlastet. 
 
Alle Bewerber können sich künftig neben der Bewerbung an den Hochschulen selbst auch unter www.hochschulstart.de bei ihren favorisierten Universitäten bewerben. Die Studienplatzvergabe erfolgt dann systematisch in mehreren Koordinations- und Entscheidungsphasen; wer seinen Studienplatz einmal angenommen hat, wird aus dem Verfahren gelöscht, was die weitere Verteilung vereinfacht. „Wichtig ist natürlich, dass möglichst viele Hochschulen teilnehmen, sonst bleibt die Reform wirkungslos“, so Peter Wichmann. Allerdings ist das Verteilungsprogramm, das eigentlich für das kommende Wintersemester in Betrieb genommen werden sollte, noch nicht einsatzbereit. Vorläufig gilt es also noch, sich bei jeder Uni einzeln zu bewerben – lediglich die medizinischen Studiengänge und Pharmazie werden ausschließlich von der Stiftung vergeben.
 
Und wenn es doch nicht klappt

Dass eine Bewerbung nicht zum Erfolg führt, bedeutet natürlich nicht automatisch, dass das erstrebte Fachstudium in unerreichbare Ferne rückt. Ein Fach wie etwa Physik oder Chemie, das an einer Hochschule durch den NC beschränkt wird, kann schon an der nächsten zulassungsfrei sein. Für alle Fälle bieten die meisten Universitäten in ihrer Zentralen Studienberatung (ZSB) Information und Beratung zu möglichen Alternativen an. Wer aber partout an seinem Wunschstudiengang festhalten möchte, sollte sich auf ein oder mehrere Wartesemester einstellen. Dabei gilt: Je mehr Anwärter auf einen Studiengang, desto länger muss jeder einzelne auf seinen Studienplatz warten. Gezählt wird die komplette Zeit ab dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung (Abitur), auch Auslandssemester werden angerechnet. Lediglich bereits in Deutschland absolvierte Semester werden abgezogen.

Wartesemster sinnvoll planen

Und natürlich müssen und sollten die Wartesemester nicht einfach „abgesessen“ werden: Vielmehr bietet eine berufliche Ausbildung eine gute Wissens- und Arbeitsbasis für viele akademische Fächer. So kann eine Lehre zur/zum Bankkauffrau/-mann eine wertvolle Grundlage für ein späteres BWL- oder VWL-Studium sein. Auch im Bereich Medizin können in einer Ausbildung, zum Beispiel zum Rettungssanitäter, zur Krankenschwester oder in einem Pflegeberuf, Erfahrungen und Fachkenntnisse gewonnen werden, die an der Hochschule Gold wert sind. Außerdem müssen so vereinzelte Leistungsnachweise und Praxiszeiten, die sonst durch ein zeitraubendes Praktikum zu erbringen wären, „umgangen“ werden. Wer sich spezialisieren möchte, etwa auf Zahnmedizin, sollte sich selbstverständlich auf Stellen in diesem Bereich bewerben. Mitunter hilft auch ein handwerklicher Beruf, den akademischen Weg zum Diplom-Ingenieur einzuschlagen. Maschinenbauern oder Architekten kommt eine praktische Vorbildung garantiert zugute. Eine voruniversitäre Berufsausbildung hat übrigens einen weiteren Vorteil: In dieser Zeit können schon einmal finanzielle Ressourcen geschaffen werden, um sich ein „weicheres Polster“ für die Studienzeit zu schaffen.

Wer eine Sprache studieren möchte, der sollte seine Kenntnisse mit einem Jahr Au-pair, Work &amp; Travel oder bei karikativen Einrichtungen im Ausland erweitern. Diese Alternativen sind äußert attraktiv, schließlich bieten sie nicht nur die Chance, aufregende, neue Kulturen kennen zu lernen, sondern dabei auch noch Geld zu verdienen. Von der Vergütung können zwar keine „Luftsprünge“ gemacht werden, aber häufig reicht es, sich den Aufenthalt größtenteils zu finanzieren. Gute Planung ist dabei natürlich entscheidend, denn der Zeitaufwand für Arbeiten und Reisen sollte in einem fairen Verhältnis stehen. Im Internet stößt man auf viele Anbieter, die Work &amp; Travel-Reisen organisieren. Der Service ist zwar praktisch, da Profis am Werk sind, ist in der Regel allerdings auch mit Kosten verbunden. Auch für Au-pair-Programme kann Auslandserfahrung gesammelt werden. Im Internet tummeln sich zahlreiche professionelle Anbieter, die in der Regel Vermittlungsgebühren erheben. Wer über Au-pair-Kontaktbörsen nach einer Gastfamilie sucht, sollte ebenfalls die Nutzungsbedingungen genau lesen, um Kostenfallen zu entgehen. Wichtige Tipps und eine Liste renommierter Vermittleragenturen bietet die Plattform www.world-of-xchange.de. Selbstverständlich bleibt auch trotz der Abschaffung der Wehrpflicht die Möglichkeit bestehen, zur Überbrückung der Wartezeit den Bundesfreiwilligen Dienst oder ein Freiwilliges Soziales Jahr zu absolvieren (siehe Infokasten Seite 13) und sich dort soziale Kompetenzen anzueignen, die in der heutigen Berufswelt – egal in welcher Branche – verstärkt gefordert werden.

Keine Angst vor Plan B

Letzten Endes kann es auch nicht schaden, einen Plan B parat zu haben. Wer unter keinen Umständen mit dem Beginn eines Studiums warten möchte, hat die Wahl, sich für ein anderes Fach zu bewerben, in dem die Aussichten, einen Studienplatz zu bekommen, besser sind. Des Weiteren gibt es Studiengänge, die keinen NC haben. Der Vorteil: Zulassungsfreie Fächer bedeuten quasi eine Studienplatzgarantie, sofern eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) vorliegt und die Bewerbung fristgerecht erfolgt. In seltenen Fällen ist es sogar möglich, dass das Wunschfach, das in den Städten erster Wahl einen NC hat, an einem anderen Standort zulassungsfrei ist. Also Augen offen halten und flexibel sein. Klar ist es toll, in einer interessanten Stadt zu studieren, aber wenn es anderswo sofort losgehen kann, lohnt es sich, die Vor- und Nachteile genau abzuwägen. In diesem Zusammenhang sollte nicht unterschätzt werden, dass gerade an vermeintlich unattraktiven Orten die Lehrbedingungen besser sein könnten, da dort die Studentenzahl vermutlich niedriger ausfällt und somit auch die Hörsäle und Seminare nicht bis auf den letzten Platz überfüllt sind. Außerdem: An kleineren Universitäten verschwindet der Einzelne nicht so schnell in der Anonymität der Masse, der Umgang ist persönlicher und auch der Kontakt zu den Dozenten ist einfacher herzustellen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/rechtzeitig_alternativen_erkennen_lotteriespiel_studienplatzvergabe_309.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>Malte Wulf</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_2793.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>309</guid>
		<pubdate>2011-11-03 17:11:57</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Verbessere deine Chancen auf einen Studienplatz durch einen Medizinertest</title>
		<description><![CDATA[1997 abgeschafft, erlebt der Medizinertest eine Renaissance. Zahlreiche Hochschulen haben die Prüfung wieder eingeführt, um einen Teil ihrer Bewerber selbst auszuwählen. Die Teilnahme am Test ist freiwillig. 
Das Ergebnis kann jedoch die Platzierung in den hochschuleigenen Ranglisten verbessern und wird mit der Abiturnote verrechnet, jede Universität legt dafür einen eigenen Schlüssel fest.]]></description>
		<text><![CDATA[Für angehende Medizinstudenten ist der freiwillige Test für medizinische Studiengänge (TMS) somit eine gute Möglichkeit, ihre Chancen auf einen der begehrten Studienplätze zu verbessern. Jeder Kandidat darf nur einmal teilnehmen. Abgefragt wird kein medizinisches Fachwissen. Der Test prüft, inwieweit die Kandidaten über die Fähigkeiten verfügen, die für den Studienerfolg in medizinischen Fächern erforderlich sind.

Wer sich für ein Studium an der medizinischen Fakultät der Universitäten Bochum, Erlangen-Nürnberg, Freiburg, Heidelberg, Heidelberg/Mannheim, Leipzig, Lübeck, Mainz, Tübingen und Ulm sowie an den zahnmedizinischen Fakultäten der Universitäten Freiburg, Heidelberg, Mainz, Ulm und Tübingen interessiert, kann mit der Teilnahme am freiwilligen Medizinertest seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Je nach Fakultät fließen die Leistungen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze ein. Mit dem Testergebnis und der Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich angehende Mediziner zunächst bei der Stiftung für Hochschulzulassung (ehemals ZVS) und je nach Vorgabe der einzelnen Hochschule parallell bei der gewünschten Universität. Grundsätzlich müssen sich Interessierte über hochschulstart.de für die Fächer Medizin, Pharmazie, Tiermedizin und Zahnmedizin bewerben.

An dem von der ITB-Consulting GmbH entwickelten Test kann jeder teilnehmen, der über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt oder diese im laufenden oder darauffolgenden Schuljahr erhält. Außerdem darf der TMS in Deutschland noch nicht absolviert worden sein. Gefragt sind das Grundverständnis für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit und eine rasche Auffassungsgabe – wichtige Voraussetzungen für das spätere Studium. In den Aufgaben müssen beispielsweise Muster zugeordnet, medizinische oder naturwissenschaftliche Sachverhalte nachvollzogen oder Diagramme und Tabellen interpretiert werden. Auch mathematische Sachaufgaben gehören zum Testspektrum. 

Gute Aussichten durch gründliche Vorbereitung

Eine gründliche Vorbereitung lohnt sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft – auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Es ist von Vorteil, wenn man nicht nur weiß, wie der Testtag abläuft, sondern auch, welche Bearbeitungsstrategien bei den verschiedenen Aufgabengruppen hilfreich sind. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite www.tms-info.org wird unter dem Navigationspunkt „Vorbereitung“ eine Informationsbroschüre zum Download angeboten. Interessenten erfahren mehr über die Art der einzelnen Aufgaben, können anhand der vorgestellten Beispiele üben und erhalten Tipps zur Lösung von verschiedenen Aufgaben.

Außerdem bietet der Medizinertest-Entwickler ITB Consulting mit dem Vorbereitungsportal www.medizinertest-vorbereitung.de eine weitere Möglichkeit, die Chancen auf ein gutes Abschneiden zu erhöhen. Gegen Gebühr können dort zwei komplette Versionen früherer Tests genutzt werden, um den Ernstfall zu simulieren. Der Vorteil: über 360 authentische Aufgaben und im Anschluss eine ausführliche Rückmeldung zu der Leistung unter Berücksichtigung der echten Bewertungskriterien.

Der Test findet einmal jährlich, in der Regel Anfang Mai, an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Bis Mitte Januar laufen die Anmeldungen, Ende Juni/Anfang Juli gibt es die Ergebnisse.

Nähere Informationen

www.tms-info.org
www.hochschulstart.de

sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/verbessere_deine_chancen_auf_einen_studienplatz_durch_einen_medizinertest_308.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_7634.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>308</guid>
		<pubdate>2011-11-03 17:04:11</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder Auslandspraktikum - Schon vor dem Studium durchstarten</title>
		<description><![CDATA[Das Abiturzeugnis in der Tasche und sich mit Feuereifer in das Human-, Tier- (nur im Wintersemester möglich) oder Zahnmedizinstudium stürzen? Das gelingt sicherlich nur den Wenigsten. „Wartezeit für Medizin steigt weiter!“, meldet der Studienberater Medizin auf seiner Homepage. Wer seinen Traum realisieren und Arzt werden möchte, braucht meist Durchhaltevermögen und Geduld.]]></description>
		<text><![CDATA[Lange Wartezeiten vor dem Medizinstudium sind nicht die Ausnahme, sondern eher die Regel. Vorsemesterkurse, Auslandpraktika oder gar eine Ausbildung in einem medizinischen Beruf helfen, diese Zeit sinnvoll zu überbrücken.

Hilfreich sind Wartesemester

Neben der Abi-Note sind die Wartesemester ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz. Die Wartezeit wird nach der Zahl der Halbjahre berechnet, die seit dem Erwerb der Studienberechtigung mit dem Abitur verstrichen sind. Nicht eingerechnet werden Semester, die Bewerber bereits an einer deutschen Hochschule eingeschrieben waren. Die Semester werden nämlich als so genanntes Parkstudium gewertet und von der Wartezeit abgezogen. „Wer also meint, während der Wartezeit auf sein eigentlich gewünschtes Studienfach bereits ein anderes, möglicherweise verwandtes Fach studieren zu können, verhält sich – bewerbungstaktisch gesehen – unklug, weil er in diesen Semestern keine Wartezeit ansammelt“, schreibt hochschulstart.de.

Vorsemester- und Intensivkurse können gute Möglichkeiten sein, die Wartezeit auf das Traumstudium sinnvoll zu nutzen. Diese Kurse werden beispielsweise vom Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln angeboten. Dieser viermonatige Unterricht ist zwar mit Kosten verbunden, deckt dafür aber ein breites Spektrum ab und ist sehr umfangreich. Vorteil ist, dass eventuelle Lücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und damit gute Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium geschaffen werden. Das Vorsemester Medizin vermittelt biomedizinisches Basiswissen und naturwissenschaftliche Grundlagen.

Wartezeit sinnvoll überbrücken

Vorkurse, die sich meist nur über ein bis zwei Wochen erstrecken, bot zuletzt zum Beispiel die Ruhr-Universität Bochum an. In Intensiv-Seminaren wird das Schulwissen in Biologie, Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt. Dort waren ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten von anderen Universitäten zur Teilnahme eingeladen worden.

Für alle, die länger auf ihren Studienplatz warten müssen, empfiehlt es sich, die Wartezeit mit einer Ausbildung zu überbrücken, die Grundlagenkenntnisse für den späteren Beruf vermittelt und für das Medizinstudium angerechnet werden kann. Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Neben Notärzten sind vor allem Rettungsassistenten und -sanitäter für die Versorgung von Notfallpatienten verantwortlich. Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten. Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer, da er am Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführt sowie den Notarzt bei der Behandlung unterstützt.

Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung: Zum einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und seinen Berufswunsch überprüfen. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein dreimonatiges (90 Tage) Krankenpflegepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt, werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpflege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert zwei Semester. Die Ausbildung schließt naturwissenschaftliche Lücken und vermittelt medizinische Grundlagen in Fächern wie Histologie, Anatomie, Physiologie und Mikrobiologie. Auch beliebt ist die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig seinen Lebenslauf um eine interessante Facette zu bereichern, ist ein medizinisches Praktikum im Ausland. Unternehmen organisieren gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt in Krankenhäusern in China, Indien, Mexiko und vielen anderen Ländern. In der Regel erkennen die deutschen Universitäten diesen Auslandsaufenthalt als Pflegepraktikum an.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vorsemester-kurse_ausbildung_oder_auslandspraktikum_-_schon_vor_dem_studium_durchstarten_307.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_8845.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>307</guid>
		<pubdate>2011-11-03 16:59:42</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ausbildungsberufe sind attraktive  Alternativen – oder eine gute Vorbereitung</title>
		<description><![CDATA[Wenn das Auto nicht mehr „rund läuft“, dann wird es in der Reparaturwerkstatt abgegeben. Dort schrauben und hantieren erfahrene Mechaniker daran herum, bis der Makel behoben ist. Mit dem mensch-
lichen Körper ist es ähnlich – und doch ganz anders. Der (erfolgreichen) Behandlung von Krankheiten und Verletzungen wohnt immer ein kleiner Zauber inne.]]></description>
		<text><![CDATA[Ärzte genießen im gesellschaftlichen Ansehen daher einen hohen Stellenwert. Kein Wunder, dass der Job für Abiturienten besonders attraktiv ist. Eben darin liegt das Problem: Es gibt ungleich mehr Bewerber für das Fach Medizin als Studienplätze. Aber der Einstieg in die Gesundheitsbranche geht auch anders, es gibt spannende Alternativen zum klassischen Arztberuf. Der gerade Weg ist nicht immer der schnellste. Wer eine medizinische Karriere anstrebt, muss nicht unbedingt eine akademische Ausbildung zum „Onkel Doktor“ absolvieren. Die Chancen, einen der begehrten Studienplätze zu bekommen, stehen sowieso bei rund 1:5 oder schlechter. Im Wintersemester 2010/11 verzeichnete die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) mehr als viereinhalb Bewerber pro Studienplatz. Ein Jahr später hat sich das Angebot laut hochschulstart.de mit 8753 zu vergebenen Studienplätzen an 34 Universitäten im Fach Medizin im Vergleich zum Vorjahr nur unwesentlich erhöht – die Zahl der potenziellen Erstsemester hat sich durch doppelte Abiturjahrgänge und das Aussetzen der Wehrpflicht hingegen deutlich erhöht. Da wird die Vergabe trotz NC zum Glücksspiel. 

Wem Fortuna hold ist, der darf dann in den nächsten Jahren im Hörsaal Vorlesungen über Anatomie und Co. besuchen, im Labor die Wunder der Bio-Chemie entdecken oder an Leichen Operationstechniken ausprobieren. Aber ist das für jeden wirklich das Richtige? Früher waren Zivildienst oder das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) wichtige Entscheidungshilfen. Viele der heutigen Mediziner erkannten erst in dieser Zeit ihren innigsten Berufswunsch. Ebenso konnten die Erfahrungen den umgekehrten Effekt haben: Wer mit dem Gedanken spielte, Medizin zu studieren, nutzte die Tätigkeit im Pflegebereich oder in einer Rettungswache, um zu testen, ob dies das passende Arbeitsumfeld ist. Diese „Testphase“ ist nur noch auf freiwilliger Basis möglich. Und so kann es sein, dass mehr Studenten während ihrer ersten Semester feststellen, dass ihre Zukunft nicht im medizinischen Bereich liegt – dann war dieser Studienplatz „verloren“.

Der Beruf des Heilerziehungspflegers

Daher sollten Alternativen nicht von vorn herein ausgeschlossen werden. Der Beruf des Heilerziehungspflegers etwa ist ein spannender Einstieg in das Gesundheitswesen. Lars Zimny prägte die Erfahrung während seines Zivildienstes, in dem er behinderte Kinder in der Schule und im häuslichen Bereich betreute. „Danach wusste ich, dass ich einen Pflegeberuf erlernen würde“, blickt der heute 32-Jährige zurück. Am Siegener Berufskolleg AHS begann er seine dreijährige Ausbildung zum staatlich anerkannten Heilerziehungspfleger. In den ersten beiden Jahren erhielt er das theoretische Rüstzeug, das er im sich anschließenden einjährigen Berufspraktikum anwenden und vertiefen konnte. „Alles in allem eine sehr praxisnahe Ausbildung“, bilanziert er. Zum einen gab es da den Schwerpunkt Pflege, in dem zum Beispiel Lagerungstechniken und Krankenbilder vermittelt wurden. Auch Anamnese und das Ermitteln von Ressourcen, um Ansätze zur Hilfe zu entwickeln, standen auf dem Lehrplan.

Weitere Berufserfahrung sinnvoll

Nach seinem erfolgreichen Abschluss sammelte er weiter Berufserfahrung. Im Hinterkopf spukte indes die Idee, sich weiter zu bilden, den nächsten Schritt zu tun. Den wagte er zwei Jahre später, als er seine zweite, berufsbegleitende Ausbildung zum Heilpädagogen begann. „Das hätte ich auch studieren können“, sagt Lars, aber persönliche Gründe sprachen für die erste Option. „Allerdings habe ich erlebt, dass einige meiner Ausbildungskollegen später an die Universität gewechselt sind.“ Über den „Umweg“ Ausbildung erfüllt sich so mancher seinen Wunsch, doch noch Medizin zu studieren. Schließlich wird die Ausbildung als Wartezeit angerechnet, und die gesammelten Berufserfahrungen sind für das Studium unbezahlbar.

Arzt zu werden, war allerdings nicht Lars’ Ziel. „Was ich jetzt mache, er füllt mich voll und ganz.“ Auch die Prüfung zum Heilpädagogen hat er mittlerweile erfolgreich abgeschlossen – ein wichtiger Meilenstein für seine Karriere. „Aufgrund des demografischen Wandels und der zunehmenden Krankheiten durch soziale Umwelteinflüsse, sind die Jobchancen als Heilerziehungspfleger recht gut“, weiß er. „Aber um eine leitende Stellung einzunehmen, ist die Ausbildung oder das Studium zum Heilpädagogen fast obligatorisch.“ Dafür wird übrigens eine schon abgeschlossene Ausbildung verlangt.
 
Geduld zahlt sich immer aus

Lars hat es geschafft. Seit einem Jahr ist er Leiter einer Wohngruppe für Menschen mit Behinderung. Ziel der Einrichtung es, nicht nur eine Betreuung anzubieten, sondern mit den Bewohnern (stationär) und Nutzern (ambulant) Konzepte zu erarbeiten, damit sie ein eigenständigeres Leben führen können. „Das beginnt mit dem täglichen Aufstehen, um zur Arbeit zu gehen, bis hin zur Selbstorganisation im Wohnbereich“, erklärt Lars. Das erfordert ein hohes Maß an Geduld. „Die ist in diesem Job generell gefragt.“ Weitere Soft Skills, die im Pflegedienst verlangt werden, seien Motivation, Flexibilität, Einsatzwille und Teamfähigkeit. Auch Empathie gehöre, so seine Erfahrung, zum Anforderungsprofil. „Allerdings muss man auch lernen, abzuschalten und nicht alles an sich herankommen zu lassen. Trotz der besonderen Beziehung, die mit vielen Patienten und Bewohnern aufgebaut wird, ist es notwendig, eine emotionale Distanz zu wahren“, empfiehlt Lars zum Selbstschutz – ein Rat, der für Fachkräfte im Gesundheitswesen allgemein gilt und ein Faktor, den sowohl angehende Auszubildende als auch Studenten in Hinblick auf ihre beruflichen Perspektiven berücksichtigen sollten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ausbildungsberufe_sind_attraktive_alternativen_oder_eine_gute_vorbereitung_306.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_12_01.pdf</pdf>
		<author>Tim Lehmann</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012_6934.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_sose_2012.jpg</image_kl>
		<guid>306</guid>
		<pubdate>2011-11-03 16:40:59</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren bei den Eidgenossen: Der Berg ruft!</title>
		<description><![CDATA[Französisch, Italienisch oder doch lieber Deutsch? Wer in der Schweiz studieren will, hat in puncto Sprache die Qual der Wahl. Zudem sind die Hochschulen des Alpenlandes bekannt für ihr hohes Niveau.]]></description>
		<text><![CDATA[Ein Gastsemester im Alpenland während eines Studiums in Deutschland bedarf keiner langfristigen Planung – anders als ein Vollzeitstudium. Trotz der damit verbundenen Kosten, lohnt der Aufenthalt, um das Land kennen zu lernen. Eine weitere, beliebte Möglichkeit ist ein Aufbaustudium nach einem Hochschulabschluss. In jedem Fall ist es ratsam, sich vorherdarüber zu informieren, welche Leistungen und Abschlüsse auch in Deutschland anerkannt werden. Geht es um Studiengänge, die mit einer Hochschulprüfung (Magister oder Diplom) abgeschlossen werden, geben die Prüfungsämter der deutschen Universitäten Auskunft. Landesprüfungsämter sind die richtige Adresse, wenn es um Staatsprüfungen geht.

Verschiedene Hochschulen nehmen in manchen Studiengängen nur eine begrenzte Anzahl ausländischer Studenten auf. Medizinische Studienfächer werden derzeit allerdings nicht an ausländische Studenten vergeben. Für die Aufnahmeverfahren sind die einzelnen Unis selbst zuständig. Vor der Bewerbung sollten sich Studenten daher über die individuellen Zugangsvoraussetzungen, zum Beispiel besondere Sprachanforderungen, informieren. Da das Schweizer Abitur mit höheren Anforderungen verbunden ist als das deutsche, reicht einigen Unis eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung nicht aus. In diesem Fall kann eine schweizerische oder kantonale Maturitätsprüfung abgelegt werden.

Um ein Visum für die Zeit des Studiums beantragen zu können, ist ein gültiger Reisepass notwendig. Für eine längerfristige Aufenthaltsbescheinigung ist jedoch eine Aufnahmebestätigung der Schweizer Hochschule sowie ein Nachweis ausreichender &amp;#64257;nanzieller Mittel notwendig. Für den Krankheitsfall sollte eine European Health Insurance Card (EHIC) bei der jeweiligen Krankenkasse beantragt werden. So sind im Bedarfsfall eine stationäre Behandlung sowie der Medikamentenerwerb in der Schweiz gesichert.

Auch ausländische Studierende müssen in der Schweiz Studiengebühren bezahlen. Trotz hoher Schwankungen zwischen den Hochschulen, sollte mit etwa 400 Euro pro Semester gerechnet werden. Wer nachweislich in einer &amp;#64257;nanziell schwierigen Lage steckt, wird an manchen Universitäten von den Studiengebühren befreit. Außerdem können während des Aufenthalts Teilstipendien von Universitäten oder Organisationen, Stiftungsgelder und Auslandsbafög aus Deutschland beantragt oder geltend gemacht werden, und auch über kantonale Stipendien kann das Studium (teil-)&amp;#64257;nanziert werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_bei_den_eidgenossen_der_berg_ruft_305.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_11_02.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo-ws-2011.jpg</image_kl>
		<guid>305</guid>
		<pubdate>2011-04-07 11:02:01</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Hervorragende Berufsperspektiven - Bestnoten für die Lebenserfahrung</title>
		<description><![CDATA[Der Mensch ist Abenteurer und Entdecker. Schon immer hat es ihn zum Unbekannten hingezogen. Und als die Welt nicht mehr ausreichte, hat er die „new frontier“ kurzerhand in den Orbit verlegt und &amp;#64258;og zum Mond, um dort spazieren zu gehen und nach den Sternen zu greifen. Um Wissenshunger und Fernweh zu kurieren, muss nicht gleich der nächste Touristen&amp;#64258;ug ins All gebucht werden. Gerade im Studium gibt es viele Möglichkeiten, Grenzen zu überschreiten und den eigenen Horizont zu erweitern. Ein Auslandsstudium oder -semester eröffnet ungeahnte Chancen und prägt sowohl die akademische als auch die persönliche Entwicklung.]]></description>
		<text><![CDATA[Zugegeben: Zunächst mag der Gedanke, die Sicherheit der eigenen Kultur zu verlassen, auf manch einen abschreckend wirken. Außerdem sind im Studium genug andere Dinge zu tun: Bücher wälzen, lernen, Hausarbeiten, Bachelor- oder Masterarbeit und so ganz nebenbei noch Geld verdienen – wo ist da denn noch Platz, um für mehrere Monate ins Ausland zu gehen? Aber mal ganz ehrlich, das sind oft vorgeschobene Gründe. In den meisten Fällen ist der Aufenthalt in der Fremde durchführbar. Mittlerweile gibt es genug Anlaufstellen für Studenten, die bei der Organisation eines Auslandsstudiums oder -semesters helfen. Darüber hinaus sind diese ein wichtiger Bestandteil des Curriculums geworden. Nicht zuletzt ist im späteren Berufsleben international erfahrenes und sprachbegabtes Personal gefragt, da der Arbeitsmarkt immer mehr von Internationalität und Globalisierung geprägt ist – beste Chancen also für jene, die sich nicht scheuen, außerhalb Deutschlands zu studieren.

Viele Ziele – viele Möglichkeiten
An erster Stelle steht natürlich die Frage, in welchem Land studiert werden soll. Vor zwei Jahrhunderten gab es für Akademiker, Gelehrte und Dichter, wie etwa Johann Wolfgang Goethe, meist nur ein Ziel für ihre Bildungsreise: Italien. Auch heute noch ist die Wiege des Altertums ein spannendes und aufregendes Reiseziel – aber längst nicht mehr das einzig selig machende. USA, Kanada, England, Australien, Neuseeland, Japan, Frankreich, Spanien, Schweden, Schweiz oder die Niederlande gehören zu den gefragtesten und begehrtesten Reisezielen. Argumente für und wider ein Land sind unter anderem abhängig von den Zielen jedes Einzelnen. Wer eine Fremdsprache studiert, sollte natürlich dort einen Auslandsaufenthalt absolvieren, wo diese Sprache gesprochen wird. Oder locken Studiengänge, die nicht NC-beschränkt sind, in die Fremde? Das sind Fragen, die es zu klären gilt, um einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen.

Die Wahl der richtigen Universität
Als nächstes steht die Wahl der richtigen Universität auf dem Programm und ein Zeitplan muss erstellt werden: Möchte ich nur ein Auslandssemester absolvieren, oder soll das komplette Studium bis zum Abschluss durchgezogen werden? Erste Anlaufstelle für solche Fragen ist das Akademische Auslandsamt (Forgein Of&amp;#64257;ce) der Hochschulen. Dort gibt es umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten. Natürlich können und sollten auch Kommilitonen gefragt werden, die bereits einen längeren Auslandsaufenthalt hinter sich haben – Erfahrungsberichte können bei der Entscheidung ungemein hilfreich sein, ob und wo jemand im Ausland studieren möchte. Mittlerweile stillen auch zahlreiche Internetportale, etwa www.daad.de (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), www.collage-contact.com oder www.auslandsstudium.net, die erste Neugier bei Fernweh. Dort gibt es oft auch Auskünfte zu Programmen wie Erasmus, Informationen zu Stipendien und Studienangeboten, detaillierte Erfahrungsberichte und Checklisten.

Bevor die Koffer gepackt werden, sollte bereits die Unterkunft organisiert werden. Nicht in jedem Land sind Wohngemeinschaften üblich. Daher emp&amp;#64257;ehlt es sich, vorher schon einmal abzuklären, welche Möglichkeiten zur Auswahl stehen. In den meisten Fällen sind Wohnheime die einfachste Lösung. Die Zimmer sind in der Regel möbliert, so dass kein Inventar benötigt wird – und günstiger als eine eigene Wohnung ist es allemal.

Ausland-BAföG erleichtert das Studium
Apropos Geld: Der Aufenthalt im Ausland muss selbstverständlich &amp;#64257;nanziert werden. Förderprogramme und Stipendien erleichtern das Studium in der Fremde erheblich, aber nicht jeder erfüllt die dafür nötigen Anforderungen und Voraussetzungen. Oft gibt es allerdings die Möglichkeit, Ausland-BaföG zu beantragen. Wer in Deutschland BaföG bekommt, kann seine Ansprüche in der Regel auch im Ausland geltend machen. Das Portal www.studis-online.de rät: „Wer im Inland nur deshalb kein BAföG erhält, weil seine Eltern zu viel verdienen, sollte es auf jeden Fall mit einem Antrag auf Auslandsförderung versuchen, weil die Förderbeträge höher sind, als im Inland.“

Alles klar? Dann kann‘s ja losgehen. Noch ein Tipp: Es ist immer gut, sich schon vor Beginn der Reise mit den entsprechenden Landesgep&amp;#64258;ogenheiten, Sitten und kulturellen Eigenheiten vertraut zu machen. Das kann einem so manche Peinlichkeit ersparen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/hervorragende_berufsperspektiven_-_bestnoten_fuer_die_lebenserfahrung_304.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_02.pdf</pdf>
		<author>Tim Lehmann</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_11_02_9571.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo-ws-2011.jpg</image_kl>
		<guid>304</guid>
		<pubdate>2011-04-07 10:57:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Clever bewerben und Alternativen zum Wunschstudium erkennen -  Heiß begehrt und nicht auf Lager: Mangelware Studienplatz?</title>
		<description><![CDATA[In der Marktwirtschaft regelt die „invisible hand“ Angebot und Nachfrage. Je begehrter ein Produkt ist, umso teurer kann es verkauft werden. Ähnliches gilt für die Vergabe eines Studienplatzes: Gibt es mehr Bewerber als verfügbare Studienplätze, wird ein Numerus Clausus (NC) gefordert. Durch die doppelten biturjahrgänge und die Aussetzung der allgemeinen Wehrp&amp;#64258;icht zum 1. Juli dieses Jahres wächst die Angst der Abiturienten, keinen Studienplatz zu bekommen. Aber ist die Lage wirklich so dramatisch? Und welche Alternativen gibt es, wenn der „worst case“ eintritt?]]></description>
		<text><![CDATA[Ein Schreckgespenst spukt durch die Öffentlichkeit. Die Umstellung auf das achtjährige Gymnasium (G8) spüle, so rechnet etwa das Internetportal www.abi.de vor, bis 2015 etwa 275.000 zusätzliche Studienanfänger an die Hochschulen.

Nach dem Saarland (2009) und Hamburg (2010) erwarten im Sommer die Hochschulen der bevölkerungsreichen Bundesländer Bayern und Niedersachsen die doppelten Abiturjahrgänge. Um drohende Engpässe zu vermeiden, investiert die Bundesregierung mit dem Hochschulpakt II Milliarden in den Ausbau des Bildungsangebots der Universitäten und Co. Nicht einkalkuliert war indes die Aussetzung der Wehrp&amp;#64258;icht, die, so schätzte Ulrich Meyer zu Hörste, Statistik-Fachmann der Hamburger Wissenschaftsbehörde, im September 2010 im Spiegel, 60.000 junge Männer früher zu Studenten mache, als erwartet.

Eine Chance: hochschulstart.de
„Natürlich hat das Folgen auf die Studienplatzvergabe und macht die Bewerbung für diejenigen, die studieren wollen, nicht einfacher. Andererseits besteht kein Grund zur Schwarzmalerei“, mahnt Peter Schott, Leiter der Zentralen Studienberatung (ZSB) an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, zur Besonnenheit. Es gebe verschiedene Wege, einer Studienplatz-Absage vorzubeugen. Zum einen bestehe die Möglichkeit (mit Ausnahme der Fächer Humanmedizin, Tiermedizin, Zahnmedizin und Pharmazie), über das „dialogorientierte Verfahren“ der Studienplatzvergabe durch hochschulstart.de bis zu zwölf Wunsch-Studiengänge anzugeben. „Eine Chance, die Bewerber unbedingt wahrnehmen sollten“, rät Peter Schott. Darüber hinaus wachse die Wahrscheinlichkeit, einen Studienplatz zu bekommen, wenn auch weniger bekannte und begehrte Standorte in diese Liste aufgenommen werden. „Das erfordert selbstverständlich ein gewisses Maß an Flexibilität“, räumt der Experte ein, „auch was die Wahl des Faches angeht.“
Sollte es nach verschiedenen Entscheidungsphasen, in der die Bewerber zusätzlich die Chance haben, Prioritäten innerhalb ihrer Wunschliste zu setzen, doch nicht mit dem Wunschstudiengang geklappt haben, ist dies lange noch kein Grund, den Kopf in den Sand zu stecken. „Dann kann man sich immer noch direkt an den Universitäten für zulassungsfreie Fächer einschreiben“, verweist Peter Schott auf ein Hintertürchen. Oft seien dies Geisteswissenschaften, aber je nach Beliebtheit und Bekanntheit des Standortes könnten unter Umständen auch Chemie, Physik oder andere Fächer, die woanders NC-beschränkt sind, gewählt werden. Der Vorteil: Zulassungsfreie Fächer bedeuten quasi eine Studienplatzgarantie, sofern eine Hochschulzugangsberechtigung (Abitur) vorliegt und die Bewerbung fristgerecht erfolgt.

Alternativen zum Wunschstudium
Dennoch erfüllt sich nicht (gleich) jeder Traum vom Wunschstudium. Dann gilt es, die Alternativen auszuloten. Die schnellste Lösung: ein anderes Fach wählen. Wer diesbezüglich keine Kompromisse machen will, muss sich mit unter Umständen langen Wartezeiten ab&amp;#64257;nden. Hier gilt die Faustformel: Je begehrter der Studiengang, desto höher die Zahl der Wartesemester. Angerechnet wird die Zeit ab Bescheinigung der Hochschulzugangsberechtigung bis zum aktuellen Semester, abgezogen wird lediglich bereits absolvierte Studienzeit in Deutschland. Ein Auslandsstudium hingegen gilt als Wartezeit, zudem werden Prüfungen und Abschlüsse in der Regel auch in Deutschland anerkannt. „Allerdings sollte sich jeder vorher informieren und individuell an den Hochschulen beraten lassen“, emp&amp;#64257;ehlt Peter Schott. An jeder deutschen Universität und den meisten Fachhochschulen gäbe es eine ZSB.

Wartesemester überbrücken
Darüber hinaus können die Wartesemester auch „klassisch“ überbrückt werden. Für manche Fächer etwa ist eine vorherige beru&amp;#64258;iche Ausbildung eine gute Grundlage für das Pauken der späteren Studieninhalte. Wer eine Fremdsprache studieren will, kann sein Wissen durch Auslandsaufenthalte, etwa in Verbindung mit einer Aupair-Tätigkeit, vertiefen. Trotz Aussetzung der Wehrp&amp;#64258;icht besteht immer noch die Möglichkeit, ein ökologisches oder soziales Jahr zu absolvieren. Manche Studiengänge erfordern Praktika, die gegebenenfalls bereits in den Wartesemestern durchgeführt werden können. Ebenfalls attraktiv: Vollzeit jobben und sich so ein &amp;#64257;nanzielles Polster für die Studienzeit schaffen. Letztlich bleibt auch die Alternative, der Hochschule den Rücken zu kehren und sein Glück in der Industrie zu suchen, schließlich beklagt die Wirtschaft einen Fachkräftemangel – so kann die Studienplatzabsage eine ungeahnte Chance ein.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/clever_bewerben_und_alternativen_zum_wunschstudium_erkennen_-_heiss_begehrt_und_nicht_auf_lager_mangelware_studienplatz_303.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_02.pdf</pdf>
		<author>Tim Lehmann</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_11_02_1593.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo-ws-2011.jpg</image_kl>
		<guid>303</guid>
		<pubdate>2011-04-07 10:47:06</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder  Auslandspraktikum: Carpe Wartesemester!</title>
		<description><![CDATA[Der Beruf des Arztes hat eine ganz eigene Faszination. Schon kleine Kinder verkleiden sich und spielen „Onkel Doktor“. Viele von ihnen halten an diesem Traum bis zum Abitur fest und sehen in ihm ihre beru&amp;#64258;iche Zukunft. Indes verlangt der Beginn einer ärztlichen Karriere ein hohes Maß an Geduld: Lange Wartezeiten vor dem Medizinstudium sind keine Seltenheit. Wer diese Phase sinnvoll mit Vorsemesterkursen, Auslandpraktika oder gar einer Ausbildung im medizinischen Beruf überbrückt, kann sich diese häu&amp;#64257;g im späteren Studium anrechnen lassen.]]></description>
		<text><![CDATA[Neben der Abi-Note sind die Wartesemester ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz. Die Zählung dieser Semester beginnt mit dem Erreichen des Abiturs – angerechnet wird jedoch nur die Zeit, die der Bewerber nicht an einer deutschen (Fach-)Hochschule immatrikuliert ist. Wer den NC für das Fach Medizin nicht erfüllt und bei der Studienvergabe kein Glück hatte, sollte sich deshalb besser nicht resigniert für ein so genanntes „Parkstudium“ einschreiben, sondern die Wartezeit auf das Traumstudium sinnvoll nutzen.

Vorsemester-Kurse schließen Lücken
Vorsemester- und Intensivkurse könneneine gute Vorbereitung auf ein anspruchsvolles Studium sein. Diese Kurse werden beispielsweise vom Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln angeboten. Dieser viermonatige Unterricht ist zwar mit Kosten verbunden, deckt dafür aber ein breites Spektrum ab und ist sehr umfangreich. Vorteil ist, dass eventuelle Wissenslücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und damit gute Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium geschaffen werden. Vorkurse, die sich meist nur über ein bis zwei Wochen erstrecken, bieten zum Beispiel die Medizinfakultäten der Universitäten Bochum und Frankfurt an, Marburg entwickelt einen neuen Online-Vorkurs, der frühestens zum WS 2011/12 live gehen soll. In diesen Intensiv-Seminaren wird das Schulwissen in Biologie, Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt. An der Ruhr-Universität in Bochum sind ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten von anderen Universitäten zur Teilnahme eingeladen.

Eine Ausbildung vor dem Studium
Für alle, die länger auf ihren Studienplatz warten müssen, emp&amp;#64257;ehlt es sich, eine Ausbildung vorzuschalten, die sowohl nützlich als auch anrechenbar für das Medizinstudium ist. Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits- und Krankenp&amp;#64258;eger. Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monate. Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer, da er am Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen muss.

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenp&amp;#64258;eger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung: Zum einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenp&amp;#64258;egepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt, werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenp&amp;#64258;ege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenp&amp;#64258;ichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive P&amp;#64258;egepraktikum. Auch beliebt ist die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Praktikum im Ausland
Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig seinen Lebenslauf um eine interessante Facette zu ergänzen, ist ein medizinisches Praktikum im Ausland. Unternehmen organisieren gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt in Krankenhäusern in China, Indien, Mexiko und vielen anderen Ländern. In der Regel erkennen die deutschen Universitäten diesen Auslandsaufenthalt als P&amp;#64258;egepraktikum an. ]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vorsemester-kurse_ausbildung_oder_auslandspraktikum_carpe_wartesemester_302.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_11_02_5475.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo-ws-2011.jpg</image_kl>
		<guid>302</guid>
		<pubdate>2011-04-07 10:39:57</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Alternativen zum klassischen Arztberuf - Viele Wege führen in die Medizin</title>
		<description><![CDATA[„Halbgötter in Weiß“ sind nicht nur im Fernsehen ein Quotengarant. Medizinische Studienplätze sind seit Jahrzehnten akademische Bestseller – nur, dass sie nicht frei im Handel erhältlich sind. Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) verzeichnete zum Wintersemester 2010/11 mehr als viereinhalb Bewerber auf einen der heiß begehrten Plätze. Durch die doppelten Abiturjahrgänge und das Aussetzen der Wehrp&amp;#64258;icht wird sich dieser Wert vermutlich noch erhöhen. Viele Studienanfänger sollten sich daher fragen, ob es nicht attraktive Alternativen zum klassischen Arztberuf gibt.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Suchmaschine von www.hochschulkompass.de listet auf die Anfrage „Medizin“ über 430 Studienangebote an deutschen Universitäten und Hochschulen: von A wie „Advanced Physical Methods in Radiotherapy“ bis Z wie „Zahnmedizinische Prothetik“. Viele der angezeigten Fächer sind inzwischen Bachelor- oder Masterstudiengänge, andere scheinen auf den ersten Blick nichts mit Medizin zu tun zu haben. Informatiker, Juristen, Sportwissenschaftler oder Wirtschaftsingenieure werden indes auch im Gesundheitswesen gesucht. Wer &amp;#64258;exibel ist, kann also auch über Umwege Karriere in seinem Wunsch-Berufsumfeld machen. Ein ausführliches Strategiegespräch, entweder bei der Zentralen Studienberatung (ZSB) der Hochschulen oder bei externen Anbietern wie etwa CampusCheck, kann bereits vor dem Studium Klarheit über den akademischen Werdegang, Job-Alternativen und die eigene Zukunftsplanung schaffen. Im Idealfall werden die individuellen Vorlieben und Fähigkeiten analysiert und daraufhin das Studienangebot auf Fächer durchsucht, die entsprechende Eigenschaften voraussetzen oder empfehlen. Hin und wieder lohnt sich auch der Blick auf Privat-, Fach- und nichtstaatliche Hochschulen. Die Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement (DHfPG) etwa legt ebenso wie das Schwesterunternehmen BSA-Akademie ihren Fokus auf aktuell populäre Themen wie Ernährungsberatung und Fitnesstraining.

Ausbildungsberufe als Alternative
Neben den der Medizin artverwandten Studiengängen gibt es natürlich die Ausbildungsberufe im Gesundheitswesen. Anna Nordmann hat sich nach dem Abitur für eine Ausbildung zur Physiotherapeutin entschieden. „Als Kind war ich selbst oft bei der Krankengymnastik. Später habe ich mein Betriebspraktikum in der Oberstufe in einer physiotherapeutischen Praxis absolviert“, blickt die 22-Jährige auf ihre ersten Berührungspunkte mit dem Beruf zurück. Vor allem die Arbeit mit den Patienten und die positiven Behandlungsergebnisse hätten sie für diese Tätigkeit begeistert. „Schon mit kleinen Anwendungen kann man den Menschen etwas Gutes tun und ihre Schmerzen lindern.“ Probleme, einen Ausbildungsplatz zu &amp;#64257;nden, hatte sie 
nicht. Seit 2008 besucht sie die Timmermeister Schule Münster. Der Lehrplan ist auf sechs Semester ausgelegt, in dessen erster Hälfte viel Theorie oder Übungen an und mit den Kollegen auf dem Programm stehen. Im daran anschließenden Jahr folgt die praktische Ausbildung in verschiedenen Krankenhäusern, während das letzte Semester der Wiederholung und der Vorbereitung auf das Examen dient. Von der Fülle des Lernstoffs war sie zunächst überrascht. „Mir war im vorhinein nicht bewusst, dass man die ganze Anatomie und Physiologie des Körpers lernen und vor allem verstehen muss. In dieser Hinsicht ist es wie ein Medizinstudium“, glaubt Anna. Dennoch habe sie den richtigen Beruf für sich gefunden. Die Dankbarkeit der Patienten entschädige für das ganze Pauken. „Einmal kam ein Mann zu mir humpelnd in die Behandlung, mit sehr starken Rückenschmerzen. Nach eini-
gen Anwendungen strahlte er und ging leichtfüßig und nahezu schmerzfrei wieder aus dem Zimmer.“ Das seien Momente, aus denen sie Kraft und Motivation ziehe, verrät sie. Bald ist wieder Büffeln angesagt, schließlich stehen im Oktober die Prüfungen an – insgesamt 30 innerhalb weniger Wochen. Und auch nach ihrem Abschluss geht der Lernprozess weiter. Als Physiothera-
peut Karriere zu machen, vielleicht irgendwann sogar eine eigene Praxis zu eröffnen, bedeutet, viele Fortbildungen und Weiterquali&amp;#64257;zierungen zu besuchen. Ein Bachelorstudiengang sei eine weitere Option, sagt Anna. Mehr interessiert sie jedoch die Osteopathie. „Diese Zusatzausbildung dauert allerdings fünf Jahre“, ist sie sich der Doppelbelastung von Job und Lernen bewusst.

Rückkehr auf die Schulbank
Auch andere Fachkräfte im Gesundheitswesen kehren später auf die „Schulbank“ zurück. Verschiedene Studiengänge setzen eine abgeschlossene Berufsausbildung sogar voraus. Wer etwa den Studiengang zum Medizinassistenten, B.Sc. (Physican Assistent) an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg oder an der Mathias Hochschule Rheine belegen möchte, muss vorher bereits in einem Gesundheitsberuf tätig gewesen sein (Näheres dazu im Infokasten). Die praktische Erfahrung ist für Studienanfänger nur von Vorteil, oft haben sie einen Wissensvorsprung gegenüber jenen Studenten ohne jegliche medizinische Vorbildung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/alternativen_zum_klassischen_arztberuf_-_viele_wege_fuehren_in_die_medizin_301.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_02.pdf</pdf>
		<author>Tim Lehmann</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<image>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo_11_02.jpg</image>
		<image_kl>http://www.studentenpilot.de/magazinfeed/article_upl/studiinfo-ws-2011.jpg</image_kl>
		<guid>301</guid>
		<pubdate>2011-04-07 10:18:07</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Hauptsache international: Praxisnahes Lernen im Land der Tulpen</title>
		<description><![CDATA[„Neues Land, neue Chancen“, dachte sich Tobias Pantel, als er sich entschied, in den Niederlanden zu studieren. Eine Fremdsprache lernen, in eine andere Kultur eintauchen und sehr gute Studienbedingungen – dafür lohnt es sich, im Nachbarland ein Studium zu beginnen.]]></description>
		<text><![CDATA[Der 22-Jährige studiert seit einem Jahr an der Breda University of Applied Sciences International Tourism Management an der dortigen Fachhochschule. Sein Studiengang wird komplett auf Englisch gehalten. Und das ist nicht selten der Fall in Holland. „Es gibt sehr viele internationale Studiengänge“, weiß Tobias. „Einfach mal schlau machen auf den verschiedenen Internetseiten der Unis“, ist sein Tipp für Interessierte. Die meisten Homepages sind sehr gut und übersichtlich aufgebaut und werden auf Niederländisch und Englisch angeboten. 

Studium mit einem persönlichen Touch

„Was ich an meinem Studium besonders mag, ist, dass wir kleine Klassen haben“, erklärt Tobias. „Hier bin ich nicht nur eine Nummer, sondern ein Student, den die Dozenten kennen.“ Einmal pro Quartal hat er ein Gespräch mit seinem persönlichen Supervisor, der seine Entwicklung verfolgt. Dafür muss Tobias unter anderem sich selbst und seine eigenen Leistungen re?ektieren. „Durch diese Gespräche bekommt das Studium noch einen persönlicheren Touch.“

Tobias musste sich im zweiten Semester für eine zweite Fremdsprache entscheiden. Neben Englisch hat er jetzt auch Unterricht auf Spanisch. Er hätte auch Italienisch oder Französisch wählen können. „Das Studium ist so aufgebaut, dass wir im dritten Jahr ins Ausland gehen“, berichtet Tobias. Im fünften Semester steht ein Praktikum auf dem Plan und im sechsten ein Austausch mit einer Partneruniversität. „Ich weiß noch nicht genau, wo ich hin will, aber Australien wäre natürlich toll. Allerdings gibt es dort nur zwei Plätze und im Auswahlverfahren zählen vor allem die Noten.“

P?ichtfach Niederländisch

Neben den fachspezi?schen Veranstaltungen hat Tobias auch Unterricht in „presentation and communication skills“ oder „report writing“. Alle internationalen Studenten haben ein zusätzliches P?ichtfach: Niederländisch. „Das fördert die Integration“, meint der Tourismusstudent.

Der große Unterschied zwischen den Fachhochschulen und den Universitäten in den Niederlanden wird vor allem in der Unterrichtsform deutlich. „Bevor ich nach Breda kam, habe ich ein halbes Jahr Psychologie in Enschede an der Universität Twente studiert. Daher kann ich gut vergleichen.“ Der Unterricht an der Fachhochschule ist sehr viel praktischer ausgerichtet. „Wir machen viele Projekte und müssen diese dann auch präsentieren. Früher fand ich das immer schrecklich, aber erstens gewöhnt man sich daran und zweitens haben wir eine sehr gute Klassengemeinschaft, so dass ich immer das Gefühl hatte, vor 13 Freunden zu stehen.“ An der Universität hingegen ist alles sehr viel theoretischer. Große Hörsäle mit bis zu 350 Leuten, wenig Seminare und viel freie Zeit, die sich jeder selbst mit Lernen einteilen sollte, charakterisierten Tobias‘ Psychologiestudium. 

Sport als Ausgleich zum Studium

Aber zum Studentenleben gehört nicht nur Lernen. Auch die Freizeit ist wichtig. Tobias spielt in Breda Hallenfußball und klettert regelmäßig. Sport ist nicht nur gut als Ausgleich zum Lernen, sondern auch, weil man schnell neue Leute kennen lernt.
 
Tobias geht zum Beispiel mit einer Gruppe Niederländern klettern: „Mit meinen Kommilitonen spreche ich fast ausschließlich Englisch. Da ist es gut, dass ich mit Holländern klettere. So kann ich auch mein Niederländisch regelmäßig anwenden“, so der 22-Jährige. Die Uni bietet eine so genannte Sportkarte an. Damit kann jeder für 80 Euro jährlich alle Sportarten ausprobieren und an allen kulturellen Kursen teilnehmen, die die Universität anbietet.

Das Nachtleben von Breda bietet nicht viel Aufregendes, ?ndet Tobias, aber dafür werden viele Hauspartys veranstaltet. Vor allem Mottopartys seien bei den Studenten sehr angesagt.

Studenten-WGs in Breda

Ein anderer Aspekt ist das WG-Leben. In Breda kosten die Studentenzimmer in einer Wohngemeinschaft durchschnittlich 350 Euro. Tobias wohnt in einer DreierWG und erzählt: „Gefunden habe ich sie in einer Gruppe im StudiVZ. Aber es gibt auch niederländische Internetseiten, die auf Studentenzimmervermittlung spezialisiert sind.“ 

Internettipps


www.nhtv.nl – Breda University of Applied Science
www.utwente.de – Universität Twente
www.kamernet.nl – für die Zimmersuche
www.uitmuntend.de – niederländisches Onlinewörterbuch



Wo gibt’s Infos zum Studium in den Niederlanden?

Wer sich für ein Studium in den Niederlanden interessiert, kann zwischen unterschiedlichen Informationsquellen wählen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und zahlreiche deutsche und niederländische Internetseiten bieten umfangreiche Hinweise und Tipps.

www.studieren-in-holland.de

Umfangreiche Homepage mit wichtigen Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuf?c.nl

Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl

Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl

Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos rund um den niederländischen Sprachtest. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

Aber natürlich gibt es auch Ratgeber in Buchform, die sich mit dem Studium beim westlichen Nachbarn und den nötigen Voraussetzungen auseinander setzen. So informiert etwa das Handbuch „Studieren in den Niederlanden“ von Jörg Mielczarek über zulassungsbeschränkte Studiengänge, erforderliche Eignungstests und den Nachweis von Sprachkenntnissen an den niederländischen Hochschulen. Besonderer Vorzug des Werks: Es wird im Digitaldruck erstellt und nicht in Großau?agen vorproduziert. So ist gewährleistet, dass laufend Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet werden können und das Buch so immer auf dem aktuellen Stand ist. Erhältlich ist der Titel für 17,90 Euro im Buchhandel oder im Internet]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/hauptsache_international_praxisnahes_lernen_im_land_der_tulpen_300.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>300</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:56:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Hervorragende Berufsperspektiven: Studium in der Schweiz bei deutschen Studenten beliebt</title>
		<description><![CDATA[Die Schweiz verbinden viele Menschen mit Uhren, Käse und Schokolade. Doch das Nachbarland bietet darüber hinaus eine hervorragende Studienlandschaft, die mit vergleichsweise kleinen, aber gut ausgestatteten Universitäten punktet.]]></description>
		<text><![CDATA[Maxim Moschko hat im Frühjahr 2010 sein Bachelor-Studium an der Hochschule für Technik der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch erfolgreich abgeschlossen. Er ist überzeugt, dass ein Abschluss einer Schweizer Hochschule auch in Deutschland gute Berufsperspektiven bietet. Nach Abschluss des Studiums arbeitet er heute an einem Institut seiner Hochschule als Softwareentwickler an Forschungs- und Dienstleistungsprojekten mit – eine hervorragende Grundlage, um später interessante Jobs zu ?nden.

Wege in die Schweiz

Ein Gastsemester in dem Alpenland während eines Studiums in Deutschland bedarf keiner langfristigen Planung – anders als ein Vollzeitstudium. Trotz der damit verbundenen hohen Kosten, lohnt ein solcher Aufenthalt, um das Land kennen zu lernen. Eine weitere, beliebte Möglichkeit ist ein Aufbaustudium nach einem Hochschulabschluss. In zwei oder mehr Semestern können die Studenten viel erleben, ohne sich dafür in hohe Unkosten zu stürzen.

Individuelle Zugangsvoraussetzungen

Einige Hochschulen nehmen in manchen Studiengängen nur eine begrenzte Anzahl ausländischer Studenten auf. Für die Aufnahmeverfahren sind die einzelnen Unis selbst zuständig. Vor der Bewerbung sollten Studenten sich daher über die individuellen Zugangsvoraussetzungen informieren. Da das Schweizer Abitur mit höheren Anforderungen verbunden ist als das deutsche, reicht einigen Unis eine deutsche Hochschulzugangsberechtigung nicht aus. In diesem Fall kann eine schweizerische Maturitätsprüfung abgelegt werden.

Um ein Visum für die Zeit des Studiums beantragen zu können, sind ein gültiger Reisepass und gegebenenfalls eine Aufnahmebestätigung der Schweizer Hochschule notwendig.

Studiengebühren in der Schweiz nicht höher als in Deutschland

Nach seiner Ausbildung als IT-Systemelektroniker entschied sich Maxim Moschko für ein Informatik-Studium in Brugg-Windisch. „Der persönliche Kontakt mit dem Studiengangleiter hat mich für diese anspruchsvolle Ausbildung motiviert. Zudem hat die FHNW in Deutschland einen ausgezeichneten Ruf.“

Dazu kamen auch praktische Gründe: „Während des Studiums wohnte ich in Grenzach, nahe Basel. Brugg-Windisch ist von dort mit öffentlichen Verkehrsmitteln bequem zu erreichen. Zudem sind die Studiengebühren in der Schweiz nicht höher als bei uns in Deutschland.“ 

Auch ausländische Studierende müssen in der Schweiz Studiengebühren bezahlen. Sie liegen zwischen 500 und 4000 Schweizer Franken pro Semester, das sind im Durchschnitt umgerechnet etwa 400 Euro. Wer nachweislich in einer ?nanziell schwierigen Lage steckt, wird an manchen Universitäten von den Studiengebühren befreit. Allgemein lässt sich der Aufenthalt über Teilstipendien von Universitäten oder Organisationen, Stiftungsgelder und Auslandsbafög aus Deutschland oder über kantonale Stipendien ?nanzieren.

Gute soziale Kontakte und praxisorientierte Studiengänge

Der Unterricht setzt sich, wie in Deutschland, aus verschiedenen Modulen zusammen. Die geringen Klassengrößen, an der FHNW betragen sie beispielsweise rund 20 Personen, ermöglichen gute soziale Kontakte. „Als Deutscher habe ich mich an der Hochschule sehr wohl gefühlt“, berichtet Maxim Moschko. „Die Kultur ist unserer sehr ähnlich.“ 

Insbesondere Fachhochschulen bieten praxis-orientierte Studiengänge an. „Während meines Studiums kam ich sehr früh in Kontakt mit echten Kunden und Unternehmen und erhielt dadurch spannende Einblikke in verschiedene Branchen“, beschreibt Maxim Moschko.

Die Schweiz

Studenten sollten sich vor ihrem Auslandsaufenthalt gründlich informieren.
Auskunft geben:

der Deutsche Akademische Austausch Dienst: www.daad.de
Webseiten der Schweizer Hochschulen, zum Beispiel die Fachhochschule Nordwestschweiz unter www.fhnw.ch
Schweizer Vertretungen in Deutschland
Infoseiten, wie www.studieren-in-der-schweiz.de oder www.swissuniversity.ch
]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/hervorragende_berufsperspektiven_studium_in_der_schweiz_bei_deutschen_studenten_beliebt_299.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>299</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:56:10</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>ERASMUS ermöglicht Studium an anderen europäischen Unis</title>
		<description><![CDATA[Die Europäische Union fördert die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen der Bildung mit dem Programm „Lebenslanges Lernen (LLP)“. ]]></description>
		<text><![CDATA[Unter dem Teilprogramm ERASMUS können Auslandsaufenthalte von Studierenden und Lehrenden gefördert werden. Das ERASMUS-Programm ermöglicht Studierenden, nach Abschluss des ersten Studienjahres im Heimatland, einen Studienaufenthalt zwischen drei und zwölf Monaten an einer europäischen Gasthochschule zu absolvieren. In 27 EU-Ländern sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Türkei können Studenten Studienangebote nutzen und dabei sprachliche, kulturelle und fachliche Erfahrungen sammeln.

Zu den Lebenshaltungskosten erhalten die Teilnehmer einen Zuschuss von maximal 300 Euro im Monat. Von den Studiengebühren an der Gasthochschule sind die Studierenden befreit. Zudem erhalten sie Unterstützung bei der Vorbereitung und können beispielsweise an einem vorbereitenden ERASMUS-Intensivsprachkurs in „seltener gesprochenen Sprachen“ teilnehmen – jedoch nicht in den Sprachen Englisch, Französisch, Spanisch oder Deutsch. Die im Ausland erbrachten akademischen Studienleistungen werden anerkannt.

Bewerbungen für ein ERASMUS-Stipendium sind direkt an die eigene Hochschule oder an das Konsortium, dem die eigene Hochschule angehört, zu richten. Informationen zum Bewerbungsverfahren erteilen das Akademische Auslandsamt und die ERASMUS-Koordinatoren der Hochschulen. Weitere Informationen sind im Internet erhältlich unter http://eu.daad.de/eu.Die gefragtesten Zielländer der deutschen ERASMUS-Studierenden waren im Hochschuljahr 2008/2009 Spanien, Frankreich und Großbritannien. Am mobilsten zeigten sich Studierende der Sozial-, Wirtschafts- und Rechtswissenschaften beim Studium und Praktikum im Ausland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/erasmus_ermoeglicht_studium_an_anderen_europaeischen_unis_298.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>298</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:55:34</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Rezept gegen Fernweh: Auslandsstudien sind wichtiger Bestandteil des Curriculums</title>
		<description><![CDATA[„Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.“ Im Zeitalter der Globalisierung liegt viel Wahrheit im Vers des deutschen Dichters Matthias Claudius. Zwar ist die Welt sprichwörtlich ein Dorf geworden, bedeutende Schauplätze der Erde liegen nur einen Mausklick entfernt und das Internet erweckt mit Bildern und Fakten den Anschein, mittendrin statt nur dabei zu sein – Panoramaaufnahmen und virtuelle Stadtführungen machen es möglich. Aber wirklich aufwiegen kann die moderne Technik den Wert eigener Erfahrungen nicht. Den Horizont erweitern, lautet daher auch im Studium die Devise. Jetzt ist ein guter Zeitpunkt, über den eigenen Tellerrand hinaus zu blicken.]]></description>
		<text><![CDATA[Zugegeben: Zunächst mag der Gedanke, die Sicherheit der eigenen Kultur zu verlassen, auf manch einen abschreckend wirken. Außerdem sind im Studium genug andere Dinge zu tun. Bücher wälzen, lernen, Hausarbeiten, Bachelor- oder Masterarbeit und nebenbei noch Geld verdienen – wo ist da denn noch Platz, um für mehrere Monate ins Ausland zu gehen? Aber mal ganz ehrlich, das sind oft vorgeschobene Gründe. In den meisten Fällen ist der Aufenthalt in der Fremde durchführbar. Mittlerweile gibt es genug Anlaufstellen für Studenten, die bei der Organisation eines Auslandsstudiums oder -semesters helfen. Darüber hinaus sind diese ein wichtiger Bestandteil des Curriculums geworden. Nicht zuletzt ist im späteren Berufsleben international erfahrenes und sprachbegabtes Personal gefragt, da der Arbeitsmarkt immer mehr von Internationalität und Globalisierung geprägt ist – beste Chancen also für jene, die sich nicht scheuen, außerhalb Deutschlands zu studieren.

Viele Ziele - viele Möglichkeiten

An erster Stelle steht natürlich die Frage, welches Land sich anbietet. Vor zwei Jahrhunderten gab es für Akademiker, Gelehrte und Dichter, wie etwa Johann Wolfgang Goethe, meist nur ein Ziel für ihre Bildungsreise: Italien. Auch heute noch ist die Wiege des Altertums ein spannendes und aufregendes Reiseziel – aber längst nicht mehr das einzig selig machende. USA, Kanada, England, Australien, Neuseeland, Japan, Frankreich, Spanien, Schweden, Schweiz oder die Niederlande gehören zu den gefragtesten und begehrtesten Reisezielen. Argumente für und wider ein Land sind unter anderem abhängig von den Zielen jedes einzelnen. Wer eine Fremdsprache studiert, sollte natürlich dort den Auslandsaufenthalt wählen, wo diese Sprache gesprochen wird. Oder locken Studiengänge, die nicht NC-beschränkt sind, in die Fremde? Das sind Fragen, die es zu klären gilt, um einen möglichst hohen Nutzen zu erzielen.

Die Wahl der richtigen Universität

Als nächstes steht die Wahl der richtigen Universität auf dem Programm und ein Zeitplan muss erstellt werden: Will man nur ein Auslandssemester absolvieren, oder soll das komplette Studium bis zum Abschluss durchgezogen werden? Erste Anlaufstelle für solche Fragen ist das Akademische Auslandsamt (Forgein Of?ce) der Hochschulen. Dort gibt es umfassende Informationen zu den verschiedenen Möglichkeiten. Natürlich können und sollten auch Kommilitonen gefragt werden, die bereits einen längeren Auslandsaufenthalt hinter sich haben – Erfahrungsberichte können bei der Entscheidung ungemein hilfreich sein, ob und wo jemand im Ausland studieren möchte. Mittlerweile stillen auch zahlreiche Internetportale, etwa www.daad.de (Deutscher Akademischer Austausch Dienst), www.collage-contact.com oder www.auslandsstudium.net, die erste Neugier bei Fernweh. Dort gibt es oft auch Auskünfte zu Programmen wie ERASMUS, Informationen zu Stipendien und Studienangeboten, detaillierte Erfahrungsberichte und Checklisten.

Bevor die Koffer gepackt werden, sollte die Unterkunft organisiert werden. Nicht in jedem Land sind Wohngemeinschaften üblich. Daher emp?ehlt es sich, vorher schon einmal abzuklären, welche Möglichkeiten sich bieten. In den meisten Fällen sind Wohnheime die einfachste Lösung. In der Regel sind die Zimmer möbliert, so dass kein Inventar benötigt wird – und günstiger als eine eigene Wohnung ist es allemal.

Ausland-BAföG erleichtert das Studium

Apropos Geld: Der Aufenthalt im Ausland muss selbstverständlich ?nanziert werden. Förderprogramme und Stipendien erleichtern das Studium in der Fremde erheblich, aber nicht jeder erfüllt die dafür nötigen Anforderungen und Voraussetzungen. Oft gibt es allerdings die Möglichkeit, AuslandBaföG zu beantragen. Wer in Deutschland BaföG bekommt, kann seine Ansprüche in der Regel auch im Ausland geltend machen. Das Portal www.studis-online.de rät: „Wer im Inland nur deshalb kein BAföG erhält, weil seine Eltern zu viel verdienen, sollte es auf jeden Fall mit einem Antrag auf Auslandsförderung versuchen, weil die Förderbeträge – vor allem außerhalb der EU und der Schweiz – wesentlich höher sind, als im Inland.“

Alles klar? Dann kann‘s ja losgehen. Noch ein Tipp: Es ist immer gut, sich schon vor Beginn der Reise mit den entsprechenden Landesgep?ogenheiten, Sitten und kulturellen Eigenheiten vertraut zu machen. Das kann einem so manche Peinlichkeit ersparen. 

Weitere Informationen

www.daad.de
(Deutscher Akademischer Austausch Dienst)
Tipps, Förderungsmöglichkeiten, Studienmöglichkeiten, Praktika, Sprachen lernen

www.bildungsserver.de
(Deutscher Bildungsserver)
Allgemeine Informationen zum Auslandsstudium und weiterführende Links zu speziellen Themen, wie Anerkennung ausländischer Bildungsabschlüsse, Auslandsstudium mit Kind oder Berechnung der Kosten eines Auslandsstudiums

www.studis-online.de
Finanzierung, Tipps, Checklisten, Sprachtests, Versicherungen, Länderportraits, Studienführer fürs Ausland

www.college-contact.com
hilft kostenlos bei der Organisation eines Auslandsstudiums an mehr als 200 Hochschulen in derzeit 36 Ländern, gratis Beratung und Bewerbungshilfe per Telefon oder E-Mail, umfangreiche Hochschulpro?le mit Bildern und Videos, Studienführer, Erfahrungsberichte, Forum, Stipendien und Informationen zur Finanzierung

www.auslandsstudium.net
Tipps zur Vorbereitung und Durchführung des Auslandsstudiums, zu Formen des Auslandsaufenthalts, Austauschprogrammen und Stipendien]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/rezept_gegen_fernweh_auslandsstudien_sind_wichtiger_bestandteil_des_curriculums_297.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>297</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:55:01</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studiengebühren: Wo zahlt man am wenigsten?</title>
		<description><![CDATA[Sie unterscheiden sich stark voneinander und haben erheblichen Ein?uss auf die Auswahl des Studienortes – die Höhe der Studiengebühren variiert von Bundesland zu Bundesland. Oft zahlt man bis zu 650 Euro pro Semester, einige Unis erheben hingegen gar keine Gebühren. Genaues Hinschauen bei der Studienortswahl lohnt sich also in jedem Fall, da jedes deutsche Bundesland selbst festlegen kann, wie teuer das Bezahl-Studium an seinen Ausbildungsstätten sein soll.]]></description>
		<text><![CDATA[Baden-Württemberg: 500 Euro
Bayern: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro, an FHs mindestens 100 Euro, an Universitäten mindestens 300 Euro
Berlin: Vorerst keine
Brandenburg: Vorerst keine
Bremen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Hamburg: 375 Euro nachgelagert
Hessen: Vorerst keine
Mecklenburg-Vorpommern: keine
Niedersachsen: 500 Euro, für „Langzeitstudenten“ 600 – 800 Euro
Nordrhein-Westfalen: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro
Rheinland-Pfalz: Studienkonten – wer das Konto überzieht, zahlt 650 Euro pro Semester; die gleiche Höhe fällt auch beim Zweitstudium an
Saarland: Vorerst keine
Sachsen-Anhalt: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Sachsen: 300 – 450 Euro für das Zweitstudium
Schleswig-Holstein: Keine 
Thüringen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studiengebuehren_wo_zahlt_man_am_wenigsten_296.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>296</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:52:59</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienfinanzierung: Mäuse, Money und Moneten</title>
		<description><![CDATA[Das Leben als Student könnte so schön sein, wären da nicht die lästigen unvermeidbaren Kosten. Miete, Essen, Internet, Bücher und vieles mehr wollen bezahlt werden. Um trotz chronischer Geldknappheit eine gute Ausbildung genießen zu können, gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten.]]></description>
		<text><![CDATA[BAföG, Stipendien, Bildungskredite, Studienbeitragsdarlehen – das Angebot an Finanzierungshilfen für Studenten ist vielfältig und oft verwirrend. Deshalb empfehlen Experten, vor einer Entscheidung zunächst den individuellen Förderbedarf zu ermitteln. Auch über die eigenen Voraussetzungen sollten sich die Studenten klar werden: Liegt eine BaföG- oder Stipendien-Berechtigung vor? Dann kann womöglich die Schuldenlast eines Studienkredits vermieden werden. 

BAföG: Fast geschenktes Geld

Die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist der Klassiker der Studien?nanzierung. Anspruchsberechtigte Studenten erhaltenwährend der Regelstudienzeit ein zinsloses Darlehen von maximal 648 Euro pro Monat. Darauf angerechnet werden das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern. Vorteile: Mit dem Verzicht auf Zinsen wird allen BAföG-Empfängern praktisch Geld „geschenkt“ (detaillierte Infos unter www.das-neue-bafoeg.de).

Mit guten Noten und Engagement zum Stipendium

Eine ganze Reihe von Stiftungen bietet in Deutschland Programme zur Begabtenförderung. Die ?nanzielle Unterstützung entspricht in der Regel dem persönlichen BAföG-Anspruch. Auch Stipendien werden also meist nicht unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Bewerber müssen neben guten Noten weitere formale Kriterien erfüllen, beispielsweise bestimmte Alters- und Semesterzahlen einhalten. Vorteil: Das Stipendium muss später nicht zurückgezahlt werden.

Zahlreiche Studiendarlehen, Studienkredite und Bildungsfonds ergänzen die herkömmlichen Finanzierungsformen wie Jobben, Stipendien, BAföG oder Unterstützung durch die Eltern. Die Angebote der Kreditinstitute unterscheiden sich deutlich mit Blick auf die ?nanzierten Verwendungszwecke und die jeweilige Ausgestaltung. Deshalb ist es anzuraten, sich vor Vertragsabschluss gründlich zu informieren. 

Studienbeitragsdarlehen: Sorgenfrei und automatisch

Alle Bundesländer, die Studiengebühren erheben, bieten Studenten die Möglichkeit, sich das nötige Geld bis zum Ende des Studiums bei der Förderbank des Landes oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu leihen. Der Kredit kann ganz unkompliziert bei der Immatrikulation beantragt werden. Die Bank überweist den fälligen Betrag direkt an die Uni. Vorteile: Jeder Student hat Anspruch auf ein solches Darlehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner Bonität. Im Detail unterscheiden sich die Konditionen allerdings von Bundesland zu Bundesland. 

Studienkredit: Die Qual der Wahl

Die KfW-Bank, verschiedene Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken bieten Studienkredite an, die zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Erststudiums dienen sollen. Höhe, Dauer, Zinsen und weitere Konditionen der Darlehen sind dabei unterschiedlich, deshalb lohnt sich ein Vergleich. Bei der KfW-Bank ist beispielsweise die Darlehenslaufzeit ?exibel gestaltbar. Die Auszahlungsphase, in der die Studenten einen monatlichen Förderbeitrag zwischen 100 und 650 Euro erhalten, ist auf maximal fünf Jahre festgelegt.

Mit Studienabschlusskrediten die Prüfungsphase clever ?nanzieren

Studenten fällt es gerade in der Examenszeit schwer, Nebenjob und Lernen zu vereinbaren. Für diese Zeit bieten viele Studentenwerke Studienabschlusskredite an. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze aus. Auch die Bundesregierung bietet eine Förderung für diese besonderen Lernphasen: Ab der bestandenen Zwischenprüfung kann ein sogenannter Bildungskredit beantragt werden (www.bildungskredit.de). Studenten bekommen dabei bis zu 300 Euro pro Monat für maximal zwei Jahre.

Bildungsfonds: Schwer zu bekommen, leicht zurückzuzahlen

Für Geld aus diesen speziellen, von privaten Investoren gespeisten Fonds müssen sich Studenten in strengen Auswahlverfahren durchsetzen. Haben sie Erfolg, bekommen sie als Darlehen feste Beiträge für Lebenshaltungskosten. Im Gegenzug verp?ichten sich die Geförderten, nach dem Studium das Darlehen in den Fonds zurückzuzahlen. 

Weitere Informationen: Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat 33 Studienkredite, -darlehen und -fonds verglichen. Unter www.che-studienkredit-test.de stehen die Testergebnisse zum kostenlosen Download bereit.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienfinanzierung_maeuse_money_und_moneten_295.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>295</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:52:01</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Teste sich, wer kann</title>
		<description><![CDATA[Um die Chancen auf einen Studienplatz zu erhöhen, können angehende Medizinstudenten vor Beginn des Studiums den Mediziner-Test ablegen. Obwohl 1997 abgeschafft, haben einige Universitäten den freiwilligen Test für medizinische Studiengänge (TMS) als zusätzliches Auswahlkriterium für sich wieder entdeckt.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer sich für ein medizinisches oder zahnmedizinisches Studium in BadenWürttemberg, an der Medizinischen Fakultät der Universität Lübeck, der Medizinischen Fakultät der Universität Bochum, der Medizinischen und Zahnmedizinischen Fakultät der Universität Mainz, der Medizinischen Fakultät der Universität Leipzig (Humanmedizin) und Erlangen-Nürnberg (voraussichtlich Humanmedizin ab WS 11/12 ) interessiert, kann mit der Teilnahme am freiwilligen Mediziner-Test seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Eine Verschlechterung für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) ist durch die Teilname am Test ausgeschlossen. Je nach Fakultät ?ießen die Leistungen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze ein. Mit dem Testergebnis und der Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich angehende Mediziner zunächst bei hochschulstart.de und je nach Vorgabe der einzelnen Hochschule parallel bei der gewünschten Universität. Grundsätzlich werden in den Fächern Medizin, Pharmazie, Tiermedizin (nur WS) und Zahnmedizin 60 Prozent der Studienplätze über das Auswahlverfahren der Hochschule vergeben und 40 Prozent über hochschulstart.de entsprechend der Abiturdurchschnittsnoten und Wartezeiten.

An dem von der ITB-Consulting GmbH entwickelten Test kann jeder teilnehmen, der über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt. Gefragt sind das Grundverständnis für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit und eine rasche Auffassungsgabe – wichtige Voraussetzungen für das spätere Studium. In den Aufgaben müssen beispielsweise Muster zugeordnet, medizinische oder naturwissenschaftliche Sachverhalte nachvollzogen oder Diagramme und Tabellen interpretiert werden. Auch mathematische Sachaufgaben gehören zum Testspektrum.

Intensive Vorbereitung ist hilfreich

Eine gründliche Vorbereitung lohnt sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft – auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite des Organisationsbüros der Universität Heidelberg wird eine Informationsbroschüre zum Download angeboten, die alle notwendigen Hinweise sowie Beispielaufgaben enthält.

Der Test ?ndet einmal jährlich Anfang Mai an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Bis Januar laufen die Anmeldungen, spätestens am 30. Juni gibt es die Ergebnisse. 

Nähere Informationen: www.tms-info.org und www.hochschulstart.de sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/teste_sich_wer_kann_294.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>294</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:50:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder Auslandspraktikum: Wartesemester sinnvoll nutzen</title>
		<description><![CDATA[Um einen Studienplatz in ihrem Traumfach Medizin zu ergattern, sind zahlreiche Abiturienten auf Wartesemester angewiesen. Vorsemester-Kurse in den naturwissenschaftlichen Fächern, Ausbildungen in medizinischen Berufen sowie Auslandspraktika werden häu?g im späteren Studium angerechnet und können die Studienzeit verkürzen.]]></description>
		<text><![CDATA[Neben der Abi-Note sind die Wartesemester ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz. Die Zählung dieser Semester beginnt mit dem Erreichen des Abiturs, jedoch nur, während der Bewerber nicht an einer deutschen (Fach-) Hochschule immatrikuliert ist. Wer den NC für das Fach Medizin nicht erreicht hat und bei der bundesweiten Studienvergabe kein Glück hatte, sollte sich deshalb besser nicht resigniert für ein so genanntes „Parkstudium“ einschreiben, sondern die Wartezeit auf sein Traumstudium sinnvoll ausfüllen.

Vorsemester-Kurse schließen Lücken

Vorsemester-Kurse können zum Beispiel eine gute Vorbereitung auf ein anspruchsvolles Studium sein. Diese Kurse werden beispielsweise vom Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln angeboten. Dieser viermonatige Unterricht ist zwar mit Kosten verbunden, deckt dafür aber ein breites Spektrum ab und ist sehr umfangreich. Vorteil ist, dass eventuelle Lücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und damit gute Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium geschaffen werden. Vorkurse, die sich aber meist nur über ein bis zwei Wochen erstrecken, bieten auch die Medizinfakultäten der Universitäten Bochum, Marburg und Frankfurt an. In diesen Intensiv-Seminaren wird das Schulwissen in Biologie, Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt. An der Ruhr-Universität in Bochum sind ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten von anderen Universitäten zur Teilnahme eingeladen.

Eine Ausbildung vor dem Studium

Für alle, die länger auf ihren Studienplatz warten müssen, emp?ehlt es sich, eine Ausbildung vorzuschalten,  die sowohl nützlich als auch anrechenbar für das Medizinstudium ist. Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits- und Krankenp?eger.  Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten.

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer, da er am Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen muss.

Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenp?eger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung. Zum einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenp?egepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenp?ege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenp?ichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht  und dauert anderthalb Jahre, inklusive P?egepraktikum. Auch beliebt ist die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Praktikum im Ausland

Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig seinen Lebenslauf um eine interessante Facette zu ergänzen, ist ein P?egepraktikum im Ausland. Unternehmen organisieren gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt in Krankenhäusern in Argentinien, Rumänien, Nepal und vielen anderen Ländern. In der Regel erkennen die deutschen Universitäten diesen Auslandsaufenthalt als P?egepraktikum an.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vorsemester-kurse_ausbildung_oder_auslandspraktikum_wartesemester_sinnvoll_nutzen_293.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>293</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:49:59</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Helfer für jede Lebenslage: Ausbildungen auf dem Weg zum Medizinstudium</title>
		<description><![CDATA[Wer heutzutage Medizin studieren möchte, der stellt schnell fest, dass der erforderliche Notendurchschnitt sehr hoch liegt. Ein weiterer Einstieg in die Medizin sind Ausbildungen im Gesundheitsbereich. Egal, ob Diätassistenten, Hebammen oder Rettungsassistenten – viele Wege führen zum Patienten.]]></description>
		<text><![CDATA[Eigentlich wollte Tobias Jura oder Lehramt studieren, doch als es schließlich soweit war, kam alles ganz anders. Heute ist er Rettungsassistent mit der Aufgabe, Menschen in gesundheitlichen Krisensituationen zu helfen.

Nach seinem Abitur musste sich der heute 25-Jährige, wie viele junge Männer, mit der Frage auseinandersetzen – Wehr- oder Zivildienst? Für ihn stand recht schnell fest, dass er kein Soldat werden wollte, daher begab er sich auf die Suche nach einer Zivistelle. Besondere Aufmerksamkeit weckte dabei der Rettungsdienst und Krankentransport, wo er schließlich auch seinen Zivildienst ableistete. Während dieser Zeit wurde sein Interesse für Medizin geweckt und er beschloss, ein Studium in dieser Richtung zu absolvieren – ein typischer Weg in der Medizin. Der Zivildienst bietet für viele Ärzte und Sanitäter einen Einstieg in den Beruf, Quereinsteiger sind eher eine Seltenheit. Leider machte Tobias der Numerus Clausus einen Strich durch die Rechnung. Auch die zu diesem Zeitpunkt erforderlichen acht Wartesemester konnte er noch nicht nachweisen. Daher entschied er sich, die Zeit sinnvoll zu nutzen und ?ng schließlich eine Ausbildung zum Rettungsassistenten an.

Rettungsassistenten müssen Teamfähigkeit mitbringen

Diese werden häu?g als Verantwortliche eines Rettungswagens eingesetzt. Mit ihrer Arbeit bereiten sie Patienten medizinisch optimal auf einen sicheren Transport in ein Krankenhaus vor. An einer Einsatzstelle stehen sie dem Notarzt zur Seite oder arbeiten bei nicht lebensbedrohlichen Einsätzen eigenverantwortlich. „Ein Rettungsassistent muss in jedem Fall Teamfähigkeit mitbringen, denn am Einsatzort muss Hand in Hand gearbeitet werden“, beschreibt Tobias seinen Ausbildungsberuf. Natürlich ist auch Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen wichtig, denn viele Einsätze haben eher soziale als medizinische Hintergründe. In jedem Fall erfordern kritische Situationen einen kühlen Kopf und medizinischen Sachverstand, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können.“

Vielfältige Ausbildung

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten dauert zwei Jahre und ist in zwei Bereiche gegliedert. Im theoretischen Jahr werden den Auszubildenden an den Schulen notfallmedizinische Grundkenntnisse vermittelt. Neben dem Unterricht umfasst die Ausbildung auch ein Rettungswachen- und Klinikpraktikum. Während seiner Ausbildung durchlief Tobias alle möglichen Stationen, von der Intensivstation über die P?egepraxis bis hin zur Anästhesie, die Tobias besonders begeisterte. „Dort lernt man zum Beispiel bei invasiven Maßnahmen oder Narkosen zu assistieren.

Das ist im späteren Beruf sehr nützlich.“Anschließend folgt das Anerkennungsjahr auf einer Lehrrettungswache, in dem die angehenden Lebensretter viele praktische Erfahrungen sammeln. Rettungsassistenten werden zu vielen verschiedenen Notfällen gerufen – von Grippe bis zum Herzinfarkt. „Vor meiner Ausbildung habe ich beim Stichwort Rettungsassistent sofort an Krankenwagen und Blaulicht gedacht“, gesteht Tobias. „Diese Illusion habe ich aber schnell abgelegt, denn der Beruf bietet selten spektakuläre Notfälle.“

Alternativen zum Rettungsassistenten

Zum Rettungsassistenten gibt es viele Alternativen. Eine mögliche Berufsrichtung ist der Krankenp?eger. Dieser betreut die Patienten im Krankenhaus und kann sich zum Beispiel als Intensiv- oder Anästhesiep?eger weiterbilden. Tobias hat sich nach seiner Ausbildung und weiteren drei Jahren Berufserfahrung im Rettungsdienst für ein Medizinstudium entschieden. „Ich habe mich noch nicht genau festgelegt, aber ich denke, ich werde in Richtung Anästhesie gehen. Das hat mir schon während der Ausbildung sehr viel Spaß gemacht.“ Einen letzten Tipp hat er noch: „Was man aus der Ausbildung macht, liegt bei einem selber. Wer sich stetig weiter quali?ziert, wird auch Erfolgserlebnisse haben. Dann macht der Beruf auch nach Jahren noch Spaß.“

Tipps vom Exporeten

Um in Gesundheitsberufen tätig zu sein, müssen Menschen besondere Eigenschaften mitbringen. Claudia Dachs ist Hebamme, Diplom P?egepädagogin (FH) und Beirätin für den Bildungsbereich im Deutschen Hebammenverband. Sie weiß, worauf es ankommt:

1.) Emotionale Kompetenz ist ganz besonders wichtig. Bei der Arbeit mit Patienten müssen Menschen ihre eigenen Gefühle und die der anderen erkennen und damit angemessen umgehen können. Dies kann in jedem Alter erlernt und ausgebaut werden.

2.) In Gesundheitsberufen müssen sich die Beschäftigten immer wieder unabhängig von ?nanziellen Reizen selbst für ihre Arbeit begeistern und sich anspornen können.

3.) Bei der Arbeit müssen die Mitarbeiter Zeit und Ressourcen sinnvoll einteilen können.

4.) Auch die Fähigkeit, Kontakte zu knüpfen und zu p?egen, sollte vorhanden sein.

In der Medizin, P?ege und Geburtshilfe sind Menschen gefragt, die teamfähig sind, Selbstvertrauen haben und mit Freude den komplexen beru?ichen Alltag meistern. Sie sollten in der Lage sein, Probleme spontan zu lösen. Wissen veraltet so rasch wie die Jahreszeiten. Wir stehen täglich vor neuen Herausforderungen und sind aufgefordert, innovativ zu arbeiten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/helfer_fuer_jede_lebenslage_ausbildungen_auf_dem_weg_zum_medizinstudium_292.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_11_01.pdf</pdf>
		<author>Annalena Dierlam</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>292</guid>
		<pubdate>2010-11-02 09:47:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Attraktive Hochschulen im Land der Windmühlen</title>
		<description><![CDATA[Tulpen, Windmühlen, Goudakäse – die Niederlande mbieten weit mehr als gängige Klischees, zum Beispiel erstklassige Bildung. Mittlerweile zählen sie zu den attraktivsten Studienstandorten in Europa.]]></description>
		<text><![CDATA[Die westlichen Nachbarn bieten weltoffenen Bildungshungrigen viel: Die Universitäten sind in der Regel technisch sehr gut ausgestattet, das Zahlenverhältnis zwischen Studenten und Dozenten ist proportional ausgewogen. Überfüllte Hörsäle, wie sie von deutschen Universitäten bekannt sind, gibt es in den Niederlanden kaum. Hinzu kommt eine persönliche und umfassende Betreuung der Studenten durch Professoren und studentische Tutoren.

Geringe Zulassungsbeschränkungen
Zulassungsbeschränkungen sind in den Niederlanden, anders als in Deutschland, relativ selten. Während beispielsweise ein Studium der Molekularen Biomedizin in Deutschland einen recht guten Notendurchschnitt voraussetzt, ist dieser Studiengang in den Niederlanden überall zulassungsfrei. Dennoch gibt es auch in den Niederlanden stärker nachgefragte Studiengänge wie etwa Tier-, Human- und Zahnmedizin sowie einige Wirtschaftsstudiengänge, die dann in der Zulassung beschränkt werden. In einigen Studiengängen limitiert die niederländische Regierung die Zahl der Studienplätze an Hochschulen, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu verhindern.

Eine Besonderheit im Vergleich zu Studienangeboten in Deutschland sind die Studiengänge im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Krankenpflege oder Logopädie. Während diese Ausbildungen in Deutschland überwiegend an kostenpflichtigen Berufsfachschulen angesiedelt sind, werden diese Disziplinen in den Niederlanden auf Fachhochschulniveau ausgebildet. Die Nachfrage aus Deutschland nach derartigen Studienplätzen war und ist deshalb besonders groß.

Während in Deutschland vor Beginn des Bewerbungsverfahren bekannt gegeben werden muss, ob es unter Umständen eine Beschränkung und damit ein Auswahlverfahren gibt, ist es in den Niederlanden anders: Hier zeigt sich erst während des laufenden Verfahrens, ob eine Zulassungsbeschränkung nötig ist. Dies hängt dann von der Nachfrage ab. Möglich ist es daher auch, dass nur an einzelnen Hochschulen eine Zulassungsbeschränkung besteht und andere zulassungsfrei sind. Die Zulassungsbeschränkung in den Niederlanden wird als Numerus Fixus bezeichnet.

Bewerbungsfristen uneinheitlich
Einen einheitlich festgelegten Bewerbungstermin gibt es in den Niederlanden nicht. Bewerbungen werden, anders als in mDeutschland, bereits schon im Vorjahr des Studienjahres entgegen genommen. Viele Studiengänge lassen Bewerbungen bis kurz vor Studienbeginn (Beginn 1. September des Jahres) zu, also sogar noch im August. Dennoch wünschen sich die Hochschulen aus Planungsgründen eine rechtzeitige Bewerbung um einen Studienplatz, am besten im Dezember des Vorjahres. Bewerbungen sind auch ohne die Vorlage des Zeugnisses der Hochschulreife möglich, das erst später eingereicht werden muss. Gleiches gilt auch für den Nachweis der Sprachkenntnisse, die erst unmittelbar vor Studienbeginn vorliegen müssen und nicht schon bei der Bewerbung.

Unterschiedliche Sprachanforderungen
Fächer mit einer Zulassungsbeschränkung hingegen haben zumeist einen festen Bewerbungsschluss. Das Beste ist also, sich rechtzeitig an den infrage kommenden Universitäten und Hochschulen nach den Terminen der Bewerbungsverfahren zu erkundigen. Auch können auf diesem Wege eventuell vorhandene Aufnahmebedingungen erfragt werden, denn manche Universitäten verlangen Aufnahmegespräche oder Prüfungen. Auch die Sprachanforderungen variieren sehr stark. Mit der künftigen Hochschule sollte daher auf jeden Fall vor der zentralen Bewerbung über etwaige Anforderungen hinsichtlich Niederländisch, Schulfächern im Abschlusszeugnis und einer eventuellen künstlerischen oder anderen Aufnahmeprüfung gesprochen werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/attraktive_hochschulen_im_land_der_windmuehlen_290.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>290</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:59:19</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Medizinstudium in der Schweiz: Der Berg ruft</title>
		<description><![CDATA[In den vergangenen Jahren hat es deutsche Ärzte zuhauf ins Ausland gezogen, Arbeitsbedingungen und Bezahlung sind hierzulande allzu schlecht: Massenweise unbezahlte Überstunden, nicht enden wollende Bereitschaftsdienste und keine Aussicht auf Besserung. Bei diesen Bedingungen erliegen nicht wenige Mediziner dem Lockruf des Auslands.]]></description>
		<text><![CDATA[Dabei spielt die deutschsprachige mSchweiz nach Auskunft des Klinikärzteverbandes eine große Rolle. Im Jahr 2008 wanderten von rund 3000 min Deutschland praktizierenden Ärzte etwa ein Viertel zu den Eidgenossen ab. Neben der Muttersprache erwarten deutsche Mediziner dort erheblich bessere Arbeitszeiten, die Bezahlung ist großzügiger, die mgesamte Arbeitssituation weniger stressbehaftet als diesseits des Bodensees. In der deutschen Schweiz stammen ein Drittel der Klinikärzte aus Deutschland. Die Schweiz sei immer noch das beliebteste Land für auswanderungswillige Ärzte, informiert der Marburger Bund. Sogar für die „Uhus“, wie in der Schweiz die Unterassistenten, also Famulanten und PJ-ler, genannt werden, sei das Nachbarland attraktiv. Der Verdienst für Fachärzte in der Schweiz sei zwar nicht ganz so hoch wie in den USA. Doch immerhin: Während ein Assistenzarzt je nach Kanton etwa dreizehn Monatsgehälter in Höhe von rund 4500 Euro brutto erhalte, gehe ein Oberarzt mit 6000 bis 10 000 Euro brutto nach Hause. Das berichten ausgewanderte Mediziner. Die wöchentliche Arbeitszeit liege bei 50 Stunden pro Woche inklusive Bereitschaftsdienst. Zudem zahlten viele Krankenhäuser für Wochenend- und Nachtdienste einen erhöhten Stundenlohn.

Anerkennung von Facharztqualifikationen
Wer sich nach seinem Medizinstudium für einen Auslandsaufenthalt entscheidet, dürfte innerhalb des europäischen Wirtschaftsraums – EU und Schweiz – nicht auf Schwierigkeiten bei der Anerkennung von Facharztqualifikationen stoßen. Die Richtlinie 93/16 regelt die gegenseitige Anerkennung der medizinischen Ausbildung, ihr Anhang listet für jeden beteiligten Staat die Facharzttitel auf, die entsprechend anerkannt werden.

Stippvisite bei „DocSteps“
Wer Interesse an einem Medizinstudium mhat, der sollte im Frühjahr eine Stippvisite in Berlin einlegen. Dort findet am 17. und 18. April zum zweiten Mal der Kongress „DocSteps“ für (angehende) Medizinstudenten sowie für junge Ärzte im Congress Centrum statt, eine Anmeldung ist allerdings erforderlich. Das Event des Marburger Bundes bietet den Fachgästen und Interessierten ein umfangreiches Themenspektrum von den Berufs- und Arbeitsfeldern, über Krankenhausmanagement bis hin zum Arbeitsrecht und weltweite Karrieremöglichkeiten. Auf seiner Homepage (www.marburger-bund.de) stellt der Ärzteverband für Mitglieder Merkblätter und Informationsbroschüren zur Famulatur und Praktischem Jahr (PJ) im Ausland sowie zur ärztlichen Tätigkeit außerhalb Deutschlands bereit. In einer Extra-Broschüre wird die Schweiz als attraktives Arbeitsumfeld beschrieben. Darin enthalten sind auch ausführliche Informationen zur Studiendauer, Weiterbildung, Aufenthaltsgenehmigung, Stellensuche und vieles mehr.




Großes Studienangebot in der Schweiz

Besonders qualifizierte Studiengänge m– wer hat‘s erfunden? Natürlich nicht nur die Schweizer, aber tatsächlich bietet die Hochschullandschaft den Studenten eine Vielzahl interessanter Studienfächer an überschaubaren, bestens ausgestatteten Universitäten – eine echte Alternative zum Studium an deutschen Hochschulen.
So gilt die Universität von St. Gallen im mBereich der Wirtschaftswissenschaften als eine der besten Managerschmieden Europas. Kein Wunder, dass mittlerweile trotz der Studiengebühren schon jeder vierte Student, der in den Hörsälen der Schweizer Hochschulen sitzt, einen ausländischen Pass in der Tasche hat.

Zehn Universitäten gibt es in der Schweiz, hinzu kommen zwei eidgenössische Technische Hochschulen, neun Fachhochschulen und zahlreiche fachspezifische Hochschulen. Die Universitäten in Basel, St. Gallen, Luzern, Bern und Zürich liegen im deutschsprachigen Bereich, während sich die Universitäten von Lausanne, Neuenburg, Freiburg und Genf in der französischsprachigen Region befinden. Die Universität in Freiburg ist sowohl deutsch- als auch französischsprachig ausgelegt. Italienisch ist die Unterrichtssprache an der Universität in Lugano.
Wer sich in der Schweiz für ein Studium bewerben möchte, wendet sich direkt an die jeweilige Hochschule. Es empfiehlt sich, schon im Vorfeld genaue Informationen über die Aufnahmekriterien einzuholen, denn Schweizer Hochschulen haben sehr hohe Ansprüche bezüglich der Vorleistungen und Sprachkenntnisse. Falls die im Abitur erbrachten Leistungen für eine Hochschulzulassung in der Schweiz nicht ausreichen, muss der Bewerber die Schweizer oder kantonische Maturitätsprüfung absolvieren. Zulassungsbeschränkungen wie den Numerus Clausus kennen die Schweizer Hochschulen darüber hinaus nicht. Einzige Ausnahme sind die medizinischen Studiengänge: Einige Hochschulen nehmen aus Kapazitätsgründen keine ausländischen Medizinstudenten auf.

Weitere Informationen auf der Seite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten: www.crus.ch

www.studysurf.ch: Tipps und Neuigkeiten zum schweizerischen Studentenleben]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/medizinstudium_in_der_schweiz_der_berg_ruft_289.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>289</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:54:54</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Gute Aussichten für angehende Dolmetscher: Sprachtalente gesucht!</title>
		<description><![CDATA[Liebe zu Fremdsprachen, Stressresistenz, Flexibilität und eine große Portion Neugier auf Neues: Wer diese Voraussetzungen mitbringt, hat als Dolmetscher gute Chancen. Vor allem internationale Institutionen wie die EU-Kommission suchen kontinuierlich qualifizierten Nachwuchs.]]></description>
		<text><![CDATA[Große Leidenschaft für Sprache – das ist laut Ulrike Beyler die wichtigste Ressource, die Studenten, die Dolmetscher werden wollen, mitbringen sollten. „Sie müssen Fremdsprachen lieben, sich trauen, sie zu sprechen, über ein gutes Hörverständnis verfügen und sehr stressresistent sein“, so Beyler, Autorin des Ratgebers „Traumberufe mit Fremdsprachen“.
Zum Berufsziel führen verschiedene Wege: Die meisten Dolmetscher haben ein einschlägiges Studium an einer Uni oder mFachhochschule absolviert. Besonders renommiert sind die Studiengänge der Uni Mainz, Standort Germersheim, Uni Heidelberg, Uni Saarbrücken, Uni Leipzig und der FH Köln. Während die neu geschaffenen Bachelor-Angebote oft recht allgemein in die Übersetzungswissenschaft einführen, können sich fortgeschrittene Studenten mit dem Master-Studiengang „Konferenzdolmetschen“ auf ihr gewünschtes Tätigkeitsfeld spezialisieren. Das Studium umfasst Grammatik, Sprechfertigkeit, Landeskunde, Übersetzungsübungen und Training in den verschiedenen Dolmetschtechniken. Darüber hinaus stehen Sachfächer wie Technik, Wirtschaft oder Recht auf dem Stundenplan. „Damit stellt der angehende Dolmetscher unter Beweis, dass er sich schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann“, so Ulrike Beyler. Diese Fähigkeit sei auch im späteren Berufsleben – ob in der Wirtschaft oder in der Politik – unabdingbar.

Breite Allgemeinbildung erwünscht
Michael Fuchs, langjähriger Konferenzdolmetscher mbei der Europäischen Union mund inzwischen Sprach-Jurist beim Europäischen Parlament, empfiehlt angehenden Dolmetschern, allgemein neugierig und flexibel zu bleiben, um sich eine möglichst breite Allgemeinbildung zu sichern. Sie sollten zum Beispiel ständig die Berichterstattung der Medien in ihren Arbeitssprachen verfolgen, um über aktuelle Ereignisse und sprachliche Entwicklungen informiert zu sein, denn solche Kenntnisse werden in ihrem Job jederzeit erwartet. „Wenn Dolmetscher beispielsweise mit deutschen Konzepten wie ,Jamaika-Koalition‘, ,Riester-Rente‘ oder ,Großer Lauschangriff‘ nichts anfangen können, dann fällt es ihnen schwer, die Bedeutung in andere Sprachen zu übertragen, denn eine wörtliche Übersetzung hilft oft nicht weiter“, erläutert Fuchs.
Alle Studierenden müssen sich im Masterstudium mit zwei Fremdsprachen befassen. Dabei wird zwischen A-, B- und C-Sprache unterschieden: A-Sprache ist die Muttersprache, B-Sprache diejenige, aus der in die mMuttersprache gedolmetscht wird und umgekehrt. Die C-Sprache wird passiv gebraucht, das heißt man dolmetscht aus ihr in die Muttersprache. Doch für welche Fremdsprachenkombination sollten sich Studenten entscheiden? Ulrike Beyler rät Studienanfängern, die Entscheidung vor allem von der eigenen Vorliebe für bestimmte Sprachen und Kulturräume abhängig zu machen und nicht von der derzeitigen Marktsituation: „Arbeitsmarktprognosen können sich schnell ändern. Das Sprachenlernen erfordert viel Zeit und Energie, die man am besten in eine Sprache investiert, mit der man sich wohlfühlt.“ Die Nachfrage nach Englisch-Dolmetschern sei natürlich immer groß, aber auch das Erlernen von exotischen Sprachen könne sich lohnen, um sich in Marktnischen zu etablieren.

Weitere Sprachen für die Karriere
Das kann auch Carlota Jovani, Referatsleiterin Deutsche Sprache bei der Europäischen Kommission, bestätigen: „Wenige Jahre nach der Ost-Erweiterung sind in den EU-Institutionen natürlich nach wie vor Ostsprachen gefragt.“ Deshalb müssten aber nun nicht alle Studienanfänger Polnisch, Bulgarisch oder Estnisch lernen: „Die Sprachen, die allerdings in den meisten Sitzungen zum Einsatz kommen, sind Englisch, Französisch, Deutsch, Italienisch und Spanisch. Deswegen suchen wir in erster Linie gute Dolmetscher, die bereit sind, im Laufe ihrer Karriere noch weitere Sprachen hinzuzulernen.“

In Deutschland sind die meisten Dolmetscher mFreiberufler. Feste Stellen gibt es in internationalen Organisationen, Behörden wie dem Bundesnachrichtendienst (BND), einigen Bundesministerien und in den Sprachabteilungen großer Unternehmen. Ein großer Arbeitgeber für Dolmetscher ist das Auswärtige Amt in Berlin. Sein Sprachendienst beschäftigt etwa 60 Dolmetscher, Übersetzer, Terminologen und Dozenten. Bewerber sollten diplomatisches Feingefühl mitbringen und sich bei besonderen politischen Ereignissen auf Sondereinsätze einstellen. Dafür sind die Dolmetscher immer hautnah bei weltpolitischen Entscheidungen dabei.

Gut dotierte Jobs außerhalb Deutschlands bieten die drei Dolmetschdienste der EU-Institutionen. Aufgrund der Sprachvielfalt mder stetig wachsenden Gemeinschaft besteht dort kontinuierlich ein großer Bedarf an Sprachtalenten. Im Abstand von einigen Jahren finden regelmäßig allgemeine Auswahlverfahren zur Verbeamtung statt. Akkreditierungstests für Konferenzdolmetscher gibt es hingegen jedes Jahr. „Diejenigen, die diese Tests bestehen, werden auf eine gemeinsame Liste der freiberuflich für die EU arbeitenden Kollegen gesetzt und können dann für einzelne oder mehrere Tage von den Institutionen rekrutiert werden“, erläutert Carlota Jovani das Verfahren. Um den Dolmetsch-Nachwuchs gezielt anzusprechen, ist seit Ende November vergangenen Jahres ein kurzer Info-Clip der EU im Online Videoportal YouTube präsent.


Weitere Informationen

Buchtipp: Ulrike Beyler, „Traumberufe mit Fremdsprachen“ (2008), Redline Wirtschaft, FinanzBuch Verlag GmbH, ISBN 978-3-636-01581-5

Sprachportal der Europäischen Union
http://europa.eu/languages/de/home

Sprachendienst des Auswärtigen Amtes
www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/AAmt/Dienste/Sprachendienst.html]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/gute_aussichten_fuer_angehende_dolmetscher_sprachtalente_gesucht_288.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>Victoria Liesche</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>288</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:49:38</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienfinanzierung: Geld spielt (k)eine Rolle</title>
		<description><![CDATA[Miete, Essen, Bücher, Ausgehen . . . Das Leben ist teuer – vor allem als „armer Student“. mUm trotz Ebbe im Portemonnaie eine gute Ausbildung genießen zu dürfen, gibt es zahlreiche Fördermöglichkeiten.]]></description>
		<text><![CDATA[BAföG, Stipendien, Bildungskredite, mStudienbeitragsdarlehen – das Angebot an Finanzierungshilfen für Studenten ist vielfältig und oft verwirrend. Deshalb empfehlen Experten, vor einer mEntscheidung zunächst den individuellen Förderbedarf zu ermitteln. Auch über die eigenen Voraussetzungen sollten sich die Studenten klar werden: Liegt eine BaföGoder Stipendien-Berechtigung vor? Dann kann womöglich die Schuldenlast eines Studienkredits vermieden werden.

BAföG: Fast geschenktes Geld
Die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist der Klassiker der Studienfinanzierung. Anspruchsberechtigte Studenten erhalten während der Regelstudienzeit ein zinsloses Darlehen von maximal 648 Euro pro Monat. Darauf angerechnet werden das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern. Vorteile: Mit dem Verzicht auf Zinsen wird allen BAföG-Empfängern praktisch Geld „geschenkt“ (detaillierte Infos unter www.das-neue-bafoeg.de).

Mit guten Noten und Engagement zum Stipendium
Eine ganze Reihe von Stiftungen bietet in Deutschland Programme zur Begabtenförderung. Die finanzielle Unterstützung entspricht in der Regel dem persönlichen BAföG-Anspruch. Auch Stipendien werden also meist nicht unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Bewerber müssen neben guten Noten weitere formale Kriterien erfüllen, beispielsweise bestimmte Alters- und Semesterzahlen einhalten. Vorteil: Das Stipendium muss später nicht zurückgezahlt werden.

Zahlreiche Studiendarlehen, Studienkredite und Bildungsfonds ergänzen die herkömmlichen Finanzierungsformen wie Jobben, Stipendien, BAföG oder Unterstützung durch die Eltern. Die Angebote der Kreditinstitute unterscheiden sich deutlich mit Blick auf die finanzierten Verwendungszwecke und die jeweilige Ausgestaltung. Deshalb ist es anzuraten, sich vor Vertragsabschluss gründlich zu informieren.

Studienbeitragsdarlehen: Sorgenfrei und automatisch
Alle Bundesländer, die Studiengebühren erheben, bieten Studenten die Möglichkeit, sich das nötige Geld bis zum Ende des Studiums bei der Förderbank des Landes oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu leihen. Der Kredit kann ganz unkompliziert mbei der Immatrikulation beantragt werden. Die Bank überweist den fälligen Betrag direkt an die Uni. Vorteile: Jeder Student hat Anspruch auf ein solches Darlehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner Bonität. Im Detail unterscheiden sich die Konditionen allerdings von Bundesland zu Bundesland.

Studienkredit: Die Qual der Wahl
Die KfW-Bank, verschiedene Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken bieten Studienkredite an, die zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Erststudiums dienen sollen. Höhe, Dauer, Zinsen und weitere Konditionen der Darlehen sind dabei unterschiedlich, deshalb lohnt sich ein Vergleich. Bei der KfW-Bank ist beispielsweise die Darlehenslaufzeit flexibel gestaltbar. Die Auszahlungsphase, in der die Studenten einen monatlichen Förderbeitrag zwischen 100 und 650 Euro erhalten, ist auf maximal fünf Jahre festgelegt.

Mit Studienabschlusskrediten die Prüfungsphase clever finanzieren
Studenten fällt es gerade in der Examenszeit schwer, Nebenjob und Lernen zu vereinbaren. Für diese Zeit bieten viele Studentenwerke Studienabschlusskredite an. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze aus. Auch die Bundesregierung bietet eine mFörderung für diese besonderen Lernphasen: Ab der bestandenen Zwischenprüfung kann ein sogenannter Bildungskredit beantragt werden (www.bildungskredit.de). Studenten bekommen dabei bis zu 300 Euro pro Monat für maximal zwei Jahre.

Bildungsfonds: Schwer zu bekommen, leicht zurückzuzahlen
Für Geld aus diesen speziellen, von privaten Investoren gespeisten Fonds müssen sich Studenten in strengen Auswahlverfahren durchsetzen. Haben sie Erfolg, bekommen sie als Darlehen feste Beiträge für Lebenshaltungskosten. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach dem Studium das Darlehen in den Fonds zurückzuzahlen.

Weitere Informationen: Das Centrum für Hochschulentwicklung m(CHE) hat 33 Studienkredite, -darlehen und -fonds verglichen. Unter www.che-studienkredit-test.de stehen die Testergebnisse zum kostenlosen Download bereit.




Studiengebühren: Wo zahlt man am wenigsten?

Sie unterscheiden sich stark voneinander und haben erheblichen Einfluss auf die Auswahl des Studienortes – die mHöhe der Studiengebühren variiert von Bundesland zu Bundesland. Oft zahlt man bis zu 650 Euro pro Semester, einige Unis erheben hingegen gar keine Gebühren. Genaues Hinschauen bei der Studienortswahl lohnt sich also in jedem Fall, da jedes deutsche Bundesland selbst festlegen kann, wie teuer das Bezahl-Studium an seinen Ausbildungsstätten sein soll.

Baden-Württemberg: 500 Euro
Bayern: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro, an FHs mindestens 100 Euro, an Universitäten mindestens 300 Euro
Berlin: Vorerst keine, Studienkonten in der Diskussion
Brandenburg: Vorerst keine
Bremen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Hamburg: 375 Euro nachgelagert
Hessen: Vorerst keine, Studienkonten in der Diskussion
Mecklenburg-Vorpommern: keine
Niedersachsen: 500 Euro, für „Langzeitstudenten“ 600 – 800 Euro
Nordrhein-Westfalen: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro
Rheinland-Pfalz: Studienkonten – wer das Konto überzieht, zahlt 650 Euro pro Semester; die gleiche Höhe fällt auch beim Zweitstudium an
Saarland: Vorerst keine
Sachsen-Anhalt: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Sachsen: 300 – 450 Euro für das Zweitstudium
Schleswig-Holstein: Keine
Thüringen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienfinanzierung_geld_spielt_keine_rolle_287.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>287</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:44:31</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder Auslandspraktikum? Studienzeit durch Vorkenntnisse kurz halten</title>
		<description><![CDATA[Zahlreiche Abiturienten sind bei der „Jagd“ nach einem Studienplatz für ihr Traumfach Medizin auf mWartesemester angewiesen. Vorkurse in Biologie, Mathe, Physik und Chemie sowie Ausbildungen zum Rettungssanitäter oder Krankenpfleger sind hilfreich und werden teilweise für das spätere Studium angerechnet.]]></description>
		<text><![CDATA[Wenn das Abitur in der Tasche ist, beginnt die Zählung der Wartesemester. Die sind neben der Abi-Note ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz. Doch als Wartesemester gelten nur die Semester, in denen der Studienbewerber nicht an einer deutschen (Fach-) Hochschule immatrikuliert war. Wer den NC für das Fach Medizin nicht erreicht hat und bei der zentralen Studienvergabe leer ausgegangen ist, sollte sich deshalb besser nicht resigniert für ein sogenanntes „Parkstudium“ einschreiben, sondern die Wartezeit auf sein Traumstudium sinnvoll ausfüllen.

Vorsemester als Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung auf das anspruchsvolle Studium sind zum Beispiel spezielle Vorsemester. Solche Kurse bietet beispielsweise das Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln an – allerdings ist der intensive Unterricht mit recht hohen Kosten verbunden. Vorteil ist, dass eventuelle Lücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und damit gute Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium geschaffen werden. Wesentlich günstigere und zum Teil sogar kostenfreie Vorkurse, die sich aber meist nur über ein bis zwei Wochen erstrecken, bieten die Medizinfakultäten der Universitäten Bochum, Marburg und Frankfurt an. In diesen Intensiv- Seminaren wird das Schulwissen in Biologie, Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt. An der Ruhr-Universität in Bochum sind ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten von anderen Universitäten zur Teilnahme eingeladen.

Für alle, die länger auf ihren Studienplatz warten müssen, empfiehlt es sich, eine Ausbildung vorzuschalten, die sowohl nützlich als auch anrechenbar für das Medizinstudium ist. Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten.

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer, da er am Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen muss.

Fachkentnisse durch eine Ausbildung
Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung. Zum einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpflege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.
Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive Pflegepraktikum. Auch beliebt ist die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Pflegepraktikum im Ausland
Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig seinen Lebenslauf um eine interessante Facette zu ergänzen, ist ein Pflegepraktikum im Ausland.

Unternehmen wie beispielsweise die Firma Project Abroad organisieren gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt in Krankenhäusern in Argentinien, Rumänien, Nepal und vielen anderen Ländern. In der Regel erkennen die deutschen Universitäten diesen Auslandsaufenthalt als Pflegepraktikum an.




Teste sich, wer kann

Der Medizinertest vor Beginn des Studiums ist für angehende Medizinstudenten eine Möglichkeit, ihre Chancen auf einen Studienplatz zu verbessern. Nach seiner ganzheitlichen Abschaffung 1997, haben einige Universitäten den freiwilligen Test für medizinische Studiengänge (TMS) als zusätzliches Auswahlkriterium wieder eingeführt.

Wer sich für ein medizinisches oder zahnmedizinisches Studium in Baden- Württemberg, die Medizinische Fakultät der Universität Lübeck, die Medizinische Fakultät der Universität Bochum, die Medizinische und Zahnmedizinische Fakultät der Universität Mainz und die Medizinische Fakultät der Universität Leipzig (Humanmedizin) interessiert, kann mit der Teilnahme am freiwilligen Mediziner-Test seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Eine Verschlechterung für das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) ist durch die Teilname am Test ausgeschlossen. Je nach Fakultät fließen die Leistungen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze ein. Mit dem Testergebnis und der Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich angehende Mediziner zunächst bei hochschulSTART.de, der Nachfolgeeinrichtung der ZVS, und je nach Vorgabe der einzelnen Hochschule parallel bei der gewünschten Universität. Grundsätzlich werden in den Fächern Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin 60 Prozent der Studienplätze über das Auswahlverfahren der Hochschule vergeben und 40 Prozent über hochschulSTART.de entsprechend der Abiturdurchschnittsnoten und Wartezeiten.
An dem von der ITB-Consulting GmbH entwickelten Test kann jeder teilnehmen,
der über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt. Gefragt sind das Grundverständnis für mathematisch-naturwissenschaftliche Themen, räumliches Vorstellungsvermögen, Merkfähigkeit und eine rasche Auffassungsgabe – wichtige Voraussetzungen für das spätere Studium. In den Aufgaben müssen beispielsweise Muster zugeordnet, medizinische oder naturwissenschaftliche Sachverhalte nachvollzogen oder Diagramme und Tabellen interpretiert werden. Auch mathematische Sachaufgaben gehören zum Testspektrum.

Intensive Vorbereitung ist hilfreich
Eine gründliche Vorbereitung lohnt sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft – auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite des Organisationsbüros der Universität Heidelberg wird eine Informationsbroschüre zum Download angeboten, die alle notwendigen Hinweise sowie Beispielaufgaben enthält.
Der Test findet einmal jährlich Anfang Mai an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Bis Januar laufen die Anmeldungen, im Juli gibt es die Ergebnisse.

Nähere Informationen: www.tms-info.org und www.hochschulstart.de sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vorsemester-kurse_ausbildung_oder_auslandspraktikum_studienzeit_durch_vorkenntnisse_kurz_halten_286.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>286</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:34:41</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Täglich neue Herausforderungen: Zukunftsberuf Arzt</title>
		<description><![CDATA[Notärzte, Gynäkologen oder Chirurgen – Ärzte sind vielerorts Mangelware. Gute Aussichten also für Medizin-Interessierte, die beruflich Menschen helfen wollen. Türöffner ist oft eine Ausbildung im Gesundheitswesen.]]></description>
		<text><![CDATA[Unfall in der Bahnhofstraße: Bei der Meldung aus der Leitstelle springt das Rettungsteam auf und eilt zum Einsatzwagen. Benjamin Dirksen kennt die Arbeit im Rettungsdienst schon lange: Direkt nach dem Abitur wurde der 25-Jährige Rettungshelfer beim Deutschen Roten Kreuz (DRK) in Celle. Dabei entstand der Wunsch, dort Zivildienst zu leisten – eine gute Gelegenheit, den Lkw-Führerschein zu machen und sich zum Rettungssanitäter ausbilden zu lassen. Menschen vor Ort in unterschiedlichen Situationen zu erleben, fand er immer besonders spannend. „Im Einsatz kann ich selbst entscheiden, was zu tun ist und bin nicht von einem Oberarzt abhängig, wie in der Klinik“, schätzt Benjamin heute das damals in ihn gesetzte Vertrauen. „Die Einsätze sind oft gar nicht so dramatisch. Meist müssen die Menschen erst einmal beruhigt werden.“

Vor dem Studium erste Erfahrungen beim DRK gemacht
Vorsorglich bewarb er sich nach dem Zivildienst um einen Studienplatz in Medizin – und arbeitete erst einmal weiter beim DRK. Mit einem Abischnitt von 1,8 erhielt er prompt einen Platz in Göttingen. Doch er tat, was kaum jemand tun würde, und lehnte ab. Die praktische Arbeit machte zu großen Spaß. Außerdem schien es ihm sinnvoll, vor dem Studium zunächst etwas Geld zu verdienen. Nach einem Dreivierteljahr bewarb sich Benjamin erneut und bekam im Nachrückverfahren einen Studienplatz in Lübeck und besucht seit November 2006 die medizinische Fakultät.
Für viele ist eine Ausbildung im Gesundheitswesen eine Alternative, um die Wartezeit bis zum Medizinstudium zu überbrücken. Gesundheits- und Krankenpfleger, Rettungssanitäter oder Physiotherapeut sind typische Ausbildungen; doch es geht auch spezieller, beispielsweise als Logopäde, Augenoptiker oder Hörgeräteakustiker. Von den Fachkenntnissen und dem Umgang mit Patienten profitieren die angehenden Ärzte vor allem im praktischen Teil ihres Studiums.

Große Hürde: Das Physikum
Dort steht nach vier Semestern die größte Hürde an: das Physikum. In schriftlichen und mündlichen Prüfungen müssen die Studenten ihr Wissen in Anatomie, Physiologie, Biochemie und Psychologie unter Beweis stellen. „Schon vor dem Physikum wird gesiebt“, weiß Benjamin. „Die Zulassung zu bekommen, ist das Schwierigste.“ Als er die umfassende Zwischenprüfung im Juli 2008 bestanden hatte, war die Freunde groß. „Danach konnte ich das Wissen im Krankenhaus praktisch anwenden und habe die Zusammenhänge viel besser verstanden“, sieht der Medizin-Student heute klarer. In Lübeck sei das Studium sehr praxisorientiert, berichtet er, denn die Studenten arbeiten viele Wochen auf den Stationen im Krankenhaus und werden in kleinen Gruppen betreut. Allerdings vermisse er manchmal Informationen über alternative Heilmethoden und Übungen in der Gesprächsführung mit Patienten. „Die Studenten werden im Klinikalltag ganz schön ins kalte Wasser geworfen“, findet er. Durch die Erfahrung im Rettungsdienst hatte er selbst allerdings wenig Scheu im Umgang mit den Patienten. Er kann während des Patientengesprächs, beispielsweise zur Ermittlung der Krankengeschichte in Bezug auf die aktuelle Erkrankung (Anamnese), die richtigen Fragen stellen und einschätzen, welche Informationen nützlich sein könnten.
Im Berufsalltag haben Ärzte mit Menschen verschiedener Nationalitäten zu tun und müssen wissenschaftliche Studien lesen, die häufig auf Englisch verfasst sind. Es lohnt sich also, Fremdsprachenkenntnisse auszubauen. Benjamin verbringt daher einen Teil seiner viermonatigen Famulatur im englischsprachigen Ausland: Zur Wahl stehen vier Wochen Praktikum in einer Klinik im schottischen Aberdeen oder in Estland.

Spezialisierung auf Innere Medizin
Welchen Facharzt er nach dem Praktischen Jahr (PJ) und dem zweiten Staatsexamen im Frühjahr 2012 anstrebt, weiß er auch schon: „Um Notarzt zu werden, bietet sich eine Spezialisierung auf Innere Medizin an. Damit könnte ich mich später auch mit in einer eigenen Praxis niederlassen.“ Bis dahin jobbt er studienbegleitend in der Notaufnahme der Lübecker Uniklinik. Aufgrund seiner Zusatzausbildung im Rettungsdienst darf er dort Patienten aufnehmen, ihre Vitalparameter messen und ihnen Medikamente verabreichen. Sein Ziel: Schon während der Facharztausbildung für Innere Medizin eine Weiterbildung als Rettungsmediziner zu absolvieren, damit er als verantwortlicher Arzt Rettungseinsätze leiten darf. Schließlich ist ein Notfall für Benjamin schon Routine.




Tipps vom Experten

Um einen Pflegeberuf zu erlernen, werden einige Eigenschaften vorausgesetzt. Diese fasst Johanna Knüppel, Referentin beim Deutschen Berufsverband für Pflegeberufe (DBfK), in drei Kategorien zusammen:
a) Leistungsvermögen: Pflegepersonal sollte physisch gesund sein, denn bei der Arbeit wird viel gelaufen und gehoben. Die Beschäftigten müssen mit den Händen geschickt sein sowie gut sehen und hören können. Aber auch das intellektuelle Potenzial ist wichtig, beispielsweise die mündliche und schriftliche Ausdrucksfähigkeit und Rechtschreibung. Bei der Dosierung von Medikamenten sind Rechenkenntnisse und bei Krankenbeobachtung und Behandlungspflege gute Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit gefragt.
b) Soziale Kompetenz: Für den Umgang mit Pflegebedürftigen sind Einfühlungsvermögen, Geduld und Toleranz wichtig. In der Zusammenarbeit mit den Kollegen wird im Team gearbeitet, wobei auch Konflikte bewältigt werden müssen. Soziale Umgangsformen sowie Kritikfähigkeit werden ebenfalls benötigt.
c) Motivation: Wer Menschen pflegen möchte, sollte sich für ihre Lebenswelt interessieren, aber auch Interesse an medizinischen und wissenschaftlichen Zusammenhängen zeigen. Außerdem sollte er mit belastenden Faktoren wie Leiden und Sterben sowie Ekelgefühlen umgehen können.
Sind diese Anforderungen erfüllt, sieht Johanna Knüppel für Bewerber gute Chancen, den Pflegeberuf erfolgreich und zufrieden ausüben zu können.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/taeglich_neue_herausforderungen_zukunftsberuf_arzt_285.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_02.pdf</pdf>
		<author>Simone Böhnisch</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>285</guid>
		<pubdate>2010-04-01 10:26:38</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden“</title>
		<description><![CDATA[Aufgewachsen im grenznahen Emmerich, war der Weg in die Niederlande für Anne Swhajor nicht weit. Die Radboud Universiteit Nijmegen überzeugte sie bereits am „Tag der offenen Tür“ – mittlerweile hat die 26-Jährige einen Studienabschluss in Psychologie in der Tasche und ist kurz davor, ihr Zweitstudium der Religionswissenschaft zu beenden.]]></description>
		<text><![CDATA[Schon bevor sie sich entschied, zum Studieren in die Niederlande zu gehen, hatte Anne Swhajor enge Verbindungen zum westlichen Nachbarland: Ihre Mutter ist Niederländerin und vom niederrheinischen Emmerich, dem Ort, wo sie aufgewachsen ist, liegt die Grenze nur einen Katzensprung entfernt. Als es nach dem Abi darum ging, einen Studienort auszuwählen, besuchte sie deshalb auch die Informationstage niederländischer Hochschulen. Besonders gut gefiel es ihr an der Radboud Universiteit in Nijmegen, und sie war überglücklich, als sie dort einen Platz in ihrem Traum-Studiengang Psychologie
erhielt.

Reibungslos und unbürokratisch
Der Start verlief reibungslos: „Die Einschreibung und Anmeldung war überhaupt nicht bürokratisch. Außerdem sind die Ansprechpartner und Dozenten alle sehr locker und menschlich und helfen gerne weiter“, ist Annes Erfahrung. Auch die traditionsreiche Studentenstadt Nijmegen gefiel ihr auf Anhieb, und das Kontakte-Knüpfen fiel nicht schwer. „Zuerst waren wir Studenten aus Deutschland eher unter uns, aber mittlerweile ist mein Freundeskreis sehr gemischt“, so die Studentin.
Vor Studienbeginn musste Anne – trotz ihrer guten Sprachkenntnisse – wie alle ausländischen Bewerber einen Niederländisch-Test absolvieren, das obligatorische NT2-Examen. „Studienanwärter, die noch nicht so fit in der Sprache sind, können an der Uni fünf Wochen lang einen Intensivkurs belegen“, weiß die 26-Jährige. Die Teilnahmegebühren von rund 1200 Euro bekommen die Studenten zurückerstattet, wenn sie im ersten Studienjahr mindestens 30 ECTS-Leistungspunkte erreichen: Ein guter Anreiz, direkt ab Studienbeginn richtig durchzustarten.

Auch Anne hat die Erfahrung gemacht, dass im ersten Studienjahr besondere Anstrengungen nötig sind: „In den Niederlanden gibt es zwar in vielen Fächern nicht so hohe NC-Hürden wie in Deutschland, dafür wird im ersten Jahr extrem ausgesiebt.“ Alle zwei bis sechs Wochen standen Klausuren auf dem Programm, ständig musste sie für mehrere Fächer parallel pauken. Am Ende des Jahres war die Zahl der Studenten um ein Viertel geschrumpft – Anne aber zum Glück noch dabei.

Positive Erfahrungen
Wenn sie jetzt, am Ende des Studiums, auf ihre Studienzeit in den Niederlanden zurückblickt, kommt sie eindeutig zu dem Schluss: „Ich würde mich immer wieder dafür entscheiden.“ Während des Psychologiestudiums spezialisierte sie sich auf Religions- und Kulturpsychologie. Dazu gehörten Seminare zu Jugendkulturen und zur multikulturellen Gesellschaft. Auch die Psychologie der Magie stand auf dem Stundenplan. Um den fachlichen Hintergrund noch zu erweitern, schrieb sie sich gleichzeitig für Religionswissenschaften ein. Dort ist sie, im Gegensatz zum Fach Psychologie, die einzige deutsche Studentin. Seit Juni hat sie nun den Master in Psychologie in der Tasche, im nächsten Jahr will sie dann ihr Zweitstudium abschließen. Sie plant, in ihrer Masterthesis das Thema „Sterben und Tod“ zu bearbeiten, unter spezieller Berücksichtigung des Buddhismus. Und nach dem Studium? Anne würde in Zukunft gerne weiter wissenschaftlich arbeiten und Fragen der Religionswissenschaft und der Psychologie erforschen. Ob in den Niederlanden, in Deutschland oder in einem anderen Land – da will sie sich nicht festlegen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ich_wuerde_mich_immer_wieder_dafuer_entscheiden_284.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>Victoria Liesche</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>284</guid>
		<pubdate>2009-11-11 15:19:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren im orangen Königreich</title>
		<description><![CDATA[Tulpen, Windmühlen, Goudakäse – die Niederlande bieten weit mehr als gängige Klischees, zum Beispiel erstklassige Bildung. Mittlerweile zählen sie zu den attraktivsten Studienstandorten in Europa.]]></description>
		<text><![CDATA[Die westlichen Nachbarn bieten weltoffenen Bildungshungrigen viel: Die Universitäten sind in der Regel technisch sehr gut ausgestattet, das Zahlenverhältnis zwischen Studenten und Dozenten ist ausgewogen. Überfüllte Hörsäle, wie sie von deutschen Universitäten bekannt sind, gibt es in den Niederlanden kaum. Hinzu kommt eine persönliche und umfassende Betreuung der Studenten durch Professoren und studentische Tutoren.
Zulassungsbeschränkungen sind in den Niederlanden, anders als in Deutschland, relativ selten. Während beispielsweise ein Studium der Molekularen Biomedizin in Deutschland einen recht guten Notendurchschnitt voraussetzt, ist dieser Studiengang in den Niederlanden überall zulassungsfrei. Dennoch gibt es auch in den Niederlanden stärker nachgefragte Studiengänge wie beispielsweise Tier-, Human- und Zahnmedizin sowie einige Wirtschaftsstudiengänge, die in der Zulassung beschränkt werden. In einigen Studiengängen limitiert die niederländische Regierung die Zahl der Studienplätze an Hochschulen, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu verhindern.

Interessante Fachhochschulstudiengänge
Eine Besonderheit im Vergleich zu Studienangeboten in Deutschland sind die Studiengänge im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Krankenpflege oder Logopädie. Während diese Ausbildungen in Deutschland überwiegend an kostenpflichtigen Berufsfachschulen angesiedelt sind, werden diese in den Niederlanden auf Fachhochschulniveau ausgebildet. Die Nachfrage aus Deutschland nach derartigen Studienplätzen war und ist deshalb besonders groß.
Während in Deutschland vor Beginn des Bewerbungsverfahren bekannt gegeben werden muss, ob es unter Umständen eine Beschränkung und damit ein Auswahlverfahren gibt, ist es in den Niederlanden anders: Hier zeigt sich erst während des laufenden Verfahrens, ob eine Zulassungsbeschränkung nötig ist. Dies hängt von der Nachfrage ab. Möglich ist es daher auch, dass nur an einzelnen Hochschulen eine Zulassungsbeschränkung besteht und andere zulassungsfrei sind. Die Zulassungsbeschränkung in den Niederlanden wird als Numerus Fixus bezeichnet.
Einen einheitlich festgelegten Bewerbungstermin gibt es in den Niederlanden nicht. Bewerbungen werden, anders als in Deutschland, bereits schon im Vorjahr des Studienjahres entgegen genommen. Viele Studiengänge lassen Bewerbungen bis kurz vor Studienbeginn (Beginn 1. September des Jahres) zu, also sogar noch im August. Dennoch wünschen sich die Hochschulen aus Planungsgründen eine rechtzeitige Bewerbung um einen Studienplatz, am besten im Dezember des Vorjahres. Bewerbungen sind auch ohne die Vorlage des Zeugnisses der Hochschulreife möglich. Dieses muss erst später vorgezeigt werden. Dies gilt auch für den Nachweis der Sprachkenntnisse. Sie müssen erst unmittelbar vor Studienbeginn vorliegen und nicht schon bei der Bewerbung nachgewiesen werden.
Fächer mit einer Zulassungsbeschränkung hingegen haben zumeist einen festen Bewerbungsschluss. Das beste ist also, sich rechtzeitig an den in Frage kommenden Universitäten und Hochschulen nach den Terminen der Bewerbungsverfahren zu erkundigen. Auch können auf diesem Wege eventuell vorhandene Aufnahmebedingungen erfragt werden, denn manche Universitäten verlangen Aufnahmegespräche oder Prüfungen.

Unterschiedliche Sprachanforderungen
Auch die Sprachanforderungen variieren sehr stark. Mit der künftigen Hochschule sollte daher auf jeden Fall vor der zentralen Bewerbung über etwaige Anforderungen hinsichtlich Niederländisch, Schulfächern im Abschlusszeugnis und einer eventuellen künstlerischen oder anderen Aufnahmeprüfung gesprochen werden.



Wo gibt’s Infos zum Studium in den Niederlanden?

Wer sich für ein Studium in den Niederlanden interessiert, kann zwischen unterschiedlichen Informationsquellen wählen. Der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und zahlreiche deutsche und niederländische Internetseiten bieten umfangreiche Hinweise und Tipps.

www.studieren-in-holland.de
Umfangreiche Homepage mit wichtigen Informationen und Erfahrungsberichten müber ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl
Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen, sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl
Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen, ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl
Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos rund um den niederländischen Sprachtest, sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

Aber natürlich gibt es auch Ratgeber in Buchform, die sich mit dem Studium beim westlichen Nachbarn und den nötigen Voraussetzungen auseinander setzen. So informiert etwa das Handbuch „Studieren in den Niederlanden“ von Jörg Mielczarek über zulassungsbeschränkte Studiengänge, erforderliche Eignungstests und den Nachweis von Sprachkenntnissen an den niederländischen Hochschulen. Besonderer Vorzug des Werks: Es wird im Digitaldruck erstellt und nicht in Großauflagen vorproduziert. So ist gewährleistet, dass laufend Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet werden können und das Buch so immer auf dem aktuellen Stand ist. Erhältlich ist der Titel für 17,90 Euro im Buchhandel oder im Internet.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_im_orangen_koenigreich_283.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>283</guid>
		<pubdate>2009-11-11 15:16:19</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Schweizerische Hochschulen setzen auf Praxisnähe: Auf dem Weg zum (Karriere-)Gipfel</title>
		<description><![CDATA[Französisch, Italienisch oder doch lieber Deutsch? Wer in der Schweiz studieren will, hat in puncto Sprache die Qual der Wahl. Zudem sind die Hochschulen des Alpenlandes bekannt für ihr hohes Niveau.]]></description>
		<text><![CDATA[Auslandserfahrung ist immer ein Pluspunkt. Bei einem Studium in der Schweiz – sei es nun im französisch-, italienisch- oder deutschsprachigen Teil – können die Studenten sicher sein, aufgrund des hohen Niveaus der Hochschulausbildung schon während des Studiums die ersten Sprossen der Karriereleiter zu erklimmen.

Ausgezeichnete Praxisnähe
Neben der reizvollen Landschaft und den vielfältigen Freizeitmöglichkeiten liegt der Vorteil eines Studiums in der Schweiz in der außergewöhnlichen Praxisnähe, die Wirtschaft und Wissenschaft eng miteinander verzahnt. Das war auch eines der Argumente, die Andrea Bitzer davon überzeugten, ein Master-Studium in der Schweiz aufzunehmen. Mittlerweile steht die 24-jährige Deutsche kurz vor ihrem Abschluss im neu geschaffenen Masterprogramm „Product Design &amp; Management“ der Hochschule Luzern. Nach ihrem Bachelor-Abschluss im Fach Textilmanagement an der Hochschule Reutlingen sammelte sie zunächst Erfahrungen bei renommierten Bekleidungsfirmen, wie zum Beispiel bei Hugo Boss, und besuchte eine Kunstschule. Mit der Zeit entwickelte Andrea den Wunsch, ihre Leidenschaft für Design mit wirtschaftlichem Know-how zu verbinden. Die interdisziplinäre Ausrichtung des Master-Studiengangs an der Hochschule Luzern war genau das Richtige für sie. „Schon beim Vorstellungsgespräch an der Hochschule habe ich mich sehr wohl gefühlt. Es war eher eine Unterhaltung über meine Motivation als eine Prüfungssituation“, erinnert sich Andrea.

Vor Studienbeginn hatte sie zunächst einige bürokratische Hürden zu überwinden: Aufenthaltsgenehmigung beantragen, Konto eröffnen, Versicherungen informieren. „Ich kann nur raten, sich für diese organisatorischen Dinge genug Zeit zu nehmen und sich genau zu erkundigen“, so die Studentin. Zum Beispiel kann es sich in einigen Kantonen lohnen, seinen Wohnsitz in die Schweiz zu verlegen, da ausländische Studenten dann beantragen können, lediglich
die gleichen Studiengebühren wie ihre Schweizer Kommilitonen zu bezahlen und sich zusätzliche Abgaben sparen. Die Höhe der Studiengebühren ist in der Schweiz nicht einheitlich geregelt. Je nach Universität und Kanton variieren die Kosten. Neben dem von jedem Studierenden zu entrichtenden „Kollegiengeld“ fallen weitere Gebühren für die Unfallkasse, Bibliotheken und studentische Organisationen an. Die jährlichen Studiengebühren liegen etwa zwischen 650 und 1500 Euro.

Inspirierender Austausch
Aus ihrem Bachelor-Studiengang kannte Andrea Bitzer sehr straffe Studienstrukturen. Jetzt, beim Masterstudium in Luzern, steht abwechslungsreiche Projektarbeit auf dem Programm. „Wir können sehr viel selbst entscheiden und Schwerpunkte nach unseren Interessen ausrichten“, lobt die angehende Textilmanagerin. Gute Bedingungen für erfolgreiche Präsentationen bieten die hilfsbereiten Dozenten und die Arbeitsräume: Jeder Design-Student erhält einen eigenen Platz im Atelier der Hochschule. Auch den Austausch mit den anderen Fachrichtungen der Teilschule Design &amp; Kunst findet sie sehr inspirierend. „Mittlerweile verstehe ich auch das Schwyzerdütsch der einheimischen Studenten ganz gut“, lacht Andrea. Während der Seminare wird ihr und den anderen ausländischen Studierenden zuliebe aber weiterhin Hochdeutsch gesprochen.



Großes Studienangebot in der Schweiz

Besonders qualifizierte Studiengänge – wer hat’s erfunden? Natürlich nicht nur die Schweizer, aber tatsächlich bietet die Hochschullandschaft den Studenten eine Vielzahl interessanter Studienfächer an überschaubaren, bestens ausgestatteten Universitäten – eine echte Alternative zum Studium an deutschen Hochschulen.
So gilt die Universität von St. Gallen im Bereich der Wirtschaftswissenschaften als eine der besten Managerschmieden Europas. Kein Wunder, dass mittlerweile trotz der Studiengebühren schon jeder vierte Student, der in den Hörsälen der schweizerischen Hochschulen sitzt, einen ausländischen Pass in der Tasche hat. Zehn Universitäten gibt es in der Schweiz, hinzu kommen zwei Eidgenössische Technische Hochschulen, neun Fachhochschulen und zahlreiche fachspezifische Hochschulen. Die Universitäten in Basel, St. Gallen, Luzern, Bern und Zürich liegen im deutschsprachigen Bereich, während sich die Universitäten von Lausanne, Neuenburg, Freiburg und Genf in der französischsprachigen Region befinden. Die Universität in Freiburg ist sowohl deutschals auch französischsprachig ausgelegt. Italienisch ist die Unterrichtssprache an der Universität in Lugano.

Wer sich in der Schweiz für ein Studium bewerben möchte, wendet sich direkt an die jeweilige Hochschule. Es empfiehlt sich, schon im Vorfeld genaue Informationen über die Aufnahmekriterien einzuholen, denn schweizerische Hochschulen haben sehr hohe Ansprüche bezüglich der Vorleistungen und Sprachkenntnisse. Falls die im Abitur erbrachten Leistungen für eine Hochschulzulassung in der Schweiz nicht ausreichen, muss der Bewerber die schweizerische oder kantonische Maturitätsprüfung absolvieren. Zulassungsbeschränkungen wie den Numerus clausus kennen die schweizerischen Hochschulen darüber hinaus nicht. Einzige Ausnahme sind die medizinischen Studiengänge: Einige Hochschulen nehmen aus Kapazitätsgründen keine ausländischen Medizinstudenten auf.

Weitere Informationen auf der Seite der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten: www.crus.ch

Tipps und Neuigkeiten zum schweizerischen Studentenleben: www.studysurf.ch]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/schweizerische_hochschulen_setzen_auf_praxisnaehe_auf_dem_weg_zum_karriere-gipfel_282.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>282</guid>
		<pubdate>2009-11-11 15:10:34</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Auslandssemester in Australien liegen klar im Trend</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Im Laufe der letzten zehn Jahre hat sich Australien bei deutschen Abiturienten und Studenten zu einem der beliebtesten Zielländer für ein Auslandsstudium entwickelt. Während noch im Jahr 1998 insgesamt nur etwa 300 Deutsche ein Studium in Australien antraten, waren es 2008 bereits mehr als 4000 – Tendenz steigend!
Diese Entwicklung ist zum einen auf die gestiegene Faszination zurückzuführen, die Australien mit seiner grandiosen Tier- und Pflanzenwelt und der oft zitierten „laid back“ Mentalität seiner Einwohner auf viele Deutsche ausübt. Von den tropischen Regenwäldern im Nordosten über die staubig-trockenen Weiten des Outbacks im Zentrum des Kontinents bis hin zu den Surferparadiesen der Gold Coast und den quirligen Metropolen Sydney, Brisbane und Melbourne bietet Australien ausreichend Abwechslung für jeden Geschmack.

Hochgradige Universitäten
Zum anderen hat sich inzwischen unter deutschen Abiturienten und Studenten mehr und mehr herumgesprochen, dass Australien zusätzlich zu faszinierender Landschaft und entspanntem Lebensstil auch hervorragende Universitäten zu bieten hat. Insgesamt gibt es in Australien derzeit rund 40 überwiegend staatliche Universitäten. Diese sind in Bezug auf ihre Lehre weitaus homogener als die Hochschulen in vielen anderen Ländern. Hervorragende Studienbedingungen mit engagierten Professoren, kleinen Kursen, einer praxisnahen, anwendungsbezogenen Lehre und eine schier unbegrenzte Auswahl von Studiengängen und Spezialisierungsmöglichkeiten tragen zum exzellenten Ruf des australischen Hochschulsystems bei.

Hochschulen vorab prüfen
Bei aller Homogenität besitzt jede australische Universität natürlich ihr ganz eigenes Profil und unterscheidet sich nicht nur durch ihre Lage und Größe, sondern auch durch die angebotenen Studienfächer und Kombinationsmöglichkeiten sowie ihre Ausrichtung als vorwiegend lehr- oder forschungsbasierte Universität von den anderen Hochschulen des Landes. Nicht jede Universität ist daher für jeden Studenten geeignet und es ist wichtig, sich vorab genau zu informieren, um die für das jeweilige Studienvorhaben und die persönlichen Interessen passende Universität zu finden.
Bei deutschen Studenten besonders beliebt sind die so genannten „Study Abroad“-Programme, die von nahezu allen australischen Universitäten angeboten werden. Im Rahmen dieser Programme können internationale Studenten für ein oder zwei Semester an einer australischen Universität studieren. Die Zulassung für das „Study Abroad“-Programm ist dabei nicht auf einen bestimmten Fachbereich oder gar einen einzelnen Studiengang beschränkt, sondern die Bewerber können sich ihre Kurse weitgehend frei aus dem gesamten Kursangebot zusammenstellen und somit auch Kurse aus verschiedenen Studienrichtungen kombinieren. Begrenzt wird die Kurswahl in der Regel nur durch das Studienangebot selbst, die verfügbaren Plätze in den Kursen sowie die persönlichen Vorkenntnisse.

Für deutsche Studenten bietet die Flexibilität der „Study Abroad“ Programme große Vorteile, da sie es ihnen ermöglicht, bereits vor Beginn des Auslandssemesters die spätere Anrechnung der in Australien belegten Kurse mit dem Prüfungsamt der deutschen Heimatuniversität oder –fachhochschule abzuklären.
Voraussetzung für die Teilnahme an einem solchen „Study Abroad“-Programm ist in der Regel das Abitur oder Fachabitur, wobei einige australische Universitäten darüber hinaus verlangen, das zum Zeitpunkt der Abreise nach Australien bereits mindestens ein Studienjahr an einer deutschen Universität oder Fachhochschule abgeschlossen wurde. Außerdem müssen ausreichend gute Sprachkenntnisse nachgewiesen werden. Dieser Nachweis erfolgt normalerweise über einen kostenpflichtigen standardisierten Englischtest wie den TOEFL (Test of English as a Foreign Language) oder IELTS (International English Language Testing System). Zahlreiche australische Universitäten akzeptieren jedoch auch alternative Sprachnachweise wie eine bestimmte Englischnote im Abiturzeugnis oder den so genannten DAAD-Test, der in der Regel kostenlos an der deutschen Heimathochschule absolviert werden kann.

Finanzierungsmöglichkeiten
Zur Finanzierung eines Auslandssemesters in Australien eignet sich vor allem das so genannte Auslands-BAföG. Diese häufig unterschätzte staatliche Förderung beinhaltet sowohl einen Zuschuss zu den Studiengebühren in Australien in Höhe von bis zu 4600 Euro für maximal ein Studienjahr als auch eine Flugkostenpauschale in Höhe von 1000 Euro sowie Zuschläge für eine Auslandskrankenversicherung und die höheren Lebenshaltungskosten in Australien. Aufgrund höherer Förderungssätze und Bedarfsgrenzen können auch Studenten, die aufgrund der Einkommenssituation ihrer Eltern keinen Anspruch auf Inlands-BAföG haben, eine Förderung für ihr Auslandsstudium erhalten. Es ist deshalb auf jeden Fall sinnvoll, frühzeitig das für die Antragstellung zuständige Studentenwerk Marburg zu kontaktieren und die Möglichkeit einer Förderung abzuklären, dann steht dem Auslandssemester in Australien nichts mehr im Wege!

Kontakt

Kostenlose Beratung und nähere Infos zum Thema bietet
www.college-contact.com]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/auslandssemester_in_australien_liegen_klar_im_trend_281.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>281</guid>
		<pubdate>2009-11-11 14:06:48</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Money, Money, Money</title>
		<description><![CDATA[Auch Studenten können nicht nur von Luft und Liebe leben. Wohnen, Essen, Bücher und nicht zuletzt die Studiengebühren müssen finanziert werden – längst nicht jeder hat wohlhabende Eltern oder einen lukrativen Nebenjob. Zum Glück gibt es Fördermöglichkeiten.]]></description>
		<text><![CDATA[BAföG, Stipendien, Bildungskredite, Studienbeitragsdarlehen – das Angebot an Finanzierungshilfen für Studenten ist vielfältig und oft verwirrend. Deshalb empfehlen Experten, vor einer Entscheidung zunächst den individuellen Förderbedarf zu ermitteln. Wird während der gesamten Studienzeit zusätzliches Geld benötigt oder nur für die Abschlussphase? Ist ein Auslandssemester geplant? Auch über die eigenen Voraussetzungen sollten sich die Studenten klar werden: Liegt eine BAföG-oder Stipendien-Berechtigung vor? Dann kann womöglich die Schuldenlast eines Studienkredits vermieden werden.

BAföG: der Klassiker der Studienfinanzierung
Die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist der Klassiker der Studienfinanzierung. Anspruchsberechtigte Studenten erhalten während der Regelstudienzeit ein zinsloses Darlehen von derzeit maximal 643 Euro pro Monat. Darauf angerechnet werden das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern. Vorteile: Mit dem Verzicht auf Zinsen wird allen BAföG-Empfängern praktisch Geld „geschenkt“.
Besonders schnellen und guten Studenten wird darüber hinaus ein Teil der Schulden erlassen. Die Tilgung beginnt auf Wunsch erst fünf Jahre nach Ende des Studiums. Der Rückzahlbetrag ist seit 2001 auf 10.000 Euro (inklusive Studienbeitragsdarlehen) begrenzt.

Stipendien: gute Noten und Engagement gefragt
Eine ganze Reihe von Stiftungen bietet in Deutschland Programme zur Begabtenförderung. Die finanzielle Unterstützung entspricht in der Regel dem persönlichen BAföG-Anspruch. Auch Stipendien werden also meist nicht unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Bewerber müssen neben guten Noten zudem meist weitere formale Kriterien erfüllen, wie beispielsweise bestimmte Alters- und Semesterzahlen einhalten. Kirchliche Stiftungen berücksichtigen nur Bewerber mit der entsprechenden Konfession.

Ähnlich wie partei- und gewerkschaftsnahe Stiftungen erwarten sie zudem nachweisliches gesellschaftliches Engagement. Stipendiaten müssen regelmäßige Leistungsnachweise und Studienberichte vorlegen. Vorteile: Das Stipendium muss später nicht zurückgezahlt werden. Dazu gibt es Kontakte und eine ideelle Förderung durch Seminar-Angebote. Bewerber sollten allerdings einkalkulieren, dass es oft nur ein oder zwei Auswahltermine pro Jahr gibt und das Auswahlverfahren je nach Organisation bis zu sechs Monate dauern kann.

Seit ungefähr vier Jahren ergänzen zahlreiche Studiendarlehen, Studienkredite und Bildungsfonds die herkömmlichen Finanzierungsformen wie Jobben, Stipendien, BAföG oder Unterstützung durch die Eltern. „Die Finanzkrise hat, anders als vereinzelt befürchtet, keine negativen Auswirkungen auf die Verfügbarkeit von Studienkrediten in Deutschland“, berichtet Ulrich Müller, Projektleiter beim Centrum für Hochschulentwicklung (CHE). „Es ist weder eine zurückhaltende Vergabe von Studienkrediten noch eine Verschärfung der Auswahlverfahren festzustellen. Im Gegenteil führt die Finanzkrise vielfach zu günstigeren Konditionen.“ Die Angebote der Kreditinstitute unterscheiden sich deutlich mit Blick auf die finanzierten Verwendungszwecke und die jeweilige Ausgestaltung. „Studierende haben die Qual der Wahl, aus der großen Bandbreite das beste Angebot herauszufiltern“, schreiben die Wissenschaftler des CHE im Abschlussbericht ihres Studienkredit-Tests 2009. Deshalb ist es anzuraten, sich vor Vertragsabschluss gründlich zu informieren.

Studienbeitragsdarlehen: unkomplizierte Anträge
Alle Bundesländer, die Studiengebühren einführen, bieten Studenten die Möglichkeit, sich das nötige Geld bis zum Ende des Studiums bei der Förderbank des Landes oder der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu leihen. Der Kredit kann ganz unkompliziert bei der Immatrikulation beziehungsweise Rückmeldung beantragt werden. Die Bank überweist den fälligen Betrag direkt an die Uni. Vorteile: Jeder Student hat Anspruch auf ein solches Darlehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner Bonität. BAföG-Empfänger müssen zudem nur bis zu einer bestimmten Grenze ihre Schulden aus BAföG und Darlehen zurückzahlen. Das Studienbeitragsdarlehen wird meist ein paar Semester über die Regelstudienzeit hinaus gewährt. Im Detail unterscheiden sich die Konditionen von Bundesland zu Bundesland.

Studienkredit: Vergleich der Konditionen lohnt sich
Die KfW-Bank, verschiedene Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sowie Privatbanken bieten Studienkredite an, die zur Finanzierung des Lebensunterhalts während des Erststudiums dienen sollen. Höhe, Dauer, Zinsen und weitere Konditionen der Darlehen sind dabei unterschiedlich, deshalb lohnt sich ein Vergleich. Bei der KfW-Bank ist beispielsweise die Darlehenslaufzeit flexibel gestaltbar. Die Auszahlungsphase, in der die Studenten einen monatlichen Förderbeitrag zwischen 100 und 650 Euro erhalten, ist auf maximal fünf Jahre festgelegt, kann aber gegen Vorlage einer Bescheinigung der Hochschule um zwei Jahre verlängert werden. Hieran schließen sich die tilgungsfreie Zeit, Karenzzeit genannt, und die Tilgungsphase an, die sich über maximal 25 Jahre erstrecken kann.

Studienabschlusskredite: Finanzspritze für den Endspurt
Studenten fällt es gerade in der Examenszeit schwer, Nebenjob und Lernen zu vereinbaren. Für diese Zeit bieten viele Studentenwerke Studienabschlusskredite an. Sie zeichnen sich durch besonders günstige Zinssätze aus. Auch die Bundesregierung bietet gemeinsam mit der KfW-Förderbank und dem Bundesverwaltungsamt eine zinsgünstige Förderung für diese besonderen Lernphasen: Ab der bestandenen Zwischenprüfung kann ein so genannter Bildungskredit beantragt werden. Studenten bekommen dabei bis zu 300 Euro pro Monat für maximal zwei Jahre. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich einmalig einen Teil der Fördersumme für größere Investitionen, zum Beispiel einen Forschungsaufenthalt im Ausland oder einen neuen PC, auf einen Schlag auszahlen zu lassen. Die Rückzahlung beginnt vier Jahre nachdem die erste Rate ausbezahlt wurde. Vorteil: Die Förderung erfolgt unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern und kann mit BAföGLeistungen kombiniert werden.

Bildungsfonds: karriereorientierte Studenten profitieren
Für Geld aus diesen speziellen, von privaten Investoren gespeisten Fonds müssen sich Studenten in strengen Auswahlverfahren durchsetzen. Haben sie Erfolg, bekommen sie als Darlehen feste Beiträge für Lebenshaltungskosten und manchmal auch Geld für das komplette Studium. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach dem Studium das Darlehen einkommensabhängig in den Fonds zurückzuzahlen. Vorteil: Erfolgreiche Bewerber profitieren von besonders günstigen Konditionen. Im Interesse einer möglichst hohen Rendite für die Investoren bekommen aber vor allem Studenten aus Fächern mit guten Karrierechancen diese Kredite.

Weitere Informationen

Das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) hat 33 Studienkredite, -darlehen und -fonds verglichen. Die Testergebnisse stehen unter www.che-studienkredit-test.de zum kostenlosen Download bereit.



Studiengebühren: Vergleichen lohnt sich

Ein zukunftsträchtiger Studiengang, ein gutes Betreuungsverhältnis, eine interessante Stadt – viele Faktoren spielen bei der Wahl des Studienortes eine Rolle. Nicht zu vergessen sind die Studiengebühren: Da jedes deutsche Bundesland selbst festlegen kann, wie teuer das Bezahl-Studium an seinen Unis sein soll, lohnt es sich, genauer hinzuschauen. In manchen Ländern zahlen die Studenten keine Gebühren, in anderen bis zu 650 Euro pro Semester. Einige Universitäten bitten vor allem Studenten zur Kasse, die die Regelstudienzeit überzogen haben, an anderen Hochschulen zahlt man ab Studienbeginn.

Baden-Württemberg: 500 Euro

Bayern: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro, an FHs mindestens 100 Euro, an Universitäten mindestens 300 Euro

Berlin: Vorerst keine, Studienkonten in der Diskussion

Brandenburg: Vorerst keine

Bremen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“

Hamburg: 375 Euro nachgelagert

Hessen: Keine

Mecklenburg-Vorpommern: keine

Niedersachsen: 500 Euro, für „Langzeitstudenten“ 600 – 800 Euro

Nordrhein-Westfalen: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro

Rheinland-Pfalz: Studienkonten – wer das Konto überzieht, zahlt 650 Euro pro Semester

Saarland: 1. und 2. Semester 300 Euro, danach 500 Euro

Sachsen-Anhalt: 500 Euro für „Langzeitstudenten“

Sachsen: 300 – 450 Euro für das Zweitstudium

Schleswig-Holstein: Keine

Thüringen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/money_money_money_280.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>280</guid>
		<pubdate>2009-11-11 14:02:01</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ukrainistik an der Uni Greifswald: Geheimtipp für Slawisten</title>
		<description><![CDATA[Interkulturelle Kompetenz im Umgang mit verschiedenen Volksgruppen ist eine wichtige Qualifikation der Ukrainisten. Darüber hinaus eröffnen die vielfältigen Inhalte des seltenen Studienfachs spannende berufliche Perspektiven in Politik und Wirtschaft.]]></description>
		<text><![CDATA[Greifswald ist neben Wien der einzige Standort im deutschsprachigen Raum, wo Ukrainistik studiert werden kann. „In diesem kleinen Studiengang können wir die Studenten individuell betreuen“, schwärmt Prof. Dr. Alexander Wöll, Inhaber des Lehrstuhls für Ost- und Westslawische Philologie an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität in Greifswald. Hier müssten die Studenten außerdem weder Studien- noch hohe Verwaltungsgebühren zahlen.

Ukrainistik bietet viele Arbeitsfelder
„Die Ukraine ist ein spannendes Land: Als Puffer zwischen Ost und West, zwischen Europa und Russland, ist noch nicht absehbar, in welche Richtung sich die Politik orientieren wird“, so Wöll. Die Arbeitsfelder der Ukrainisten sind sehr unterschiedlich. „Viele finden in Berlin eine Stelle bei politischen Stiftungen oder bei der deutschen Botschaft in Kiew“, berichtet Wöll. „Wir haben aber auch Absolventen, die beim Ostausschuss der Agrarwirtschaft oder am Goethe Institut arbeiten. Eine ehemalige Studentin ist bei Microsoft Osteuropa beschäftigt und setzt kyrillische Schriftzeichen in der Software um. Andere Ukrainisten sind journalistisch tätig, arbeiten bei einer katholischen Hilfsorganisation für Osteuropa oder beim Deutschen Akademischen Austausch Dienst (DAAD).“
Wer sich für das Ukrainistik-Studium in Greifswald entscheidet, erlernt zunächst die Landessprache. Im Sprachkurs Ukrainisch werden die kyrillischen Schriftzeichen, Grammatik, Konversation, Lektüre und Übersetzung der ostslawischen Sprache gelehrt.
Das Studium vermittelt zudem wichtige interkulturelle Kompetenzen. Die Studenten beschäftigen sich beispielsweise mit dem Zusammenleben der verschiedenen Ethnien und Religionsgemeinschaften in der polnisch-ukrainisch-jüdisch-deutschen Bevölkerung der Regionen Galizien und Bukowina oder mit den kulturellen Konstellationen der Krim und der Ostukraine. Die Literatur regionaler Autoren ist hierfür sehr aufschlussreich. Das Land bietet Zugang zu einer Reihe von Kulturen, deren Interaktionen wichtige Erkenntnisse über das Zusammenleben im Zeitalter der Globalisierung liefern können. Mit ihrer komplexen Geschichte eignet sich die Ukraine sehr gut, um die Probleme des Kulturtransfers zu behandeln.

Internationaler Austausch
Ein intensiver Austausch internationaler Studenten und Wissenschaftler findet auf der jährlich veranstalteten Sommerakademie „Greifswalder Ukrainicum“ statt, zu der Studierende, Akademiker und Nachwuchswissenschaftler aller Disziplinen geladen sind. Während der zweiwöchigen Veranstaltung finden Seminare und Workshops statt, in denen die Geschichte, Kultur und Politik des Landes diskutiert werden. Im internationalen Team werden Ukrainisch- Sprachkenntnisse vertieft. Lesungen, Konzerte, Filmabende und Exkursionen bieten lebendige Einblicke in die vielfältige Kultur des nach Russland größten Landes Europas.
„Für das Ukrainistik-Studium interessieren sich sowohl west- als auch ostdeutsche Studierende“, erläutert Wöll. „Wir haben aber auch einige Studenten mit slawischem Hintergrund, die hier ein Auslandsjahr absolvieren.“ Seit dem Wintersemester 2009/2010 bietet die Universität Greifswald außerdem das zwei Semester umfassende „Ukrainicum“ an, das von Studierenden anderer Fachrichtungen, wie Jura oder Medizin, studienbegleitend absolviert werden kann. „Das Ukrainicum vermittelt in sechs Stunden pro Woche fundamentale Sprachkenntnisse und beinhaltet Landes- und Kulturstudien“, erklärt Wöll. „Die Studierenden können sich beispielsweise fächerübergreifend mit osteuropäischem Recht, Geschichte oder Geographie beschäftigen und sind anschließend für die Arbeit in der Ukraine oder mit ukrainischen Partnern qualifiziert.“

Auch Studierenden anderer Universitäten der Region, beispielsweise aus Rostock, Stralsund, Berlin oder Potsdam, steht das Ukrainicum in Greifswald offen.



Ukraine – ein Land im Umbruch

Wer sich für ein Studium der Ukrainistik entscheidet, hat es mit einem spannenden Forschungsfeld zu tun.
Das flächenmäßig zweitgrößte Land Europas befindet sich seit dem Zerfall der Sowjetunion in einem Prozess des Umbruchs, der im Herbst 2004 in der so genannten Orangenen Revolution seinen bisherigen Höhepunkt fand.

Turbulente Präsidentschaftswahlen
Damals erfassten nach den Präsidentschaftswahlen Massenproteste das ganze Land – internationale Wahlbeobachter gingen davon aus, dass Wahlmanipulationen zum Sieg des von Russland unterstützten Premierministers Wiktor Janukowytsch geführt hatten. Schließlich erklärte das Oberste Gericht der Ukraine die Wahl offiziell für ungültig. Bei der Wiederholungswahl siegte der pro-westliche Kandidat der Opposition, Wiktor Juschtschenko, der seitdem mit wechselnden Bündnissen regiert.

Unklare Zukunftsaussichten
Noch ist nicht klar, ob sich das Land auf Dauer eher gen Westen oder gen Russland orientieren wird. Beobachter halten aber langfristig einen EU-Beitritt der Ukraine für möglich.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ukrainistik_an_der_uni_greifswald_geheimtipp_fuer_slawisten_279.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>279</guid>
		<pubdate>2009-11-11 13:52:08</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren in „Fernost“: Zwischen Ostseestrand und Räuchermännchen-Land</title>
		<description><![CDATA[Ein Jahr lang Bahncard umsonst, ein Laptop und ein Semester mietfrei wohnen: Die ostdeutschen Städte lassen sich die Akquise von Studienbewerbern etwas kosten. Auch in puncto Ausstattung müssen sich die Hochschulen der neuen Bundesländer keinesfalls hinter den Unis im Westen verstecken.]]></description>
		<text><![CDATA[Viele Hochschulstandorte im Osten Deutschlands blicken auf eine lange Tradition zurück und genießen auch über Deutschlands Grenzen hinaus einen exzellenten Ruf. An der Bauhaus- Universität Weimar wurden beispielsweise wichtige Kapitel der Kunst- und Baugeschichte mitgeschrieben. Die Hochschule für Bildende Künste in Dresden, deren Vorläufer vor über 300 Jahren gegründet wurde, ist eine der ältesten Kunstakademien im deutschsprachigen Raum. Und die Universität Rostock, direkt an der Küste gelegen, ist als internationaler Spitzenstandort für die Erforschung maritimer Systeme bekannt.

Moderne Ausstattung
Grundsätzlich bieten ostdeutsche Bildungseinrichtungen den Studenten ein modernes Forschungsumfeld und Lehre auf hohem Niveau. Besonders die Ausstattung kann sich sehen lassen: Nach dem Mauerfall wurde viel Geld investiert, um die Bildungsstätten der neuen Länder umzugestalten und zu modernisieren. Das Ergebnis: Im Vergleich zu westdeutschen Einrichtungen sind Laborarbeitsplätze, Werkstätten und Ateliers im Osten sehr gut ausgestattet. Auch die Service- und Beratungsleistungen schneiden bei Befragungen unter Studenten besser ab als an westdeutschen Hochschulen. Kein Wunder also, dass die Studenten in Ostdeutschland mit ihren Studienbedingungen zufriedener sind als ihre Kommilitonen im Westen, wie der Studienqualitätsmonitor 2008 des Hochschul-Informations-Systems (HIS) in einer Umfrage zeigt. Übringens: Studiengebühren für die Regelstudienzeit eines Erststudiums fallen in keinem der neuen Bundesländer an.

Attraktive Angebote für Studenten
Trotz der guten Bedingungen haben die ostdeutschen Hochschulen noch Kapazitäten frei – im Gegensatz zu den oft überfüllten westdeutschen Universitäten. Um für Studienanfänger noch attraktiver zu werden, haben sich viele Hochschulen besondere „Bonbons“ ausgedacht: An der Uni Potsdam erhalten Studenten beispielsweise ein Jahr lang die Bahncard 50 gratis, Neustudenten der FH Lausitz bekommen mit etwas Glück einen Laptop und bei einem Studium an der Europa-Uni Viadrina in Frankfurt (Oder) wird den Studenten ein halbes Jahr lang die Grundmiete erlassen. Der Oberbürgermeister übernimmt zudem den ersten Semesterbeitrag derjenigen, die ihren Hauptwohnsitz an den Studienort verlegen. Auch andere Hochschulstandorte werben mit Begrüßungsgeld oder Wohnsitzprämien.

Die gute Qualität der Wissensvermittlung ist offiziell bestätigt: Thüringen und Sachsen sind laut Bildungsmonitor 2009 des Instituts der deutschen Wirtschaft (DIW) die besten Bildungsstandorte Deutschlands. Hohe Schulqualität, geringe Bildungsarmut, Ingenieurschmiede Deutschlands – Sachsen ist in jedem Bereich Spitzenreiter. Gemeinsam mit Sachsen-Anhalt und Thüringen hat das östlichste Bundesland seine Bildungsqualität im Vergleich mit den anderen Ländern in den vergangenen fünf Jahren stark verbessert. Gerade in den so genannten MINT-Wissenschaften Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik liegen Sachsen, Sachsen-Anhalt, Brandenburg und Thüringen vorn. Mecklenburg-Vorpommern hat deutschlandweit den zweithöchsten Anteil der Absolventen in Mathematik und Naturwissenschaften an allen Hochschulabsolventen. In Sachsen, Thüringen, Berlin und Mecklenburg-Vorpommern arbeiten im Vergleich zu allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten überdurchschnittlich viele Absolventen der Ingenieurwissenschaften. Und in Sachsen promovieren anteilig an allen Doktorarbeiten die meisten Ingenieure.

Doch das Angebot der Studienfächer beschränkt sich längst nicht auf naturwissenschaftliche Bereiche. Das breite Spektrum beinhaltet auch Studiengänge für junge Menschen, die das Besondere suchen: Am Deutschen Literaturinstitut Leipzig (DLL) kann beispielsweise ein Bachelor- oder Masterstudiengang „Literarisches Schreiben“ absolviert werden. Für den Bachelor bewerben sich die angehenden Schriftsteller mit literarischen Arbeitsproben und Publikationslisten, der Master setzt ein abgeschlossenes Studium oder bereits veröffentlichte belletristische Publikationen voraus. Während des Masterstudiengangs arbeiten die Studenten an einem eigenen, umfangreichen Roman.
Mit tänzerischem und musikalischem Talent kann die einzige eigenständige Tanzhochschule in Deutschland, die Palucca Schule Dresden – Hochschule für Tanz, besucht werden. Als „Diplom- Tanzpädagoge“ unterrichten die Absolventen später Kinder, Jugendliche und Erwachsene an Tanz-, Ballett- oder Musikschulen im künstlerischen Tanz. Ein Masterstudium „Choreographie“ beinhaltet unter anderem Module in Bewegungsanalyse, Tanzwissenschaft, Research/Improvisation und Produktion.

Einmaliges Aufbaustudium
Deutschlandweit einmalig ist das Aufbaustudium in „Angewandten Sexualwissenschaften“ an der FH Merseburg. Voraussetzung für den sechssemestrigen Masterstudiengang ist ein abgeschlossenes Bachelorstudium in Sozialer Arbeit oder Sozialpädagogik beziehungsweise ein humanwissenschaftliches Studium. Der Master qualifiziert für die Arbeit in einer Bildungs- oder Beratungsstelle für Familienplanung, Partnerschaft und Sexualität.



Unterhaltsam und informativ: Kampagne „Studieren in Fernost“

Bunt, schräg und laut: So präsentiert sich die Kampagne „Studieren in Fernost“ im Internet.

Die Botschaft: Es lohnt sich, an einer der 44 Hochschulen der neuen Bundesländer zwischen Rügen und dem Erzgebirge zu studieren. Zu dem originellen Konzept der Webseite, die von der Hochschulinitiative Neue Bundesländer in Auftrag gegeben wurde, gehören Gang und Dong, zwei junge Asiaten, die den User auf der Webseite begleiten. Gewürzt mit vielen Video-Einspielern und Animationen erhalten Studieninteressierte einen spielerischen Zugang zu konkreten Informationen über das Leben und Studieren in Ostdeutschland. Mit Studenten und Mitarbeitern der Hochschulen können sie in direkten Dialog treten. Zentrales Element von „Studieren in Fernost“ ist eine Kooperation mit schülerVZ, einem sozialen Netzwerk für Schülerinnen und Schüler in Deutschland.
www.studieren-in-fernost.de

Weitere Infos sind auf der Seite der Hochschulinitiative Neue Bundesländer zu finden.
www.hochschulinitiative.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_in_fernost_zwischen_ostseestrand_und_raeuchermaennchen-land_278.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>278</guid>
		<pubdate>2009-11-11 12:25:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Pluspunkte auf dem Weg zum Studienplatz</title>
		<description><![CDATA[Bis Ende der 1990er Jahre war der Medizinertest Voraussetzung, heute beeinflusst der freiwillige Test für medizinische Studiengänge (TMS) die Vergabe der Studienplätze an einigen Universitäten.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer sich für ein medizinisches oder zahnmedizinisches Studium in Heidelberg, Ulm, Freiburg, Tübingen oder Mannheim sowie für ein Medizinstudium in Lübeck oder Bochum interessiert, kann mit der Teilnahme am freiwilligen Medizinertest seine Chancen auf einen Studienplatz erhöhen. Gleichzeitig dient das Ergebnis beim Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) als Entscheidungshilfe, um die geeignetsten Bewerber zu ermitteln. Je nach Fakultät fließen die Leistungen mit unterschiedlicher Gewichtung in die Vergabe der Studienplätze ein. Mit dem Testergebnis und der Hochschulzugangsberechtigung bewerben sich angehende Mediziner zunächst bei der Zentralstelle zur Vergabe von Studienplätzen (ZVS) und je nach Vorgabe der einzelnen Hochschule parallel bei der gewünschten Universität. Grundsätzlich werden in den Fächern Medizin, Pharmazie, Psychologie, Tiermedizin und Zahnmedizin 60 Prozent der Studienplätze über das Auswahlverfahren der Hochschule vergeben und 40 Prozent über die ZVS entsprechend der Abiturdurchschnittsnoten und Wartezeiten.
An dem von der ITB-Consulting GmbH entwickelten Test kann jeder teilnehmen, der über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt. Gefragt sind das Grundverständnis für mathematisch-naturwissenschaftliche Merkfähigkeit und eine rasche Auffassungsgabe – Voraussetzungen für das spätere Studium. In den Aufgaben müssen beispielsweise Muster zugeordnet, medizinische oder naturwissenschaftliche Sachverhalte nachvollzogen oder Diagramme und Tabellen interpretiert werden. Auch mathematische Sachaufgaben gehören zum Testspektrum.

Gründliche Vorbereitung sinnvoll
Eine gründliche Vorbereitung lohnt sich, denn das Testergebnis gilt dauerhaft – auch für spätere Bewerbungen um einen Studienplatz in Medizin. Zur Vorbereitung empfehlen sich Bücher mit vergleichbaren Aufgabenstellungen. Über die Internetseite des Organisationsbüros der Universität Heidelberg wird eine Informationsbroschüre zum Download angeboten, die alle notwendigen Hinweise sowie Beispielaufgaben enthält. Der Test findet einmal jährlich Anfang Mai an verschiedenen Orten in Deutschland statt. Die Teilnahme kostet 50 Euro. Bis Januar laufen die Anmeldungen, im Juli gibt es die Ergebnisse.



Nähere Informationen:
www.tms-info.org, www.zvs.de
sowie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschulen]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/pluspunkte_auf_dem_weg_zum_studienplatz_277.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>277</guid>
		<pubdate>2009-11-11 12:18:04</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vorsemester-Kurse, Ausbildung oder Auslandspraktikum: Warten auf das Traumstudium</title>
		<description><![CDATA[Der Numerus clausus reicht nicht für das Medizinstudium? Jetzt heißt es, die Wartezeit sinnvoll zu nutzen.]]></description>
		<text><![CDATA[Wenn das Abitur in der Tasche ist, beginnt die Zählung der Wartesemester. Die sind neben der Abi-Note ein wichtiges Kriterium bei der Bewerbung um einen Medizin-Studienplatz. Doch als Wartesemester gelten nur die Semester, in denen der Studienbewerber nicht an einer deutschen (Fach-) Hochschule immatrikuliert war. Wer den NC für das Fach Medizin nicht erreicht hat und bei der Zentralen Studienvergabe leer ausgegangen ist, sollte sich deshalb besser nicht resigniert für ein so genanntes „Parkstudium&quot; einschreiben, sondern die Wartezeit auf sein Traumstudium sinnvoll ausfüllen.

Vorsemester als gute Vorbereitung
Eine gute Vorbereitung auf das anspruchsvolle Studium sind zum Beispiel spezielle Vorsemester. Solche Kurse bietet beispielsweise das Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln an – allerdings ist der intensive Unterricht mit recht hohen Kosten verbunden. Vorteil ist, dass eventuelle Lücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und damit gute Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium geschaffen werden. Wesentlich günstigere und zum Teil sogar kostenfreie Vorkurse, die sich aber meist nur über ein bis zwei Wochen erstrecken, bieten die Medizinfakultäten der Universitäten Bochum, Marburg und Frankfurt an. In diesen Intensiv-Seminaren wird das Schulwissen in Biologie, Mathe, Physik und Chemie aufgefrischt. An der Ruhr-Universität in Bochum sind ausdrücklich auch angehende Medizinstudenten von anderen Universitäten zur Teilnahme eingeladen.

Praktische Erfahrungen in der Ausbildung
Für alle, die länger auf ihren Studienplatz warten müssen, empfiehlt es sich, eine Ausbildung vorzuschalten, die sowohl nützlich als auch anrechenbar für das Medizinstudium ist. Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistenten sowie zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten.
Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer, da er am Notfallort Erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen muss.
Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger ist in vielerlei Hinsicht eine gute Entscheidung. Zum einen kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und somit in seiner Berufswahl bestätigt werden. Hinzu kommt, dass für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum notwendig ist. Je nach Landesprüfungsamt werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpflege auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.
Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer. Sie kann allerdings kostenpflichtig sein. Dieser Bildungsgang ist speziell für Wartezeit-Überbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, inklusive Pflegepraktikum. Auch beliebt ist die Ausbildung zum Medizinisch-Technischen Assistenten (MTA), die drei Jahre dauert.

Pflegepraktikum im Ausland
Eine weitere Möglichkeit, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken, Erfahrungen zu sammeln und gleichzeitig seinem Lebenslauf um eine interessante Facette zu ergänzen, ist ein Pflegepraktikum im Ausland. Unternehmen, wie beispielsweise die Firma Project Abroad, organisieren gegen Gebühr den lehrreichen Aufenthalt in Krankenhäusern in Argentinien, Rumänien, Nepal und vielen anderen Ländern. In der Regel erkennen die deutschen Universitäten diesen Auslandsaufenthalt als Pflegepraktikum an.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vorsemester-kurse_ausbildung_oder_auslandspraktikum_warten_auf_das_traumstudium_276.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>276</guid>
		<pubdate>2009-11-11 12:08:24</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Apotheke, Pharmaindustrie oder Verwaltung: Mehr als nur Pillendrehen</title>
		<description><![CDATA[Naturwissenschaftliches Interesse ist der Einstieg, aber auch der Umgang mit kranken Menschen will gelernt sein. Ein Pharmaziestudium eröffnet viele Berufsperspektiven.]]></description>
		<text><![CDATA[Stephanie Kampschulte erinnert sich: „Bio und Chemie haben mich schon während der Schulzeit interessiert, deshalb wollte ich gerne etwas im naturwissenschaftlichen Bereich studieren.“ Also informierte sie sich über verschiedene Studienmöglichkeiten. Schließlich landete sie bei der Pharmazie: Die Vielseitigkeit des Fachs und die unterschiedlichen Beschäftigungsmöglichkeiten nach dem Abschluss sagten ihr zu.

Als die heute 28-Jährige sich vor neun Jahren ins Studentenleben stürzte, fiel ihr die Wahl des Studienortes nicht schwer: Münster als attraktive Hochschulstadt lag nur zwölf Kilometer von ihrem Heimatdorf entfernt. Neben den Schwerpunkten Chemie und Biologie gehörten zu ihrem Studium diverse andere Fächer: Im Technologie-Kurs stellten die Studenten beispielsweise selbst Kapseln, Salben und Zäpfchen her. Im Fach „Klinische Pharmazie“ wurde vermittelt, wie sich Stoffe im Körper verteilen, welche Dosierungen wann sinnvoll sind und wie die Anwendung von Medikamenten mittels Studien überprüft wird. Vorlesungen am Vormittag und Laborarbeiten am Nachmittag – so sah Stephanies typischer Studientag aus. „Die Arbeit im Labor konnte manchmal sehr frustrierend sein. Wenn beispielsweise Reagenzgläser in einer Zentrifuge geplatzt sind, war die Arbeit von ein bis zwei Tagen umsonst,“ erinnert sich die lebhafte Naturwissenschaftlerin.

Einen Eindruck von ihrer künftigen Arbeit als Apothekerin bekam sie in den acht Pflichtpraktikumswochen im Grundstudium. Vier Wochen verbrachte sie in einer Apotheke, wo sie im Labor Salben herstellte, den zweiten Teil in einer Krankenhausapotheke. Nachdem die zielstrebige Studentin das zweite Staatsexamen hinter sich gebracht hatte, musste sie – wie alle angehenden Apotheker – das Praktische Jahr, die Famulatur, absolvieren.

Erste Arbeitserfahrungen
Während der ersten sechs Monate arbeitete sie in einer Apotheke in Münster und sammelte dort Erfahrungen mit den unterschiedlichen Charakteren der Kunden: „Manche Patienten erzählen in der Apotheke ihre gesamte Krankengeschichte, einige möchten nur schnell bedient werden, andere haben gerade eine schlimme Diagnose vom Arzt erfahren, manche vergreifen sich im Ton. Trotzdem immer freundlich zu bleiben und auf jeden Menschen einzugehen, gehört zum Job.“
In der zweiten Hälfte ihres Praktischen Jahres bekam Stephanie bei der Firma Wyeth Pharma Einblick in die Abteilung Arzneimittelsicherheit. Quasi nebenbei konnte sie viele Einsatzbereiche von Pharmazeuten kennenlernen: von der Zulassung über Marketing und Lobbyarbeit bis zur Qualitätssicherung.

In einer jungen, im Aufbau befindlichen Münsteraner Apotheke, die auf Diabetiker und Dialysepatienten spezialisiert ist, fand Stephanie nach dem dritten Staatsexamen ihre erste Arbeitsstelle. Dort war sie als Apothekerin zum ersten Mal selbst verantwortlich. Obwohl sie die Arbeit in dem jungen Team mochte, wechselte sie nach einiger Zeit in eine Apotheke ins rund 30 Kilometer entfernte Warendorf, um sich dort beruflich weiter zu entwickeln.

Neue Herausforderung
Vor einigen Monaten hat Stephanie eine mneue berufliche Herausforderung gefunden: Als Pharmaziedezernentin bei der Bezirksregierung Köln kontrolliert sie nun Hersteller von Medizinprodukten. Die 28-Jährige muss bei Inspektionen mit ihrem Fachwissen beurteilen, ob Hersteller die gesetzlichen Anforderungen erfüllen. Sie prüft, ob beispielsweise Operationsbesteck tatsächlich steril aufbereitet wird, Herzschrittmacher, Katheter, Inhaliergeräte oder Pflegebetten alle Sicherheitsanforderungen erfüllen. Eine interessante, verantwortungsvolle Position – aber bestimmt noch nicht die letzte Stufe auf Stephanies Karriereleiter.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/apotheke_pharmaindustrie_oder_verwaltung_mehr_als_nur_pillendrehen_275.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>Simone Böhnisch</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>275</guid>
		<pubdate>2009-11-11 12:03:39</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Soziale Kompetenzen gefragt: Vom Rettungssanitäter zum Arztberuf</title>
		<description><![CDATA[Viele Wege führen zum Arztberuf, und die Motivationen für ein Medizinstudium sind sehr unterschiedlich. Was jedoch alle Mediziner verbindet, ist der Wunsch, Menschen zu helfen. Ein typischer Einstieg ist eine Ausbildung im Gesundheitsbereich. Ganz besonders Ehrgeizige leiten schließlich eine eigene Klinikkette.]]></description>
		<text><![CDATA[Im Gesundheitswesen arbeiteten laut Statistischem Bundesamt Ende 2007 rund 4,4 Millionen Menschen, also etwa jeder zehnte Beschäftigte. Angesichts der demographischen Entwicklung wird der Bedarf an gut ausgebildetem Personal weiter wachsen. Insbesondere in der ambulanten Pflege wächst die Nachfrage, aber auch neue Ärzte sind gefragt. Bis 2017 gehen 77.000 von ihnen in Rente, so Armin Ehl, Hauptgeschäftsführer des Marburger Bundes.

Numerus clausus als erste Hürde
Obwohl die Zukunft gesichert scheint, müssen die angehenden Ärzte im ersten Schritt die Hürde des Numerus clausus meistern. Unter anderem entscheidet die Abiturdurchschnittsnote darüber, wer wo studieren darf. Reicht der Schnitt nicht, lohnt es sich, die Wartezeit sinnvoll zu überbrücken – mit Tätigkeiten, die auf den zukünftigen Job ausgerichtet sind und im Auswahlverfahren der Hochschulen angerechnet werden. So nutzt man etwa mit einer Ausbildung in der Krankenpflege als Physiotherapeut oder medizintechnischer Assistent die Zeit bis zum Medizinstudium sinnvoll. Ferner können damit auch die drei Monate Krankenhauspraktikum abgedeckt werden, die bis zum Ende des ersten Staatsexamens Pflicht sind.
Klassische Wege sind Ausbildungen als Gesundheits- und Krankenpfleger oder Rettungssanitäter. Technisch Versierte können sich beispielsweise auf Medizintechnik, Hörgeräteakustik oder Orthopädietechnik spezialisieren. Logopäden, Ergotherapeuten, Ernährungsberater oder Augenoptiker beschäftigen sich ebenfalls mit medizinischen Themen. Wirtschaftlicher ausgerichtet sind die Ausbildungsgänge zum Sportund Fitnesskaufmann oder zum Kaufmann für Gesundheitswesen.

Erste Erfahrungen als Rettungssanitäter
Über die Arbeit als Rettungssanitäter während des Zivildienstes entstand auch bei Jan Nassrallah der Wunsch, Medizin zu studieren. Die Aufgaben der Ärzte im Rettungsdienst und die medizinischen Themen fesselten ihn sofort.
Der 26-Jährige Hamburger hatte nach dem Abitur zunächst ganz unterschiedliche Arbeitsfelder ausprobiert. Einige Monate arbeitete er als Hilfsarbeiter auf einem Frachter und kellnerte im Restaurant seines Vaters, bevor er ein Informatik-Studium begann. „Diese Orientierungszeit möchte ich nicht missen. Ich kann jedem empfehlen, vor der Entscheidung für einen Beruf verschiedene Arbeiten kennen zu lernen“, rät er. Mit einer Abiturdurchschnittsnote von 1,6 bewarb Jan sich schließlich um einen Studienplatz bei der ZVS. „Die Wartezeit bis zum Bescheid war ziemlich hart, denn ich wollte den Studienplatz unbedingt haben. Alternativ hätte ich mich notfalls für Katastrophenschutz-Management (heute: Sicherheit und Gefahrenabwehr) in Magdeburg eingeschrieben.“
Jan erhielt jedoch sofort einen Studienplatz in Medizin. Nun studiert er im 9. Semester in Lübeck. Er möchte als Arzt gerne direkt mit den Menschen zu tun haben und auch ihren privaten Hintergrund in die Behandlung einbeziehen. „Wenn der Arzt die Geschichte der Familie kennt, erklären sich manche Krankheiten viel besser.“ Daher strebt Jan an, auf dem Land Hausarzt zu werden – am liebsten irgendwo in Norddeutschland.

Steiniger Weg zum Traumberuf
Da Ärzte in ländlichen Regionen rar sind, fördert die Bundesregierung ab 2010 die Ansiedlung in unterversorgten Gebieten über eine höhere Vergütung. Allerdings ist der Weg zu diesem Traumberuf lang und durchaus steinig. „Das Studium beinhaltet auch Spezialthemen, die mich weniger interessieren und bei den Prüfungsleistungen liegt die Messlatte sehr hoch“, berichtet Jan. „Aber die kleine Medizinische Fakultät in Lübeck bietet viele Vorteile: Das Studium ist sehr persönlich, Professoren und Studierende kennen sich und die Vorlesungen sind nicht überfüllt, wie in manch anderen Städten.“
Im Laufe des Medizinstudiums empfehlen sich Auslandsaufenthalte, denn interkulturelle Kompetenzen können im Berufsalltag sehr hilfreich sein, zumal viele wissenschaftliche Studien auf Englisch verfasst sind. Jan wird demnächst einen Monat lang auf Malta arbeiten – in der Chirurgie einer Universitätsklinik.

Führungskräfte stark nachgefragt
Wer hoch hinaus will, schließt an ein Medizinstudium eine Zusatzqualifikation in Management an. Mit einem zusätzlichen Master-Studium in Gesundheitsmanagement, Gesundheitsökonomie, Public Health oder Healthcare-Management sind Mediziner hervorragend qualifiziert, um beispielsweise Kliniken zu leiten. Fähige Führungskräfte sind immer stärker gefragt – gerade in Zeiten, in denen private Betreiberfirmen den Klinikmarkt erobern. Die Führung einer börsennotierten Klinikkette oder eines örtlichen Krankenhauses benötigt neben medizinischen vielfach auch wirtschaftliche Kenntnisse und Managementqualitäten. Auch ein generalistisch ausgerichteter MBA vermittelt hierfür brauchbares Wissen.




Tipps vom Experten

Welche besonderen Eigenschaften Menschen mitbringen müssen, die im medizinischen Bereich arbeiten, weiß Prof. Eckhart G. Hahn, Vorsitzender der Gesellschaft für Medizinische Ausbildung:

1] Zunächst müssen sie sich für andere Menschen und ihre Probleme interessieren.

2] Auch ist die Bereitschaft und Fähigkeit notwendig, über lange Zeit konzentriert zu arbeiten und lebenslang zu lernen.

3] Sie müssen große Mengen von Wissen verarbeiten, verstehen und ihr Handeln daran orientieren können.

4] Der Austausch mit anderen Menschen ist ebenfalls wichtig: Sie sollten sich verständlich machen, anderen zuhören und sie verstehen können.

5] Die Arbeit mit anderen Personen in einer Gruppe ist alltäglich und sollte keine Schwierigkeiten bereiten.

6] Probleme müssen häufig gemeinsam mit anderen Berufen im Gesundheitswesen gelöst werden. Dafür sollten sie offen und fähig sein.

7] Organisationstalent ist ebenfalls gefordert.

8] Andere Menschen in Fragen von Gesundheit mund Krankheit zu beraten, ist eine wesentliche Aufgabe, für die sie bereit sein sollten.

9] Sie sollten neugierig darauf sein, die Fähigkeit zum Lehren und Forschen zu entwickeln, damit sie ihr Wissen und Können sowohl an jüngere Kollegen als auch an Patienten weiter geben können.

10] Bei der Tätigkeit ist ein hohes moralisches und ethisches Niveau gefragt, das sie verstehen und leben sollten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/soziale_kompetenzen_gefragt_vom_rettungssanitaeter_zum_arztberuf_274.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_10_01.pdf</pdf>
		<author>Simone Böhnisch</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>274</guid>
		<pubdate>2009-11-11 11:51:51</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vollstudium in den Niederlanden: Aus einer Notlösung wurde das Traumstudium</title>
		<description><![CDATA[„Wenn mir jemand nach dem Abitur gesagt hätte, dass ich in den Niederlanden meine beruflichen Träume verwirklichen kann, dann hätte ich wohl mit dem Kopf geschüttelt“, lacht Nicole Meesters. Seit fast drei Jahren studiert die heute 23-Jährige „Kommunikations- und Informationsmanagement“ an der Radboud Universiteit Nijmegen – und hat diesen Entschluss bis heute nicht bereut.]]></description>
		<text><![CDATA[Für Nicole Meesters war der Entschluss, sich für ein Vollstudium an einer niederländischen Hochschule zu bewerben, ursprünglich aus der Not heraus geboren. Nach dem Abitur in Solingen wollte die junge Frau ihren Traum verwirklichen und Journalismus studieren – doch der hohe Numerus Clausus an vielen deutschen Universitäten machte ihr einen Strich durch die Rechnung. „Eigentlich hatte ich mich schon dazu durchgerungen, ein anderes Fach zu belegen, bis mir eine Bekannte von den guten Studienbedingungen in den Niederlanden berichtet hat“, blickt Nicole zurück.

Ankunft in Nijmegen
Kleine Kurse, gut ausgestattete Fachbereiche und die Tatsache, dass der Großteil der Fächer zulassungsfrei ist, gaben den Ausschlag, sich an verschiedenen Universitäten im Nachbarland zu bewerben. Die Wahl fiel schließlich auf den Studiengang „Kommunikations- und Informationsmanagement“ in Nijmegen. „Die Studieninhalte passten zu meine Wünschen, außerdem fand ich es gut, am Ende des dritten Studienjahres praktisch ein kursfreies halbes Jahr zu haben, vielleicht für einen Auslandsaufenthalt oder ein Praktikum. Man verpasst also keine Kurse und Klausuren und kann das Studium in der regulären Zeit schaffen“, erläutert Nicole ihre Wahl.

Spaß an Niederländisch
Dass sie für das Studium noch Niederländisch lernen musste, schreckte die frischgebackene Abiturientin nicht. „Im Gegenteil, es hat viel Spaß gemacht und gleichzeitig kann ich meinen Lebenslauf jetzt um eine weitere Sprache und einen langfristigen Auslandsaufenthalt erweitern.“ In einem Intensivkurs, den die Radboud Universität speziell für deutsche Studierende anbietet, bekam Nicole das nötige sprachliche Rüstzeug. Bei der Wohnungssuche war ihr ebenfalls die Fachschule behilflich, die eine eigene Studentenheim-Organisation unterhält.

„Gerade am Anfang war es gut, mit vielen anderen Erstsemestern zusammen zu wohnen, weil ich dadurch rasch Kontakte knüpfen konnte“, erzählt Nicole. Dennoch seien die ersten Wochen in der Fremde nicht immer einfach gewesen. „Anfangs war ich einfach überflutet von neuen Eindrücken, neuen Leuten, der neuen Sprache, vom neuen Leben als Studentin. In den Niederlanden gibt es viele Dialekte, manche nuscheln, andere verbiegen Wörter oder verschlucken Teile von Worten, deswegen dauerte es ein paar Wochen, um mich an die Sprache zu gewöhnen. Woran ich mich auch gewöhnen musste, war der Uni-Stress. Es ist immer viel zu tun, denn es gibt nicht nur Klausuren am Ende eines Kurses, sondern auch während der Seminare fallen viele kleine Aufgaben, Projekte und Präsentationen an.“
Der gut strukturierte Studienverlauf sowie die Dozenten und Tutoren, die immer ein offenes Ohr für die Belange der Studierenden haben, hätten ihr den Einstieg dennoch leicht gemacht. „Ich habe meine Entscheidung, nach Holland zu gehen, bislang nicht bereut“, versichert Nicole. Auch mit der Wahl ihrers Studienfachs ist die 23-Jährige zufrieden: „Ich habe ein Studium gefunden, das meinen Interessen entspricht. Der Studiengang ist so breit gefächert, dass ich damit später beruflich in viele Richtungen gehen kann“, blickt die junge Frau optimistisch in die Zukunft. Ob die in Deutschland oder in den Niederlanden beginnen soll, das weiß sie noch nicht. „Mittlerweile kann ich mir gut vorstellen, auch dauerhaft hier zu leben und zu arbeiten. Aber das ist noch Zukunftsmusik. Vielleicht werde ich auch noch ein Master-Studium anschließen.“

„Tag der offene Tür“ lohnt sich
Für deutsche Schulabgänger hat Nicole Meesner einen Tipp: „Ich kann jedem den „Tag der offenen Tür“ ans Herz legen oder überhaupt einen Besuch der Uni. Da bekommen Interessenten am besten einen Eindruck davon, was sie erwartet. Die Uni organisiert sogar „Meeloopdagen“, also Tage, an denen Interessierte einfach mitlaufen und sich mit in den Unterricht setzen können.“




Informationen über das Studium in den Niederlanden: Niederlande hautnah

Wer sich für ein Studium in den Niederlanden interessiert, dem bieten nicht nur der Deutsche Akademische Austauschdienst und zahlreiche niederländische Internetseiten reichlich Information.
In den vergangenen Monaten sind zudem einige Bücher erschienen, die sich mit dem Studium beim westlichen Nachbarn und den nötigen Voraussetzungen auseinandersetzen. So informiert etwa das Handbuch „Studieren in den Niederlanden“ von Jörg Mielczarek über zulassungsbeschränkte Studiengänge, erforderliche Eignungstests und den Nachweis von Sprachkenntnissen an den niederländischen Hochschulen.
Das Werk ist zudem randvoll mit Tipps und praktischen Hinweisen, Adressen sowie Planungshilfen in Form von Checklisten, Zeitplänen und Vordrucken. Weil jedes Auslandsstudium immer auch eine Investition darstellt, behandelt ein ganzes Kapitel das Leben in den Niederlanden - von A wie Aufenthaltsgenehmigung über S wie Sozialversicherung bis Z wie Zuschussförderung.
Besonderer Vorzug des Werks: Es wird im Digitaldruck erstellt und nicht in Großauflagen vorproduziert. So ist gewährleistet, dass laufend Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet werden können und das Buch so immer auf dem aktuellen Stand ist.
Erhältlich ist der Titel für 17,90 Euro vom Verlag Interna im Buchhandel oder im Internet.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vollstudium_in_den_niederlanden_aus_einer_notloesung_wurde_das_traumstudium_258.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>258</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:51:10</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bei den freundlichen Nachbarn</title>
		<description><![CDATA[Die Niederlande zählen zu den attraktivsten Studienstandorten in Europa. Neben Universitäten streben viele der Hochschulen eine Spitzenstellung an.]]></description>
		<text><![CDATA[Die westlichen Nachbarn bieten weltoffenen Bildungshungrigen viel: Die Universitäten sind in der Regel technisch sehr gut ausgestattet, das Zahlenverhältnis zwischen Studenten und Dozenten ist ausgeglichen. Überfüllte Hörsäle, wie sie von Universitäten in der Bundesrepublik bekannt sind, gibt es in den Niederlanden nicht. Hinzu kommt eine persönliche und umfassende Betreuung der Studenten durch Professoren und studentische Tutoren.

Geringe Zulassungsbeschränkungen
Zulassungsbeschränkungen sind in den Niederlanden, anders als in Deutschland, relativ selten. Während beispielsweise ein Studium der Molekularen Biomedizin in Deutschland einen recht guten Notendurchschnitt voraussetzt, ist dieser Studiengang in den Niederlanden überall zulassungsfrei.
Dennoch gibt es auch in den Niederlanden stärker nachgefragte Studiengänge wie beispielsweise Tier-, Human- und Zahnmedizin sowie einige Wirtschaftsstudiengänge, die dann in der Zulassung beschränkt werden. In einigen Studiengängen limitiert die niederländische Regierung die Zahl der Studienplätze an Hochschulen, um ein Überangebot an Arbeitskräften zu verhindern.

Während in Deutschland vor Beginn des Bewerbungsverfahren bekannt gegeben werden muss, ob es unter Umständen eine Beschränkung und damit ein Auswahlverfahren gibt, ist es in den Niederlanden anders: Hier zeigt sich erst während des laufenden Verfahrens, ob eine Zulassungsbeschränkung nötig ist. Dies hängt dann von der Nachfrage ab. Möglich ist es daher auch, dass nur an einzelnen Hochschulen eine Zulassungsbeschränkung besteht und andere zulassungsfrei sind. Die Zulassungsbeschränkung in den Niederlanden wird als Numerus Fixus bezeichnet.

Nicht verpassen: den Bewerbungstermin
Einen einheitlich festgelegten Bewerbungstermin gibt es in den Niederlanden nicht. Bewerbungen werden, anders als in Deutschland, bereits schon im Vorjahr des Studienjahres entgegen genommen. Viele Studiengänge lassen Bewerbungen bis kurz vor Studienbeginn (Beginn 1. September des Jahres) zu, also sogar noch im August. Dennoch wünschen sich die Hochschulen aus Planungsgründen eine rechtzeitige Bewerbung um einen Studienplatz, am besten im Dezember des Vorjahres. Bewerbungen sind auch ohne die Vorlage des Zeugnisses der Hochschulreife möglich. Dieses muss erst später vorgezeigt werden. Dies gilt auch für den Nachweis der Sprachkenntnisse. Diese müssen erst unmittelbar vor Studienbeginn vorliegen und nicht schon bei der Bewerbung nachgewiesen werden.

Fächer mit einer Zulassungsbeschränkung hingegen haben zumeist einen festen Bewerbungsschluss. Das beste ist also, sich rechtzeitig an den in Frage kommenden Universitäten und Hochschulen nach den Terminen der Bewerbungsverfahren zu erkundigen. Auch können auf diesem Wege eventuell vorhandene Aufnahmebedingungen erfragt werden, denn manche Universitäten verlangen Aufnahmegespräche oder Prüfungen.

Sprachanforderungen beachten
Auch die Sprachanforderungen variieren sehr stark. Mit der künftigen Hochschule sollte daher auf jeden Fall vor der zentralen Bewerbung über etwaige Anforderungen hinsichtlich Niederländisch, Schulfächern im Abschlusszeugnis und einer eventuellen künstlerischen oder anderen Aufnahmeprüfung gesprochen werden.




Link-Tipps Niederlande

Wichtige Informationen, Tipps und Erfahrungsberichte von Studenten zum Studium in den Niederlanden gibt es im Internet unter den nachfolgenden Web-Adressen:

www.studieren-in-holland.de Umfangreiche Homepage mit den wichtigsten Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos zum niederländischen Sprachtest. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.niederlandweb.de Auf dieser Homepage präsentiert sich die Vertretung des Königreichs der Niederlande in der Bundesrepublik Deutschland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bei_den_freundlichen_nachbarn_257.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>257</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:45:57</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Eintrittskarte“ für die führenden Hotels der Welt</title>
		<description><![CDATA[Die Tourismus-Brachen wächst – und mit ihr der Bedarf an gut ausgebildeten Führungskräften mit internationaler Management-Erfahrung. Die besten Hochschulen für die Ausbildung von Top-Hoteliers sind in der Schweiz zu finden.]]></description>
		<text><![CDATA[Kaum einer Branche prophezeien Marktforscher eine so rosige Zukunft wie dem Bereich Reise und Tourismus. Bis 2017, so haben der globale Branchenverband World Travel &amp; Tourism Council und die Unternehmensberatung Accenture errechnet, soll der Umsatz auf mehr als 9,9 Billionen Euro steigen. Kein Wunder also, dass auf der ganzen Welt neue Hotels entstehen. Dabei sind Adlon, Burj al Arab und Luxor nur die Spitze des Eisberges. Eine Spitze jedoch, die einen enormen Personalbedarf hat, um ihren hohen Ansprüchen gerecht zu werden: Hinter den Fassaden arbeiteten 2005 weltweit rund 221 Millionen Menschen, bis 2015 sollen es laut Prognose
rund 260 Millionen sein. Die Branche beschäftigt zurzeit 600 000 Führungskräfte – diese Zahl wird sich in wenigen Jahren verdoppeln.

Erstklassige Ausbildung in der Schweiz
Empfangspersonal, Zimmermädchen und Stewards, Küchenchefs, Sommeliers und Maitres d’Hôtels, Fahrer, Fremdenführer und Animateure – die Palette der Tätigkeiten im Gastgewerbe ist nahezu unendlich, zusammengehalten werden die Arbeiten aber in der Regel von umfassend und international ausgebildeten Führungskräften, die nicht nur ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben, sondern auch mit allen Management-Kenntnissen ausgestattet sind, die es ihnen erlauben, komplexe Betriebe erfolgreich im globalen Wettbewerb der so genannten „Hospitality-Branche“ zu führen.
Eintrittskarte für die führenden Hotels der Welt kann ein Studium an den spezialisierten Hotelfachschulen in der Schweiz sein, die seit jeher „Brutstätte“ für angehende Top- Hoteliers sind. Zu den angesehensten gehören die beiden Hotelmanagement-Schulen Les Roches und Glion, die laut einer weltweiten Umfrage in der Hotellerie zu den drei besten Schulen der Welt für internationale Hotelkarrieren zählen (TNS, UK, Global Research – Juli 2007). Auf beiden Schulen ist erste Unterrichtssprache Englisch, in Glion wird daneben auf Französisch unterrichtet. Das besondere an beiden Häusern ist nicht allein der hohe Standard der Ausbildung, sie gehören auch mit der Ecole Hôtelière Lausanne zu den drei Hochschulen, deren Bachelor auf Hochschullevel international akkreditiert und anerkannt ist. Wer dort seinen Abschluss macht, kann also ohne weiteres noch ein Master-Studium anhängen, entweder vor Ort oder an einer anderen Hochschule.

Studieren in Les Roches und Glion
Der Campus Les Roches, mitten in der Walliser Ferienregion Crans Montana gelegen, ist architektonisch der Landschaft hervorragend angepasst: Typisch schweizerische Chalets unterschiedlicher Größe beherbergen Verwaltung, Küchen, Restaurants, Sportanlagen, Hörsäle, Seminarräume und Unterkünfte für die Studierenden. Kaum weniger reizvoll der Campus in Glion: Mit Panorama-Blick auf den Genfer See und Montreux werden dort Studierende aus 82 Nationen auf ihre Arbeit in der Hotellerie vorbereitet.
An beiden Standorten werden Bachelor- und Master-Studiengänge angeboten, wobei Les Roches sein Augenmerk stärker auf den Bereich Food &amp; Beverage legt, während Glion ein generalistischeres, aber auch sehr praktisch orientiertes Konzept fährt. Glion bietet seit Sommer 2007 außerdem noch einen Studiengang in Event, Sport und Entertainment Management an.
Bereits eine Woche nach Einstieg ins Studium leisten die Erstsemester die ersten Schichten in Küche und Restaurant – selbstverständlich unter Anleitung von erfahrenen Gastronomie-Profis. Die praktischen Kurse werden sukzessiv durch Betriebswirtschaftslehre und Managementkurse ergänzt, die ermöglichen, dass Absolventen später in der internationalen Hotellerie Führungsverantwortung übernehmen können.
Ein System, das sich durch das gesamte Studium zieht: Die Kombination von Theorie und Praxis, so erklärt Arie van der Spek, Senior Vice-President von Laureate Hospitality Education, Generaldirektor von Les Roches und ehemaliger Top Manager in der Hotellerie, zahle sich besonders dann aus, wenn sie mit allgemeinbildendem Unterricht einher gehe. Nach dem ersten und nach dem dritten beziehungsweise vierten Semester absolvieren die angehenden Hotelmanager jeweils ein rund halbjähriges bezahltes Praktikum in einem Hotel ihrer Wahl. Die Hotels erwarten von ihnen, dass sie voll mitarbeiten – ganz gleich, ob in der Küche, an der Rezeption oder im Service. Nicht selten ist die Praktikumsstelle auch der spätere erste Arbeitgeber.

Beste Chancen auf dem Arbeitsmarkt
Mit dem Abschluss in der Tasche – SHA Diplôme der Schweizer Hoteliers Vereinigung, Bachelor of Business Administration in International Hotel Management mit diversen Vertiefungen wie Marketing, Finanzwesen, Personalwesen oder zahlreichen anderen Feldern – haben die Absolventen beider Schulen beste Chancen, an einer der Top- Adressen unterzukommen. Die Personaler aller großen internationalen Hotelketten besuchen auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern regelmäßig die Schulen für Hotelmanagement. Durchschnittlich erhält jeder Absolvent vier Stellenangebote, und so haben fast alle der Glion- und Les Roches-Absolventen einen Job in der internationalen Hotellerie sicher, noch bevor sie die Schulen verlassen.




Erste private Schweizer Fachhochschule für Hotelmanagement

Als erste anerkannte private Fachhochschule für Hotelmanagement in der Schweiz ist die FH Les Roches-Gruyère University of Applied Science (LRG) vom Schweizer Bundesrat im Sommer 2008 offiziell anerkannt worden.

Seit Herbst werden an der Fachhochschule mit Standorten in Glion am Genfer See, in Bulle, 25 Kilometer südlich von Fribourg, und in Les Roches im Schweizer Wallis Bachelor in Hotellerie ausgebildet. Der LRG-Studiengang (BSc) wird mit zwei Vertiefungen angeboten: „International Hospitality Management“ und „Food, Beverage and Operations Management“.

Das vierjährige Studium setzt sich aus einem berufspraktischen „preparatory year“ und sechs Semestern an der Hochschule zusammen. Insgesamt absolvieren die Studierenden innerhalb dieser Zeit zwei bezahlte Praktikumssemester in der internationalen Hotellerie. Die Studierenden sollen während des Studiums Führungs- und Managementkompetenzen erwerben, die sie befähigen, den Herausforderungen einer vielfältigen, globalen und sich dynamisch verändernden Hotel- und Tourismusbranche erfolgreich zu begegnen.

Kontakt und Informationen:
info@SwissSmart.ch, www.lrguas.ch]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/eintrittskarte_fuer_die_fuehrenden_hotels_der_welt_256.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>256</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:39:23</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Karrierestart „down under“</title>
		<description><![CDATA[Ein Studium an einer der renommierten Hotelmanagement-Hochschulen in Australien garantiert eine erstklassige Ausbildung – und nebenbei jede Menge Auslandserfahrung.]]></description>
		<text><![CDATA[Australien? Die meisten Abiturienten assoziieren mit dem Kontinent auf der anderen Seite der Welt wahrscheinlich zuerst Koalabären, Surfen und Urlaubsstimmung. Aber auch zum Studieren gibt es dort optimale Möglichkeiten. Wer von einer internationalen Karriere in der Hotelbranche träumt, sehr gutes Englisch spricht und eine Portion Abenteuerlust mitbringt, ist „down under“ genau richtig. An der Blue Mountains Hotel School (BMHS) und an der Australian International Hotel School (AIHS) warten erstklassige Studiengänge und wertvolle Kontakte zum internationalen Hotel-Business auf die Studierenden. Die beiden namhaften Fachschulen gehören seit kurzem zur Laureate-Gruppe, die weltweit Universitäten für das Hotellerie-Fach betreibt und sich vor allem durch die renommierten Schweizer Ausbildungsorte Glion und Les Roches einen Namen gemacht hat.
Die Blue Mountains Hotel School ist in Leura angesiedelt, einem kleine Ort in der landschaftlich reizvollen Region westlich der Metropole Sydney, die sogar von der Unesco als Weltkulturerbe anerkannt worden ist. Dort wird der Bachelor-Studiengang „International Hotel &amp; Resort Management“ angeboten. Die Australian International befindet sich mitten in Canberra, der Hauptstadt von Australien. An die AIHS ist ein Vier-Sterne-Hotel angeschlossen, in dem die Studierenden bereits parallel zur Ausbildung Einblick in den realen Hotel-Betrieb samt Küche und Service bekommen können. Zwei Bachelor-Programme stehen zur Auswahl: „International Hotel Management“ und „International Event Management“, aber auch ein Doppel- Abschluss ist möglich. Anschließend können die Absolventen dort noch einen Master in „Hotel Management“ draufsatteln.

Praxisnah und international
Die Studiengänge in Australien folgen dem „Schweizer Modell“: Sie sind sehr praxisnah gestaltet und international ausgerichtet. Zwei bezahlte Praktika von je 20 Wochen Dauer stehen auf dem Curriculum. Die weltweiten Kontakte der Hochschulen sorgen dafür, dass die angehenden Hotelmanager in dieser Zeit an Top-Adressen Arbeitserfahrung sammeln können. Eine besondere Verbindung besteht zum boomenden asiatischen Hotellerie-Markt. Auch auf dem Campus ist multinationale Kompetenz Trumpf: Junge Menschen aus über 30 Nationen leben und lernen dort gemeinsam.
Insgesamt haben die Studierenden in Australien früher den Bachelor Abschluss in der Tasche als die Absolventen in der Schweiz: An der BMHS und der AIHS dauert das Studium lediglich zweieinhalb Jahre. „Mit Blick auf die Studiengebühren und den früheren Einstieg in den Job kann das ein Vorteil der Ausbildung ,down under‘ sein“, so Dr. Christian Oustin, Repräsentant der Gruppe in Deutschland.

Kontakt und Informationen:
info@SwissSmart.ch]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/karrierestart_down_under_255.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>255</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:33:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ein Auslandssemester muss nicht teuer sein</title>
		<description><![CDATA[Finanzierungsmöglichkeiten und Fördersummen des Auslands-BAföGs werden von Studierenden häufig unterschätzt.]]></description>
		<text><![CDATA[„Mein Auslandssemester auf Hawai’i war eine einzigartige Erfahrung! Aber ohne Auslands-BAföG wäre ein Semester in den USA einfach zu teuer gewesen. Aus eigener Tasche hätte ich es niemals bezahlen können.“
Wie Stefanie Heisinger, die im Rahmen ihres bilingualen Lehramtsstudiums in Karlsruhe im Herbst 2007 für ein Semester an der Hawai’i Pacific University studiert hat, äußern sich immer mehr Studierende aus Deutschland.
Nach Einschätzung von Aline Meyer, Studienberaterin bei College-Contact.com, ist das Auslands-BAföG in den vergangenen Jahren zu einer der wichtigsten Finanzierungsquellen für Studierende geworden, die im Verlauf ihres deutschen Studiums für ein oder zwei Semester privat organisiert ins Ausland gehen. „Mehr als die Hälfte der Studierenden, die sich über uns für ein Auslandssemester oder -jahr bewerben, finanzieren ihren Auslandsaufenthalt zumindest in Teilen über Auslands-BAföG. Die Zahlen sind in den zurückliegenden Jahren kontinuierlich gestiegen und wir gehen davon aus, dass sie in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Viele unserer Kunden sind jedoch überrascht, wenn sie das erste Mal von den Möglichkeiten des Auslands-BAföGs und vor allem von den Förderbeträgen hören.“

Studieren in Europa und weltweit
Grundsätzlich können gemäß des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) neben einem Studium in Deutschland sowohl komplette Studiengänge im europäischen Ausland als auch weltweit einzelne Auslandssemester im Rahmen des deutschen Studiums gefördert werden. Voraussetzungen sind unter anderem, dass diese die Dauer eines Semesters beziehungsweise
zweier Trimester nicht unterschreiten und dass die Studierenden im Ausland als Vollzeitstudenten eingeschrieben sind sowie Kurse aus derselben Fachrichtung belegen können wie in Deutschland.

Höhe der Förderungsgelder
Die Förderung umfasst zum einen die Übernahme der notwendigen Studiengebühren im Ausland bis zu einer Höhe von maximal 4.600 Euro für höchstens ein Studienjahr sowie eine Flugkostenpauschale in Höhe von 500 Euro für Ziele innerhalb Europas und 1.000 Euro für Ziele außerhalb Europas.
Die Übernahme der Studiengebühren erfolgt in der Regel in voller Höhe als nicht zurückzuzahlender Zuschuss, während die übrigen Zahlungen jeweils zur Hälfte Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Bankdarlehen geleistet werden. Je nach Land und Hochschule kann dabei eine beträchtliche Summe zusammen kommen. „Ich habe insgesamt rund 6.000 Euro bekommen.“ staunt Patrick Hagner noch immer. Der BWL-Student aus Solingen verbrachte im vergangenen Jahr ein Auslandssemester an der Griffith University in Brisbane.

Anders als häufig angenommen wird, ist es für einen erfolgreichen Antrag auf Auslands-BAföG nicht unbedingt Voraussetzung, dass die Antragsteller auch im Inland BAföG erhalten. Aufgrund der höheren Fördersätze und einer anderen Bemessung des Ausbildungsbedarfs ist es durchaus möglich, dass Studierende, die für ihr Studium in Deutschland zwar keinen BAföGAnspruch haben, für ihr Auslandssemester oder –jahr sehr wohl eine Förderung erhalten. Seit dem 1. August 2008 gelten zudem neue, verbesserte Bedingungen. So wurden die Fördersätze erhöht und die Bemessungsgrenzen angepasst. Nicht zuletzt aus diesem Grund sagt Stefanie Heisinger: „Ich kann allen nur raten, auf jeden Fall erst einmal einen Antrag zu stellen. Wenn ich mich an meiner Uni umhöre, stellt kaum jemand einen Antrag, weil viele denken, dass sie ohnehin keine Chance auf Auslands- BAföG haben. Dabei haben mehr Leute Anspruch auf Auslands-BAföG, als sie denken.“

Rechtzeitig planen
Für die Bearbeitung der Anträge für das Auslands-BAföG sind je nach Zielland unterschiedliche BAföG-Ämter beziehungsweise Studentenwerke zuständig. Aufgrund der langen Bearbeitungszeiten wird empfohlen, den Antrag auf Auslandsförderung mindestens sechs Monate vor Beginn des geplanten Auslandsstudiums zu stellen.

Weitere Infos und Kontakt

Weitere Informationen zum Thema Auslands-BAföG gibt es unter:
www.college-contact.com/wissen/artikel.htm

College-Contact.com Alexandra Michel | Telefon: 0251 - 539 595 24
E-Mail: kundenservice@college-contact.com | Website: www.college-contact.com]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ein_auslandssemester_muss_nicht_teuer_sein_254.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>254</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:29:36</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Lernen am anderen Ende der Welt</title>
		<description><![CDATA[Neuseeland ist ein lebendiges, gastfreundliches und multikulturelles Land, das aufgrund der Maori-Einflüsse einen einzigartigen Charakter entwickeln konnte – und sicherlich nicht erst seit der Film-Trilogie „Der Herr der Ringe“ Traum vieler Reisender ist.]]></description>
		<text><![CDATA[Neben einer reichen kulturellen Geschichte, atemberaubenden Landschaften und freundlichen Menschen macht das gute neuseeländische Bildungssystem den Inselstaat zu einem Geheimtipp für Schüler und Studenten.

In Neuseeland wird das NCEA University Entrance von Level 11 bis 13 nach einem Punktsystem erlangt, das dem Erwerb der Hochschulreife entspricht. Während dieser Zeit kommen Schüler aus Deutschland als Austauschschüler, als International Students, an die High Schools in Neuseeland. Sie bleiben meist ein Jahr und kehren dann an ihre Heimatschule zurück.

Abschluss im Ausland ist möglich
Die Zahl der Gastschüler ist in den vergangenen Jahren deutlich angestiegen. Die High Schools hatten im vergangenen Jahr einen Zuwachs von 18 Prozent zu verzeichnen. Was viele nicht wissen: Die Schüler haben auch die Möglichkeit, ihren Abschluss im Ausland zu machen, was von der deutschen Kultusministerkonferenz zum Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung unterstützt wird. So haben im vergangenen Jahr 50 deutsche Schüler die Möglichkeit genutzt und den NCEAAbschluss gemacht. Dieser wird an allen Fachhochschulen und Universitäten in Deutschland anerkannt, sofern die Zeugnisanerkennungsstelle einen positiven Bescheid erlässt. Daneben kann in Neuseeland das University of Cambridge Abitur und das International Baccalaureate erworben werden.
In Neuseeland gibt es acht Universitäten und diverse Fachhochschulen, an denen Studenten aus Deutschland studieren können und zwar sowohl Bachelor- als auch Master-Studiengänge, die teilweise identisch mit den deutschen Studiengängen sind und deshalb entsprechend anerkannt werden. Die Studiengänge sind kostenpflichtig. Für das Bachelor-Studium gibt es Förderungsmöglichkeiten, für das anschließende Master-Studium fallen deutlich geringere Studiengebühren an.

Informationen gibt es zum Beispiel bei der Internationale Schülervermittlung Agency High School Overseas. Ebenso kann die Schülervermittlung bei der Organisation eines Studienplatzes behilflich sein.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/lernen_am_anderen_ende_der_welt_253.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>253</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:24:17</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Beam me up“</title>
		<description><![CDATA[Neuer Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik an der Uni Würzburg]]></description>
		<text><![CDATA[Der Count-Down läuft: Pünktlich zum Beginn des Wintersemesters 2009/2010 geht’s an der Universität Würzburg in unbekannte Sphären, denn dann startet er, der brandneue Bachelor- Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik. Gesucht wird jetzt von den Informatikern der Uni Würzburg eine hoch motivierte, technikbegeisterte Crew aus jungen Studentinnen und Studenten, die das Abenteuer Luft- und Raumfahrtinformatik wagen möchten: „Beam me up.”

Die Zulassung zum Studiengang ist (noch) frei. Beschränkungen gibt es nicht. Aber einige wichtige Eigenschaften sollten die zukünftigen Luft- und Raumfahrtinformatiker schon mitbringen, wenn sie an Bord gehen: „Spaß an den Naturwissenschaften, eine große Portion Neugier und Forschungsinteresse, das muss sein“, umschreibt Professor Klaus Schilling, was er von seinen zukünftigen Studenten erwartet.

Zuerst Grundlagenkenntnisse
Der Würzburger Hochschullehrer, der einen engen Bezug zur Praxis der Luft- und Raumfahrttechnik pflegt, hat mit seinen Kollegen und Mitarbeitern den Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik initiiert und entwickelt - eine in Deutschland bislang einzigartige, interdisziplinäre Kombination, die Inhalte aus der Physik, der Elektronik, Mathematik, Sensorik, Regelungstechnik und Informatik in die Luft- und Raumfahrttechnik einbettet.

Wo liegen die inhaltlichen Schwerpunkte des neuen Studiengangs? „Vermittelt werden zunächst Grundlagenkenntnisse zu den Eigenschaften der Weltraumumgebung, zum Entwurf von Raumfahrtsystemen, zur Borddatenverarbeitung und zur Instrumentierung für die Fernerkundung und für die Astromomie“, macht Klaus Schilling deutlich und betont den direkten Praxisbezug innerhalb des Studiengangs. „Unser Ziel ist es, komplexe, technische, integrierte Hard– und Softwaresysteme wie beispielsweise sich selbst steuernde Raumsonden zur Planetenerforschung, Autopiloten für Flugzeuge oder sich selbst auf die Umgebung einstellende Beobachtungsinstrumente zu konzipieren, zu entwickeln und zu betreiben“, so Schilling.
Damit haben die Würzburger Wissenschaftler schon Erfahrung: Am Institut für Informatik werden Satelliten im Miniaturformat gebaut, die nicht größer sind als eine Milchtüte (ein 10 cm-Würfel mit 1 kg Masse), ihre Bahnen durchs Weltall ziehen, Daten sammeln und von Würzburg aus ferngesteuert werden.
Bekanntschaft schließen werden die angehenden Luft- und Raumfahrtinformatiker deshalb schnell mit UWE-1 und UWE-2. UWE – das steht für Universität Würzburg Experimentalsatellit. Mit UWE-1 schickte die Uni Würzburg den ersten deutschen Pico-Satelliten 2005 in den Orbit und konnte erfolgreich Telekommunikationsexperimente durchführen. UWE-2, der auf der Startrampe in Indien steht, ist der zweite Prototyp der neuen Miniatursatellitenklasse made in Würzburg, der beweist, wie leistungsfähig ein Satellit im Milchtütenformat sein kann. „Bestechend sind die relativ kurzen Realisierungszeiten, günstige Startkosten und ein großes Spektrum möglicher wissenschaftlicher Anwendungen“, verdeutlicht Klaus Schilling. „Die kleinen Satelliten müssen höchsten Ansprüchen genügen“, weiß der Wissenschaftler, der selbst bei EADS/Astrium für die Konzeption der Raumsonde Huygens verantwortlich war, und die Zukunft in der engen Kooperation zwischen Wissenschaft, Forschung und Industrie sieht. Praxisprojekte und enge Kontakte zu Fachleuten aus der Luft- und Raumfahrttechnik sind deshalb wichtiger Bestandteil des Studienkonzeptes.

Praktischer Nutzen für die Industrie
„Die Luft- und Raumfahrtinformatik ist nämlich gar nicht abgehoben“, holt Klaus Schilling den neuen Studiengang in die „Bodenstation“ der Uni Würzburg zurück. „Vieles, was wir in der Luft- und Raumfahrt entwickeln, hat einen überaus praktischen Nutzen für die Industrie.“ Klar, dass die Unternehmen jetzt schon Schlange stehen, um die zukünftigen, hoch qualifizierten Absolventen des Bachelor-Studiengangs Luftund Raumfahrtinformatik zu verpflichten. „Über die Luft- und Raumfahrt hinaus haben unsere Studenten exzellente Berufschancen“, ist sich Klaus Schilling deshalb sicher. „Die Industrie, die händeringend nach Ingenieuren sucht, ist begeistert von unserem neuen Studiengang, denn die Fähigkeit zum Systemdesign, die wir vermitteln, ist längst als Schlüsselkompetenz eingestuft, um die Forschung in vielen Industriezweigen voranzubringen.“
Auf sechs Semester ist der Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik angelegt. Wer dann nicht direkt vom Hörsaal in die Industrie wechseln, sondern weiter wissenschaftliche Weltraumluft schnuppern möchte, kann „SpaceMaster“ werden im internationalen Master-Studiengang für Space Science und Technology, der ebenfalls am Institut für Informatik der Uni Würzburg angesiedelt ist und ein integriertes Studium an bis zu 6 europäischen Universitäten umfaßt.

Einschreibung ab August
Wer UWE und seine Pico-Kollegen kennen lernen möchte, der sollte den Count- Down nicht verpassen und an Bord gehen: Einschreibungen für den Bachelor-Studiengang Luft- und Raumfahrtinformatik an der Uni Würzburg sind ab August 2009 möglich.

www.luft-und-raumfahrt.informatik.uni-wuerzburg.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/beam_me_up_252.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>Marlies Grüter</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>252</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:20:44</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Finanzspritze für Studenten</title>
		<description><![CDATA[Wohnen, Essen, Studiengebühren – es ist nicht leicht, als Student seinen Lebensunterhalt selbst zu finanzieren. Vor allem in Prüfungsphasen lassen sich Studium und Nebenjob nur schwer unter einen Hut bringen. Und längst nicht jeder kann und will vom Geld der Eltern leben. Eine Alternative sind spezielle Studenten-Kredite, die nicht nur vom Staat, sondern auch von Banken, Stiftungen und privaten Investoren angeboten werden.]]></description>
		<text><![CDATA[Studienbeitragsdarlehen
Alle Bundesländer, die Studiengebühren einführen, bieten Studenten die Möglichkeit, sich das nötige Geld bis zum Ende des Studiums bei der Landes- beziehungsweise Förderbank zu leihen. Der Kredit kann ganz unkompliziert bei der Immatrikulation beziehungsweise Rückmeldung beantragt werden. Die Bank überweist den fälligen Betrag direkt an die Uni.
Die Vorteile: Jeder Student hat Anspruch auf ein solches Darlehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner Bonität. BAföG-Empfänger müssen zudem nur bis zu einer bestimmten Grenze ihre Schulden aus BAföG und Darlehen zurückzahlen. Das Studienbeitragsdarlehen wird meist ein paar Semester über die Regelstudienzeit hinaus gewährt. Im Detail unterscheiden sich die Konditionen von Bundesland zu Bundesland.

Studienkredit
Die KfW-Bank und verschiedene Sparkassen und Privatbanken bieten inzwischen Studienkredite an. Höhe, Dauer und Konditionen der Darlehen sind dabei unterschiedlich. Diese Kredite sind nicht unbedingt zur Finanzierung eines kompletten Studiums gedacht. Sie helfen vor allem Studenten, die gerade in der Prüfungsphase stecken und nicht jobben können. Vorteil: Studienkredite werden unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Die KfWBank garantiert zudem, dass der Zinssatz einen bestimmten Grenzwert nicht übersteigt. Wer sich für einen Studienkredit interessiert, sollte vor der Kreditaufnahme gezielt die Konditionen verschiedener Banken vergleichen.

BAföG
Die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) ist der Klassiker der Studienfinanzierung. Anspruchsberechtigte Studenten erhalten während der Regelstudienzeit ein zinsloses Darlehen von derzeit maximal 643 Euro pro Monat. Darauf angerechnet werden das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern.
Vorteile: Mit dem Verzicht auf Zinsen wird allen BAföG-Empfänger praktisch Geld „geschenkt“. Besonders schnellen und guten Studenten wird darüber hinaus ein Teil der Schulden erlassen. Die Tilgung beginnt auf Wunsch erst fünf Jahre nach Ende des Studiums. Der Rückzahlbetrag ist seit 2001 auf 10.000 Euro (inklusive Studienbeitragsdarlehen) begrenzt.

Stipendien
Eine ganze Reihe von Stiftungen bietet in Deutschland Programme zur Begabtenförderung. Die finanzielle Unterstützung entspricht in der Regel dem persönlichen BAföG-Anspruch. Auch Stipendien werden also meist nicht unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Bewerber müssen neben guten Noten zudem meist weitere formale Kriterien erfüllen, wie beispielsweise bestimmte Alters- und Semesterzahlen einhalten.
Kirchliche Stiftungen berücksichtigen nur Bewerber mit der entsprechenden Konfession. Ähnlich wie partei- und gewerkschaftsnahe Stiftungen erwarten sie zudem nachweisliches gesellschaftliches Engagement. Stipendiaten müssen regelmäßige Leistungsnachweise und Studienberichte vorlegen. Vorteile: Das Stipendium muss später nicht zurückgezahlt werden. Dazu gibt es eine ideelle Förderung durch Seminar-Angebote seitens der Stiftungen und Kontakte. Bewerber sollten allerdings einkalkulieren, dass es oft nur ein oder zwei Auswahltermine pro Jahr gibt und das Auswahlverfahren je nach Organisation bis zu sechs Monate dauern kann.

Bildungskredit
Die KfW-Förderbank gewährt ab der bestandenen Zwischenprüfung einen so genannten Bildungskredit. Studenten bekommen dabei bis zu 300 Euro pro Monat für maximal zwei Jahre. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich einmalig einen Teil der Fördersumme für größere Investitionen, zum Beispiel einen Forschungsaufenthalt im Ausland oder einen neuen PC, auf einen Schlag auszahlen zu lassen. Die Rückzahlung beginnt vier Jahre, nachdem die erste Rate ausbezahlt wurde. Vorteil: Die Förderung erfolgt unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern. Der Bund garantiert der KfW-Bank die Rückzahlung, so dass der Kredit zinsgünstig und ohne allzu strenge Bonitätsprüfung gewährt werden kann.

Bildungsfonds
Für Geld aus diesen speziellen, von privaten Investoren gespeisten Fonds müssen sich Studenten in strengen Auswahlverfahren durchsetzen. Haben sie Erfolg, bekommen sie als Darlehen feste Beiträge für Lebenshaltungskosten und manchmal auch Geld für das komplette Studium. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach dem Studium das Darlehen einkommensabhängig in den Fonds zurückzuzahlen.
Vorteil: Erfolgreiche Bewerber profitieren von besonders günstigen Konditionen. Im Interesse einer möglichst hohen Rendite für die Investoren bekommen aber vor allem Studenten aus Fächern mit guten Karrierechancen diese Kredite.




Studiengebühren: Unis bitten zur Kasse

Studiengebühren sind in Deutschland Sache der Bundesländer. Immer wieder diskutieren Landespolitiker über das Bezahl-Studium, mit unterschiedlichem Ergebnis: Mal werden die Gebühren erhöht, mal gesenkt oder sogar ganz abgeschafft. Einige Universitäten bitten vor allem Studenten zur Kasse, die die Regelstudienzeit überzogen haben, an anderen Hochschulen zahlt man ab dem ersten Semester. Für Studienanfänger können die Gebühren ein Argument für beziehungsweise gegen einen Studienort sein. Der folgende Überblick kann dabei vielleicht eine Entscheidungshilfe sein.

Baden-Württemberg: 500 Euro
Bayern: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, höchstens 500, an FH mindestes 100 Euro, an Universitäten und Kunsthochschulen mindestens 300 Euro
Berlin: Vorerst keine, Studienkonten in der Diskussion
Brandenburg: Vorerst keine
Bremen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Hamburg: 375 Euro
Hessen: Keine
Mecklenburg-Vorpommern: Vorerst keine
Niedersachsen: 500 Euro, für „Langzeitstudenten“ 600 – 800 Euro
Nordrhein-Westfalen: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro
Rheinland-Pfalz: Studienkonten – wer das Konto überzieht, zahlt 650 Euro pro Semester
Saarland: 1. und 2. Semester 300 Euro, danach 500 Euro
Sachsen-Anhalt: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Sachsen: 300 – 450 Euro für das Zweitstudium
Schleswig-Holstein: Vorerst keine
Thüringen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/finanzspritze_fuer_studenten_251.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>251</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:15:16</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Wartezeit überbrücken: Was tun, wenn der NC nicht reicht?</title>
		<description><![CDATA[Wer die Wartezeit sinnvoll überbrücken möchte, hat eine Vielzahl von Möglichkeiten.]]></description>
		<text><![CDATA[Nach Erlangung der Hochschulzugangsberechtigung, also mit dem Abitur, beginnt die Zählung der Wartesemester. Wer zum Beispiel den NC für das Fach Medizin nicht erreicht hat und bei der Zentralen Studienvergabe leer ausgegangen ist, sollte nicht sofort die Flinte ins Korn werfen und sich für ein so genanntes Parkstudium einschreiben. Denn wer Wartezeiten für sein Traumstudium sammeln möchte, darf an keiner deutschen (Fach-)Hochschule immatrikuliert sein.
Sinnvoll ist es dagegen, Vorsemester-Kurse oder eine Ausbildung, die für ein späteres Medizinstudium nützlich sein oder gar angerechnet werden können, voran zu schalten. Vorkurse für das Medizinstudium bietet beispielsweise das Institut für Biologie und Medizin des Rheinischen Bildungszentrums in Köln an – allerdings sind diese Kurse mit Kosten verbunden.
Vorteil ist, dass die Lücken in den naturwissenschaftlichen Fächern geschlossen werden können und günstige Voraussetzungen für ein zügiges Medizinstudium entstehen. Unter www.ifbm-koeln.de gibt es nähere Informationen. Kostenfreie Vorkurse, die meist über ein bis zwei Wochen abgehalten werden, bieten zum Beispiel Medizinfakultäten wie die Universität Bochum, die Universität Marburg oder auch die Universität in Frankfurt an.

Rettungssanitäter und -assistent
Zu den Klassikern gehören Ausbildungen zum Rettungssanitäter und -assistent sowie zum Gesundheits- und Krankenpfleger. Die Tätigkeit von Rettungssanitätern besteht in erster Linie darin, Einsätze im Rahmen des Krankentransportes und Rettungsdienstes vorzubereiten und durchzuführen. Die Ausbildung dauert in der Regel zwischen drei und fünf Monaten.

Die Ausbildung zum Rettungsassistenten läuft über zwei Jahre, kann aber durch eine vorangegangene Rettungssanitäter-Ausbildung verkürzt werden. Der Verantwortungsbereich des Rettungsassistenten ist größer als der des Rettungssanitäters, da der Rettungsassistent am Notfallort erste Hilfe und lebensrettende Sofortmaßnahmen durchführen muss.

Gesundheits- und Krankenpfleger
Die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger empfiehlt sich aus verschiedenen Gründen. Einerseits kann der zukünftige Medizinstudent Krankenhausluft schnuppern, den Klinikalltag hautnah miterleben und sich seine Berufswahl noch mal bestätigen oder überdenken. Andererseits ist für den vorklinischen Teil des Medizinstudiums ein Nachweis über ein 90-tägiges Krankenpflegepraktikum notwendig. Je nach Landesprüfungsamt werden Tätigkeiten wie Gesundheits- und Krankenpfleger auf das Praktikum angerechnet, ebenso wie das klinische Praktikum während der Ausbildung zum Rettungsassistenten.

Biomedizinischen Assistenten
Seit einigen Jahren wird die Ausbildung zum Biomedizinischen Assistenten immer populärer, wobei diese kostenpflichtig sein kann. Dieser Bildungsgang ist im Prinzip speziell für Wartezeitüberbrücker gedacht und dauert anderthalb Jahre, in denen auch ein Pflegepraktikum absolviert wird.

Pflegepraktikum im Ausland
Eine weitere Möglichkeit bietet ein Pflegepraktikum im Ausland, das sich ebenfalls auf ein späteres Medizinstudium anrechnen lässt. Mehr Informationen dazu unter:

www.projects-abroad.de




Veränderte Studienanforderungen: „Hammerprüfung“ ist kein Grund zur Panik

Medizinstudierende, die nach neuem Recht studieren, absolvieren kein zweites Staatsexamen mehr vor dem Beginn ihres Praktischen Jahres.

Die neue ärztliche Approbationsordnung hat das Medizinstudium nachhaltig verändert: So gibt es keine staatliche Prüfung mehr vor dem Praktischen Jahr. Statt dessen findet jetzt am Ende der Ausbildung, also nach dem PJ, ein umfassendes staatliches Abschlussexamen statt: das M2, von vielen auch „Hammerprüfung“ genannt.
Dieses neue Examen besteht aus einem dreitägigen schriftlichen Teil und einer mündlich-praktischen Prüfung, die sich auf zwei Tage verteilt. Vor allem dieser mündlich-praktische Teil wird neu gestaltet: Fallbezogen wird vor allem fächerübergreifendes Wissen überprüft, hinzu kommen Fragen aus Querschnittsbereichen. Wichtig: Dieses Examen ist kein Grund zum Fürchten, denn es geht vor allem um die Breite des medizinischen Wissens und Könnens, so Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan an der Universität Münster: „War früher das Praktische Jahr sozusagen ein ‚Sahnehäubchen’, hat es jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Einerseits muss die Vorbildung bis zum Erreichen des PJ so strukturiert sein, dass dieses mit Erfolg absolviert werden kann. Andererseits müssen die Lernfortschritte während des PJ regelmäßig kontrolliert werden, damit das Staatsexamen mit möglichst guten Noten bestanden wird.“ Facharztfähigkeiten und Spezialwissen sind ausdrücklich nicht Thema der Abschlussprüfung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/wartezeit_ueberbruecken_was_tun_wenn_der_nc_nicht_reicht_250.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>250</guid>
		<pubdate>2009-04-01 14:02:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Krankenschwester, Mutter und Ärztin: Auf Umwegen zum Traumberuf</title>
		<description><![CDATA[Erst Abi, dann Uni – so stellen sich viele angehende Mediziner den Beginn ihrer Laufbahn vor. Wer keine exzellente Abiturnote vorweisen kann, muss allerdings einige Wartesemester überbrücken. Diese vermeintliche Notlösung kann aber durchaus von Vorteil sein.]]></description>
		<text><![CDATA[Als sie den Brief las, konnte sie es kaum glauben. „Ich habe zu Hause gesessen und geheult“, erinnert sich Claudia Sydow an den Moment, als die ZVS ihr die Absage mitteilte. Für sie brach eine Welt zusammen – so fest hatte sie damit gerechnet, direkt nach dem Abitur mit dem Medizinstudium beginnen zu können. „Dabei hätte ich mir eigentlich denken können, dass es mit einer Abiturnote von 2,4 und einem nicht so guten Medizinertest schwierig werden könnte“, meint die heute 31-Jährige im Rückblick.

Glücklicherweise hatte sie sich zeitgleich mit der Bewerbung um einen Studienplatz auch um einen Ausbildungsplatz als Krankenschwester bemüht – und von drei Münsteraner Krankenhäusern Zusagen bekommen. Nachdem fest stand, dass sie auch im folgenden Semester keinen Studienplatz in Medizin bekommen würde, nahm sie im Frühjahr 1998 den Ausbildungsplatz im St. Franziskus Hospital an. „Ich war in der Realität angekommen und beschloss, mich erstmal voll und ganz auf die Ausbildung zu konzentrieren.“

Erfahrungen im privaten Umfeld
Durch ihre zwei Jahre jüngere Schwester, die durch eine geistige Behinderung vollständig auf Hilfe angewiesen ist, und durch die Pflege ihres an Alzheimer erkrankten Großvaters hatte die gebürtige Nordwalderin schon früh Kontakt zu medizinischen Themen. Die Faszination für die Heilkunst und das Bedürfnis, Menschen helfen zu wollen - eigentlich ihre Beweggründe für ein Medizinstudium - brachte sie nun in die Pflegeausbildung ein. Der Lehrplan ermöglichte Einblicke in viele verschiedene Bereiche, von Orthopädie über Chirurgie bis hin zur Palliativmedizin. Wie jeder der Auszubildenden hatte Claudia Sydow eine erfahrene Pflegekraft als Mentor, bei der sie sich wertvolle Ratschläge für die Arbeit am Patienten holen konnte. Besonders gut gefiel ihr, dass die unterschiedlichen Gebiete in Themenblöcken aufgebaut waren, so dass auf das Theoriemodul stets die dazu passende praktische Pflege folgte.

Nach drei Jahren, in denen sie viele verschiedene Stationen durchlaufen und Tag-, Spät- und Nachtschichten absolviert hatte, bestand sie im Frühjahr 2001 ihr Examen. Die Arbeit im Krankenhaus hat sie desillusioniert: Die strengen Hierarchien und das Gegeneinander der Berufsgruppen empfand sie als belastend. Andererseits zeigten ihr Einsätze in der Psychiatrie und im Johannes-Hospiz, dass auch im stressigen Klinik-Alltag ein respektvolles Miteinander und gute Team-Arbeit möglich ist. „Die Erfahrungen in diesen beiden Abteilungen prägen mich bis heute“, so Claudia Sydow, „das Arbeiten dort hat Spaß gemacht und war richtig befriedigend.“
Auch nach der Ausbildung hielt sie fest an ihrem Traum, Medizin zu studieren. Die erforderlichen Wartesemester hatte sie nun beisammen und so konnte sie sich schließlich zum Wintersemester 2001 an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster einschreiben. Nebenbei arbeitete sie weiter im Krankenhaus, Nachtdienst auf der gynäkologischen Station. Sie kämpfte sich durch die ersten harten, naturwissenschaftlich geprägten Jahre des Studiums und schaffte das Physikum in der regulären Zeit.

Mit Blick auf ihre Kommilitonen, die direkt von der Schulbank in den Hörsaal gewechselt sind, empfand sie ihren Werdegang nicht mehr als Nachteil: „Ich bin sehr desillusioniert ins Studium gegangen. Bei den jüngeren Studenten hatte ich oft den Eindruck, dass sie gar nicht wissen, was sie im Krankenhaus-Alltag erwartet.“ Betten machen und Essen verteilen – auf diese Tätigkeiten hätte sie während der Ausbildung gut verzichten können, aber wie wichtig und prägend der direkte Umgang mit den Patienten war, wurde ihr erst während des Studiums wirklich bewusst. „Mit unseren Mentoren haben wir in Ruhe vor Ort am Patienten alle Handgriffe gelernt und unser Tun auch unter dem Aspekt reflektiert, wie sich der kranke Mensch dabei fühlt.“ Ein Gesichtspunkt, der im Medizinstudium keine große Rolle spiele und dazu führe, dass Ärzte, die frisch von der Uni kommen, den Patienten oft wenig Empathie entgegen bringen.

Als negativ empfand Claudia Sydow im Studium die Haltung einiger Professoren: „Allen, die durch ihr Einser-Abitur direkt mit dem Studium in Münster beginnen konnten, wurde vermittelt, dass sie damit zur absoluten Elite gehören. Die medizinischen Schlüsselqualifikationen, die viele andere Studenten mitbringen, wurden gar nicht gesehen“, erinnert sie sich.

Sie fand schnell Anschluss an eine Gruppe Studierender, die wie sie Erfahrungen in Ausbildungen und anderen Studiengängen gemacht hatten. Dieser Zusammenhalt wurde für sie umso wichtiger, als sie nach dem Physikum schwanger wurde. Im Jahr 2004 wurde Hannah geboren, drei Semester später Greta. „Mein Mann hat zu dieser Zeit schon Geld verdient, so dass es für uns der richtige Zeitpunkt war, eine Familie zu gründen“, so Claudia Sydow. Dank ihrer Eltern und Schwiegereltern, die gerne die kleinen Enkelinnen betreuen, und ihrer hilfsbereiten Kommilitonen musste sie nicht mit ihrem Studium aussetzen und konnte alle Pflichtkurse und wichtigen Vorlesungen belegen. Anfang 2008 war es dann geschafft: Sie hatte alle Scheine beisammen.

Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Doch nun, in der Endphase des Studiums, bekam sie zu spüren, dass Familienfreundlichkeit noch nicht zu den Stärken der medizinischen Fakultät gehört. „Obwohl für Studenten mit Kindern Aspekte wie Prüfungstermine und wohnortsnahe Einsatzorte während des Praktischen Jahres (PJ) sehr wichtig für die tägliche Organisation sind, gibt es keinerlei Entgegenkommen und keine Härtefallregelungen“, hat sie erfahren, „Kinder passen wohl nicht in das Bild vom idealen Medizin-Studenten.“

Claudia Sydow fand sich mit der Situation ab und startete im Februar 2009 ihr PJ in einer Umgebung, die ihr gut bekannt ist: in der Gynäkologie des St. Franziskus Hospitals. Weitere Stationen werden Chirurgie und Innere Medizin in anderen Krankenhäusern im Münsterland sein. Im Frühjahr 2010 steht dann das zweite Examen an, drei Tage schriftlich, zwei Tage mündlich. Welche Fachrichtung sie danach einschlagen möchte, weiß sie noch nicht genau. Ihr Traumfach wäre Gynäkologie und Geburtshilfe, aber auch praktische Überlegungen spielen bei dieser Entscheidung eine Rolle: „Die Familie kommt für mich an erster Stelle, deshalb möchte ich ein Fach wählen, dessen Arbeitszeiten die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglichen.“ Sie ist zuversichtlich, dass das gelingen wird: „Wegen des Ärztemangels machen sich immer mehr Krankenhäuser Gedanken, wie sie gut ausgebildete Frauen durch gute Arbeitsbedingungen halten können.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/krankenschwester_mutter_und_erztin_auf_umwegen_zum_traumberuf_249.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>Victoria Liesche</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>249</guid>
		<pubdate>2009-04-01 13:56:54</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Untypisches Berufsbild: Karriere als Juristin im Modehandel</title>
		<description><![CDATA[Einzelhandelskaufmann, Vertriebsleiter, Handelsvertreter – beim Gedanken an eine Karriere im Handel fällt der Blick zuerst auf die klassischen Berufsbilder. Anders bei Nicole Sahrhage. Die 33-Jährige ist seit drei Jahren beim Modeunternehmen Takko tätig – als Juristin. Am Unternehmenssitz im westfälischen Telgte kümmert sich die gebürtige Münsteranerin um gewerblichen Rechtsschutz, um das Vertragswesen oder um Fragen des Mietrechts der europaweit über 1.200 Takko-Filialen.]]></description>
		<text><![CDATA[Internationales Recht, Markenrecht – schon während des Studiums begeisterte sich Nicole Sahrhage für diese juristischen Themenfelder, absolvierte verschiedene Praktika. Dass sie ihr späterer Karriereweg nicht in eine klassische Anwaltskanzlei, sondern in die Rechtsabteilung eines großen Handelsunternehmens führen sollte, ahnte die junge Frau dennoch nicht. „Zu Beginn des Studiums hatte ich eigentlich keine konkreten Berufswünsche für die Zeit nach dem Examen. Es war eher ein wachsender Prozess, der mich zu meiner heutigen Anstellung geführt hat“, blickt Nicole Sahrhage zurück.

Zuerst Referendariat in Düsseldorf
Einen wichtigen Schritt in diese Richtung setzte die heute 33-Jährige während des Referendariats in Düsseldorf. Während der zweijährigen Praxiszeit war die Jung-Juristin bereits in einem Unternehmen tätig, konnte erste konkrete Erfahrungen in den Bereichen Zivil- und Internationales Recht sammeln.

Der Blick über den Tellerrand
Nach dem Uni-Abschluss arbeitete Nicole Sahrhage zunächst in einer Anwaltskanzlei im Themenschwerpunkt Wirtschaftsrecht. „Rückblickend betrachtet ist es für meine heutige Arbeit ein deutlicher Gewinn, dass ich diese verschiedenen Stationen durchlaufen habe und den Blick über den Tellerrand hatte“, sagt die Juristin. Denn in ihrer aktuellen Position ist sie als „Abteilungsleiterin Mietwesen Recht“ für die Beratung unterschiedlicher Bereiche und Abteilungen verantwortlich.
Gerade diese Vielseitigkeit bot für Nicole Sahrhage den Reiz, sich beim Modefilialisten im ländlichen Telgte zu bewerben. „Meine Aufgaben sind sehr weitreichend und berühren ganz unterschiedliche Rechtsbereiche“, schätzt die junge Frau die tägliche Abwechslung an ihrem Arbeitsplatz. Ob es um den Schutz der hauseigenen Modemarken geht, die Mietfragen oder das umfangreiche Vertragswesen des Handelshauses: „Gerade die Tatsache, dass Takko mittlerweile in vielen Ländern Europas vertreten ist und seit Jahren stark expandiert, macht die Arbeit sehr abwechslungsreich und berührt auch meine persönlichen Interessensschwerpunkte“,legt die Juristin dar.

Der Textilhändler in Zahlen
Takko gehört zu den größten Textilhändlern Deutschlands mit über 1.200 Filialen im In- und europäischen Ausland. Mit mehr als 900 Standorten von Schleswig-Holstein bis Bayern ist Takko in Deutschland flächendeckend überwiegend außerhalb der Innenstädte vertreten. Rund 10.000 Mitarbeiter im Verkauf und in der Zentrale im westfälischen Telgte kümmern sich um die Wünsche der Kunden. Die internationale Expansion treibt das Modeunternehmen seit 2000 kontinuierlich voran. In Österreich gibt es inzwischen bereits über 110 Takko-Filialen. Weitere Auslandsmärkte sind die Schweiz, die Niederlande, Tschechien, die Slowakei, Ungarn, Rumänien, Polen und Belgien.

Als sie vor rund drei Jahren ihre Arbeit aufnahm, bot sich für die engagierte Hausjustiziarin eine weitere Gelegenheit: Berufsbegleitend absolvierte die 33-Jährige ein Masterstudium im Bereich Gewerblicher Rechtschutz an der Universität Düsseldorf. „Ich habe dabei viel Unterstützung von Seiten des Unternehmens bekommen, dem letztlich meine zusätzlichen Qualifikationen heute zu Gute kommen.“

Der richtige Karriereschritt
Den Karriereschritt in ein Handelsunternehmen hat Nicole Sahrhage nicht bereut, an ihre ersten Wochen in dem Münsterländer Fashion-Discounter erinnert sie sich gerne. „Angst, dass ich den Anforderungen nicht gewachsen sein könnte, hatte ich dank der verschiedenen Praktika und des Referendariats nie. Ich bin einfach ins kalte Wasser gesprungen“, blickt sie zurück.




Wie schaffe ich den Berufseinstieg in den Handel?

Die bekanntesten Berufe im Einzelhandel sind Kaufmann im Einzelhandel und Verkäufer, es gibt darüber hinaus noch zahlreiche andere.
Mit Abitur besteht die Option, die dreijährige Ausbildung auf zwei Jahre zu verkürzen. In Datenbanken der Bundesagentur für Arbeit „BerufeNet“ und „KursNet“ sind Informationen über Aufstiegsformen in den einzelnen Berufen enthalten. Aber auch die Betriebe selbst halten nach qualifizierten jungen Leuten Ausschau, um Führungskräfte aus ihren eigenen Reihen zu rekrutieren.

Traineeprogramm nach Studium
Wer ein Wirtschaftsstudium an einer Fachhochschule oder einer Universität hinter sich gebracht hat, kann sich durch Traineeprogramme zur Führungskraft weiter qualifizieren. Verschiedene namhafte Unternehmen wie Kaufhof, Karstadt, Praktiker, die Douglas Holding oder auch Lebensmitteldiscounter bieten solche Programme an.

Studium an der Berufsakademie
Eine weitere Möglichkeit bietet das Studium an der Berufsakademie. Die Tätigkeitsfelder für Absolventen mit dem Studiengang „Handel“ sind beispielsweise Abteilungs-, Filial- oder Bezirksleiter. Weitere Optionen finden sich in den Bereichen Marketing, Warenmanagement, Distributionslogistik, Finanz- und Rechnungswesen und Personalwesen. Die Studierenden werden gezielt auf eine Führungsposition im Handel vorbereitet durch Verbindungen der Berufsakademien zu Partnerunternehmen im Handel, an die sie ihre Studenten weiter vermitteln.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/untypisches_berufsbild_karriere_als_juristin_im_modehandel_248.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>248</guid>
		<pubdate>2009-04-01 13:50:36</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vielseitigkeit ist alles: Von der Käsetheke zum Filialleiter</title>
		<description><![CDATA[Der Handel ist für Absolventen, die schnell Karriere machen wollen, bis heute eine verlockende Option. Kein Wunder, schließlich zeichnet sich die Branche durch Vielseitigkeit aus – gerade in beruflicher Hinsicht. Studenten mit wirtschaftswissenschaftlicher Ausrichtung und einem Faible für den Handel haben gute Zukunftsaussichten.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer an den Einzelhandel denkt, hat oft das Bild eines Verkäufers vor Augen, ob nun an der Käsetheke oder beim Juwelier. Dabei bietet die Branche für ganz unterschiedlich qualifizierte Menschen Arbeit – vom Werbetexter bis zum Wirtschaftsfachmann. Selbst wer mit dem üblichen Ausbildungsberuf Einzelhandelskaufmann einsteigt, ist später nicht zwingend hinter den Ladentisch verbannt. Mit Weiterbildungen oder einem Studium ist der Karrieresprung an die Spitze einer Abteilung oder sogar des Unternehmens nicht ausgeschlossen.

Aktuell arbeiten laut Angaben des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) 2,7 Millionen Menschen im Einzelhandel, davon gut die Hälfte in Teilzeit. Gute Einkäufer, Kunden- und Fachberater, Vertriebsexperten, IT-Fachleute, Logistiker und Controller seien derzeit besonders gefragt.

Zuerst ein Traineeprogramm
Einer von ihnen ist Patrick Redmann. Der 30-Jährige arbeitet als Bereichsleiter Filialorganisation bei Aldi Süd in der Regionalgesellschaft Kerpen. Nach einer Ausbildung zum Versicherungskaufmann und einem anschließenden BWL-Studium ander Universität in Köln bewarb sich der frisch gebackene Absolvent um einen Platz im Traineeprogramm im Aldi-Konzern – mit Erfolg. Binnen eines Jahres stieg er zum Bereichsleiter Filialorganisation auf. Heute betreut Patrick Redmann fünf Filialen.
Mitarbeiterführung, Organisation und Strukturierung der einzelnen Filialen sowie die Ideen und Konzepte für die erfolgreiche Entwicklung seines Bereiches gehören unter anderem zu den täglichen Aufgaben. Für seinen weiteren Karriereweg hat der 30-Jährige ehrgeizige Pläne: „Ich möchte vielleicht ins Ausland gehen.“
Ein Traum, den seine Kollegin Sabine Schulze Hillert bereits erfolgreich verwirklicht hat. Sie bekam von ihrem Arbeitgeber die Chance, als Bereichsleiterin Filialorganisation für 15 Monate nach Australien zu gehen und das Team im Raum Sydney zu verstärken. Und die Karriereleiter endete nicht down under. „Noch während meines Aufenthalts dort kam das Angebot, als Zentraleinkäuferin in eine höhere Managementposition
zu wechseln.“

Einstieg als Einzelhandelskaufmann
Der klassische Einstieg in die Branche ist eine Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann. Derzeit gibt es etwa 80.000 Azubis. Nach ein bis zwei Jahren im Job sollten erste Fortbildungen angegangen werden, rät der Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE). Die Inhalte der Kurse sind bundesweit einheitlich, der Unterricht selbst kann berufsbegleitend oder in Vollzeit besucht werden. Handelsfachwirte verstehen betriebswirtschaftliche Abläufe, können diese beurteilen und steuern.
Sie betreuen je nach Aufgabengebiet den Ein- und Verkauf, entwerfen Marketing-Konzepte oder werten Umsatz- und Verkaufsstatistiken aus. Möglich ist auch eine Weiterbildung zum Betriebswirt, Fachmann für Marketing oder zum Bilanzbuchhalter mit bundeseinheitlichem IHK-Abschluss.

Mit einem Studium zur Karriere
„Höhere Führungsebenen sind meist nur mit einem Studium erreichbar“, legt Hannelore Paulini-Schlottau vom Bundesinstitut für Berufsbildung in Bonn dar. Mit einer Berufsausbildung gelinge zwar der Aufstieg zum Bezirksleiter oder regionalem Vertriebsleiter. Wer aber die Leitung größerer Häuser übernehmen will, sollte studieren. So wie Klaus Regner, der momentan seinen Abschluss in BWL an der Universität Würzburg absolviert. Der 28-Jährige hat bereits einen Vertrag für ein 18-monatiges Traineeprogramm bei einem großen Handelskonzern in der Tasche. „Durch verschiedene Praktika in den Bereichen Handel und Marketing wurde mir irgendwann klar, dass ich Spaß an Themen wie Vertrieb und Distribution habe. Darum habe ich mich – anders als viele Kommilitonen – nicht in der Unternehmensberatung oder bei einer Bank beworben, sondern mich für eine Karriere im Handel entschieden“, erläutert der gebürtige Kölner. Die Kombination aus Controlling und operativer Tätigkeit sei es, die für ihn den Reiz an seiner künftigen Tätigkeit ausmache – und damit zugleich seinen persönlichen Fähigkeiten gerecht werde.

Vielfältige Aufgaben
Entsprechend engagiert schrieb Klaus parallel zu seiner Diplom-Arbeit die ersten Bewerbungen. Dass er so rasch einen Arbeitsvertrag in der Tasche haben sollte, damit habe er dennoch nicht gerechnet. „Umso begeisterter war ich, als ich schließlich die Zusage bekommen habe. Jetzt freue ich mich schon sehr auf meine künftigen Aufgaben.“ Personalplanung, Warenaufbau, Lagerwirtschaft, Inventur und nicht zuletzt das Gespräch mit dem Kunden werden künftig zu seinem beruflichen Alltag gehören – schließlich ist Vielseitigkeit im Handel alles.



Tipps vom Experten: Teamfähigkeit ist wichtig
Wie gelingt der Einstieg in die Führungsetage von Aldi, Lidl &amp; Co.? Längst gibt es andere Wege als den von der Käsetheke zur Konzernspitze. Und dass die Handelsbranche schlecht zahlt, ist eine Binsenweisheit.
„Da der Handel nach wie vor einen Großteil der Führungskräfte aus den eigenen Reihen und über den klassischen Weg rekrutiert, der mit der dualen Ausbildung beginnt, bietet er sehr gute Aufstiegsperspektiven“, sagt Wilfried Malcher vom Hauptverband des Deutschen Einzelhandels (HDE) in Berlin. Wer nach oben strebt, müsse gute Leistungen im Beruf zeigen, teamfähig sein, mobilitätsbereit, belastbar und Führungskompetenz mitbringen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vielseitigkeit_ist_alles_von_der_kaesetheke_zum_filialleiter_247.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_02.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>247</guid>
		<pubdate>2009-04-01 13:39:52</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Auslandsstudium - ohne Moos nix los?</title>
		<description><![CDATA[Finanzierungsmöglichkeiten und Fördersummen des Auslands-BAföGs werden von Studierenden häufig unterschätzt]]></description>
		<text><![CDATA[„Mein Auslandssemester auf Hawai’i war eine einzigartige Erfahrung! Aber ohne Auslands-BAföG wäre ein Semester in den USA einfach zu teuer gewesen. Aus eigener Tasche hätte ich es niemals bezahlen können.“

Wie Stefanie Heisinger, die im Rahmen ihres bilingualen Lehramtsstudiums in Karlsruhe im Herbst 2007 für ein Semester an der Hawai’i Pacific University studiert hat, äußern sich immer mehr Studierende aus Deutschland.
Nach Einschätzung von Aline Meyer, Studienberaterin bei College-Contact.com, ist das Auslands-BAföG in den letzten Jahren zu einer der wichtigsten Finanzierungsquellen für Studierende geworden, die im Verlauf ihres deutschen Studiums für ein oder zwei Semester privat organisiert ins Ausland gehen: „Mehr als die Hälfte der Studierenden, die sich über uns für ein Auslandssemester oder -jahr bewerben, finanzieren ihren Auslandsaufenthalt zumindest in Teilen über Auslands-BAföG. Die Zahlen sind in den letzten Jahren kontinuierlich gestiegen und wir gehen davon aus, dass sie in den nächsten Jahren weiter steigen werden. Viele unserer Kunden sind jedoch überrascht, wenn sie das erste Mal von den Möglichkeiten des Auslands-BAföGs und vor allem von den Förderbeträgen hören.“

Studieren in Europa und weltweit
Grundsätzlich können gemäß des Bundesausbildungsförderungsgesetzes (BAföG) neben einem Studium in Deutschland sowohl komplette Studiengänge im europäischen Ausland als auch weltweit einzelne Auslandssemester im Rahmen des deutschen Studiums gefördert werden. Voraussetzung ist unter anderem, dass diese die Dauer eines Semesters beziehungsweise zweier Trimester nicht unterschreiten und dass die Studierenden im Ausland als Vollzeitstudenten eingeschrieben sind sowie Kurse aus derselben Fachrichtung belegen können wie in Deutschland.

Höhe der Förderungsgelder
Die Förderung umfasst zum einen die Übernahme der notwendigen Studiengebühren im Ausland bis zu einer Höhe von maximal € 4.600 für höchstens ein Studienjahr sowie eine Flugkostenpauschale in Höhe von € 500 für Ziele innerhalb Europas und € 1.000 für Ziele außerhalb Europas.
Zuschuss und zur Hälfte als unverzinsliches Bankdarlehen geleistet werden. Je nach Land und Hochschule kann dabei eine beträchtliche Summe zusammen kommen. „Ich habe insgesamt rund € 6.000 bekommen.“ staunt Patrick Hagner noch immer. Der BWL-Student aus Solingen verbrachte im letzten Jahr ein Auslandssemester an der Griffith University in Brisbane.
Anders als häufig angenommen wird, ist es für einen erfolgreichen Antrag auf Auslands-BAföG übrigens nicht unbedingt Voraussetzung, dass die Antragsteller auch im Inland BAföG erhalten. Aufgrund der höheren Fördersätze und einer anderen Bemessung des Ausbildungsbedarfs ist es durchaus möglich, dass Studierende, die für ihr Studium in Deutschland zwar keinen BAföG-Anspruch haben, für ihr Auslandssemester oder –jahr sehr wohl eine Förderung erhalten. Seit dem 01.08.2008 gelten zudem neue, verbesserte Bedingungen. So wurden die Fördersätze erhöht und die Bemessungsgrenzen angepasst. Nicht zuletzt aus diesem Grund sagt Stefanie Heisinger: „Ich kann allen nur raten, auf jeden Fall erst einmal einen Antrag zu stellen. Wenn ich mich an meiner Uni umhöre, stellt kaum jemand einen Antrag, weil viele denken, dass sie ohnehin keine Chance auf Auslands-BAföG haben. Dabei haben mehr Leute Anspruch auf Auslands- BAföG, als sie denken.“

Rechtzeitig planen
Für die Bearbeitung der Anträge für das Auslands-BAföG sind je nach Zielland unterschiedliche BAföG-Ämter bzw. Studentenwerke zuständig. Aufgrund der langen Bearbeitungszeiten wird empfohlen, den Antrag auf Auslandsförderung mindestens sechs Monate vor Beginn des geplanten Auslandsstudiums zu stellen.

Weitere Infos &amp; Kontakt

Weitere Informationen zum Thema Auslands-BAföG gibt es unter:
www.college-contact.com/wissen/artikel.htm

College-Contact.com Alexandra Michel | Telefon: 0251 - 762 5781
E-Mail: summersessions@college-contact.com | Website: www.college-contact.com]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/auslandsstudium_-_ohne_moos_nix_los_229.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>229</guid>
		<pubdate>2008-11-25 13:50:15</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Erfahrungsbericht: Vom Hörsaal ins Museum</title>
		<description><![CDATA[Ulrike Schrul studiert im achten Semester Niederländisch – und träumt von einer Karriere im Nachbarland.]]></description>
		<text><![CDATA[Auch heute noch, vier Jahre und acht Semester nachdem Ulrike Schrul ihr Studium der Niederländischen, Deutschen und Englischen Philologie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster aufgenommen hat, hat die 25-Jährige diesen Schritt nicht bereut: „Das war die beste Entscheidung meines Lebens“. Im Gegenteil: „Das Sprachstudium hat mir ganz neue Perspektiven eröffnet.“ Vor allem ihr halbjähriges Auslandssemester im niederländischen Leiden habe sie fit für die berufliche Zukunft gemacht – und das nicht nur in sprachlicher Hinsicht. „Man lernt, viel schneller auf Menschen zuzugehen, sich auf neue Situationen und Umgebungen einzustellen und flexibler auf Veränderungen zu reagieren“, beschreibt die gebürtige Auricherin.

Individuelle Betreuung der Dozenten
Das Wintersemster 2006/7 verbrachte die junge Frau an der Universiteit Leiden, um in erster Linie ihre Sprachkenntnisse zu verbessern. Mit Erfolg: „Ohne das Austauschsemester würde ich lange nicht so gut Holländisch sprechen“, ist Ulrike überzeugt. Insbesondere die im Vergleich zu deutschen Universitäten deutlich kleinere Kursstärke und die intensive, individuelle Betreuung der Dozenten habe entscheidend zu ihrem raschen Lernerfolg beigetragen, sagt Ulrike rückblickend. „Jeder Dozent kennt deinen Namen und weiß, wer du bist.“ Noch heute hat die 25-jährige Studentin Kontakt zu einer Vielzahl ihrer ehemaligen Professoren.

Herzliche Aufnahme
Land und Leute hat Ulrike in diesen Monaten ebenfalls zu schätzen gelernt. „Ich habe viele Freunde dort gefunden“, erinnert sich die junge Frau gerne an ihren Studienaufenthalt zurück. Regelmäßige Besuche in den Niederlanden sind darum heute eine Selbstverständlichkeit und auch eine berufliche Zukunft bei den westlichen Nachbarn schließt Ulrike, die gerade in den Startlöchern für ihre Magister-Arbeit steht, nicht aus. „Am liebsten in einem Museum“, aber das sei noch Zukunftsmusik.

Intensivkurs mit Studenten aus aller Welt
Jetzt liegt erst einmal der Studienabschluss vor der Tür der jungen Frau. Um sich darauf optimal vorzubereiten, hatte sich Ulrike um ein Stipendium für einen Intensivkursus der Nederlandse Taalunie erfolgreich beworben. Die internationalen Organisation der Niederlande, der belgischen Provinz Flandern und der südamerikanischen Republik Suriname beschäftigt sich mit der niederländischen Sprache, dem Sprachunterricht und der Literatur des Landes. Im Sommer wohnte Ulrike darum drei Wochen lang im Kongresszentrum der Stadt Zeist, um gemeinsam mit rund 15 Studenten aus aller Welt zu leben und zu lernen. Von den Erlebnissen dort ist die Studentin rund um begeistert: „Es ist unglaublich, wie viel man in dieser relativ kurzen Zeit über Sprache und Kultur lernt“. Darum rät sie: Wenn diese Möglichkeit irgendwo angeboten wird, sollte man sich auf jeden Fall bemühen, einen der Plätze zu bekommen.



Informationen über das Studium in den Niederlanden: Niederlande hautnah

Wer sich ernsthaft für ein Studium in den Niederlanden interessiert, dem bieten nicht nur der Deutsche Akademische Austauschdienst und zahlreiche niederländische Internetseiten reichlich Information.

In den vergangenen Monaten sind zudem einige Bücher erschienen, die sich mit dem Studium beim westlichen Nachbarn und den nötigen Voraussetzungen auseinandersetzen. So informiert etwa das Handbuch „Studieren in den Niederlanden“ von Jörg Mielczarek über zulassungsbeschränkte Studiengänge, erforderliche Eignungstests und den Nachweis von Sprachkenntnissen an den niederländischen Hochschulen.

Das Werk ist zudem randvoll mit Tipps und praktischen Hinweisen, Adressen sowie Planungshilfen in Form von Checklisten, Zeitplänen und Vordrucken. Weil jedes Auslandsstudium immer auch eine Investition darstellt, behandelt ein ganzes Kapitel das Leben in den Niederlanden - von A wie Aufenthaltsgenehmigung über S wie Sozialversicherung bis Z wie Zuschussförderung.

Besonderer Vorzug des Werks: Es wird im Digitaldruck erstellt und nicht in Großauflagen vorproduziert. So ist gewährleistet, dass laufend Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet werden können und das Buch so immer auf dem aktuellen Stand ist. Erhältlich ist der Titel für 17,90 Euro vom Verlag Interna im Buchhandel oder im Internet.



Link-Tipps Niederlande

Wichtige Informationen, Tipps und Erfahrungsberichte von Studenten zum Studium in den Niederlanden gibt es im Internet unter den nachfolgenden Web-Adressen:

www.studieren-in-holland.de Umfangreiche Homepage mit den wichtigsten Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos zum niederländischen Sprachtest. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.niederlandweb.de Auf dieser Homepage präsentiert sich die Vertretung des Königreichs der Niederlande in der Bundesrepublik Deutschland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/erfahrungsbericht_vom_hoersaal_ins_museum_228.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>228</guid>
		<pubdate>2008-11-25 13:44:33</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Erste private Schweizer Fachhochschule im Gastgewerbe</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Als zweite private Fachhochschule überhaupt und als erste in der Schweiz für Hotelmanagementstudien ist die FH Les Roches-Gruyère University of Applied Science (LRG) vom Schweizer Bundesrat im Sommer 2008 offiziell anerkannt worden. Seit Herbst werden an der Fachhochschule mit Standorten in Glion am Genfer See, in Bulle, 25 Kilometer südlich von Fribourg und in Les Roches im Schweizer Wallis, mitten im Ski-Resort Crans-Montana Bachelor in Hotellerie ausgebildet. Der Bachelor of Science an der LRG wird mit zwei Vertiefungen angeboten: International Hospitality Management oder Food, Beverage and Operations Management. Das vierjährige Studium setzt sich aus einem berufspraktischen „preparatory year“ und sechs Semestern an der Hochschule zusammen. Insgesamt absolvieren die Studierenden innerhalb dieser Zeit zwei bezahlte Praktikumssemseter in der internationalen Hotellerie.

Staatlich anerkannter Abschluss
Dr. Deborah Prince, neu ernannte Generaldirektorin der Fachhochschule Les Roches-Gruyère versichert, dass „Studenten aus aller Welt einen bundesstaatlich anerkannten Schweizer Abschluss erhalten werden, der den Kriterien des Bologna Abkommens und dem European Credit Transfer System entspricht.“ Die neue Fachhochschule wird nach dem Willen ihrer Leiterin Hotel- und Tourismusmanagement auf universitärem Level anbieten und damit den höchsten europäischen und Schweizer Ansprüchen genügen. „Die Studenten werden Führungs- und Managementkompetenzen erwerben, die es ihnen erlauben werden, den Herausforderungen einer vielfältigen, globalen und sich dynamisch verändernden Hotel- und Tourismusbranche erfolgreich zu begegnen.“
Die Initiatoren haben sich auf die Fahne geschrieben, europäische akademische Communities zu befruchten und durch Kooperationen sowie bahnbrechende Allianzen mit der Hotel- und Tourismusbranche Branchentrends zu erkennen und zu fördern.

Internationale Praktikumsplätze
David Graves, Präsident der internationalen Laureate Hospitality Education Gruppe, zu der auch die neue Fachhochschule LRG gehört, erklärt, dass die Studenten der Fachhochschule die Möglichkeit haben werden, aus einer Fülle von internationalen Praktikumsplätzen zu wählen. „Dadurch können sie während ihres Studiums Berufserfahrung auf mehreren Kontinenten erwerben. Die Fachhochschule vermittelt auch bereits vor Studienabschluss Interviews mit den führenden Unternehmen der Branche, um ihnen gesicherte Positionen zu vermitteln. Die meisten Studenten werden sich glücklich schätzen, zwischen mehreren Stellenangeboten wählen zu können, oft auch für den sicheren Einstieg in die weltbesten Firmen, im Rahmen von begehrten Management Trainee Programmen.“

Kontakt: info@SwissSmart.ch]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/erste_private_schweizer_fachhochschule_im_gastgewerbe_227.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>227</guid>
		<pubdate>2008-11-25 13:36:55</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Karriere in aller Form</title>
		<description><![CDATA[Gute Aussichten für Hotelmanager]]></description>
		<text><![CDATA[Jährliche Zuwachsraten von 3,9 Prozent auf einem enorm hohen Niveau, das bereits jetzt einen Jahresumsatz von 5,4 Billionen Euro übersteigt – kaum einer Branche prophezeien Marktforscher eine so rosige Zukunft wie dem Bereich Reise und Tourismus. Bis 2017, so haben der globale Branchenverband World Travel &amp; Tourism Council und die Unternehmensberatung Accenture errechnet, soll der Umsatz auf mehr als 9,9 Billionen Euro steigen.

Fluktuierende Branche
Kein Wunder also, dass allenthalben neue Hotels entstehen. Dabei sind Adlon, Burj al Arab und Luxor nur die Spitze des Eisberges. Eine Spitze jedoch, die einen enormen Personalbedarf hat, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden: Perfekter Service, der weit über das Erwartete hinaus geht und internationales Management auf höchstem Niveau. Wenn der Gast einen Wunsch hat, den er noch nicht formulieren konnte, weil er ihm noch nicht klar genug war, sollten die Mitarbeiter des Hotels im Prinzip schon die nötigen Vorbereitungen getroffen haben, um diesen Wunsch zu erfüllen. Hinter den Fassaden arbeiteten 2005 weltweit rund 221 Millionen Menschen, bis 2015 sollen es laut Prognose rund 260 Millionen sein. Die Branche beschäftigt zurzeit 600 000 Führungskräfte und diese Zahl wird sich in wenigen Jahren verdoppeln. Spezialisten und Generalisten, Empfangspersonal, Zimmermädchen und Stewards, Küchenchefs, Sommeliers und Maitres d’Hôtels, Fahrer, Fremdenführer und Animateure – die Palette der Tätigkeiten im Gastgewerbe ist nahezu unendlich, zusammengehalten werden die Arbeiten aber in der Regel von gut und international ausgebildeten Führungskräften, die nicht nur ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben sondern mit allen Management-Kenntnissen ausgestattet sind, die es ihnen erlauben komplexe Betriebe erfolgreich durch den globalen Wettbewerb der so genannten „Hospitality-Branche“ zu führen.

Top-Hotelfachschulen in der Schweiz
Relativ sichere Eintrittskarte in die führenden Hotels der Welt ist ein Studium an den spezialisierten Hotelfachschulen in der Schweiz, die seit jeher „Brutstätte“ für angehende Top-Hoteliers sind. Zu den angesehensten gehören etwa die beiden Hotelmanagement Schulen Les Roches und Glion, die laut einer aktuellen weltweiten Umfrage in der Hotellerie zu den drei besten Schulen der Welt für internationale Hotelkarrieren zählen (TNS, UK, Global Research – Juli 2007). Auf beiden Schulen ist erste Unterrichtssprache Englisch, in Glion wird daneben noch auf Französisch unterrichtet. Das besondere an beiden Häusern ist nicht nur der hohe Standard der Ausbildung, sie gehören auch mit der Ecole Hôtelière Lausanne zu den drei Hochschulen, deren Bachelor auf Hochschullevel international akkreditiert und anerkannt ist. Wer dort seinen Abschluss macht, kann also ohne weiteres dort noch ein Master-Studium draufsetzen oder an einer anderen Hochschule etwa in den USA anhängen.

Les Roches und Glion
Der Campus Les Roches, mitten in der Walliser Ferienregion Crans Montana gelegen, ist architektonisch der Landschaft hervorragend angepasst: Typisch schweizerische Chalets unterschiedlicher Größe beherbergen Verwaltung, Küchen, Restaurants, Sportanlagen, Hörsäle, Seminarräume und Unterkunft für die Studierenden.
Kaum weniger reizvoll der Campus in Glion: Mit Panorama-Blick auf den Genfer See und Montreux werden dort Studierende aus aller Welt (82 Nationen) auf ihre Arbeit in der Gastronomie vorbereitet.
An beiden Standorten werden Bachelorund Master-Studiengänge angeboten, wobei Les Roches sein Augenmerk stärker auf den Bereich Food &amp; Beverage legt, während Glion ein generalistischeres aber auch sehr praktisch orientiertes Konzept fährt. Bereits eine Woche nach Einstieg ins Studium leisten die Erstsemester die ersten Schichten in Küche und Restaurant – selbstverständlich unter Anleitung von erfahrenen Gastronomie-Profis. Nach getaner Arbeit wird reflektiert, was geklappt hat und wo die Fehler lagen und alle praktischen Kurse werden sukzessiv durch Betriebswirtschaftslehre und Managementkurse ergänzt, die es erst ermöglichen, dass Absolventen später in der internationalen Hotellerie Führungsverantwortung übernehmen können.

Kombination von Theorie und Praxis
Ein System, das sich durch das gesamte Studium zieht: Die Kombination von Theorie und Praxis, so erklärt Arie van der Spek, Senior Vice-President von Laureate Hospitality Education, Generaldirektor von Les Roches und ehemaliger Top Manager in der Hotellerie, dem bei Intercontinental Europe 640 Hotels unterstanden, zahle sich besonders gut aus, wenn sie mit allgemein bildendem Unterricht einher gehe. Darum ist an beiden Schulen für die jungen Jahrgänge auch das Praktikum verpflichtend. Nach dem ersten und nach dem dritten bzw. vierten Semester absolvieren die angehenden Hotelmanager jeweils ein rund halbjähriges Praktikum in einem Hotel ihrer Wahl, und erhalten für dieses Praktikum „Credits“ für ihr Studium. Schließlich werden die Praktikanten in der Regel nicht nur bezahlt, die Hotels erwarten auch von ihnen, dass sie voll mitarbeiten – ganz gleich, ob in der Küche, an der Rezeption oder im Service. Im Schnitt erhalten Glion und Les Roches Studenten von den Schulen 6 Angebote pro Semester für Praktikumsstellen in Top- Hotels in der ganzen Welt und nicht selten ist der Praktikumsgeber auch der spätere erste Arbeitgeber.

Beste Chance bei Top-Adressen
Nach dem Studium – SHA Diplôme der Schweizer Hoteliers Vereinigung, Bachelor of Business Administration in International Hotel Management mit diversen Vertiefungen wie Marketing, Finanzwesen, Personalwesen oder zahlreichen anderen Feldern – haben die Absolventen beider Schulen beste Chancen, an einer der Top-Adressen unterzukommen, besuchen doch regelmäßig die Personaler aller großen internationalen Hotelketten regelmäßig die Schulen für Hotelmanagement auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Durchschnittlich erhält jeder Absolvent vier Stellenangebote und so hatten 94 Prozent der Glion und Les Roches Absolventen im letzten Jahr einen Job in der internationalen Hotellerie in der Tasche, noch bevor sie die Schulen verließen. Glion bietet seit Sommer 2007 außerdem noch einen einzigartigen neuen Studiengang in Event, Sport und Entertainment Management an, der ebenfalls aus einer Kombination aus Theorie- und Praxissemestern besteht.

Kontakt: info@SwissSmart.ch



Studieren im Hochgebirge: Mehr als nur Uhren

Pralinen, teure Uhren, ein lukratives Bankgeheimnis und bei Steuerhinterziehung wird nicht ausgeliefert – das Wissen über die Schweiz hält sich nördlich der Alpen in engen Grenzen, dabei bietet der Nachbar im Süden jedoch ausgezeichnete Studienbedingungen.

Zwar schlagen die Studiengebühren in der Schweiz deutlich zu Buche. Je nach gewählter Hochschule bewegen sie sich zwischen 630 und 4000 Franken je Semester. Wegen der höheren Lebenshaltungskosten ist auch mit entsprechend höheren Aufwendungen für die Dinge des täglichen Bedarfs zu rechnen – je nach Region zwischen 1000 und 2000 Euro pro Monat, die noch zu den Studiengebühren hinzu kommen.
Dennoch kann sich ein Studium in der Schweiz durchaus lohnen, genießen doch die Hochschulen in der Confoederatio Helvetica einen hervorragenden Ruf. Wer etwa an der Universität St. Gallen Logistik oder an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich Ingenieurswissenschaften erfolgreich abgeschlossen hat, wird sich kaum Sorgen über eine Anstellung machen müssen.
Den Zugang zum Studium in der Schweiz erhalten deutsche Abiturienten in der Regel ohne weitere Schwierigkeiten, meist reicht das Abiturzeugnis aus. Einige Hochschulen verlangen bei Fächern, die hier dem Numerus Clausus unterliegen, einen Studienplatznachweis der ZVS als Studienvoraussetzung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/karriere_in_aller_form_226.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>226</guid>
		<pubdate>2008-11-25 13:32:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Moderne Generalisten</title>
		<description><![CDATA[Werksleiter, Produktionschefs, Vorstand für den Einkauf oder gar Vorstandsvorsitzende: Obwohl ihnen von „richtigen“ Ingenieuren ebenso wie von „richtigen“ Betriebswirten vorgeworfen wird, sie hätten kein Spezialwissen, erfreuen sich Wirtschaftsingenieure in der Unternehmensführung ausgesprochen großer Beliebtheit.]]></description>
		<text><![CDATA[Eine Entwicklung, die auch Ingo Schmidt bestätigen kann. Der Wirtschaftsingenieur unterrichtet selbst Studenten des Faches an der TU Braunschweig und arbeitet beim Verband Deutscher Wirtschaftsingenieure (VWI) für eine höhere Bekanntheit der Disziplin – offenbar mit Erfolg. In den vergangenen fünf Jahren, so hat Schmidt beobachtet, habe sich die Einstellung von Firmen gegenüber dem Fach deutlich gewandelt. Auch kleine und mittlere Unternehmen würden mit aller Selbstverständlichkeit Wirtschaftsingenieure einstellen.

Wachsendes Interesse
Der Dozent erklärt dieses wachsende Interesse vor allem damit, dass die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen zusehends enger werde und an den Nahtstellen Mitarbeiter gebraucht würden, die Sprache beider Seiten verstehen. „Genau diese Fähigkeit qualifiziert Wirtschaftsingenieure in der Regel für Führungsaufgaben.“ Wenn es etwa darum geht, ein Team aus Technikern verschiedener Disziplinen und Marketingfachleuten anzuleiten, seien keine Spezialisten, sondern eher Generalisten gefragt.
Große Consultinggesellschaften scheinen ebenfalls ein steigendes Interesse an Wirtschaftsingenieuren zu entwickeln. Zumindest sieht Schmidt sich sowohl an der Uni als auch im Verband zunehmend Anfragen von diversen Unternehmensberatungen gegenüber, die speziell Wirtschaftsingenieure suchen. Aber nicht nur hier tun sich neue Aussichten für Wirtschaftsingenieure auf. Offenbar profitiert die Disziplin von der sinkenden Zahl rein technischer Ingenieure, denn mittlerweile werden auch Absolventen der Mischfakultät Promotionen und Forschungsaufträge an den Hochschulen angeboten. „Wer sich nach seinem Abitur noch nicht recht entscheiden kann, ob er eher eine technische oder eine wirtschaftliche Richtung verfolgen will, verbaut sich also mit dem Wirtschaftsingenieur nichts – auch eine Dissertation und der Einstieg in die Forschung sind möglich“, schließt Schmidt.

Geschichte des Studiengangs
Entstanden ist der Studiengang Ende des 19. Jahrhunderts in den USA, in den zwanziger Jahren schwappte er nach Deutschland herüber, wurde aber kaum beachtet. Erst in den sechziger Jahren wurde er allmählich populär. Am grundlegenden Curriculum hat sich seither wenig geändert, auch wenn nach Schmidts Ansicht heute besondere Vorsicht bei der Auswahl der Hochschule geboten sei. Idealerweise, so Schmidt, befasst sich der Studiengang zu mindestens 40 Prozent mit der einen Richtung, während der zweite Bereich höchstens 60 Prozent ausmachen sollte. Einige Hochschulen neigen nach Schmidts Erfahrung jedoch dazu, ihren reinen Studiengängen ein paar vereinzelte Veranstaltungen aus Technik oder Wirtschaft zuzuordnen und den Studiengang dann Wirtschaftsingenieur zu nennen. „Damit ist es nicht getan: Den Wirtschaftsingenieur zeichnet eine ausgewogene Ausbildung in einer technischen Fachrichtung kombiniert mit volkswirtschaftlichen, betriebswirtschaftlichen und rechtswissenschaftlichen Fächern aus.“ Einen Überblick verschaffen die Studienpläne der Hochschulen, in denen die einzelnen Veranstaltungen für Bachelor und Master verzeichnet sind.
Der VWI pflegt auf seiner Internetseite www.vwi.org eine Liste mit Universitäten, Fachhochschulen und Berufsakademien, die den Studiengang Wirtschaftsingenieur anbieten.



Medien, Wirtschaft und Pädagogik in einem Studiengang: Studienfach Medienkompetenz

Die Fakultät Medien und Informationswesen der Hochschule Offenburg bietet in Zusammenarbeit mit der Fakultät Betriebswirtschaft und Wirtschaftsingenieurwesen und der Pädagogischen Hochschule Freiburg seit neuestem den Bachelor-Studiengang „Medientechnik/Wirtschaft plus an“.

Im Informationszeitalter sind Nutzung, Bearbeitung und Verbreitung von Informationen von großer Bedeutung. Mit dem Anstieg der Informationsmengen wächst der Bedarf an Technik und Kommunikation. Die globale Informationsgesellschaft verlangt verstärkt Fachkräfte, die sowohl in der Medientechnik und Informatik, als auch im Management ein breites Wissen aufweisen können. Der Bachelor-Studiengang „Medientechnik/Wirtschaft plus“ der Hochschule Offenburg hat es sich zum Ziel gesetzt, den Studierenden diese interdisziplinäre und polyvalente Medienkompetenz zu vermitteln. Der Studiengang beinhaltet Medientechnik und Informatik im Hauptfach sowie Wirtschaft im Nebenfach. Nach dem erfolgreichen Bachelor-Abschluss haben die Studierenden die Möglichkeit, sich mit dem Master-Studiengang „Berufliche Bildung Medientechnik/Wirtschaft“ weiter zu qualifizieren.

Die Wahl der Schwerpunkte im Studiengang bietet eine individuelle Spezialisierung und Vertiefung der persönlichen Fähigkeiten. Das Studium umfasst zwei Semester Grundstudium und fünf Semester im Hauptstudium. Die Abschlussarbeit (Bachelor Thesis) rundet die Vertiefung in den Studienschwerpunkten ab.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/moderne_generalisten_225.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>225</guid>
		<pubdate>2008-11-25 13:23:28</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Wo gibt es Geld fürs Studium?</title>
		<description><![CDATA[Als Student seinen Lebensunterhalt und Studiengebühren zu finanzieren, ist nicht leicht. Pauken und Jobben lässt sich vor allem in Prüfungsphasen nur schwer miteinander vereinbaren. Und längst nicht jeder kann und will den Eltern auf der Tasche liegen. Eine Alternative sind Kredite, nicht nur von Vater Staat finanziert, sondern auch von Banken, Stiftungen und sogar privaten Investoren.]]></description>
		<text><![CDATA[Studienbeitragsdarlehen
Alle Bundesländer, die Studiengebühren einführen, bieten Studenten die Möglichkeit, sich das nötige Geld bis zum Ende des Studiums bei der Landes- bzw. Förderbank zu leihen. Der Kredit kann ganz unkompliziert bei der Immatrikulation beziehungsweise Rückmeldung beantragt werden. Die Bank überweist den fälligen Betrag direkt an die Uni.
Die Vorteile: Jeder Student hat Anspruch auf ein solches Darlehen, unabhängig vom Einkommen der Eltern und seiner Bonität. BAföG-Empfänger müssen zudem nur bis zu einer bestimmten Grenze ihre Schulden aus BAföG und Darlehen zurückzahlen. Das Studienbeitragsdarlehen wird meist ein paar Semester über die Regelstudienzeit hinaus gewährt. Im Detail unterscheiden sich die Konditionen von Bundesland zu Bundesland.

Studienkredit
Die KfW-Bank und verschiedene Sparkassen und Privatbanken bieten inzwischen Studienkredite an. Höhe, Dauer und Konditionen der Darlehen sind dabei unterschiedlich. Diese Kredite sind nicht unbedingt zur Finanzierung eines kompletten Studiums gedacht. Sie helfen vor allem Studenten, die gerade in der Prüfungsphase stecken und nicht jobben können. Vorteil: Studienkredite werden unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Die KfW-Bank garantiert zudem, dass der Zinssatz einen bestimmten Grenzwert nicht übersteigt. Wer sich für einen Studienkredit interessiert, sollte vor der Kreditaufnahme gezielt die Konditionen verschiedener Banken vergleichen.

BAföG
Die staatliche Unterstützung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz ist der Klassiker der Studienfinanzierung. Anspruchsberechtigte Studenten erhalten während der Regelstudienzeit ein zinsloses Darlehen von derzeit maximal 585 Euro pro Monat. Darauf angerechnet werden das eigene Einkommen und Vermögen sowie das Einkommen der Eltern.
Vorteile: Mit dem Verzicht auf Zinsen wird allen BAföG-Empfänger praktisch Geld „geschenkt“. Besonders schnellen und guten Studenten wird darüber hinaus ein Teil der Schulden erlassen. Die Tilgung beginnt auf Wunsch erst fünf Jahre nach Ende des Studiums. Der Rückzahlbetrag ist seit 2001 auf 10.000 Euro (inklusive Studienbeitragsdarlehen) begrenzt.

Stipendien
Eine ganze Reihe von Stiftungen bietet in Deutschland Programme zur Begabtenförderung. Die finanzielle Unterstützung entspricht in der Regel dem persönlichen BAföG-Anspruch. Auch Stipendien werden also meist nicht unabhängig vom Einkommen der Eltern gewährt. Bewerber müssen neben guten Noten zudem meist weitere formale Kriterien erfüllen, wie beispielsweise bestimmte Alters- und Semesterzahlen einhalten.

Kirchliche Stiftungen berücksichtigen nur Bewerber mit der entsprechenden Konfession. Ähnlich wie partei- und gewerkschaftsnahe Stiftungen erwarten sie zudem nachweisliches gesellschaftliches Engagement. Stipendiaten müssen regelmäßige Leistungsnachweise und Studienberichte vorlegen. Vorteile: Das Stipendium muss später nicht zurückgezahlt werden. Dazu gibt es eine ideelle Förderung durch Seminar- Angebote seitens der Stiftungen und Kontakte. Bewerber sollten allerdings einkalkulieren, dass es oft nur ein oder zwei Auswahltermine pro Jahr gibt und das Auswahlverfahren je nach Organisation bis zu sechs Monate dauern kann.

Bildungskredit
Die KfW-Förderbank gewährt ab der bestandenen Zwischenprüfung einen so genannten Bildungskredit. Studenten bekommen dabei bis zu 300 Euro pro Monat für maximal zwei Jahre. Alternativ besteht die Möglichkeit, sich einmalig einen Teil der Fördersumme für größere Investitionen, z.B. einen Forschungsaufenthalt im Ausland oder einen neuen PC, auf einen Schlag auszahlen zu lassen. Die Rückzahlung beginnt vier Jahre, nachdem die erste Rate ausbezahlt wurde. Vorteil: Die Förderung erfolgt unabhängig vom Vermögen und Einkommen des Antragstellers und seiner Eltern. Der Bund garantiert der KfWBank die Rückzahlung, so dass der Kredit zinsgünstig und ohne allzu strenge Bonitätsprüfung gewährt werden kann.

Bildungsfonds
Für Geld aus diesen speziellen, von privaten Investoren gespeisten Fonds müssen sich Studenten in strengen Auswahlverfahren durchsetzen. Haben sie Erfolg, bekommen sie als Darlehen feste Beiträge für Lebenshaltungskosten und manchmal auch Geld für das komplette Studium. Im Gegenzug verpflichten sich die Geförderten, nach dem Studium das Darlehen einkommensabhängig in den Fonds zurückzuzahlen. Vorteil: Erfolgreiche Bewerber profitieren von besonders günstigen Konditionen. Im Interesse einer möglichst hohen Rendite für die Investoren bekommen aber vor allem Studenten aus Fächern mit guten Karrierechancen diese Kredite.



Studiengebühren: Ins gelobte Land

Studiengebühren erfreuen sich bei den Bundesländern seit einigen Jahren höchster Beliebtheit – sehr zum Ärger von Studierenden, Studentenwerken und einigen eher linken politischen Gruppen. Allerdings hat Hessen als erstes Bundesland seine Studiengebühren mit den Stimmen von SPD und der Linken wieder kassiert, während in Berlin und Brandenburg derzeit keine Gebühren zu erwarten sind. Ob sich ein Umzug ins gelobte Land der Studiengebührenfreiheit lohnt, muss selbstverständlich jeder selbst entscheiden, aber der Überblick über die Gebühren in den Bundesländern ist vielleicht eine Entscheidungshilfe.

Baden-Württemberg: 500 Euro
Bayern: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, höchstens 500, an FH mindestes 100 Euro, an Universitäten und Kunsthochschulen mindestens 300 Euro
Berlin: Vorerst keine, Studienkonten in der Diskussion
Brandenburg: Vorerst keine
Bremen: 500 Euro für „Langzeitstudenten“
Hamburg: 500 Euro
Hessen: Zum Wintersemester 2008/2009 keine
Mecklenburg-Vorpommern: Vorerst keine
Niedersachsen: 500 Euro, für „Langzeitstudenten“ 600 – 800 Euro
Nordrhein-Westfalen: Von den einzelnen Hochschulen festgelegt, maximal 500 Euro
Rheinland-Pfalz: Studienkonten – wer das Konto überzieht, zahlt 650 Euro pro Semester
Saarland: 500 Euro
Sachsen-Anhalt: 500 Euro
Sachsen: 300 – 450 Euro für das Zweitstudium
Schleswig-Holstein: Vorerst keine
Thüringen: Für „Langzeitstudenten“ 500 Euro]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/wo_gibt_es_geld_fuers_studium_224.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>224</guid>
		<pubdate>2008-11-25 12:29:02</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Praxis und Theorie: Berufsakademie bietet ausgezeichnete Chancen</title>
		<description><![CDATA[Praktische Arbeit verknüpft mit der Theorie aus dem Hörsaal – nicht nur viele Unternehmen schwören auf diese Kombination, auch immer mehr Schulabsolventen entscheiden sich für das duale Studium an einer Berufsakademie.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Vorteile liegen auf der Hand: Vor allem in technischen und kaufmännischen Berufen lernen die Studierenden Verbindungen zwischen Werkstatt und Labor. Entstanden sind die Berufsakademien auf Initiative der Wirtschaft, die in den Boomjahren der späten 60er und frühen 70er fürchtete, Universitäten und Fachhochschulen könnten den künftigen Bedarf der Unternehmen nicht abdecken.

Angebote der Bundesländer
Allen voran eröffneten in Bayern und Baden-Württemberg Berufsakademien, die mittlerweile in fast allen Regionen duale Studiengänge anbieten. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern füllen die Fachhochschulen diese Lücke mit einem etwas anderen Angebot: Die meisten FHs zwischen Rhein und Weser bieten ihren Studierenden in verschiedenen Fachbereichen die Möglichkeit, neben einem Studium eine Berufsausbildung zu absolvieren.

Beispiel FH Köln
An der FH Köln etwa können Schulabgänger mit Fachhochschulreife und Ausbildungsvertrag zum Kaufmann im Versicherungs- und Finanzwesen oder zum gehobenen Baufacharbeiter ihre Diplom oder Bachelor erwerben und gleichzeitig eine entsprechende Berufsausbildung absolvieren. Das erhöht nicht nur die Berufschancen, sondern entbindet die Studierenden auch von der lästigen Frage der Finanzierung ihres Studiums – schließlich erhalten sie eine ganz normale Ausbildungsvergütung von ihrem Arbeitgeber.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/praxis_und_theorie_berufsakademie_bietet_ausgezeichnete_chancen_223.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>223</guid>
		<pubdate>2008-11-25 12:19:21</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Alternativen zum Medizinstudium: „Ein ausgeprägtes Helfersyndrom ist nicht verkehrt“</title>
		<description><![CDATA[Was der Arzt nicht heilen kann oder was zur Heilung eine längere Zeit benötigt, erschwert den betroffenen Menschen das Leben sehr. Damit sie trotz ihrer körperlichen Beeinträchtigung im Alltag zurechtkommen und mobil sind, wird Orthopädietechnikerin Yvonne Wagner tätig.]]></description>
		<text><![CDATA[Braucht ein Patient nach einer Amputation eine Unterschenkelprothese? Soll eine genau passende Sitzschale für einen Rollstuhl hergestellt werden? Diese Fragen etwa gehören für Yvonne Wagner zum Arbeitsalltag. Im Februar vergangenen Jahres schloss die heute 29-Jährige ihre Ausbildung zur Orthopädietechnikerin ab. Ursprünglich wollte die gebürtige Cellerin einen ganz anderen beruflichen Weg einschlagen und nach dem Abitur ein Kunststudium aufnehmen. Die Bildermappe war bereits erstellt, die Bewerbungen geschrieben – „und dann hieß es warten“, blickt die junge Frau zurück. In der Zwischenzeit – „um die Langeweile zu überbrücken“ – absolvierte sie ein Praktikum bei einem Orthopädiebetrieb in Celle. „Mein Bruder machte dort seine Ausbildung“, begründet Yvonne den Schritt weg von der Kunst.

Spaß am ersten Tag
Dass sie einmal dort bleiben würde, hatte sie sich jedoch nicht erträumt. „Aber die Arbeit hat mir vom ersten Tag an Spaß gemacht“, erinnert sich die 29-Jährige. Darum bewarb sie sich im Anschluss bei dem Unternehmen um einen der Ausbildungsplätze – und wurde prompt genommen.

Duale Ausbildung
Dreieinhalb Jahre dauert die duale Ausbildung zur Orthopädietechnikerin. Zu kurz, findet Yvonne. „Es gibt so viele unterschiedliche Spezialisierungsbereiche, da wäre eine zusätzliche Vertiefung sinnvoll“, sagt die Absolventin. Im Ausbildungsbetrieb stehen von Beginn an alltägliche Arbeiten, wie das Maßnehmen an den Patienten, das Zeichnen von Entwürfe und die anschließende Herstellung von Gipsabdrücke auf dem Plan. Hier ist millimetergenaue Arbeit gefragt, damit hinterher die Prothese genau sitzt und keine Druckstellen erzeugt, denn schon kleinste Abweichungen können den Patienten Schmerzen bereiten. In der Berufsschule erarbeiten sich die Auszubildenden den theoretischen Hintergrund, den sie für die erfolgreiche Ausübung ihres Berufs benötigen.

Spezialisierung auf Beinprothesen
Der Berufsschulunterricht findet „am Stück“ als Blockunterricht in länderübergreifenden Fachklassen statt. Dort wird der Unterrichtsstoff eines Jahres in Blöcken von beispielsweise zwei oder drei Wochen vermittelt. Findet der Blockunterricht nicht am Wohnort statt, sind die Auszubildenden während dieser Zeit meist in einem Internat untergebracht und dadurch von Familie und Freunden getrennt.

Nach zwei Jahren entschied sich Yvonne Wagner noch einmal für eine Veränderung: Sie wechselte den Ausbildungsbetrieb, um sich in einem münsterischen Betrieb auf die Herstellung von Beinprothesen zu spezialisieren. „Die Arbeit mit unterschiedlichen Werkstoffen, die Kreativität und der Ideenreichtum, der oft nötig ist, um für den Patienten ein Höchstmaß an Komfort zu ermöglichen – das ist jeden Tag neu und aufregend“, schwärmt die 29-Jährige sichtlich begeistert von ihrem Beruf. Und: „Man kann wirklich helfen.“

Scheu vor den Patienten, die oftmals mit bewegenden Krankengeschichten zu ihr kommen, hatte die Orthopädietechnikerin nie. „Aber manchmal nimmt man die Erzählungen doch mit nach Hause, da ist ein ausgeprägtes Helfersyndrom vielleicht nicht verkehrt“, lächelt sie. Neben dem handwerklichen Aspekt habe sie vor allem das medizinische Wissen, das den Auszubildenden vermittelt wird, gefesselt. Dennoch habe sie nach der Zwischenprüfung Zweifel gehabt, ob sie den richtigen Weg eingeschlagen habe.

Blick in die Zukunft
Heute ist Yvonne Wagner froh, sich für die Ausbildung entschieden zu haben. „Mir macht die Arbeit einfach Spaß“, betont sie. Dass die 29-Jährige sich in einem männlich dominierten Berufsumfeld befindet, damit hat sie keine Probleme. „Ich weiß, was ich kann“, zeigt sie sich überzeugt. Als nächsten Schritt auf der Karriereleiter möchte Yvonne ihren Meistertitel erwerben. Die Zukunftschancen stehen für die junge Frau nicht schlecht: „Auch wenn die Branche an sich klein ist, bietet der Beruf gute Einstiegs- und Karrierechancen. Ihr größter Traum ist zwar bislang noch wahr geworden, aber auch hier zeigt sich die Cellerin optimistisch: „Eines Tages möchte ich gerne als Servicetechnikerin bei den Paralympics arbeiten.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/alternativen_zum_medizinstudium_ein_ausgepraegtes_helfersyndrom_ist_nicht_verkehrt_222.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>222</guid>
		<pubdate>2008-11-25 12:15:40</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Duales Bachelor-Studium im Fitness- und Gesundheitsbereich: Mit Schwung in die Selbstständigkeit</title>
		<description><![CDATA[Fitness und Gesundheit gelten als Märkte mit Zukunft und bieten engagierten und gut ausgebildeten Führungskräften ausgezeichnete Perspektiven. Die Studierenden qualifizieren sich durch die Verzahnung einer betrieblichen Ausbildung mit einem wissenschaftlich orientierten Studium. Zusätzlich profitieren sie bereits während des Studiums von einem festen Gehalt als Auszubildende.]]></description>
		<text><![CDATA[Schon während seines BA-Studiums wusste Patrick Banuat die Praxisnähe seines Studiums zu schätzen, denn er konnte „die Studieninhalte direkt in der täglichen Praxis und im Kontakt mit den Kunden anwenden“. Gegen Ende seines Studiums war er aufgrund dieser Berufspraxis in der Lage, in seinem Ausbildungsbetrieb Leitungsfunktionen zu übernehmen.

Nach seinem Studienabschluss im Bereich Fitnessökonomie an der privaten Berufsakademie BSA in Saarbrücken nutzte er sein Know-how in den Bereichen Gesundheit, Fitness und Management für die erfolgreiche Selbstständigkeit: Mit seinem eigenen gesundheitsorientierten Trainingskonzept, das genau auf die Bedürfnisse von weiblichen Kunden zugeschnitten ist, machte sich der Absolvent selbstständig.
Heute besteht seine regionale Kette gesundheitsorientierter Frauenstudios aus drei Anlagen, in denen die nächsten BAStudierenden ausgebildet werden.

Konzept enstand während des Studiums
Auf Grundlage der Studieninhalte im Studiengang Fitnessökonomie und seiner praktischen Erfahrungen im Ausbildungsbetrieb konzipierte Patrick Banuat während seines Studiums sein eigenes Geschäftskonzept, die regional ausgerichtete Frauenfitnesskette „Start Damen Studios“.

Direkt nach Studienabschluss ging es an die praktische Umsetzung und innerhalb von wenigen Wochen wurde bereits das erste Studio eröffnet. Heute, knapp eineinhalb Jahre später, verfügt die „Start Damen Studio“-Kette bereits über drei Studios im Saarland, ein viertes befindet sich in Vorbereitung. Gleichzeitig vertreibt der Fitnessökonom eine eigene Serie an Nahrungsergänzungsmitteln, die durch wöchentliche Ernährungsseminare in das Gesamtkonzept seiner Studios eingebunden wird.

Theorie und Praxis
Das duale Studium zum Fitnessmanager verbindet eine betriebliche Ausbildung in einem Unternehmen der Fitness- oder Gesundheitsbranche mit einem praxisnahen Studium. Dabei ist das wissenschaftlich orientierte Studium als kombinierter Unterricht organisiert, der ein flexibles Fernstudium mit kompakten Präsenzphasen verknüpft. Die Studierenden absolvieren ihr Fernstudium parallel zur betrieblichen Ausbildung mit methodisch und didaktisch speziell aufbereiteten Studienmaterialien und der Unterstützung durch Fern-Tutoren. Während der regelmäßig stattfindenden kompakten Präsenztermine an Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz wird das erworbene Wissen mit den Dozenten anhand von Rollenspielen, Übungen und Fallbeispielen vertieft und praxisorientiert umgesetzt.

Bachelor of Arts in ...
Der Bachelor of Arts in Fitnessökonomie qualifiziert zum Manager, der Fitness- und Freizeitunternehmen strategisch und operativ kaufmännisch leitet, für die Mitarbeiterführung sowie die sportive Konzeption und Umsetzung zuständig ist. Der Bachelor of Arts in Fitnesstraining qualifiziert zum sportlichen Leiter in Fitness- und Freizeitunternehmen, der Individual- und Gruppentrainingsangebote entwickelt und umsetzt sowie für die Mitarbeitführung zuständig ist. Mit dem Studiengang „Bachelor of Arts in Gesundheitsmanagement“ qualifizieren sich Studierende zum Präventionsspezialisten, der Konzepte für gesundheitsfördernde Verhaltensweisen aus den Handlungsfeldern Bewegung, Ernährung und Entspannung plant, koordiniert und umsetzt. Der Bachelor of Arts in Ernährungsberatung vermittelt als Ernährungsexperte wissenschaftlich fundiert gesundheitsförderndes Ernährungsverhalten und stabilisiert dieses durch Bewegungsprogramme und mentale Strategien.

Vorausschauend planen
Sein im Studium erworbenes Know-how nutzte Patrick Banuat, um aus der Abwägung der Vor– und Nachteile bestehender Konzepte sein eigenes Studiokonzept zu entwickeln. Vorausschauend geplant und sorgfältig durchgerechnet, „genauso, wie wir es im Studium gelernt haben.“



Zwischen Theorie und Praxis

Mit inzwischen 6000 kommerziellen Anlagen und rund 130 000 Beschäftigten hat sich die Fitnessbranche zu einem ernstzunehmenden Wirtschaftsfaktor entwickelt.
„Die Fitnessbranche ist ein beachtlicher Wachstumsmarkt innerhalb der gesamten Wirtschaft und bietet ein großes Betätigungsfeld. Der Diplom- Fitnessökonom ist ein bedeutender Schritt in Richtung Qualität und Professionalisierung der gesamten Fitnessbranche“, sagt BA-Geschäftsführer Johannes Marx.
Das Studium auf Hochschulniveau zum Diplom-Fitnessökonom an der staatlich anerkannten BSA-Privaten Berufsakademie ist speziell auf die Fitnessbranche zugeschnitten. Wie beim dualen Ausbildungssystem gehen die Studierenden ein Ausbildungsverhältnis mit einem Unternehmen der Fitness- und Freizeitwirtschaft ein und erhalten die theoretische Ausbildung an der Berufsakademie. Voraussetzung für die Immatrikulation ist das Abitur oder die Fachhochschulreife. Seit Februar 2004 können so genannte „beruflich besonders befähigte Personen“ auch ohne diese beiden Abschlüsse zum Studium zugelassen werden.
Der Lehrstoff beinhaltet im Fachbereich Fitness und Gesundheit unter anderem sportbiologische Grundlagen, Pädagogik, Ernährung, Gymnastik, Cardiofitness und Gerätehandling. Im Fachbereich Wirtschaft/Management geht es um die Themenbereiche Verkauf und Service sowie um betriebswirtschaftliche Inhalte wie Unternehmensführung, Organisation, Personalführung, langfristige Marketingplanung, Controlling und Kalkulation. Die Studierenden erhalten somit umfassende Kenntnisse über sämtliche Tätigkeitsfelder in Fitness- und Freizeitanlagen.
Der praxisorientierte Studiengang zum Diplom-Fitnessökonom wurde von der Branche innerhalb kürzester Zeit angenommen. Mittlerweile sind über 500 Studierende an der BSA-Privaten Berufsakademie eingeschrieben.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/duales_bachelor-studium_im_fitness-_und_gesundheitsbereich_mit_schwung_in_die_selbststaendigkeit_221.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>221</guid>
		<pubdate>2008-11-25 12:08:39</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Medizinertest soll Studienchancen verbessern</title>
		<description><![CDATA[Mehrere Tausend Studienanfänger absolvieren den – noch – freiwilligen Medizinertest für ein Studium in Baden-Württemberg.]]></description>
		<text><![CDATA[Bereits in den achtziger Jahren war der Test für angehende Medizinstudenten ein Pflichttermin, allerdings wurde das Auswahlverfahren wieder eingemottet. Anfang vergangenen Jahres versuchte sich das Land Baden-Württemberg an einer Neuauflage. Anders als der Test aus den achtziger Jahren ist die Teilnahme an diesem Verfahren zwar nicht verpflichtend, aber die württembergischen Unikliniken beziehen die Ergebnisse in ihre Entscheidung bei der Studienplatzvergabe mit ein – und mit der Teilnahme am Test können Abiturienten ihre Chancen nur verbessern, eine Verschlechterung der Ergebnisse ist nicht möglich.

Zum Medizinstudium befähigt?
Am 3. Mai fanden sich an 26 Orten quer durch die Republik rund 5200 Probanden ein, in der ersten Juli-Woche erhielten sie ihre Ergebnisse. Der vom Bonner Unternehmen ITB Consulting entwickelte Test deckt räumliches Vorstellungsvermögen ab, Merkfähigkeit und Auffassungsgabe. Die Universitäten im Ländle erhoffen sich von diesem Test wie schon in den achtziger Jahren, dass sie die Befähigung zum Medizinstudium beurteilen hilft. Wesentlicher Unterschied: damals trug die öffentliche Hand die Gebühren für den Test, heute muss jeder Teilnehmer selbst 50 Euro berappen. Gelegenheit, sich auf den Test vorzubereiten, gibt es reichlich. So sind im Hogrefe-Verlag zwei aktuelle Tests erschienen, die im Buchhandel erhältlich sind. Auf der Homepage zum Test ist eine Broschüre mit einigen Aufgaben herunterzuladen – und wem das alles noch nicht genug ist, der kann sich immer noch an Coaches wenden, die ihre Schützlinge auf die Aufgaben vorbereiten. Für rund 50 Euro erhalten die künftigen Medizin-Studenten Hilfestellung bei der Lösung der Aufgaben.
Speziell auf den deutschen Medizinertest zugeschnitten werden seit Anfang des Jahres auch Vorbereitungsprogramme über das Internet angeboten.

Zeitlich angepasst
Das Vorbereitungsprogramm wird mit fünf unterschiedlich langen Bearbeitungsvarianten angeboten. So kann der Kandidat, entsprechend seinen zeitlichen Möglichkeiten, bereits im Januar, aber auch erst im April mit einem ‚Crash-Kurs’ starten. Unabhängig mit welchem Datum gestartet wird, läuft das Programm jeweils bis zum Termin des Medizinertests.

Vorbereitungen auf den Test
Das Angebot geht davon aus, dass eine optimale Vorbereitung auf eine Prüfung darin besteht, dass sich Kandidaten anhand von offiziellen Übungsaufgaben während einer längeren Vorbereitungsphase selbstständig einüben. Gestützt wird das Konzept von den statistischen Auswertungen vergangener Jahre, die zeigen, dass viel Üben oder Kursbesuche vor Ort nicht zu einem besseren Testergebnis führen. Entscheidend ist, wie geübt und dass geübt wird.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/medizinertest_soll_studienchancen_verbessern_220.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>220</guid>
		<pubdate>2008-11-25 12:00:33</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studium mit Perspektive - Neuer Studiengang: „Bachelor of Science in Clinical Research“</title>
		<description><![CDATA[Stefanie Kupke studiert seit einem Semester an der Parexel-Akademie in Berlin einen neuen Studiengang, der Medizin, Pharmazie und betriebswirtschaftliches Management verbindet.]]></description>
		<text><![CDATA[Stefanie Kupke blickt auf ihre Ausbildung zur Krankenschwester zurück: „Ich habe schnell gemerkt, dass die Abläufe in einem Krankenhaus anders sind, als ich sie mir vorgestellt hatte“.

Nach dem Abitur wollte die Cottbuserin ursprünglich Medizin studieren – doch der hohe Numerus Clausus machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Aus diesem Grund begann die damals 19-Jährige zunächst eine Ausbildung zur Krankenschwester - und stellte schnell fest, dass der Krankenhausalltag nicht ihren Vorstellungen entsprach. „Ich wollte nach dem Abschluss meiner Ausbildung etwas Anderes machen“.

Erfolgreiche Bewerbung bei Parexel
Durch Zufall stieß Stefanie auf die Firma Parexel und bewarb sich erfolgreich als medizinische Mitarbeiterin. Parexel International ist eines der führenden unabhängigen Auftragsforschungsinstitute mit mehr als 8000 Mitarbeitern an 64 Standorten auf allen Kontinenten, allein mit über 1000 Beschäftigten in Deutschland. „Der Einblick in die Arzneimittelforschung eröffnete mir neue Perspektiven in eine vielfältige und spannende Branche“, entdeckte die junge Frau. Schnell jedoch wurde Stefanie klar, dass ihr Karriereweg ohne akademische Weihen womöglich rasch zu Ende sei.
Im Februar dieses Jahres begann die Cottbuserin darum mit dem neuen Studiengang „Bachelor of Science in Clinical Research”. Die Parexel-Akademie hat zusammen mit der University of Wales diesen Studiengang auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung und Arzneimittelzulassung entwickelt und bietet erstmals in Europa ein wissenschaftliches und praxisorientiertes Studium für die Klinische Forschung an. Schwerpunkt ist die Kombination einer universitären Ausbildung mit praxisrelevanten Modulen. Während die University of Wales Garant für die wissenschaftlichen Inhalte des Studiums ist, vermittelt die unternehmenseigene Akademie die Fach- und Sozialkompetenzen zur Durchführung von Arzneimittelstudien. Das Studium wird ab dem dritten Semester in englischer Sprache durchgeführt.

Exzellente Studienbedingungen
Mittlerweile liegt das erste Semester hinter der jungen Frau – und die Begeisterung ist geblieben: Kleine Arbeitsgruppen, eine hochwertige technische Ausstattung sowie ein Personal Tutor, der sich für die Belange der Studierenden einsetzt, sorgen dafür. „Die Studienbedingungen sind hier exzellent“, betont Stefanie. Von den Studenten wird eine hohe Lernbereitschaft und ein umfangreiches Leistungspensum gefordert. „Das Studium verbindet auf interessante Weise ganz unterschiedliche Bereiche: von Biochemie, Medizin und Pharmazie bis hin zu Kommunikation,
Präsentation und Gesprächsführung“, beschreibt die junge Frau.
Eine weitere Besonderheit des Studiums ist das fünfmonatige Auslandspraktikum. Es ermöglicht den Studierenden internationale Berufserfahrung zu sammeln und das erlernte Wissen praktisch anzuwenden. Der Titel, der den Studenten durch die University of Wales verliehen wird, lautet „Bachelor of Science in Clinical Research“ und ermöglicht den Absolventen eine nahtlose Arbeitsaufnahme in die Pharmaindustrie, in Auftragsforschungsinstitute und in die Koordinierungszentren für Klinische Studien, die an allen Universitätskliniken im Entstehen sind.

Optimale Praxisvorbereitung
„Im Laufe des Studiums werden alle relevanten Felder der Klinischen Forschung abgedeckt, so werden wir optimal für die Praxis vorbereitet“, macht sich die Cottbuserin um die Zeit nach dem Studienabschluss keine Sorgen: Selbstsicher und zuversichtlich verrät sie: „Ich habe das gute Gefühl, mit dem weiteren Verlauf des Studiums eröffnen sich für mich zunehmend neue Perspektiven, auf die ich sehr gespannt bin.“



Veränderte Studienanforderungen: „Hammerprüfung“ ist kein Grund zur Panik

Die neue ärztliche Approbationsordnung hat das Medizinstudium nachhaltig verändert: So gibt es keine staatliche Prüfung mehr vor dem Praktischen Jahr (PJ). Statt dessen findet jetzt am Ende der Ausbildung, also nach dem PJ, ein umfassendes staatliches Abschlussexamen statt: das M2, von vielen auch „Hammerprüfung“ genannt.

Dieses neue Examen besteht aus einem dreitägigen schriftlichen Teil und einer mündlich-praktischen Prüfung, die sich auf zwei Tage verteilt. Vor allem dieser mündlich-praktische Teil wird neu gestaltet: Fallbezogen wird vor allem fächerübergreifendes Wissen überprüft, hinzu kommen Fragen aus Querschnittsbereichen.

Wichtig: Dieses Examen ist kein Grund zum Fürchten, denn es geht vor allem um die Breite des medizinischen Wissens und Könnens, so Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan an der Universität Münster: „War früher das Praktische Jahr sozusagen ein ‚Sahnehäubchen’, hat es jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Einerseits muss die Vorbildung bis zum Erreichen des PJ so strukturiert sein, dass dieses mit Erfolg absolviert werden kann. Andererseits müssen die Lernfortschritte während des PJ regelmäßig kontrolliert werden, damit das Staatsexamen mit möglichst guten Noten bestanden wird.“
Facharztfähigkeiten und Spezialwissen sind ausdrücklich nicht Thema der Abschlussprüfung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studium_mit_perspektive_-_neuer_studiengang_bachelor_of_science_in_clinical_research_219.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_09_01.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>219</guid>
		<pubdate>2008-11-25 11:56:13</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Summer Sessions in den USA: Semesterferien sinnvoll nutzen</title>
		<description><![CDATA[Neben der „klassischen“ Möglichkeit eines Auslandssemesters während des Studiums in Deutschland erfreut sich seit einigen Jahren eine weitere Form des Auslandsstudiums wachsender Beliebtheit – die Teilnahme an einer so genannten Summer Session.]]></description>
		<text><![CDATA[Summer Sessions stellen eine besondere Studienform dar, die von einer ganzen Reihe nordamerikanischer Universitäten in den Semesterferien in der Zeit zwischen Mai und September angeboten wird. Es handelt sich dabei um komprimierte Semester von meist fünf oder sechs Wochen Dauer, in deren Verlauf die Teilnehmer zumeist zwei oder maximal drei Kurse aus dem Lehrangebot der Universität belegen.
Der Umfang des Studienangebots der Summer Sessions unterscheidet sich insofern vom regulären Studienangebot der Hochschulen, als natürlich jeden Sommer nur eine gewisse Auswahl aus dem enormen Kursangebot der Universitäten angeboten werden kann. Dennoch übersteigt die Anzahl der angebotenen Kurse – in der Regel kann in jedem Sommer aus einem Katalog von 300-500 Kursen aus nahezu allen denkbaren Fachbereichen ausgewählt werden – das für deutsche Studenten Gewohnte bei Weitem.
Inhalte und Stoffmenge der Kurse sind in der Regel im Sommer identisch mit denen während des übrigen akademischen Jahres, die Intensität und Wochenstundenzahl ist aufgrund der kürzeren Dauer der Summer Sessions jedoch um einiges höher. Zudem werden während des Sommers ganz normale universitäre „Credits“ erworben, so dass es nach vorheriger Absprache mit den deutschen Professoren und Prüfungsämtern für deutsche Studenten meistens möglich ist, sich die belegten Kurse für das Studium an der Heimatuniversität anrechnen zu lassen.

Welche Universitäten bieten Summer Sessions an?
In Deutschland besonders bekannt sind die Summer Sessions der Boston University und der Universitäten des äußerst renommierten „University of California (UC)“ Verbundes wie zum Beispiel der UC Berkeley und der UCLA. Doch auch andere Universitäten wie beispielsweise die sehr international ausgerichtete Hawaii Pacific University in Honolulu, die Boston University oder die traditionsreiche Saint Mary's University in Halifax an der kanadischen Ostküste bieten im Sommer eine umfangreiche Palette von Kursen aus den verschiedensten Fachbereichen an.

Wer kann an einer Summer Session teilnehmen?
Die Teilnehmer der Summer Sessions setzen sich in der Regel aus einheimischen Studenten der jeweils anbietenden Universität, einheimischen Studenten von anderen amerikanischen Universitäten sowie internationalen Studenten und Abiturienten zusammen.

Bewerbungsvoraussetzungen
Anders als während des übrigen akademischen Jahres gilt in Bezug auf die Summer Sessions an den meisten nordamerikanischen Universitäten eine so genannte „Open Enrollment Policy“. Diese besagt, dass jeder Bewerber, der einige wenige Grundvoraussetzungen (Abitur/Fachabitur, Englischkenntnisse) erfüllt, an den Summer Sessions teilnehmen darf. Eine ansonsten in den USA sehr übliche Auswahl nach Abiturnote bzw. Noten aus dem Studium oder gar ein umfangreiches Auswahlverfahren mit Motivations- und Referenzschreiben nfindet hingegen nicht statt.
Dadurch bieten die Summer Sessions gerade an den besonders renommierten Universitäten eine fast einmalige Chance, das dortige Campusleben kennen zulernen und von der exzellenten Qualität der Lehre zu profitieren.

Semesterferien sinnvoll nutzen
Reizvoll sind die Summer Sessions für deutsche Studenten unter anderem auch deshalb, weil sie zumeist in den Zeitraum der deutschen Sommersemesterferien fallen und ihnen somit die Möglichkeit eröffnen, im Ausland zu studieren, ohne auch nur eine einzige Veranstaltung an der Heimatuniversität in Deutschland zu verpassen. Diese sinnvolle Nutzung der Semesterferien für die persönliche und fachliche Weiterbildung ist ein Aspekt, der auch auf die meisten potentiellen Arbeitgeber sehr positiv wirkt, da diese das dabei gezeigte hohe Maß an Eigeninitiative in der Regel sehr schätzen.
Als offizieller Repräsentant der genannten Universitäten und ihrer Summer Session-Programme ist College-Contact.com dafür zuständig, Interessenten kostenlos zu beraten und bei der Bewerbung zu unterstützen. Zudem steht College-Contact.com für alle Fragen rund um das Thema Studieren im Ausland zur Verfügung.



Kontakt

College-Contact.com
Alexandra Michel

Telefon: 0251 - 762 5781

E-Mail: summersessions@collegecontact.com
Website: www.college-contact.com]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/summer_sessions_in_den_usa_semesterferien_sinnvoll_nutzen_218.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>218</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:52:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Von Entscheidungen und Hindernissen: Der Weg zur niederländischen Studentin</title>
		<description><![CDATA[Anna Gallinat ist Abiturientin am Pascal-Gymnasium in Münster. In wenigen Wochen wird die 18-Jährige ihr Abitur in der Tasche haben. Und was dann? Mit dieser Frage beschäftigt sich die Schülerin bereits seit dem vergangenen Schuljahr, jetzt ist die Entscheidung gefallen: Anna wird künftig die Universität Twente im niederländischen Enschede besuchen.]]></description>
		<text><![CDATA[Entscheidungen zu treffen fiel mir immer schwer. Besonders, wenn es um so etwas Wichtiges wie meine Zukunft geht. Deshalb machte ich es mir auch nicht gerade leicht ein Lösung zu finden. Ideen für meine berufliche Zukunft hatte ich viele, doch die wirklich „Zündende“ fehlte. Eine Ausbildung zur Logopädin, eine duales Studium der Medienwirtschaft oder doch erst ein freiwilliges soziales Jahr? Über ein Psychologiestudium hatte ich mich auch schon informiert, aber aufgrund des hohen Numerus Clausus in Deutschland als unrealistisch ad acta gelegt. Als ich allerdings von den (fast) zulassungsfreien Studiengängen in den Niederlanden las, war ich begeistert.

Uni Twente bietet gute Lernbedingungen
Der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, war: „Wow, das ist es!“, obwohl ich vorher nie über ein Auslandsstudium ernsthaft nachgedacht hatte. Ich machte mich im Internet über Zulassung, Kosten und Möglichkeiten schlau. Vor allem die Universiteit Twente hatte es mir angetan. Die Campus-Uni bietet den Studenten beste Lernbedingungen. Enschede liegt direkt an der deutschen Grenze und ist von meiner Heimatstadt Münster sehr gut mit dem Zug zu erreichen. Obwohl es mir früher egal gewesen war, wo ich zum Studieren lande, wollte ich plötzlich in der Nähe meiner Heimat bleiben. Warum? Nun, ganz einfach: Wenn es schon ein komplett anderes Land sein musste, dann aber bitte mit der Möglichkeit, schnell und einfach nach Deutschland zurückkehren zu können.
Je mehr ich mich über das Studium, die Stadt und das Land informierte, desto besser gefiel es mir. Bei einem Tag der offenen Tür der Universiteit Twente für deutsche Schüler hatte ich die Möglichkeit, sie mir näher anzuschauen. Ein Vortrag über die Uni und das Psychologiestudium sowie eine Campustour überzeugten mich zum Schluss voll und ganz und ich war mir sicher: „Hier will ich studieren!“
Jetzt blieben nur zwei Hindernisse: Erstens die Studiengebühren. Die betragen im Jahr rund 1500 Euro. Dieses Geld investieren die niederländischen Unis direkt in die Lehre. Somit kommt es den Studierenden wieder zugute. Zur Finanzierung der Studiengebühren wird für mich wahrscheinlich ein Kredit die einzige Möglichkeit bleiben, dennoch bin ich sicher, dass das Geld gut investiert sein wird.

Intensivsprachkurs für deutsche Erstsemester
Die zweite Hürde ist für mich die Sprache. Ich hatte nie Niederländischunterricht, daher ist es natürlich verständlich, dass mir dieses Thema große Sorgen macht. Aber auch hier ist die Universiteit Twente gut vorbereitet: Für die deutschen Erstsemester wird ein Intensivsprachkurs über vier Wochen angeboten, der die Grundlagen der niederländischen Sprache vermittelt. Rund 100 Deutsche können jedes Jahr am „SummerCampus“ teilnehmen. Am Ende der Kurses wartet eine Prüfung, die alle Deutschen bestehen müssen, um ausreichende Sprachkenntnisse vorzuweisen. Der „SummerCampus“ ist zudem natürlich eine klasse Möglichkeit neue Leute aller Studienrichtungen kennen zu lernen. Der Nachteil ist der hohe Preis von circa 1200 Euro inklusive Unterkunft auf dem Campus und Verpflegung. Neben den sozialen Kontakten, die man während des Kurses knüpfen kann, ist es natürlich ein Riesenvorteil direkt in Enschede zu wohnen. So lernt man nicht nur die Sprache schneller, sondern auch gleichzeitig den Lebensstil eines „echten“ Studenten kennen. Eine Alternative wäre allein ein kostengünstigerer Volkshochschulkurs.

Der erste Impuls zählt
Ich glaube, dass mein erster Impuls maßgeblich war, denn trotz vieler Bedenken und Zweifel, denke ich, dass meine Zeit in Enschede eine tolle Erfahrung wird. Ein Studium im Ausland – daran habe ich früher nicht mal im Traum gedacht. Jetzt wird es Realität.



Informationen über das Studium in den Niederlanden

Wer sich ernsthaft für ein Studium in den Niederlanden interessiert, dem bieten nicht nur der Deutsche Akademische Austauschdienst und zahlreiche niederländische Internetseiten reichlich Information.

In den vergangenen Monaten sind zudem einige Bücher erschienen, die sich mit dem Studium beim westlichen Nachbarn und den nötigen Voraussetzungen auseinandersetzen. So informiert etwa das Handbuch „Studieren in den Niederlanden“ von Jörg Mielczarek über zulassungsbeschränkte Studiengänge, erforderliche Eignungstests und den Nachweis von Sprachkenntnissen an den niederländischen Hochschulen.

Das Werk ist zudem randvoll mit Tipps und praktischen Hinweisen, Adressen sowie Planungshilfen in Form von Checklisten, Zeitplänen und Vordrucken. Weil jedes Auslandsstudium immer auch eine Investition darstellt, behandelt ein ganzes Kapitel das Leben in den Niederlanden - von A wie Aufenthaltsgenehmigung über S wie Sozialversicherung bis Z wie Zuschussförderung.

Besonderer Vorzug des Werks: Es wird im Digitaldruck erstellt und nicht in Großauflagen vorproduziert. So ist gewährleistet, dass laufend Änderungen und Ergänzungen eingearbeitet werden können und das Buch so immer auf dem aktuellen Stand ist. Erhältlich ist der Titel für 17,90 Euro vom Verlag Interna im Buchhandel oder im Internet.


Link-Tipps Niederlande

Wichtige Informationen, Tipps und Erfahrungsberichte von Studenten zum Studium in den Niederlanden gibt es im Internet unter den nachfolgenden Web-Adressen:

www.studieren-in-holland.de Umfangreiche Homepage mit den wichtigsten Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos zum niederländischen Sprachtest. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.stuyin.nl Informationen über Studienmöglichkeiten sowie über das Land selbst. Die Seite ist in englischer Sprache verfasst.

www.niederlandweb.de Auf dieser Homepage präsentiert sich die Vertretung des Königreichs der Niederlande in der Bundesrepublik Deutschland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/von_entscheidungen_und_hindernissen_der_weg_zur_niederlaendischen_studentin_217.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>Anna Gallinat</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>217</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:46:21</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Austauschsemester in den Niederlanden: Oranje-Fan von Kindesbeinen an</title>
		<description><![CDATA[Zwei Semester lang studierte Sabine Koch an der Universiteit Leiden. Eine Entscheidung, die der heute 23-Jährigen zunächst nicht leicht fiel.]]></description>
		<text><![CDATA[„So, ab hier wird nur noch Niederländisch gesprochen.“ So lautete die väterliche Losung, wenn Sabine Koch mit ihren Eltern und Geschwistern im Nachbarland Urlaub machte. Damals hätte sich die 23-Jährige wohl noch nicht träumen lassen, dass sich die allgemeine familiäre Begeisterung für das Land der Tulpen und des Käses in ihren eigenen Zukunftsplänen niederschlagen sollte.
Nach dem Abitur entschloss sich Sabine, den Niederlanden auch von der wissenschaftlichen Seite zu Leibe zu rücken und schrieb sich an den Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster für den Magister- Studiengang Niederlande-Studien in Kombination mit den Nebenfächern Niederländische Philologie und Ethnologie ein. Seit Sommersemester 2004 widmet sich die Wahl-Münsteranerin nun viele Stunden des Tages Geschichte, Kultur und Sprache des westlichen Nachbarn – eine Entscheidung, die sie allen Unkenrufen zum Trotz nicht bereut. „Anfangs bin ich schon öfters gefragt worden, was ich mit meiner Fächerkombination später einmal berufl ich erreichen möchte“, gibt die Studentin im siebten Semester zu. Die Betreuung von niederländisch sprechenden Kunden in einem deutschen Konzern – oder umgekehrt – könne sie sich gut vorstellen, sagt Sabine dann. Inklusive Leben im Nachbarland. Bis dahin liegen aber noch einige Semester vor der jungen Frau.

Probe auf Zeit
Den Alltag in den Niederlanden hat Sabine Koch dennoch bereits erprobt. In Form eines Erasmus-Studienjahres verbrachte sie im vergangenen Jahr zwei Semester an der Universität in Leiden. Ein Schritt, der der 23-Jährigen zunächst nicht leicht fiel. „Ich hatte schon etwas Angst, den sprachlichen Voraussetzungen vielleicht nicht gewachsen zu sein oder keinen Anschluss zu finden. Auch der Gedanke, Familie und Freunde ein Jahr lang zurück lassen zu müssen, behagte ihr gar nicht.
„Am Institut haben mir aber viele gut zugeredet und mir immer wieder vor Augen geführt, dass ein Auslandssemester sowohl für mein Studium, aber auch für mich persönlich eine wichtige Chance sei“, beschreibt die Studentin die Wochen bis endlich die Entscheidung getroffen war.
Etwa 30 Prozent der rund 400 Studierenden des Münsteraner Fachbereichs entscheiden sich für ein oder zwei Austauschsemester in den Niederlanden oder im flämischen Teil Belgiens.

Viel Kontakt zu Einheimischen zahlt sich aus
Da das Niederländische Institut der Westfälischen Wilhelms-Universität mit zahlreichen Unis in den Niederlanden kooperiert, konnte sich Sabine ihren Studienort schließlich aussuchen. Die Wahl fiel auf das beschauliche Leiden, da es „für mich eben so typisch holländisch ist“. Nach gut einem halben Jahr der Vorbereitungszeit ging es im März vergangenen Jahres schließlich ins Nachbarland. Dort hatte sich Sabine bewusst für ein Zimmer in einer WG mit Niederländern entschieden, um möglichst viel Kontakt zu Einheimischen zu bekommen. Aber auch die Erasmus-Betreuer der Universiteit Leiden sorgten dafür, dass sich die junge Frau in ihrer Heimat auf Zeit schnell wie zu Hause fühlte. Durch die regelmäßigen Familienurlaube in der Kindheit waren ihr Chocomel, Stroopwafels, Vla und Co. bereits bestens vertraut.
„Meine Sprachkenntnisse haben sich in den Monaten stark verbessert. Während mir das Lesen und Verstehen vorher schon recht leicht fiel, haben sich jetzt auch Rechtschreibung und Grammatik deutlich vorwärts entwickelt“, blickt die 23-Jährige zufrieden auf ihre akademischen Fortschritte. Und auch die vielen persönlichen Begegnungen und Erfahrungen lässt sie gerne Revue passieren.

Zurück in der Heimat
Seit August vergangenen Jahres ist Sabine Koch zurück in Münster. An ihre Zeit in Leiden erinnert sie sich fast täglich. Als Mitglied der Fachschaft des Instituts für Niederlandestudien rät sie Kommilitonen heute jederzeit zum Austauschsemester in den Niederlanden. „Ich würde das sofort wieder machen.“



Kontakt Leiden Universität

Postadresse: Leiden University | P.O. Box 9500
2300 RA Leiden | The Netherlands

Besucheradresse: Rapenburg 70 | 2311 EZ Leiden

Telefon: +31 (0)71 527 27 27
E-Mail: S.A.Dehue@IO.LeidenUniv.nl
Internet: www.leiden.edu

Besucherzentrum Leiden: www.visitors.leidenuniv.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/austauschsemester_in_den_niederlanden_oranje-fan_von_kindesbeinen_an_216.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>216</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:35:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ins Ausland ohne Sprachbarriere: Neue Erkenntnisse inklusive</title>
		<description><![CDATA[Auf dem Weg ins Ausland schrecken viele junge Studierende vor der zu überwindenden Sprachbarriere zurück – und bleiben deshalb eher zu Hause, ohne diese Freiheit genossen und ohne in der Ferne neue Erfahrungen gesammelt zu haben, die für die eigene Persönlichkeit und bei der späteren Stellensuche mitunter sehr hilfreich sein können.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer sich im ersten Schritt das Studium im fremdsprachigen Ausland noch nicht zutraut, dem bieten sich die südlichen Nachbarn Österreich und Schweiz an, die beide über ein ausgezeichnetes Hochschulsystem verfügen.

Das Abitur ist der österreichischen Matura grundsätzlich gleichgestellt. Im Einzelfall entscheidet der Rektor der jeweiligen Universität, ob Zusatz- oder Ergänzungsprüfungen abgelegt werden müssen. EU - Staatsangehörige müssen keine besondere Universitätsreife, das heißt eine Studienberechtigung im Heimatland nachweisen. Das Rektorat jeder Universität kann in Bachelor-, Master-, Diplom- und Doktoratsstudien, die in Deutschland einem Numerus Clausus unterliegen, den Zugang entweder durch ein Aufnahmeverfahren vor der Zulassung oder durch die Auswahl i Universitäten in Österreich der Studierenden bis längstens zwei Semester nach der Zulassung beschränken. Die Lebenshaltungskosten in Österreich sind denen in Deutschland in etwa vergleichbar, die Studiengebühren liegen bei 368 Euro pro Semester.

Studieren in der Schweiz
In der Schweiz dagegen schlagen die Studiengebühren erheblich deutlicher zu Buche: Zwischen 630 und 4000 Schweizer Franken sind pro Semester fällig – je nach gewählter Hochschule. Hinzu kommen Lebenshaltungskosten, die je nach Region zwischen 1000 und 2000 Euro pro Monat liegen.
Auch sprachlich kann die Schweiz sich durchaus als schwierig herausstellen, gliedert sich die Eidgenossenschaft doch in vier Sprachregionen – neben Deutsch wird in Teilen Französisch, Italienisch und Rätoromanisch gesprochen. Immerhin die drei größeren Sprachen fi nden sich auch als Unterrichtssprache an Universitäten. Wer etwa im südlichen Lugano an der italienischen Grenze studieren will, muss gute Italienisch-Kenntnisse nachweisen, in Genf und Lausanne ist dagegen Französisch unerlässlich.
Zu den Universitäten und den eidgenössischen Technischen Hochschulen wird zugelassen, wer eine Maturität oder das ausländische Äquivalent vorweisen kann. In Fächern mit knappen Aufnahmekapazitäten steht es den Universitäten frei, die Zulassung für Ausländer zu beschränken. Die Immatrikulation erfolgt in der Regel ein bis zwei Wochen vor oder nach Beginn des Semesters; die persönliche Anwesenheit des Studierenden ist dabei erforderlich. Die Formalitäten für die Immatrikulation sind nicht an allen Universitäten gleich, nähere Angaben enthalten die Vorlesungsverzeichnisse. Unerlässlich ist eine Voranmeldung. Auskünfte und Formulare für die Voranmeldung sind bei den Hochschulkanzleien erhältlich. Die Anmeldefristen sind von Hochschule zu Hochschule unterschiedlich. Einige verlangen bei Fächern, die hier dem Numerus Clausus unterliegen, einen Studienplatznachweis der ZVS als Studienvoraussetzung. Eine weitere herausstechende Besonderheit: Weil Medizin in der Schweiz das einzige Studienfach mit Zugangsbeschränkung ist, müssen ausländische Studierende besondere Kriterien erfüllen, die von der jeweiligen Universität geregelt werden.



Universitäten in Österreich: Das österreichische Hochschulsystem gliedert sich in 6 wissenschaftliche Universitäten, sechs Kunsthochschulen und 8 Fachhochschulen. Über Bewerbungen um Studienplätze entscheiden die einzelnen Hochschulen selbst, in Einzelfällen sind neben dem deutschen Abitur gesonderte Prüfungen zu absolvieren.

Karl-Franzens-Universität Graz
www.kfunigraz.ac.at

Technische Universität Graz
www.tu-graz.ac.at

Universität Innsbruck
www.uibk.ac.at

Alpen-Adria-Universität Klagenfurt
www.uni-klu.ac.at

Donau-Universität Krems, Universität für Weiterbildung
www.donau-uni.ac.at

Montanuniversität Leoben
www.unileoben.ac.at

Johannes-Kepler-Universität Linz
www.uni-linz.ac.at

Universität Salzburg
www.uni-salzburg.at

Technische Universität Wien
www.tuwien.ac.at

Universität Wien
www.univie.ac.at

Universität für Bodenkultur Wien:
www.boku.ac.at

Veterinärmedizinische Universität Wien
www.vu-wien.ac.at

Wirtschaftsuniversität Wien
www.wu-wien.ac.at

Österreichische Studiengänge im Überblick: www.wegweiser.ac.at


Hochschulen in der Schweiz: In der Schweiz sind insgesamt 25 Hochschulen zugelassen, davon zehn von den Kantonen getragene Universitäten, zwei eidgenössische technische Hochschulen, neun Fachhochschulen und 5 Pädagogische Hochschulen. Die Hochschulen nehmen Bewerbungen um Studienplätze direkt selbst entgegen.

Deutschsprachige Universitäten

www.ethz.ch Eidgenösische Technische Hochschule Zürich

www.unibas.ch Universität Basel

www.unibe.ch Universität Bern

www.unilu.ch Universität Luzern

www.unisg.ch Universität Sankt Gallen

www.unizh.ch Universität Zürich]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ins_ausland_ohne_sprachbarriere_neue_erkenntnisse_inklusive_215.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>215</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:27:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>So finanziere ich mein Studium: Papierwust wird zur Routine</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[„Puh, ich dachte durch diese ganze Papierflut steige ich nie durch!“ Wenn sich Andreas Meierholt an seinen ersten Antrag auf finanzielle Unterstützung zum Studium im Rahmen des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, kurz BaföG, erinnert, ist ihm die Verzweiflung noch deutlich ins Gesicht geschrieben. Unzählige Formulare, Kopien von Bankdokumenten, Beglaubigungen und Steuerlisten verteilten sich erstmalig vor rund vier Jahren auf dem Schreibtisch des 24-Jährigen. „Da galt es erst einmal durch zu steigen“, seufzt der Medizin-Student im mittlerweile achten Semester.

Als Andreas Meierholt im Jahre 2004 sein Studium an der Ruhr-Universität Bochum aufnahm, war für den frisch gebackenen Abiturienten klar, dass er trotz eines Nebenjobs als Verkäufer in einem Sportswear-Geschäft weitere finanzielle Unterstützung benötigen würde. Denn nicht nur Andreas, sondern auch seine beiden Geschwister hatten sich für akademische Weihen entschieden – für Vater Gerhard Meierholt als Alleinverdiener eine unlösbare finanzielle Herausforderung. Schließlich wollten künftig das Zimmer im Studentenwohnheim, Verpflegung, Bücher, Kleidung und, und, und bezahlt sein. „Darum habe ich mich direkt nach dem Abitur über die Möglichkeiten, BaföG zu beantragen, erkundigt“, erläutert Andreas. „Hätte ich allein von meinem Nebenjob leben wollen, wäre mir kaum Zeit zum Lernen geblieben.“
Dieser Teufelskreis, in dem sich zahlreiche Studenten befi nden, wollte der angehende Mediziner vermeiden und sich stattdessen ganz aufs Studium konzentrieren.
„Als ich dann aber den Berg an Dokumenten sah, war ich mir schon nicht sicher, ob sich der ganze Aufwand lohnt“, blickt Andreas zurück. Um beim Ausfüllen der verschiedenen Anträge keinen Fehler zu machen, hat sich der frisch gebackene Abiturient Hilfe beim Amt für Ausbildungsförderung in Bochum geholt. „Um ehrlich zu sein, hatte ich ein wenig Angst, etwas falsch zu machen, so dass mein Antrag abgelehnt würde“, legt der junge Mann dar, „oder unbeabsichtigt zum BaföG-Betrüger zu werden.“

BaföG seit dem ersten Semester
Andreas hatte Glück – er erfüllt sämtliche Voraussetzung und bezieht seit dem ersten Semester das staatliche Darlehen. Die Anträge und Nachweise, die er dafür regelmäßig ausfüllen und erbringen muss, jagen ihm mittlerweile keinen Schrecken mehr ein. „Da bekommt man Routine“, meint er lässig. Ganz ohne Nebenjobs geht es dennoch nicht. „Wenn ich Miete, Strom und Telefon bezahlt habe, ist die Förderung schon weg.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/so_finanziere_ich_mein_studium_papierwust_wird_zur_routine_214.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>214</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:18:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienfinanzierung: Übersicht im Dunkeln</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Studienkredit, Bildungskredit, Studienbeitragsdarlehen – spätestens seit der fast flächendeckenden Einführung von Studiengebühren in der Republik schießen die Angebote von öffentlich-rechtlichen wie privaten Banken und die Förderprogramme der Bundesländer ins Kraut, mit denen Studierende ihre Ausbildung zumindest teilweise finanzieren können.

Als erste Einrichtung trat die öffentliche KfW Förderbank, die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau, mit ihren Studienkrediten auf den Plan – ein Programm, in das jeder Studierende relativ leicht aufgenommen werden kann. Einzige Bonitätsprüfung: Es darf keine Privatinsolvenz vorliegen. Aber auch für diesen Kredit werden Zinsen fällig, ebenso wie für sämtliche Angebote der Geschäftsbanken, die seit einiger Zeit den Studierenden angeboten werden. Darum empfiehlt es sich, bei den Möglichkeiten der Studienfinanzierung möglichst genau hinzusehen, sonst können leicht erhebliche Schuldenberge auflaufen.

Neben der öffentlichen KfW bieten zahlreiche Geschäftsbanken ihre eigenen Finanzspritzen für Studierende an – ein Vergleich mit dem Angebot der KfW kann sich durchaus lohnen. So hält etwa die Sparkasse einen Bildungskredit bereit, der unabhängig vom Studiengang und vom Einkommen der Eltern eingeräumt wird. Besonders attraktiv ist dabei eine niedrige variable Verzinsung sowie die jederzeitige Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung.

Ein flexibles Angebot
Nach Darstellung der Sparkasse wird er auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten. Das Angebot der Deutschen Bank gewährt nach Abschluss des Studiums eine Schonfrist von bis zu zwölf Monaten, in denen nicht zurückgezahlt werden muss. Den Kredit können die Absolventen über einen Zeitraum von maximal 144 Monaten abstottern. Nach Vereinbarung ist bei diesem Modell auch eine außerordentliche Rückzahlung möglich – ein recht flexibles Angebot also.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienfinanzierung_ebersicht_im_dunkeln_213.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>213</guid>
		<pubdate>2008-05-27 10:02:22</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Master-Studiengang „Virtuelle Realität“: „Und jetzt die Promotion“</title>
		<description><![CDATA[Jung, begabt, erfolgreich: Florian Klompmaker ist der erste Absolvent des zum WS 2004/2005 am Fachbereich Medien der Fachhochschule Düsseldorf eingeführten Master-Studiengangs „Virtuelle Realität“.]]></description>
		<text><![CDATA[Professor Christian Geiger lobte seinen Zögling nach der Abschlussprüfung, die er am 29. März vergangenen Jahres mit 1,0 bestand: „Er gehörte von Beginn an zu den Aktivsten und Besten seines Semesters“.
Für den begabten Absolventen heißt es nun: „Und jetzt die Promotion.“ Er werde weiterhin in diesem spannenden Bereich der virtuellen Realität arbeiten und forschen, ist sein erklärtes Ziel. Seit dem 1. April 2007 arbeitet er in Paderborn an einer gemeinsamen Einrichtung der Universität und der Siemens AG. „Dabei bin ich in einem Forschungsprojekt, das sich mit neuen Interaktionstechniken in Mixed Reality Umgebungen befasst“, erklärt Klompmaker. Er konnte sich hier mit seinem Profil gegen eine Reihe von Bewerbern mit Universitätsabschluss durchsetzen.

Komplexes 3D-Werkzeug
„Dies ist eine exzellente Bestätigung für die Qualität des Masterstudiums am Fachbereich Medien und zeigt, dass unsere Masterabsolventen für die hohen Anforderungen eines Promotionsstudiums bestens gerüstet sind“, freut sich Christian Geiger.
Innerhalb des Studiums wird ein kommerzielles 3D-SW-Werkzeug (virtools dev) benutzt, das in der Praxis im Bereich CADPräsentation und bei Computerspielen  eingesetzt wird. Der Absolvent arbeitete sich so gut in das komplexe Werkzeug ein, dass er schnell als anerkannter Experte für diese Software galt und Hilfestellungen für Projekte an der Düsseldorfer FH und an anderen Hochschulen leistete. Im Rahmen eines Projekts entwickelte er in einem studentischen Team ein hybrides Lernkonzept, wie dieses komplexe 3D-Werkzeug für die Hochschulausbildung nutzbar gemacht werden kann. Hybrid bedeutet, dass Teile der Lerneinheiten bei den Lehrenden vor Ort präsentiert und andere Teile über eine Video-Streaming Lösung gezeigt werden. Neben der Konzeption und Erstellung von Lehreinheiten erprobte der engagierte Student diesen Ansatz auch erfolgreich während einer mehrtägigen Lehrveranstaltung an der Hochschule Harz, Wernigerode in Sachsen-Anhalt.

Doch damit nicht genug: Seine Ergebnisse stellte er während der internationalen Konferenz in Japan, Human and Computers 2006, vor. Er hielt selbst den Vortrag auf Englisch von Düsseldorf aus während einer Video-Verbindung mit der Konferenz.

Florian Klompmaker, der von 2000 bis 2004 an der FH Dortmund den Diplomstudiengang Informations- und Medientechnik absolvierte, arbeitete schließlich als wissenschaftliche Hilfskraft in einem hochschulinternen Förderprojekt MIREA (Mixed Reality Authoring) bei seinem Betreuer Prof. Dr. Christian Geiger. Zu diesem Thema fertigte er auch seine Masterarbeit an: „Interaktives Prototyping von Interaktionstechniken in VR und AR Applikationen“, lautete die Thesis. Ziel ist die Definition und prototypische Entwicklung einer Softwareumgebung, mit der man schnell Interaktionstechniken in virtueller Realität (VR) und augmentierter Realität (AR) entwickeln kann.

Interaktive Räume
Zentraler Schwerpunkt in Florians Masterarbeit waren interaktive Räume, bei denen virtuelle Objekte in eine reale Umgebung integriert werden sollen. „Ein Problem dabei ist die Realisierung intuitiver Interaktion mit realen und virtuellen Objekten, zum Beispiel durch Gestik, Sprache oder spezielle Eingabegeräte. Die Erstellung ist derzeit ein aufwändiger Prozess, da solche neuen Techniken mit recht hohem Aufwand von Experten programmiert werden müssen“, weiß der Promovend und entwickelte eine strukturierte Vorgehensweise, mit der man in kurzer Zeit neue Interaktionstechniken realisieren kann. Dabei lassen sich erste Prototypen bereits mit wenigen Mausklicks erstellen.



Virtuelles Kontinuum

Informationstechnik und Philosophie, zum Teil auch Psychologie unterscheiden mittlerweile verschiedene Realitäten, die sich im Grad ihrer Virtualität voneinander absetzen. Auf dem Kontinuum der „Mixed Reality“ sind in diesem Verständnis unbegrenzte Grade virtueller Realität möglich zwischen den beiden Polen „nur Realität“ und „nur Virtualität“.

Reine Realität ist das konkrete, alltägliche Leben. Bei erweiterter Realität werden Dinge aus der Realität virtuell umgesetzt, wobei sich aber virtuelle Realität und reine Realität teilweise überlagern. Zudem muss Interaktivität in Echtzeit vorliegen und die Objekte aus beiden Realitäten müssen dreidimensional zueinander in Bezug stehen. Ein Anwendungsbeispiel wäre etwa ein Navigationsbeispiel im Auto, das Hinweise in Abhängigkeit von der Verkehrslage auf die Windschutzscheibe projiziert.

Bei der erweiterten Virtualität kehren sich die Verhältnisse um: Der Nutzer des Systems verschwindet in einem komplexen System virtueller Realität (VR). Wenn allerdings von außen Signale der Realität an ihn übermittelt werden, so stellt es der VR-Helm durch – etwa das reale Klingeln an der realen Haustür. Die virtuelle Realität schließlich bildet den Schlusspol: Ein komplexes System wird künstlich erstellt, am bekanntesten wohl das „Holodeck“ in der Science-Fiction-Serie Star Trek.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/master-studiengang_virtuelle_realitaet_und_jetzt_die_promotion_212.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>212</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:59:00</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Krankenpflege zeigt neues Gesicht: Gesundheit fördern</title>
		<description><![CDATA[Die Gesundheitsreform geht auch am Berufsbild der Krankenpflege nicht spurlos vorüber. Neben der Pflege rückt nun die Mobilisierung in den Mittelpunkt der Arbeit mit den Patienten.]]></description>
		<text><![CDATA[Besonders alten Menschen, so erklärt Marlies Bierwagen, sei es schwer zu vermitteln, warum sie schon kurz nach einer Operation wieder aufstehen müssten. Wer jedoch mit der Einstellung ins Krankenhaus gehe, sich dort einmal so richtig verwöhnen zu lassen, wird nach Darstellung der Krankenschwester im ostfriesischen Hans-Susemihl-Krankenhaus enttäuscht werden. Aus medizinischer Sicht sei die Forderung der Patienten durchaus sinnvoll. Bierwagen, als Anleiterin auf der inneren Station der Klinik für die Ausbildung der Pflegeschüler zuständig, verweist auf nosokomiale Erkrankungen wie Lungenentzündung, Thrombosen oder Harnwegsinfekte. Häufig könnten diese im Krankenhaus auffällig oft auftretenden Erkrankungen vermieden werden, wenn die Patienten auch nach einer Operation früh wieder aktiv werden. Bei Lungenentzündungen etwa hätten die Krankheitserreger auch deshalb so gute Chancen, weil die Patienten im Liegen nur flach atmen und sich die Keime so in Lunge und Bronchien leichter vermehren könnten. Um solche Infektionen besser zu vermeiden und um die Verweildauer der Patienten im Krankenhaus zu reduzieren, lernen die Pflegeschüler an deutschen Berufsfachschulen neben der menschlichen Physiologie auch Techniken, die Gesundung zu beschleunigen und dem Patienten wieder zu mehr Eigenständigkeit zu verhelfen. Nach außen sichtbares Zeichen für die Umstrukturierung der Ausbildung ist die neue Berufsbezeichnung Gesundheits- und Krankenschwester oder -pfleger.

Schattenseiten bei der Neustrukturierung
Marlies Bierwagen, die an der Nordsee bereits seit mehr als fünf Jahren künftige Pflegekräfte anleitet, sieht bei der Neustrukturierung der Ausbildung jedoch auch Schattenseiten. Zum einen sei wegen der stärkeren Förderung der Patienten eigentlich ein höherer Betreuungsschlüssel erforderlich, damit das Pflegepersonal die tägliche Arbeit bewältigen könne. Zum anderen „sind die Leute, die ins Krankenhaus kommen, immer erstmal krank“ – und entsprechend müssten sie auch behandelt werden. Das neue Selbstverständnis erschwere es oft unnötig, die Eingeschränktheit des Patienten angemessen zu berücksichtigen, vielmehr gehe es jetzt oftmals in erster Linie darum, die Liegezeit zu verkürzen, auch wenn der Patient eigentlich noch längere Betreuung benötige. Die müsse dann in den eigenen vier Wänden geleistet werden. Schlechte Voraussetzungen für eine gute Pflege in der Klinik, gute Chancen aber für findige Gesundheits- und Krankenpfleger.

Bedarf an häuslicher Pflege steigt
Bierwagen erwartet in nächster Zukunft einen erheblich steigenden Bedarf an häuslicher Pflege, die über das heute übliche Betreuungsmaß deutlich hinaus geht. Wer bei einem Patienten zuhause künftig eine Infusionsbehandlung fortführen könne, habe gute Aussichten, sich damit erfolgreich selbstständig zu machen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/krankenpflege_zeigt_neues_gesicht_gesundheit_foerdern_211.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>211</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:51:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Alternative Medizin: „Wer heilt, hat recht“</title>
		<description><![CDATA[Mehr als nur heilende Hände: In der Ausbildung zur Osteopathin erlernt Eva Böhrer umfassende Diagnose- und Behandlungstechniken.]]></description>
		<text><![CDATA[Latein und Philosophie waren nicht das Richtige für Eva Böhrer. Schon nach einem Semester stellte sie fest, dass die akademischen Disziplinen ihr zu theorielastig waren, sonst hätte sie sich nach dem ersten halben Jahr vielleicht für ein Medizinstudium entschieden.

Aber glücklicherweise half der Zufall bei der Entscheidung: Evas Mutter hat sich in der Orientierungsphase ihrer Tochter einer Behandlung beim Osteopathen unterzogen. „Und das hat mich direkt angesprochen“, erklärt die 22-Jährige. Sie habe sich schon immer für Anatomie interessiert, wollte wissen, wie der Körper funktioniert – ein medizinischer Beruf lag damit nahe. Da die Osteopathie sich zudem noch intensiv und individuell mit jedem einzelnen Patienten beschäftige, so erzählt Eva, sei sie recht sicher, die richtige Wahl getroffen zu haben.

Störungen durchs Bindegewebe
Bei der Osteopathie stehen Gelenke und Bindegewebe im Mittelpunkt. Bindegewebe, die so genannten Faszien, sorgen unter anderem für den Halt der Muskulatur. Der gesamte Körper ist davon durchzogen. Die vergleichsweise junge Methode der Osteopathie – sie entstand Mitte des 19. Jahrhunderts in den USA – geht davon aus, dass sich Störungen im Körper durch die Faszien fortpflanzen. So können beispielsweise Rückenschmerzen durch eine Verletzung am Knie verursacht sein.

Die Osteopathie, so erläutert Eva, finde diese Störungen durch Abtasten. Mit speziellen Grifftechniken, die mitunter in mehreren Sitzungen wiederholt werden müssten, könnten Verspannungen und Ungleichgewichte behoben werden.

Schulmedizinisch nicht zu erklären
Allein – was genau geschieht, lässt sich schulmedizinisch kaum erklären. Keine Studie konnte bislang eine klare Wirksamkeit der Osteopathie nachweisen. Dessen ungeachtet erleben viele Patienten nach einer osteopathischen Behandlung deutliche Besserung. Wie die Osteopathie wirkt, steht für Eva indes auch nicht im Mittelpunkt des Interesses: „Wer heilt, hat recht.“ Unterstützt wird sie dabei von einem guten Freund, der an einer Universität Medizin studiert. Anfangs, so Eva, habe er kaum ein gutes Haar an der Osteopathie gelassen, sich dann aber selbst behandeln lassen – mit durchschlagendem Erfolg. Es gehe ihm viel besser als vorher, obwohl ihm die Wirkungsweise noch immer unklar sei.

Medizinische Metohoden und Grundlagen
Dennoch stehen auch bei der Ausbildung zum Osteopathen zahlreiche Methoden und medizinische Grundlagen auf dem Programm. 2005 hat Eva sich in Schlangenbad bei Wiesbaden an der einzigen Osteopathie-Schule eingeschrieben, die ihre Disziplin in Vollzeit unterrichtet. Und erst jetzt beginnt sie allmählich mit den ersten Praktika.
Zuvor musste sie wie jeder Medizinstudent Anatomie, Biochemie, Histologie, Neurologie und zahllose andere Fächer büffeln, seit dem fünften Semester liegt der Schwerpunkt auf der praktischen Arbeit: Bei Diagnose, Analyse und Behandlung werden die theoretischen Kenntnisse in die Tat umgesetzt. „Aus der Klasse stellt sich reihum jemand als Patient zur Verfügung“, erklärt die angehende Osteopathin, „so dass uns der Ausbilder Techniken erklären kann.“ Immer wieder erklären sich auch Patienten aus dem Bekanntenkreis der Schüler bereit, die aber selbstverständlich nur unter den scharfen Augen eines erfahrenen Osteopathen behandelt werden.

Nicht als medizinischer Beruf anerkannt
Wenn alles gut geht, haben die Absolventen des Sutherland-Colleges zum Ende ihrer Ausbildung ein vom Verband der Osteopathen in Deutschland anerkanntes Examen in der Tasche – neben dem nötigen Wissen, sich einer Heilpraktikerprüfung zu unterziehen. Diese Kombination bietet sich an, weil der Osteopath hierzulande nicht als medizinischer Beruf anerkannt ist und somit nur in Verbindung mit einer anderen Tätigkeit ausgeübt werden kann. Häufig sind das Physiotherapeuten und medizinische Masseure, aber auch Heilpraktiker – Ärzte eher selten.

Mit der Bescheinigung, als Heilpraktiker arbeiten zu dürfen, hat Eva am Ende der Ausbildung den großen Vorteil, auch in der osteopathischen Arbeit selbst diagnostizieren zu dürfen. So genannte Heilhilfsberufe wie Physiotherapeuten oder Masseure dürfen das nicht, sie arbeiten nur auf Rezept nach Diagnose des Arztes.



Ausbildungswege: Die Ausbildung zum Osteopathen ist nicht zentral geregelt, der Beruf in Deutschland nicht von öffentlicher Seite anerkannt.

Ausbildungsangebote prüfen
Der Verband der Osteopathen Deutschlands (VOD) und die Bundearbeitsgemeinschaft Osteopathie bemühen sich jedoch um eine Anerkennung, während die Bundesarbeitsgemeinschaft darüber hinaus einen Kriterienkatalog formuliert hat, mit dem eine fundierte Ausbildung gewährleistet wird. Wer eine Ausbildung anstrebt, sollte darauf achten, dass die Schule diese Anforderungen erfüllen.

Voraussetzung für die mindestens vierjährige Ausbildung sind medizinische Vorkenntnisse aus einem Heil- oder Heilhilfsberuf wie Arzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut oder medizinischer Bademeister – wer keinen solchen Beruf ausübt, ist auf die Vollzeitausbildung etwa am Sutherland-College in Schlangenbad angewiesen.

Schnupperkurse nutzen
Die meisten Osteopathie-Schulen bieten kostenlose Schnupperkurse an, in denen künftige Teilnehmer sich eingehend über die Ausbildung informieren können. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich mit Schülern und ausgebildeten Osteopathen auszutauschen.

Weitere Informationen: www.osteopathie.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/alternative_medizin_wer_heilt_hat_recht_210.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>210</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:43:06</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Medizinertest soll Studienchancen verbessern</title>
		<description><![CDATA[Mehrere Tausend Studienanfänger absolvieren den – noch – freiwilligen Medizinertest für ein Studium in Baden-Württemberg.]]></description>
		<text><![CDATA[Bereits in den achtziger Jahren war der Test für angehende Medizinstudenten ein Pflichttermin, allerdings wurde das Auswahlverfahren wieder eingemottet. Anfang vergangenen Jahres versuchte sich das Land Baden-Württemberg an einer Neuauflage. Anders als der Test aus den achtziger Jahren ist die Teilnahme an diesem Verfahren zwar nicht verpflichtend, aber die baden-württembergischen Hochschulen beziehen die Ergebnisse in ihre Entscheidung bei der Studienplatzvergabe mit ein – und mit der Teilnahme am Test können Abiturienten ihre Chancen nur verbessern, eine Verschlechterung der Ergebnisse ist nicht möglich.

Zum Medizinstudium befähigt?
Am 3. Mai fanden sich an 26 Orten quer durch die Republik rund 5200 Probanden ein, in der ersten Juli-Woche erhalten sie ihre Ergebnisse. Der vom Bonner Unternehmen ITB Consulting entwickelte Test deckt räumliches Vorstellungsvermögen ab, Merkfähigkeit und Auffassungsgabe. Die Universitäten im Ländle erhoffen sich von diesem Test wie schon in den achtziger Jahren, dass sie die Befähigung zum Medizinstudium beurteilen hilft. Wesentlicher Unterschied: damals trug die öffentliche Hand die Gebühren für den Test, heute muss jeder Teilnehmer selbst 50 Euro berappen.
Gelegenheit, sich auf den Test vorzubereiten, gibt es reichlich. So sind im Hogrefe-Verlag zwei aktuelle Tests erschienen, die im Buchhandel erhältlich sind. Auf der Homepage zum Test ist eine Broschüre mit einigen Aufgaben herunterzuladen – und wem das alles noch nicht genug ist, der kann sich immer noch an Coaches wenden, die ihre Schützlinge auf die Aufgaben vorbereiten. Für rund 50 Euro erhalten die künftigen Medizin-Studenten Hilfestellung bei der Lösung der Aufgaben.
Speziell auf den deutschen Medizinertest zugeschnitten werden seit Anfang des Jahres auch Vorbereitungsprogramme über das Internet angeboten.

Zeitlich angepasst
Das Vorbereitungsprogramm wird mit fünf unterschiedlich langen Bearbeitungsvarianten angeboten. So kann der Kandidat, entsprechend seinen zeitlichen Möglichkeiten, bereits im Januar, aber auch erst im April mit einem ‚Crash-Kurs’ starten. Unabhängig mit welchem Datum gestartet wird, läuft das Programm jeweils bis zum Termin des Medizinertests.
Das Angebot geht davon aus, dass eine optimale Vorbereitung auf eine Prüfung darin besteht, dass sich Kandidaten anhand von offiziellen Übungsaufgaben während einer längeren Vorbereitungsphase selbstständig einüben. Gestützt wird das Konzept von den statistischen Auswertungen vergangener Jahre, die zeigen, dass viel Üben oder Kursbesuche vor Ort nicht zu einem besseren Testergebnis führen. Entscheidend ist, wie geübt und dass geübt wird.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/medizinertest_soll_studienchancen_verbessern_209.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>209</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:38:56</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Land Niedersachsen unterstützt Heilpraktiker</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Der Heilpraktiker arbeitet mit dem höchsten Gut des Menschen: der Gesundheit. Eine gründliche Ausbildung in medizinischen Grundlagen sowie in allen für die Naturheilpraxis typischen natur- und erfahrungsheilkundlichen Diagnose- und Therapieverfahren muss daher sichergestellt sein.

Erste Heilpraktikerschule in Norddeutschland
Die Wilhelm-Rehberg-Schule in Wunstorf, 1998 als erste Heilpraktikerschule in Norddeutschland staatlich anerkannt, bildet seit 40 Jahren Heilpraktiker aus. Erfahrene Dozenten unterrichten nach streng kontrollierten Lehrplänen nicht nur die prüfungsrelevante Theorie, sondern im hauseigenen Ambulatorium auch die Praxis und den Umgang mit Patienten. Dies garantiert den Schülern ein abgerundetes Konzept für ihre Ausbildung zum Heilpraktiker – als Qualitätssicherung des Heilpraktiker-Berufes und zum Schutz des Patienten.

Umfangreicher Lehrplan
Der Lehrplan umfasst 3400 Stunden in drei Jahren – rund 1600 Stunden mehr als vom Gesetzgeber gefordert – und ist durch die Landesschulbehörde Niedersachsen genehmigt. Das bedeutet für die Schüler der Tagesschulausbildung, dass alle Unterrichtsinhalte kontrolliert unterwiesen werden. Die Schule beginnt jedes Jahr im Oktober mit ihrer Ausbildung. Die Lerninhalte gliedern sich in die Vermittlung gesetzlich vorgeschriebener medizinischer Sachkenntnisse und Fähigkeiten sowie die Erarbeitung von traditionellen und modernen Diagnose- und Therapieverfahren der Heilpraktiker.



Neue Hochschule: Karriereweg in die Gesundheitsbranche

BSA-Private Berufsakademie vom Wirtschaftsrat als Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement akkreditiert.

„Master in Gesundheitsmanagement“
Ende Januar war es soweit: Nach einem Jahr der intensiven Prüfung legte der Wissenschaftsrat des Bundes und der Länder jetzt den Grundstein für die neue „Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement“. Damit wird die bisherige Private Berufsakademie in eine Hochschule umgewandelt, die neben den Bachelor-Studiengängen Interessierten künftig auch den „Master in Gesundheitsmanagement“ offeriert. Derzeit verfügt die Hochschule, die Partnerhochschule des Olympiastützpunktes Rheinland- Pfalz/Saarland ist, bereits über sieben Studienzentren in Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Fernstudium mit kompakten Präsenzzeiten
Nach der Ausweitung bleiben die Bachelor-Studiengänge unverändert erhalten. Für den ab Sommer dieses Jahres angebotenen, international anerkannten Master-Studiengang werden bereits erste Anmeldungen entgegengenommen. Das Studium ist als Fernstudium mit kompakten Präsenzzeiten organisiert. Bei den dualen Bachelor-Studiengängen ist zusätzlich eine betriebliche Ausbildung in einem Unternehmen integriert, so dass die Studierenden eine Vergütung erhalten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/land_niedersachsen_unterstuetzt_heilpraktiker_208.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>studiInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>208</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:34:32</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Traumberuf Arzt: Unter verschärften Bedingungen</title>
		<description><![CDATA[Vier Wochen, das hat Lisa Lohmeyer sich vorgenommen, will sie in einem der größten Krankenhäuser Ugandas eine Famulatur absolvieren.]]></description>
		<text><![CDATA[Für angehende Ärzte schreibt die deutsche Approbationsordnung diese Praktika von mindestens vier Monaten in medizinischen Einrichtungen vor. Die meisten Doctores in spe entscheiden sich jedoch für Kliniken und Arztpraxen in der näheren Umgebung.
Anders die 22-jährige Studentin. Gemeinsam mit einem Kommilitonen hat sie im vergangenen Semester ein Seminar zum Thema Tropenmedizin belegt. Im Laufe dieses Seminars wurden beide neugierig darauf, wie die Arbeit unter den Bedingungen eines zentralafrikanischen Landes aussieht und nahmen Kontakt zu verschiedenen Krankenhäusern auf. „Eine Klinik in Ruanda“, so erzählt die Studentin, „hätte uns zwar genommen, aber nur für mindestens ein halbes Jahr.“

Die Heimat verlassen
Die Kontaktaufnahme war aber trotzdem nicht vergebens: In Ruanda bekamen die Studenten einen Ansprechpartner in Kampala, der Hauptstadt Ugandas, genannt, ein deutscher Professor, der bereits seit rund 20 Jahren in dem zentralafrikanischen Land als Mediziner arbeitet. Eine vierwöchige Famulatur sei gar kein Problem, lautete die Antwort aus der Klinik in Ugandas Hauptstadt.
Ihren gegenwärtigen Studienort Münster lässt Lisa mit gemischten Gefühlen zurück. In der hämatoonkologischen Abteilung der Uniklinik untersucht sie am Mikroskop Zellen von Mäusen auf Krebsindikationen.
Im Rahmen eines Forschungsprojekts sollen Zusammenhänge bei der Entstehung von Leukämie ermittelt werden – mitunter eine recht ermüdende Arbeit, wenn sich gar keine Indizien für eine Veränderung von Zelllinien finden ließen.
Wenn aber doch plötzlich Unregelmäßigkeiten aufträten, erwache der Forschergeist. „Dann versuche ich herauszufinden, was sich denn dort verändert hat und warum, führe Tests durch und bespreche die Ergebnisse mit den Kollegen.“ Wahrscheinlich, so Lisa, werde aus ihrem Anteil am Projekt die Doktorarbeit – aber so ganz sicher sei das noch nicht. „Man weiß ja nie so genau, ob sich die Ergebnisse am Ende wirklich verwerten lassen.“

Helfen ohne Apparate
Auch was sie in Uganda erwartet, liegt noch weithin im Dunkeln. „Die ganzen Apparate, mit denen wir hier selbstverständlich umgehen, stehen dort überhaupt nicht zur Verfügung – selbst wenn wir in einem der großen Krankenhäuser arbeiten werden.“ Auf diese Erfahrung ist sie denn auch besonders gespannt, „schließlich werden wir an der Uniklinik so ausgebildet, dass wir mit den Sonographen und Computertomographen fast täglich arbeiten.“ Eine völlig andere, wahrscheinlich ungenauere Diagnostik erwarte sie – „aber früher hat es ja hier auch funktioniert mit Abtasten und Beobachten.“

Design, Sprachen, Medizin
Dass Lisa sich überhaupt für ein Medizinstudium entschieden hat, ist Ergebnis langer Überlegungen – Vater, Tante und Großtante sind Ärzte „und in dem Alter – mit 17, 18 – lehnt man ja eigentlich alles ab, was die Familie so macht.“ Kunst, Fotodesign und Sprachen hätten sie interessiert, „aber vor allem in den künstlerischen Fächern muss man ja unheimlich gut sein, um an einer Akademie aufgenommen zu werden – das hätte ich wohl nicht geschafft.“ Nachdem Lisa sich aber von den Einflüssen ihrer Familie freigeschwommen hatte, stand dann doch Medizin auf den ZVS-Formularen. Jena sollte es sein, „eine schöne Stadt mit hervorragend ausgestatteter Uniklinik – außerdem dachte ich, dass dort der Andrang wohl nicht so groß sein würde.“ Leider ein Trugschluss, wie sich mit dem ZVS-Brief herausstellte. „Der NC war viel zu hoch.“ Aber der zweite Versuch klappte auf Anhieb: Seit Sommer 2005 ist sie an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster eingeschrieben. Das halbe Jahr zuvor widmete Lisa ihrem Pflegepraktikum: In Schleswig und Wiesbaden assistierte sie bei der Krankenpflege noch vor Beginn ihres Studiums und hatte so schon vor der Immatrikulation die erste Voraussetzung zur Zulassung zum Physikum in der Tasche.

Jetzt, in der klinischen Phase des Studiums, plant sie nun einen Teil der Famulatur in Uganda, jedoch ohne hehre humanistische Ziele dabei zu verfolgen. „Ich habe nicht den Anspruch, die Welt zu retten“, sagt sie. Einerseits sei es vermessen, wenn Europäer sich aufschwüngen, in fremden Ländern Entwicklungshilfe zu leisten, ohne die lokalen Zusammenhänge zu kennen. „Und außerdem kann ich dort ja gar nicht so viel tun“, schränkt sie ihre eigenen Fähigkeiten ein – sie müsse sich erst einmal selbst vor Ort zurecht finden. Aus diesem Grund liegt die vierwöchige Famulatur auch in der Mitte des sechswöchigen Aufenthalts am Viktoriasee. In der ersten Woche wird Lisa sich akklimatisieren, in der sechsten dem Nachbarstaat Ruanda einen Besuch abstatten.

Zukunftsaussichten
Zurück an der Universität in Münster will sie sich dann mit voller Aufmerksamkeit wieder den Krebszellen widmen, um die Forschungsarbeit für ihre Dissertation voranzutreiben. Dennoch soll der Aufenthalt in Uganda nicht die letzte Station sein, die Lisa im Ausland unternimmt: Eine Klinik in Frankreich ist das nächste Ziel, „die Sprache würde ich gerne lernen, bislang habe ich nur Grundkenntnisse.“ Wann sie den westlichen Nachbarn besucht, steht jedoch noch in den Sternen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/traumberuf_arzt_unter_verschaerften_bedingungen_207.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>207</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:30:04</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Traumberuf Arzt: Christina Greines Herz schlägt für die Kardiologie</title>
		<description><![CDATA[Umwege führten Christina Greine zum Medizinstudium und zu ihrem heutigen Job als Kardiologin.]]></description>
		<text><![CDATA[„Fräulein, können Sie mir mal den Rücken eincremen?“ Dieser oder ähnliche Wünsche werden häufi g von Patienten an Christina Greine herangetragen. Und jedes Mal ist die junge Frau hin und her gerissen zwischen Belustigung und Ärger. „Ich habe dafür leider keine Zeit, aber ich hole Ihnen sehr gerne eine Krankenschwester“, lautet die Standardantwort, denn längst habe sie sich daran gewöhnt mit dem Pfl egepersonal verwechselt zu werden.
„Ich bin eben jung, klein und blond, da kann man wohl kein Arzt sein“, zuckt die 28-Jährige die Schultern. Dabei hat Christina Greine bereits im vergangenen Jahr ihr drittes Staatsexamen im Fach Medizin abgelegt, arbeitet seitdem als Ärztin.

Dass sie diesen Beruf später einmal ergreifen wollte, das stand für die ehrgeizige junge Frau schon früh fest. Doch zunächst einmal sah alles danach aus, als ob dieser Wunsch nicht Realität werden sollte. „Ich hatte Angst vor Blut, bin bei Spritzen regelmäßig in Ohnmacht gefallen“, blickt sie stirnrunzelnd zurück.
Mehr aus Vernunft denn aus Leidenschaft entschied sich die Recklinghauserin darum nach dem Abitur, Kommunikationswissenschaft in Münster zu studieren. „Ich habe mich in der Stadt sofort heimisch gefühlt, nur das Studium hat mir keinen Spaß gemacht“, erzählt Christina. Wenige Wochen nach Beginn des zweiten Semesters stand für sie darum fest: „Ich bewerbe mich bei der ZVS um einen Medizin-Studienplatz.“ Gerne sollte es Münster werden, doch das Los schickte sie an die Ruhr-Universität Bochum.

Aller Anfang ist schwer
Chemie, Physik, Biochemie, Anatomie - während der ersten vier Semester musste Christina vor allem Grundlagenwissen pauken. „Ich musste zunächst lernen, zu lernen“, erinnert sie sich. Selbst ihr Horrorfach Physik - „in der Schule hatte ich immer eine Vier“ - schloss sie mit guten Noten ab: „Man merkt schnell, wofür man das braucht und dann macht es auch plötzlich Spaß.“
Gleich im ersten Semester ging es für Christina und ihre Kommilitonen zudem zur Leichenschau in die Pathologie. „,Das schaffe ich nie‘, dachte ich zuerst, aber dann hat ganz schnell die wissenschaftliche Neugier eingesetzt“, blickt die junge Ärztin auf eine erste Herausforderung im Studium zurück. Viel schwerer hingegen fielen der 28- Jährigen ihre Einsätze im OP im Rahmen der Famulatur. „Da bin ich dann doch ein paar Mal umgekippt.“ Um ihre Angst vor Blut endlich zu überwinden, musste darum auch Freund Frank als Versuchskaninchen beim Blutabnehmen herhalten. Doch auch das hat die Jung-Medizinerin mittlerweile im Griff.

Viele Erfahrungen im Praktischem Jahr
Ihr Praktisches Jahr (PJ) absolvierte Christina schließlich am Universitäts-Klinikum in Münster. „Anfangs hatte ich schon tierische Angst, eigenverantwortlich, wenn auch in enger Abstimmung mit den Ärzten, für die Patienten da zu sein“, gibt sie zu. Aber schon nach kurzer Zeit habe sich eine erste Routine bemerkbar gemacht. „Man spürt, dass man Erfahrungen sammelt und diese auch anwenden kann, darum war das PJ eine schöne Zeit“, erinnert sie sich lächelnd. Nach dem erfolgreichen dritten Staatsexamen galt es dann die nächste Hürde zu nehmen: die Stellensuche an einem Krankenhaus, um dort die fünfjährige Facharztzeit absolvieren zu können. Die jedoch gestaltete sich für Christina, die es der Liebe wegen nach Frankfurt verschlug, zunächst schwierig. In ihren ursprünglichen Wunschgebieten Dermatologie und Pädiatrie waren die Aussichten schlecht, darum wich die frisch gebackene Ärztin auf den Bereich Innere Medizin aus. Heute arbeitet Christina - nach einer Zwischenstation in einem Belegkrankenhaus in Darmstadt - in der Kardiologie des Rot-Kreuz-Krankenhauses in Frankfurt.

Ihr persönliches Fazit
„Während des Studiums hätte ich mir nie träumen lassen, dass ich ausgerechnet Kardiologin werden würde, aber mittlerweile weiß ich, das ist genau das Richtige für mich“, ist sie überzeugt. Auch das eigenverantwortliche Arbeiten bereitet ihr längst keine schlaflosen Nächte mehr.
„Heute traue ich mir viel mehr zu, weiß jetzt, was zu tun ist“, ist die angehende Fachärztin stolz auf ihren bisherigen Karriereweg. „Der Wechsel ans Rot-Kreuz-Krankenhaus war eine Entscheidung für die Kardiologie!“



Veränderte Studienanforderungen: „Hammerprüfung“ ist kein Grund zur Panik

Die neue ärztliche Approbationsordnung hat das Medizinstudium nachhaltig verändert: So gibt es keine staatliche Prüfung mehr vor dem Praktischen Jahr (PJ). Statt dessen findet jetzt am Ende der Ausbildung, also nach dem PJ, ein umfassendes staatliches Abschlussexamen statt: das M2, von vielen auch „Hammerprüfung“ genannt.

Dieses neue Examen besteht aus einem dreitägigen schriftlichen Teil und einer mündlich-praktischen Prüfung, die sich auf zwei Tage verteilt. Vor allem dieser mündlich-praktische Teil wird neu gestaltet: Fallbezogen wird vor allem fächerübergreifendes Wissen überprüft, hinzu kommen Fragen aus Querschnittsbereichen.

Wichtig: Dieses Examen ist kein Grund zum Fürchten, denn es geht vor allem um die Breite des medizinischen Wissens und Könnens, so Dr. Bernhard Marschall, Studiendekan an der Universität Münster: „War früher das Praktische Jahr sozusagen ein ‚Sahnehäubchen’, hat es jetzt einen ganz anderen Stellenwert. Einerseits muss die Vorbildung bis zum Erreichen des PJ so strukturiert sein, dass dieses mit Erfolg absolviert werden kann. Andererseits müssen die Lernfortschritte während des PJ regelmäßig kontrolliert werden, damit das Staatsexamen mit möglichst guten Noten bestanden wird.“ Facharztfähigkeiten und Spezialwissen sind ausdrücklich nicht Thema der Abschlussprüfung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/traumberuf_arzt_christina_greines_herz_schlaegt_fuer_die_kardiologie_206.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_02.pdf</pdf>
		<author>Jutta Melchers</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>206</guid>
		<pubdate>2008-05-27 09:12:28</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Summer Sessions an nordamerikanischen Universitäten</title>
		<description><![CDATA[Vollgas in den Semesterferien]]></description>
		<text><![CDATA[Neben der „klassischen“ Möglichkeit eines Auslandssemesters während des Studiums in Deutschland erfreut sich seit einigen Jahren eine weitere Form des Auslandsstudiums wachsender Beliebtheit – die Teilnahme an einer so genannten Summer Session.
Summer Sessions stellen eine besondere Studienform dar, die von einer ganzen Reihe nordamerikanischer Universitäten in den Semesterferien in der Zeit zwischen Mai und September angeboten wird. Es handelt sich dabei um komprimierte Semester von meist fünf oder sechs Wochen Dauer, in deren Verlauf die Teilnehmer zumeist zwei oder maximal drei Kurse aus dem Lehrangebot der Universität belegen.

Der Umfang des Studienangebots der Summer Sessions unterscheidet sich insofern vom regulären Studienangebot der Hochschulen, als dass natürlich jeden Sommer nur eine gewisse Auswahl aus dem enormen Kursangebot der Universitäten angeboten werden kann. Dennoch übersteigt die Anzahl der angebotenen Kurse – in der Regel kann in jedem Sommer aus einem Katalog von 300-500 Kursen aus nahezu allen denkbaren Fachbereichen ausgewählt werden – das für deutsche Studenten Gewohnte bei Weitem.
Inhalte und Stoffmenge der Kurse sind in der Regel im Sommer identisch mit denen während des übrigen akademischen Jahres, die Intensität und Wochenstundenzahl ist aufgrund der kürzeren Dauer der Summer Sessions jedoch um einiges höher. Zudem werden während des Sommers ganz normale universitäre „Credits“ erworben, so dass es nach vorheriger Absprache mit den deutschen Professoren und Prüfungsämtern für deutsche Studenten meistens möglich ist, sich die belegten Kurse für das Studium an der Heimatuniversität anrechnen zu lassen.

Welche Universitäten bieten Summer Sessions an?
In Deutschland besonders bekannt sind die Summer Sessions der Boston University und der Universitäten des äußerst renommierten „University of California (UC)“ Verbundes wie zum Beispiel der UC Berkeley und der UCLA. Doch auch andere Universitäten wie beispielsweise die sehr international ausgerichtete Hawaii Pacific University in Honolulu, die Boston University oder die traditionsreiche Saint Mary's University in Halifax an der kanadischen Ostküste bieten im Sommer eine umfangreiche Palette von Kursen aus den verschiedensten Fachbereichen an.

Wer kann an einer Summer Session teilnehmen?
Die Teilnehmer der Summer Sessions setzen sich in der Regel aus einheimischen Studenten der jeweils anbietenden Universität, einheimischen Studenten von anderen amerikanischen Universitäten sowie internationalen Studenten und Abiturienten zusammen.

Bewerbungsvoraussetzungen
Anders als während des übrigen akademischen Jahres gilt in Bezug auf die Summer Sessions an den meisten nordamerikanischen Universitäten eine so genannte „Open Enrollment Policy“. Diese besagt, dass jeder Bewerber, der einige wenige Grundvoraussetzungen (Abitur/Fachabitur, Englischkenntnisse) erfüllt, an den Summer Sessions teilnehmen darf. Eine ansonsten in den USA sehr übliche Auswahl nach Abiturnote bzw. Noten aus dem Studium oder gar ein umfangreiches Auswahlverfahren mit Motivations- und Referenzschreiben findet hingegen nicht statt.
Dadurch bieten die Summer Sessions gerade an den besonders renommierten Universitäten eine fast einmalige Chance, das dortige Campusleben kennen zu lernen und von der exzellenten Qualität der Lehre zu profitieren.

Semesterferien sinnvoll nutzen
Reizvoll sind die Summer Sessions für deutsche Studenten unter anderem auch deshalb, weil sie zumeist in den Zeitraum der deutschen Sommersemesterferien fallen und ihnen somit die Möglichkeit eröffnen, im Ausland zu studieren, ohne auch nur eine einzige Veranstaltung an der Heimatuniversität in Deutschland zu verpassen. Diese sinnvolle Nutzung der Semesterferien für die persönliche und fachliche Weiterbildung ist ein Aspekt, der auch auf die meisten potentiellen Arbeitgeber sehr positiv wirkt, da diese das dabei gezeigte hohe Maß an Eigeninitiative in der Regel sehr schätzen.

Als offizieller Repräsentant der genannten Universitäten und ihrer Summer Session – Programme ist College-Contact.com dafür zuständig, Interessenten kostenlos zu beraten und bei der Bewerbung zu unterstützen. Zudem steht College-Contact.com für alle Fragen rund um das Thema Studieren im Ausland zur Verfügung.


Kontakt

College-Contact.com
Alexandra Michel

Telefon: 0251 - 762 5781

E-Mail: summersessions@college-contact.com
Website: www.college-contact.com]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/summer_sessions_an_nordamerikanischen_universitaeten_168.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>Aschendorff</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>168</guid>
		<pubdate>2007-10-01 13:22:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Universität Twente: klein aber vielfältig</title>
		<description><![CDATA[Eine Hochschule packt aus]]></description>
		<text><![CDATA[Enschede: Ein Blick in den Studienguide und alles ist klar. Es ist so etwas wie „Liebe auf den ersten Blick“. Zumindest empfanden das die nahezu 8500 Studenten der Universität Twente (UT). Mit 20 Studiengängen und einem Uni-Campus, der neben vielen Sporteinrichtungen auch ein Theater, Restaurants und diverse Kneipen bietet, gehört die Universität inzwischen zu den beliebtesten Unis im Grenzgebiet Deutschland – Niederlande.
Von der Advanced Technology bis hin zur Wirtschaftsinformatik werden die unterschiedlichsten Studiengänge angeboten. Twente ist eine junge Hochschule mit dem Leitspruch „Keine Tradition, sondern Ambition“. Ein Motto, durch das sich die Uni gerade auf der Forschungsebene eine dauerhafte Position in der Weltspitze sichert.

Persönlicher Kontakt wird groß geschrieben
Selbst in den Niederlande zählt die UT mit nur 8500 Studierenden zu den Kleineren. Dass das aber durchaus ein Vorteil sein kann, zeigt das intensive und persönliche Verhältnis zwischen Studierenden und Lehrenden.
Kontinuierliche Ansprechpartner und eine optimale Betreuung – auch der ausländischen Studenten – sprechen für sich. Für die deutschen Studenten wurde eigens das so genannte D-Team ins Leben gerufen. 24 Studenten der unterschiedlichsten Fachrichtungen stehen den „Neuen“ mit Rat und Tat zur Seite. Um einen ersten Einblick in den Arbeitsalltag eines Studenten zu bekommen, bietet die UT den „meeloopdag“ (Schnupper-Tag) und den klassischen „Tag der offenen Tür“ an. Am „meeloopdag“ können interessierte Schüler einen deutschen Studenten einen ganzen Tag lang begleiten, um so in das Studentenleben hineinzuschnuppern.

Sprachkurse, die für die Zulassung zum Studium unerlässlich sind, werden in der Regel zum Sommer angeboten. Während der Sprachkurse erreichen die Studenten das Niveau, das für ein Studium in den Niederlanden Voraussetzung ist.




Die Hochschule Twente
Die Universität Twente (UT) ist eine unternehmende Universität. Unternehmend im Sinne von: kreativ sein, Grenzen verlegen, sich Risiken gewachsen fühlen und energisch auftreten. Die UT, gelegen zwischen Hengelo und Enschede bietet 20 Vollzeit-Bachelor Studiengänge an auf dem Gebiet von Gewerbe und Verwaltung, konstruierende Technik, Verhaltenswissenschaften, ICT, medizinische Wissenschaft und technische Wissenschaft.

Kontakt:
Universiteit Twente
Studie Informatiecentrum
Postbus 217
7500 AE Enschede
Nederland

Deutsche Hotline
+ 31 53 489 3360 (Mittwoch)

Niederländische Hotline
+ 31 53 489 2403

E-mail: study@utwente.nl
Internet: www.utwente.de




Link-Tipps Niederlande

Wichtige Informationen, Tipps und Erfahrungsberichte von Studenten zum Studium in den Niederlanden gibt es im Internet unter den nachfolgenden Web-Adressen:

www.studieren-in-holland.de Umfangreiche Homepage mit den wichtigsten Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl Die „informatie beheer groep“ präsentiert Infos zum niederländischen Sprachtest. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.stuyin.nl Informationen über Studienmöglichkeiten sowie über das Land selbst. Die Seite ist in englischer Sprache verfasst.

www.niederlandweb.de Auf dieser Homepage präsentiert sich die Vertretung des Königreichs der Niederlande in der Bundesrepublik Deutschland.




Weitere Informationen für Studienbeginner zum Studium in den Niederlanden gibt es bei:

Nuffic, Netherlands Organization for international cooperation in higher education
Postbus 29777 | 2502 LT The Hague
Telefon: +31 (0)70 426 02 00 | Telefax: +31 (0)70 426 02 29
www.nuffic.nl (Niederländisch und Englisch)

Ministerie van onderwijs, Bildungsministerium
Postbus 16375 | 2500 BJ Den Haag
Telefon: +31 (0)70 412 34 56 | Telefax : +31 (0)70 412 34 50
www.minocw.nl

VSNU Vereniging van Universiteiten, Verband niederländischer Universitäten
Postbus 13739 | 2501 ES Den Haag
Telefon: +31 (0)70 302 14 00 | Telefax: +31 (0)70 302 14 95
www.vsnu.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/universitaet_twente_klein_aber_vielfaeltig_167.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>167</guid>
		<pubdate>2007-10-01 12:17:07</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienfinanzierung in den Niederlanden</title>
		<description><![CDATA[Ohne Moos nix los]]></description>
		<text><![CDATA[Damit der Traum vom Studium bei den Nachbarn in den Niederlanden auch Realität werden kann, gibt es für Studienanfänger einiges zu bedenken. Zum Beispiel, dass die Lebenshaltungskosten in den Niederlanden etwas höher als in Deutschland sind. Genau wie in Deutschland verlangen auch niederländische Universitäten und Fachhochschulen Studiengebühren, die derzeit einheitlich bei 1500 Euro pro Jahr liegen. Studenten aus der Europäischen Union jedoch können, so lange sie in Vollzeit studieren und unter 30 Jahren alt sind, einen Teil der Summe zurückerstattet bekommen – bis zu 890 Euro. 
Studenten, die ihren Wohnsitz in Deutschland behalten, können dort das so genannte „Grenzpendler-Bafög“ beantragen. Zudem erhalten sie die Möglichkeit, ein Bahnticket vergünstigt zu bekommen.

Staatliche Unterstützung ist möglich
Aber auch der niederländische Staat unterstützt die ausländischen Studenten. Wenn sie einen Job bei einer niederländischen Firma ausüben und dort eine Mindestanzahl von Arbeitsstunden vorweisen können, ist es möglich, staatliche Unterstützung zu beantragen. Anders als beim deutschen Bafög werden zur Berechnung der möglichen Unterstützung, die bis zu 700 Euro betragen kann, ein Basisbetrag, das Elterneinkommen und die Option auf ein zusätzliches Darlehen zugrunde gelegt. Informationen hierzu erteilen die Service-Büros der Hochschulen und Universitäten.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienfinanzierung_in_den_niederlanden_166.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>166</guid>
		<pubdate>2007-10-01 12:12:49</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Freshman Year im niederländischen Deventer</title>
		<description><![CDATA[Überblick vor dem Studium
Ein vorgeschaltetes Studienjahr kann die Entscheidung über das Studienfach deutlich erleichtern.]]></description>
		<text><![CDATA[Geisteswissenschaftlich soll es sein, eher naturwissenschaftlich-technisch, kaufmännisch oder soziologisch orientiert – die meisten Abiturienten haben eine grobe Vorstellung davon, in welche Richtung sie sich bei ihrer Studienwahl orientieren wollen, den meisten fehlt aber der Überblick, um eine wirklich sinnvolle Entscheidung zu treffen.

Unterricht in englischer Sprache
Diese Entscheidungsgrundlage versucht die Academia Vitae im niederländischen Deventer zu liefern: Beim Freshman Year werden den Studierenden Einblicke in die Geistes-, Sozial- und Naturwissenschaften vermittelt. Vom Herbst 2008 an werden bis zu 20 Studierende auf dem Campus in der niederländischen Kleinstadt Deventer zusammen leben und arbeiten. Damit will die Universität Schulabgängern nicht nur den Einstieg ins wissenschaftliche Arbeiten erleichtern. Mit dem thematischen Zuschnitt der einjährigen Propädeutik werden die Teilnehmer zudem in die weltweiten intellektuellen, künstlerischen und kulturellen Traditionen eingeführt und lernen, diese nachzuvollziehen.
Die Veranstaltungen im Rahmen des Freshman Years werden von Professoren niederländischer Universitäten gehalten und fi nden ausschließlich in englischer Sprache statt. Ganz nebenbei verbessern die Teilnehmer so auch noch ihre Sprachkenntnisse. Darüber hinaus bietet die Academiea Vitae im Freshman Year auch Niederländisch-Kurse an, so dass die Grundlage für ein späteres Studium in den Niederlanden gelegt wird.

Die private Hochschule sieht sich selbst als Universität in der Tradition amerikanischer Colleges, wo das Freshman Year zum Standardprogramm gehört. Dort wie in Deventer wohnen, leben und lernen die Studierenden auf dem Campusgelände zusammen. In diesem Jahr legen sie den Grundstein für ihre erfolgreiche akademische Laufbahn.

Gut gerüstet für das Studium
Im Freshman Year lernen Teilnehmer strukturiertes Arbeiten, Lesen von anspruchsvollen englischen Texten, den akademischen Gebrauch der englischen Sprache und analytisch-kritisches Denken. Wenn sich durch diese Arbeit die eigenen beruflichen Interessen eines jeden herauskristallisiert haben, können die Teilnehmer eine fundierte Entscheidung über ihre nächsten Karriereschritte treffen. Sie sind bestens gerüstet, um mit großem Ehrgeiz und Enthusiasmus ein Studium an einer niederländischen oder internationalen Universität zu beginnen.




Anmeldungen und weitere Informationen auf Deutsch und Niederländisch unter www.academiavitae.nl.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/freshman_year_im_niederlaendischen_deventer_165.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>165</guid>
		<pubdate>2007-10-01 12:10:36</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Hotelmanagement bietet rosige Aussichten</title>
		<description><![CDATA[Service in Perfektion
Für den Einstieg in die gehobene Gastronomie ist eine fundierte Ausbildung zentrale Voraussetzung.]]></description>
		<text><![CDATA[Jährliche Zuwachsraten von 3,9 Prozent auf einem enorm hohen Niveau, das bereits jetzt einen Jahresumsatz von 5,4 Billionen Euro übersteigt – kaum einer Branche prophezeien Marktforscher eine so rosige Zukunft wie dem Bereich Reise und Tourismus. Bis 2017, so haben der globale Branchenverband World Travel &amp; Tourism Council und die Unternehmensberatung Accenture errechnet, soll der Umsatz auf mehr als 9,9 Billionen Euro steigen.
Kein Wunder also, dass allenthalben neue Hotels entstehen. Dabei sind Adlon, Burj al Arab und Luxor nur die Spitze des Eisberges. Eine Spitze jedoch, die einen enormen Personalbedarf hat, um ihren Ansprüchen gerecht zu werden: Perfekter Service, der weit über das Erwartete hinaus geht und internationales Management auf höchstem Niveau. Wenn der Gast einen Wunsch hat, den er noch nicht formulieren konnte, weil er ihm noch nicht klar genug war, sollten die Mitarbeiter des Hotels im Prinzip schon die nötigen Vorbereitungen getroffen haben, um diesen Wunsch zu erfüllen. Hinter den Fassaden arbeiteten 2005 weltweit rund 221 Millionen Menschen, bis 2015 sollen es laut Prognose rund 260 Millionen sein. Die Branche beschäftigt zur Zeit 600 000 Führungskräfte und diese Zahl wird sich in wenigen Jahren verdoppeln.
Die Palette der Tätigkeiten im Gastgewerbe ist nahezu unendlich, zusammengehalten werden die Arbeiten aber in der Regel von gut und international ausgebildeten Führungskräften, die nicht nur ihr Handwerk von der Pike auf gelernt haben sondern mit allen Management-Kenntnissen ausgestattet sind, die es ihnen erlauben komplexe Betriebe erfolgreich durch den globalen Wettbewerb der Hospitality-Branche zu führen.

Hoher Standard der Ausbildung
Relativ sichere Eintrittskarte in die führenden Hotels der Welt ist ein Studium an den spezialisierten Hotelfachschulen in der Schweiz, die seit jeher bekannt sind für die Ausbildung angehender Top-Hoteliers. Zu den angesehensten gehören etwa die beiden Hotelmanagement-Schulen Les Roches und Glion, die laut einer aktuellen Umfrage in der Hotellerie zu den drei besten Schulen der Welt für internationale Hotelkarrieren zählen. Auf beiden Schulen ist erste Unterrichtssprache Englisch, in Glion wird daneben noch auf Französisch unterrichtet. Das besondere an beiden Häusern ist nicht nur der hohe Standard der Ausbildung, sie gehören auch mit der Ecole Hôtelière Lausanne zu den drei Hochschulen, deren Bachelor international akkreditiert und anerkannt ist. Wer dort seinen Abschluss macht, kann also ohne weiteres ein Master-Studium aufsatteln oder sich für den zweiten Abschluss an einer anderen Hochschule etwa in den USA bewerben.

Praxis von Anfang an
In Glion wie in Les Roches werden Bachelor- Studiengänge angeboten, wobei Les Roches sein Augenmerk stärker auf den Bereich Food &amp; Beverage legt, während Glion ein generalistischeres aber auch sehr praktisch orientiertes Konzept fährt. Bereits eine Woche nach Einstieg ins Studium leisten die Erstsemester die ersten Schichten in Küche und Restaurant – selbstverständlich unter Anleitung erfahrener Gastronomie- Profis. Nach getaner Arbeit wird reflektiert, was geklappt hat und wo die Fehler lagen und alle praktischen Kurse werden sukzessiv durch Betriebswirtschaftslehre und Managementkurse ergänzt, die es erst ermöglichen, dass Absolventen später in der internationalen Hotellerie Führungsverantwortung übernehmen können.
Ein System, das sich durch das gesamte Studium zieht: Die Kombination von Theorie und Praxis, so erklärt Arie van der Spek, Generaldirektor von Les Roches und ehemaliger Top Manager in der Hotellerie, dem bei Intercontinental Europe 640 Hotels unterstanden, zahle sich besonders gut aus, wenn sie mit allgemein bildendem Unterricht einher gehe. Darum ist an beiden Schulen für die jungen Jahrgänge auch das Praktikum verpflichtend. Nach dem ersten und nach dem dritten oder vierten Semester absolvieren die angehenden Hotelmanager jeweils ein rund halbjähriges Praktikum in einem Hotel ihrer Wahl.

Durch das Praktikum erlangen die Studierenden indes nicht nur Erfahrung, sie erhalten auch Credit Points für ihr Studium. Schließlich werden die Praktikanten in der Regel nicht nur bezahlt, die Hotels erwarten auch von ihnen, dass sie voll mitarbeiten – ganz gleich, ob in der Küche, an der Rezeption oder im Service. Im Schnitt erhalten Studenten aus Glion und Les Roches von den Schulen sechs Angebote pro Semester für Praktikumsstellen in Top-Hotels.

Vier Stellenangebote pro Absolvent
Nach dem Studium haben die Absolventen beste Chancen, an einer der Top-Adressen unterzukommen, besuchen doch regelmäßig die Personaler aller großen Hotelketten die Schulen auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern. Durchschnittlich erhält jeder Absolvent vier Stellenangebote – so hatten 94 Prozent der Absolventen im vergangenen Jahr einen Job in der Tasche, noch bevor sie die Schulen verließen.




Selbstständigkeit beweisen

Ein Auslandsaufenthalt macht sich im Lebenslauf ausgesprochen gut, erkennen doch Personaler den Aufbruch ins Ungewisse als Nachweis selbstständigen Denkens und Handelns an.

Trotz stetig steigender Studierendenzahlen konnten die Schweizer Universitäten bisher auf Zulassungsbeschränkungen für andere als die medizinischen Fächer verzichten. In der Schweiz existieren zwölf anerkannte universitäre Hochschulen, acht Fachhochschulen, 15 Pädagogische Hochschulen sowie weitere vom Bund unterstützte Universitätsinstitutionen.
Neben den genannten Hochschulen gibt es in der Schweiz noch eine Reihe privater Hochschulen und Institute, die dort erworbenen Abschlüsse werden jedoch von der Schweiz nicht anerkannt – dessen ungeachtet können sie in der Wirtschaft gern gesehen sein.
Das akademische Jahr ist in zwei Semester eingeteilt. Im Herbstsemester beginnen die Lehrveranstaltungen in der Woche 38 und dauern bis zur Woche 51, im Frühlingssemester beginnen sie in der Woche acht und enden in der Woche 22.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/hotelmanagement_bietet_rosige_aussichten_164.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>164</guid>
		<pubdate>2007-10-01 12:05:54</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Linguisten auf Verbrecherjagd</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Germanisten arbeiten in Verlagen und an Universitäten, verstauben im Archiv oder lesen in karolingischer Minuskel Pergamenthandschriften - so zumindest lautet das Klischee. Aber dass es auch anders geht, zeigt die Karriere von Sabine Ehrhardt. Weder sitzt sie in einem dunklen, verrauchten Hinterzimmer, noch ist ihr Schreibtisch umgeben von einem turmhohen Stapel dicker Aktenmappen, auf denen sich die Abdrücke von Kantinenkaffeetassen abzeichnen. Und auch ihr Arbeitsgegenstand entspricht nicht wirklich den Vorstellungen. Sie sucht für das Bundeskriminalamt Verbrecher aufgrund von Texten. Erpresserschreiben sind nur in den seltensten Fällen aus einzelnen Buchstaben zusammen geklebt, die zuvor aus Zeitungen und Zeitschriften ausgeschnitten wurden. „Das ist einfach furchtbar aufwendig - und außerdem hinterlässt man damit wahrscheinlich mehr Spuren als mit einem maschinenschriftlichen Brief.“
Die studierte Philologin arbeitet beim Bundeskriminalamt im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Kastel, einer unscheinbaren Außenstelle der zentralen Ermittlungsbehörde des Bundes, im Kriminaltechnischen Institut, Sachgebiet Autorenerkennung. Im zweiten Stock des Bürogebäudes liest die promovierte Anglistin Erpresserbriefe, Drohungen, Bekennerschreiben, immer auf der Suche nach sprachlichen Auffälligkeiten, mit deren Hilfe sie die regionale und soziale Herkunft des Autors eingrenzt.
Um diese Information so genau wie möglich ermitteln zu können, untersucht Ehrhardt die ausschließlich schriftlichen Texte – gesprochene Texte bearbeitet ein anderes Sachgebiet – auf allen sprachlichen Ebenen: Interpunktion, Morphologie, Satzbau, Grammatik, Wortschatz und natürlich Orthografie. Im Idealfall kann sie durch Vergleich eines neuen Textes mit anderen, die bereits im Archiv lagern, durch Untersuchung eventueller Fehler und durch Überprüfung der stilistischen Gewandtheit des Autors feststellen, ob der Schreiber deutscher Muttersprachler ist, welchen Bildungsgrad er hat und in welcher Region Deutschlands er sprachlich geprägt wurde. Bei dieser, der regionalen Spezifizierung schränkt Ehrhardt allerdings sofort ein: „Schriftliche Texte sind zumeist standardsprachlich geschrieben, und die Standardsprache überdeckt viele dialektale Einflüsse.“ Nur in Ausnahmefällen finden syntaktische Besonderheiten ihren Weg aus einer Mundart in die Schriftsprache eines „inkriminierten Schreibens“.

Aber selbst wenn es scheinbar gelingt, nähere Aussagen über den Autor eines Schreibens zu treffen, besteht noch kein Grund zum Jubel: Immer wieder verstellen sich die Schreiber der Briefe, die letztlich auf Ehrhardts Schreibtisch landen. So zitiert die 32-Jährige einen einige Jahre zurück liegenden Fall. Ein toter Säugling wurde gefunden und die pathologische Untersuchung konnte nicht klar ermitteln, ob das Kind eines natürlichen Todes gestorben ist. Kurz darauf trafen an zwei unterschiedlichen Stellen drei handschriftliche Briefe ein, alle gleichen Inhalts, aber unterschiedlichen Wortlauts: Die Autorin bezeichnet sich selbst als Osteuropäerin, sie halte sich illegal in Deutschland auf und werde zur Prostitution gezwungen und sie sei die Mutter des Kindes, habe aber mit seinem Tod nichts zu tun.
Ein DNA-Test zeigte außerdem, dass sie die Mutter des toten Säuglings war. Mit diesem Hintergrund und den drei Schreiben konnte Ehrhardt schließlich feststellen, dass die Autorin nicht aus Osteuropa stammte, sondern deutsche Muttersprachlerin sein musste. Zwar hätten sich in allen drei Briefen relativ viele grammatische und orthografische Fehler gefunden, die jeder für sich genommen eventuell auf einen fremdsprachigen Hintergrund hätten schließen lassen. Die Fehler tauchten aber jeweils nur in einem Brief auf, in den anderen waren die gleichen Worte und gleiche syntaktische Konstruktionen korrekt. Ein Hinweis also, dass die Autorin sich lediglich verstellte. In diesem Fall wurde die Arbeit von Ehrhardt aber schließlich doch nicht gebraucht: Eine weitere Untersuchung des Säuglings zeigte, dass das Kind nicht überleben konnte, es lag also kein Verbrechen vor.

Welchen Einfluss ihre Entscheidungen haben, ist der Linguistin aus dem BKA häufig nicht ganz ersichtlich: Über die Fälle, an denen sie arbeitet, weiß sie für gewöhnlich nur ausgesprochen wenig, schließlich sei ihre Aufgabe nicht die Ermittlung, sondern lediglich die sprachwissenschaftliche Untersuchung von Texten – Begleitinformationen stören da manchmal sogar, weil sie das Ergebnis beeinflussen können. Zu Gerichtsterminen wird die Gutachterin nur selten bestellt, meist reicht die von ihr erstellte Expertise. Dennoch bezeichnet Ehrhardt ihre Arbeit als einen „Sechser im Lotto“: Philologisch arbeiten, ohne dem Druck und den Ansprüchen einer Universität ausgesetzt zu sein, sprachliche Analysen durchführen und eigenständig themenrelevante Forschungsvorhaben umsetzen – für Ehrhardt das bestmögliche.
Aber nicht nur in dieser Hinsicht ist ihre Arbeit ein Hauptgewinn: Beim BKA arbeiten zwei Sprachwissenschaftlerinnen in der Autorenerkennung. Es gibt also quasi keine Stellen in diesem Bereich, lediglich geringfügig bessere Aussichten bestehen, in der universitären Forschung zur forensischen Linguistik arbeiten zu können.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/linguisten_auf_verbrecherjagd_163.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>163</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:58:32</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Nachrichten sind heiß begehrt</title>
		<description><![CDATA[Zahlreiche Wege führen zum Traumberuf Journalismus.]]></description>
		<text><![CDATA[Obwohl der Journalismus laut Umfragen immer wieder als einer der unbeliebtesten Berufe aufgefasst wird, ist der Umgang mit Nachrichten, Kamera und Kugelschreiber bei Abiturienten noch immer ausgesprochen beliebt. Die meisten Journalisten kommen noch immer über ein Volontariat in den Beruf. Die Möglichkeit, sich über langjährige freie Mitarbeit und regelmäßige Praktika als so genannter Quereinsteiger eine der begehrten Stellen als Volontär zu sichern, besteht heute kaum noch. Wer den Beruf des Journalisten also als Zukunftswunsch vor Augen hat, der findet sich zunächst nicht am Schreibtisch einer Redaktion, sondern im Hörsaal wieder. Die Wege bis zum heiß ersehnten Titel des Redakteurs sind trotzdem vielfältig:
1. Studium an einem Institut für Studien begleitende Journalistenausbildung
2. Hochschulstudium mit Haupt- oder Nebenfach Journalistik
3. Aufbaustudium Journalistik oder Medienwissenschaft nach abgeschlossenem Fachstudium
4. Studium eines so genannten praxisorientierten Studienganges wie Medien- oder Kommunikationswissenschaft
5. Studium an einer Hochschule/Akademie für Fernsehen und Film

Darüber hinaus gibt es die beliebten Journalistenschulen vor allem der Medienkonzerne, die eine exzellente Ausbildung anbieten. Tausende von Bewerbungen gehen daher pro Studienjahr dort ein. Kein Wunder also, dass das Auswahlverfahren für einen der begehrten Studienplätze streng ist. Neben dem abgeschlossenen Hochschulstudium, das quasi Mindestvoraussetzung für die Bewerbung ist, müssen sich die Interessenten in der Regel einem mehrteiligen Eignungstest unterziehen. Neben Fragen zur Allgemeinbildung müssen die Anwärter eine Reportage oder einen Kommentar in kurzer Zeit verfassen und ein Gespräch erfolgreich durchlaufen. Die endgültige Auswahl der künftigen Volontäre unterliegt je nach Journalistenschule zwei Kriterien: Die einen wählen ihre Schüler allein nach dem Ergebnis der Aufnahmeprüfung und unabhängig von spezifischen Wünschen der einen oder anderen Redaktion aus (etwa Henri-Nannen-Schule, RTL-Journalistenschule, Georg von Holtzbrinck-Schule). Die anderen laden zwar ebenfalls zur Aufnahmeprüfung ein, lassen dann aber die Chefredakteure ihrer Zeitungen und Zeitschriften entscheiden, wer von den Prüfungsbesten einen Platz bekommt. So verfahren zum Beispiel die Burda-Journalistenschule und die Journalistenschule Axel Springer. 
Einige Schulen zahlen ein tarifliches Volontärsgehalt wie die Burda-Journalistenschule und die Georg von Holtzbrinck-Schule, andere, etwa die Henri-Nannen-Schule, ein niedrigeres Gehalt, Eleven der Kölner Journalistenschule zum Beispiel müssen ganz ohne Salär auskommen.

Trotz des hervorragenden Rufes der Journalistenschulen und der vielseitigen Ausbildung, die die Volontäre dort erfahren, haben sich die Zukunftschancen für Jung- Redakteure verschlechtert. Während früher das Abschlusszeugnis einer renommierten Journalistenschule gleichsam Türöffner für eine glanzvolle berufliche Zukunft war, müssen heute auch die Absolventen der Akademien um einen festen Vertrag direkt im Anschluss verstärkt kämpfen.




Journalistenschulen und journalistische Fakultäten (Auswahl)

Deutsche Journalistenschule [München] 
Träger: Verein Deutsche Journalistenschule, finanziert durch zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften, den Deutschen Journalisten-Verband, Verdi sowie einige Unternehmen und das Land Bayern
www.djs-online.de

RTL-Journalistenschule [Köln]
Träger: RTL
www.rtl-journalistenschule.de

Berliner Journalistenschule [Berlin]
Träger: Deutscher Journalisten-Verband
www.berliner-journalisten-schule.de

Kölner Journalistenschule [Köln]
Träger: Verein Kölner Journalistenschule
www.koelnerjournalistenschule.de

Journalistenschule Ruhr [Essen]
Träger: WAZ-Mediengruppe
www.journalistenschule-ruhr.de

Axel-Springer-Akademie [Berlin]
Träger: Axel-Springer-Verlag
www.axel-springer-akademie.de

Holtzbrinck-Schule für Wirtschaftsjournalisten [Düsseldorf] 
Träger: Handelsblatt, Wirtschaftswoche, karriere
www.holtzbrinck-schule.de

Burda Journalistenschule [München]
Träger: Hubert Burda Media
www.burda-journalistenschule.de

Institut für Journalistik [Universität Dortmund]
www.journalistik-dortmund.de

Institut für Journalistik und Kommunikationswissenschaft [Universität Hamburg]
www.rrz.uni-hamburg.de/journalistik

Henri-Nannen-Journalistenschule [Hamburg] 
Träger: Gruner und Jahr, Die Zeit
www.journalistenschule.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/nachrichten_sind_heiss_begehrt_162.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>162</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:52:48</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Solartechnik besitzt ungeheures Entwicklungspotenzial“</title>
		<description><![CDATA[Photovoltaik-Experte Patrik Müller optimiert Maschinen zur Herstellung von Solarzellen in China. Von Christian Zingel.]]></description>
		<text><![CDATA[Diskussionen um den Klimaschutz sind in diesen Tagen das beherrschende Thema in der Gesellschaft und der medialen Öffentlichkeit. Diverse Solarstromkonferenzen werden abgehalten, Passivhäuser zum Energiesparen sind der Schlager in der Baubranche und sogar die größte S-Bahn-Station der Welt in New York erhält eine Photovoltaikverglasung zur alternativen Gewinnung von Energie. Keine Frage, die Nutzung der Sonnenenergie zur Stromerzeugung mittels Photovoltaik oder zur Heizungsunterstützung mit Solarthermie liegen voll im gesellschaftlichen Trend der europäischen Industrieländer.

Viele Chancen in der Photovoltaik
Konsequenterweise widmen sich immer mehr technische Universitäten dem Thema Sonnenenergie in Form von Professuren und Teilstudiengängen. „Es stecken einfach unglaublich viele Chancen in der Photovoltaik und die technische Umsetzung durch Forschung an Hochschulen und in der Wirtschaft bietet jede Menge Herausforderungen“. Patrik Müller, seit Juli 2007 Prozessanalytiker des Unternehmens Schmid in Freudenstadt im Schwarzwald, ist fasziniert von seinem Fachgebiet. Der gebürtige Schweizer war bis vor wenigen Monaten noch selbst als Wissenschaftler an der interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs im schweizerischen Kanton St. Gallen tätig und hat dort die Begeisterung für seinen Beruf entwickelt. Bei Schmid arbeitet der Diplom-Ingenieur im Bereich des mAnlagenbaus für die Solarzellherstellung und Modulfabrikation und hilft die hergestellten Maschinen zu optimieren.
„Ursprünglich habe ich von 1996 bis 1999 an der Hochschule für Technik in Buchs Feinwerktechnik studiert, das eine sehr interessante Mischung aus Mechanik und Elektronik beinhaltete. Darauf aufbauend habe ich mich auf Mikrosystemtechnik spezialisiert“, erzählt der 33-Jährige, dessen Interesse für mechanische Dinge durch seinen Vater geweckt wurde. Die Hochschule in Buchs wird interstaatlich von der Schweiz, Österreich und Liechtenstein gefördert und bot Patrik Müller nach seinem Studium eine Stelle am Institut für Mikro- und Nanotechnologie an. „In dieser Zeit wurde mein Interesse für Halbleitertechnik immer stärker, so dass der Weg hin zur Photovoltaik naheliegend war“, erläutert der Diplom-Ingenieur. „Im Rahmen der Auftragsforschung an der Uni konnten wir immer wieder Probleme lösen, für die wir Unterstützung von verschiedenen Fakultäten benötigten.“ An diese spannende Zusammenarbeit erinnert er sich gerne zurück, hat sie ihn doch zu einem Experten in seinem Fachbereich werden lassen, den der Enthusiasmus für die technischen Möglichkeiten nicht loslässt.
„Die Solartechnik ist ein faszinierendes Gebiet und es reizen mich vor allem die ungeheuren Entwicklungsmöglichkeiten“, kann sich der Ingenieur immer wieder für sein Fachgebiet begeistern. „Die Photovoltaik hat das Potenzial, enorm zum Umweltschutz beizutragen und steht für eine saubere Erzeugung von Energie“.

Leben und Arbeiten in China
Dass Prozessanalytiker wie Patrik Müller nicht ausschließlich in Versuchs- und Testlaboren sitzen, zeigen die Zukunftspläne des Diplom-Ingenieurs. Sein Arbeitgeber, Schmid, wird den Schweizer schon in wenigen Wochen für zwei Jahre nach China schicken um Firmen bei der Optimierung der von Schmid gelieferten Maschinen zu unterstützen. Schon bald geht also auch für den Photovoltaik-Experten die dringend benötigte Sonne im (fernen) Osten auf...]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/solartechnik_besitzt_ungeheures_entwicklungspotenzial_161.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>Christian Zingel</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>161</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:37:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Unmittelbare Erfolge</title>
		<description><![CDATA[Physiotherapeuten stehen im direkten Kontakt zum Patienten und können oft sehr schnell den Behandlungserfolg beobachten. Von Karsten Peters.]]></description>
		<text><![CDATA[Warum Susanne Matis sich für eine Ausbildung zur Physiotherapeutin entschieden hat, erklärt sie mit wenigen Sätzen: „Ich wollte von vornherein im medizinischen Bereich arbeiten, aber mir war auch klar, dass ich nicht das Durchhaltevermögen hatte, um Medizin zu studieren.“ Als die heute 23-Jährige im Sommer 2001 ihren Realschulabschluss in der Tasche hatte, überlegte sie denn auch nicht lange. Zuvor hatte sie bereits den Tag der offenen Tür an der Eva-Häuser-Schule im westfälischen Bad Rothenfelde genutzt, um sich über die Ausbildung zur Physiotherapeutin zu informieren – und sich für die beginnende Ausbildung anzumelden.

Umfangreiche Ausbildung
Drei Jahre dauert die schulische Ausbildung und umfasst einen Großteil des Stoffes, den auch Ärzte für ihr Physikum nachweisen müssen: Selbstverständlich sind genaue Kenntnisse des Bewegungsapparates aus Muskeln, Sehnen, Nerven, Knochen und Gelenken unbedingt erforderlich, um überhaupt arbeiten zu können. Aber auch die Organe und ihre Erkrankungen spielen eine wichtige Rolle – nur mit dem nötigen Hintergrundwissen können die Therapeuten bei Begleiterkrankungen auf den Patienten eingehen. „Wenn jemand zum Beispiel eine Lungenentzündung hat, muss ich natürlich anders mit ihm umgehen.“
Die anatomischen Grundlagen werden im ersten Jahr der Ausbildung gelegt, im zweiten Jahr kommen Behandlungsmethoden hinzu und es ist an der Zeit, das Gelernte umzusetzen: Einen Großteil der Ausbildung im zweiten und dritten Jahr hat Matis mit Praktika in den Kliniken des westfälischen Kurortes verbracht: Rehabilitation nach schweren Operationen, Remobilisierung in den unterschiedlichsten Bereichen waren die hauptsächlichen Tätigkeiten.

Nach der staatlichen Prüfung im Herbst 2004 begann für Matis eine langwierige Stellensuche. Wurden zu Beginn ihrer Ausbildung Physiotherapeuten noch händeringend gesucht, so war die Nachfrage ein paar Jahre später verschwindend gering. „In Deutschland habe ich keine Stelle gefunden – und mich darum eigentlich nur zum Spaß auf Fuerteventura beworben.“ – mit promptem Erfolg: Zehn Tage nach ihrem Abschluss bestieg Matis das Flugzeug nach Puerto del Rosario. Ein Jahr lang arbeitete die frisch examinierte Therapeutin in einer Praxis auf der kanarischen Insel. Von der Sonne verwöhnt sammelte sie dort viel Erfahrung im Wellness-Bereich, in dem die Chefin der Praxis zahlreiche Leistungen anbot.

Wichtige Weiterbildung
Als zwölf Monate um waren, entschied sich die Berufsanfängerin jedoch, nach Deutschland zurückzukehren, um sich weiterzubilden und künftig auch die manuelle Lymphdrainage anbieten zu können. Aber auch damit war die Stellensuche noch nicht viel einfacher geworden: Erst im Sommer 2006, vier Monate nach Abschluss der Zusatzausbildung, fand sie eine Stelle auf 400-Euro-Basis. Später kam eine halbe Stelle in einer anderen Praxis hinzu und seit August hat sie nun endlich eine volle Stelle als Physiotherapeutin ergattert – ein recht weiter Weg, aber Matis bereut ihre Entscheidung nicht. „Als ich ein halbes Jahr auf Stellensuche war, wollte ich mich an der Schule anmelden und mein Abi nachmachen – aber jetzt bin ich froh, dass ich den Anmeldetermin knapp versäumt habe.“
Die unmittelbaren Erfolgserlebnisse sind es, die Susanne Matis immer wieder für ihren Beruf begeistern: Kinder, die unter ihrer Anleitung Körpergefühl entwickeln oder Gleichgewichtsstörungen in den Griff bekommen, Erwachsene, die nach einer Operation Bewegungsabläufe neu lernen müssen. Dass die Physiotherapeutin eines Tages nach Fuerteventura zurückkehren wird, steht fast außer Frage. „Aber erstmal muss ich für meinen Lebensunterhalt sorgen.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/unmittelbare_erfolge_160.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>160</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:32:12</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vergleichen lohnt sich.</title>
		<description><![CDATA[Studienkredite]]></description>
		<text><![CDATA[Ein Studium ist teuer – und wer sich vorgenommen hat, seinen Abschluss in der Regelstudienzeit zu schaffen, ohne dabei den Eltern auf der Tasche zu liegen, seinen Lebensunterhalt aber auch nicht vom Bafög bestreiten kann, steht meist vor dem Problem, die akademischen Weihen zumindest teilweise mit einem Kredit bestreiten zu müssen.

Klare Voraussetzungen für einen Kredit
Die entsprechenden Angebote von öffentlich- rechtlichen wie von privaten Banken finden sich spätestens seit der fast flächendeckenden Einführung von Studiengebühren wie Sand am Meer. Das älteste Angebot kommt von der öffentlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW. In ihr Programm Studienkredit kann jeder Studierende leicht aufgenommen werden, vorausgesetzt, dass bei ihm noch keine Privatinsolvenz vorliegt. Neben der öffentlichen KfW bieten zahlreiche Geschäftsbanken ihre eigenen Finanzspritzen für Studierende an – ein Vergleich mit dem Angebot der KfW kann sich durchaus lohnen. So hält etwa die Sparkasse einen Bildungskredit bereit, der unabhängig vom Studiengang und vom Einkommen der Eltern eingeräumt wird. Besonders attraktiv ist dabei eine niedrige variable Verzinsung sowie die jederzeitige Möglichkeit der vorzeitigen Rückzahlung.

Ein flexibles Angebot
Nach Darstellung der Sparkasse wird er auf die individuellen Bedürfnisse der Studierenden zugeschnitten. Das Angebot der Deutschen Bank gewährt nach Abschluss des Studiums eine Schonfrist von bis zu zwölf Monaten, in denen nicht zurückgezahlt werden muss. Den Kredit können die Absolventen über einen Zeitraum von maximal 144 Monaten abstottern. Nach Vereinbarung ist bei diesem Modell auch eine außerordentliche Rückzahlung möglich – ein recht flexibles Angebot also. ]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vergleichen_lohnt_sich_159.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>159</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:28:23</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Blutegel und Vitamine</title>
		<description><![CDATA[Naturheilkunde und Schulmedizin treffen im Beruf des Heilpraktikers aufeinander – und müssen immer wieder gegeneinander abgewogen werden. Von Karsten Peters.]]></description>
		<text><![CDATA[Im Badesee würde er bei den Schwimmern wahrscheinlich für Panikattacken sorgen, Sabine Prigge dagegen bricht fast in Begeisterung aus, wenn die Sprache auf den medizinischen Blutegel, den Hirudo medicinalis kommt. Zu Anfang, während der Ausbildung zur Heilpraktikerin, sei sie den wurmartigen Blutsaugern zurückhaltend begegnet. Inzwischen aber, nachdem sie einige Erfahrung und erstaunlich Behandlungserfolge mit den Tieren erzielt hat, kennt die Begeisterung kaum Grenzen. „Einiges von dem, was nach dem Einsatz von Blutegeln passiert, ist wissenschaftlich nachweisbar“, erklärt Prigge, die seit April dieses Jahres eine Gemeinschaftspraxis mit einer Kollegin betreibt. So enthalte der Speichel von Blutegeln Hirudin, eine dem Blutverdünner Heparin sehr ähnliche Substanz. Zusammen mit einem Schmerzhemmer im Speichel des Egels ergibt sich daraus ein Wirkstoffcocktail, der bei Arthrosen oder Entzündungen wie dem Tennisarm zu deutlichen Linderungen führen kann. Nach Einsatz eines Blutegels wird das Tier übrigens nicht mehr weiter verwendet. Früher, so erzählt die Heilpraktikerin, kamen die eingesetzten Egel „aufs Altenteil“, schließlich sind die Tiere nach einer Mahlzeit für zwei Jahre gesättigt. Die Egel-Rente ist jedoch einer Reform zu Opfer gefallen. Die Tiere aus der Familie der Ringelwürmer müssen nach dem Einsatz getötet werden. Sabine Prigge gibt sie an einen Kollegen weiter, der sie zum Angeln nutzt. „Die sind hervorragend als Köder für Welse geeignet.“
Trotz dieser unkonventionellen Behandlungsmethode ist die Medizinerin über den Generalverdacht gegen alle Naturheilkundler erhaben, ausschließlich auf Kräuter und Pendel zu vertrauen: Seit 1987 arbeitet sie als Krankenschwester, Mitte der 90-er Jahre absolvierte sie eine Fortbildung für die Intensivkrankenpflege und ist seither auf der Intensivstation der Uni-Klinik Münster beschäftigt.

Veränderungen im Beruf
Dass sie sich vor rund zweieinhalb Jahren entschied, noch eine Ausbildung zur Heilpraktikerin aufzunehmen, erklärt Prigge mit der starken Veränderung ihres Berufes: Sie habe vor 20 Jahren Krankenpflegerin werden wollen, weil sie kranken Menschen helfen, sie unterstützen wolle. Seit einigen Jahren müsse aber das Pflegepersonal immer mehr Untersuchungen und ärztlich angeordnete Behandlungen vornehmen, während gleichzeitig das Pflegepersonal abgebaut werde. „Es bleibt kaum noch Zeit, mit den Patienten zu sprechen, ihnen einfach nur die Hand zu halten, wenn sie Unterstützung brauchen.“
Dennoch will Prigge ihre Arbeit auf der Intensivstation nicht völlig aufgeben, ist sie doch überzeugt, dass Schulmedizin und Naturheilkunde sich hervorragend ergänzen. Oft müsse sie etwa Patienten, die zu ihr als Heilpraktikerin kommen, darüber aufklären, was ihnen Schulmediziner ohne Erfolg erklärt haben – dank Prigges erster Ausbildung kein Problem. „Andererseits rate ich einem Arzt, der sich mit Schnupfen durch die Schicht kämpft, auch schon mal zu bestimmten Naturheilverfahren. Die sind dann ganz begeistert, wenn sie sehen, dass es hilft.“

Grenzen der Naturheilkunde
Für die Ausbildung zur Heilpraktikerin hat Prigge etwas mehr als zwei Jahre benötigt, war sie doch weiterhin berufstätig. Vor große Schwierigkeiten hat sie aber zumindest ein Bereich nicht gestellt: die physiologischen Grundlagen des menschlichen Körpers, die wichtigsten schulmedizinschen Methoden, die auch Teil des Prüfungsstoffs sind, waren für Prigge nichts Neues.
Vor diesem Hintergrund kann die Heilpraktikerin auch ohne Umschweife anerkennen, dass die Naturheilkunde deutliche Grenzen hat. Im Gegensatz zur Schulmedizin unterstütze die Naturmedizin den Körper bei der Selbstheilung, die Schulmedizin könne selbst heilen. „Bei Akuterkrankungen, etwa anaphylaktischem Schock, Asthma- Anfällen oder Infarkt kann ich nur erste Hilfe leisten. Behandeln muss ein Arzt – so schnell wie möglich.“ Auch bei schweren Erkrankungen wie Krebs verweist Prigge ihre Patienten an Schulmediziner, bietet aber nach erfolgter Behandlung Unterstützung bei der Rekonvaleszenz an.




Schulmedizin als Basis

Eine breite, fundierte Ausbildung sei nötig, ist Marita Schirrmacher überzeugt, anderenfalls hätten junge Heilpraktiker kaum eine Chance, sich eine sichere Existenz aufzubauen. Aus diesem Grund hält die Ärztin und Heilpraktikerin auch am Konzept der Heilpraktiker-Schule Josef Angerer fest. An der Münchner Fachschule für Naturheilkunde dauert die Ausbildung in Vorbereitung auf die Prüfung vor dem Amtsarzt ganze drei Jahre.

Breites Unterrichtsspektrum
In rund 3000 Unterrichtsstunden werden nicht nur schulmedizinische Grundlagen gelegt, die angehenden Naturheilkundler werden in allen medizinischen Massagetechniken unterrichtet, in traditioneller chinesischer Medizin, Homöopathie und Osteopathie. Oft sei es so, dass Heilpraktiker-Schulen ausschließlich auf die Prüfung vor dem Amtsarzt vorbereiten – und der prüfe nur die schulmedizinischen Erfordernisse, nicht aber naturheilkundliche Verfahren und Techniken.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/blutegel_und_vitamine_158.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>Karsten Peters</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>158</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:26:12</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Medizin ohne Arztkittel</title>
		<description><![CDATA[Geburtshilfe, Physiotherapie, Logopädie, Orthoptik – die Palette medizinischer Berufe geht weit über das hinaus, was es an den medizinischen Hochschulen und Universitätskliniken im Lande zu studieren gibt.]]></description>
		<text><![CDATA[Die medizinischen Berufe glieder sich grob in zwei unterschiedliche
Bereiche: Unter Heilberufen im engeren Sinne werden ursprünglich die akademischen Professionen Arzt, Zahnarzt, Tierarzt, Apotheker und Psychotherapeut zusammengefasst – Berufe, deren Träger in Kammern und Standesverbänden organisiert sind.

Als Heilhilfsberufe werden die pflegenden und unterstützenden Tätigkeiten bezeichnet, also Alten- und Krankenpflege, Geburtspflege, Physiotherapie, Logopädie oder Podologie. Eine Sonderstellung nimmt nach wie vor der Beruf des Heilpraktikers ein, der zwar auch Kenntnisse schulmedizinischer Fähigkeiten nachweisen muss, aber bereits in der Ausbildung spielen die Naturheilkunde und andere alternative Behandlungsmethoden eine große Rolle.

Bei allen Unterschieden zwischen diesen Berufen in Ausrichtung und Ausbildung unterliegen sie alle gemeinsam strenger Aufsicht: Staatliche Prüfungen regeln den Zugang zum Physiotherapie-Beruf ebenso wie zur Hebamme und zum Podologen. So schreibt das Gesetz über den Beruf des Podologen vom 4. Dezember 2001 etwa vor, dass die medizinischen Fußpfleger eine zweijährige Ausbildung samt staatlicher Prüfung absolviert haben, in der sie nachweisen, dass sie Symptome von Erkrankungen erkennen und in Zusammenarbeit mit einem Arzt diese Erkrankungen therapieren können.

Die Logopädie, also die Analyse und Behandlung von Sprach- und Schluckstörungen, wird an staatlich anerkannten Logopäden-Schulen unterrichtet. Ehe die Absolventen die Berufsbezeichnung tragen, müssen sie nach mindestens zweijährigem Schulbesuch eine staatliche Prüfung ablegen. Aufbauend auf dieser schulischen Ausbildung bieten einige Fachhochschulen, etwa die FH Oldenburg/Ostfriesland, ein Aufbaustudium an. An der norddeutschen Fachhochschule ist die Fachschulausbildung Zugangsvoraussetzung, zumal das Gesetz diesen Ausbildungsweg ausdrücklich vorschreibt. Während des auf drei Semester angelegten Studiums sollen die Logopäden zusätzliche therapeutische Ansätze sowie die wirtschaftlichen Voraussetzungen für das Betreiben einer eigenen Praxis erlernen.

Ähnliche Angebote bestehen mittlerweile auch für die Bereiche Ergo- und Physiotherapie. Bei beiden medizinischen Disziplinen etwa bereitet die Fachhochschule Hildesheim/Holzminden/Göttingen mit einem Bachelor-Studiengang auf wissenschaftlichem Niveau auf die gegenwärtigen und zukünftigen Herausforderungen beruflicher Handlungsfelder vor. Schwerpunkte des Studiums liegen zum einen in der Vermittlung von Behandlungsmethoden und zum anderen in der Analyse von Entscheidungsprozessen. Vor allem vor dem Hintergrund der Umstrukturierung im Gesundheitswesen bereitet das Studium auf die enge Zusammenarbeit mit anderen medizinischen Disziplinen vor. Verbessert werden soll vor allem die Kooperation und Kommunikation zwischen Logopädie, Ergo- und Physiotherapie.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/medizin_ohne_arztkittel_157.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>157</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:20:28</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Nach dem Physikum wird es besser.“</title>
		<description><![CDATA[Es war eine Bauchentscheidung, die Marie-Stella Pauly zum Studium der Humanmedizin getrieben hat. Viereinhalb Jahre später hat die 24-Jährige ihre akademische Ausbildung beendet und steht vor ihrem praktischen Jahr. Die angehende Ärztin berichtet für über ihr ereignisreiches Medizinstudium.]]></description>
		<text><![CDATA[Lernen und Büffeln sind für die Siegerländerin indes nicht passé, schließlich will nach dem Praxisjahr das Staatsexamen bestanden werden, nur dann gelingt der endgültige Wechsel von den Seminaren ins Berufsleben.

Frühes Interesse an der Medizin
Sie habe schon immer mit Interesse Arztserien im Fernsehen verfolgt, vor allem der chirurgische Bereich habe sie fasziniert. Auch verschiedene Artikel in Magazinen über medizinische Themen, Gesundheit und Forschung hinterließen ihre Eindrücke. In der elften Klasse absolvierte Marie-Stella Pauly daher ein zweiwöchiges Schulpraktikum in einer chirurgischen Praxis in Siegen. „Das Praktikum hat mir bei meiner Entscheidung für das Medizinstudium auf jeden Fall geholfen“, erinnert sich Marie-Stella. „Ich habe bei Operationen zusehen dürfen, sogar direkt am OP-Tisch gestanden und mir ein besseres Bild von dem Job machen können.“ Eine weitere Option war für sie der Beruf der Sonderschullehrerin. Eins war klar: Bei ihrer Arbeit wollte sie viel mit Menschen zu tun haben.
In den nächsten beiden Schuljahren zeichnete sich die Entscheidung pro Medizin allerdings immer deutlicher ab. Sie wählte Biologie als Leistungskurs und auch in Chemie belegte sie einen Grundkurs.
Bei ihrem Hausarzt und anderen Medizinern informierte sich Marie-Stella darüber, wie das Leben eines Arztes aussieht. „Über das Studium selbst habe ich mich allerdings so gut wie gar nicht schlau gemacht“, gesteht sie. Im Nachhinein sieht sie darin einen Vorteil. „Hätte ich vorher gewusst, was mich im Studium erwartet, bin ich mir nicht sicher, ob ich mich dafür eingeschrieben hätte.“ Über die ZVS bewarb sie sich für Berlin, Freiburg und Marburg. Schließlich bekam sie ihren Drittwunsch bewilligt. Der Umzug nach Hessen war schnell organisiert und die Nähe zur Heimat sollte sich noch als Vorteil herausstellen.

Ein Krankenpflegepraktikum als Start
Die Zeit zwischen Abitur und Studienbeginn zum Wintersemester 2002 nutzte
Marie-Stella für das obligatorische Krankenpflegepraktikum, das jeder Medizinstudent bis zum vierten Semester vorweisen muss. Während die erforderlichen 60 Tage in vielen Bundesländern am Stück absolviert werden müssen, ist es in Hessen möglich, das Praktikum in Etappen zu unterteilen. „Das war eine schöne Zeit. Ich bin im Schichtdienst voll integriert worden und ich merkte, dass meine Arbeitskraft benötigt wurde“, sagt sie. Und auch in anderer Hinsicht sei das Praktikum wichtig gewesen: „Ich erkannte schnell, dass ich größere Herausforderungen suchte. Die Arbeit der Krankenschwester oder der Pflegerin hat mich nicht erfüllt.“ Daher freute sich die Neustudentin auf die Universität.
Dort erlebte Marie-Stellas Euphorie erstmal einen Rückschlag. Die verschulte Struktur des Medizinstudiums und der hohe Theorieanteil machten ihr zu Beginn der Vorklinik, der erste Studienabschnitt bis zum vierten Semester, zu schaffen: „Im Grunde musste erste einmal sehr viel gelernt, auch auswendig gelernt werden: Terminologie, Anatomie, Biochemie und Physiologie. Das war oft kaum zu meistern.“ Allerdings räumt sie auch eigene Fehler ein. „Zunächst habe ich eine falsche Lernstrategie gewählt und immer nur vor den Klausuren den Kopf in die Bücher gesteckt. Man muss von Anfang an mitlernen. Dadurch spart man sich hinterher viel Arbeit – und Nerven.“ Viele seien dem Stress vor dem Physikum aufgrund des hohen Lernpensums nicht gewachsen und brechen das Studium vorzeitig ab. Man müsse sich eben durchbeißen, bis man den point of no return erreicht habe. „Nach dem Physikum“, verspricht sie, „wird es besser.“
Ab dem fünften Semester wurde das Studium zunehmend praxisorientiert. „In den ersten beiden Jahren war es schon frustrierend kaum einen Patienten gesehen zu haben. Die Zeit in der Klinik war daher sehr aufregend und spannend“, erzählt Marie- Stella. Sie sei sehr enthusiastisch an den zweiten Teil des Studiums gegangen. „Ich bin oft belächelt worden, weil mich alles Neue, jede Kleinigkeit so fasziniert hat – ob es das Abhören mit dem Stethoskop war, die erste Blutabnahme, Infusionen anlegen oder einen Rettungswagen von innen sehen.“ Außerdem habe sich die Büffellei der ersten Semester bezahlt gemacht. „Das Wissen, wie ein Ultraschallkopf funktioniert ist für die Praxis nicht relevant, aber es stärkt das eigene Vertrauen auf die Technik und dadurch ist man bei den Diagnosen sicherer.“
In der Praxis habe sie erfahren, was der Beruf des Arztes erfordert. „Der Umgang mit dem Patienten ist das Wichtigste. Auch Anamnese, also das Studieren und Analysieren der Krankengeschichte, wird immer und immer wieder gefordert“, erklärt Marie- Stella. Ein Arzt müsse gut zuhören, aber auch erkennen können, welche beschriebenen Symptome für eine Diagnose wichtig sind. Darüber hinaus seien die Famulaturen, das sind längere fachspezifi sche Praktika, für den eigenen Werdegang unersetzbar. „Es ist überraschend, welche eigenen Interessen man entdeckt. Lange habe ich
gedacht, dass Chirurgie meine Disziplin sei. Nun bin ich mir sicher, Gynäkologin werden zu wollen.“

Ständige Weiterbildung
Rückblickend ist Marie-Stella glücklich über ihre Entscheidung für das Medizinstudium. Sie freut sich auf das letzte Jahr vor ihrem Examen und sieht den Prüfungen gelassener als früher entgegen. „Man lernt mit der Zeit, zu sieben. Alles kann man sowieso nicht lernen. Aber man muss eine gute Grundlage schaffen. Auch wenn man endlich als Arzt arbeitet geht es mit dem Lernen weiter, Medizin ist schließlich ein Fach, in dem man ständig weiterlernen muss.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/nach_dem_physikum_wird_es_besser_156.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>156</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:17:30</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>ZVS wird Servicestelle</title>
		<description><![CDATA[Wegen der großen Nachfrage nach Studienplätzen bleibt der Numerus clausus weiter erhalten. Zur Abiturnote können die Hochschulen aber bei der Auswahl ihrer Medizinstudenten weitere Kritierien verwenden.]]></description>
		<text><![CDATA[Trotz der stärkeren Mitwirkung der Hochschulen bleibt die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen aber die zentrale Anlaufstelle, die das Bewerbungsverfahren koordiniert. In anderen Studiengängen soll die ZVS nach dem Willen der Kultusministerkonferenz der Länder neue Aufgaben bekommen. Sie soll die Auswahl koordinieren und vor allem den Studierenden den Überblick erleichtern.
Abiturienten hatten häufig damit zu kämpfen, dass sie sich bei zahlreichen unterschiedlichen Universitäten um Studienplätze bewerben mussten und erst sehr spät - häufig im schon laufenden Semester - von der Hochschule Bescheid bekamen, während Studierende, die frühzeitig einen Platz zugeteilt bekamen, sich bei den anderen Hochschulen nicht abmeldeten.

Bewerbungsportal für Information und Beratung
Um diese Koordinationsprobleme zu vermeiden, baut die ZVS - künftig eine Stiftung öffentlichen Rechts - ein Bewerbungsportal zur Information und Beratung der Studienbewerber auf. Zudem wird sie die Daten von Studienbewerbern aufbereiten, um Mehrfachzulassungen zu verhindern und nicht besetzte Studienplätze zu vermitteln. Dabei sollen aber die Hochschulen selbst entscheiden, wieweit sie das Angebot der ZVS nutzen wollen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/zvs_wird_servicestelle_155.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>155</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:08:15</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Götter in Halbweiß</title>
		<description><![CDATA[Medizin ist nach wie vor einer der beliebtesten Studiengänge in Deutschland – so entschlossen sich im Wintersemester 2005/2006 gut 7000 junge Leute für Humanmedizin als Studienfach.]]></description>
		<text><![CDATA[Dennoch müssen nicht alle von ihnen künftig als Weißkittel durch das Leben gehen, bietet doch das Leben als ausgebildeter Mediziner noch ganz andere Beschäftigungsmöglichkeiten als Internist, Dermatologe oder Radiologe. Bereits mit dem üblichen Medizinstudium steht den Medizinern je nach Neigung eine Karriere in der pharmazeutischen Industrie offen, der Zugang zu anderen Bereichen setzt häufig Erfahrung oder spezielle Kenntnisse voraus. 
Wer sich zum Beispiel im Bereich Arbeitsmedizin spezialisiert und die entsprechende medizinische Fachkunde nachweist, hat recht gute Stellenaussichten. Kandidaten wären größere Unternehmen, die selbst Arbeitsmedziner beschäftigen oder arbeitsmedizinische Dienstleister, die ihre Ärzte je nach Bedarf und Auftrag zum Kunden schicken, um dort arbeitsmedizinische Vorsorge zu leisten, bei der Einrichtung von Bildschirmarbeitsplätzen zu beraten oder mit der Geschäftsführung ganze Arbeitsabläufe auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit zu überprüfen.
Das Augenmerk der Arbeitsmedizin liegt nicht so sehr auf Heilung von Erkrankungen als vielmehr auf Vorsorge in den verschiedensten Bereichen. Voraussetzung für den Facharzttitel Arbeitsmediziner sind darum bei den meisten Ärztekammern Kenntnisse in Innerer Medizin und Sozialmedizin. Toxikologische, dermatologische und chirurgische Erfahrungen werden ebenfalls verlangt. Aber auch Fähigkeiten jenseits der rein medizinischen Disziplinen werden von Arbeitsmedizinern erwartet. So muss der Betriebsarzt nicht nur psychologisches Geschick mitbringen, um im Zweifel zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer vermitteln zu können, er mussauch Verständnis für betriebswirtschaftliche Zusammenhänge und eventuell sogar grundlegende buchhalterische Kenntnisse mitbringen. Schließlich soll der Betriebsarzt den Unternehmer bei der ergonomischen Optimierung der Arbeitsabläufe beraten.

Betriebliches Gesundheitsmanagement
Eng verwandt mit der Arbeitsmedizin ist das Betriebliche Gesundheitsmanagement, fußt es doch letzten Endes auf den gesetzlichen Verpflichtungen des Unternehmers zum Arbeitsschutz. Der Fokus beim Betrieblichen Gesundheitsmanagement ist jedoch deutlich breiter: Es geht darum, die Belastungen bei der Arbeit in jeder Hinsicht zu mindern und so im Umkehrschluss die Ressourcen zu stärken. Ziel ist es, das Wohlbefinden der Arbeitnehmer einerseits und die Produktivität andererseits zu erhöhen – Betriebswirtschaftler sprechen hier von einer „Win-Win-Situation“.

Gute Aussichten für verantwortungsvolle Positionen
Erarbeitet wird das Betriebliche Gesundheitsmanagement zumeist von Projektgruppen, in denen Unternehmensleitung, Personalabteilung, Betriebsrat und Betriebsarzt beteiligt sind. Ärzte, die sich nach dem Examen für ein Studium des Gesundheitsmanagements entscheiden, haben gute Aussichten, mit der Kombination aus Sozialmedizin, Soziologie, Recht und Gesundheitsökonomie eine verantwortungsvolle Position in diesem Bereich zu finden.
Ärzte müssen also nicht notwendig zwischen Krankenhaus und eigener Praxis entscheiden, auch in verwandten Bereichen finden sie anspruchsvolle Tätigkeitsfelder.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/goetter_in_halbweiss_154.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_08_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>154</guid>
		<pubdate>2007-10-01 11:00:59</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>European Law School: Internationales Jura-Studium an der Uni Maastricht</title>
		<description><![CDATA[Juristische Grenzfälle]]></description>
		<text><![CDATA[Die Welt verändert sich - und mit ihr die sie beherrschenden Konflikte und Gesetze. Die European Law School der Universität Maastricht bereitet angehende Juristen auf die wachsenden Herausforderungen internationaler Rechtsprechung vor. Mit fortschreitender Globalisierung und der Erweiterung der Europäischen Union ist der Bedarf an Juristen mit besonderen Kenntnissen in internationalem Recht in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Die Fakultät für Rechtswissenschaft der Uni Maastricht hat sich dieser Entwicklung als eine der ersten juristischen Fakultäten in Europa angenommen: Der Bachelor-Studiengang der European Law School widmet sich nicht nur ausführlich der internationalen Rechtsprechung, sondern befasst sich auch mit den unterschiedlichen Gesetzeslagen der einzelnen EU-Mitgliedsstaaten. Teilnehmer des anspruchsvollen Programms lernen, mit der englischen Rechtssprache in Wort und Schrift umzugehen und sich sicher in den komplexen Regel- und Beschlusswerken der internationalen europäischen Gesetzgebung zu bewegen.

Reizvoll ist der Studiengang vor allem für angehende Juristen, die sich in besonderem Maße für die Gesetzlichkeiten und die Rechtsprechung jenseits nationaler Grenzen interessieren und eine internationale Karriere anstreben.

Jetzt informieren
Die Universität Maastricht ist eine moderne Universität mit stark europäischer Ausrichtung. Ihr European Law School Bachelor- Programm gilt als zukunftsorientiert und ist für besonders innovative Lehrmethoden bekannt. Der Zugang ist weder auf eine bestimmte Teilnehmerzahl begrenzt, noch durch einen Numerus Clausus geregelt. Studienanwärtern aus Deutschland genügt in der Regel der Nachweis der Allgemeinen Hochschulreife (Abitur). Detaillierte Infos zu den Studienvoraussetzungen sowie zum Angebot juristischer Studiengänge an der Uni Maastricht gibt‘s im Internet unter www.law.unimaas.nl. Interessierte Abiturienten lädt die Universität außerdem ein, sich beim nächsten Tag der Offenen Tür am Mittwoch den 6. Juni 2007, direkt vor Ort zu informieren. Auch ein deutschsprachiges Team wird Besuchern an diesem Tag Rede und Antwort stehen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/european_law_school_internationales_jura-studium_an_der_uni_maastricht_150.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>150</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:52:46</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren in Groningen</title>
		<description><![CDATA[Die Hanze Hogeschool liegt mitten in einer schönen Stadt mit reicher Geschichte und bietet deutschen Studenten Sprachkurse an.]]></description>
		<text><![CDATA[Grote Markt, Martinikerk und jede Menge Wasser: Ganz im Norden der Niederlande bietet die Provinzhauptstadt Groningen mit ihrer reichen Geschichte und weltoffenen Kulturlandschaft das ideale Umfeld für ein Studium – durchaus auch für deutsche Abiturienten, die (noch) kein Niederländisch beherrschen. So bietet etwa die Hanze Hogeschool, die Groninger Fachhochschule, deutschen Studierenden Möglichkeit, im Sommer vor Beginn des Studiums an einem dreiwöchigen Sprachkurs teilzunehmen. Die Erfahrung lehrt, dass die Studierenden danach kaum noch Schwierigkeiten haben, den Veranstaltungen zu folgen.

Das Curriculum unterscheidet sich in einem wesentlichen Punkt von dem deutscher Hochschulen: Während in Deutschland der Lernstoff überwiegend durch Vorlesungen, Übungen und Seminare vermittelt wird, steht in den Niederlanden der so genannte „problemgesteuerte Unterricht&quot; (probleemgestuurd onderwijs) im Vordergrund. Für viele Studierende ist diese Lernform der optimale Weg zum erfolgreichen Studienabschluss. Weitere Informationen unter www.hanze.nl (Niederländische, Englisch und Deutsch) und http://portal.groningen.nl/ (nur Niederländisch).]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_in_groningen_149.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>149</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:48:27</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Englischsprachig studieren in Maastricht</title>
		<description><![CDATA[Problembasiertes Lernen
Die Universität Maastricht wurde mehrfach zur führenden Universität der Niederlande gewählt. Judith Gossing studiert dort „Infonomics“. STUDIInfo berichtet über ihre Erfahrungen.]]></description>
		<text><![CDATA[12000 Studenten, 29 verschiedene Nationalitäten – die Universität von Maastricht zieht in jedem Semester Studienanfänger aus ganz Europa an, die an der jüngsten Universität der Niederlande einen international anerkannten Abschluss in Wirtschaftswissenschaften erwerben wollen. Kein Wunder, schließlich bietet die vor 30 Jahren gegründete Universität kleine Lerngruppen, umfangreiche Bibliotheken und neueste Ausstattung. Mehrfach wurde Maastricht zur führenden Universität der Niederlande gewählt – und auch im europaweiten Vergleich steht die Uni recht gut da.

Internationaler Studiengang: „Infonomics“
Argumente, die auch Judith Gossing überzeugt haben. Vor eineinhalb Jahren entschloss sich die heute 20-Jährige ihre Heimatstadt Warendorf im Münsterland zu verlassen. „Ich wollte unbedingt in englischer Sprache studieren“, erzählt die Studentin, die bereits während der Schulzeit ein Jahr in den USA verbrachte. Bei einem Besuch der Berufswahlmesse in Köln wurde die Abiturientin auf die Universität von Maastricht aufmerksam – und den in Deutschland unbekannten, internationalen Studiengang „Infonomics“.
„Dabei handelt es sich quasi um einen Mix aus Betriebs- und Volkswirtschaft mit Schwerpunkt in der IT- und Informationsbranche“, erklärt Judith Gossing. Rund 230 Studenten starten in jedem Jahr an der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät in den Studienrichtungen „International Economic Studies“, „Internationals Business Economics“ – oder eben Infonomics.

Hohe Anforderungen beim Studium
Im ersten Studienjahr besuchen die Studenten zunächst gemeinsam Seminare und Vorlesungen, die Spezialisierung in einer der drei angebotenen Fachrichtungen erfolgt im zweiten Jahr. „Aber gerade das erste Jahr hat es in sich“, erinnert sich Judith Gossing. Zulassungsbeschränkungen für den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengang gibt es keine, das erste Studienjahr aber dient der Selektion. „Da heißt es dann, die Zähne zusammenzubeißen, denn die Anforderungen sind hoch“, betont die Münsterländerin. Regelmäßige Klausuren, Tests und Präsentationen gehören für die Studenten in Maastricht zum Alltag. „Aber das macht nichts, denn die Lern- und Vorbereitungsmöglichkeiten sind hier optimal“, gibt Judith Gossing Entwarnung. So hat sich die Fakultät dem so genannten „Problem based learning“ verschrieben: In regelmäßig wechselnden Kleingruppen werden wirtschaftswissenschaftliche Problemfälle analysiert – mit Unterstützung von Professoren und Dozenten. „Das Verhältnis zwischen Lehrenden und Studierenden ist sehr positiv, denn sie nehmen sich viel Zeit und sind sehr hilfsbereit“, beschreibt die Studentin.

Praktika und Auslandssemester sind ein Muss
Dennoch sei auch viel Eigeninitiative gefragt, um die sechs Semester bis zum Bachelor-Abschluss erfolgreich zu absolvieren. Regelmäßige Praktika und ein Auslandssemester sind obligatorischer Teil der Lernbiografi e in Maastricht. Und auch die 1500 Euro Studiengebühren, die im Jahren anfallen, „sind das absolut wert“. Zumal in Maastricht, anders als in Deutschland, der weiterführende Master-Abschluss in jeden Fall gemacht werden kann. „Hier kommen eben nicht 100 Absolventen auf einen Master-Studienplatz“, stellt Judith Gossing einen Vorteil gegenüber deutschen Universitäten heraus.
Ihre Entscheidung für das Studium in den Niederlanden hat die 20-Jährige nicht bereut. „Der Weg war genau richtig“, blickt sie optimistisch in die Zukunft – in der zunächst ein Praktikum bei IBM wartet.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/englischsprachig_studieren_in_maastricht_148.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>148</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:46:08</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienfinanzierung - eine Übersicht</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Studienkredit, Bildungskredit, Studienbeitragsdarlehen – spätestens seit der fast flächendeckenden Einführung von Studiengebühren in der Republik schießen die Angebote von öffentlich-rechtlichen wie privaten Banken und die Förderprogramme der Bundesländer ins Kraut, mit denen Studierende ihre Ausbildung zumindest teilweise finanzieren können.

Studienfinanzierung durch Kredite
Als erste Einrichtung trat im Februar vergangenen Jahres die öffentliche KfW-Förderbank, die ehemalige Kreditanstalt für Wiederaufbau, mit ihren Studienkrediten auf den Plan – ein Programm, in das jeder Studierende relativ leicht aufgenommen werden kann. Einzige Bonitätsprüfung: Es darf keine Privatinsolvenz vorliegen. Aber auch für diesen Kredit werden Zinsen fällig, ebenso wie für sämtliche Angebote der Geschäftsbanken, die seit einiger Zeit den Studierenden angeboten werden. Darum empfiehlt es sich, bei den Möglichkeiten der Studienfinanzierung möglichst genau hinzusehen, sonst können leicht erhebliche Schuldenberge auflaufen.

Zur Finanzierung stehen neben den bereits genannten Krediten natürlich Unterhaltszahlungen der Eltern zur Verfügung, Bafög, möglicherweise Stipendien und unter bestimmten Voraussetzungen Bildungskredite der KfW. In Bundesländern, die bereits Studiengebühren eingeführt haben, wurden daneben immer auch Finanzierungsmöglichkeiten bereitgestellt, mit denen die Gebühren quasi nachträglich beglichen werden können – verzinste Darlehen, die nach dem Studium zurückgezahlt werden müssen. Vorteil: Die Konditionen sind fast immer günstiger als sonstige Angebote. Entsprechende Angebote gibt es unter anderem von der NRW-Bank, der LBank Baden-Württemberg, Landestreuhandstelle Hessen und einigen anderen.

Bafög bleibt günstig
Nach wie vor bleibt das Bafög die günstigste Möglichkeit, sein Studium zu finanzieren, ist doch nur die Hälfte dieser Unterstützung als zinsfreies Darlehen zurückzuzahlen, der Rest ist öffentlicher Zuschuss. Also erst wenn das Bafög nicht reicht und keine Möglichkeit zu einem Nebenjob besteht, ist über einen eventuellen Kredit nachzudenken. Die wohl günstigsten Bedingungen bietet der so genannte Bildungskredit der KfW, allerdings kommt der erst nach abgelegter Zwischen- oder Vordiplomsprüfung in Frage. Studierende, die einen konsekutiven Abschluss anstreben, müssen den Bachelor bereits bestanden haben. Gewährt werden maximal 300 Euro pro Monat für einen Zeitraum von höchstens 24 Monaten. Der Antragssteller darf außerdem nicht älter als 36 sein. Vier Jahre nach Ende der Auszahlung muss der Absolvent schließlich monatliche Raten von 120 Euro zurückzahlen – allerdings zu einem recht niedrigen Zinssatz, zur Zeit 4,61 Prozent.

Hoher Zinssaatz
Die Messlatte für Studienkredite liegt deutlich niedriger, dafür ist der Zinssatz erheblich höher: bei der KfW lag er im Wintersemester 2006/07 bei 5,95 Prozent, bei der Deutschen Bank bei 5,9 Prozent, die Dresdner Bank verlangt – je nach Beginn der Förderung und beruflicher Vorbildung der Studenten – zwischen rund sechs und neun Prozent.
Ein Vergleich zwischen dem Angebot der öffentlichen KfW-Bank und Geschäftsbanken kann sich also durchaus lohnen, wenn es um die Finanzierung des Studiums geht – wer will sein Arbeitsleben schon mit einem Schuldenberg beginnen, der ihn zu erdrücken droht. Weitere Informationen unter: www.kfw.de



Tipp für Studienkredite

Unterschiedliche Bedingungen der Banken beachten
Studienkredit ist nicht gleich Studienkredit – so unterscheiden sich die Angebote der verschiedenen Banken zum Teil erheblich. Die Dresdner Bank etwa bietet bei ihrem Studienkredit niedrigere Zinsen, wenn die Studierenden bereits passende Vorbildung zum Studium aufweisen können. Viele Banken wie etwa die Deutsche Bank bieten einen enorm langen Rückzahlungszeitraum von bis zu zwölf Jahren an, der erst drei bis zwölf Monate nach Studienabschluss beginnt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienfinanzierung_-_eine_ebersicht_147.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>147</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:40:21</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Neue Erkenntnisse inklusive</title>
		<description><![CDATA[Ins Ausland ohne Sprachbarriere
Es muss nicht mmer gleich das Studium im internationalen Ausland sein. Gerade die Nachbarn Schweiz und Österreich verfügen über ausgezeichnete Hochschulen.]]></description>
		<text><![CDATA[Auf dem Weg ins Ausland schrecken viele junge Studierende vor der zu überwindenden Sprachbarriere zurück – und bleiben deshalb eher zu Hause, ohne diese Freiheit genossen zu haben und ohne in der Ferne neue Erfahrungen gesammelt zu haben, die für die eigene Persönlichkeit und bei der späteren Stellensuche mitunter sehr hilfreich sein können. Schließlich erkennen Personalchefs im Studium im Ausland die Risiko- und Einsatzbereitschaft ebenso wie eine zupackende Persönlichkeit.
Wer sich im ersten Schritt das Studium im fremdsprachigen Ausland noch nicht zutraut, dem bieten sich bei beiden südlichen Nachbarn Österreich und Schweiz an, die beide über ein ausgezeichnetes Hochschulsystem verfügen.

Studieren in Österreich
In Österreich ist das Studium ganz ähnlich organisiert wie hierzulande, allerdings nimmt die Republik nicht am Bologna-Programm teil, wenn auch die Universitäten vereinzelt ihre Abschlüsse und die entsprechenden Studiengänge umstellen. Schwierigkeiten haben Studierende aus Deutschland nicht, wenn sie einen Platz im Hörsaal zwischen Donau und Lippizanern anstreben: Das deutsche Abitur wird anstandslos anerkannt und auch bei der Einreise gibt es für EU-Bürger keinerlei Schwierigkeiten. Wer länger als drei Monate im Lande bleibt – also wohl alle Studenten –, erhält bei der zuständigen Fremdenbehörde ohne weiteren Aufwand eine Aufenthaltsgenehmigung. Auch die Lebenshaltungskosten in Österreich sind denen in Deutschland in etwa vergleichbar, die Studiengebühren liegen bei 368 Euro pro Semester.

Der Nachbar Schweiz
In der Schweiz dagegen schlagen die Studiengebühren erheblich deutlicher zu Buche: Zwischen 630 und 4000 Schweizer Franken sind pro Semester fällig – je nach gewählter Hochschule. Wegen der höheren Lebenshaltungskosten ist auch mit entsprechend höheren Aufwendungen für die Dinge des täglichen Bedarfs zu rechnen – je nach Region zwischen 1000 und 2000 Euro pro Monat, die noch zu den Studiengebühren hinzu kommen. Auch sprachlich kann die Schweiz sich durchaus als schwierig herausstellen, gliedert sich die Eidgenossenschaft doch in vier Sprachregionen – neben Deutsch wird in Teilen Französisch, Italienisch und Rätoromanisch gesprochen.

Sprachvielfalt
Immerhin die drei größeren Sprachen finden sich auch als Unterrichtssprache an Universitäten. Wer etwa im südlichen Lugano an der italienischen Grenze studieren will, muss gute Italienisch-Kenntnisse nachweisen, in Genf und Lausanne ist dagegen Französisch unerlässlich. Den Zugang zum Studium in der Schweiz erhalten deutsche Abiturienten in der Regel ohne weitere Schwierigkeiten, meist reicht das Abiturzeugnis aus.

Einige Hochschulen verlangen bei Fächern, die hier dem Numerus clausus unterliegen, einen Studienplatznachweis der ZVS als Studienvoraussetzung. Eine weitere herausstechende Besonderheit: Weil Medizin in der Schweiz das einzige Studienfach mit Zugangsbeschränkung ist, können Ausländer in der Confoederatio Helvetica bis auf einige wenige Ausnahmen dieses Fach nicht studieren.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/neue_erkenntnisse_inklusive_146.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>146</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:36:18</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Berufsakademie als Chance</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Die praktische Seite stand im Mittelpunkt, als Jörn Rode sich für ein Studium an der Berufsakademie entschied. Zuvor hatte der 31-jährige bereits ein Studium an der Universität absolviert – Mathematik und Chemie. Sämtliche Leistungsnachweise lagen in seiner Mappe, aber wegen einer plötzlich auftretenden Prüfungsneurose konnte Rode nicht zum Examen antreten.

Von seinem Studium an der Berufsakademie dagegen ist er hellauf begeistert. „Der Unterschied ist gewaltig“, erklärt Rode. „An der Uni ist man ziemlich verlassen, wenn Probleme auftreten, an der Berufsakademie findet man immer den richtigen Ansprechpartner.“

Aber nicht nur die Betreuung ist stärker als an der Uni: Durch die regelmäßigen Praxissemester würde sich Problemlösungskompetenzen ergeben, die nach einem Universitätsstudium lange auf sich warten ließen. „Ich kann jedem nur empfehlen, ein BA-Studium zu absolvieren.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/berufsakademie_als_chance_145.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>145</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:32:27</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Zwei auf einen Streich</title>
		<description><![CDATA[BA-Abschluss
Zwischen Studium und klassischer Berufsausbildung im Betrieb angesiedelt, bietet das duale Studium reichlich Chancen für einen gut organisierten Berufseinstieg.]]></description>
		<text><![CDATA[In zahlreichen Bundesländern wurden in den vergangenen 25 Jahren Studiengänge aufgebaut, die sich diesem speziellen Ausbildungskonzept verschrieben haben. Voraussetzung für einen Studienplatz ist zumeist die Fachhochschulreife und ein unterschriebener Arbeitsvertrag mit einem Betrieb, schließlich verbinden die dualen Studiengänge Praxis und Theorie sehr viel stärker als die klassischen akademischen Curricula.

Das duale Studium im Detail
An der Berufsakademie Mannheim etwa, 1974 mit rund 40 Studierenden aus der Taufe gehoben, haben sich allein zum Beginn des Wintersemesters rund 1500 Erstsemester in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen und Informationstechnologie eingeschrieben. Dessen ungeachtet machen die Berufsakademie im Bundesdurchschnitt nach wie vor einen verschwindend geringen Anteil der Studierenden aus. Nach einer im Herbst vergangenen Jahres veröffentlichten Erhebung des Hochschulinformationssystems für das Jahr 2005 entschieden sich lediglich zwei Prozent der Studienberechtigten für eine Ausbildung an der Berufsakademie – immerhin 24 Prozent wählten die Universität, 20 Prozent eine Fachhochschule.

Die Unterschiede zwischen den einzelnen Angeboten des dualen Studiums liegen wie immer im Detail: In den südlichen Bundesländern entstanden auf Initiative der Wirtschaft Berufsakademien, die mittlerweile in fast allen Regionen duale Studiengänge anbieten. In Nordrhein-Westfalen und einigen anderen Bundesländern füllen die Fachhochschulen diese Lücke mit einem etwas anderen Angebot: Die meisten FHs zwischen Rhein und Weser bieten ihren Studierenden in verschiedenen Fachbereichen die Möglichkeit, neben einem Studium eine Berufsausbildung zu absolvieren.
An der FH Köln etwa können Schulabgänger mit Fachhochschulreife und Ausbildungsvertrag zum Kaufmann im Versicherungsund Finanzwesen oder zum gehobenen Baufacharbeiter ihren Diplom oder Bachelor erwerben und gleichzeitig eine entsprechende Berufsausbildung absolvieren. Das erhöht nicht nur die Berufschancen, sondern entbindet die Studierenden auch von der lästigen Frage der Finanzierung ihres Studiums – schließlich erhalten sie eine ganz normale Ausbildungsvergütung von ihrem Arbeitgeber.

Praxisnahes Studium
Dieses Angebot erfreut sich zumindest bei den Studierenden wachsender Beliebtheit. So trudelten im Bereich Bauingenieurwesen bis Ende Januar 105 Bewerbungen ein, denen 35 Plätze gegenüber stehen. Ein wenig Sorgen macht Jürgen Danielzyk lediglich der Mangel an entsprechenden Ausbildungsplätzen in den Unternehmen. „Wir hoffen, die 35 Plätze auch wirklich besetzen zu können“, erklärt der Professor. Aber in der Bauindustrie hat sich offenbar noch nicht ausreichend herumgesprochen, dass die Absolventen des dualen Studiums vielseitig eingesetzt werden können. „Viele Unternehmen bauen diese jungen Leute als Führungskräfte auf – sie brauchen Leute, die mit den Stiefeln schon mal im Kanal gestanden haben.“
Die angehenden Bauingenieure – ab Herbst Bachelor of Engineering – absolvieren ihre Berufsausbildung in den ersten vier Semestern des Studiums. Während der Vorlesungszeit sitzen sie zwei bis drei Tage in den Hörsälen, den Rest der Zeit verbringen sie auf den Baustellen von Großbetrieben wie Hochtief und bei Kleinbetrieben mit 20 Mitarbeitern. Damit sie dennoch den gesamten Stoff des ersten Semesters vollständig mitbekommen, besuchen sie die versäumten Veranstaltungen im folgenden Jahr, mit dem Ergebnis, dass sie zwar acht statt nur sechs Semester bis zum Abschluss benötigen, dafür aber Ingenieur und Baufacharbeiter sind.

An den Berufsakademien läuft das Studium zumeist etwas anders, erfolgt dort doch in der Regel keine vollwertige Berufsausbildung. Die BA Mannheim zum Beispiel bietet ihren Mechatronikern die Möglichkeit, in den Partnerfirmen zu arbeiten, dort Praxisluft zu schnuppern. Studium und Praxis wechseln sich dabei ab: Drei Monate verbringen die jungen Mitarbeiter in den Betrieben, während sie in den folgenden drei Monaten das theoretische Rüstzeug an der Berufsakademie vermittelt bekommen. 

Beste Chancen für den Arbeitsmarkt
Bereits im dritten und vierten Semester sollen die Studierenden in den Unternehmen ingenieursmäßig arbeiten, bei Problemen die Lösung finden helfen. „Im Hörsaal halten wir hier ähnliche Vorlesungen wie an der Fachhochschule, aber mit noch stärkerem Praxisbezug“, betont Ralf Lemmen, in Mannheim zuständig für die Abteilung Mechatronik. Keine Frage, dass die Bachelor-Arbeiten in enger Abstimmung mit Berufsakademie und Unternehmen entstehen - ideale Voraussetzungen also, für sich beste Chancen im Arbeitsmarkt zu schaffen.



Mit der Berufsakademie zum Doktortitel

Dualer Studiengang und wissenschaftliche Karriere

Wer sich für den Berufseinstieg mit dem dualen Studiengang an den Berufsakademien entscheidet, denkt meist nicht an eine spätere wissenschaftliche Karriere, aber das Hochschulrecht räumt diese Möglichkeit durchaus ein.
So sind mit Beschluss der Kultusministerkonferenz vom Oktober 2004 akkreditierte Bachelorausbildungsgänge der Berufsakademien denen von Hochschulen gleichgestellt. Absolventen können also an anderen Hochschulen Master-Studiengänge aufnehmen - und der Master wiederum berechtigt zur Promotion.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/zwei_auf_einen_streich_144.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>144</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:30:16</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Die leckerste Uni der Welt</title>
		<description><![CDATA[Die Universität für gastronomische Wissenschaften in Pollenzo hat sich der Kultur des Geschmacks verschrieben.]]></description>
		<text><![CDATA[Olivenöl, Schinken, Pasta und feiner Mostessig – Norditalien hat die kulinarischen Genüsse betreffend mehr zu bieten als die meisten Regionen Europas. Kein Wunder also, dass die Region Geburtsort der Slow-Food-Bewegung ist, die sich 1986 vorgenommen hat, altes Wissen für die Küche zu bewahren und traditionelle Lebensmittel vor dem sicheren Aus durch industrielle Produkte zu sichern. Im Piemont, in der kleinen Stadt Bra fanden sich ein paar Jahre nach Gründung von Slow Food wiederum Mitglieder dieses Verbandes zusammen, um den Nachwuchs für die feine Gastronomie zu sichern: Seit dem Wintersemester 2004/2005 bildet die Università degli Studi di Scienze Gastronomiche in Pollenzo, 60 Kilometer südlich von Turin, in verschiedensten gastronomischen Disziplinen aus.

Interdisziplinäres Lernen
Dabei legt die junge Universität besonders großen Wert darauf, die verschiedensten Bereiche des Essens und der Lebensmittelproduktion wieder miteinander zu verknüpfen. So spielen nicht nur wissenschaftliche Disziplinen wie Tierzucht, Ökotrophologie und Agrarwissenschaft eine wichtige Rolle. Auch die kulturellen Hintergründe sind wichtig für Studierende, die später in der gehobenen Gastronomie in der Landwirtschaft oder der Nahrungsmittelproduktion arbeiten wollen, geht es doch darum, auch für künftige Generationen noch Gerichte jenseits von Natriumglutamat und Bürger- Brätern zu erhalten.
Darum finden sich auf der humanistischkulturellen Seite des Lehrplans in Pollenzo unter anderem Geschichte, Anthropologie und Ästhetik. Ein ungeahnt breites Curriculum also, das den Absolventen Mittel an die Hand gibt, mit denen sie die Produktion von Lebensmitteln leiten und verbessern können. Und quasi nebenbei lernen die Studierenden noch alles Erdenkliche über guten Geschmack und gewagte Kombinationen: Dank der Zusammenarbeit mit drei Spitzenrestaurants in der Umgebung der Universität können die künftigen Gastronomen für vergleichsweise kleines Geld in den kulinarischen Tempeln ihren Appetit stillen.

Geschmackschulung
Selbstverständlich wird der Geschmack auch professionell intensiv geschult. Im ersten Jahr des Studiums lernen die Schulabgänger die Möglichkeiten der Geschmacksanalyse kennen, lernen, wie Geschmack zu beschreiben ist, wie Licht und die Einrichtung das Geschmacksempfinden beeinflussen und damit alle Kniffe, selbst die zu entwickelnden Lebensmittel präzise zu prüfen und künftigen Gästen ein besonders nachhaltiges Geschmackserlebnis zu bescheren.

Dass all dies nicht in den anonymen Räumen eines geschosshoch verglasten Betonbaus stattfinden kann, liegt auf der Hand – daher haben sich die Gründer der Universität, die heute von den Regionen Piemont und Emilia Romagna getragen wird, für historische Gebäude entschieden. Der Hauptsitz der Universität inmitten eines Weinbaugebietes in einem neugotischen Gebäude, das ab 1833 um einen Innenhof herum angelegt wurde. Bereist 1842 beherbergte die Anlage die erste bäuerliche Vereinigung, die damals von König Carlo Alberto ins Leben gerufen wurde.

In der für seinen Käse, die Nudelkreationen und zahlreiche hochwertige Weine berühmten Region Emilia Romagna, dem „Bauch Italiens“, hat die Universität für Gastronomie im Dogenpalast von Colorno bei Parma ihren Platz gefunden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/die_leckerste_uni_der_welt_143.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>143</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:24:34</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Popmusikdesign in Mannheim</title>
		<description><![CDATA[Alle, die Songwriter, Sänger, DJ, Rapper, Instrumentalist, Arranger und Produzent werden wollen, haben jetzt die Möglichkeit das Fach in Mannheim von der Pike auf zu lernen und zu studieren.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer Popstar werden will, hat verschiedene Möglichkeiten. Mit der Klampfe in der Hand kann man sich tagein tagaus in zugige Einkaufsstraßen stellen und die Kehle aus dem Hals singen – immer in der Hoffnung, dass ein Scout einer Plattenfirma vorbeikommt und voller Begeisterung über das Dargebotene einen Plattenvertrag aus der Tasche zieht. Mutigere lassen sich bei „Deutschland sucht den Superstar“ „casten“ und von Dieter Bohlen und Mitstreitern in aller Öffentlichkeit Puschelchen nennen oder – auch unterhalb der Gürtellinie – vorführen. Und nach ein paar Liedern ist selbst der Sieger schnell wieder in der medialen Bedeutungslosigkeit verschwunden. Es gibt aber auch Alternativen mit akademischem Background: In Mannheim kann Popmusikdesign studiert werden.

Eigenvermarktung als Schwerpunkt
In dem noch jungen Projektstudiengang werden seit dem Wintersemester 2003/2004 Popmusiker ausgebildet, bei denen das Ziel lautet, in gesamtkünstlerischen Gestaltungsprozessen multimediale Kunstwerke zu erschaffen. Dabei bedienen sich die Studenten in der Kurpfalzmetropole, die bislang in der Musikszene mit Sängern wie Xavier Naidoo und Laith Al-Deen von sich Reden machte, elektronisch-technischer Produktionsmethoden und verbreiten die Ergebnisse als Selbstvermarker. Schwerpunkt des außergewöhnlichen Studiengangs sind die Entstehung, Gestaltung und Vermarktung von Popmusik. Es ist ein Talentschuppen ebenso für Popmusiker wie auch künftige Musikmanager ins Leben gerufen worden. Der Studiengang richtet sich in erster Linie an talentierte Songwriter, Sänger, DJ s, Rapper, Instrumentalisten, Arranger und zukünftige Produzenten in allen Bereichen der populären Musik. 

Das Grundstudium dauert zwei Semester. In Kursen werden alle popmusikrelevante Themen aufgearbeitet. Dazu gibt es Schwerpunktbereiche mit Instrumentalund Gesangsunterricht sowie Projektarbeiten. Rund 40 Prozent der Inhalte setzen sich mit dem Musikbusiness auseinander. Im Hauptstudium, das vier Semester dauert, stehen Praktika im Mittelpunkt, bei denen praxisorientierte Fähigkeiten vermittelt werden. Studienvoraussetzung sind mehrjährige musikalische Erfahrungen. Wer singen kann muss zwar vor Studienbeginn kein Instrument beherrschen, jedoch während der Ausbildung in einem Pflichtnebenfach eins erlernen.

Das Zulassungsverfahren
Zugelassen wird für Popmusikdesign nur, wer zunächst bei der Vorauswahl der Bewerbungsunterlagen und – im zweiten Schritt – bei der Aufnahmeprüfung mit Erfolg durchkommt, einen NC gibt es keinen. Dabei gilt es neben einer schriftlichen Prüfung mit den Inhalten Musiktheorie, Gehörbildung, allgemeine Musiklehre und Popmusikgeschichte auch eine Stellungnahme zu einem allgemeinen Thema aus dem Musikbusiness abzugeben. Die praktische Zulassungsprüfung besteht aus einem öffentlichen Live- Vorspiel mit maximal drei Titeln, die nach einer Viertelstunde auch vorbei sein müssen. Abgeschlossen wird die Zulassungstriologie mit einem Einzelgespräch. In der mündlichen Prüfung sind Antworten auf musikrelevante Fragen zu geben. An dem Auswahlprocedere darf jeder Interessent maximal zwei Mal teilnehmen.
Voraussetzung für das Studium ist im Regelfall die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife, das Fachabi reicht nicht aus. Ausnahmen werden nur gemacht, wenn ein besonderes Talent vorliegt.

Viele Bewerber auf wenig Studienplätze
Im Gegensatz zu vielen Teilnehmern von Casting-Shows ist ein musikalisches Grundgerüst beim Studiengang Popmusikdesign unabdingbare Voraussetzung. Der Start ins Studium erfolgt ausschließlich zu den Wintersemestern. Für Popmusikdesign und Musikbusiness gibt es zusammen lediglich circa 55 Studienplätze – bei rund 600 Bewerbern. Der Abschluss ist vergleichbar mit berufsbefähigenden Abschlüssen an staatlichen Kunsthochschulen. Die Studiengebühren an der Popakademie betragen 500 Euro pro Semester und das Studium berechtigt zur Förderung durch BaföG. Es gibt auch Stipendien. Diese werden von Univsersal Music vergeben und beinhalten eine weitere Ausbildung in der vorlesungsfreien Zeit innerhalb des Unternehmens.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/popmusikdesign_in_mannheim_142.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>142</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:19:38</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Wenn Champagner im Glas perlt, waren zuvor echte Profis am Werk</title>
		<description><![CDATA[Prickelnder Lehrstuhl: Getränketechnologen sind weltweit gefragte Spezialisten. In den jungen Weinbaugebieten Australiens oder Amerikas und auch in den europäischen Weinregionen Italien und Spanien sind Fachleute aus Deutschland gefragt.]]></description>
		<text><![CDATA[„Brüder! Kommt geschwind. Ich trinke Sterne!“ soll Dom Pérignon, der Kellermeister der Abtei von Hautvillers, begeistert ausgerufen haben, als er an seinem ersten Champagner nippte.
Es waren die Römer, die in der Champagne erste Weinreben anbauten. Der Wein, den sie daraus herstellten, war still. Aufgrund seiner Nähe zu Paris und der Aktivitäten der Klöster von Reims blieb der Weinbau erhalten, ohne wirklich große Popularität zu erreichen. Im 17. Jahrhundert hatte man begonnen, den Wein bereits im Anbaugebiet in Flaschen zu füllen, um seine Frische zu erhalten, da er den Transport im Fass nicht gut überstand. Aufgrund des frühen Abfüllens gärte der Wein unbeabsichtigt in den Flaschen weiter. Hätten die Engländer diesen sprudelnden Wein nicht sehr gemocht, wäre die Flaschenabfüllung vermutlich wieder abgeschafft worden. Die Winzer jedenfalls waren von den herausspringenden Korken nicht begeistert und nannten den Wein sogar Wein des Teufels.

Die Reims Management School (RMS)
Champagner und andere alkoholische Getränke sind zu gesellschaftlichen Anlässen nicht mehr wegzudenken und beleben je nach Maß Geister und Gemüt. Längst ist der prickelnde Schaumwein Kultgetränk, mit dem besondere Ereignisse geadelt werden. Für die Bereitung und Assemblage (Zusammenstellung) eines Champagners gelten besondere Gesetze.

Künftig bietet die Reims Management School (RMS) einen Lehrstuhl für Champagner, der von berühmten Weingütern wie Moët &amp; Chandon, Veuve Cliquot, Krug, Pommery und Laurent Perrier sowie der Stadt Reims finanziell unterstützt wird. Der Inhaber des Lehrstuhls soll ab September vor allem Business-Strategien und Marketing-Konzepte entwickeln sowie das Verbraucherverhalten beleuchten, um die Weingüter der Region in die Lage zu versetzen, der Konkurrenz in der Schaumweinindustrie standzuhalten. In der Zukunft soll dem Lehrstuhl auch ein Forschungslabor angeschlossen werden. Die Reims Management School besteht aus vier Business-Schulen, die derzeit zwei MBA-Programme und mehrere spezialisierte Angebote offerieren.

Deutscher Wein im Aufwind
Vor dem französischen Nachbarn braucht sich der deutsche Wein aber schon lange nicht mehr zu verstecken, versichert das Deutsche Weininstitut (DWI). National haben Genießer immer öfter zur heimischen Ware gegriffen und damit den Absatz um 7,8 Prozent gesteigert. Und auch auf internationalem Parkett sorgen deutsche Weine bei Wettbewerben immer öfter für großes Aufsehen. Da scheint es nachvollziehbar, dass die in Deutschland ausgebildeten Weinbauern oder Getränketechnologen auf dem internationalen Parkett gefragt sind.

Das malerische Weinbaustädtchen im Rheingau beherbergt diesen zur Fachhochschule Wiesbaden zählenden Diplom-Studiengang, der noch einen geringen Bekanntheitsgrad hat. Umso gefragter sind die Absolventen. Erst spät müssen sich die Studenten für eine Fachrichtung entscheiden, berichtet Hofmann – bis dahin werden alle Bereiche der Getränkeindustrie – von der Weinwirtschaft bis zum Brauereiwesen – beleuchtet. Denn längst sind die Vorgaben in der Produktion nicht mehr auf den Faktor Geschmack beschränkt. Getränke sind Teil der Lebensmittelproduktion und unterliegen im gesamten Produktionszyklus höchsten Qualitätsanforderungen.

Bachelor- und Masterstudiengänge
Die Studiengänge Weinbau &amp; Getränketechnologie, Gartenbau und Landespfl ege haben in Geisenheim eine lange Tradition. Die Ursprünge reichen bis in das Gründungsjahr der damals Königlich Preußischen Lehranstalt für Obst- und Weinbau, 1872, zurück. Seit 1971 sind Lehre und Forschung getrennt und es kam zur Überleitung der damaligen Ingenieursschule in Geisenheim zur neugegründeten Fachhochschule Wiesbaden.
Seit 2003 werden die bisherigen Diplom- Studiengänge sukzessive auf die neuen Bachelor-Studiengänge umgestellt. Neue Masterstudiengänge ergänzen das konsekutive Studienangebot in sinnvoller Weise. Es handelt sich um einen sechssemestrigen Bachelorstudiengang, der Ökonomie mit Weinbau und Oenolgie verknüpft und neben der heimischen Weinwirtschaft die wichtigsten ausländischen Produktions- und Absatzmärkte einschließt. 

Internationale Chancen für Absolventen
Das Studium vermittelt profunde Kenntnisse in naturwissenschaftlichen und wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen, allgemeine Fachkenntnisse auf den Gebieten von Weinbau, Oenologie und in den Wirtschaftswissenschaften und Spezialkenntnisse in den Bereichen der Internationalen Weinwirtschaft. Die Profi lmodule dienen der persönlichen Schwerpunktbildung. Aus den Profi lmodulen ist eine Auswahl zu treffen. Hierzu gehören Projektmodule wie „Italien“, „Südeuropa“, „Neue-Welt-Weinländer“ oder „Asien“. Vorgabe im Verlauf des Studiums ist ein Berufspraxissemester. Mit dem Abschluss in der Tasche öffnen sich für die Studenten viele Pforten: Insbesondere in den jungen Weinbaugebieten Australiens, Südafrikas und Amerikas aber auch in den europäischen Weinregionen Italien und Spanien sind die Fachleute aus Deutschland gefragt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/wenn_champagner_im_glas_perlt_waren_zuvor_echte_profis_am_werk_141.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>141</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:14:46</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienortwechsel per ZVS</title>
		<description><![CDATA[Ein Studienortwechsel kann dem eigenen Studium neue Impulse geben. Zuständig für einen Wechsel sind die Hochschulen selbst. Auch die ZVS ist ein wichtiger Ansprechpartner.]]></description>
		<text><![CDATA[Von Münster nach München, von Koblenz nach Kiel, von Düsseldorf nach Dresden – von einer Hochschule an eine andere zu wechseln, neue Campusluft zu schnuppern, das kann dem Studium neue Impulse geben. Viele Fachleute empfehlen sogar einen Studienortwechsel im Laufe des Studiums, doch gerade in zulassungsbeschränkten Fächern und knapper Studienplatzkapazitäten und nicht überall einheitlicher Studienanforderungen und Studienverläufen ist die Veränderung nicht immer leicht zu realisieren. Zuständig für alle Formalitäten rund um den Studienortwechsel sind die Hochschulen selbst.

Die ZVS biete Hilfestellungen
Aber in Ausnahmefällen ist die ZVS, in deren Bereich die Zulassung für das erste Semester fällt, doch Ansprechpartner für potentielle Studienortwechsler auch in höheren Fachsemestern. Denn an vielen Universitäten bestehen in höheren Semestern Zulassungsbeschränkungen. Hier ist die ZVS bemüht, Hilfestellung anzubieten. Einen Antrag auf einen Studienortwechsel bei der ZVS sollte stellen, wer nachweisen kann, dass ihm die Fortsetzung des Studiums am bisherigen Ort aus besonderen Gründen nicht zugemutet werden kann. Es muss eine besondere Ausnahmesituation vorliegen, deren Gründe so schwer wiegen, dass sie in den Bereich der Härtefallzulassung fallen. Die ZVS berücksichtigt allerdings nur Situationen, die sich neu ergeben haben. Der Antrag auf Wechsel des Studienortes muss bis zum Ende der offiziellen Bewerbungsfristen gestellt werden.

Nur die Hochschule kann in ein höheres Semester einschreiben
Wenn die Gründe für einen Studienortwechsel anerkannt werden, geht der Antrag erneut in das offizielle Vergabeverfahren. Die ZVS kann den Studienortwechseln dann zwar nur einen Erstsemesterstudienplatz anbieten, aber universitätsintern ist dann auf Antrag die Möglichkeit gegeben, in ein höheres Fachsemester eingestuft zu werden. Generell kann die Einschreibung in ein höheres Semester nur von der Hochschule vorgenommen werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienortwechsel_per_zvs_140.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>140</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:07:22</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studienortwechsel durch Studienplatztausch</title>
		<description><![CDATA[Die Wunsch-Uni oder Wunsch-FH ist vielleicht näher als man denkt. Nur sollte man sich vor einem Studienortwechsel sorgfältig und frühzeitig informieren. STUDIInfo gibt praktische Tipps zum Wechsel.]]></description>
		<text><![CDATA[Alle, die das Schicksal oder die Zulassungsstelle an einen Studienort verbannt haben, der ihnen gar nicht zusagt, müssen nicht verzweifeln: Die Wunsch-Uni oder Wunsch-FH ist vielleicht schon näher, als mancher denkt, denn Studienplätze lassen sich tauschen.

Kriterien für einen Wechsel
Für einen Wechsel müssen allerdings die Kriterien stimmen: Dasselbe Fach, dieselbe Fachsemesterzahl und vergleichbare Leistungsnachweise (Scheine) müssen vorliegen, um den Tausch für beide Seiten zu einem Erfolgsprojekt zu machen. Sind die Grundvoraussetzungen gegeben, steht dem Studienortwechsel per Tauschprogramm dann nichts mehr im Weg.

Aber auch hier gilt: Umfassende Information und die nötige Zeit, um den Tausch vorzubereiten, müssen sein. Im „Hauruck- Verfahren“ funktioniert ein Studienplatztausch nach allen (auch leidvollen) Erfahrungen nicht. Ein Anruf beim Studentensekretariat oder beim Prüfungsamt der Wunsch-Uni kann klären, ob ein Tausch überhaupt grundsätzlich nötig ist, oder ob eine direkte Bewerbung an der Hochschule Erfolg haben kann.
Wenn dann doch der Studienplatztausch nötig ist, stehen die Chancen für diejenigen am besten, die schon frühzeitig, einige Monate vor dem geplanten Hochschulwechsel, mit der Suche nach einem Tauschpartner beginnen. Wer seine Wahl-Uni gefunden hat, kann den klassischen Weg wählen und am berühmten „Schwarzen Brett“ nach möglichen Tauschpartnern Ausschau halten und sich gleich vor Ort ein Bild von den Studienbedingungen und dem Studentenleben der neuen Uni machen, einen Blick in die Wohnungsanzeigen der Tageszeitungen zu werfen oder auch den Weg zum Fachbereich zu suchen.

Auch im Internet recherieren
Darüber hinaus bieten verschiedene Studienplatztauschbörsen im Internet die Möglichkeit, einen passenden Tauschpartner zu finden. Z.B. bei:

www.studienplatz-tauschboerse.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studienortwechsel_durch_studienplatztausch_139.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>139</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:05:15</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studium vor dem Abitur</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Hochbegabte Schülerinnen und Schüler zu fördern steht seit einiger Zeit weit oben auf der Agenda der deutschen Kultus- und Bildungsminister. Unterstützt wird die politische Ebene zunehmend von Universitäten, die sich die Förderung besonders leistungsfähiger Schüler auf die Fahnen geschrieben haben.

Bereits vor dem Abitur können Schüler, die sich in der Oberstufe nicht ausgelastet fühlen, so ihre ersten Seminare an der Hochschule besuchen und dort den Grundstock für frühe akademische Weihen legen. An der Technischen Universität Dresden, die das Juniorstudium inzwischen für neun Fachbereiche anbietet, müssen die Youngster eine Empfehlung des zuständigen Fachlehrers und eine Aufnahmebestätigung der betreffenden Fakultät nachweisen.

Mit diesem Rüstzeug haben die jungen Studierenden im späteren Berufsleben ausgezeichnete Einstiegschancen, bringen sie doch trotz ihrer jungen Jahre schon viel Wissen und Erfahrung mit. Eine Liste mit Universitäten, die das Juniorstudium anbieten, stellt die Redaktion gerne zur Verfügung – einfach eine Mail mit der Anfrage an info@wordsandmore.de senden.



Schüleruniversität auch in Dresden
Neben vielen anderen Universitäten bietet auch die Technische Universität Dresden besonders leistungsfähigen Schülern aus der Umgebung die Möglichkeit, bereits vor dem Abitur ein Studium aufzunehmen – ein Umstand, der in der letzten Ausgabe der StudiInfo nicht berücksichtigt wurde.

Alle Informationen über das Angebot der TU Dresden finden sich unter
www.tu-dresden.de/zsb/schueleruniversitaet]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studium_vor_dem_abitur_138.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>138</guid>
		<pubdate>2007-08-24 16:01:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Forschung vor der Lehre</title>
		<description><![CDATA[Exzellenzprogramm
Die Exzellenzinitiative von Bund und Ländern zeichnet vor allem Forschungsleistung aus. Jedoch sollte auch ein Bewusstseinswandel zugunsten der Lehre und didaktischen Fähigkeiten stattfinden.

Jürgen Zöllner, studierter Mediziner und ehemaliger Präsident der Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz, will sich als Vorsitzender der Kultusministerkonferenz für die Förderung der universitären Lehre einsetzen.]]></description>
		<text><![CDATA[Das Exzellenzprogramm der Kultusund Bildungsminister der Republik hat Ende vergangenen Jahres für viel Aufsehen und bei allen leer ausgegangenen Hochschulen in Deutschland für auffällige Nervosität gesorgt – betroffen zeigten sich auch allenthalben Studierende, obwohl die Initiative vor allem die Lehre auszeichnen, „Leuchttürme der Wissenschaft“ schaffen soll.

Bewusstseinswandel zugunsten der Lehre
Dass hervorragende, weltweit Aufsehen erregende Forschungsleistungen nur bedingt mit der Qualität der Lehre zu tun haben, liegt jedoch auf der Hand: Verfügen die Fachbereiche über die neuesten Forschungsergebnisse, können diese Erkenntnisse auch Teil der Lehrinhalte werden. Aber spätestens nach dem zweiten Semester ist wohl jedem Studierenden klar, dass die wissenschaftliche Kompetenz fachlicher Koryphäen durchaus nicht mit didaktischen Fähigkeiten einher gehen muss.

Für das laufende Jahr hat im Januar Jürgen Zöllner, Bildungssenator von Berlin und frisch gebackener Vorsitzender der Kultursministerkonferenz nun eine Initiative angekündigt, mit der die Lehre in den Vordergrund gestellt werden soll.

„Wo stets von Lehrverpflichtung, aber von Forschungsfreiheit gesprochen wird, ist ein Bewusstseinswandel gerade auch zugunsten der Lehre notwendig“, erklärte Zöllner beim Amtsantritt im Januar. Darum bereitet das Berliner Büro des SPD-Politikers derzeit ein Programm vor, das sich aber deutlich von der jüngsten Exzellenzinitiative des Bundes unterscheiden wird.

Mehr Bildung
So soll das die Exzellenzinitiative in der Lehre die Länder stärker in die Verantwortung nehmen, seien doch die Ministerpräsidenten durch die Föderalismusreform aufgerufen, sich stärker bei der Bildung zu engagieren.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/forschung_vor_der_lehre_137.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>137</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:58:31</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Exzellenz für die Forschung</title>
		<description><![CDATA[Nach der Exzellenzinitiative der Bundesregierung im letzten Jahr, beginnt Mitte April wieder der Wettlauf um zusätzliche Förderung]]></description>
		<text><![CDATA[Graduiertenschulen, Exzellenzcluster an Universitäten und Zukunftskonzepte zum Ausbau universitärer Spitzenforschung: In diesen drei Bereichen fördert die Bundesregierung mit ihrer Exzellenzinitiative die deutsche Forschungslandschaft, um Hochschulen im Lande weltweit an eine Spitzenposition zu bringen oder sie dort zu halten.
Deshalb richtet sich in allen drei Bereichen das Augenmerk auf die forschungsbezogenen Bereiche. Die Graduiertenschulen etwa richten sich mit ihren Promotionsprogrammen an den akademischen Nachwuchs. Im ersten Durchgang wurden am 13. Oktober vergangenen Jahres 18 Graduiertenschulen ausgewählt, die für ihr besonders viel versprechendes Programm zusätzliche Unterstützung aus der öffentlichen Hand erhalten.
Die Exzellenzcluster bündeln innerhalb bestimmter Fachgebiete universitäre Forschung mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, Fachhochschulen und der Wirtschaft. Die häufig als „Elite-Universitäten“ bezeichneten Hochschulen der dritten Gruppe, die Technische Hochschule Universität Karlsruhe, die Ludwig-Maximilians-Universität München und die Technische Universität wurden ausgezeichnet für schlüssige Strategien, mit denen sie sich zu weltweit anerkannten „Leuchttürmen der Wissenschaft“ entwickeln wollen.
Nach dem ersten Abschnitt, der im Oktober vergangenen Jahres beendet wurde, geht der Wettlauf um die zusätzliche Förderung weiter. Mitte April gehen bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und dem Wissenschaftsrat die Bewerbungen für die zweite Runde ein, zum Oktober beginnt dann die Förderung der neu bestimmten Einrichtungen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/exzellenz_fuer_die_forschung_136.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>136</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:54:42</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Gutes Zeugnis und soziales Engagement</title>
		<description><![CDATA[Wie wichtig ist der Abidurchschnitt?]]></description>
		<text><![CDATA[Der Durchschnitt der Abiturnote, so erklärt Wolfgang Herrmann von der Technischen Universität München, sei zwar wichtig, aber nicht endgültig Ausschlag gebend. „Wer bei uns studieren möchte, der sollte auch Engagement zeigen.“

Interesse für das Fach zeigen
Und das nicht nur im angestrebten Fach, sondern auch darüber hinaus in verschiedenen Bereichen, etwa durch Mitarbeit in sozialen Projekten. In den Auswahlgesprächen, die die TU München seit einigen Jahren bereits durchführt, müssen die Studierenden in spe zudem zeigen, dass sie sich ernsthaft für das angestrebte Fach interessieren und ein grundsätzliches Verständnis für die Inhalte mitbringen.

TU München: eine exzellente Uni
Unter diesen Voraussetzungen kann ein Studium an der TU München, die sich seit Herbst vergangenen Jahres mit dem Exzellenzprädikat von Bund und Ländern schmücken darf, duchaus in greifbare Nähe rücken.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/gutes_zeugnis_und_soziales_engagement_135.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>135</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:51:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Wir müssen zusammen passen“</title>
		<description><![CDATA[Wege zur Traumuni
Gute Schulnoten seien zwar wichtig, räumt Wolfgang Herrmann, Rektor der technischen Universität München, ein, aber die allein reichten nicht, um an der Technischen Universität München einen Studienplatz zu ergattern.]]></description>
		<text><![CDATA[Bereits vor fünf Jahren begann die Hochschule unter Leitung ihres Präsidenten Herrmann damit, ihre Studenten nach ausgeklügelten Auswahlverfahren selbst zu rekrutieren – abseits von ZVS und Quotenregelung. Eine Experimentierklausel im bayerischen Hochschulgesetz machte es möglich.

Im Laufe dieser fünf Jahre, so erklärt Herrmann, habe die Universität eine Menge Erfahrung sammeln können, so dass sie heute mit ihrem Verfahren recht gut da stehe.

Zweistufiges Auswahlverfahren
Die rund fünfzig Studiengänge, die heute an der TU Eignungstests durchführen, wählen die Studienaspiranten in einem zweistufigen Verfahren aus. So senden Abiturienten, die sich um einen Studienplatz im Fachbereich Chemie bemühen, im ersten Schritt ein Motivationsschreiben. Aus diesem Brief soll hervorgehen, ob der Abiturient verstanden hat, was das angestrebte Fach beinhaltet, ob er, so heißt es im Formular „bei seinem Studium Engagement und Zielstrebigkeit erwarten lässt.“

Vorstellungsgespräch als Chance
Alle Studierenden, die in diesem ersten Schritt keinen Studienplatz bei den Münchner Chemikern erhalten, werden zu einem „Eignungsfeststellungsverfahrens- Gespräch“ eingeladen. In diesem Gespräch haben die Bewerber ein zweites Mal die Möglichkeit, ihre Eignung zum Chemie-Studium nachzuweisen – allerdings ohne dass eine chemische Prüfung abgelegt werden müsste. Durchhaltevermögen, Problemlösungskompetenz, Grundverständnis abstrakter Fragestellungen und sprachliche Ausdrucksfähigkeit stehen im Mittelpunkt. Und bei der richtigen Mischung können durchaus Studienanfänger mit etwas schlechteren Abiturnoten eher zum Zuge kommen als Mitbewerber mit einem besseren Durchschnitt.
Für Florian Schweinberger von der Fachschaft Chemie an der TU München ein sehr sinnvolles Verfahren, hätten doch Schulabgänger so die Möglichkeit, jenseits von Abiturnoten ihre Fähigkeit zum Studium nachzuweisen. Vertretbar ist das Verfahren aus seiner Sicht aber nur, weil die Studierendenvertretung im Fachbereich bei allen Auswahlgesprächen anwesend sein muss. „Das ist keine reine Professorenveranstaltung. Wenn kein Vertreter der Studierendenschaft Zeit hat, kann kein Auswahlgespräch stattfinden.“

Der erhebliche Arbeitsaufwand ist Schweinbergers Ansicht schon allein durch die auffällig niedrige Abbrecherquote gerechtfertigt, die seit Einführung des Auswahlverfahrens beständig sinkt.

In diesen sinkenden Zahlen sieht auch Universitätspräsident Herrmann den wesentlichen Vorteil der hausinternen Regelung, zumal hier ja nicht nur die Universität ihre Studierenden auswählt, sondern die Studierenden auch ihre Hochschule. „Wenn man gut zusammenpasst“, erklärt der habilitierte Chemiker, „ist der Studienerfolg auch gut.“ Nur so seien die geringen Abbrecherquoten zu erklären. 

Zukunftsaussichten
Um das Profil der Universität in diesem Bereich noch weiter zu schärfen, strebt Herrmann ein fächerübergreifendes System für die Auswahl der Studierenden an. Bislang regeln die Fachbereiche das selbst.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/wir_muessen_zusammen_passen_134.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>134</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:50:11</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Verschiedene Wege zum Studienplatz</title>
		<description><![CDATA[Für Rainer Westermann, Rektor der Greifswalder Universität, bleibt ein gutes Abi immer noch wichtig. Hier sind seine Gründe:]]></description>
		<text><![CDATA[Der Wert von Auswahlgesprächen sei hauptsächlich psychologischer Natur, ist sich Rainer Westermann, Rektor der Greifswalder Ernst- Moritz-Arndt-Universität, sicher. An der Hochschule in Mecklenburg-Vorpommern praktiziert derzeit auch nur die Medizinische Fakultät dieses Verfahren – „Und die Kollegen sind wirklich davon überzeugt“, so Westermann.

Dass Hochschulen nach solchen Auswahlgesprächen geringere Abbrecherquoten aufweisen, führt der Rektor auf eine engere Verbundenheit zwischen Studierenden und Dozenten zurück, aus der sich fast zwangsläufig eine bessere Betreuung ergibt. „Aber in so einem Gespräch finde ich nicht die Leute heraus, die für ein Studium besser geeignet wären.“

Ein guter Abischnitt bleibt wichtig
Aus diesem Grund und weil die kleine Universität zwischen Rügen und Usedom den hohen Personalbedarf solcher Auswahlgespräche kaum decken kann, werden dort auch in Zukunft die Abiturnoten die Hauptrolle bei der Auswahl der Studierenden spielen – ein gutes Abi bleibt also unerlässlich.



Kontaktadressen

Ernst-Moritz-Arndt-Universität
Greifswald
Domstraße 11
17487 Greifswald

Telefon: +49 (0) 3834 86 -11 50
Telefax: +49 (0) 3834 86 -11 51

pressestelle@uni-greifswald.de
www.uni-greifswald.de


Adresse der Universität Duisburg-Essen
Campus Duisburg:
Forsthausweg 2
47057 Duisburg
Telefon: + 49 (0) 203 379 - 0

Campus Essen:
Universitätsstraße 2
45141 Essen
Telefon: + 49 (0) 201 183 - 1

www.uni-duisburg-essen.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/verschiedene_wege_zum_studienplatz_133.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>133</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:43:22</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Universitäten schärfen ihr Profil</title>
		<description><![CDATA[Zu neuen Ufern
Durch Studiengebühren und neue Hochschulgesetze müssen sich die Universitäten mehr nach außen öffnen. STUDIInfo berichtet über die Maßnahmen der Universitäten Greifswald und Duisburg-Essen.]]></description>
		<text><![CDATA[Studiengebühren, zahlreiche neue Hochschulgesetze in den meisten Bundesländern und Anforderungen der privaten Wirtschaft stellen die Universitäten und Fachhochschulen hierzulande vor neue Herausforderungen: Die einstigen Hochschulen, in denen Professoren als Wissenschaftler und Lehrende hauptsächlich ihren eigenen Vorstellungen entsprachen, gehören der Vergangenheit an, wenn die Universitäten in Konkurrenz zueinander stehen, um Studierende und Geldmittel wetteifern und auch bei Lehrenden ein Wettlauf um die besten Köpfe stattfindet.

Neue Konzepte für Hochschulen
Um sich an diesem Markt positionieren zu können, haben die Hochschulen die Notwendigkeit erkannt, ihr Profil zu schärfen und begegnen der Anforderung mit zahlreichen unterschiedlichen Konzepten.
So sieht sich die Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald etwa genötigt, ihren Fächerkanon zu verkleinern, um sich auf vier zentrale Bereiche zu konzentrieren. „Mir wäre es lieber gewesen“, erklärt Hochschulrektor Rainer Westermann, „wenn wir alle Fakultäten beibehalten und den zentralen vier Bereichen mehr Mittel hätten zuteilen können.“ Da aber die öffentlichen Zuschüsse deutlich sinken, sind in Greifswald in den vergangenen Jahren einige Fachbereiche geschlossen worden. Ihre Schärfe gewinnt die Universität nun durch ihre hohe Kompetenz in den Lebenswissenschaften wie Medizin, Biologie und Biochemie, im Bereich Physik, in den Literatur- und Kulturwissenschaften für den Ostseeraum sowie im Bereich Wirtschaftswissenschaft, Kommunikationswissenschaft und Jura – vier deutlich differenzierte Felder also, mit denen sich die relativ kleine Hochschule mit rund 11 000 Studierenden profilieren will.

Auch „weiche“ Faktoren zählen
Neben diesen „harten“ inhaltlichen Kriterien legt die Uni an der Waterkant aber auch großen Wert auf die weichen Faktoren, vor allem auf die überschaubaren Dimensionen von Hochschule und Stadt. So hätten Studierende und Dozenten in Greifswald mit seinen 60 000 Einwohnern und in Studiengängen mit wenigen hundert Kommilitonen erheblich bessere Chancen, sich kennen zu lernen, die Studierenden entsprechend höhere Chancen, in die Forschungsprojekte ihrer Professoren einzusteigen, wenn sie Interesse mitbringen.

Dass man sich in Greifswald, in den Kneipen und Hörsälen der Stadt zwangsläufig immer wieder über den Weg läuft, führt nach Westermanns Ansicht zu einer höheren Konzentration und zu einer engeren Bindung zwischen Dozent und Studierenden. Darauf führt der Rektor letztlich auch das auffallend gute Ranking der Greifswalder Uni bei ihren Studierenden zurück. Die Universität Duisburg-Essen, 2003 aus den beiden 1972 gegründeten Universitäten der Nachbarstädte im Ruhrgebiet fusioniert, schärft ihr Profil dagegen hauptsächlich im regionalen Umfeld, kommen doch die meisten Studierenden der relativ jungen Hochschule aus der unmittelbaren Umgebung und wohnen während des Studiums noch bei den Eltern. Mit Veranstaltungen an Schulen machen die Fachbereiche der Uni auf sich aufmerksam, die nicht voll ausgelastet sind, wogegen die besonders angesehenen und gut besuchten Fakultäten sich mit Außenwerbung eher zurückhalten. Mit diesem kontrazyklischen Ansatz wird zwar das Profil der Hochschule nicht unbedingt schärfer, aber die Fachbereiche können zumindest auf gleichmäßige Auslastung hoffen. In Zeiten knapper Kassen ein durchaus wichtiges Ziel, drohen doch sonst Mittelkürzungen von Seiten des Landes.

Konzentrierte Öffentlichkeitsarbeit
Beide Universitäten nutzen alle möglichen Wege, um ihr jeweiliges Profil zu kommunizieren, sich bei Schulabgängern ins rechte Licht zu setzen – in der Regel mit den üblichen Mitteln der Öffentlichkeitsarbeit: Gut gestalteten, übersichtlichen Internetseiten, Infobroschüren und Veranstaltungen wie den Hochschulinformationstagen, an denen sich künftige Studierende über das Angebot der Universität informieren können. An der Uni Duisburg-Essen präsentieren sich daneben einzelne Fachbereiche mit ihren Fächern an Schulen Oberstufen im Ruhrgebiet.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/universitaeten_schaerfen_ihr_profil_132.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>132</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:40:03</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Mehr als Tulpen und Käse</title>
		<description><![CDATA[„Ich würde es jederzeit wieder tun“, so das Resümee der Studentin Eva Beckmann, die sieben Monate in Leiden verbrachte.]]></description>
		<text><![CDATA[Tulpen, Käse, Holzschuhe - beim Gedanken an die Niederlande taucht gleich eine ganze Fülle von Stichworten vor dem geistigen Auge auf. Höchste Zeit also, den Vorurteilen einmal persönlich auf den Grund zu gehen und die Heimat der nördlichen Nachbarn hautnah kennen zu lernen. Beste Einblicke in das Leben der Niederländer verschafft ein mehrmonatiger Aufenthalt im „Land der Tulpen“, etwa im Rahmen eines Austauschsemesters.
So hat es auch Eva Beckmann gemacht, und: „Ich würde es jederzeit wieder tun“. Als die Münsteraner Studentin auf ihren Aufenthalt im niederländischen Leiden zurückblickt, fällt ihr augenblicklich eine Fülle von Ereignissen ein, die ihr Austauschsemester bei den nördlichen Nachbarn besonders gemacht hat. So besonders, dass sich die 25-Jährige mittlerweile gut vorstellen könnte, dauerhaft in den Niederlanden zu leben und zu arbeiten.
Die Entscheidung ihr Studienfach „Niederlande Studien“ von der Universität Münster für ein Semester an die Universität Leiden zu verlegen, erfolgte für Eva Beckmann ganz bewusst: „Ich wollte den bisherigen Gegenstand meines Studiums direkt vor Ort erfahren.“ Auch wenn die örtliche Studienordnung einen Auslandsaufenthalt nicht zwingend vorschreibt, entscheiden sich zahlreiche Münsteraner Studenten, ein Semester in den Niederlanden zu verbringen. Ziel des Aufenthaltes ist es nämlich nicht nur die Sprache, sondern auch Kultur, Geschichte und Lebensart des Nachbarlandes kennen zu lernen. Und wo wäre dies besser möglich als direkt vor Ort?

Es geht los: Die Koffer werden gepackt
Im August des vergangenen Jahres war es dann soweit: Die Koffer wurden gepackt, die Wohnung in Münster zwischen vermietet und ein Apartment im malerischen Zentrum von Leiden bezogen: eine Wohngemeinschaft mit niederländischen Kommilitonen. „Das hat mir den Anfang dort sehr erleichtert“, gesteht Eva Beckmann, die neben dem Fach der Niederlandestudien Englische Philologie und Kultur, Kommunikation und Management an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster studiert. Zudem stellt die Universität ihren ausländischen Gaststudenten Tutoren zur Seite, die in der ersten Eingewöhnungsphase mit Rat und Tat zur Seite stehen. „Auch wenn es keinen Kulturschock gab, war ich dennoch verwundert, wie viel in den Niederlanden im Vergleich zu Deutschland anders ist“, gibt die 25-Jährige zu. Besonders positiv ist ihr dabei die offene Art der Holländer in Erinnerung geblieben. „Die Menschen waren sehr freundlich und interessiert, selbst an der Universität war der Umgang zwischen Professoren und Studenten herzlicher“, beschreibt die gebürtige Essenerin. Standes- oder altersbedingte Hierarchien seien deutlich weniger ausgeprägt.
Gleichzeitig aber sei die viel gerühmte Toleranz der Niederländer oftmals nur oberflächlich. „Im Inneren der Gesellschaft brodeln die gleichen Probleme wie bei uns“, hat Eva Beckmann festgestellt. Aber auch dafür sei der siebenmonatige Aufenthalt in den Niederlanden gut gewesen: für einen Blick hinter die Fassade. „So habe ich auch die Möglichkeit bekommen, mit Vorurteilen aufzuräumen und mir ein eigenes Bild des Landes zu machen“, betont die 25-Jährige im Rückblick. Geholfen hat ihr dabei unter anderem ein von der Universität organisierter Abend in einer „typischen“ niederländischen Familie. „Denen durfte ich förmlich ein Loch in den Bauch fragen, dazu gab es traditionelles Essen und alles, was man als Ausländer eben als typisch empfindet.

Abschied nach einer schönen Zeit
Verständlich also, dass Eva Beckmann der Abschied von Leiden im Februar diesen Jahres nicht leicht viel. „Ich habe dort ja nicht nur eine Menge für mein Studium gelernt, sondern auch Freunde gefunden und einmalige Erfahrungen gemacht“, blickt sie ein bisschen wehmütig auf ihr Austauschsemester im Nachbarland zurück. Ihr Fazit fällt daher eindeutig aus: „Ich würde jedem empfehlen, es auch zu versuchen“.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/mehr_als_tulpen_und_kaese_131.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>131</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:28:12</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Neue internationale Studiengänge an der Uni Maastricht</title>
		<description><![CDATA[Interessante neue Studiengänge wie z.B. European Public Health bieten neue Chancen.]]></description>
		<text><![CDATA[Maastricht - Angehende Studenten, die auf der Suche nach einer internationalen Ausbildung sind, werden u.a. in Maastricht fündig. An der Universität Maastricht (UM) gibt es seit September ein neues Bachelor European Public Health Studium und eine englischsprachige Variante des Bachelor European Law School. Am 18 November ist Tag der offenen Tür.

„Problem Based Learning“
Die Universität Maastricht verbucht als internationalste Universität der Niederlande schon seit Jahren große Erfolge mit Problem Based Learning (PBL). International ausgerichtete Studiengänge, wie European Studies, International Business und das University College Maastricht, sind bei Studenten sowie Arbeitsgebern äußerst beliebt. „Um diese internationale Richtung zu sichern, gibt es seit diesem Studienjahr zwei englischsprachige und an Europa orientierte Bachelor Studiengänge“, so ein Sprecher der UM,“‘speziell für Studenten, die über Grenzen hinwegsehen wollen.“ 

Europa im Blickfeld
European Public Health ist eine einzigartige Ausbildung in Europa, in der Spezialisten für das grenzüberschreitende und europäische Gesundheitswesen ausgebildet werden. Die Unbedenklichkeit von Lebensmitteln, die Diskussionen über Feinstaub und die Vogelgrippe sind nur ein paar der Themen, die dieser neue Bachelor ins Visier nimmt.

Die englischsprachige Variante des (bereits bestehenden) Bachelor European Law School nimmt als Ausgangspunkt nicht Nationales Recht, sondern Gemeines Recht (Ius Commune). Studenten lernen hier nicht nur Fachwissen, sondern bekommen auch eine „europäische Einstellung“ beigebracht.

Mehr Infos über diese internationalen Studiengänge an der UM gibt es am Tag der Offenen Tür: Samstag, 18. November. Meld dich an auf www.unimaas.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/neue_internationale_studiengaenge_an_der_uni_maastricht_130.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>130</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:24:20</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bachelor und Master: Umstellung in Rekordzeit geschafft!</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Während in Deutschland die Umstellung auf das neue System von Bachelor und Master ganz allmählich verläuft, hat man die Studienreform in den Niederlanden in Kürze abgeschlossen.

Im Studienjahr 2002/03 haben alle Universitäten fast alle Studiengänge auf einmal auf Bachelor und Master umgestellt. Eine Ausnahme machte nur der medizinische Bereich. Eine große niederländische Bank gab in der Zeit T-shirts für Studienanfänger aus mit dem Spruch: „van Pa/ Ma naar Ba / Ma“, was soviel heißt wie ‘von Vater und Mutter direkt ins neue Studium’. 

Mehr Informationen gibt es bei der Radboud Universität Nijmegen, die sich und ihr umfassendes Angebot für deutsche Schüler am 4. November 2006 an einem Tag der offenen Tür vorstellt.

Kontakt:
Radboud Universiteit Nijmegen, Niederlande, Beratungsstelle für deutsche Schüler
T: 0031-24-3611345
E: studienberatung@dsz.ru.nl

www.studieren-in-nimwegen.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bachelor_und_master_umstellung_in_rekordzeit_geschafft_129.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>129</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:21:16</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Fit für die Globalisierung</title>
		<description><![CDATA[Asian Business Management Studies in Breda.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Wirtschaft im weltweit stärksten Wachstumsmarkt Asien hat der neue Studiengang „Asian Business Management Studies (ABMS) an der Avans Hogeschool Breda im Blick.

Der auf vier Jahre angelegte Bachelor-Studiengang ist eine Spezialrichtung der International Business and Management Studies, die seit 1995 engagierte junge Leute ausbildet für Managementfunktionen in der internationalen Wirtschaftswelt.

Der neu konzipierte, englischsprachige ABMS-Studiengang legt den Schwerpunkt auf den asiatischen Wirtschaftsmarkt und hat einen Chinesisch-Sprachkurs in die Studien integriert, um auch auf der Ebene der Kommunikation den besonderen Anforderungen der global agierenden Wirtschaft gewachsen zu sein. Und damit nicht genug: Auch das Wissen um die asiatische Kultur ist in den Studiengang integriert.

Chinesische Sprache und Kultur sind neben den betriebswirtschaftlichen Grundlagen Studieninhalt während der gesamten vier vorgesehenen Studienjahre. Praxisnah und projektbezogen ist der Unterricht gestaltet. Zum Studium gehören zudem ein sechsmonatiger Auslandsaufenthalt an einer Partnerschule in China oder Korea sowie Praktika in chinesischen Unternehmen oder in Betrieben, die auf dem asiatischen Markt aktiv sind. Möglich macht dies das große internationale Netzwerk der Avans Hogeschool. Gecoacht wird jeder ABMS-Student durch einen persönlichen Mentor. 

Nähere Informationen gibt es bei der Avans Hogeschool Breda:
Tel. 0031 76 5238501 (Regine Bechler)
E-mail: rhi.bechler@avans.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/fit_fuer_die_globalisierung_128.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>128</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:19:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bewerbungsleitfaden</title>
		<description><![CDATA[Der Anmeldeprozess für einen Studienplatz an einer Hochschule in den Niederlanden verläuft anders als in Deutschland. STUDIInfo beschreibt die Unterschiede.]]></description>
		<text><![CDATA[Termine
Das Studienjahr beginnt in den Niederlanden am 1. September und endet am 31. August des folgenden Jahres. Einen einheitlich festgelegten Bewerbungstermin für einen Studienplatz gibt es in den Niederlanden nicht. Bewerbungen werden aber, anders als in Deutschland, schon im Vorjahr des Studienjahres entgegen genommen.
Sinnvoll ist es, sich direkt an der Hochschule zu melden und nach den Bewerbungs- und Aufnahmemodalitäten zu fragen ebenso wie nach den Zugangsvoraussetzungen, denn für bestimmte Studiengänge werden beispielsweise besondere mathematische Kenntnisse vorausgesetzt.

Sprachkenntnisse
Mit der jeweiligen Hochschule muss auch der Nachweis niederländischer Sprachkenntnisse abgestimmt werden. Erwünscht sind die Studienplatzbewerbungen von den niederländischen Hochschulen generell bis zum Jahresende. Das Abiturzeugnis kann, ebenso wie der Niederländisch-Nachweis, allerdings nachgereicht werden.

Zulassungsregeln
Bei Fächern mit Zulassungsbeschränkungen (z.B. Internationale Wirtschaftsstudiengänge der Universität Maastricht oder Medizin) müssen die Bewerbungen zwingend bis April/ Mai vorliegen. Für Studiengänge ohne Zulassungsbeschränkungen sind Bewerbungen bis kurz vor Studienbeginn Ende August, möglich.
Bei freien Kapazitäten werden auch Nachmeldungen im September noch entgegen genommen. Einzelheiten sind bei den jeweiligen Hochschulen zu erfragen. Wenn die Studienplatzzusage der Hochschule vorliegt, ist auf jeden Fall noch eine Anmeldung bei der „Informatie Beheer Groep“ in Groningen erforderlich.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bewerbungsleitfaden_127.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>127</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:17:00</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Rund um zufrieden!</title>
		<description><![CDATA[Studieren in den Niederlanden
Hat Annika Hegemann den Schritt, in Holland zu studieren schon einmal bereut? „Keinen Tag“, sagt sie voller Überzeugung. „Für mich war das genau die richtige Entscheidung“. Mit STUDIInfo spricht sie über Ihre Erfahrungen in den Niederlanden.]]></description>
		<text><![CDATA[Eigentlich sitzt sie schon wieder auf gepackten Koffern. Annika Hegemann wird ihr drittes Studienjahr zum Bachelor of International Business and Languages an der Hochschule in Kotka (Finnland) verbringen. Aber für ein Gespräch mit STUDIInfo nimmt sie sich natürlich Zeit.
„Flexibel muss man eben sein“, sagt sie gelassen. „Das ist eines der wichtigsten Dinge, die ich in den vergangenen zwei Jahren gelernt habe“, sagt sie. Sich schnell auf neue Situationen einzustellen ohne lange an bürokratischen Regeln zu kleben, kreativ nach Lösungen für anstehende Probleme zu suchen und die Chancen zu ergreifen, die sich bieten - das ist die Flexibilität, von der die 24-jährige Studentin spricht. Ihre Lehrmeister sitzen im holländischen Emmen südlich von Groningen an der Hogeschool Drenthe. Hier ist Annika Hegemann seit dem 1. September 2004 eingeschrieben für den Bachelor-Studiengang International Business and Languages. „Etwas Vergleichbares gab es an keiner deutschen Fachhochschule oder Universität“, erklärt sie ihre Entscheidung, nach Abitur und einer kombinierten Ausbildung zur Bürokauffrau und Verwaltungsangestellten, ein Studium in den Niederlanden aufzunehmen.

„Nach den ersten Eindrücken habe ich gleich gespürt: Ja, hier bin ich richtig, hier möchte ich studieren“, erzählt Annika Hegemann.
Dass Holland als mögliches Studienland überhaupt in ihr Blickfeld rückte, verdankt sie einem Fernsehbericht. „Die Reportage porträtierte die Fachhochschule in Emmen und stellte den damals ganz neuen Bachelor-Studiengang International Business and Languages vor. Das international ausgerichtete Studienkonzept, Elemente der Wirtschaftswissenschaften mit Sprachen zu kombinieren hat mich sehr interessiert, erinnert sie sich noch gut. Sie besorgte sich weiteres Informationsmaterial und reiste zu einem Tag der offenen Tür nach Emmen. „Nach den ersten Eindrücken habe ich gleich gespürt: Ja, hier bin ich richtig, hier möchte ich studieren“.
Und sie war nicht allein: Die Idee, den Business-Bachelorstudiengang an der Hogeschool Drenthe zu beginnen hatten wie Annika Hegemann 70 andere junge Deutsche und lagen damit voll im Trend. „Im Studienjahr zuvor waren es nur 20 Studenten aus Deutschland, die diesen Studiengang belegten, im Studienjahr nach mir sind es sogar schon 90 deutsche Studenten“, weiß die Studentin und bestätigt darin, dass die holländischen Hochschulen bei deutschen Studenten immer beliebter werden.

Was macht die besondere Attraktivität eines Studiums in den Niederlanden aus?
„Da sind zum einen die wirklich innovativen Studiengänge, die an den Hochschulen und Universitäten angeboten werden. Das sind Studiengänge, ganz an den Marktbedürfnissen orientiert, an die in Deutschland noch niemand denkt, oder vor deren Verwirklichung noch viele bürokratische Hürden stehen“, macht die Emmen-Studentin deutlich. Auch der relativ „verschulte“ Studiengang kommt ihr sehr entgegen. „Wir arbeiten in Lerngruppen zusammen von meistens 20 bis 25 Studenten und haben einen sehr intensiven, persönlichen Kontakt zu unseren Dozenten, die uns ganz hervorragend betreuen“, beschreibt sie. „Kein Vergleich zu den anonymen Massenveranstaltungen an deutschen Hochschulen.“

Konkreter Praxisbezug von Anfang an
Das holländische Studienjahr, das übrigens immer am 1. September beginnt und am 31. August des folgenden Jahres endet, ist unterteilt in vier themenbezogene Abschnitte von jeweils rund zehn Wochen. „In dieser Zeit bearbeiten wir mit einer Gruppe ein konkretes Projekt, beispielsweise der Erarbeitung eines Sanierungskonzeptes für ein in Schieflage geratenes Unternehmen. Wir müssen die Ergebnisse später präsentieren und legen Prüfungen ab.“ Diese Art der Studienorganisation hat gleich zwei große Vorteile für die Studenten: Schritt für Schritt absolvieren sie ihr Studium und gleichzeitig ist von Anfang an ein konkreter Praxisbezug gegeben. „Die meisten unserer Dozenten kommen selbst aus der Wirtschaft, sind äußerst kompetent und wissen, wie wichtig es für uns Studenten ist, das an der Hochschule vermittelte Wissen nicht nur theoretisch zu beherrschen, sondern auch von Anfang an konkret anzuwenden“, beschreibt Annika Hegemann ihren Studienalltag.

Ist die fremde Sprache denn kein Handicap?
„In keiner Weise“, so die junge Studentin, für die die „Sprachbarriere“ schon lange keine mehr ist. „In Emmen ist dem Studium ein achtwöchiger kostenloser Intensivsprachkurs Niederländisch vorgeschaltet. Danach ist die Unterrichtssprache wirklich kein Problem mehr“, lacht sie. „Wichtig ist einfach, sich früh genug um einen Platz im Sprachkurs zu bemühen“, rät Annika Hegemann jungen Deutschen, die mit dem Gedanken spielen, in Holland zu studieren.

Rechtzeitig mit der Vorbereitung des Studiums beginnen Bei der Vorbereitung ihres Studiums hat ihr persönlich auch ein spezielles Vorbereitungsseminar „Studieren in Holland“ geholfen. „Nur eine gute Vorbereitung schützt vor unangenehmen Überraschungen“, sagt sie. Eine solche unliebsame Überraschung könnte beispielsweise sein, zu Studienbeginn noch kein Zimmer, keine Wohnung zur Verfügung zu haben. „Die Suche nach einer Unterkunft kann tatsächlich zum Problem werden“, weiß die Studentin. „Auch da muss man unbedingt den Faktor Zeit einplanen“, gibt sie aus eigener Erfahrung zu bedenken.

Die Finanzen sollte man nicht aus den Augen verlieren
Die Finanzen sollten Holland-Studenten in spe ebenfalls nicht aus den Augen verlieren, denn ganz billig ist das Wohnen und Leben in den Niederlanden nicht. „Die Lebenshaltungskosten liegen nach meiner Erfahrung etwas höher als in Deutschland“, rechnet Annika Hegemann nach. Dazu kommen rund 1500 Euro Studiengebühr pro Jahr und die Kosten für Fachliteratur und Fahrten nach Hause, um den Kontakt mit der Familie und alten Freunden nicht abreißen zu lassen. Über verschiedene Erstattungsmodelle ist es allerdings möglich, dass ein Teil der Gebühren von niederländischer Seite wieder gut geschrieben wird. Den Gedanken, vielleicht neben dem Studium zu jobben, musste Annika Hegemann schnell verwerfen, zum einen, weil Studentenjobs auch in den holländischen Universitätsstädten rar gesät sind und zum zweiten fehlt einfach die Zeit. „Das Studium an der niederländischen Hogeschool Drenthe ist äußerst arbeitsintensiv und die Semesterferien sind sehr kurz“, so ihre Erfahrung. „Von der Vorstellung, man könne ein Studium in den Niederlanden auf die leichte Schulter nehmen, nur weil es hier nicht so strenge NC-Regelungen gibt wie in Deutschland, müssen sich die Studienanfänger ganz schnell verabschieden.“

Das Auslandsjahr in Finnland, das Praktikum in Deutschland
Hat Annika Hegemann den Schritt, in Holland zu studieren schon einmal bereut? „Keinen Tag“, sagt sie voller Überzeugung. „Für mich war das genau die richtige Entscheidung. Und darüber hinaus werden Auslandsaufenthalte von den Arbeitsgebern immer häufiger angefragt“, hofft sie auf gute Berufschancen. Zwei Jahre ihres Bachelor-Studiums International Business and Languages hat sie nun schon absolviert. Das dritte und vierte Studienjahr sehen je ein Auslands- und ein Praktikumsjahr vor. „Das Auslandsjahr werde ich jetzt in Finnland verbringen, für mein Praktikumsjahr möchte ich mich bei großen Unternehmen in Deutschland bewerben“, so die Planung von Annika Hegemann. Und wenn sie dann den Bachelor in der Tasche hat, soll vielleicht noch der Master folgen, möglicherweise an einer anderen Hochschule. Da ist die 24-Jährige ganz flexibel. Denn Flexibilität, die hat sie gelernt bei ihrem Studium in Holland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/rund_um_zufrieden_126.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>126</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:13:56</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Niederländische Hochschulen bei deutschen Studenten immer beliebter</title>
		<description><![CDATA[Studieren mit Perspektive
Psychologie, Hotelmanagement, Logopädie, Kreativtherapie, Biotechnologie, Pferdemanagement, Molekularwissenschaften oder Asian Business Management Studies - ist es die unerschöpfliche Vielfalt der innovativen Studiengänge aus nahezu allen Wissenschaftsbereichen an niederländischen Fachhochschulen (Hogeschoolen) und Universitäten, die immer mehr junge Leute anlockt, zum Studieren einen Schritt über die Grenze zu gehen?]]></description>
		<text><![CDATA[Zum Studienjahr 2006/2007 sind es nach Schätzungen von Experten knapp 13000 deutsche Studenten, die an den rund 70 niederländischen Hochschulen in den unterschiedlichsten Fachrichtungen eingeschrieben sind. Damit hat sich in den vergangenen vier Jahren die Zahl der „Studienauswanderer“ von Deutschland nach Holland nahezu verdoppelt. Ein Trend, der Bildungsberater Peter Stegelmann (Educon) nicht überrascht. „Die niederländischen Fachhochschulen und Universitäten bieten beste Studienbedingungen“, so der Experte, „sie ermöglichen ein Studium stark am Markt orientiert und mit weniger Zugangsbeschränkungen durch einen Numerus Clausus als in Deutschland.“ International anerkannte Bachelor- und Masterstudiengänge gehören in den Niederlanden längst zum Standard, immer wieder neue Studiengänge werden ganz nach dem Bedarf der Wirtschaft ohne große bürokratische Hindernisse installiert.

Innovative Studiengänge
Pluspunkt eins für ein Studium in den Niederlanden: Innovative Studiengänge. Neu ist beispielsweise das Studium Asian Business Management Studies mit einem integrierten Chinesisch-Sprachkurs an der Avans Hogeschool Breda, eine Reaktion auf den im Zeichen der Globalisierung immer wichtiger werdenden asiatischen Wirtschaftsmarkt. Um hier zu agieren braucht die Wirtschaft bestens ausgebildete Fachleute - die holländischen Hochschulen haben dies erkannt, erarbeiteten ein Konzept und bieten jetzt schon die entsprechende Hochschulausbildung an. Während andernorts die bürokratischen Mühlen noch langsam mahlen, sind in Holland längst die ersten Chinaexperten top geschult für ihre internationalen Aufgaben. Besonders nachgefragt sind bei deutschen Studenten die Studiengänge im Bereich Physiotherapie, Ergotherapie, Krankenpflege oder Logopädie. Während diese Ausbildungen nämlich in Deutschland überwiegend an Berufsfachschulen angeboten werden, haben die Niederlande die Ausbildung auf Fachhochschulniveau installiert.

Kaum Zugangsbeschränkungen
Pluspunkt 2: In den Niederlanden gibt es deutlich weniger Zugangsbeschränkung zum Studium durch einen NC als in Deutschland, etwa bei Fächern wie der Psychologie, hier gilt lediglich ein „Numerus fixus“. Hoch im Kurs stehen bei den Psychologie-Studenten die Universitäten Utrecht, Nijmegen, Rotterdam und Amsterdam. Auch die künstlerisch orientierten Studiengänge sind einfacher zugänglich als in Deutschland, ebenso wie beispielsweise das in den Niederlanden NCfreie Studienfach Molekulare Biomedizin. 

Attraktive Studienbedingungen
Pluspunkt 3: Attraktive Studienbedingungen. Deutsche Studenten an niederländischen Hochschulen schätzen die besondere persönliche Atmosphäre, die das Verhältnis von Studenten und Dozenten kennzeichnet, die gute Ausstattung der Institute und Seminare und die, insbesondere an den Hogeschoolen überwiegend praxisorientierte wissenschaftliche Ausbildung.
Was kann man wo unter welchen Voraussetzungen studieren?
Eine Übersicht über alle aktuellen Studienmöglichkeiten an niederländischen Hochschulen und grundlegende Informationen zum Studium finden sich im Internet unter www.studieren-in-holland.de

Viele Hochschulen bieten bei Tagen der offenen Tür (zumeist Mitte November und Mitte März terminiert) umfangreiche Beratungsmöglichkeiten vor Ort.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/niederlaendische_hochschulen_bei_deutschen_studenten_immer_beliebter_125.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>125</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:07:51</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ausbildung zum Hotelier an der Ecole hôtelière de Lausanne</title>
		<description><![CDATA[„Die Hotelindustrie braucht Talente: Kreative, innovative, aber auch lösungsorientierte Führungskräfte, die in der Lage sind, mit den Herausforderungen der Zukunft umzugehen. Die Aufgabe der „Ecole hôtelière de Lausanne“ ist es, dieses Talent zu entwickeln“, erläutert deren Direktor, Rudolph Reuland.]]></description>
		<text><![CDATA[Luxuriöse Suiten, internationale Gäste, Glamour und Eleganz - die Welt der First-Class-Hotels umgibt seit jeher eine Aura der Exklusivität. Zumindest, wenn man das Glück hat, als Gast in einem der Fünf-Sterne-Häuser einen Urlaub verbringen zu dürfen. Den Menschen, die hinter den Kulissen dieser Luxushotels arbeiten, wird nur selten ein Blick gegönnt. Viel zu sehr noch haftet den Arbeitsfeldern im Hotel- und Servicebereich der Geruch des Dienens an. Vollkommen zu unrecht: Laut einer Studie der World Travel Organisation wuchs die weltweite Tourismusbranche im Jahr 2002 um 3,1 Prozent - Tendenz steigend.

Entsprechend ist in den vergangenen Jahren auch der Bedarf an erstklassigen Fach- und Führungskräften gestiegen. Und die dort verlangten Tätigkeiten haben wenig mit den langläufig anfallenden Arbeiten im Service-Bereich eines Hotels gemein. Vielmehr werden organisatorisches Talent, betriebswirtschaftliches Denken und Serviceorientiertheit zum Wohle des Hotelgastes präferiert.

Die wachsende Tourismusbranche benötigt gut ausgebildete Fachkräfte
In beinahe jedem Teil der Welt finden sich Möglichkeiten für talentierte Berufsanfänger. Und das nicht nur im Hotelsegment. Themenparks, Casinos, Golf Clubs, Kreuzfahrtgesellschaften oder Fluglinien - sie alle benötigen Fachkräfte, um der wachsenden Tourismusbranche Rechnung zu zollen. Die Möglichkeiten, einen Schritt in diese Arbeitswelt zu machen, sind dabei ebenso vielfältig. 1893 gegründet, steht der Name „Lausanne“ insbesondere als Synonym für eine erstklassige Ausbildung zum Hotelmanager. Seit jeher legt die Hotelfachschule, die jährlich eine wahre Flut von Zuschriften internationaler Bewerber um einen der begehrten Studienplätze erreicht, dabei neben exzellenten schulischen Leistungen besonderen Wert auf „das gewisse Etwas“. „Die Hotelindustrie braucht Talente: Kreative, innovative, aber auch lösungsorientierte Führungskräfte, die in der Lage sind, mit den Herausforderungen der Branchen in der Zukunft umzugehen. Die Aufgabe der „Ecole hôtelière de Lausanne“ ist es, dieses Talent zu entwickeln“, erläutert deren Direktor, Rudolph Reuland.

Die Hotelfachschule Lausanne ist die älteste Hotelfachschule der Welt und bietet eine Ausbildung mit universitärem Niveau in Französisch und Englisch an - für Studenten, die eine Spitzenkarriere auf internationaler Ebene in der Hospitality-Branche anstreben.

Die EHL bietet drei Ausbildungsprogramme an, deren Inhalt regelmässig den neuesten Technologien und Tendenzen des Marktes angepasst wird. Seit ihrer Gründung hat die Hotelfachschule Lausanne über 25000 Kaderleute in der Hospitality-Branche ausgebildet, die heute ein internationales und angesehenes Netzwerk bilden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ausbildung_zum_hotelier_an_der_ecole_htelire_de_lausanne_124.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>124</guid>
		<pubdate>2007-08-24 15:02:55</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>César Ritz öffnet die Türen für internationale Karriere</title>
		<description><![CDATA[„César Ritz“ Colleges zählen zu den weltweit führenden Anbietern von Studienprogrammen im Hotel- und Tourismusmanagement. Absolventen haben beste Chancen.]]></description>
		<text><![CDATA[Die César Ritz Colleges können auf eine dynamische Firmenentwicklung und eine über zwanzigjährige Erfolgsstory mit weltweit ca. 10.000 Ehemaligen zurückblicken, die irgendwann an einem „César Ritz“ College studiert oder ein „César Ritz“ Programm abgeschlossen haben.

Pro Jahr 800 Studenten aus 60 Nationen
An den beiden Colleges in der Schweiz, dem University Center „César Ritz“ in Brig und dem Institut Hôtelier „César Ritz“ in Le Bouveret am Genfer See sind jährlich insgesamt ca. achthundert junge Menschen aus bis zu 60 verschiedenen Nationen eingeschrieben. Im Sinne von Cäsar Ritz wird auf eine persönliche Betreuung wert gelegt, so dass darauf geachtet wird, dass sich nie mehr als 200 - 250 Studenten gleichzeitig am jeweiligen College befinden, während die anderen ihre Praktika im In- und Ausland absolvieren. Eine multikulturelle Studentenschaft, in der die jungen Deutschen die am stärksten vertretene Gruppe darstellen und zum Sammeln von Erfahrungen häufig in ferne Länder tendieren.

Career Forum in China
Um den ersten Schritt in die Karriere zu erleichtern, veranstalten die „César Ritz“ Colleges jährlich ein „Career Forum“ in China (früher in den USA) und eines am University Centre „César Ritz“ in der Schweiz, das von Vertretern führender Hotelketten und Hotels zum Anwerben ihrer Mitarbeiter besucht wird. Aber auch die aktiven Kontakte mit den Ehemaligen funktionieren weltweit und bieten interessante Karriere-Möglichkeiten rund um den Erdball.

Softskills sind Zünglein an der Waage
Der internationale Aspekt wird bereits im Studium gefördert. Dabei steht neben dem vermittelten Fachwissen auch die Entwicklung der Persönlichkeit auf dem Lehrplan: Das „Personal Development Programme“ ist auf die Entwicklung der professionellen, persönlichen und akademischen Kompetenzen ausgerichtet, wobei besonders die „Softskills“ geschult werden, die bei Bewerbungsgesprächen das Zünglein an der Waage charismatisch zu beeinflussen vermögen.

Interessenten sind zum kostenlosen dreitägigen „Schnupperstudium“ eingeladen, um „live“ am studentischen Leben teilzunehmen: eine unverbindliche und ehrliche Art der Studentenberatung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/csar_ritz_oeffnet_die_tueren_fuer_internationale_karriere_123.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>123</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:58:05</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren, wo andere Urlaub machen</title>
		<description><![CDATA[Karriere im Hotel
Die Emirates Academy of hospitality management in Dubai schult Studenten für das Hotelmanagement. Zur Zeit stehen die Interessenten Schlange, um einen Studienplatz zu bekommen.]]></description>
		<text><![CDATA[Ein endlos weißer Sandstrand, glasklares, türkis schimmerndes Wasser, ein sanfter, warmer Wind - so klingt für rund 200 Studenten der „Emirates Academy of hospitality management“ nicht die Vorstellung eines Traumurlaubes, sondern der Studienalltag. Wer an der angesehenen Hotelfachschule im Wüstenstaat Dubai studiert, der hat das ganze Jahr über diese einmalige Kulisse. Aber es ist nicht die luxuriöse Umgebung des Ferienparadieses, die Studenten aus der ganzen Welt in das Emirat lockt, sondern die erstklassige Ausbildung, die dort angeboten wird.
„Die Studenten haben bei uns die Möglichkeit, in den besten Hotels der Welt zu lernen“, stellt Lars Eltvik, Marketing Manager der Akademie heraus.

Erfolgsquote von 100 Prozent
Im Jahr 2001 von Jumeirah International, einer der weltweit führenden Hotelgruppen, gegründet, hat sich die Hotelfachschule in den vergangenen Jahren einen erstklassigen Ruf erworben. „Derzeit haben wir eine Erfolgsquote von 100 Prozent, unsere Studenten erhalten nach ihrem Abschluss eine Anstellung in einem renommierten Hotel“, betont Eltvik.
Kein Wunder also, dass die Interessenten Schlange stehen, um einen der begehrten Studienplätze zu bekommen. Und das ist gar nicht so einfach: Neben hervorragenden schulischen Noten, erstklassigen Englischkenntnissen und einem tadellosen Lebenslauf legen die Dozenten der Akademie darüber hinaus Wert auf sicheres Auftreten und das nötige Fingerspitzengefühl im Umgang mit Menschen. Aus diesem Grund besucht Lars Eltvik mehrmals im Jahr Studenten in aller Welt, um die Bewerber in einem persönlichen Gespräch kennen zu lernen. „Nur so können wir wirklich heraus finden, wer unseren Erwartungen entspricht“, erläutert der Marketing Manager.

Verschiedene Abschlüsse sind möglich
Diejenigen, die eine Zusage für einen der begehrten 200 Studienplätze erhalten, können in vier verschiedenen Programmen ihren Abschluss machen: BSc in International Hospitality Management, BA in International Travel and Tourism Management, ASc in International Hospitality Operations oder den AA in Business and Tourism. Zwischen zwei und vier Jahren dauert das Studium in Dubai. Neben dem schulischen Studium haben die Studenten die Möglichkeit, ihr Wissen in einem der Hotels des Jumeirah-Gruppe vor Ort in Dubai in die Praxis umzusetzen. „Die jungen Frauen und Männer können ihre in der Studienordnung vorgeschriebenen Praktika dort absolvieren oder gleichzeitig während der Semesterferien Geld verdienen“, erläutert Lars Eltvik.

Derzeit ist die Hotel- und Tourismusbranche eine der am stärksten wachsenden Branchen überhaupt. Experten rechnen mit einer Verdreifachung ihrer Größe innerhalb der kommenden 20 Jahre. 70 neue Luxushotels werden in den nächsten zehn Jahren allein in Dubai entstehen. Die Konsequenz ist der steigende Bedarf an erstklassigem Fachpersonal.

Einmalige Studienbedingungen
Und so finden die angehenden Hotelmanager von morgen in Dubai nicht nur eine strategisch geschickt errichtete Fachschule vor, sondern auch sonst in jeder Hinsicht einmalige Studienbedingungen. Seminare in Kleingruppen von maximal 15 Teilnehmern, international erfahrene Dozenten sowie mit modernsten Kommunikations- und Informationsmedien ausgestattete Unterrichtsräume begründen unter anderem den Ruf der Schule, die in enger Zusammenarbeit mit dem renommierten „Ecole hôtelière de Lausanne“ steht. Die Studenten wohnen in kleinen Apartments direkt auf dem Campus - und genießen neben den fachlichen Vorteilen der „Emirates Academy of Hospitality Management“ die Vorzüge des Landes. 365 Tage im Jahr sonniges Wetter, Durchschnittstemperaturen von 30 Grad Celsius, vielfältige Freizeit- und Sportmöglichkeiten - und das alles direkt vor den Türen des Studentenwohnheims, das über einen hauseigenen Fitnessraum, Swimming Pool und Golfplatz verfügt. Direkt im Herzen eines der beliebtesten Urlaubsziele kommen die Studenten so hautnah in Kontakt mit dem Business, dem sie sich künftig verschrieben haben - und können so aus nächster Nähe die Erfahrungen sammeln, die sie später zu den führenden Fachkräften in ihrem Sektor machen. Und das in paradiesischer Urlaubsatmosphäre.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_wo_andere_urlaub_machen_122.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>122</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:54:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Aktuelle Kreditangebote</title>
		<description><![CDATA[Studienfinanzierung
So finanziere ich Studiengebühren und Studium am effektivsten. STUDIInfo gibt einen Überblick über die aktuellen Kreditangebote.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Förderbank der staatlichen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat ein Studienkreditprogramm aufgelegt, bei dem Studierende über einen Zeitraum von fünf Jahren (in begründeten Ausnahmefällen auch für zwei Jahre) monatlich zwischen 100 und 650 Euro bekommen. Bereits mit der ersten Rate fallen auch Zinsen an, die sofort abgezogen werden, so dass die Auszahlungssumme geringer ist. Zudem fällt einmal eine Aufwandsentschädigung für den Vertriebspartner - sprich: die Bank, über die der Kredit in Anspruch genommen wird - an. Die Rückzahlung ist auf zehn Jahre kalkuliert, bis zu 25 Jahre sind allerdings möglich. Zwischen sechs und 18 Monaten nach Beendigung des Studiums sollte die Rückzahlung beginnen.

Bis zu einer Gesamtsumme von 30.000 Euro Schulden gewährt die Deutsche Bank ihren Studentenkredit. Die monatlichen Höchstraten liegen in den ersten beiden Studiensemestern bei 200 Euro. In höheren Semestern können bis zu 800 Euro im Monat erhalten werden, jedoch beträgt die Höchstdauer fünf Jahre. Weitere Einschränkungen sind das Höchstalter von 30 Jahren sowie eine maximale Überschreitung der Regelstudiendauer um drei Semester. Mit der Rückzahlung muss spätestens drei Monate nach Berufsstart oder zwölf Monate nach Beendigung des Studiums begonnen werden.

Die Dresdener Bank bietet den FlexiStudienkredit an. 35.000 Euro ist der Maximalbetrag, den Studierende in sechs Jahren erhalten können. Dabei werden monatlich maximal 600 Euro zur Verfügung gestellt.

Zu Studienbeginn darf der Kreditnehmer maximal 23 Jahre alt sein. Wurde zuvor eine Ausbildung absolviert, so steigt das Alter auf 26 Jahre. Die Rückzahlung, die in einem Zeitraum zwischen fünf und 15 Jahren erfolgen soll, beginnt zwölf Monate nach Ende der Studienzeit.

Auch die Sparkasse bietet Kreditförderungen für Studierende an. Allerdings gibt es keine einheitlichen Modelle. Zum Teil tritt sie auch lediglich als Vertriebspartner für den Studienkredit der KfW Förderbank auf.

Seit dem Sommersemester 2006 ist auch die DKB Bank mit einem eigenen Angebot auf dem Markt. Den Kredit gibt es allerdings fachabhängig erst nach dem dritten Semester oder erfolgreich abgelegter Zwischenprüfung. Außerdem müssen Leistungsnachweise abgegeben werden. So darf der Notendurchschnitt nicht unter ein bestimmtes Level fallen. Monatlich gibt es bis zu 500 Euro für maximal zwei Semester mehr als die Regelstudiendauer. Bei der flexiblen Rückzahlung müssen monatlich mindestens 200 Euro abbezahlt werden.

Ergänzt werden die Angebote durch regionale oder an Bundesländer gebundene Kredite. Ein Beispiel: Die NRW-Bank gewährt ein Studienbeitragsdarlehen zur Finanzierung des gesamten Studienbeitrags und zahlt diesen semesterweise direkt an die Hochschulen aus. Die Rückzahlung erfolgt abhängig vom späteren Einkommen und erfolgt grundsätzlich erst nach Beendigung des Studiums - in der Regel zwei Jahre danach, spätestens elf Jahre nach Studienbeginn.

Eine so genannte „Kappungsgrenze“ sorgt dafür, dass BAföG-Empfänger das Studienbeitragsdarlehen ganz oder teilweise erlassen bekommen können.



Wichtige Info-Adressen

Weitere Informationen zum Thema Studienfinanzierung, Bafög und Stipendien bietet das Internet in Hülle und Fülle. Hier sind einige interessante Adressen:

www.studentenwerke.de

www.studienfinanzierung.de

www.stiftungsindex.de

www.gew.de/Foerderwerke_und_Stipendien.html

www.br-online.de/wissen-bildung/thema/stipendien/index.xml

www.kfw-foerderbank.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/aktuelle_kreditangebote_121.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>121</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:49:51</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Orchideenfach Kosmetologie</title>
		<description><![CDATA[Ein echter Geheimtipp
Der Studiengang hat glänzende Berufsaussichten.]]></description>
		<text><![CDATA[„Wer schön sein will, der muss leiden“. So lautet zwar ein altes Sprichwort, doch mal ehrlich: Wer will das schon? Giftige Substanzen auf den Lippen, damit diese besonders verführerisch und rot glänzen? Im Einsatz gegen Fältchen ätzende Säure und andere Zeichen der Zeit? Nein danke! Das sagen zumindest die Studenten des Orchideenfaches Kosmetologie an der Universität Osnabrück. Dort - ebenso wie an der Universität in Hamburg - werfen die jungen Frauen und Männer einen tiefen Blick in die Schminktöpfe - auf der Suche nach der neuen, ultimativen Wunderwaffe für eine makellose Haut und ein strahlendes Aussehen.

Die angehenden Kosmetologen untersuchen die Hautreaktionen auf physikalische und chemische Einwirkungen, brüten über Inhaltsstoffe und unbedenkliche Zusammensetzungen, beschäftigen sich mit der Prävention und Behandlung von Allergien und Berufskrankheiten. Neben dem Fach Chemie gehören Biologie, fachbezogene Medizin, Technik und Betriebswirtschaftslehre zu den Unterrichtsfächern der „Wissenschaft des Zusammenspiels von Haut und Umwelt“.

Den Studenten wird während des neun Semester dauernden Studiums ein Überblick über den menschlichen Körper und die Kosmetik in all ihren Facetten vermittelt.
Und das lohnt sich - nicht nur, um selbst ein bißchen schöner und gesünder zu werden. Das Orchideenfach ist derzeit ein echter Geheimtipp. Die Berufsaussichten sind so gut wie in kaum einem anderen Studiengang. Ob als Lehrer an Berufsschulen, in der Gesundheitspädagogik, oder auch in der freien Wirtschaft, etwa bei Krankenkassen, Berufsgenossenschaften oder der kosmetischen Industrie - Kosmetologen sind gefragt.

Das liegt nicht nur an den fundierten, theoretischen Grundlagen, die während des Grundund Hauptstudiums vermittelt werden, sondern auch an der Praxis, die durch Laborarbeit, inklusive der Herstellung eigener Pflegeartikel, gewonnen wird. Ein einjähriges Praktikum, etwa im Krankenhaus, beim Gesundheitsamt, in einem Pharmaunternehmen, aber auch als Maskenbildner runden die Ausbildung zum Lehrer an berufsbildenden Schulen oder zum Diplom-Kosmetologen ab. Damit stehen den Studenten - auch wenn es zumeist doch Studentinnen sind - alle Türen für einen erfolgreichen Karriereweg offen. Während sie quasi Hautschicht für Hautschicht dem Geheimnis der Schönheit auf den Grund gehen, erwerben sie gleichzeitig das Rüstzeug für glänzende Berufsperspektiven - ganz ohne Schönheitsmakel.
Fachbereich Humanwissenschaften
Gesundheitswissenschaften
Albrechtstraße 28, 49076 Osnabrück
Tel.: +49 541 969 2460
Fax: +49 541 969 2444
E-Mail: gesundhw@uni-osnabrueck.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/orchideenfach_kosmetologie_120.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>120</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:43:28</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vollautomatisch ausgepackt!</title>
		<description><![CDATA[Aussichtsreiche Studiengänge
Der Dortmunder Student Abhijit Bhore entwickelt in seiner Abschlussarbeit ein System, das Automobilteile in der Produktion selbstständig aus der Verpackung nimmt. Seine beruflichen Perspektiven sind bestens.]]></description>
		<text><![CDATA[Recht zuversichtlich ist Abhijit Bhore, dass im Jahr 2050 Roboter Menschen in einem Fußballspiel besiegen können. Bereits seit zehn Jahren treten beim jährlich stattfindenden Robocup Fußball spielende Roboter gegeneinander an. Das Ziel: Mitte des Jahrhunderts gegen Menschen antreten und gewinnen zu können. Dass Bhore soviel Zuversicht in die noch immer bedenklich wackelnden und äußerst behäbigen Automaten steckt, hat gewiss damit zu tun, dass auch sein Fachbereich an der Universität Dortmund an kickenden Robotern arbeitet.
Der in Indien geborene Bhore hat in Dortmund soeben seinen Master of Arts im Bereich Automation and Robotics (etwa Automation und Robotertechnik) abgelegt. In seiner Abschlussarbeit hat der Ingenieur für die Firma Bleichert aus dem schwäbischen Osterburken eine Methode entwickelt, mit der Bauteile in der Automobilproduktion von Robotern aus der Verpackung gehoben und für die weitere Verarbeitung passend ausgerichtet auf ein Förderband gelegt werden. Eine äußerst komplexe Aufgabe, weil die Geräte erkennen müssen, wie die Bauteile in der Verpackung liegen um sie dann richtig abzulegen. Die Automobilbranche ist an Bhores Arbeit stark interessiert und wird wohl in nächster Zeit so genannte „bin picking-Verfahren“ verstärkt einsetzen, bei denen Roboter das Auspacken übernehmen.

Studium mit enorm hohem Niveau
Das nötige Wissen für diese Entwicklung hat Bhore sich im Laufe eines umfangreichen Studiums erarbeitet. Vor sechs Jahren schloss der 27-Jährige in Indien sein Maschinenbau- Studium mit dem Bachelor ab. Anschließend arbeitete er in den Bereichen Softwareentwicklung und Maschinenbau. 2003 bewarb er sich an der Dortmunder Universität um einen Studienplatz im Bereich Automation and Robotics. Nach Deutschland, so erzählt Bhore, zog ihn der ausgezeichnete Ruf des Maschinenbauwesens hierzulande, nach Dortmund das international ausgerichtete Studium: sämtliche Veranstaltungen werden auf Englisch angeboten, die meisten der Studierenden kommen aus dem Ausland. In Bhores Jahrgang zum Beispiel haben von 40 Studierenden nur zwei einen deutschen Pass. Vergrößert wurde der Reiz auf Bhore wohl noch dadurch, dass das Niveau des Studiengang enorm hoch ist. Der Dortmunder Fachbereich legt großen Wert auf die Qualifikation seiner Studierenden, die alle bereits einen Studienabschluss nachweisen müssen, zumeist einen Master. Da aber die Studierenden aus so unterschiedlichen Fachbereichen wie Maschinenbau und Informatik kommen, ist auch für die interdisziplinäre Ausrichtung gesorgt, die so dringend benötigt wird, wenn Maschinen gegen Menschen Fußball spielen sollen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vollautomatisch_ausgepackt_119.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>119</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:35:48</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Die Rückseite des Bierflaschenbauchs</title>
		<description><![CDATA[Berufspraxissemester bei C. &amp; A. Veltins
Für den angehenden Getränketechnologen Daniel Hofmann ist das Qualitätsmanagement Thema seiner Diplomarbeit. Zuvor absolvierte er ein Berufspraxissemester bei der Brauerei C. &amp; A. Veltins.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Verbundenheit mit der Getränkeindustrie wurde Daniel Hofmann fast in die Wiege gelegt. Der 27-jährige Student der Getränketechnologie stammt aus Hahnstätten in der Pfalz - dort waren seine Eltern bereits im Brauereiwesen beschäftigt. Nach dem Fachabitur absolvierte Daniel Hofmann zunächst die Ausbildung zum Energieelektroniker und erwarb Basisgrundlagen der Betriebstechnik, die ihm bei seiner heutigen Aufgabenstellung sehr zugute kommen. Aktuell verfasst er bei der Brauerei C. &amp; A. Veltins in Meschede- Grevenstein seine Diplomarbeit.

Von der Weinwirtschaft bis zum Brauereiwesen
Bewusst entschied sich der 27-jährige Pfälzer für das Studium der Getränketechnologie in Geisenheim. Das malerische Weinbaustädtchen im Rheingau beherbergt diesen zur Uni Wiesbaden zählenden Diplom-Studiengang, der noch einen geringen Bekanntheitsgrad hat. Umso gefragter sind die Absolventen. Erst spät müssen sich die Studenten für eine Fachrichtung entscheiden, berichtet Hofmann - bis dahin werden alle Bereiche der Getränkeindustrie - von der Weinwirtschaft bis zum Brauereiwesen - beleuchtet. Denn längst sind die Vorgaben in der Produktion nicht mehr auf den Faktor Geschmack beschränkt. Getränke sind Teil der Lebensmittelproduktion und unterliegen im gesamten Produktionszyklus höchsten Qualitätsanforderungen.
Üblich im Verlauf des Studiums ist ein Berufspraxissemester. Daniel Hofmann trat seines bei der Brauerei C. &amp; A. Veltins an. Denn obgleich der angehende Getränketechniker aus einer Weinbaugegend stammt, schlägt das Herz des Pfälzers doch für das kühle Blonde. Seine Aufgabe während des Praktikums: Abläufe in der Abfüllung zu beschreiben.

Ergebnisse werden direkt in die Praxis umgesetzt
Dass sich im Anschluss an das Praxissemester die Möglichkeit eröffnete, im Sauerland auch die Diplomarbeit zu schreiben, freut den Pfälzer besonders. Ein Plus allerdings für beide Seiten - denn so entfiel auch für die Zuständigen der Brauerei die Einarbeitungszeit. „Mit der Optimierung der Dokumentationsprozesse, Erarbeitung und Strukturierung von Kennzahlen sowie Erstellung eines Lastenheftes zur Betriebsdatenerfassung in der Abteilung Abfüllung unter Berücksichtigung moderner Archivierung’ habe ich ein spannendes Thema bekommen, bei dem ich noch während der Arbeit miterleben werde, dass meine Ergebnisse schrittweise in die Abläufe eingeführt werden“, freut sich Daniel Hofmann. Denn die IT-Abteilung der Brauerei setzt die Strukturen in die Praxis um.

Lückenlose Dokumentation ist notwendig
Was sich so kompliziert liest, beinhaltet die Notwendigkeit, Prozesse in der Abfüllung zu  dokumentieren. Eine Aufgabenstellung im Bereich des Qualitätsmanagements, die mit der Einführung der Chargenrückverfolgung Hand in Hand geht. Diese muss eine lückenlose Dokumentation von Herstellung und Distribution der Produkte ermöglichen.
Einen Beitrag leistet Daniel Hofmann, indem er Strukturen, Funktionen und Prozesse in der Abfüllanlage untersuchte, um für diesen Bereich gezielt eine effiziente und in allen Prozessschritten transparente Chargenrückverfolgung einführen zu können. Jeder Arbeitsschritt im Bereich der Flaschenabfüllung wird mittels Ablaufregelungen, Anweisungen an die Mitarbeiter, durch Formulare und an den Anlagen betrachtet. Diese Daten wiederum fließen zusammen und werden zentral ausgewertet.

Wichtige Infos auf der Flaschenrückseite
Mit dem Abschluss in der Tasche öffnen sich für die Studenten viele Pforten. Insbesondere in den jungen Weinbaugebieten Australiens, Südafrikas und Amerikas aber auch in den europäische Weinregionen Italien und Spanien sind die Fachleute aus Deutschland gefragt. Für Daniel Hofmann steht jedoch fest, dass er dem deutschsprachigen Raum auf keinen Fall den Rücken kehren will.

Wenn er jetzt nach Feierabend ein Bier seiner neuen Hausmarke öffnet, verweilt sein Blick einen Augenblick länger auf dem Etikett auf der Rückseite des Flaschenbauchs - dort nämlich ist „seine“ zweite Zeile zu sehen: die erste gibt Aufschluss über das Datum, die Abfüllanlage und den Drucktank, sie wird jetzt in der zweiten Zeile durch Uhrzeit und einen Zähler ergänzt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/die_rueckseite_des_bierflaschenbauchs_118.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>118</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:32:03</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Abi und dann?</title>
		<description><![CDATA[Dem Abiturienten steht die Welt offen - aber was tun mit der neuen Freiheit? Ein knapper Überblick über die weiteren Ausbildungsmöglichkeiten.]]></description>
		<text><![CDATA[Berufsausbildung
Praxis pur, nur zwischendurch ein bisschen aufgelockert durch die Berufsschule, bietet die klassische Berufsausbildung. Je nach gewähltem Beruf dauert die Ausbildung zwei bis dreieinhalb Jahre, die aber bei einem späteren Studium keine verlorenen Jahre sein müssen. Zwar gibt es kaum Studiengänge, die eine Berufsausbildung erfordern, aber wer als angehender Statiker selbst schon mal auf der Baustelle gestanden hat, wird sich bei der späteren Arbeit sehr viel besser zurecht finden.
Wer sich nach der Ausbildung für ein völlig anderes Studienfach entscheidet, braucht die Lehrjahre aber auch nicht in den Wind zu schreiben. Personalchefs wissen solche schwierigen und wahrscheinlich reiflich durchdachten Entscheidungen für einen Neuanfang zu schätzen. Abgesehen davon sind sich Studierende mit Berufsausbildung meist sehr viel besser über ihre Ziele im Klaren.

Universitätsstudium
Forschung und Lehre auf hohem Niveau, der praktisch verwertbare Nutzen spielt in einigen Bereichen eine untergeordnete Rolle - und für angehende Geisteswissenschaftler die einzige Option. Zur Zeit machen die meisten Universitäten einen komplexen Wandel durch: Die Studiengänge werden umgestellt vom klassischen Diplom- oder Magisterstudiengang hin zum Bachelor- Master-System. Ziel ist zum einen, die Abschlüsse international vergleichbar zu machen und zum andern einen klarer gegliederte, für die Studierenden leichter zu organisierenden Lehrplan aufzustellen. Damit verliert die Universität zwar einen Teil ihrer traditionellen Offenheit in der Lehre, sie gewinnt aber an Attraktivität für alle, die ein schnelles Studium absolvieren wollen oder müssen.

Fachhochschulstudium:
Entstanden aus den Bildungsdiskussionen der sechziger Jahre, in denen Unternehmen gut ausgebildete Fachleute forderten, die schnell konkrete Entscheidungen treffen konnten, ist die Fachhochschule noch heute deutlich praxisorientierter als die Universität. Das drückt sich auch im recht schulisch aussehenden Stundenplan aus, den die Studierenden absolvieren müssen.
In der Regel ist ein Studium an der FH etwas schneller zu beenden als an der Uni, die Berufschancen sind ähnlich, der Verdienst aber durchschnittlich etwas geringer.

Berufsakademie:
Gleichzeitig mit der Fachhochschule entstanden ist die Berufsakademie noch deutlich näher an der Praxis als die FH: Während des Studiums arbeiten die angehenden Ingenieure und Wirtschaftsfachleute bereits in Unternehmen, entwickeln Lösungsansätze für die verschiedensten Probleme und verdienen gutes Geld. Entsprechend hoch ist aber auch der Druck, schließlich muss auch noch 20 bis 30 Stunden pro Woche studiert werden. Zugangsvoraussetzung für eine Berufsakademie ist meist das Abitur und ein unterschriebener Ausbildungs- oder Arbeitsvertrag mit dem Arbeitgeber.
Einer Studie des Computerherstellers IBM aus dem Jahr 2004 zufolge verdienen die Absolventen von Berufsakademien übrigens mehr Geld als Universitäts- und Fachhochschulabgänger und erlangen eher Führungspositionen.



Weitere Informationen

Ausbildung Plus
AusbildungPlus bietet einen Überblick über Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation und duale Studiengänge sowie Informationen rund um die Berufsausbildung.
www.ausbildung-plus.de

Studieren.de
Studieren.de verfügt über eine große Suchmaschine, mit deren Hilfe eine Datenbank mit allen Studiengängen und Hochschulen in Deutschland abgerufen werden kann.
www.studieren.de

Hochschulkompass
Sehr umfangreiche Seite mit vielen Informationen über Hochschulen, Studium, Promotionen und Int. Kooperationen.
www.hochschulkompass.de

Universities Worldwide
Eine sehr interessante Linksammlung über Universitäten auf der ganzen Welt. Über 7547 Hochschulen in 186 Ländern sind gelistet
http://univ.cc/]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/abi_und_dann_117.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>117</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:24:51</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren mit Stipendium</title>
		<description><![CDATA[Begabtenförderungswerke
Begabtenförderungswerke gibt es viele, und auch, wenn die Stipendien wegen der inzwischen fast flächendeckend eingeführten Studiengebühren künftig wohl stärker nachgefragt werden, kann es sich vor dem Studium durchaus lohnen, nach einer passenden Stiftung zu suchen.]]></description>
		<text><![CDATA[Bei den großen Akteuren, also den Stiftungen der im Bundestag vertretenen Parteien, der Kirchen und Gewerkschaften und bei der Studienstiftung des deutschen Volkes, müssen die künftigen Stipendiaten einen recht umfangreichen Bewerbungsparcours durchlaufen. Dabei schauen die Stiftungen aber nicht nur auf gute schulische Leistungen, sondern auch auf politisches oder gesellschaftliches Engagement - selbstverständlich steht die Ausrichtung der jeweiligen Stiftung dabei im Mittelpunkt. Die SPD-nahe Friedrich-Ebert-Stiftung dürfte kaum eine Abiturientin fördern, die sich im Kommunalwahlkampf für die Junge Union einsetzt.
Neben den wenigen großen Stiftungen, die unabhängig vom Studienort und Studienfach besonders leistungsfähige Abiturienten fördern, bieten noch zahllose kleinere Förderwerke ihre Dienste an. Oft ist die Unterstützung an enge Bedingungen geknüpft. Die Brigitte und Martin Krause-Stiftung an der Uni Münster beispielsweise fördert Forschungsvorhaben am Fachbereich Koptologie der Münsteraner Hochschule, die Bosch- Jugendhilfe Kinder von Mitarbeitern bei Bosch und die Peter-Fuld-Stiftung richtet sich besonders an Kinder aus Migrantenfamilien.
Sehr spezielle Profile also, die es schwer machen, einen Überblick zu gewinnen. Aber die Recherche in den Datenbanken kann sich lohnen, denn die kleinen Förderwerke haben häufig mehr Geld zur Verfügung, als sie sinnvoll auf ihre Bewerber verteilen können.

Datenbanken im Internet unter:
www.stiftungsindex.de und ...
www.e-fellows.net.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_mit_stipendium_116.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>116</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:19:07</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Infotage und Schnupperstudium</title>
		<description><![CDATA[Erst probieren dann studieren]]></description>
		<text><![CDATA[Die Angebote und Konzepte sind unterschiedlich, aber das Ziel ist dasselbe: Viele Hochschulen bieten Schülerinnen und Schülern die Gelegenheit, schon während der Schulzeit Uniluft zu schnuppern und sich in den Hörsälen, Seminaren und Laboren umzusehen, Inhalte und Anforderungen verschiedener Studienfächer kennen zu lernen und sich selbst ein Bild zu machen vom „normalen“ Alltag eines Studenten.

An nahezu allen Universitäten und Fachhochschulen werden dazu regelmäßig sogenannte Studieninformationstage für Schülerinnen und Schüler organisiert. Hier erfahren die Studenten von morgen nicht nur mehr über das Studienangebot der jeweiligen Hochschule allgemein, sondern können sich die Fachbereiche und insbesondere in den Naturwissenschaften auch die Labore genauer ansehen. Sehr aufschlussreich sind für zukünftige Studienanfänger zudem die Gespräche mit Dozenten und Studenten. Nicht selten dürfen Schüler sogar ganz praktische Erfahrungen sammeln und beispielsweise eigene Experimente durchführen.

Schnuppern erlaubt
Ein weiteres Angebot, das inzwischen zahlreiche Hochschulen den (Oberstufen-)Schülern machen, ist das sogenannte Schnupperstudium. Beim „Schnuppern“ besuchen die Schüler während ihrer Schulzeit Veranstaltungen einer Hochschule und können so herausfinden, ob das Studienfach, für das sie sich interessieren, tatsächlich auch ihren Vorstellungen entspricht. Die Angebote, die die Hochschulen machen, sind dabei ganz unterschiedlich. So bietet die Universität Bielefeld im Oktober beispielsweise ihre „pea“nuts-Herbsthochschule speziell für Mädchen an, um sie für Naturwissenschaften und Technik zu begeistern. Der Fachbereich Informatik der Universität Dortmund richtet eine Informatik-Schnupperuni für Oberstufenschüler ein, die Universität Saarbrücken benennt in jedem Semester eine Reihe von regulären Studienveranstaltungen, die ohne Voranmeldung auch von Schülern besucht werden können. Inzwischen haben viele Universitäten sogar eigene Schülerbüros eingerichtet, die direkt von den Nachwuchsstudenten kontaktiert werden können.

Das von der Bund-Länder-Kommission für Bildungsplanung und Forschungsförderung und der Bundesagentur für Arbeit gemeinsam konzipierte Internetportal www.studienwahl.de listet die Infoveranstaltungen und Schnupperangebote der deutschen Universitäten und Fachhochschulen im Einzelnen auf. Die Datenbank wird laufend aktualisiert.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/infotage_und_schnupperstudium_115.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>115</guid>
		<pubdate>2007-08-24 14:16:44</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Projekt fördert Hochbegabte</title>
		<description><![CDATA[Auf der Überholspur]]></description>
		<text><![CDATA[Alexander* ist hochbegabt. Der 16-jährige Würzburger hat am Gymnasium bereits zwei Klassen übersprungen und bereitet sich jetzt aufs Abitur vor. Aber während seine Mitschüler stöhnen, fühlt er sich bei weitem nicht ausgelastet. Was tun? Nach Rücksprache mit seinen Fachlehrern entschließen sich Alexanders Eltern, ihren Sohn parallel zur Schule zu einem Informatik-Studium an der Universität anzumelden. Schule und Studium - die Doppelbelastung als frisch gebackener Schülerstudent ist für Alexander genau das Richtige.

Und anderen geht es ähnlich, denn längst haben die Hochschulen die hochbegabten Schüler für sich entdeckt und bieten ihnen die Möglichkeit eines Frühstudiums an. „Schüler an der Universität“, seit dem Wintersemester 2000/2001 als Projekt zur Hochbegabtenförderung an der Universität Köln installiert, ist ein Erfolgsmodell, das besonders talentierten Oberstufenschülern (in Ausnahmefällen auch Schülern der Klassen acht bis zehn) einen Blitzstart ins Studium ermöglicht. Neben der Schule sitzen die leistungsstarken Schüler in den Hörsälen der Hochschule und studieren. Sie erwerben Leistungsnachweise wie ihre „ordentlichen“ Kommilitonen, schreiben Hausarbeiten und Klausuren.

40 Hochschulen bieten mittlerweile das Frühstudium an
Mittlerweile ist es den ersten Schülern gelungen, praktisch gleichzeitig mit dem Abitur auch das Vordiplom in einem naturwissenschaftlichen Studiengang zu erwerben. Das Zeugnis für das Vordiplom kann - wenn die entsprechenden Leistungsnachweise, die im Rahmen des Projekts „Schüler an der Universität“ erworben worden sind, vorliegen - mit dem Tag der Immatrikulation an der Hochschule ausgestellt werden. Doch auch hier heißt es: Ohne Fleiß, kein Preis. Eiserne Disziplin und der Spaß am doppelten Lernen sind gefragt, denn die Abiturprüfung steht auch für die Schülerstudenten nach wie vor im Vordergrund. Wenn sie in den Hörsälen büffeln und dadurch den Schulunterricht versäumen, müssen sie selbst dafür sorgen, die entstandenen Lücken wieder zu füllen.

Und es muss ja nicht gleich das Vordiplom sein: Auch einzelne Scheine, im Schülerstudium erworben, verkürzen ein späteres Studium. Begabten Schülern die Türen der Hochschule zu öffnen und ein Frühstudium zu ermöglichen, dieses Konzept, das inzwischen auch im Hochschulgesetz verankert ist, haben mittlerweile mehr als 40 Hochschulen übernommen. Die Namen der Projekte und die jeweils angebotenen Fächer differieren von Hochschule zu Hochschule, aber das Ziel ist dasselbe: der Blitzstart ins Studium.

Die aktuelle Zusammenstellung aller Hochschulen, die das Projekt „Schüler an der Universität“ umsetzen, finden Sie unter: www.mi.uni-koeln.de/Schuelerstudenten

*Name von der Redaktion geändert]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/projekt_foerdert_hochbegabte_114.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>114</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:54:53</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Das Juniorstudium</title>
		<description><![CDATA[Studieren vor dem Abi
Studieren noch vor dem Studium, das ist für Schüler, Auszubildende, Wehr- und Zivildienstleistende bereits an vielen Universitäten möglich. STUDIInfo berichtet darüber, was ein Juniorstudium bringt und an welchen Unis es angeboten wird.]]></description>
		<text><![CDATA[Neue Herausforderungen suchen sie aus ganz unterschiedlichen Motiven. Dem Oberstufenschüler reicht vielleicht der Stoff im Unterricht nicht mehr aus, es wird langweilig und er würde gerne schon zur Uni gehen. Auch im Zivil- oder Grundwehrdienst suchen junge Leute, die später studieren möchten, nach Möglichkeiten, intellektuell gefordert zu werden und die grauen Zellen in Schwung zu halten. Und auch Auszubildende (mit Abitur), die ins Auge fassen, nach dem Ausbildungsende ein Studium aufzunehmen, würden sich gerne wieder auf das Lernen, auf die Anforderungen des Studierens vorbereiten. Für sie alle, für die Oberstufenschüler, die schon einmal Uni-Luft schnuppern möchten, für Auszubildende, Zivildienst- und Grundwehrdienstleistende in der Vorbereitung auf den Hochschulbesuch, ist das Juniorstudium genau das Richtige.

Schule muss Teilzeitstudium zustimmen
Die Bestimmungen unterscheiden sich dabei zwischen den Hochschulen ganz erheblich, einzige Gemeinsamkeit ist, dass der Schulleiter dem Teilzeitstudium zustimmen muss. Schließlich verlieren die Juniorstudenten einen Teil des Unterrichts. Außerdem treffen die meisten Schulen mit den Universitäten Abkommen, nach denen der Hochschulbesuch als Teil des Schulunterrichts gilt. So ist der Juniorstudent auch im Hörsaal über die Schule versichert. Kleiner Zusatznutzen nebenbei: Da die Schüler nicht als reguläre Studierende eingeschrieben sind, müssen sie auch keine Semesterbeiträge zahlen, erhalten allerdings auch keinen Studentenausweis.

„Scheine“ werden anerkannt
Spezielle Angebote für Juniorstudenten gibt es mittlerweile an zahlreichen Hochschulen, beispielsweise in Hannover, Braunschweig, Münster, Aachen, Dortmund, Trier, Kiel, Duisburg, Bochum, Bielefeld und an der TU Berlin. Andere Hochschulen bereiten entsprechende Programme vor, eine Nachfrage lohnt sich. Die Universität Hannover hat das kostenlose Juniorstudium sogar als erste deutsche Universität durch eine eigene Ordnung geregelt. Die Juniorstudenten können, nachdem sie sich entsprechend angemeldet haben, in Hannover Vorlesungen im Bauingenieurwesen, in Biologie, Chemie, Elektrotechnik, Geodäsie, Informatik, Jura, Maschinenbau Mathematik, Physik sowie in den Geistes- und Wirtschaftswissenschaften besuchen und als besondere Herausforderung auch an den Prüfungen zu diesen Vorlesungen teilnehmen, um so den individuellen Erfolg während des Juniorstudiums nachweisen zu können. Der beim Studieren vor dem Studium erworbene „Schein“ kann später während eines ordentlichen Studiums von den Fakultäten auch anerkannt werden. Nur so gelang es zum Beispiel Aaron Dessauer, mit 19 Jahren an der Uni Münster einen Magister-Abschluss in Philosophie zu machen.

Zwei Fliegen mit einer Klappe
Insbesondere hoch motivierte Oberstufenschüler können mit dem Juniorstudium gleich zwei Fliegen mit der einen berühmten Klappe schlagen: Sie vertiefen durch das Studieren neben der Schule den Unterrichtsstoff als Vorbereitung auf die Abiturprüfungen und sammeln gleichzeitig schon Punkte fürs spätere Studium.
Weitere Informationen unter: www.unikik.uni-hannover.de/juniorstudium/index.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/das_juniorstudium_113.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_07_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>113</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:49:41</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Tipps Tipps Tipps ....</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Hilfe! Meine Wäsche ist geschrumpft. Die virtuelle Mutti hilft.

Wer nicht gerade in der Nähe seines Elternhauses eine Hochschule findet, für den bringt der Start ins Studium ein einschneidendes Novum mit sich: Ob im Studi-Wohnheim oder von privat, die erste eigene Bude bedeutet eine neue große Freiheit. Die hat aber auch ihre negativen Seiten: Vor allem die Herren der Schöpfung werden jetzt mit der harten Realität des Lebens konfrontiert. Jetzt kocht Mama eben nicht mehr das Essen, entfernt mal schnell einen Fleck aus dem T-Shirt, das man abends auf der Party anziehen will und putzt das Badezimmer – alltägliche Dinge, die aber eben auch erst einmal erlernt werden wollen. Für Hilflose bleibt dann häufig nur der Griff zum Telefon, um bei Muttern nach Rat zu fragen. Klar: Die meisten Eltern freuen sich darüber, merken sie doch, dass sie von „ihrem Kind“ doch noch gebraucht werden. Sind die aber mal nicht erreichbar, gibt es virtuelle Abhilfe. Unter www.frag-mutti.de bekommen die Besucher über 3.000 Tipps in fast 150 verschiedenen Kategorien – von „Kochen und Essen“ über Spar- und Einkaufstipps bis hin zu Waschen und Bügeln. Die Tipps können von den Nutzern bewertet werden und geben so Auskunft darüber, ob sie wirklich etwas bringen.
Links erlauben den schnellen Zugriff auf die „besten“ und die „coolsten Tipps“. Da erfahren die Besucher auch Skurriles, zum Beispiel, dass ein bekanntes Mundwasser auch gegen Schweißfüße hilft, wie man eingelaufene Socken wieder vergrößern kann und dass die Brille durch Ablecken streifenfrei sauber wird. Wer hätte das gedacht?

Gute Noten zahlen sich aus

Wer sein Studium aus dem staatlichen Bafög finanziert, der verlässt die Hochschule mit Schulden im Gepäck. Denn nur 50 Prozent des Bafögs sind ein staatlicher Zuschuss, die andere Hälfte wird als zinsloses Darlehen gewährt. Es gibt aber Wege, die Schuldenlast zu mindern. So zahlen sich einerseits gute Noten und ein rasches Studium in Euro und Cent aus. Denn wer zu den besten 30 Prozent der Absolventen seines Jahrgangs gehört und außerdem sein Studium innerhalb bestimmter Fristen absolviert, kann einen Teilerlass der Darlehenssumme bekommen: 25 Prozent bei einem Abschluss innerhalb der Förderungshöchstdauer, 20 Prozent noch bis zu sechs Monate nach Ablauf derselben und immerhin noch 15 Prozent nach bis zu einem Jahr. Der Antrag muss innerhalb eines Monats nach Eingang des Rückzahlungsbescheids beim Bundesverwaltungsamt gestellt werden.
Auch ohne gute Noten kann sich Schnelligkeit lohnen: Denn wer schneller fertig wird, als die Förderungshöchstdauer beträgt, kann ebenfalls einen Rabatt erhalten. So werden bei einem Abschluss vier Monate vor Ablauf der Förderungshöchstdauer in der Regel 2.560 Euro erlassen, bei zwei Monaten noch 1.025 Euro.
Außerdem können Betroffene höhere Beiträge zurückzahlen: 105 Euro sind zwar mindestens für die erste Monatsrate vorgesehen, nach oben ist aber bis zur vollen Darlehenssumme keine Grenze gesetzt. Der Vorteil: Je mehr auf einen Schlag getilgt wird, umso mehr Nachlass wird gewährt – bis zu maximal 50,5 Prozent des Gesamtdarlehens. Da lohnt sich – gerade bei den derzeit niedrigen Kreditzinsen – unter Umständen sogar die Aufnahme eines Kredits zur Tilgung des Bafög-Darlehens.

Rabatte für Studies

Studenten sind in der Regel chronisch knapp bei Kasse. Wie gut, dass sich manche Unternehmen nicht Lumpen lassen und spezielle Konditionen und Rabatte für Hochschüler bieten. Einen Überblick bieten diverse Internetportale, wie zum Beispiel www.studentenaktion.de. Von Handy-Tarifen über Abos und Software bis zu Reisen und Events reicht die Rubrik-Palette, in denen spezielle Angebote für Studenten aufgeführt werden. Allerdings lohnt es sich, genauer hinzuschauen, denn nicht alles, das als Super-Sonderangebot firmiert, muss tatsächlich ein solches sein...]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/tipps_tipps_tipps__112.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>112</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:37:48</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Crashkurs Niederländisch</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Ist die Entscheidung für ein Studium in den Niederlanden erst einmal gefallen, kommen bei vielen Studenten dennoch Zweifel auf. Zwar werden an den meisten Universitäten der Grossteil der Vorlesungen und Seminare in englischer Sprache abgehalten, im Alltagsleben jedoch sieht die Situation anders aus.

Dennoch: keine Angst. So bietet etwa die Universität Enschede als Summercampus speziell für deutsche Abiturienten Niederländisch- Crashkurse an. In vier Wochen erlernen die jungen Studienanfänger das sprachliche Basiswissen. Darüber hinaus aber bietet der Summercampus noch viel mehr: einen Einblick in das Uni-Leben. Während des Sprachkurses leben und wohnen die Abiturienten in Enschede oder direkt auf dem Campus, lernen so Land und Leute erstmals hautnah kennen.

Dass der Spaß bei all der Lernerei nicht zu kurz kommt, dafür sorgt das Team des Summercampus. Rund um den Sprachkursus herum gibt es eine Vielzahl von organisierten Aktivitäten für die Schüler. Partys, Grillabende auf dem Campus und das berühmte Nachtleben der Universitätsstadt stehen ebenfalls auf dem Programm. Auch sportliche Angebote wie Schwimmen oder Bowling gehören zum Angebot.

Selbstverständlich aber steht der Unterricht während der vier Wochen im Vordergrund – was aber nicht bedeutet, dass der auch langweilig sein muss. Sechs Stunden täglich, von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr, findet Unterricht statt.

Zusätzlich kommen noch Hausaufgaben hinzu. Sieben Lehrer kümmern sich um die rund 100 Abiturienten, die während ihrer Sommerferien den Summercampus besuchen. Sie üben mit den angehenden Studenten Vokabeln und Grammatik und vermitteln ihnen zugleich niederländische Lebensart. Ein Team von niederländischen Studenten ist als Unterstützung ebenfalls zur Stelle.

Nach Abschluss des vierwöchigen Crash- Kurses haben die Schüler noch einige Tage Zeit sich individuell und intensiv auf den zweiteiligen Abschlusstest vorzubereiten. Hier werden die vier Lerngebiete Lesen, Schreiben, Hören und Sprechen kontrolliert. Die Fragen sind vielfach Multiple Choice oder Sätze, in denen Wörter ergänzt werden müssen. Während ihres Aufenthalts in Enschede sind die Abiturienten auf dem Campus oder in der Stadt untergebracht. 900 Euro kostet der vierwöchige Crash-Kursus, der in den Sommerferien stattfindet. Eine rechtzeitige Anmeldung ist erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/crashkurs_niederlaendisch_111.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>111</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:32:15</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Das Glück der Erde auf dem Rücken der Pferde</title>
		<description><![CDATA[Studieren in den Niederlanden
Wer Beruf und und Hobby vereinen will, kann dies ab Herbst im niederländischen Emmen an der Hochschule Drenthe mit dem Studiengang „Horse Business Management“ tun. Der Studiengang bietet die richtige Ausbildung für alle Wirtschaftswissenschaftler, die in der Pferdewelt eine Ton angebende Rolle spielen wollen.]]></description>
		<text><![CDATA[In Deutschland sind rund 1,6 Millionen Menschen aktiv im Pferdesport tätig. Der Gesamtumsatz in der deutschen Pferdeindustrie wird mittlerweile auf mehr als fünf Milliarden Euro geschätzt. Die deutsche Pferdezucht ist international sehr erfolgreich: Allein bei den Olympischen Spielen 2004 in Athen waren unter den 15 besten Dressurpferden zehn Pferde deutscher Abstammung. Mehr als 3.000 Turniere wurden im letzten Jahr in Deutschland veranstaltet.

In der nationalen und internationalen „Welt der Pferde“ werden immer mehr Menschen benötigt, die praktisch, wie auch theoretisch gut ausgebildet sind. Darum besteht in diesem Bereich der Bedarf an Fachkräften, die wirtschaftliche sowie technische Fähigkeiten haben und in der Lage sind, diese verbindend an zu wenden.

Genau diese Kombination aus Praxis und Theorie findet man bei der CE-Variante Horse Business Management (HBM) an der Hogeschool Drenthe. Über 30 Studenten aus den Niederlanden sowie aus Deutschland haben mit diesem besonderen Studiengang bereits begonnen. Er ist eine Spezialisierung der Fachrichtung „Commerciële Economie“. Nach erfolgreichem Abschluss des Studiums sind die Absolventen in unterschiedlichster Weise in nationalen, wie internationalen Managementfunktionen einsetzbar. Unter anderem auch bei innovativen Jungunternehmen, Reitschulen, Eventagenturen und im Verwaltungsbereich von Spring- und Dressurreitställen. Außerdem dient dieses Studium als gute Basis für die Gründung eines eigenen Betriebes.

CE-HBM ist eine breit gefächerte Ausbildung. In den ersten zwei Jahren des Studiums werden die wirtschaftlichen Grundlagen und unter anderem auch Marketing, Kommunikation und Fremdsprachen vermittelt. In dem dritten und vierten Jahr dagegen steht Horse Business Management im Fokus. Der HBM- Student absolviert ein Praktikum in diesem Bereich und verfasst auch seine ‚Abschlussarbeit’ zu diesem Thema. Darüber hinaus finden zwei große Ausbildungseinheiten zu diesem Thema statt. Die erste Ausbildungseinheit hat ihren Schwerpunkt im Business-Bereich der „Pferdewelt“, während sich die Studenten im zweiten Ausbildungsbereich mit dem Thema Pferd selbst beschäftigen, zum Beispiel in den Themenbereichen Zucht von den Tieren oder Gesundheit.

Während des CE-HBM Studiums gibt es die außergewöhnliche Möglichkeit, ein Zusatzpaket zu wählen. Dieses Paket setzt sich aus intensiven Projektwochen rund ums Pferd zusammen, die in den Niederlanden und im Ausland stattfinden. Dazu gehören beispielsweise professionelle Springreit- und Dressurturniere oder Exkursionen zu Gestüten sowie Handelsgehöften. Die Kosten für dieses Zusatzpaket belaufen sich auf ungefähr 450 Euro pro Jahr. Das Zusatzpaket wird in den ersten zwei Jahren des Studiums angeboten.

Die mehrfache Dressur-Siegerin Joyce Heuitink ist eng mit der Ausbildung an der Hogeschool Drenthe verbunden. Auf Grund ihrer langjährigen Erfahrung weiß sie selbst sehr gut, wie man Pferdesport mit einer fundierten HBO-Ausbildung kombiniert.

Nach einem erfolgreich absolvierten Studium ist der Student ein „commercieel econoom“, der zusätzlich spezialisiert ist auf Pferde. Dies bietet eine „doppelte“ Chance, um in einem Beruf Fuß zu fassen. Wenn man nach dem Bachelor Studiengang noch weiter studieren möchte, hat man sowohl in den Niederlanden als auch im Ausland die Möglichkeit dazu in Form eines Masterstudiengangs.



Alle Fragen rund um den Studiengang beantworten Max Knap, knap.hjw@hsdrenthe.nl oder Joyce Heuitink, heuitink.j@hsdrenthe.nl. Bei allgemeinen Fragen zum Studieren an der Hogeschool Drenthe steht Henk Stegeman, Stegeman.h@hsdrenthe.nl zur Verfügung.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/das_glueck_der_erde_auf_dem_ruecken_der_pferde_110.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>110</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:27:10</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Verstaat u Nederlands? Nein? Kein Problem</title>
		<description><![CDATA[Sprachbarriere ist kein Hindernis.]]></description>
		<text><![CDATA[Katja Stemmermann studierte an der Westfälischen Wilhelms- Universität die Fachbereiche Kommunikationswissenschaft, Politikwissenschaft und Niederlande Studien. Im Winter- und Sommersemester 2003 war die heute 26-Jährige als Austauschstudentin an der Vrije Universiteit in Amsterdam eingeschrieben. Während ihres Aufenthalts hatte sie nicht nur umfassend Gelegenheit ihre Niederländischkenntnisse zu verbesssern, sondern auch Land und Leute kennen zu lernen. Erlebnisse, an die sich Katja auch heute noch gerne erinnert:

Für ein Austauschjahr in Amsterdam muss man noch nicht einmal Niederländisch lernen, denn hier trifft man die Welt und – wenn man Glück hat – auch die Niederländer. Läuft man in Amsterdam über den Singel zwischen Leidsestraat und Muntplein, so ist eines sicher: Einen wirklichen Amsterdamer wird man zwischen den Ständen mit den vielen nötigen und unnötigen Souvenirs kaum treffen. Dafür trifft man die Welt. Dieses multikulturelle Prinzip, das bereits in der 700 Jahre alten Geschichte auftritt, erlebt man noch heute. Waren es früher jedoch Verfolgte oder Arbeitsuchende, so findet man heutzutage natürlich Touristen, aber auch eine große Gruppe von Austauschstudenten. So ist das Hospitzium oder Guest House der VU (Vrije Universiteit, Amsterdam), das 1.000 Studenten Platz bietet, regelmäßig ausgebucht, auf einen Platz muss man bis zu einem Jahr warten. Da schreckt auch der Fluglärm des nahegelegenen Flughafens Schipol nicht ab, in Amsterdam ist Wohnraum knapp. Dafür ist dort zumindest eines garantiert: Niederländisch spricht wohl nur die Dame an der Rezeption.

„Die meisten der Studenten, die hier wohnen, können kaum ein Wort Niederländisch“, klagt dann auch Evelien de Bruijn, Sekretärin im International Office der VU, „aber wegen der Sprache kommt leider auch kaum jemand hierher.“ Auch wenn die Uni Sprachkurse anbietet, nötig findet sie hier niemand. Viele Kurse an der Uni sind auf Englisch, und in Amsterdam ist die Verständigung auch kein Problem. Selbst kleine Kinder beherrschen die englische Sprache schon sehr gut, wie mir ein etwa neunjähriges Mädchen eindrucksvoll bewies, als ich in sehr gebrochenem Niederländisch nach dem Weg fragte.

Doch auch Amsterdamer freuen sich, dass die Welt zu ihnen kommt: „ Ich habe inzwischen Freunde aus Schweden, Deutschland, den USA und Grossbritannien“, freut sich Marlies, die als Tutorin jedes Jahr eine Gruppe Austauschstudenten betreut. „Dafür musste ich noch nicht einmal in diese Länder reisen, und wenn ich das doch will, kenne ich dort schon jemanden. Das ist doch fantastisch!“ 

Wie sie denken in Amsterdam viele Menschen. Die Niederländer sind offen für neue Kulturen und Einflüsse. Diese Eigenart lässt sich in Amsterdam besonders gut beobachten, schon alleine an den Restaurants aus aller Welt. Doch wehe man kommt einem der vielen Fahrradfahrer in die Quere oder bezeichnet jemanden aus Friesland als Holländer. Dann hat die fast schon sprichwörtliche Toleranz ein Ende. In einem solchen Fall ist es dann wahrscheinlich auch besser, kein Niederländisch zu verstehen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/verstaat_u_nederlands_nein_kein_problem_109.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>109</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:23:32</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Niederlande life</title>
		<description><![CDATA[Studieren in den Niederlanden
Am Enscheday können deutsche Studieninteressierte testen, wie es sich in den Niederlanden lebt und studiert!]]></description>
		<text><![CDATA[Immer mehr Abiturienten entschließen sich nach dem Schulabschluss zu einem Studium in den Niederlanden. Während sich in der Vergangenheit vor allem junge Menschen aus dem deutschniederländischen Grenzgebiet für ein Studium im Nachbarland entschieden, werden in jüngster Zeit auch immer mehr Studenten aus dem gesamten Bundesgebiet auf die Universitäten des Nachbarlandes aufmerksam. Die Gründe liegen auf der Hand: kleine Seminare, ein persönlich-individueller Kontakt zu Dozenten und Professoren, modernste Bibliotheken und Forschungsbereiche und ein vielfältiges Fächerangebot sprechen für das kleine Land.

Vor allem die große Bandbreite an Studienfächern lockt viele an. Zahlreiche einmalige Fachangebote, die in Deutschland gar nicht oder nur als Ausbildungsberuf angeboten werden, werden an den Universitäten unterrichtet. Eine Vielzahl der Vorlesungen und Seminare werden zudem in englischer Sprache angeboten. Die Entscheidung, an einer ausländischen Universität zu studieren, kann im Falle der Niederlande also sogar kurzfristig geschlossen werden. Die Studenten, die in den Niederlanden ihren Uni-Abschluss erworben haben, verfügen über einen weiteren Vorteil: Aufgrund des eher schulisch organisierten Studienverlaufs haben viele Absolventen ihr Diplom deutlich eher als ihre Kommilitonen an deutschen Universitäten. Auf dem Stellenmarkt sind junge und gut ausgebildete Akademiker gern gesehen.

Trotz der offensichtlichen Vorzüge der niederländischen Universitäten, will der Schritt ins Ausland wohl überlegt sein. Ein fremdes Land mit einer anderen Kultur, fernab von Freunden und vertrauter Umgebung und noch dazu eine neue Sprache – das schreckt viele ab. Um die Ängste zu zerstreuen und einen Eindruck vom Leben als Student zu vermitteln, bietet die Universität in Enschede daher etwas ganz besonders an: den „Enscheday“. Hier kann man sich live damit vertraut machen, wie ein Tag im Studentenleben der Grenzstadt aussieht. Im Rahmen eines Tages der offenen Tür verbringen die Teilnehmer einen Tag in Enschede und lernen das Campusleben hautnah kennen. Abwechslungsreich und lehrreich präsentiert sich die Universität dabei ihren künftigen Studenten, die den Tag in den Niederlanden zum Erfahrungsaustausch mit älteren Studenten nutzen können. Diese nehmen sich am „Enscheday“ besonders viel Zeit, um den Schülern das Leben in der Stadt schmackhaft zu machen. Neben dem vielfältigen kulturellen Freizeitangebot, das die angehenden Studenten erleben können, steht natürlich der Blick hinter die Kulissen des Uni-Alltags im Vordergrund.

Am Ende des abwechslungsreichen Tages stehen noch Kulturveranstaltungen sowie eine große Abschlussparty auf dem Programm. So werden alle Facetten des studentischen Lebens hautnah vermittelt. Kurz, der Name „Enscheday“ hält, was er verspricht.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/niederlande_life_108.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>108</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:17:57</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Als Erntehelfer quer durch Australiens Outback</title>
		<description><![CDATA[Auslandserfahrung
Es ist gar nicht so einfach, seinen Lebensmittelpunkt – und sei es auch nur für kurze Zeit – ins Ausland zu verlegen. Wir zeigen, wie es geht.]]></description>
		<text><![CDATA[Müde vom Abitur-Stress bietet ein Auslandsaufenthalt neue Eindrücke und spannende Herausforderungen, die später für Studium und Beruf Vorteile bringen. Erste Schritte ins Berufsleben, neue Freunde, die Erweiterung der Fremdsprachenkenntnisse, Selbstständigkeit und Flexibilität sind nur einige der Erfahrungen, die das Arbeiten im Ausland mit sich bringt.
Die Bandbreite von Möglichkeiten für Schüler und Studenten ist dabei groß – da lässt sich für jeden Geschmack das Richtige finden. Viele Schüler und Studenten nutzen die Schulferien, um ihr Konto mit Geld aus einem Ferienjob aufzubessern. Wenn sich der Job dann auch noch mit dem Urlaub kombinieren und sich dieser so mindestens teilweise finanzieren lässt – umso besser. Spezielle Reiseagenturen helfen bei der Suche. 
Eine besondere Chance bieten so genannte Working-Holiday-Visa, die in der Regel zwischen drei Monaten und einem Jahr gelten und dem Betreffenden meist nur einmal im Leben von der jeweiligen Regierung ausgestellt werden. Bis zu zwölf Monate lang können junge Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren so im Land ihrer Wahl reisen und arbeiten. Die Reiseroute im Land richtet sich nach Lust und Laune oder nach dem Jobangebot.
Bei der Vermittlung helfen spezielle Agenturen. Geboten werden Job-Urlaubskombinationen in Norwegen, England, Frankreich und den Niederlanden sowie in Australien, Neuseeland und den USA. Das Reiseunternehmen kümmert sich um Unterkunft, Arbeitspapiere und Krankenversicherung und verspricht zudem unkomplizierte Hilfe bei unvorhergesehenen Zwischenfällen wie Krankheit oder einer Autopanne. In England können auch Sprachkurse belegt werden. Eine interessante Variante, sich mit Land und Leuten, aber auch den Problemen der jeweiligen Regionen vertraut zu machen, sind so genannte Freiwilligenprogramme, die Travel- Works unter anderem in Guatemala, Mexiko, Bolivien oder Indien bereithält.
Australien und Neuseeland stehen bei internationalen Studenten hoch im Kurs. In Australien können 18- bis 30-Jährige mit einem Working Holiday Visum bis zu zwei Jahre lang reisen und jobben. Mit dem Studentenvisum darf man jedoch solange in Australien arbeiten bis der Kurs beendet ist. Netto kann man in Australien und Neuseeland sechs bis sieben Euro pro Stunde verdienen, bei der Erntearbeit je nach Menge auch mehr. Es werden jedoch auch Jobs gleich gegen freie Unterkunft und Verpflegung angeboten, womit man oft auf’s Gleiche rauskommt. So wird das Demi Pair Programm immer beliebter, wo man gleich an einem Englischkurs teilnehmen kann und dann privat bei der Gastfamilie Babysittertätigkeiten übernimmt. Pro Tag sollte der Student mit Ausgaben zwischen 25 und 30 Euro rechnen. Was man verdient, reicht oft, um Unterkunft und Verpflegung zu finanzieren. 3.000 Euro sollte man bei einem Working Holiday Visa in Australien als auch in Neuseeland bei der Einreise nachweisen und das ist auch eine realistische finanzielle Basis für einen Jahresaufenthalt Down Under.

Achtung! Internetbetrüger! Nur seriöse Informationsquellen nutzen!
Natürlich können sich Interessenten auch auf eigene Faust im Internet erkundigen. Doch es ist zur Vorsicht im Netz geraten: Vor allem beim Thema Arbeiten in Übersee gibt es im Internet Betrüger, die für die Vermittlung von Stellen, die gar nicht existieren, sehr viel Geld verlangen. Auch wenn es um kostenpflichtige Adressen geht, sollte man hellhörig werden, denn die gibt es bei den Beratungsstellen umsonst. Informationen vermittelt auch das Auswärtige Amt. Die Beratungsstellen helfen nicht nur bei der Jobsuche, sondern stehen auch beratend bei allen weiteren Schritten zur Seite. Denn mit der Suche nach dem richtigen Job ist es nicht einfach getan. Bevor die Koffer gepackt werden können, warten zahlreiche Formalitäten, wie Visum oder Arbeitserlaubnis. Vor allem die USA haben noch immer sehr hohe Restriktionen.
Seit mehr als zehn Jahren sind die Europäischen Arbeitsverwaltungen über das Netzwerk Eures verbunden. So sehen die Vermittler, welches EU-Land welche Berufsgruppen sucht. Im Eures-Stellenpool (auch im Internet zu erreichen) stehen vor allem Jobs in nicht-akademischen Berufen. Auch die ZAV vermittelt zu 80 Prozent nicht-akademisches Personal ins europäische Ausland.
Wer einen Job in einem anderen EU-Land sucht, ist auf den Seiten „Europa kommt, gehen wir hin!“ der Bundesagentur für Arbeit gut aufgehoben. Hier gibt es zu allen EU-Ländern Infos über den Arbeitsmarkt und das Sozialsystem sowie weiterführende Links. Die Auslands-Hotline der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung unter 0180-522 20 23 ist montags bis donnerstags von 8 bis 20 Uhr und freitags von 8 bis 16 Uhr zu erreichen.
Broschüren für Interessierte, die für alle möglichen Länder (nicht nur EU) unter anderem die Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, die sozialversicherungsrechtlichen Regelungen und die Arbeitsmarktlage erläutern, gibt in Deutschland das Bundesverwaltungsamt (BVA) heraus. Sie bekommt man über die örtlichen Beratungsstellen. Ein Verzeichnis aller Publikationen und eine Adressliste gibt es auf der Webseite des BVA. Auch Botschaften und Konsulate beantworten Fragen zu Arbeits- und Aufenthaltsrecht. Beim Auswärtigen Amt gibt es eine Adress- Liste der ausländischen Vertretungen.
Wer sich mit Gleichgesinnten oder Deutschen im Ausland unterhalten möchte, sollte mal beim sueddeutsche-Forum „Ab ins Ausland“ vorbeischauen. Hier tauschen Leser Tipps und Erfahrungen aus.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/als_erntehelfer_quer_durch_australiens_outback_107.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>107</guid>
		<pubdate>2007-08-24 13:13:25</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Nach dem Abi: Jobben und Reisen in Australien!</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Abi geschafft und dann? Den Rucksack packen und die ersten Schritte in das Abenteuer in „down under“ wagen, z.B. als Cowboy im Outback, als Tauchlehrer am Great Barrier Reef oder als Fruitpicker auf einem Weingut! Wann und wohin die Reise auf dem fünften Kontinent gehen soll und wann man lieber eine Arbeit antreten möchte, bestimmt jeder selbst. Wer mindestens 18 Jahre alt ist, kann mit einem „Working Holiday Visum“ am Work &amp; Travel Australien-Programm der Bonner Organisation STEP IN teilnehmen. Das Visum ermöglicht es, bis zu einem Jahr bei mehreren Arbeitgebern zu jobben und die eigene Reisekasse aufzufüllen.
Weitere Informationen im Internet unter www.step-in.de.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/nach_dem_abi_jobben_und_reisen_in_australien_106.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>106</guid>
		<pubdate>2007-08-24 12:22:37</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Arbeiten und Leben in der Ferne</title>
		<description><![CDATA[Au Pair
Ein Land, seine Menschen, deren Eigenheiten und Kultur wirklich gut kennen zu lernen, funktioniert am besten, wenn man in dem Land lebt. Und genau das tut man als Au Pair.]]></description>
		<text><![CDATA[Ob in Europa, weit über dem großen Teich in Amerika oder sogar in Australien und Neuseeland – der Aufenthalt als Au Pair bietet jungen Menschen die einmalige Gelegenheit, ein Land mit all seinen Facetten zu erleben. Erfahrungen, die kein noch so langer Urlaub bieten kann. Leben und arbeiten in einer fremden Familie in einem unbekannten Land – dieses Erlebnis fördert nicht nur die Sprachbegabung. Anpassungsfähigkeit, Akzeptanz, Flexibilität und Toleranz sind nur einige der unzähligen Erfahrungen, die man als Au Pair sammelt und die für den weiteren Lebensweg rüsten. Als Au Pair hat man eine verantwortungsvolle Tätigkeit, schließlich kümmert man sich um die Kinder der Gastfamilie. Hier ist man gleichzeitig Tröster, Mutmacher, Streitpartner und Spielgefährte, vor allem aber auch Vorbild. Man hilft den Kleinen beim Anziehen und den Großen bei den Hausaufgaben, liest ihnen Geschichten vor, bringt sie zur Schule und erlebt so hautnah mit, wie es ist, in einer anderen Kultur aufzuwachsen. Die Arbeit ist nicht immer leicht, aber sie bietet garantiert auch eine Menge Spaß!

1. Zu den typischen Aufgaben eines Au Pair gehören:
» Kinder anziehen
» Kinder zur Schule und anderen Aktivitäten fahren
» Kleinkinder füttern und wickeln
» Frühstück und Mittagessen machen
» Bei den Hausaufgaben helfen
» Hausarbeit
» Spielen

2. Die richtige Entscheidung: Au Pair ja oder nein?
Bevor das Flugticket gekauft und die Koffer für das große Abenteur Ausland gepackt werden, sollte man sich die wichtige Frage stellen: Ist Au Pair wirklich das Richtige für mich? Denn beim Traum von der Ferne sollte man nicht vergessen, dass Au Pair – so wie jeder andere Job auch – Verantwortung mit sich bringt. Und wer keinen Spaß am Umgang mit Kindern hat, der sollte sich für eine andere Möglichkeit entscheiden, sein Traumjahr in der Ferne zu verwirklichen. Tipp: Wer sich nicht sicher ist, ob Au Pair wirklich das Richtige ist, kann das Leben als Au Pair bei Bekannten oder Nachbarn in den Ferien ausprobieren. Man wohnt eine oder zwei Wochen sozusagen als Au Pair bei der Familie und kümmert sich jeden Tag um die Kinder – von morgens früh um 7 Uhr aufstehen, Kinder wecken und zur Schule fertig machen, Mittagessen, Hausaufgaben, spielen, aufräumen, Wäsche der Kinder waschen... bis abends ins Bett bringen. Nach einer Woche kann man sich ein gutes Bild machen, wie das Leben eines Au Pairs aussieht und kann dies zusätzlich als Referenz über Kinderbetreuung für die Au Pair-Bewerbung benutzen. Dies bietet sich auch an, wenn man noch nicht genügend Referenzen über Kinderbetreuung hat.

3. Die Entscheidung ist gefallen: Ausland, ich komme!
Die Entscheidung steht: Ein einjähriger Aufenthalt als Au Pair im Ausland ist genau das Richtige. Dennoch sollte man sich zunächst überlegen, ob man das Abenteuer Ausland alleine oder über eine renommierte Au Pair- Agentur wagen möchte. Agenturen bieten dabei den Vorteil langjähriger intensiver Erfahrung. Die Agenturen kümmern sich um Arbeitsverträge und Behördengänge. Sie stehen dem Au-Pair mit Rat und Tat zur Seite und können oft auch eine günstige Kranken- und Unfallversicherung anbieten. Dadurch, dass sie häufig ihre Familien kennen und mit ihnen zusammenarbeiten, sind etwaige Probleme meist einfach zu lösen. Bei Bedarf können schnellstens mit bekannten oder neuen Familien vor Ort Gespräche geführt und neue Wohnverhältnisse in Augenschein genommen werden. Oft ist nach einem Stellenwechsel ohne Hilfe einer Agentur kein weiterer legaler Aufenthalt möglich. Handelt es sich um Au-Pair-Verhältnisse zwischen Partnern aus EU- und Nicht-EU-Ländern, so ist in jedem Fall eine Agentur einzuschalten, da nur sie ein Visum besorgen kann. So werden beispielsweise auch seriöse Agenturen aus Nicht-EU-Staaten nie versprechen, ein Mädchen binnen kürzester Frist vermitteln zu können, weil die Einreise so nur mit Touristenvisum möglich und die Arbeitsaufnahme damit ungesetzlich wäre. Die Bearbeitung eines Visums, das vor der Einreise zu beantragen ist, nimmt allein sechs bis zwölf Wochen Bearbeitungszeit durch die hiesigen Behörden in Anspruch. Au-Pair-Vermittler werden stets von den jeweils zuständigen Landesbehörden überprüft und lizenziert, so beispielsweise in Deutschland von den Landesarbeitsämtern. In der Regel lohnt es sich somit kaum, auf eigene Faust ein Au-Pair oder eine Au-Pair-Stelle zu suchen. 

Egal, ob man sich letztlich mittels einer Organisation oder auf eigene Faust auf die Suche nach einer Gastfamilie macht, einige Bedingungen sollte man als Au Pair auf jeden Fall erfüllen:
» zwischen 18 und 26 Jahre alt sein
» bei Abflug mindestens 200 Stunden Kinderbetreuungserfahrung vorweisen können
» gute Englischkenntnisse
» einen Hauptschulabschluss plus Ausbildung, einen Realschulabschluss oder Abitur
» Interesse an einer neuen Kultur
» den Führerschein
» ein einwandfreies polizeiliches Führungszeugnis haben

Die auftretenden Kosten für das Projekt Ausland unterscheiden sich von Agentur zu Agentur. Diese kümmern sich in der Regel gegen eine einmalige Vermittlungsgebühr um Organisatorisches. Anfallende Kosten wie Visum-Gebühr, Versicherung oder auch das Flugticket werden von der Agentur beziehungsweise den Gasteltern übernommen oder sind selbst zu zahlen. Vor Ort gibt es von der Gastfamilie ein festes wöchentliches Taschengeld sowie zwei Wochen bezahlten Urlaub. Viele Gastfamilien bezahlen zusätzlich Sprachkurse für ihr Au Pair. Bevor die Entscheidung für eine bestimmte Vermittlungs-Agentur fällt, sollte man sich genau über Kosten und Leistungen informieren, damit das Abenteuer Au Pair auch einen guten Weg geht.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/arbeiten_und_leben_in_der_ferne_105.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>105</guid>
		<pubdate>2007-08-24 12:20:32</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bafög, Stipendien, Studienkredite und Co.</title>
		<description><![CDATA[Finanzen
Studieren ist mehr als nur Wissenserwerb. Die großen und kleinen Bedürfnisse des Alltags wie Unterkunft, Verpflegung, Lehrmaterial und Freizeitgestaltung wollen schließlich finanziert werden. Rund 700 Euro plus X monatlich benötigt ein „Normalstudent“ im Durchschnitt, rechnet das Deutsche Studentenwerk (DSW) in seiner jüngsten Sozialerhebung nach. Aber woher nehmen? STUDIInfo zeigt die verschiedenen Finanzierungsmöglichkeiten auf.]]></description>
		<text><![CDATA[Bei der Frage der Finanzierung hilft ein Blick über den Tellerrand: Wie machen es die anderen? Auch darauf hat die Sozialerhebung des DSW eine Antwort: Der deutsche „Normalstudent“ finanziert sich in der Regel aus unterschiedlichen Quellen, die hauptsächlich in vier Gruppen eingeteilt werden können: Der Unterhalt der Eltern machte 2003 rund 51 Prozent der durchschnittlichen Einnahmen aus, das Bafög 12 Prozent in den alten beziehungsweise 22 Prozent in den neuen Ländern, der eigene Verdienst 28 beziehungsweise 17 Prozent und die sonstige Einnahmen, beispielsweise Stipendien, rund 10 Prozent.

Eltern: Grundsätzlich sind die Eltern ihren Kindern gegenüber gesetzlich verpflichtet – auch wenn diese schon volljährig sind – solange Unterhalt zu leisten, wie sich diese noch in Ausbildung befinden – bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss, maximal aber bis zur Vollendung des 27. Lebensjahrs. In der Regel besteht damit eine Unterhaltsverpflichtung der Eltern bis zum Ende des Studiums, sofern nicht zuvor eine Berufsausbildung absolviert wurde. Unterstützen die Eltern ihre Kinder im Studium nicht, kann das Kindergeld (154 Euro für das erste bis dritte, 179 Euro für jedes weitere Kind) auf Antrag bei der zuständigen Familienkasse direkt an das Kind ausgezahlt werden.

Bafög: Wenn die Eltern aufgrund ihres geringen Einkommens nicht in der Lage sind, den Unterhalt zu zahlen, gewährt der Staat Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (Bafög). So soll jungen Menschen eine Ausbildung ermöglicht werden, die ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht, unabhängig vom individuellen Geldbeutel.
Die Förderung muss grundsätzlich beim Studentenwerk am jeweiligen Hochschulort beantragt werden und ist innerhalb der Regelstudienzeit zur Hälfte Zuschuss und Staatsdarlehen. Deshalb müssen 50 Prozent des bezogenen Bafögs, maximal aber 10.000 Euro, nach dem Studium zurückgezahlt werden. Wenn das Studium nicht innerhalb der Förderungshöchstdauer abgeschlossen wird oder wenn es sich um eine Zweitausbildung handelt, wird ein verzinsliches Bankdarlehen gewährt.
Allerdings wird die staatliche Finanzspritze nur unter bestimmten Voraussetzungen bewilligt. So ist in der Regel nur die erste Ausbildung förderungsfähig. Zusatz-, Ergänzungs- und Zweitausbildungen werden nicht ohne weiteres unterstützt. Besonders aufpassen muss, wer im Studium feststellt, dass der gewählte Studiengang doch nicht der richtige ist: Fachrichtungswechsel bis zum Beginn des 4. Fachsemesters lassen den Bafög-Förderungsanspruch nur dann nicht erlöschen, wenn ein „wichtiger Grund“ im Sinne der gesetzlichen Bestimmungen vorliegt. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Studierende schon zuvor Bafög erhalten hat und es erstmals nach dem Fachrichtungswechsel beantragt.
Außerdem erhalten Bafög generell nur Studierende mit deutscher Staatsangehörigkeit. Ausländische Studierende werden nur dann gefördert, wenn sie weitere Kriterien erfüllen, beispielsweise wenn die Eltern über eine bestimmte Dauer vor Studienbeginn in Deutschland erwerbstätig waren. Und nicht zuletzt darf der Studierende zu Beginn seiner Ausbildung das 30. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ausnahmen bestätigen aber auch hierbei die Regel.
Die Höhe der monatlichen Zahlungen bestimmt sich individuell, da sie vom eigenen Einkommen und dem Einkommen der Eltern abhängig ist. Der Regelbedarfssatz (Grundbedarf und Bedarf für die Unterkunft) beträgt in Deutschland und im EU-Ausland bei auswärtiger Unterbringung 466 Euro monatlich, für Studierende, die bei den Eltern wohnen, 377 Euro. Sofern die Miete 133 Euro monatlich übersteigt und eigene Kranken- oder Pflegeversicherungsbeiträge gezahlt werden, kann der Förderungsbetrag auf maximal 585 Euro pro Monat steigen (Elternwohner: 432 Euro).
In jedem Fall aber sollten Bafög-Empfänger im Studium nicht trödeln, denn die Ausbildungsförderung wird nur für einen bestimmten Zeitraum, normalerweise längstens bis zur so genannten Förderungshöchstdauer, gezahlt. Die richtet sich nach der festgesetzten Regelstudienzeit des jeweiligen Fachs - an Hochschulen für gewöhnlich neun und an Fachhochschulen sieben oder acht Semester. Achtung: Auch die Förderungshöchstdauer besteht unabhängig davon, ob man tatsächlich während der ganzen Zeit Bafög erhalten hat. Wer also ein oder mehrere Semester ohne staatlichen Zuschuss studiert, wird deshalb hinterher nicht länger gefördert.

Eigener Verdienst: Vorlesungen und Seminare besuchen, Scheine machen, lernen - und gleichzeitig Geld verdienen? Bei sinnvoller Zeitaufteilung ist das machbar. Rund zwei Drittel aller Studierenden jobben neben dem Studium, belegen die Zahlen des DSW. Nebenbei lassen sich so oft wichtige Kontakte für die spätere Karriere knüpfen. Deshalb empfiehlt es sich, nach Möglichkeit in einem studienfachverwandten Bereich zu jobben. Hilfe bei der Jobsuche bieten auch für Studenten die örtlichen Arbeitsagenturen.
Studierende sollten allerdings aufpassen, dass sie nicht zu viel nebenbei arbeiten. Denn angesichts der gesetzlichen Bestimmungen gilt: Weniger ist manchmal mehr. Steuer- und sozialversicherungsfrei sind für Studenten generell Mini-Jobs, bei denen regelmäßig bis zu 400 Euro pro Monat verdient werden darf. Darüber hinaus gibt es für Arbeitsentgelte bis zu 800 Euro einen „Niedriglohnsektor“ mit allmählich steigenden Sozialversicherungsbeiträgen. In puncto Steuern gilt dabei: Wer mit seinem Jahres-Arbeitsentgelt unter dem so genannten Grundfreibetrag – er betrug im vergangenen Jahr 7.664 Euro – bleibt, erhält die vom Arbeitgeber einbehaltene Lohnsteuer im Zuge der Einkommenssteuerveranlagung im darauffolgenden Jahr zurück. Von der Kranken- und Pflegeversicherung sowie der Arbeitslosenversicherung bleibt aber in der Regel nur befreit, wer nicht mehr als 20 Wochenstunden arbeitet. Ist die Arbeit den Erfordernissen des Studiums angepasst und untergeordnet, kann Versicherungsfreiheit auch noch bei einer Wochenarbeitszeit von mehr als 20 Stunden bestehen, zum Beispiel bei einer Beschäftigung nur am Wochenende oder bei Abend- oder Nachtarbeit. Acht geben müssen jobbende Bafög-Empfänger, denn die Höhe des Arbeitslohns kann die Bafög-Förderung verringern. Die Höhe des Bafög ändert sich bis zu einem Brutto-Jahresverdienst von 4.206,62 nicht. Monatlich können also 350,55 Euro verdient werden, ohne dass dies den staatlichen Zuschuss mindert. Bei einem Arbeitseinkommen von 400 Euro im Monat wird die Bafög-Förderung um monatlich 38,82 Euro verringert.

Stipendien: Knapp zwei Prozent aller Studierenden erhalten ein Stipendium. Im Durchschnitt füllt das den Geldbeutel mit 318 Euro pro Monat. Stipendien sind dabei nicht nur etwas für Hochbegabte. Neben guten Noten zählen auch andere Voraussetzungen wie zum Beispiel gesellschaftliches Engagement. Die Kriterien, die ein Bewerber erfüllen muss, unterscheiden sich je nach Stipendiengeber. Das sind vor allem Kirchen, Parteien, Gewerkschaften, Stiftungen und Unternehmen sowie Unternehmensverbände. Des Weiteren gibt es studienfachbezogene oder ortsbezogene Stipendiengeber, etwa den Verband der chemischen Industrie und auch Chemieindustrieunternehmen, die auch Praktika anbieten. Das örtliche Studentenwerk oder die Kommune weiß in der Regel, ob es vor Ort lokalspezifische Angebote gibt.
Bei den meisten Anbietern müssen sich Interessenten um das jeweilige Stipendium bewerben, bei einigen wird aber auch die Empfehlung eines Mentors, beispielsweise des Schulrektors, gefordert. In der Regel wird das Stipendium und die Höhe der monatlichen Zahlungen analog zum Bafög gehandhabt, allerdings mit dem Vorteil, dass nach dem Studium nicht zurückgezahlt werden muss.

Studienkredite: Seitdem in einigen Bundesländern die Einführung von Studiengebühren diskutiert wird, ist eine relativ neue Finanzierungsmöglichkeit hinzugekommen: so genannte Studienkredite privater Banken, beispielsweise von CareerConcept, der Deutschen Bank, den Sparkassen und der KfW Förderbank. Die Inanspruchnahme privater Kreditangebote lohnt sich aber in der Regel nur für den, der keine andere Finanzierungsmöglichkeit hat oder die Kreditfinanzierung nur zeitlich befristet in Anspruch nimmt, etwa wenn zum Ende des Studiums wenig Zeit zum Jobben bleibt. Denn der Nachteil privater Kreditanbieter liegt darin, dass diese daran natürlich verdienen wollen.
Die Zinsen für Studienkredite liegen daher je nach Anbieter zwischen fünf und sechs Prozent jährlich. Günstiger ist da der Bildungskredit der staatlichen KfW Förderbank mit einem variablen Zinssatz, der derzeit bei rund 3,2 Prozent liegt. Den Bildungskredit der KfW gibt es allerdings erst ab dem Hauptstudium. Die monatliche Auszahlung beträgt bis zu 300 Euro, begrenzt auf 24 Monate.



Wichtige Info-Adressen

Weitere Informationen zum Thema Studienfinanzierung, Bafög und Stipendien bietet das Internet in Hülle und Fülle. Hier einige interessante Adressen:

www.studentenwerke.de

www.studienfinanzierung.de

www.stiftungsindex.de

www.gew.de/Foerderwerke_und _Stipendien.html

www.br-online.de/wissen-bildung/thema/stipendien/index.xml

www.kfw-foerderbank.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bafoeg_stipendien_studienkredite_und_co_104.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>104</guid>
		<pubdate>2007-08-24 12:12:37</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bis nach ganz oben!</title>
		<description><![CDATA[Erfolgreiche Karrierewege]]></description>
		<text><![CDATA[Wer ein Studium an der Berufsakademie absolviert, der erhält zwar keinen akademischen Grad. Für die Karriere muss das aber keineswegs ein Nachteil sein. Das beweist Bernhard Schreier, der heute – 28 Jahre, nachdem er von der BA Mannheim sein Diplom erhielt – Vorstandsvorsitzender der Heidelberger Druckmaschinen AG ist.

„Einfach nur studieren – das kam für mich nach dem Abitur nicht in Frage“, erklärt Bernhard Schreier. So informierte er sich intensiv über die verschiedenen Studienmöglichkeiten, auch über das seinerzeit noch recht junge Konzept der Berufsakademie. Die dort gebotene Verbindung von Theorie und Praxis im dualen Studiengang gab für ihn schließlich den Ausschlag: Mitte der 70er Jahre begann Bernhard Schreier ein Maschinenbau-Studium an der BA Mannheim, absolvierte parallel bei der Heidelberger Druckmaschinen AG eine Ausbildung und war 1978 – nur drei Jahre nach Ausbildungsbeginn – frischgebackener Diplom-Ingenieur (BA). Seine Ausbildung war ein weiterer Schritt auf dem Weg zu einer Bilderbuchkarriere, den Bernhard Schreier nie bereut hat. „Nicht nur in der Theorie, sondern auch in der Praxis zu erleben, wie gehen Vorgesetzte mit ihren Mitarbeitern um, was ist Motivation und was ist keine Motivation – das sind Dinge, die man in einer Schule oder Universität nie und nimmer in der gleichen Form erfährt“, resümiert der erfahrene Manager. Neben dem Praxisbezug als Highlight des BA-Studiums sei aber auch die kurze Studiendauer ein Vorteil, denn „nach drei Jahren ein abgeschlossenes Diplom zu haben, das bietet ein normales Studium nicht“.

Jungen Schulabsolventen, die heute auf der Suche nach einer beruflichen Perspektive sind, empfiehlt Bernhard Schreier, sich eine generelle Allgemeinbildung über alle Bereiche hinweg anzueignen. „Das ist das Wichtigste überhaupt.“ Parallel dazu seien Dinge entscheidend wie beispielsweise Teamwork und Problemlösungsmethoden – die „personal skills“, also miteinander auszukommen und mit Konfliktsituationen umgehen zu können. Nicht vergessen werden dürften bei der Karriereplanung auch die „Präsentationsskills“: Vor einer Gruppe stehen und in anschaulicher, präziser Form mit einem adäquaten verbalen Instrumentarium etwas präsentieren zu können, habe heute einen hohen Stellenwert.

Zwei Sätze möchte Bernhard Schreier zudem allen mit auf den Weg geben, die am Anfang ihres beruflichen Werdegangs stehen: „Tue an jeder Stelle, an der du eingesetzt bist, immer dein Bestes“ und „Gebe beim Aufstieg jedem die Hand, denn du könntest sie beim Abstieg wieder brauchen“.



Expertentipp

von Michael Zeisberger, Deutsche Telekom AG, Leiter Bereich Nachwuchskräfte im Zentralbereich Human Resources Development

Die Entscheidung für oder gegen eine Studienrichtung sollte neben den persönlichen Interessen auch den Ausblick auf einen bestimmten Arbeitsbereich berücksichtigen. Wirtschaftseinheiten agieren zunehmend international und wählen Persönlichkeiten aus, die diesen Anforderungen gewachsen sind. Ob ein Vollzeitstudium oder ein dualer Studiengang für die berufliche Ausbildung in Frage kommt, spielt genauso eine Rolle. Die neuen Studienabschlüsse „Bachelor“ und „Master“ sind der sichere Weg in die Zukunft.
Sinnvoll ist es, schon während des Studiums Initiative und Engagement zu zeigen. Nutzen Sie Möglichkeiten, Erfahrungen im Ausland zu machen, sei es durch einen Studienaufenthalt oder durch ein Praktikum. Interkulturelle Kompetenz wird zunehmend wichtiger. Der Nachweis erster praktischer Erfahrungen im Inland gehört heute fast selbstverständlich in jeden Lebenslauf eines Hochschulabsolventen. 
Vom Nachwuchs bei der Deutschen Telekom erwarten wir ein hohes Maß an Flexibilität und Mobilität, hervorragende Leistungen in Schule und Studium sowie Interesse an unserem Unternehmen mit seinen Angeboten, Produkten und Menschen. Als Dienstleister ist die Ausrichtung auf die Bedürfnisse des Kunden das A und O unseres Geschäftes. Das bedeutet, dass die Menschen, die bei uns tätig sind, auch eine entsprechende soziale Kompetenz mitbringen müssen. Die erwirbt man sich nicht nur im Studium, sondern durch darüber hinausgehendes Engagement, z.B. in Vereinen oder studentischen Organisationen. Um praktische Erfahrungen während des Studiums zu sammeln, bieten wir als Arbeitgeber Praktika für Studierende an. Zudem gibt es verschiedene duale Studiengänge, bei denen in virtuellen Vorlesungen die intensive Nutzung von E-Learning-Tools erlernbar sind. Nach dem Studium gibt es für Hochschulabsolvent/in die Möglichkeit, direkt einzusteigen und über ein Training-on-the-Job in den zukünftigen Aufgabenbereich hineinzuwachsen oder über ein 15- bis 18-monatiges Trainee-Programm verschiedenste Unternehmensbereiche kennen zu lernen.
Das Lernen endet nicht mit der Ausbildung. Neugier und die Offenheit für Neues bleiben immer wichtig. Das Entscheidende für den künftigen Beruf ist, dass er Spaß macht.
Wir als Deutsche Telekom wünschen Ihnen für Ihren Start ins Studium viel Erfolg!



Expertentipp

von Sven Breipohl Principal, Global Human Resources Roland Berger Strategy Consultants

Frühe Planung statt Kompromisslösung

Der Bedarf an Fach- und Führungskräften in Deutschland wird in den nächsten Jahren stark zunehmen. Dennoch gestaltet sich die Suche nach dem ersten Job für Wirtschaftswissenschaftler nicht einfach.
Die Anforderungen der Unternehmen sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Heute reichen überdurchschnittliche Noten und eine schnelle Studienzeit alleine nicht mehr aus. Das gilt nicht mehr nur für Branchen wie Beratung oder Investmentbanking. Auch Industrieunternehmen fokussieren heute auf Nachwuchskräfte, die sich durch einen hohen Praxisbezug auszeichnen und überdies intensive Auslandserfahrungen in einer zunehmend globalisierten Wirtschaftswelt vorweisen können.
Studenten müssen sich entsprechend früh und genauer überlegen, in welches Berufsfeld sie nach dem Studium wollen. Das gilt zum einen für die Auswahl eines geeigneten Studienfachs, wobei die Vielfalt an Studienprogrammen aufgrund der Umstellung von Diplomauf Bachelor- und Masterstudiengänge zunimmt. Zum anderen ist es notwendig, sich frühzeitig auf Karrieremessen oder Recruitingveranstaltungen von Unternehmen detailliert über Einstiegsmöglichkeiten und Anforderungen zu informieren. Letztendlich bieten Praktikum oder Diplomarbeit bei einer Zielfirma gute Aussichten auch auf einen späteren Einstieg.
Der Studiumsverlauf, insbesondere im Hauptstudium, muss vorausschauend geplant werden. Der Bewerbungsaufwand für Praktika bei namhaften Firmen und insbesondere für Auslandssemester wird häufig unterschätzt. Das führt in vielen Fällen dazu, dass Studenten diese wichtigen Erfahrungen nicht realisieren oder sich mit Kompromisslösungen zufrieden geben. Auch die Schwerpunktfächer im Hauptstudium müssen gut überlegt sein, denn sie bilden die fachliche Grundlage für das erste Einsatzgebiet und sind damit von hoher Relevanz für Personalentscheider.
Die Tatsache, dass den Nachwuchskräften von heute von Anfang an verantwortungsvollere Aufgaben in den Firmen übertragen werden, führt dazu, dass die Auswahlprozesse härter und selektiver werden als früher. 
Wer sich im Vorfeld ganz genau über die Recruitingverfahren informiert und sich auch entsprechend gut auf Gespräche und Module eines Assessment Centers vorbereitet, besitzt am Ende die besten Erfolgschancen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bis_nach_ganz_oben_103.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>103</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:57:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Leidenschaft und Interesse</title>
		<description><![CDATA[Die Sozialpädagogin Klaudia Werth, Bereichsleiterin bei der Unicef, hat sich immer wieder neuen Herausforderungen gestellt und so die Karriereleiter erklommen.]]></description>
		<text><![CDATA[Leidenschaft und Interesse sind für Klaudia Werth zwei Grundvoraussetzungen, um im beruflichen Leben erfolgreich zu sein. „Nach meiner Erfahrung sind das die besten Inspirationsquellen und die größten Energiespeicher für schwierige Zeiten, die es auf jedem Weg geben wird“, sagt die Leiterin des Bereichs Arbeitsgruppen der Unicef Deutschland.

Ihr Werdegang ist typisch für die jüngere Akademikergeneration: Er ist gekennzeichnet von vielen unterschiedlichen Stationen. Immer wieder hat sich Klaudia Werth neuen Herausforderungen gestellt. So studierte sie nach ihrem Abitur 1980 zunächst an der Fachhochschule Köln Sozialpädagogik, legte 1985 ihr Diplom ab und arbeitete bis 1993 als Sozialpädagogin – erst für den Sozialen Dienst der AOK, dann für zwei Vereine. Parallel zu ihrer letzten Anstellung nahm sie 1992 ein zweites Studium an der privaten Universität Witten/Herdecke auf. Unterstützung erhielt sie dabei aus den Fördertöpfen gleich zweier Stipendiengeber: einerseits vom Evangelischen Studienwerk Villigst, andererseits durch die Begabtenförderung des Bundesforschungsministeriums. Gerade die Zeit an der privaten Hochschule bot für die heute 45-Jährige Klaudia Werth „unendlich viele Anregungen durch Lehrende, Studierende und die Universitätsleitung“.

Auch nachdem sie die Universität Witten/ Herdecke 1998 als frischgebackene Diplom-Ökonomin verließ, suchte Klaudia Werth sich stets neue Aufgaben bei verschiedenen Institutionen und Unternehmen. Zunächst arbeitete sie 15 Monate als Ökonomin im Fachbereich Gesundheit der Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ), dann rund zweieinhalb Jahre für die global agierende Unternehmensberatung McKinsey &amp; Company als Expertin für die Themen Organisation und Führung. Seit Juni 2002 ist Klaudia Werth Leiterin des Bereichs Freiwilligen-Arbeitsgruppen bei der Unicef Deutschland.

„Geplant habe ich meine Karriere so nicht“, sagt sie zurückblickend. „Entscheidend für die beruflichen Stationen war die Suche nach neuen Herausforderungen, die mit meinen Interessen zusammen passen. Das ist für mich das Rezept für beruflichen Erfolg und Freude an der Arbeit.“ Dabei weiß sie aus eigener Erfahrung, dass es ebenso Mut erfordert, sich neuen Aufgaben zu stellen, wie es Freude am Lernen voraussetzt und die Bereitschaft, sich verunsichern zu lassen. Dazu gehörten aber auch auch Fleiß, Hartnäckigkeit und „Humor, wenn es mal nicht so gut läuft“. Nicht zu vergessen ein Quentchen Glück, um die für sich richtigen Angebote und Aufgaben zu finden. Eigeninitiative sei dabei nicht minder entscheidend: „Man darf auch nach erfolgreichen Schritten nicht darauf warten, entdeckt zu werden“, rät Werth. Vielmehr hieß es auch für sie immer wieder: Bewerbungen schreiben – auch auf Stellenanzeigen.

Was sie heute anders machen würde? „Länger ins Ausland gehen“, resümiert die Fachbereichsleiterin der Unicef Deutschland. Und sie weiß auch, wohin: „Heute würde ich versuchen, ein Jahr in Asien zu studieren und zu arbeiten, eine Region, die sich sehr schnell verändert und für uns Europäer viel Fremdes bereithält.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/leidenschaft_und_interesse_102.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>102</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:50:55</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Vom Lernenden zum Lehrenden</title>
		<description><![CDATA[Erfolgreiche Karrierewege
„Die Neigung entscheidet“, dies sagt zumindest Roman Skarabis, der im Anschluss an sein Studium eine Stelle als Dozent für Schrift und Typographie an der Fachhochschule Münster antreten konnte.]]></description>
		<text><![CDATA[Erst einmal ist es wichtig auf sich selber zu hören und Beruf beziehungsweise Studiengang nach der eigenen Neigung auszuwählen. Vernunftsentscheidungen, um möglichst auf der sicheren finanziellen Seite zu stehen, sind zum Scheitern verurteilt. Der Motor für einen langen und erfolgreichen beruflichen Werdegang ist immer noch Freude am eigenen Tun.

„Nur wer etwas gerne macht, kann über sich hinaus wachsen, ist zu besonderen Leistungen fähig und wird letztendlich den Erfolg auch verdienen.“
So lautet der Ratschlag eines Mannes, der es wissen muss: Roman Skarabis, heute Dozent für Typographie und Schrift im Bereich Design an der Fachhochschule Münster. Der 41-Jährige ist nämlich einen spannenden, sicherlich aber auch ungewöhnlichen Karriereweg gegangen.
Nach der Realschule absolvierte der Diplom-Designer zunächst eine Lehre zum Drucker. Nach dem Wehrdienst bei der Topographischen Einheit 100 in Münster arbeitete Roman Skarabis zunächst in seinem erlernten Beruf. 1997 entschloss er sich zu einer berufsbegleitenden Ausbildung an der Akademie für Gestaltung der Handwerkskammer Münster, wo er zwei Jahre später den Abschluss als Gestalter ablegte. Den Anstoß für diese späte Änderung des eingeschlagenen Berufsweges gaben verschiedene Faktoren, wie der Diplom-Designer rückblickend erklärt: „Wenn ich mal davon ausgehe, dass Traumberuf wörtlich etwas mit Berufung zu tun hat, sind Anregungen im ersten Moment nicht vorrangig, sondern ein waches Auge dem gegenüber, was landläufig, als Talent oder Begabung bezeichnet wird. Oftmals stellt sich ja schon über die Schule, bei mir im Kunstunterricht oder beim Erstellen der ersten Schülerzeitschrift eine Begabung für bildliche Darstellung und Layout in zarten Anfängen heraus. Meine schulische Allgemeinbegabung reichte jedoch nicht für ein Studium im grafisch-gestalterischen Bereich aus. Ich beschloss damals, um im „Thema“ zu bleiben, also eher aus Zufall denn Vernunft, eine Ausbildung zum Drucker zu machen. In dieser Zeit bekam ich immer wieder durch meine Tätigkeit als Drucker Aufträge, die vorab erst gestaltet werden mussten. Viele Leute fanden diesen Aspekt meiner Arbeit besonders gut, und daraufhin beschloss ich, nebenberuflich eine Ausbildung zum Gestalter im Handwerk zu machen.“

Freude und Leidenschaft standen stets im Mittelpunkt
Dabei merkte der 41-Jährige schnell, dass er seinem Talent noch mehr Ausdruck geben wollte. Es folgte die Bewerbung um einen Studienplatz an der Fachhochschule in Münster im Bereich Design. Von Planung sei bei ihm weniger die Rede gewesen, gibt der heutige Hochschuldozent unumwunden zu. Vielmehr hätten stets Leidenschaft und Freude am eigenen Tun im Mittelpunkt gestanden. „Im Moment schau ich ab und zu zurück und bin schon manchmal ein wenig stolz auf das bisher Erreichte, obwohl der berufliche Weg für mich mit der neuen Selbstständigkeit auch erst relativ am Anfang steht“, erzählt Roman Skarabis.
Der Erfolg gibt ihm recht: Direkt nach Ende des Studiums, das er als bester Student seines Jahrgangs im Wintersemester 2004 abschloss, erhielt Roman Skarabis eine Stelle als Dozent für Schrift und Typographie an der Fachhochschule Münster. „Der größte Meilenstein war, dass ich im Studium wirklich genau die Dinge lernen konnte, die ich persönlich am meisten schätze, nämlich Informationen gestalten in Form von Ausstellungsgestaltung, Leitsystemen und Piktogrammentwicklung.“
Dennoch war der Weg zum Ziel nicht immer leicht, sondern manchmal beschwerlich: „Dadurch, dass ich „nur“ einen Realschulabschluss besitze, musste ich durch eine besondere Prüfung meine Fähigkeit, ein Studium aufnehmen zu können, nachweisen.“ Auf die Frage, was er heute anders machen würde, lautet seine Antwort dennoch entschieden: „Nichts, absolut gar nichts.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/vom_lernenden_zum_lehrenden_101.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>101</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:46:30</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Kuh sucht Arzt</title>
		<description><![CDATA[Aussichtsreiche Studiengänge
Veterinärmediziner haben Chancen in der Nutztierpraxis: Tagtäglich mit Tieren arbeiten, Bellos verstauchtes Bein und Minkas Schnupfen heilen: Tierarzt ist für viele ein Traumberuf – vor allem für viele Frauen. Rund 85 Prozent der Studenten der Veterinärmedizin sind weiblich. Das wird vor allem auf dem Land zu einem Problem, denn nur wenige der Absolventinnen reizt bislang der Beruf des Nutztierarztes. Die Chancen für Männer stehen daher doppelt gut.]]></description>
		<text><![CDATA[Genau beziffern kann Dr. Margund Mrozek von der Bundestierärztekammer (BTK) zwar nicht, wie groß der Bedarf an Tierärzten im Bereich der Nutztiere – also typischerweise in der Landwirtschaft – ist. Aber sie weiß: „Es wird zunehmend über Nachwuchsmangel geklagt.“ Genug jedenfalls, um die BTK im Herbst vergangenen Jahres zu veranlassen, unter dem schmissigen Titel „Kuh sucht Arzt“ eine Werbekampagne für dieses veterinärmedizinische Tätigkeitsfeld zu starten.

Dabei ist es bei weitem nicht so, dass sich generell zu wenige Abiturienten für den Beruf des Tierarztes interessieren. „Es gibt einen ziemlichen Überhang an Absolventen“, stellt Margund Mrozek fest. Rund 600 bis 700 seien es jährlich. Die Chancen auf dem Arbeitsmarkt sind dennoch überdurchschnittlich gut: Waren 2003 nur 2,6 Prozent der 32.116 Tierärzte in Deutschland arbeitslos, stieg die Zahl zum Stichtag 31. Dezember 2004 leicht auf 2,8 Prozent. Sie könnte noch niedriger liegen, würden die Absolventen – im wahrsten Sinne des Wortes – nur auf das richtige Pferd setzen: vor allem auf die Kuh und ihre tierischen Großtier-Kollegen in der Landwirtschaft.

Das Problem ist der bislang hohe Frauenanteil von rund 85 Prozent unter den Studierenden. Die zieht es nämlich nicht gerade in die Ställe, sondern eher zu Mäusen, Hunden, Katzen und Co. „Es wollen nur wenige Frauen im Nutztierbereich arbeiten“, hat Prof. Dr. Andrea Tipold, Vizepräsidentin für Lehre an der Tierärztlichen Hochschule Hannover (TiHo), beobachtet. Die Statistiken der Tierärztekammern unterstreichen das: So arbeiteten Ende 2004 zwar 56,4 Prozent der Veterinärmedizinerinnen in Kleintierpraxen, im Segment der Großtierpraxen waren es dagegen lediglich 15,3 Prozent.

Die möglichen Ursachen dafür sind vielfältig, auch wenn es laut Margund Mrozek keine „Bausch-und-Bogen-Erklärung“ gebe. Zum einen seien viele Absolventinnen in ihren Zielvorstellungen sehr festgelegt - und die liegen eben eher im Bereich der niedlichen Haustiere. Zudem kämen immer weniger Studierende von Hause aus aus der Landwirtschaft, und bei solchen aus den Städten habe dieser Bereich ein eher schlechtes Image: „Harte Arbeit, schmutzige Arbeit – und deshalb für Frauen nicht geeignet“, weiß Dr. Margund Mrozek um die Vorurteile. Das aber sei „eine überholte Vorstellung“, weiß die Pressesprecherin der BTK. Denn einerseits habe sich die Profession des Großtierarztes in den vergangenen Jahren deutlich gewandelt: Die Prophylaxe trete – wie in der Humanmedizin – immer in den Vordergrund, auch Notdienste seien unter den Kollegen geregelt und der „Landtierarzt“ werde insgesamt mehr und mehr zum Gesundheitsmanager und Ratgeber. Andererseits gebe es heutzutage viele Hilfsmittel, die dem Tierarzt seine Tätigkeit erleichtern. Und außerdem, weiß Margund Mrozek, beträfen Männer die problematischen Bereiche, etwa „beim Einfangen einer Kuh zur Entnahme einer Blutprobe“, ebenso. Das unterstreicht auch Prof. Dr. Andrea Tipold, die einen weiteren Grund für den geringen Frauenanteil in Großtierpraxen im geringen Unternehmergeist der weiblichen Absolventen sieht. Denn wie Humanmediziner sind auch tierärztliche Praxeninhaber selbstständige Unternehmer. Frauen dagegen ziehe es eher in ein Anstellungsverhältnis – und das nicht selten am liebsten halbtags.

Die Tierärztliche Hochschule Hannover setzt angesichts der Vorurteile seit einem Jahr verstärkt auf Aufklärung: Das letzte Studienjahr ist an der TiHo nun der Praxis gewidmet. Die Studierenden schnuppern in dieser Zeit in die verschiedenen tierärztlichen Tätigkeitsfelder hinein – von der Praxis über den Bereich der Lebensmittelhygiene bis zum Verbraucherschutz, die wissenschaftliche Forschung in Pharmazie, Pathologie Grundlagen und den öffentlichen Dienst. In den letzten drei Monaten wird dann ein Schwerpunkt gesetzt. Dieses Konzept geht auf, denn seitdem interessierten sich mehr weibliche Studenten auch für die Großtierpraxen. „Sie müssen nur motiviert werden“, zieht Andrea Tipold ein positives Resümee.

Geht es nach der Vizepräsidentin für Lehre an der TiHo, werden dort künftig wohl auch insgesamt mehr Männer Veterinärmedizin studieren. Sie sieht – neben der bei Frauen größeren Tierliebe – nämlich im hohen Numerus Clausus (NC), der 2005 bei 1,5 lag, einen Grund für den geringen Männeranteil. „Mädchen lernen als Kinder besser“, erklärt Prof. Dr. Andrea Tipold.

Da die Regeln des Auswahlverfahrens reformiert wurden, werden ab 2007 an der TiHo nicht mehr alle Studienplätze über die ZVS und damit die Abi-Note vergeben, sondern nur noch 40 Prozent. Die restlichen 60 Prozent werden über ein Auswahlverfahren verteilt. Das ist seit dem letzten Wintersemester an der Uni Berlin – neben der TiHo eine von insgesamt fünf Hochschulen in Deutschland, die Veterinärmedizin anbieten – schon Realität. Dort setzten die Verantwortlichen auf einen Online-Test.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/kuh_sucht_arzt_100.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>100</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:41:02</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Auf dem Weg zum Traumberuf</title>
		<description><![CDATA[Berufswahl
Wer böse Überraschungen vermeiden will, sollte sich vor dem Studium informieren. Welche Fächer machen mir am meisten Spaß? Wo bin ich besonders erfolgreich? Wer sich diese beiden Fragen stellt, wird feststellen, dass Spaß und Erfolg meist Hand in Hand gehen – eine wichtige Erkenntnis auch für den weiteren Werdegang. Wem Lernen generell keinen Spaß macht, der ist an einer Hochschule eher fehl am Platz.]]></description>
		<text><![CDATA[Mit dem Zeugnis über die Allgemeine Hochschulreife in der Tasche stehen den Schulabsolventen eigentlich alle Wege offen. Bevor es aber so weit ist, muss nicht nur eifrig für Klausuren und die „Mündliche“ gebüffelt werden. Abiturienten sollten sich schon vor dem Abgang aus der Schule Gedanken über ihre weitere berufliche Weichenstellung machen. Ansonsten drohen sie, ins Stocken zu geraten oder gar wegen mangelnder Vorbereitung einen Schnellschuss in puncto Studienfachwahl zu wagen, der nach einigen Semestern nach hinten losgeht.
Nicht ohne Grund ist die Zahl der Studienabbrecher in Deutschland in jedem Jahr recht hoch. Vorbereitung ist also das A und O. Und dafür ist es unerlässlich, die eigenen Stärken und Schwächen genauer unter die Lupe zu nehmen. Hilfestellung geben dabei zahlreiche Internetportale sowie die Berufsinformationszentren (BIZ) und die Berufsberater der regionalen Arbeitsagenturen.

Studieren lohnt sich!
Für diejenigen, die über Abitur oder Fachhochschulreife verfügen, stellt sich die Frage, ob sich ein Studium angesichts der Einführung von Studiengebühren überhaupt noch lohnt. Darauf gibt es eine einfache Antwort: Ja! Was zählt, ist vor allem, dass die beruflichen Zukunftsperspektiven sehr viel besser sind als in Ausbildungsberufen. Zwar starten Hochschulabsolventen wegen der im Vergleich längeren Ausbildungszeit später ins Berufsleben. Dafür ist ihr Einkommen dann aber im Durchschnitt auch deutlich höher – vorausgesetzt, sie finden einen Job.
Und damit kommt ein weiterer Faktor hinzu: Denn mehr denn je gilt, dass die Chancen auf dem Arbeitsmarkt umso größer sind, je besser die individuelle Qualifikation ist. Das belegen die Statistiken: Lag die so genannte qualifikationsspezifische Arbeitslosenquote in den alten Bundesländern im Jahr 2004 bei Personen ohne Ausbildung bei circa 22 Prozent und bei denen, die eine Lehre absolviert hatten, bei etwa sieben bis acht Prozent, waren nur zwischen drei und vier Prozent der Hochschulabsolventen arbeitslos. Größer noch war der Unterschied in den neuen Bundesländern: Dort waren 2004 gut 50 Prozent der Befragten ohne Berufsabschluss und knapp 20 Prozent derjenigen mit einer abgeschlossenen Lehre, aber nur knapp sieben Prozent der Akademiker ohne Arbeitsplatz. Und dieser Trend wird sich noch verstärken, denn der Bedarf an Geringqualifizierten wird in Zukunft weiter abnehmen, der an Hochqualifizierten dagegen steigen. Wer studiert, verdient also nicht nur mehr und hat zudem größere Chancen, sich beruflich zu verwirklichen. Er trägt auch ein geringeres Risiko, später einmal arbeitslos zu werden.
Sicherlich gibt es in Sachen Zukunftsperspektiven aber deutliche Unterschiede zwischen den insgesamt über 1500 Studiengängen, die allein die Universitäten in Deutschland anbieten. Einige gelten eher als „brotlos“, andere – beispielsweise Wirtschaftsingenieure – sind am Arbeitsmarkt gefragt. Die Wahl des „richtigen“ Studienfachs sollte folglich auch, aber nicht nur von individuellen Stärken und Neigungen abhängen – schließlich ist beim Studium ja nicht der Weg das Ziel, sondern später einmal ein handfester Job. Wer sich also für ein bestimmtes Fach interessiert, sollte sich darüber informieren, wie „marktgängig“ es ist. Auch darüber können die Berufsberater der Arbeitsagenturen Auskunft geben.
Wichtig ist natürlich auch die genaue Information darüber, was sich hinter dem jeweiligen Studiengang verbirgt, welche Anforderungen gestellt und welche Inhalte vermittelt werden. Wer denkt zum Beispiel daran, dass sich Psychologiestudenten auch mit Mathematik - Statistiken und Stochastik – beschäftigen müssen? Oder dass angehende Mediziner keine Abneigung gegen Chemie haben sollten? Um bösen Überraschungen vorzubeugen, haben die meisten Hochschulen mittlerweile Angebote eingeführt, bei denen vor allem Schüler für einige Tage Hochschulluft schnuppern können, um sich zu orientieren. Ausführliche Informationen zu den einzelnen Studienfächern bieten außerdem die Studienberatungen der jeweiligen Hochschulen und natürlich die regionalen Berufsinformationszentren.
Dort können angehende Studenten auch erfahren, welche Arbeitsbereiche sich mit den jeweiligen Studienfächern erschließen und wie dort die Verdienstmöglichkeiten aussehen. Denn es gibt viel mehr akademische Berufe als akademische Abschlüsse. Also keine Panik: Die Entscheidung für ein bestimmtes Studienfach stellt zwar die Weichen für die berufliche Zukunft. Die Entscheidung für einen konkreten Beruf ist damit aber noch lange nicht getroffen. Die späteren Optionen sind je nach Fachrichtung und erworbenen Qualifikationen groß. Aber diese Vielfalt ist auf dem Arbeitsmarkt eben keine Gefahr, sie bietet vielmehr Chancen.

Uni, FH oder BA? Welche Hochschulart ist die beste für mich?
Ist das Traum-Studienfach schließlich gefunden, stellt sich die nächste Frage: Wo will ich studieren? Das betrifft zum einen die Wahl der Hochschulart: Grundsätzlich kann zwischen staatlichen Universitäten und Fachhochschulen (FHs), Berufsakademien (BAs) und privaten Hochschulen unterschieden werden. An Universitäten wird im allgemeinen der Theorie und Forschung größere Aufmerksamkeit gewidmet als an FHs oder BAs, und das Studium ist dort weniger verschult. Für Uni-Studenten bedeutet das, dass sie viel selbst organisieren, beispielsweise ihren Semsterwochenplan eigenhändig zusammen stellen müssen.
Auch dauert das Studium dort meist länger. Allerdings sind die Wahlmöglichkeiten – sowohl was die einzelnen Fächer als auch was die in den jeweiligen Fächern angebotenen Lehrveranstaltungen betrifft – größer als an den anderen Hochschularten.
Wer rasch studieren will oder seine Stärken eher in der Praxis sieht, der dürfte an einer Fachhochschule besser aufgehoben sein. Dort werden die Lehrpläne in der Regel vorgegeben, obwohl es auch an FHs – allerdings in geringerem Umfang – durchaus Wahlmöglichkeiten im Hinblick auf konkrete Seminare und Kurse gibt. Das Studium an FHs ist generell praxisorientierter. Die Regelstudienzeit beträgt dort im allgemeinen acht Semester. Allerdings werden manche Fächer erst gar nicht angeboten, beispielsweise Jura. Bei gleichen Studienfachangeboten an Uni und FH gilt für die späteren Jobperspektiven, dass Uni-Absolventen zwar in der Regel mehr Geld verdienen, FH-Absolventen es dagegen nicht selten leichter bei der Jobsuche haben, da die Unternehmen die Praxisnähe der Ausbildung schätzen.
In noch stärkerem Maße gilt das für BA-Absolventen. Das Studium an einer Berufsakademie ist ein so genanntes duales Studienkonzept: Studenten schließen einen dreijährigen Ausbildungsvertrag mit einer Firma ab, erhalten damit also schon eine monatliche Vergütung und belegen parallel dazu einen Studiengang an einer Berufsakademie. Die Semester sind in dreimonatige Theorie- und Praxisphasen gegliedert, die an den Berufsakademien beziehungsweise in den Firmen stattfinden. Dadurch sind die Jobchancen zwar sehr groß – häufig bleiben Absolventen direkt in ihrem Ausbildungsunternehmen. Aber aufgepasst: Die BA zählt nicht als Hochschule im klassischen Sinn, die Abschlüsse sind daher keine akademischen Grade, sondern staatliche Abschlussbezeichnungen, womit eine akademische Karriere von vorne herein ausgeschlossen ist.

Private Hochschulen bieten gute Studienbedingungen
Anders ist das bei privaten Hochschulen, die je nach Ausrichtung, staatlichen Unis oder FHs in nichts nachstehen. Im Gegenteil: Ihnen eilt in der Regel der Ruf voraus, besonders gute Studienbedingungen und eine hohe Qualität der Lehre zu bieten. Dafür ist das Studienfachangebot nicht so breit gestreut wie an den staatlichen Pendants. Und noch etwas müssen Studierende privater Hochschulen im wahrsten Sinne des Wortes in Kauf nehmen: Studiengebühren, denn das Studium dort ist – anders als noch bei Vater Staat – nicht umsonst. Freilich steht auch den Studierenden an privaten Hochschulen der Weg zum BAföG offen, manche erhalten zudem Stipendien.



Wichtige Info-Adressen

Informieren vorm Studieren lautet die Devise für alle angehenden Studis. Zahlreiche Informationen zur Berufswahl und zu einzelnen Studienfächern bietet schon das Internet. Auch ein Besuch bei der regionalen Arbeitsagentur und ihrem Berufsinformationszentrum lohnt sich. Hier einige Info-Adressen:

www.machs-richtig.de
Auf diesem Internetportal der Bundesagentur für Arbeit können Besucher unter „Meine Interessen“ mit ein paar Klicks mehr über die Berufe herausfinden, die zu den eigenen Neigungen und Talenten passen, und bestimmten Betrieben sogar virtuelle Besuche abstatten.

www.arbeitsagentur.de
Auch die offizielle Homepage der Bundesagentur für Arbeit hält unter dem Link „Berufs- und Studienwahl“ wichtige Informationen für Studierende bereit. Ausführliches Info-Material zu allen gängigen Studienfächern gibt es in den Berufsinformationszentren (BIZ) der 181 Arbeitsagenturen. Die Liste mit allen Adressen ist auf der Homepage abrufbar.

www.das-ranking.de
Die Frage des „wo studieren“ betrifft aber auch den konkreten Studienort, denn trotz formal gleicher Studiengänge gibt es von Hochschule zu Hochschule Unterschiede, was die Qualität der Lehre betrifft. Auskunft darüber geben so genannte Hochschulrankings. Das Ranking des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE) ist auf dieser Homepage interaktiv abrufbar.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/auf_dem_weg_zum_traumberuf_99.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>99</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:35:50</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Schnäppchen für Studenten</title>
		<description><![CDATA[Praxistipps
Ebbe im Portemonnaie - für viele Studenten nichts Unbekanntes. Auf die angenehmen Seiten des Lebens müssen die Studis aber trotzdem nicht verzichten. STUDIInfo hat praxisnahe Tipps zusammengestellt.]]></description>
		<text><![CDATA[Computerkauf
Ohne eigenen Computer studieren - eigentlich geht das überhaupt nicht mehr. Wer sich in den großen Elektronikmärkten umschaut, dem wird angesichts der hohen Preise schnell schwindelig. Viele Discounter machen mit farbigen Prospekten Werbung, doch für studentische Budgets sehen Schnäppchen in der Regel anders aus. Einige Computerhersteller bieten - zum Teil zeitlich befristet - Sonderaktionen für Studenten an. Die Webseiten liefern zum Teil die Hinweise nur verdeckt. Da kann es sich schon lohnen, eine Mail an die angegebenen Info-Adressen zu schicken. Allerdings sollten auch dann immer die Preise verglichen werden, da manche Computerhersteller Rabatte auf ihre Listenpreise gewähren und die Preise bei den Händlern deutlich darunter liegen.
Wer noch weniger Geld ausgeben möchte, sollte sich Gedanken über gebrauchte Computer machen. Wer auf Computerspiele verzichtet und den Rechner nur für Textverarbeitung und Internet benötigt, sollte sich im Bekanntenkreis umhören, ob nicht jemand einen passablen Gebrauchten ausgemustert hat. Auch bei Internet-Auktionen oder im Kleinanzeigenteil von Zeitungen gibt es für 100 Euro und weniger Geräte, mit deren Hilfe das Studium bewältigt werden kann.

Reisen
Zweimal im Jahr Semesterferien - Verzeihung: vorlesungsfreie Zeit - da bleibt in der Regel neben Hausarbeiten und Praktika noch ein wenig Zeit zur Erholung. Doch die darf natürlich nicht „die Welt“ kosten und sollte schon in eben jene hinausgehen. In größeren Studienorten gibt es meist Reisebüros, die sich auf Flug- und Busreisen für Studierende spezialisiert haben. Aber auch sonst hilft das World-Wide-Web bei Fernweh. Durch Rabatte bei Flügen werden etablierte Airlines zu Konkurrenten für Billigflieger. Im Gepäck sollte sich dabei immer ein internationaler Studentenausweis befinden. Der sorgt auch im Ausland dafür, dass Eintrittsgelder schrumpfen - und diese Ermäßigungen das Reisebudget entlasten.

Studentenabo
Wer als Studierender eine Zeitung abonniert, muss dafür in der Regel nicht so viel Geld ausgeben wie andere Abonnenten. Wer den Begriff „Studentenabo“ in einer Internet- Suchmaschine eingibt, bekommt eine Vielzahl von Anbietern präsentiert, die Tageszeitungen, Magazine oder auch Fachzeitschriften kostengünstig anbieten. Bisweilen werden auch interessante Prämien für Neuleser angeboten. Doch Vorsicht: Manche Angebote sind nur auf dem ersten Blick ein Schnäppchen. Bevor zugeschlagen wird, sollten einige Dinge überprüft werden: Gibt es ein kostenloses Probeabo? Das ist für alle interessant, die ihre Lesegewohnheiten erst einmal überprüfen möchten oder das Medium noch nicht richtig kennen. Sind die Zustellgebühren im Preis inbegriffen? Wie lange läuft das Abo? Wann kann es gekündigt werden? Kann die Zeitung in den Semesterferien an eine andere Adresse geschickt werden und kostet das extra? Auch die Kosten sind bei den Anbietern unterschiedlich und sollten genau verglichen werden.

Telefonieren
Was den Studierenden als Festnetzkunden der Deutschen Telekom billig ist, ist den Handynutzern nur recht.: Wer BAföG erhält oder von den Rundfunkgebühren befreit ist, kann eine monatliche Gutschrift von 6,94 Euro auf die anfallenden Gesprächskosten beantragen. Für sie gibt es bei einigen Anbietern besondere Vergünstigungen, die mit dem Studentenausweis als Bescheinigung gewährt werden. Allerdings kann es für „Wenigtelefonierer“ günstiger sein, eine Pre-Paid-Karte zu nutzen, auf der keine Grundgebühren anfallen. Tochtermarken der etablierten Anbieter, die ihre Produkte zum Teil ausschließlich direkt über das Internet vermarkten, sorgen für einen Preisrutsch, wie er in benachbarten Ländern schon erfolgt ist.

Studentenjob
Geld können Studierende immer gebrauchen. Deshalb kommt ein kleiner Nebenverdienst eigentlich immer gelegen. Dabei gibt es einiges zu bedenken. Befristete Ferienjobs, die nicht länger als zwei Monate oder 50 Kalendertage im Jahr dauern, sind unabhängig von der Verdiensthöhe frei von Sozialabgaben - auch für den Arbeitgeber. Wer mehrere dieser Jobs innerhalb eines Jahres macht, muss Rentenversicherungsbeiträge bezahlen, bekommt dafür im Gegenzug aber auch Zeiten für die Rente gutgeschrieben. Einbehaltene Lohnsteuer gibt es im kommenden Jahr zum Teil oder auch in voller Höhe wieder, wenn der Grundfreibetrag von 7.664 Euro geltend gemacht wird.
Wer als Studierender regelmäßig arbeitet, für den gelten die Minijob-Regelungen, soweit die Einnahmen nicht 400 Euro überschreiten. Dann zahlt der Arbeitgeber 25 Prozent Pauschalabgaben. Für rund 7,5 Prozent des Verdienstes, also maximal 30 Euro, kann der Job auch auf die Zeiten für die Rente angerechnet werden. Weitere Infos darüber gibt es beim Rentenversicherungsträger.

GEZ
Grundsätzlich sind Studierende nicht von der Gebührenpflicht für Fernsehen und Radio befreit. Aber es gilt: Keine Regel ohne Ausnahme. Dabei wird unterschieden, ob sie noch bei den Eltern oder in einer eigenen Wohnung leben. Wer Zuhause wohnt und weniger verdient als der einfache Sozialhilfesatz, muss seine Geräte nicht anmelden. Rundfunkgeräte, die sich in der eigenen Wohnung befinden, sind hingegen anmelde- und gebührenpflichtig. Das ist unabhängig von der Tatsache, ob es sich um den Erst- oder Nebenwohnsitz handelt. Allerdings gibt es Möglichkeiten, von der Gebührenpflicht befreit zu werden. So können sich BAföG-Empfänger, die im entsprechenden Gesetz ausdrücklich erwähnt werden, auf Antrag darum bemühen. Wer kein BAföG bekommt, kann versuchen, sich auf besondere Härtefälle zu berufen. Ein geringes Einkommen ist dabei kein ausreichendes Argument. Stipendiaten, die keine andere Unterstützung erhalten, können versuchen, sich wie BAföG-Empfänger bewerten zu lassen. Eine Antragstellung per Fax oder E-Mail ist wegen der Notwendigkeit einer eigenhändigen Unterschrift und dem beizufügenden Nachweis nicht möglich. Ändern sich die Einkommensverhältnisse, so ist die GEZ nach erfolgter Befreiung darüber in Kenntnis zu setzen.
Das Antragsformular kann von der Homepage (www.gez.de) heruntergeladen werden. Die Adresse lautet: GEZ 50656 Köln]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/schnaeppchen_fuer_studenten_98.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>98</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:23:32</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Kurse in Navigation und Seehandelsrecht</title>
		<description><![CDATA[Studiengang Nautik an der Hochschule Bremen
Man muss nicht aus einer traditionsreichen Seemannsfamilie stammen und man muss auch nicht sein bisheriges Leben nur am Meer verbracht haben: Wer sich für den Studiengang Nautik einschreibt, sollte allerdings nicht an Seekrankheit leiden. Die Berufsaussichten sind gut, auch für Tätigkeiten an Land. STUDIInfo stellt einen der Exoten unter den deutschen Hochschulangeboten vor.]]></description>
		<text><![CDATA[Wer glaubt, dass spezielle Studiengänge wie Nautik immer unattraktiver werden, ist völlig schief gewickelt. Die Ausbildung im hohen Norden der Republik übt auf Schulabgänger einen immer größeren Reiz aus. Diese Erfahrung jedenfalls hat in den vergangenen Jahren Professor Kapitän Volker Biere gemacht. „Wir können uns vor Anmeldungen kaum noch retten. Die Nachfrage ist rasant gestiegen“, sagt der Dekan des Fachbereichs Nautik und Internationale Wirtschaft der Hochschule Bremen. Derzeit sind mehr als 200 Studierende im Fachbereich 6 eingeschrieben, darunter gut zehn Prozent Frauen.
Die Nautikstudenten dürfen sich nach erfolgreichem Abschluss Diplom-Wirtschaftsingenieur für Seeverkehr nennen. Sie werden schwerpunktmäßig auf eine Tätigkeit als nautischer Schiffsoffizier und Kapitän ausgebildet. Da viele Nautiker aber im Laufe ihres Lebens in Landberufe wechseln, werden die Studierenden auch in anderen Bereichen geschult, zum Beispiel in Logistik, Technik und Betriebswirtschaft. Die Hochschule Bremen setzt Schwerpunkte im „Maritimen Management“.
Professor Kapitän Volker Biere kennt den Grund für das gestiegene Interesse am Nautikstudium. „Die Berufsaussichten sind sehr gut“, betont der Dekan. „In den nächsten fünf Jahren geht rund die Hälfte der fahrenden Nautiker in den Ruhestand.“ Ähnlich sieht es im so genannten sekundären Arbeitsmarkt aus, beispielsweise bei Lotsen. „Außerdem verzeichnen die Reedereien derzeit einen enormen Auftragsboom“, erklärt Volker Biere.
Voraussetzungen, um zum Studium zugelassen zu werden, sind an der Hochschule Bremen das Vollabitur oder die Fachhochschulreife, ein Seediensttauglichkeitszeugnis und eine Bescheinigung über die erfolgreiche Teilnahme an einer Einführungs- und Sicherheitsgrundausbildung, dem Basic Safety Training. Das Tauglichkeitszeugnis wird von Amtsärzten ausgestellt, der Lehrgang zur Einführungs- und Sicherheitsgrundausbildung kann an verschiedenen Ausbildungsstätten absolviert werden. Studienbeginn und damit auch Bewerbungsschluss sind der 15. Juli und 15. Januar. Die Regelstudienzeit beträgt acht Semester. Darin sind zwei Praxissemester - im ersten und sechsten Semester - und die Diplomprüfung enthalten. Im ersten Praxissemester sollen die Studierenden „das Berufsfeld Schiff kennen lernen“, so heißt es am Fachbereich für Nautik und Internationale Wirtschaft der Hochschule Bremen. Im zweiten Praxissemester sollen die Studierenden das bis dahin erworbene theoretische Wissen in der Praxis anwenden. Vor allem sollen sie mit den Aufgaben eines nautischen Wachoffiziers vertraut gemacht werden.
Im zweiten und dritten Semester stehen neben Mathematik und Informatik unter anderem Thermodynamik und Elektrotechnik, Schiffsbetriebstechnik, Navigation und Gefahrgutchemie, Nautisches Englisch sowie Soziologie und Psychologie auf dem Stundenplan. Im vierten bis achten Semester büffeln die Studis zum Beispiel in den Fächern Meteorologie (Seewetter), Manövrieren, Maritimes Englisch, Seehandelsrecht, Personalführung, Notfallmanagement und Telekommunikation. Außerdem werden Simulatorübungen durchgeführt, zum Beispiel am Radar- und Maschinenfahrsimulator. In dem Bereich „Maritimes Management“ im siebten und achten Semester absolvieren die Studierenden Kurse unter anderem in Schifffahrtsrecht, Reedereimanagement, Transport- und Versicherungsrecht, Existenzgründung, Außenhandel, Schiffsbetriebsoptimierung und Beladungsplanung am PC.
Nach dem Studium werden die Diplom-Wirtschaftsingenieure für Seeverkehr im Schiffsdienst in den Bereichen Schiffsführung, Schiffsbetrieb und Ladungsbetrieb eingesetzt. Auch verschiedene Tätigkeiten in seefahrtsnahen Bereichen an Land sind möglich, zum Beispiel in der Verkehrslenkung, im Lotsenwesen, bei der Wasserschutzpolizei, im Reedereimanagement, bei Hafenbehörden oder auch Logistikunternehmen und Versicherungen.
Am Fachbereich Nautik der Hochschule Bremen bewerben sich zunehmend auch Interessierte mit abgeschlossenem Studium, beispielsweise im Maschinenbau. Derzeit werden noch alle Bewerber angenommen, sofern sie die Voraussetzungen erfüllen. „Aber wir denken über die Einführung eines Numerus Clausus nach, vor allem wegen der Engpässe beim Simulator-Training“, erklärt Professor Kapitän Volker Biere. Und es ist geplant, den Diplom-Studiengang auf den Bachelor- Abschluss umzustellen, eventuell zum Wintersemester 2006/2007. Dieser international anerkannte Abschluss dürfte die Attraktivität des Nautikstudiengangs an der Hochschule Bremen weiter steigern.



Weitere Informationen:

Hochschule Bremen
Fachbereich Nautik
und Internationale Wirtschaft
Werderstraße 73
28199 Bremen

Tel.: (0421) 5905-4600
Fax: (0421) 5905-4599
E-Mail: fbnsekr@fbn.hs-bremen.de

www.nautik.hs-bremen.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/kurse_in_navigation_und_seehandelsrecht_97.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>97</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:13:55</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Taler fürs Lernen</title>
		<description><![CDATA[Finanzen]]></description>
		<text><![CDATA[Ein Studium in den Niederlanden kostet für ein ganzes Jahr an allen Hochschulen und Universitäten 1.500 Euro Studiengebühr. Davon können Bürger der Europäischen Union, die unter 30 Jahren alt sind und in Vollzeit studieren, in der Regel eine Teilrückerstattung beantragen. Sie liegt bei rund 890 Euro. So verbleiben 600 Euro für ein Jahr. Studenten, die in Deutschland ihren Wohnsitz behalten, können dort auch Bafög beantragen, das so genannte Grenzpendler-Bafög. Für sie gibt es auch ein vergünstigtes Bahnticket für bestimmte Strecken im Grenzbereich.

Wenn sie einen Job bei einer niederländischen Firma absolvieren und eine Mindestzahl von Arbeitsstunden haben, ist es auch möglich, holländische Unterstützung zu beantragen. Sie beruht im Gegensatz zum deutschen Modell, das fast ausschließlich das Elterneinkommen zur Grundlage nimmt, auf drei Säulen. In die Rechnung einbezogen werden ein Basisbetrag, das Elterneinkommen und die Option auf ein zusätzliches Darlehen. Bis zu 700 Euro Unterstützung sind auf diesem Weg möglich. Informationen geben die Service-Büros der Hochschulen und Universitäten in den Niederlanden. Allerdings: Die Lebenshaltungskosten in den Niederlanden sind etwas höher als in Deutschland, und viele Bücher müssen selbst angeschafft werden, weil Ausleihmöglichkeiten begrenzt sind.



Kontakte: Auf Tuchfühlung gehen

Die Hochschulen und Universitäten in den Niederlanden bieten in den Wintermonaten Tage der offenen Tür an. An der Saxion Hogeschool in Enschede ist beispielsweise der 19. November (Samstag) zwischen 10 und 15 Uhr eine solche Gelegenheit. Gern vermitteln die Service-Büros Gespräche mit Dozenten und Studenten, um Fachbereich und Einrichtung kennen zu lernen. Voraussetzung für den Start ist, den verpflichtenden Sprachkurs zu bestehen.

AKI - Akademie für bildende
Künste und Design
Hallenweg 5
7522 NH Enschede

Tel.: 00 31 (0) 53 / 4 82 44 00
E-Mail: aki@artez.nl
www.aki.nl

University of Twente
Studieninfozentrum
Postbus 217
7500 AE Enschede

Tel.: 00 31 (0) 53 - 48 95 489
E-Mail:
studievoorlichting@uttwente.nl
www.schoolsite.uttwente.nl

Service-Büro Deutschland
Saxion Hogescholen
M.H. Tromplaan 28
7513 AB Enschede

Tel.: 00 31 (0) 53 / 4 87 12 32
Fax: 00 31 (0) 53 / 4 36 71 90
E-Mail: sbd@saxion.nl
www.saxion.nl]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/taler_fuers_lernen_96.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>96</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:08:00</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Das Ausland direkt vor der Haustür</title>
		<description><![CDATA[Studieren in den Niederlanden
Urlaub auf Ameland, Segeln auf dem Ijsselmeer - touristisch haben die Niederlande viel zu bieten. Nichts Neues. Frischer dagegen ist der Trend, bei den holländischen Nachbarn zu studieren. Rund zehn Prozent der Studenten an der Saxion Hogeschol in Enschede sind Deutsche.]]></description>
		<text><![CDATA[Heute ist Schluss mit lustig. Ende der ausgeflippten Begrüßungstage, der Hoi-Woche, mit Party, Kennenlernen und ein bisschen Bürokratie. Das Wochenende dient noch zum Erholen. Aber es geht unweigerlich los. Acht Unterrichtswochen stehen den 3500 neuen Studenten der Saxion Hogeschol bevor, ehe ihre ersten beiden Prüfungswochen folgen.
Für rund 280 von ihnen hat ihre Premiere auf dem Hochschulparkett schon stattgefunden. In den Sprachkursen. Sie kommen aus Deutschland und haben sich für ein Studium jenseits der Grenze entschieden.
Rund zehn Prozent aller 11.000 Studenten, die in Enschede lernen, kommen nicht aus den Niederlanden. Ein Großteil von ihnen pendelt täglich über die fünf Kilometer entfernte Grenze. „80 bis 90 Prozent“, schätzt Karel Otte vom Saxion-Servicebüro Deutschland, sind dort wegen der räumlichen Nähe zu ihrem Heimatort. So wie für Tobias aus  Ahaus-Alstätte. Er braucht jeden Morgen gute 15 Minuten zur Uni und hat in Enschede gefunden, was ihm Münster als eine Alternative nicht bieten konnte: Seinen Studiengang „Small Business &amp; Retailmanagement“, eine Art Betriebswirtschaftslehre für den Mittelstand.
Vorlesungen mit 400 Kommilitonen kennt er nur aus den Erzählungen von Freunden, die in Deutschland Maschinenbau studieren. Niederländische Einrichtungen - und vor allem die praxisorientierten Hochschulen - setzen auf problemzentrierten Unterricht auf dem Weg zu Bachelor oder Master. Mit der Entscheidung für einen Studiengang lassen sich die Studenten gleichzeitig auf eine Spezialisierung ein. Nicht allein eine Mentalitätsfrage: Mit seinen Professoren ist Tobias ganz selbstverständlich auf „Du“. Studieren locker flockig? „Seine Leistung muss man trotzdem bringen. Gerade weil man sich so nahe steht, kriegt man schnell gesagt, wo es eng wird“, erklärt er. Dafür sorgt auch das System der Credit Points, dass Lernergebnisse vergleichbar machen will: Im ersten Studienjahr, dass in vier Quartale unterteilt ist, müssen die Neustarter einen großen Teil der Punkte sammeln, der für die ersten beiden Jahre gefordert ist. „Man muss im ersten Jahr richtig powern“, erläutert Karel Otte. Sonst droht ein Blauer Brief, und auch der Ausschluss vom Studiengang ist möglich.
Für deutsche Studenten sei dieses Jahr besonders fordernd wegen der Sprachbarriere. Das Hindernis abzubauen ist eine der Aufgaben während der Vorbereitung. Notwendig für den Start ist, eine Klausur nach einem dreiwöchigen Sprachkurs zu bestehen. Selbst Sprachmuffel, so Otte, müssten vor dieser Hürde keine Hemmungen haben, denn die aktuelle Quote der bestandenen Prüfungen liege bei 97 Prozent. Vereinbar seien auch die Zugangsvoraussetzungen: Die Auslese nach dem ersten Studienjahr ersetzt den deutschen Numerus clausus, den es in den Niederlanden nur für wenige Studiengänge gibt.

Manche Qualifikationen lassen sich auch nachholen. Schwierig wird es allerdings bei Fächern, die in Deutschland eine Staatsprüfung verlangen. Sie verlangen gute Informationen im Voraus. „Grundsätzlich ist ein Studium in den Niederlanden für den interessant, der mehr Struktur im Lernen braucht“, erklärt Karel Otte, denn der Unterrichtsaufbau sei sehr verschult. Der enge Kontakt zu den Dozenten zeigt dabei: Die Niederländer verstehen ihre Hochschulen als Dienstleister. 1.500 Euro sind pro Studienjahr zu zahlen. Viele Fördermodelle sind möglich.
Und wenn Nordrhein-Westfalen im Sommer des nächsten Jahres die Studiengebühr von 500 Euro zulässt? Wie werden die niederländischen Hochschulen und Universitäten reagieren? „Wir werden nicht aktiv in Deutschland werben, aber wir glauben, dass wir eine Funktion im Grenzgebiet haben“, sagt Kommunikationsdirektor Rob Admiraal. Gelegen sei der Saxion daran, die Quote der internationalen Studierenden bei zehn Prozent zu halten und zugleich die Qualität der Lehre zu gewährleisten. Sein Rat: „Man sollte nicht hier studieren, weil es vielleicht modisch ist. Aber wir wollen niemandem das Studium hier verweigern.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/das_ausland_direkt_vor_der_haustuer_95.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>Michaela Töns</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>95</guid>
		<pubdate>2007-08-24 11:03:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Enger Kontakt und große Eigenverantwortung</title>
		<description><![CDATA[Auslandssemester in den Niederlanden
„Diese Freiheit habe ich genossen.“ So viel Eigenständigkeit und solch engen Kontakt mit den Dozenten war Heike Göttker von der deutschen Uni gar nicht gewohnt. Nach einem abgeschlossenen Studium in Münster ließ sich die 27-Jährige aus Nordrhein-Westfalen in den vergangenen zwei Jahren im Nachbarland zur Deutschlehrerin ausbilden. Ihre Erfahrungen: Die Lebenshaltungskosten sind hoch, aber die Studienbedingungen hervorragend.]]></description>
		<text><![CDATA[Parallel zum Magisterstudium in den Fächern Germanistik, Geschichte und Politik an der Westfälischen Wilhelms- Universität arbeitete Heike Göttker als freie Journalistin beim Norddeutschen Rundfunk. Weil die Berufsaussichten nach Beendigung des Studiums nicht allzu rosig waren, „habe ich mir überlegt, mir ein zweites Standbein aufzubauen“, erzählt Heike Göttker. Sie wollte Lehrerin werden und Deutsch als Fremdsprache unterrichten. „In Deutschland hätte ich noch einige Jahre für diesen Abschluss studieren müssen“, weiß Heike Göttker. Mit dem Gedanken, in den Niederlanden zu studieren, konnte sie sich ganz schnell anfreunden.

Sie war auf ein interessantes Projekt von der „Europees Platform voor het Nederlandse Onderwijs“ gestoßen. Die europaweit agierende Organisation bemüht sich um einen europäischen Austausch und bot eine Ausbildung an, die ein einjähriges Praktikum und ein einjähriges Studium beinhaltet. Voraussetzung war ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Deutschland im Fach Deutsch. Die meisten Informationen über Zulassungsbedingungen und andere Erfordernisse erhielt Heike Göttker von der Organisation. Besonders wichtig: Für ein Studium in den Niederlanden müssen Ausländer - außer in englischsprachigen Studiengängen - ein NT2-Examen ablegen. Damit beweist der Bewerber, dass er die Sprache lesen, sprechen und schreiben kann. „Um dieses Examen sollte man sich frühzeitig kümmern“, rät Heike Göttker.

Nach dem Praktikum im ersten Jahr absolvierte die junge Frau aus Ostbevern, einer 10.000-Seelen-Gemeinde in der Nähe von Münster, im zweiten Jahr an der Universiteit Utrecht die Ausbildung zur Deutschlehrerin. Während sie an dem Diplom „eerstegraads bevoegdheid“ bastelte, arbeitete sie bereits als Lehrerin. Als ehemalige Studentin einer Massenuni wie in Münster erlebte Heike Göttker an der Hochschule in Utrecht einen kleinen, aber höchst angenehmen Kulturschock. Statt in überfüllten Seminaren wurde sie nun in übersichtlichen Lerngruppen unterrichtet. „Ich wurde gemeinsam mit acht Kommilitonen von einem Mentor betreut. Der Kontakt war sehr eng und persönlich“, schwärmt Heike Göttker. Ihr gefiel außerdem, dass der Studiengang sehr praxisorientiert und nicht so starr aufgebaut war wie in Deutschland. Von dort kannte sie straffe Vorgaben - bei einer Seminararbeit zum Beispiel waren Seitenzahl und Absatzformatierung exakt festgelegt. Die flexibleren Vorgaben in dem Studiengang an der Uni Utrecht galten auch inhaltlich. „Es wurde immer betont, dass man alles, was man macht, auch selbst sinnvoll finden muss und es nicht für die Uni tut“, berichtet Heike Göttker. „Ich durfte genau das machen, was ich wichtig fand, woran ich Spaß hatte und von dem ich selbst dachte, dass ich es noch nicht beherrsche.“ So viel Selbstständigkeit war sie von ihrem ersten Studium nicht gewohnt. Die anfängliche Verunsicherung verflog aber schnell.

Künftigen Studenten in den Niederlanden gibt die 27-Jährige einen heißen Tipp: „Wer in Holland studieren möchte, sollte sich frühzeitig darüber Gedanken machen, wie er das finanziert. Es ist ein teures Pflaster.“ Auch um eine Wohnung oder ein Zimmer sollten sich angehende Studierende rechtzeitig kümmern, die sind nämlich äußerst rar. Und nicht gerade billig: Für 16 Quadratmeter bezahlt die Deutsche in Eindhoven stolze 365 Euro.

Mit ihrem Diplom darf sie in der Unter-, Mittel- und Oberstufe unterrichten. Derzeit arbeitet Heike Göttker an einer weiterführenden Schule in Bladel in der Nähe von Eindhoven und unterrichtet die Klassen 7 bis 12 in allen Schulformen. „Ich könnte theoretisch an alle Schulen in den Niederlanden, an denen Deutsch als Fremdsprache angeboten wird, wechseln“, erklärt sie. Die Perspektiven in Deutschland kann sie noch nicht abschätzen. Gerne würde sie in Zukunft auch mal in der Heimat unterrichten. Dann wird Heike Göttker ihren Schülern vermutlich auch die Eigenverantwortung gewähren, die sie selbst in den Niederlanden so genossen hat.



Weitere Informationen

Viele nützliche Tipps für ein Studium in den Niederlanden erhaltet ihr unter den nachfolgenden Web-Adressen.

www.studieren-in-holland.de
Umfangreiche Homepage mit den wichtigsten Informationen und Erfahrungsberichten über ein Studium in den Niederlanden.

www.nuffic.nl
Infos zum niederländischen Bildungssystem, Austauschprojekten und internationalen Studiengängen. Sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache.

www.hbo-raad.nl
Die Vereinigung niederländischer Hochschulen präsentiert auf diesen Seiten allgemeine Studieninformationen. Ebenfalls in niederländischer und englischer Sprache.

www.ib-groep.nl
Die „Informatie beheer groep“ präsentiert Infos zum Sprachtest. Auch diese Homepage ist in niederländischer und englischer Sprache verfasst.

www.studyin.nl
Informationen über Studienmöglichkeiten sowie allgemein über die Niederlande. Die Seite ist in englischer Sprache verfasst.

www.niederlandeweb.de
Auf dieser Homepage präsentieren sich die Vertretungen des Königreichs der Niederlande in der Bundesrepublik Deutschland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/enger_kontakt_und_grosse_eigenverantwortung_94.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>94</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:58:01</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ein wichtiger Karrierebaustein</title>
		<description><![CDATA[Auslandserfahrungen
Wer ins Ausland geht, gilt als aufgeschlossen, flexibel, eigenständig und neugierig. Dabei muss es ja nicht gleich ein zwei- oder mehrsemestriges Studium sein. STUDIInfo stellt die wichtigsten Möglichkeiten vor, wie junge Menschen Auslandserfahrungen sammeln können.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Planungen für ein Auslandsstudium müssen rechtzeitig in Angriff genommen werden, mindestens ein Jahr vor Studienbeginn. Interessierte müssen sich eingehend über das Hochschulsystem des jeweiligen Landes informieren, über Zugangsvoraussetzungen, insbesondere über mögliche Sprachtests, über die Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen und vor allem über die Finanzierung. Die Europäische Union zum Beispiel hat eine Reihe von Förderprogrammen aufgelegt. Auch der DAAD, der Deutsche Akademische Austauschdienst, bietet verschiedene Stipendien an. In der Regel bestehen zwischen der heimischen Hochschule und einer Partneruniversität Austauschprogramme.

Studium in den Niederlanden
Immer beliebter bei deutschen Studenten werden die Niederlande. Der Grund sind die sehr guten Studienbedingungen: Die Studenten gehen nicht in Massenveranstaltungen unter, sondern werden intensiv betreut. Deutsche können in den Niederlanden ein Vollzeit- Studium aufnehmen oder nur für ein oder zwei Semester im Nachbarland studieren. Die Fächerauswahl wächst zunehmend, und immer mehr niederländische Hochschulen bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an, deren Abschlüsse europaweit anerkannt werden. Das Studienjahr in den Niederlanden beginnt stets zum Wintersemester am 1. September. Die Hochschullandschaft besteht aus eher wissenschaftlich orientierten „Universiteiten“, eher praxisorientierten „Hogeschoolen“, die vergleichbar sind mit den deutschen Fachhochschulen, und „Internationaal Onderwijs“. An diesen internationalen Instituten wird überwiegend in Englisch gelehrt, und die Studiengebühren sind meist sehr hoch.

Praktikum
Ein Auslandspraktikum wird als Bestandteil eines Hochschulstudiums immer wichtiger. Damit lassen sich nicht nur der eigene Horizont erweitern und die Fremdsprachenkenntnisse verbessern, sondern es können auch Kontakte mit Unternehmen oder Institute, die als potenzieller Arbeitgeber nach dem Studium in Frage kommen, geknüpft werden. Interessierte sollten genau abwägen, welches Land sinnvoll ist und wie der Aufenthalt finanziert werden kann. Klassische Urlaubsgebiete sollten gemieden werden. Mit einem Praktikum in einem etwas ausgefalleneren Land können sich Hochschulabsolventen bei der Suche nach einem Arbeitsplatz von anderen Bewerbern abheben. Informationen bieten die Akademischen Auslandsämter der heimischen Hochschulen, der DAAD, die Botschaft des Gastlandes und verschiedene Kulturinstitute. Ein Auslandspraktikum kann während des Studiums, aber auch zur Überbrückung davor oder danach absolviert werden.

Sprachreisen
In Zeiten hoher Arbeitslosigkeit ist es für junge Menschen besonders wichtig, sich fortzubilden und Eigeninitiative zu zeigen. Sprachreisen sind Bildungsurlaub und damit eine reizvolle Verbindung von Weiterbildung und Erholung. Vor allem bei Jugendsprachreisen wird der Auslandsaufenthalt häufig mit attraktiven Freizeitangeboten versüßt. Weil jeder Interessierte andere Vorkenntnisse und ein anderes Lernvermögen mitbringt, sollten Art und Dauer einer Sprachreise individuell und vor allem frühzeitig abgeklopft werden. Die überwiegend gewerblichen Anbieter offerieren viele verschiedene Möglichkeiten, von der Standard-Sprachreise über den Intensivkurs bis zum Einzelunterricht. Wichtig sind nach Abschluss der Sprachreise ein Zertifikat oder andere Bescheinigungen, aber auch schon eine Teilnahmebescheinigung wertet später die Bewerbungsunterlagen von Hochschulabsolventen auf. Eine gute Gelegenheit, das Erlernte gleich in der Praxis anzuwenden, bietet eine Sprachreise in Verbindung mit einem Praktikum. Die beliebteste Sprache für eine Sprachreise ist übrigens Englisch, gefolgt von Spanisch und Französisch. Eine Sprachreise dauert im Schnitt gut drei Wochen.

Au Pair
Ein Au-Pair-Aufenthalt ist ein Bildungsurlaub der besonderen Art. Als Mitglied einer Familie verbessern junge Menschen ihre Sprachkenntnisse sehr intensiv und praxisorientiert. Zudem beweisen sie Verantwortung und Selbstständigkeit. Ein Au-Pair-Aufenthalt dauert in der Regel sechs Monate bis zu einem Jahr und ist längst nicht mehr nur jungen Frauen vorbehalten. Ein Au-Pair-Aufenthalt macht vor allem für diejenigen Sinn, die ein Studium im sozialen Bereich planen oder bereits absolvieren. Interessierte sollten nicht älter als 25 Jahre sein und über Sprachkenntnisse des jeweiligen Landes verfügen. Private Agenturen oder öffentliche Institutionen als Anbieter von Au-Pair- Aufenthalten vereinbaren mit dem Bewerber, eine festgelegte Stundenzahl pro Woche für die Kinderbetreuung und leichte Hausarbeiten aufzuwenden. Dafür steht den Absolventen meist ein - allerdings eher geringes - Taschengeld zur Verfügung. Interessierte sollten keine Scheu haben, sich in den Tagesablauf ihrer Gastfamilie zu integrieren und sich an die neuen Lebensgewohnheiten anzupassen.



Wichtige Info-Adressen

Informationen zum Auslandsstudium oder über andere Möglichkeiten eines Auslandsaufenthaltes erteilen die Akademischen Auslandsämter oder vergleichbare Einrichtungen an den deutschen Hochschulen. Sie können direkt weiterhelfen oder in der Regel zumindest externe Ansprechpartner nennen. Einen ersten Überblick und viele nützliche Tipps sowie Hinweise erhalten künftige Studenten im Internet.

www.daad.de
Internetauftritt des Deutschen Akademischen Austauschdienstes mit umfangreichen Informationen über ein Studium und Praktikum im Ausland sowie verschiedene Fördermöglichkeiten und weitere Ansprechpartner.

www.college-contact.com
Umfangreiche Internetseite zum Auslandsstudium und nach eigenen Angaben eine der größten kostenlosen Vermittlungsagenturen von Studienplätzen im Ausland.

www.fdsv.de
Auf dieser Seite gibt der Fachverband Deutscher Sprachreise-Veranstalter einen umfassenden Überblick rund um Sprachreisen.

www.wege-ins-ausland.de
Fünf renommierte deutsche Institutionen informieren auf dieser Seite über die unterschiedlichen Möglichkeiten, die sie jungen Menschen für einen Auslandsaufenthalt bieten.

www.europaserviceba.de
Die Bundesagentur für Arbeit bietet eine umfassende, grenzüberschreitende Berufsberatung, unter anderem zu den Themen Studium, Praktika, Jobben und Soziale Dienste]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ein_wichtiger_karrierebaustein_93.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>93</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:50:05</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Praktische Alternative</title>
		<description><![CDATA[Fernstudium
Eine Alternative zum konventionellen Studium an der Uni oder der Fachhochschule stellt ein Fernstudium dar, wie es von der Fernuni Hagen deutschlandweit einmalig angeboten wird.]]></description>
		<text><![CDATA[Seit ihrer Gründung im Jahr 1974 hat sie sich zu einer der größten deutschen Hochschulen entwickelt. Sie bietet als einzige wissenschaftliche Hochschule im deutschsprachigen Raum Studiengänge und Weiterbildung ausschließlich auf dem Wege des Fernstudiums an. Rund 80 Prozent der Studierenden sind berufstätig.

Unterscheidet sich die Fernuni Hagen in ihren Grundstrukturen kaum von traditionellen Universitäten, so liegt die Besonderheit in der Vermittlung der Lehre. Lehrmedien sind Studienbriefe, Computerlernprogramme, Audio- und Videokassetten sowie die Nutzung moderner Informationstechnologien über das Internet. Somit kann das Studium orts- und zeitunabhängig gestaltet werden.
Bei den Regelstudienangeboten fallen allgemein folgende Gebühren an:
Zur Bereitstellungsgebühr von 30 Euro pro Semester kommen Bezugsgebühren für das Studienmaterial von 13,50 Euro pro belegter Semesterwochenstunde, ein Studierendenschaftsbeitrag von elf Euro pro Semester und gegebenenfalls Gebühren pro Semester in Höhe von 325 Euro bei einem Teilzeitstudium und 650 Euro bei einem Vollzeitstudium, wenn der oder die in einem Studiengang eingeschriebene Studierende zu Beginn des Semesters das 60. Lebensjahr vollendet hat, bereits einen ersten berufsqualifizierenden Hochschulabschluss im In- oder Ausland erworben hat oder zu Beginn des Semesters die 1,5-fache Regelstudienzeit für den bei der Fernuniversität studierten Studiengang mit der geringsten Regelstudienzeit überschritten hat.

Infos unter www.fernuni-hagen.de



Privatunis punkten mit Angebotsschwerpunkten

Zu den staatlichen Hochschulen gibt es deutschlandweit viele Alternativen. 56 private Hochschulen, die staatlich anerkannt sind, bieten sich in verschiedenen Fachrichtungen ebenso an wie 44 Einrichtungen, die von den Kirchen getragen werden.

88 staatlichen Universitäten stehen in der Bundesrepublik Deutschland 16 kirchliche und 15 private gegenüber. Fachhochschulen gibt es 102 staatliche, 39 private und 18 kirchliche. Bei den Kunst- und Musikhochschulen stehen den 45 staatlichen zehn kirchliche und zwei private gegenüber.

Fast alle privaten und kirchlichen Hochschulen haben sich auf Angebotsschwerpunkte spezialisiert und unterscheiden sich schon dadurch von den staatlichen Hochschulen. Generelle Empfehlungen, für wen sich private, kirchliche oder staatliche Hochschulen anbieten, können nur schwer gegeben werden.

Einen Überblick über sämtliche staatlich anerkannte Studienangebote liefert der Hochschulkompass der Hochschulrektorenkonferenz. Eingeteilt in Hochschultyp, Trägerform oder auch Standort, können sich Interessierte auf den Webseiten einen Überblick verschaffen.

Infos unter www.hochschulkompass.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/praktische_alternative_92.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>92</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:41:27</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Tagsüber Karriere - abends Studieren</title>
		<description><![CDATA[Interview mit Jens Spahn, Student der Fernuni Hagen
Nach dem Abi und der Ausbildung geht´s zur Uni - diesen Weg schlagen viele junge Menschen ein. Auch bei Jens Spahn hätte es so laufen können - wenn der 1980 in Ahaus geborene Bankkaufmann am 22. September 2002 nicht als jüngster Direktkandidat in den Bundestag gewählt worden wäre. Auf ein Studium wollte der Christdemokrat dennoch nicht verzichten und entschied sich für ein Fernstudium.
STUDIInfo hat sich mit Jens Spahn unterhalten.]]></description>
		<text><![CDATA[Wie sind Sie darauf gekommen, zum Sommersemester 2003 an der Fernuni Hagen ein Politik- und Rechtsstudium aufzunehmen?
Für meine wirtschaftliche Unabhängigkeit ist mir das Studium wichtig. Allerdings habe ich durch das Mandat keine Zeit für ein Präsenzstudium. Per Post und Internet zu studieren, ist eine ideale Lösung.

Worin lag die Motivation?
Neben meiner Qualifikation als Bankkaufmann hatte ich auch ein ganz persönliches Interesse. Ich sehe das Studium als wichtige Alternative zum Mandat. Ich möchte nicht davon abhängig sein.

Reicht die Zeit fürs Studium neben der Arbeit im Bundestag und Wahlkreis?
Das ist wahrscheinlich bei mir nicht anders als bei den meisten Studierenden. Allerdings muss ich nicht zu festen Zeiten in die Vorlesungen und Seminare, kann mir die Zeit zum Lernen freier einteilen. Kurz vor den Prüfungen wird dann richtig reingehauen.

Wie soll es denn mit dem Studium weitergehen?
Im Laufe der zweiten Legislaturperiode möchte ich in beiden Studiengängen den Bachelor-Abschluss haben. In einem möchte ich dann bis zum Master weitermachen. 

Stichwort Studiengebühren - was kostet Sie das Studium an der Fernuni?
Pro Semester zahle ich - abhängig von der Anzahl der Kurse, die ich belege - zwischen 400 und 600 Euro. 

Was fehlt denn im Vergleich zum klassischen Studium, das Ihre ehemaligen Mitschüler aufgenommen haben?
Man trifft in den Veranstaltungen keine Kommilitonen, die man persönlich kennen lernt. Dafür gibt es Schwarze Bretter und Chats für Diskussionen, die ich allerdings nicht intensiv nutze. Natürlich habe ich auch nicht das Studentenleben im eigentlichen Sinne mit allem, was man sich so darunter vorstellt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/tagsueber_karriere_-_abends_studieren_91.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>91</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:36:39</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Sehr gute Berufschancen“</title>
		<description><![CDATA[Interview mit Prof. Dr. Uwe M. Borghoff
Prof. Dr. Uwe M. Borghoff gehört seit 1998 der Universität der Bundeswehr München an. Er hat die Professur für Informationsmanagement am Institut für Softwaretechnologie inne. Im Juli 2004 übernahm er das Amt des Vizepräsidenten für den universitären Bereich. STUDIInfo hat sich mit dem Hochschullehrer unterhalten.]]></description>
		<text><![CDATA[Für wen ist das Studium bei der Bundeswehr die richtige Entscheidung?
Grundsätzlich ist ein Studium bei der Universität der Bundeswehr mit dem Wunsch verbunden, den Offizierberuf aufzunehmen. Da der Offizierberuf in Deutschland ein akademischer Beruf ist, gehört das Studium als integraler Bestandteil zur Laufbahn. Seit vier Jahren ist es auch zivilen Studierenden möglich, im Rahmen von Industriekooperationen an der Universität der Bundeswehr München zu studieren. Wir bieten ein sehr gutes Betreuungsverhältnis - auf einen Professor kommen zwölf Studierende -, ein Studium weitgehend in Kleingruppen sowie eine hervorragende IT- und Laborausstattung. Dies alles macht das Studium bei uns attraktiv.

Haben die Inhalte, die in den Veranstaltungen vermittelt werden, einen militärischen Bezug?
Nein. Von Anfang an war keine militärspezifische Ausbildung der studierenden Offiziere beabsichtigt, sondern ein inhaltlich und in seinen Abschlüssen den Landesuniversitäten vergleichbares vollwertiges Studium. Lehre und Forschung sind daher seit den Gründungstagen an den Universitäten der Bundeswehr frei. Das Studienangebot ist breit gefächert und umfasst neben einem ingenieurwissenschaftlichen Schwerpunkt auch ein volles gesellschafts- und wirtschaftswissenschaftliches Spektrum. Nur vereinzelte Veranstaltungen haben inhaltlich einen militärischen Bezug, zum Beispiel die betriebswirtschaftlichen Vorlesungen „Streitkräftemanagement“ oder „Militärökonomie“.

Warum lässt die Bundeswehr ihre Führungskräfte nicht an öffentlichen Hochschulen studieren?
Als die Universitäten der Bundeswehr 1973 als Reformuniversitäten gegründet wurden, sollte die Attraktivität des Offizierberufs durch eine akademische Ausbildung gesteigert werden. Voraussetzung dafür war ein kurzes Intensivstudium, das so nur an eigens konzipierten Universitäten umgesetzt werden konnte. Charakteristisch sind u.a. die Einteilung in Trimester und die kurze Regelstudienzeit von 3 1/4 Jahren bis zum Diplom oder zukünftig in 3 3/4 Jahren über den Bachelor zum Master. Durch ein integrales Begleitstudium, das so genannte studium plus, vermittelt die Universität der Bundeswehr München wichtige Zusatzqualifikationen, z.B. Konfliktmanagement und interkulturelle Kompetenz. Der in der Universität integrierte Studentische Bereich sorgt ferner für eine anhaltende militärische Prägung, was an öffentlichen Universitäten so nicht möglich wäre. So bereitet die Universität der Bundeswehr München die Studierenden auf ihre künftigen Aufgaben als Offiziere vor. Einzig die medizinische Ausbildung erfolgt aufgrund der Kostenintensität an Landesuniversitäten.

Nach zwölf Jahren ist die Zeit bei der Bundeswehr in der Regel für die Studierenden vorbei. Wie sehen die Berufschancen im zivilen Leben aus?
80 Prozent der Absolventen der Universitäten der Bundeswehr entscheiden sich nach ihrer zwölfjährigen Dienstzeit für eine Karriere in der freien Wirtschaft. Die Berufschancen der ausscheidenden Offiziere können insgesamt als sehr gut beurteilt werden. Die Wirtschaft schätzt die Doppelqualifizierung aus akademischer Ausbildung und der während der militärischen Dienstzeit gesammelten Führungserfahrung. Aus Absolventenbefragungen wissen wir, dass mehr als 80 Prozent der ehemaligen Zeitoffiziere mit Studium heute Führungsverantwortung in der freien Wirtschaft tragen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/sehr_gute_berufschancen_90.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>90</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:33:05</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studium an der Bundeswehr-Universität</title>
		<description><![CDATA[Büffeln in Uniform
Nach der Schule kommt der Wehrdienst und dann das Studium - ein Schema, in dem sich viele junge Männer wiederfinden. Aber es gibt auch eine Kombination mit einigen Besonderheiten: ein Studium an einer der beiden Universitäten der Bundeswehr.]]></description>
		<text><![CDATA[Seit dem 1. Oktober 1973 kann an den beiden Universitäten der Bundeswehr in Hamburg und München studiert werden. Was das Studienmodell von den öffentlichen Hochschulen der Länder deutlich unterscheidet, ist die Tatsache, dass in Trimestern studiert wird. Ein Trimester dauert zwölf Wochen, allerdings wird darin mit einer erhöhten Zahl der Semesterwochenstunden studiert, so dass die um zwei Wochen kürzere Zeit zu den Semestern kompensiert wird.

Zur Regelstudiendauer von neun Trimestern kommt ein Prüfungstrimester, so dass das Studium in der Regel nach dreieinviertel Jahren beendet ist. Spätestens nach vier Jahren muss das Studium abgeschlossen sein.

Das Studium in Kleingruppen ist wesentlicher Bestandteil des Konzeptes. Die meisten Veranstaltungen - ausgenommen sind Vorlesungen im Grundstudium - finden in Gruppen mit nicht mehr als 25 Teilnehmern statt.

Voraussetzung für die Zulassung zum Studium ist neben der allgemeinen Hochschulreife auch eine bestandene Offiziersprüfung. Die Studierenden müssen sich für zwölf Jahre bei der Bundeswehr verpflichten.

Die Abschlüsse, die an beiden Hochschulen gemacht werden können, werden zivil anerkannt, da nach dem staatlichen Hochschulrecht Bayerns und Hamburgs studiert wird und die akademischen Grade nach dem entsprechenden Hochschulrecht verliehen werden.

Beide Universitäten sind relativ klein und überschaubar. Sie sind ähnlich einer angloamerikanischen Campus-Universität aufgebaut. Nicht nur die Universitätsbibliotheken lassen externe Nutzer zu. Die Teilnahme an Lehrveranstaltungen als Gasthörer ist möglich, Hamburger Studierende können unter bestimmten Voraussetzungen auch Leistungen an der Universität der Bundeswehr in der Hansestadt erbringen.

Mit der Frage von Studiengebühren oder BAföG brauchen sich die Studierenden in Uniform nicht auseinander zu setzen. Auch während der Hochschulausbildung erhalten sie - abhängig von Alter, Dienstgrad und Familienstand - ihren Bundeswehrsold.

Weitere Informationen:
www.hsu-hh.de
www.unibw-muenchen.de



Studium und Praxis: Gute Kombimöglichkeit

Die Helmut-Schmidt-Universität, Universität der Bundeswehr Hamburg, stellt Unternehmen, die Kooperationspartner der Uni oder der Bundeswehr sind, freie Studienplatzkapazitäten zur Verfügung.

Möglich ist dieses in den Ingenieur- und den wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen und gegen eine Beteiligung an den Studienkosten. Die Mitarbeiter dieser Unternehmen profitieren von den kurzen Studienzeiten, der intensiven Betreuung und der überdurchschnittlich guten Ausstattung einer Universität der Bundeswehr. Für interessierte Unternehmen hat die Universität nun ein neues Faltblatt herausgegeben, das über Voraussetzungen und Rahmenbedingungen informiert.
An der BW-Uni in München werden seit 2001 zivile Studenten in kleinem Umfang zugelassen, falls ein Partnerunternehmen die Kosten übernimmt.

Das Faltblatt kann bezogen werden über:
Helmut-Schmidt-Universität
Universität der Bundeswehr Hamburg
Pressestelle
Holstenhofweg 85
22043 Hamburg
Tel. (040) 6541-2267
Fax (040) 6541-2834
E-Mail: pressestelle@hsu-hh.de]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studium_an_der_bundeswehr-universitaet_89.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>89</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:26:43</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Zwischen Theorie und Praxis</title>
		<description><![CDATA[Universität oder Fachhochschule
Ein Studium an einer Fachhochschule (FH) oder an einer Universität - die Unterschiede sind größer als nur eine Glaubensfrage oder anders lautende Abschlüsse. Und es gibt keine allgemein gültigen Vor- und Nachteile in den verschiedenen Disziplinen.]]></description>
		<text><![CDATA[Der erste Unterschied liegt bereits in den Zugangsvoraussetzungen. Mit dem Abitur in der Tasche stehen dem Studienanfänger eigentlich alle Türen offen. Neben dem möglichen Studium an der Uni bietet sich die FH als Alternative an. Einige Fachhochschulen setzen in bestimmten Fachbereichen allerdings Praxiserfahrungen voraus. Mit dem Fachabitur ist der Besuch einer Universität nicht möglich.

Auch bei der Länge der Ausbildungszeit ist eine generelle Bewertung unmöglich. Auch wenn die Regelstudiendauer an der FH bei vergleichbaren Studiengängen kürzer ist, kann durch Erlangen der FH-Reife, Berufsausbildung und anschließendem Studium der Weg durchaus länger sein als mit Abitur und Universitätsstudium. 
Nicht jeder Arbeitgeber stellt die gleichen Anforderungen an seine zukünftigen Mitarbeiter. Einige setzen eher auf praxisbezogene Fachhochschulabsolventen, andere verlangen das tiefergehende Universitätsstudium. Wird eine Promotion verlangt, so bleibt im Regelfall den Absolventen der Fachhochschulen der Weg zum Doktor-Titel verwehrt. Aber auch in diesem Fall gilt: keine Regel ohne Ausnahme. An vielen Orten arbeiten die Universitäten und Fachhochschulen bereits zusammen.
Grundsätzlich gilt: Wer einer praxisbezogeneren Orientierung den Vorzug gibt, sollte sich mit einem Studium an der FH auseinandersetzen, wer die Theorie zu schätzen weiß sowie sich eine persönliche Zukunft in Forschung, Entwicklung oder Lehre vorstellt, ist an der Universität gut aufgehoben.
Auch die Frage des persönlichen Lernens sollte berücksichtigt werden. Während an der FH dem Studierenden ein schulmäßigeres Raster mit strukturierten und vorgegebenen Lehrplänen an die Hand gegeben wird, sind Studierende an der Uni je nach Studiengang freier in ihren Entscheidungen und müssen den Plänen selber mehr als nur den letzten Schliff geben.
Wird bei Stellenbeschreibungen keine Unterscheidung zwischen den beiden Hochschultypen vorgenommen, so dürften neben der konkreten Diplombezeichnung soziale Kompetenzen wie die Fähigkeit mit Menschen umzugehen, Allgemeinwissen, schriftliche und mündliche Ausdrucksmöglichkeiten, Fremdsprachenkenntnisse und ähnliches bei den Auswahlverfahren einen großen Einfluss haben.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/zwischen_theorie_und_praxis_88.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>88</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:22:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Blick über den Tellerrand</title>
		<description><![CDATA[Studiengebühren im Ausland
In Deutschland wird die Hochschullandschaft gerade neu aufgestellt. Im Ausland sehen die Strukturen schon lange anders aus. Wir zeigen wie!]]></description>
		<text><![CDATA[USA
Während in Deutschland die privaten Ausgaben für das Studium gerade einmal 0,1 Prozent des Bruttoinlandproduktes ausmachen, beträgt dieser Anteil zur Bildungsfinanzierung des Nachwuchses in den USA rund 1,8 Prozent. Aber auch in der Frage, wie das Geld finanziert wird, gibt es deutliche Unterschiede. 37 Prozent der Kosten werden in den USA durch Stipendien oder Darlehen finanziert, in Deutschland sind es lediglich 15,5 Prozent. An den staatlichen Community Colleges sind mindestens 250 Euro im Jahr zu bezahlen, bei privaten Eliteuniversitäten bis zu 23.000 Euro. Neben Stipendien gibt es „Pell Grants“ - nicht rückzahlbare staatliche Zuschüsse. Auch werden Sparbeiträge gefördert. Wer in den USA die Hochschule verlässt, hat durchschnittlich 13.000 Euro Schulden.

Großbritannien
Großbritanien hat die Studiengebühren 1998 eingeführt. Für den Bachelor sind 1.600 Euro pro Jahr zu bezahlen, in Masterstudiengängen durchschnittlich 4.350 Euro. An einzelnen Unis gibt es Förderungen für Studienanfänger, die in erster Generation studieren. Zinslose staatliche Darlehen werden an Bedürftige in Höhe von 6.800 Euro im Jahr vergeben. Alle anderen können drei Viertel dieser Summe bekommen. Die Rückzahlung erfolgt, wenn das Gehalt 85 Prozent des britischen Durchschnitteinkommens beträgt. Nach dem Studium betragen die Schulden durchschnittlich 17.500 Euro.

Australien
In Australien wurden Studiengebühren 1989 eingeführt. Einheimische zahlen zwischen 2.200 und 3.600 Euro im Jahr, ausländische Studierende zahlen bis zu zwei Drittel höhere Gebühren. Studierende können „Down Under“ staatliche Zuschüsse von 300 Euro im Monat bekommen. Ergänzt wird dies mit Programmen zur Förderung benachteiligter Gruppen aus staatlichen Darlehen, die nicht verzinst werden. Ab einer bestimmten Einkommensgrenze wird jährlich drei bis sechs Prozent der Darlehensschuld zurückgezahlt. 75 Prozent der Studienplätze in Australien werden nach Begabung vergeben und gefördert, 25 Prozent sind so genannte „Full-Fee“- Plätze. Dieser Anteil soll auf 35 Prozent gesteigert werden.

Niederlande
Schon seit Mitte des vergangenen Jahrhunderts gibt es in den Niederlanden Studiengebühren. Sie betragen 1.400 Euro im Jahr für alle Studiengänge. Es gibt eine Grundförderung von 206 Euro pro Monat. Einkommensschwache Familien erhalten eine Zusatzförderung. Dazu gibt es verzinste, staatliche Darlehen von maximal 245 Euro monatlich. Werden die Studienziele schnell erreicht, wandelt sich das Darlehen in nicht rückzuzahlende Zuschüsse um. Die Rückzahlung erfolgt zwei Jahre nach dem Studienabschluss für maximal 15 Jahre.

Österreich
Österreich hat Studiengebühren für alle Studiengänge an Universitäten im Jahr 2001 eingeführt. Fällig werden 726 Euro pro Jahr. Es gibt eine rückzuzahlende Beihilfe für Bedürftige in Höhe von maximal 726 Euro im Monat. Von 150 bis 726 Euro rangieren die jährlichen Studienzuschüsse. Rund 20 Prozent aller Studierenden zahlen keine oder geringere Studiengebühren.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/blick_ueber_den_tellerrand_87.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>87</guid>
		<pubdate>2007-08-24 10:20:09</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Geld sollte wirklich in die Hochschulen fließen!&quot;</title>
		<description><![CDATA[Was denken Schüler über die Einführung von Studiengebühren? STUDIInfo hat sich mit vier Abiturienten über diese Frage und andere Themen rund ums Studium unterhalten.
Markus Tiemanns Studienwunsch steht in groben Zügen fest. Er denkt an eine wirtschaftswissenschaftliche Ausrichtung.
Philip Hauck sieht nach dem Abitur erst einmal die Bundeswehr auf sich zukommen. Danach will er ein wirtschaftswissenschaftliches Studium aufnehmen.
Sonja Ewering lernt nach dem Erlangen der Hochschulreife zunächst einmal Niederländisch. Sie will im Nachbarland Psychologie studieren.
Stefan Blank will nach dem Zivildienst voraussichtlich VWL studieren. Allerdings denkt er auch intensiv über eine duale Ausbildung (Studium und Beruf) nach.]]></description>
		<text><![CDATA[Was hat Eure Studienentscheidung beeinflusst?
Philipp: Für mich ist das Uni-Ranking wichtig. Sollte es unterschiedliche Studiengebühren an den Hochschulen geben, dann werde ich da wohl sorgfältig abwägen. Die Tests in den Medien sind für mich der Maßstab.
Sonja: Ich habe mich jetzt an einer Hochschule in Holland beworben. Die Studiengebühren, die ich dort zahlen muss, spielen dabei keine große Rolle. Wichtiger ist schon, dass der NC dort nicht das Problem ist. Gut ist auch der größere Praxisbezug während des Studiums.

Sind Studiengebühren ein Rettungsanker für die Hochschulen?
Stefan: Die 500 Euro haben wohl eher einen symbolischen Wert. Interessant dürfte es sein, fünf Jahre nach der Einführung zu schauen, ob sich an den Unis etwas verbessert hat. Das Geld sollte wirklich in die Hochschulen fließen und nicht irgendwelche Haushaltslöcher stopfen.
Sonja: Die Frage ist doch, wie weit man mit 500 Euro kommt.

Werden die Studiengebühren für Euch zu einer Belastung?
Philipp: Ich rechne fest damit, Studiengebühren zahlen zu müssen, hoffe allerdings auf BAföG. 
Sonja: Eine andere Finanzierungsmöglichkeit sind ja auch Studienkredite mit relativ günstigen Rückzahlungsbedingungen. In Holland werde ich Studiengebühren auf jeden Fall zahlen müssen. Ich hab auch schon mit meinen Eltern darüber gesprochen. Sie wollen mich finanziell unterstützen.
Markus: In diesem Zusammenhang sind doch auch Stipendien ein Thema. Das Beispiel Amerika zeigt, wie viele Studierende da unterstützt werden. Wenn bei uns die Firmen merken, dass ihnen die Nachwuchskräfte fehlen, werden sie da sicher auch aktiv.

Habt Ihr bereits über Alternativen nachgedacht?
Markus: Eine Ausbildung ist für mich keine Alternative zum Studium, obwohl das ja auch keine Jobgarantie darstellt. Und wenn man dann auf einem Berg von Schulden sitzt...
Stefan: Eine Kombination von Studium und Ausbildung haben mir Bekannte meiner Eltern empfohlen. Sie meinten, Firmen stellen wohl lieber Personen mit einem Praxisbezug ein als Theoretiker. Außerdem muss man dann nicht nur kein Geld bezahlen, man bekommt sogar welches.

Unis sollen sich ihre Studierenden selber aussuchen dürfen - was haltet Ihr von dieser Forderung?
Markus: Ich finde Aufnahmeprüfungen gut. Auch Firmen machen ja vorher Tests, ob die Person geeignet ist.
Philipp: Ich sehe das auch positiv. An manchen Schulen bekommt man gute Noten hinterhergeworfen, an anderen muss man viel dafür tun - das ist doch ungerecht.
Sonja: Ich würde in Deutschland den NC für Psychologie nicht schaffen, rechne aber damit, dass ich in Holland die Aufnahmeprüfung bestehe, wenn ich dort zur Universität will. Wie fit seid Ihr eigentlich in Fragen rund ums Studium? Fühlt Ihr Euch gut vorbereitet?
Markus: So wirklich intensiv haben sich die Meisten in unserer Stufe mit dem Thema wohl noch nicht auseinandergesetzt. Erstmal Abi machen, denken die - und ich auch.
Sonja: Das ist ja auch alles erst einmal so weit weg...
Markus: Von der Schule wurden wir aber gut vorbereitet.
Stefan: In der Haupt- und Realschule ist der Druck bei den Schülern von Seiten der Lehrer wohl größer, etwas zu unternehmen. Als angehende Abiturienten sind wir ja auch älter. Uns traut man deshalb wohl zu, dass wir selber aktiv werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/geld_sollte_wirklich_in_die_hochschulen_fliessen_86.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>86</guid>
		<pubdate>2007-08-23 15:53:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studiengebühren, Bafög und Stipendien</title>
		<description><![CDATA[Heiß diskutiertes Thema
Kein Thema wird an den Universitäten im Land derzeit so heiß diskutiert wie die Einführung von Studiengebühren. In den meisten Ländern laufen aktuell Überlegungen, wie die Studierenden an den Kosten für das Hochschulwesen beteiligt werden können. So sollen zwei Milliarden Euro in die leeren Kassen kommen - und ausschließlich für die Bildung eingesetzt werden. Derzeit wenden die Länder jährlich 19 Milliarden Euro auf.]]></description>
		<text><![CDATA[Ein erster Schritt in Richtung Studiengebühren wurde im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen durch die Einrichtung von Studienkonten seit dem Sommersemester 2004 bereits getan. Die Koalitionsvereinbarung von CDU und FDP, die nun die neue Landesregierung stellen, lässt erahnen, wohin die Reise an den Hochschulen gehen soll. Bis zu 500 Euro pro Semester sollen demnach die Universitäten zukünftig von den Studierenden kassieren dürfen. Im Gegenzug sollen die Studierenden gute Studienbedingungen vorfinden. Ausgenommen von der Zahlungspflicht sollen Studierende sein, die BAföG erhalten. Das Bundesverfassungsgericht erklärte Anfang 2005 das von der rot-grünen Bundesregierung beschlossene Verbot von Studiengebühren für das Studium bis zum ersten berufsqualifizierenden Abschluss für nicht zulässig. Der Startschuss für Studiengebühren in NRW könnte zum Wintersemester 2007/2008 fallen.

In Bayern fallen derzeit 500 Euro Langzeitstudiengebühren für das dritte Semester nach der Regelstudiendauer an. Der gleiche Betrag muss auch für ein Zweitstudium entrichtet werden. Dazu kommt ein Verwaltungskostenbeitrag in Höhe von 50 Euro. Bereits zum Wintersemester 2006/2007 soll von allen Studierenden ein Semesterbeitrag von maximal 500 Euro erhoben werden.

Baden-Württemberg verlangt ab dem vierten Semester über der Regelstudienzeit 511 Euro Langzeitstudiengebühren pro Semester. Geplant ist dort, ab dem Sommersemester 2007 von den Studierenden 500 Euro pro Semester zu verlangen. Dies kann auch über ein Darlehen bei der Landesbank erfolgen. Zwei Jahre nach Studienende muss das Geld zurückbezahlt werden, soweit das Einkommen dann über 2410 Euro im Monat beträgt. Die Gesamtverschuldung aus BAföG und Studiengebühren soll auf maximal 15.000 Euro nach oben begrenzt werden.

Im Saarland sollen Studierende künftig 500 Euro pro Semester bezahlen, wenn sie die Regelstudiendauer um vier Semester überschritten haben. Einen konkreten Einführungszeitpunkt gibt es noch nicht. Es soll zunächst auch ein Darlehens- und Stipendiensystem aufgebaut werden.

650 Euro pro Semester werden in Rheinland-Pfalz fällig, wenn das Studienkonto aufgezehrt ist. In der Politik wird überlegt, ob Studierende aus anderen Bundesländern zur Kasse gebeten werden sollten. Alternativ wird eine Art Länderfinanzausgleich vorgeschlagen, von dem die Bundesländer profitieren sollen, die viele junge Menschen aus anderen Bundesländern ausbilden.

In Hessen zahlen Studierende, die die Regelstudiendauer um mehr als vier Semester überschreiten, 500 Euro im ersten „Überziehungssemester“, das zweite schlägt mit 700 Euro zu Buche, alle weitere mit 900 Euro. Dazu kommen Verwaltungsgebühren in Höhe von 50 Euro. Gegen Studiengebühren fürs Erststudium könnte die Landesverfassung sprechen, die grundsätzlich Gebühren - auch für Hochschulen - ausschließt. Allerdings kann ein „angemessenes Schulgeld“ verlangt werden, was derzeit überprüft wird.

In Thüringen müssen ab dem vierten Semester oberhalb der Regelstudiendauer 500 Euro Langzeitgebühren entrichtet werden. Bis 2009 sind derzeit keine Studiengebühren geplant. Die gleiche Regelung gilt ab dem Wintersemester 2005/2006 in Sachsen-Anhalt. Auch dort soll über ein Modell der Kostenbeteiligung durch Studierende diskutiert werden. Wird beim Erststudium in Sachsen die Regelstudiendauer um vier Semester überschritten, sind 307 Euro Zweitstudiengebühren zu bezahlen. Gegen die Einführung genereller Studiengebühren steht die Koalitionsvereinbarung von CDU und SPD.

In Brandenburg gibt es derzeit keine Studiengebühren, es fallen lediglich 51 Euro als Verwaltungskostenbeitrag an. Die gleiche Regelung gilt für Berlin.

Auch in Mecklenburg-Vorpommern werden keine Studiengebühren verlangt. Das Landeshochschulgesetz verbietet diese ausdrücklich. 

In Niedersachsen sollen Hochschulen ab dem Wintersemester 2006/ 2007 die Möglichkeit erhalten, bis zu 500 Euro Studiengebühren pro Semester zu erheben. Diese Summe fällt bereits heute an, wenn die Regelstudiendauer um vier Semester überzogen wird. Dazu kommen seit dem Sommersemester 2005 Verwaltungsgebühren in Höhe von 75 Euro.

Ist in Hamburg das Studienguthaben - im Normalfall nach vier Semestern über die Regelstudiendauer - verbraucht, fallen 500 Euro Gebühren pro Semester an. Das gleiche gilt von Studienbeginn an für Studierende, die ihren Wohnsitz nicht in der „Metropolregion Hamburg“ haben.

In Bremen fallen derzeit 50 Euro Verwaltungsgebühren an. Ab dem Wintersemester 2006/2007 sollen Studierende, die ihren Erstwohnsitz nicht in Bremen haben, ab dem dritten Semester 500 Euro Studiengebühren zahlen.

In Schleswig-Holstein gibt es noch keine konkreten Pläne zur Einführung von Studiengebühren. Die große Koalition aus CDU und SPD hat allerdings bereits angekündigt, dass es im nördlichsten Bundesland der Republik keine Insellösung geben werde.



Stipendien, Studienkredite &amp; Co.
Mit den Studiengebühren allein ist es aber noch nicht getan. Um leben und wohnen zu können, benötigen Studierende nach Einschätzung des Studentenwerkes derzeit monatlich rund 700 Euro. Falls die Eltern ihre Kinder nicht unterstützen können oder wollen, gibt es vier Alternativen. Die bekannteste Möglichkeit, das Studium zu finanzieren, ist sicher das BAföG. Das Kürzel steht für das Bundes- Ausbildungsförderungs-Gesetz. Von den erhaltenen Leistungen müssen in der Regel 50 Prozent zurückgezahlt werden. Allerdings gibt es auch Sonderregelungen.
Eine andere Möglichkeit zur Finanzierung stellen Stipendien dar. Sie stehen allerdings nicht an allen Hochschulen und für alle Fächer zur Verfügung. Gewährt werden sie in unterschiedlicher Höhe beispielsweise von politischen Stiftungen.
Eine relativ neue Methode zur Finanzierung des Studiums stellen so genannte Studienkredite dar. In diesem Zusammenhang wird oft auch über Bildungsfonds und Studiendarlehen gesprochen. Eine Sonderposition stellt in diesem Zusammenhang der Bildungskredit dar. Er ist mit dem Studiendarlehen vergleichbar, jedoch zu deutlich geringeren Kosten. Der Staat übernimmt dabei die Ausfallbürgschaft, Kreditgeber ist die KfW Förderbank, die dem Bund und den Ländern gehört. Die monatliche Auszahlung von maximal 300 Euro ist auf 24 Monate begrenzt. 
Die letzte Alternative stellt das Jobben dar. Allerdings ist sie von vielen Schwierigkeiten begleitet. An den Unis gibt es für Studierende immer weniger Stellen für Hilfskräfte. Und der freie Arbeitsmarkt gibt auch nicht so viel her. Zudem bedeutet ein Nebenjob auch einen nicht unerheblichen Zeitaufwand - möglicher Weise auf Kosten des Studienerfolgs. Und wenn sich das Studium dadurch in die Länge zieht, kommen schon heute Kosten beispielsweise durch die Überschreitung des Studienkontos auf die Studis zu.



Studienkonten

Die Studienkonten geben einen Überblick über eventuell anfallende Studiengebühren. Gebühren fallen für diejenigen Studierende an, welche die vorgeschriebene Regelstudienzeit überschreiten. Studierende, die ihr Studium in einer angemessenen Zeit absolvieren, brauchen keine Gebühren zu bezahlen.

Zu Beginn des Studiums wird für die Studierenden ein Konto angelegt, dass mit einem Girokonto bei der Bank vergleichbar ist. Allerdings kann es nicht überzogen werden. Zu Beginn befindet sich darauf ein Guthaben, dass semesterweise abgebucht wird. Der Anfangsbestand reicht aus, die Regelstudienzeit um das 1,5-fache zu überschreiten. Erst danach werden beispielsweise in Nordrhein-Westfalen für jedes zusätzliche Semester 650 Euro Gebühren fällig. Den gleichen Betrag zahlen Seniorstudenten im Alter von über 60 Jahren sowie Studenten in einem Zweitstudium.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studiengebuehren_bafoeg_und_stipendien_85.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_06_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>85</guid>
		<pubdate>2007-08-23 15:35:19</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Schnäppchen für Studenten</title>
		<description><![CDATA[Ebbe im Portemonnaie - für viele Studenten nichts Unbekanntes. Auf die angenehmen Seiten des Lebens müssen die Studis aber trotzdem nicht verzichten. Wer seinen Studentenausweis immer dabei hat, kann so manches Schnäppchen schlagen. Und das nicht nur im Kino oder Museum.]]></description>
		<text><![CDATA[Gebührenfrei Fernsehen
Schon gezahlt? Auf diese Frage können Studenten ganz ungeniert mit „Nein“ antworten. Im Gegensatz zu anderen Fernsehzuschauern und Radiohörern müssen sie Rundfunkgebühren nicht zwangsläufig bezahlen. Voraussetzung dafür ist, dass das monatliche Einkommen den 1,5-fachen Regelsatz der Sozialhilfe plus Kaltmiete nicht übersteigt. Ist diese Voraussetzung erfüllt, geht die GEZ leer aus. Wer die Gebührenbefreiung in Anspruch nehmen möchte, muss sich allerdings jedes Semester mit den entsprechenden Unterlagen auf den Weg zum örtlichen Sozial- oder Bürgeramt machen, um diese zu beantragen.

Günstiger Telefonieren
Ohne Handy geht heute gar nichts mehr, dazu ein Festnetzanschluss und ein Internetzugang. Wenn die Telefonrechnung einmal im Monat im Briefkasten liegt, muss das jedoch nicht zwangsläufig zu Schweißausbrüchen führen. Einige Telekommunikationsunternehmen bieten spezielle Konditionen für Studenten. 
So zum Beispiel die Deutsche Telekom: Studenten können hier den Sozialtarif beantragen. Wer Bafög erhält oder bereits von den Rundfunkgebühren befreit wurde, erhält von der Telekom eine monatliche Gutschrift von 6,94 Euro auf die anfallenden Gesprächskosten. Der Sozialtarif muss aber regelmäßig neu beantragt werden.
In Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten gewährt das Bonner Unternehmen Studierenden weitere Nachlässe. Beim Programm „Uni@home“ erhalten Studenten, die an einer der Partner-Universitäten studieren, Vergünstigungen für Festnetzanschlüsse, Telefone und Modems.
Im Mobilfunkbereich wird’s mit dem Sparen schon etwas schwieriger, aber auch hier nehmen einige Betreiber Rücksicht auf die knappen Kassen der Studenten. Gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung gibt’s Gratis-SMS oder Gesprächsguthaben.

Lesen und sparen
Wer viel liest, ist gut informiert, muss dafür aber auch ein paar Euro ausgeben. Wenn Studenten viel lesen, können sie dabei sogar noch Geld sparen. Die meisten Verlage bieten Spezialkonditionen für studierende Leser an. Zu den regulären Abonnements besteht mit Ausnahme des Preises kein Unterschied. So lassen sich bei vielen Zeitungen oder Magazinen ganz leicht bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen.

Günstige PC für kühle Rechner
Egal ob für Hausarbeiten, Internetrecherchen und E-Mails - ohne eigenen Computer geht heutzutage gar nichts. Häufig stellen Professoren Skripte und Folien ihrer Vorlesungen zum Download ins Internet, die Anmeldung zu Prüfungen kann vielerorts nur noch online erfolgen. Für Studenten heißt das: Spätestens zum Studienbeginn muss ein PC her. Doch ein neuer Computer ist nicht billig. Da hilft in der Regel auch der Studentenausweis nicht weiter. Weil sich die Computeranbieter regelmäßig mit neuen Sonderangeboten unterbieten, sind Rabatte extra für Studierende selten drin. Doch gerade an Hochschulstädten, im unmittelbaren Umfeld der Campi, gibt es doch immer wieder Händler, die Studenten Nachlässe gewähren. Es lohnt sich also, die Augen offen zu halten und Preise zu vergleichen.
Anders als bei der Hardware sieht es bei der Software aus. Hier hilft der Studentenausweis: Betriebssysteme, Textprogramme oder Grafiksoftware namhafter Hersteller gibt es nämlich auch mit speziellen Lizenzen für Hochschüler. Damit lassen sich teilweise bis zu drei Viertel des Originalpreises einsparen. Die Programme sind voll funktionsfähig und lediglich die Nutzungsrechte beschränkt: Die Programme dürfen zwar fürs Studium genutzt werden, nicht aber für gewerbliche Zwecke.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/schnaeppchen_fuer_studenten_84.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>84</guid>
		<pubdate>2007-08-23 15:09:28</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ein paar Euro nebenbei</title>
		<description><![CDATA[Nebenjob bis 400 Euro ohne Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.]]></description>
		<text><![CDATA[So ganz ohne Nebenjob? Da kommt fast kein Student über die Runden, auch wenn die Ausgaben für ein Studium und die individuellen Ansprüche stark variieren. Die Unterstützung der Eltern oder das BAföG reichen häufig gerade mal für die Lebenshaltungskosten, vor allem bei Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern wohnen. Miete, Lebensmittel, Bücher, Klamotten und Handy - da bleibt nicht mehr viel Knete für die schönen Dinge des Lebens übrig. Wer trotzdem nicht auf einen gelegentlichen Besuch im Kino, in der Lieblingspizzaria oder auf einen lustigen Kneipenbummel verzichten möchte, sucht sich einen Nebenjob. Wer´s nicht übertreibt, dürfte dabei auch keine Probleme mit dem Studium bekommen.

Die Möglichkeiten und Angebote, sich ein paar Euro nebenher zu verdienen, sind breit gefächert. Neben den Klassikern wie Taxifahrer, Kellner, Aushilfe im Getränke- oder Supermarkt machen Nebenbeschäftigungen mit fachlichem Bezug zum Studium oder zum angestrebten Beruf doppelt Sinn - zum Beispiel als studentische Hilfskraft an der Hochschule, als freier Mitarbeiter bei einer Zeitung oder als Fremdsprachenübersetzer.

In jedem Fall müssen Studenten bei einem Verdienst von bis zu 400 Euro im Monat keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge abdrücken. Wer mehr als 400 Euro im Monat verdient, aber dafür nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, muss ebenfalls keine Sozialversicherung bezahlen. Wenn das Limit aber überschritten wird, gelten Studenten als Arbeitnehmer, die nebenher studieren. In diesem Fall zieht der Staat Sozialversicherungsbeiträge ein. Hat ein Student mehrere Jobs gleichzeitig, werden die Einnahmen zusammengerechnet. Kommt monatlich ein geringerer Betrag als 400 Euro zusammen, müssen ebenfalls keine Steuern und Sozialversicherungsbeiträge entrichtet werden. Detaillierte Informationen über diesen Themenkomplex erteilen unter anderen die Studentenwerke.

Bei der Rentenversicherung sieht es etwas anders aus. Verdient ein Student im Monat mehr als 400 Euro, wird er in jedem Fall zur Kasse gebeten. Aber auch wer monatlich weniger als 400 Euro einstreicht, besitzt ein Optionsrecht, freiwillig in die Rentenkasse einzuzahlen, um Ansprüche aus der gesetzlichen Rentenkasse zu erwerben. Das ist mit Blick auf die Zukunft garantiert kein Fehler. Wer sich hier intensiver informieren und beraten lassen möchte, kann sich an die Rentenberatungen der Landesversicherungsanstalt (LVA) oder Bundesversicherungsanstalt für Angestellte (BfA) wenden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ein_paar_euro_nebenbei_83.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>83</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:59:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Bankgeschäfte zum Nulltarif</title>
		<description><![CDATA[Sonderkonditionen für Studenten bei Kreditinstituten und Krankenkassen.]]></description>
		<text><![CDATA[Allzu viele Studenten, die über ein prall gefülltes Bankkonto verfügen und einen dicken Batzen Geld auf die hohe Kante legen können, finden sich an den Hochschulen nicht. Die meisten Studis müssen jeden Cent zweimal umdrehen, ehe sie ihn ausgeben, und Monat für Monat hart kalkulieren. Trotzdem: Ohne ein eigenes Konto kommt heutzutage niemand mehr aus. Sei es, um die finanzielle Unterstützung der Eltern und/oder die Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) zu verbuchen, oder um die Einkünfte aus einem Nebenjob einzustreichen. Fast alle Banken haben sich darauf eingestellt: Sie bieten den Studenten gebührenfreie Girokonten oder Girokonten mit Sonderkonditionen an. Einige Geldinstitute knüpfen daran die Bedingung, dass regelmäßig Überweisungen eingehen. Das dürfte im Normalfall aber kein Problem sein. Auch das Online-Banking können die Studenten bei fast allen Banken nutzen, ohne dafür Gebühren zahlen zu müssen. Die meisten Banken bieten bei einem kostenlosen Girokonto auch eine kostenlose EC-Karte an. Soll es darüber hinaus aber auch noch eine Kreditkarte sein, müssen die Studenten dafür in der Regel mit Kosten rechnen.

Grundsätzlich sind Studenten zu einer Kranken- und Pflegeversicherung verpflichtet. Wer aber noch keine 25 Jahre alt ist, bleibt über die Familienversicherung bei seinen Eltern mitversichert und muss keinen Beitrag zahlen. Männliche Studenten, die Wehr- oder Ersatzdienst abgeleistet haben, kommen ein Jahr länger in den Genuss dieser Regelung. Sie müssen also erst mit 26 Jahren selbst für die Krankenversicherung aufkommen. Allerdings zahlen Studenten, die älter als 25 beziehungsweise 26 Jahre sind, einen relativ günstigen Beitrag. Und Studis können sich unter bestimmten Umständen von der Zuzahlung für Medikamente oder Rehabilitations-Maßnahmen befreien lassen. Entsprechende Bescheinigungen stellen die Krankenkassen nach Prüfung der persönlichen finanziellen Situation aus. BAföG-Empfänger können zudem einen monatlichen Zuschuss beantragen. Nähere Informationen zur Krankenversicherung für Studenten erteilen die Krankenkassen.

Wer es finanziell hinbekommt, sollte auch während des Studiums ein paar Euro sparen. Banken und Versicherungen beraten über die verschiedenen Möglichkeiten, regelmäßig auch kleinere Beträge an die Seite zu legen. Wichtig für BAföG-Empfänger: Auch fest angelegtes Geld oder Guthaben zum Beispiel aus einem Bausparvertrag werden als Vermögen angerechnet und müssen bei der BAföG-Beantragung in jedem Fall angegeben werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/bankgeschaefte_zum_nulltarif_82.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>82</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:56:14</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Reibungslos starten!</title>
		<description><![CDATA[Praxis-Tipps
Ist das richtige Studienfach gefunden, stellen sich dem angehenden Studierenden eine Menge Fragen. Wie bewerbe ich mich? Was benötige ich für die Einschreibung? Wo informiere ich mich über Studieninhalte? STUDIInfo zeigt, was Studienplatzbewerber und Erstsemester beachten müssen.]]></description>
		<text><![CDATA[Bewerbung um einen Studienplatz
In den meisten Studiengängen können sich die angehenden Studierenden direkt bei der Hochschule bewerben. In nicht zulassungsbeschränkten Fächern ist das Verfahren ganz einfach: Man muss sich nur einschreiben und dabei lediglich die Immatrikulationsfristen beachten.
Immer häufiger aber werden besonders begehrte Studienplätze durch ein hochschulinternes Auswahlverfahren vergeben. Auch in diesem Fall muss man sich direkt bei der Hochschule bewerben. Das Vergabeverfahren variiert von Hochschule zu Hochschule. Informationen und Formulare für die Bewerbung gibt´s bei den Studierendensekretariaten und fast immer auch auf den Homepages der einzelnen Hochschulen.
Ist die Nachfrage bei einem Studiengang bundesweit höher als das Angebot, ist die Zulassung mit einem Numerus Clausus (NC) geregelt. In diesen Fällen läuft die Bewerbung über die Zentralstelle für die Vergabe von Studienplätzen (ZVS). Informationen über die betreffenden Studiengänge und die Zugangsvoraussetzungen erteilen die Hochschulen und natürlich die ZVS. Die Studienfächer sind ebenso im ZVS-Info zu finden wie ein Antragsformular. Besonders wichtig: Jeder Bewerber sollte sich - egal, für welches Fach er sich interessiert - frühzeitig informieren und beraten lassen.

Einschreibung
Ein Studienplatz ist erst sicher nach der Einschreibung. Die Immatrikulation wird - innerhalbeiner festgelegten Frist - beim Studierendensekretariat durchgeführt. Kann der Bewerber nicht selbst erscheinen, kann er eine andere Person, ausgestattet mit einer entsprechenden Vollmacht, beauftragen. In der Regel müssen der Personalausweis, der Nachweis der Hochschulzugangsberechtigung, ein Krankenversicherungsnachweis und, falls nötig, der Zulassungsbescheid der ZVS oder der Hochschule vorgelegt werden.

Studierendenausweis
Das Dokument mit einem aktuellen Stempel oder Aufkleber bekommt der Studi-Anfänger bei der Einschreibung. Der Ausweis muss bei der Nutzung von Hochschuleinrichtungen mitgeführt und auf Verlangen vorgezeigt werden. Gibt es an einer Hochschule ein Semesterticket, dient der Studentenausweis meist als Fahrkarte für öffentliche Verkehrsmittel. Für den Urlaub und andere Reisen empfiehlt sich ein Internationaler Studierendenausweis (ISIC). Der kann beim AstA oder in einigen Reisebüros beantragt werden.

Studienbuch/Studienordnung
Bei der Einschreibung wird dem Studi-Anfänger meist ein Studienbuch ausgehändigt, in dem er in jedem Semester die besuchten Vorlesungen, Seminare oder andere Lehrveranstaltungen einträgt. Die Studienordnung informiert detailliert über die Anforderungen, Fächerverteilungen und Stundenaufteilungen eines Studiengangs.

Vorlesungsverzeichnisse
Jede Hochschule gibt für ein Semester ein Vorlesungsverzeichnis heraus, in dem alle Lehrveranstaltungen aufgelistet sind. Detaillierter sind die in der Fachschaft oder im Institutssekretariat erhältlichen kommentierten Vorlesungsverzeichnisse. Dort werden alle fachspezifischen Veranstaltungen aufgeführt und mit einem kurzen informativen Kommentar sowie meist mit Literaturangaben versehen.

Einführungsveranstaltungen
Jeder Studi-Anfänger sollte das Angebot von Einführungsveranstaltungen - sofern sie nicht ohnehin verpflichtend sind - annehmen. Das können einmalige Veranstaltungen, aber auch Vorlesungen oder Seminare sein, in denen die Erstsemester umfassend über ihren Studiengang informiert werden.

Stundenplan
Die Studenten müssen sich den Semesterstundenplan selbst zusammenstellen. Ohne Zugangsbeschränkung und damit auch ohne Anmeldungspflicht sind in der Regel nur Vorlesungen. Entsprechende Listen hängen in den Instituten aus. Vor allem Studi-Anfänger machen häufig den Fehler, sich den Stundenplan zu voll zu packen. Beim Erstellen des Stundenplans helfen die Studienfachberater und die Fachschaften.

Bibliotheken
Ein Studium besteht zum größten Teil aus Lesen. Jede Hochschule bietet eine zentrale Bibliothek und kleinere Bibliotheken in den Instituten. Für die Nutzung wird ein Bibliotheksausweis benötigt. Viele Bibliotheken bieten zu Semesterbeginn Führungen an, in denen neben den Ausleihmodalitäten erläutert wird, wo welche Bücher zu finden sind. Erstsemester sollten diese Angebote unbedingt wahrnehmen.

Rückmelden
Nach jedem Semester müssen sich Studenten bei ihrer Hochschule zurückmelden, wenn sie weiterstudieren wollen. Die Rückmeldung muss innerhalb einer bestimmten Frist erfolgen, die vom Studierendensekretariat rechtzeitig mitgeteilt wird. An die Rückmeldung ist die Zahlung des Semesterbeitrags gekoppelt.

Meldepflicht
Wer während des Studiums umzieht, ist verpflichtet, sich bei den zuständigen Einwohnermeldeämtern an- beziehungsweise abzumelden. Außerdem muss dem Studierendensekretariat die neue Adresse mitgeteilt werden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/reibungslos_starten_81.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>81</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:52:04</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Traumland Neuseeland entdecken!</title>
		<description><![CDATA[Das Abi in der Tasche und was dann? Viele Schulabgänger möchten vor dem Start ihres Studiums oder ihrer Ausbildung internationale Arbeitserfahrung sammeln, ihre Fremdsprachenkenntnisse verbessern und faszinierende Länder und Menschen kennen lernen.]]></description>
		<text><![CDATA[Neuseeland zählt nicht erst seit dem Kinohit „Herr der Ringe“ zu den absoluten Traumzielen vieler junger Reisender. Das attraktive Work &amp; Travel Neuseeland-Programm der Bonner Organisation STEP IN ermöglicht allen Fernwehgeplagten einen längeren Aufenthalt in „God’s Own Paradise“, wie Neuseeland auch genannt wird. Junge Deutsche im Alter von 18 bis 31 Jahren können ein ganzes Jahr lang in Neuseeland arbeiten und sich so ihre Reisen finanzieren! STEP IN bietet seinen Teilnehmern einen Rundum- Service, inklusive Jobvermittlungsservice, Einführungsseminar im eigenen Büro vor Ort, Unterstützung bei der Visumsbeantragung, Hilfe bei der Wohnungssuche und umfassende Betreuung vor und während des Aufenthaltes. Wer eine Work &amp; Travel-Reise in Neuseeland plant, kann sich bei STEP IN schriftlich oder online für das Programm anmelden. Nähere Informationen zu diesem und anderen Programmen unter www.step-in.de!]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/traumland_neuseeland_entdecken_80.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>80</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:46:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Erholung vom Abistress</title>
		<description><![CDATA[Nix wie weg
Die Gelegenheit ist günstig, die Zeit zwischen dem Abitur und dem Start ins Studentenleben für einen schönen Urlaub zu nutzen. Auf Schüler und Studenten warten attraktive Angebote, die auch bei knapper Kasse für erholsame Ferien sorgen.]]></description>
		<text><![CDATA[Vom Abistress lässt sich am besten in der Fremde abschalten. Und auch den Studis kann zwischen Vorlesung, Hausarbeit und Nebenjob ein ausgedehnter Tapetenwechsel nicht schaden. Natürlich macht es Sinn, die Semesterferien für Praktika, das Verfassen der Semesterarbeit oder das Aufbessern des Kontos zu nutzen. Aber eine kleine Auszeit muss mal sein, schließlich ist die vorlesungsfreie Zeit lang genug, um auch ein bisschen die Seele baumeln zu lassen. Und auf die Motivation fürs Studium kann sich ein Trip ans Meer, in die Berge oder eine Weltstadt eigentlich nur positiv auswirken.

Auch wenn die Urlaubskasse nicht gerade prall gefüllt ist, muss es nicht immer nur Balkonien oder der Campingplatz sein. Tourismusunternehmen und Fluglinien locken mit Sondertarifen und umfassenden Rabatten. Dazu zählen auch Extrakonditionen bei Versicherungen wie Auslandskrankenversicherungen und Reiserücktrittsversicherungen. In fast jedem Reisebüro können sich Jugendliche und Studierende über die speziellen Angebote informieren. Auch im Internet findet sich eine Vielzahl von seriösen Anbietern. 

Die Reisebüro-Kette STA Travel zum Beispiel gehört zu den Unternehmen, die sich auf Jugendliche und vor allem auf Studenten spezialisiert und auch die Beratung auf diese Kundschaft ausgerichtet haben. Das Angebot umfasst nicht nur günstige Flüge und besondere Konditionen bei Abenteuertouren, Hostels- und Hotelbuchungen sowie Versicherungspakete, sondern bezieht sich auch auf den Service. „Unsere Mitarbeiter beraten die jungen Traveller auf einer Wellenlänge und bieten keine Standard-Trips an“, betont Britta Krämer von STA Travel. Ferner steht auf der Homepage ein Reiseforum zur Verfügung, in dem sich die Schüler und Studenten über Urlaubserfahrungen und Reiseerlebnisse austauschen können. Solche nützlichen und informativen Foren finden sich im Netz auch bei vielen anderen Anbietern.

Ganz wichtig: Vor einer Reise ins Ausland sollten sich Schüler und Studenten unbedingt einen Internationalen Studentenausweis (ISIC) besorgen. Der kostet zehn Euro und ist immer vom 1. September bis zum 31. Dezember des Folgejahres, also 16 Monate lang, gültig. Den ISIC gibt es in rund 500 Ausgabestellen in Deutschland. Nähere Auskünfte erteilen Reisebüros, die Studentenwerke und der AStA, der Allgemeine Studierendenausschuss, jeder Hochschule. Für die Beantragung sind lediglich eine Immatrikulationsbescheinigung oder ein Schülerausweis, der Personalausweis und ein Passbild nötig. Den Internationalen Studentenausweis dürfen Studierende und Schüler ab zwölf Jahren beantragen. Der ISIC ist weltweit in rund 100 Ländern gültig und ermöglicht Rabatte bei Flügen, Bahn- und Busfahrten, Unterkünften und Ermäßigungen sowie freien Eintritt für Kinos, Theater und andere Freizeitveranstaltungen.

Freizeit- und Urlaubsschnäppchen können Schüler und Studenten auch in Deutschland schlagen. Immer mehr Hotels und Hotelketten halten auch für Jugendliche und Studierende attraktive Angebote parat. Immer eine solide Adresse sind die Jugendherbergen, die Menschen in jedem Alter offen stehen. Dabei kommen nicht nur Einzelgäste, sondern auch Familien und Jugendgruppen auf ihre Kosten. Dafür aber muss man Mitglied im Jugendherbergswerk sein.

Verschiedene preislich attraktive Angebote macht auch die Deutsche Bahn - übrigens nicht nur für Schüler und Studenten. Neben Vergünstigungen bei der BahnCard lockt mit dem InterRail-Ticket ein Klassiker. Das europaweite Reisen zu einem Pauschalpreis richtet sich an Rucksacktouristen.

Und wer vielleicht doch ein schlechtes Gewissen bekommt, weil er trotz knapper Kasse oder vor sich hergeschobener Hausarbeit auf seinen Urlaub nicht verzichten möchte, dürfte mit einer Sprachreise gut bedient sein. Bei verschiedenen Anbietern lassen sich mit variabler Unterrichtsintensität prima Freizeit und die Vertiefung der Fremdsprachenkenntnisse verbinden. Bevor der Schüler oder Student eine solche Reise bucht, sollte er sich aber darüber im Klaren sein, wie intensiv er an einem Sprachkursus teilnehmen kann und möchte. Auch hier finden sich bei zig Anbietern für fast jeden Wunsch individuell zugeschnittene Angebote - natürlich auch für den schmalen Geldbeutel.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/erholung_vom_abistress_79.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>79</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:38:12</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Direkte Kontaktaufnahme</title>
		<description><![CDATA[Empfehlenswert]]></description>
		<text><![CDATA[Wer mit dem Gedanken spielt, in den Niederlanden zu studieren, sollte zwei Dinge unbedingt beherzigen: möglichst frühzeitig Informationen einholen und in jedem Fall den direkten Kontakt zu der oder den Wunschhochschulen aufnehmen. Mindestens ein Jahr vor Studienbeginn, am besten noch früher, sollte man sich eingehend zunächst über allgemeine Fragen zum Studium in den Niederlanden und anschließend über die speziellen Möglichkeiten und Angebote der in Frage kommenden Hochschulen beraten lassen - egal, ob es ein Vollstudium oder nur ein Abstecher von einem Semester sein soll. An vielen niederländischen Hochschulen muss man sich schon neun Monate vor Studienbeginn bewerben. Bis dahin sollten vor allem Fragen zur Finanzierung und zu etwaigen Zulassungsvoraussetzungen geklärt sein.

Informationen zum Studium in den Niederlanden erteilen die Akademischen Auslandsämter oder ähnliche Einrichtungen an den deutschen Hochschulen. Sie können in der Regel weitere Ansprechpartner nennen. Einen ersten Überblick, viele nützliche Hinweise und Tipps bekommen angehende Studenten auch im Internet. Zu den informativsten Seiten zählt www.studieren-in-holland.de. Auch die Homepage www.college-contact.com sollten Interessierte unbedingt anklicken. Gründlichere Informationen zum Bildungssystem, zu Austauschprojekten und internationalen Studiengängen gibt´s auf www.nuffic.nl. Auf www.hbo-raad.nl präsentiert die Vereinigung niederländischer Hochschulen allgemeine Studieninformationen. Diese beiden Seiten sind sowohl in niederländischer als auch in englischer Sprache verfasst.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/direkte_kontaktaufnahme_78.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>78</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:33:23</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren in den Niederlanden</title>
		<description><![CDATA[Attraktive Bedingungen
Warum nicht Amsterdam, Maastricht oder Arnheim? Es ist vielleicht etwas cooler, in London, Paris oder Barcelona zu studieren. Aber die sehr guten Hochschulbedingungen haben die Niederlande weltweit zur Nummer drei unter deutschen Studenten gemacht.]]></description>
		<text><![CDATA[Studierten 1993 noch knapp 2000 Deutsche an niederländischen Hochschulen, waren es 2002 schon 7700. Mittlerweile ist die Zahl auf über 9000 gestiegen. Es gibt gute Gründe, warum immer mehr Deutsche zum Studium ins Nachbarland wechseln. In den Niederlanden gibt es deutlich weniger Zulassungsbeschränkungen als in der Bundesrepublik. Fächer, auf denen in anderen Ländern ein hoher NC liegt, sind ohne Einschränkungen zu belegen. Viele Studiengänge werden als betont praxisorientiert gelobt. An immer mehr Hochschulen werden einige Fächer in englischer und zum Teil sogar in deutscher Sprache unterrichtet. Die geringen Abbrecherquoten dürften an der guten materiellen und vor allem an der guten personellen Ausstattung der Hochschulen liegen. Die Studenten gehen nicht in Massenveranstaltungen unter, sondern werden intensiv betreut. Und die Nähe zu Deutschland ist nicht nur für angehende Akademiker aus Nordrhein-Westfalen ganz sicher kein Nachteil: Die Auslandserfahrung wird den Lebenslauf später kräftig aufpolieren, trotzdem aber können die Studenten relativ häufig einen Abstecher nach Hause unternehmen.

Deutsche können in den Niederlanden ein Vollzeitstudium aufnehmen oder nur für ein oder zwei Semester dort studieren. Die Fächerauswahl wird immer größer. Und immer mehr niederländische Hochschulen bieten Bachelor- und Masterstudiengänge an, deren Abschlüsse europaweit anerkannt werden. Das Studienjahr beginnt stets zum Wintersemester am 1. September. Die Hochschullandschaft besteht aus eher wissenschaftlich orientierten „Unversiteiten“, eher praxisorientierten „Hogeschoolen“, die vergleichbar sind mit den deutschen Fachhochschulen, und „Internationaal Onderwijs“. An diesen internationalen Instituten wird überwiegend in Englisch gelehrt, dafür liegen die Studiengebühren aber meist sehr hoch.

Das Angebot für ausländische Studenten an den niederländischen Hochschulen ist breit gefächert. Neben den Wirtschaftsfakultäten steht bei den Deutschen der Studiengang Psychologie hoch im Kurs, weil der anders als in Deutschland in der Regel keinen Zulassungsbeschränkungen unterliegt. Außerdem sind neben Sozialpädagogik Fächer wie Ergotherapie beliebt, die an deutschen Hochschulen gar nicht belegt werden können. Im Gesundheits- und Sozialwesen hat sich die Hogeschool van Arnhem en Nijmegen einen guten Namen gemacht. Zu den Unis mit internationalen Wirtschaftsstudiengängen gehören die Universiteit Amsterdam, die Universiteit Maastricht und die Erasmus Universiteit Rotterdam. Wirtschaftsstudiengänge in Englisch bieten zum Beispiel dieHogeschool voor Economische Studiens Amsterdam und die Haagse Hogeschool an.

Die deutsche Hochschulzugangsberechtigung wird in den Niederlanden akzeptiert. Mit der Fachhochschulreife darf man aber nur an den Hogeschoolen studieren. Bewerbungen können in den meisten Fällen direkt an die Hochschulen gerichtet werden. Häufig wird eine frühe Bewerbung bereits im Dezember des Vorjahres gewünscht, zum Teil können sich die ausländischen Studenten aber auch noch im April oder in Ausnahmefällen sogar im August bewerben. Über die Fristen geben die einzelnen Hochschulen Auskunft. Das gilt auch für die erforderlichen Sprachkenntnisse. Auch wenn es exotische Hochschulen gibt, zum Beispiel in Venlo und Enschede, in denen in Deutsch unterrichtet wird, werden die meisten Studiengänge selbstverständlich in Niederländisch angeboten. Ausreichend sind in der Regel Kenntnisse auf dem so genannten Niveau NT 2. Das bedeutet, dass der Bewerber die Sprache lesen, sprechen und schreiben kann. In den Hogeschoolen sind die Anforderungen etwas lockerer. Der Nachweis von Sprachkenntnissen kann in vielen Fällen auch zu einem späteren Zeitpunkt – natürlich aber vor dem Beginn des Studiums – nachgereicht werden. So bleibt Zeit, den nötigen Schein in einem Kursus zu erwerben.

Unbedingt sollten sich deutsche Interessenten auch erkundigen, ob als Zugangsvoraussetzung bestimmte Schwerpunkt-Fächer in der Schule verlangt werden.

In der Bundesrepublik werden Studiengebühren derzeit heiß diskutiert. In den Niederlanden gehören sie schon zum Hochschulalltag: Knapp 1500 Euro sind pro Studienjahr zu bezahlen. Wer aber eine EU-Staatsbürgerschaft besitzt, noch keine 30 Jahre alt ist und in den Niederlanden ein Bankkonto führt, bekommt mehr als 800 Euro erstattet. Neben Stipendien gibt es verschiedene Möglichkeiten der finanziellen Förderung, zum Beispiel durch ein Auslands-BAföG oder eine ähnliche Unterstützung von den niederländischen Behörden. Der finanzielle Aufwand für ein Studium im Nachbarland sollte nicht unterschätzt werden, weil die Lebenshaltungskosten in den Niederlanden etwas höher als in Deutschland sind – nicht nur in Ballungsgebieten wie Amsterdam.

Studierende sind auch in den Niederlanden nicht von der Krankenversicherungspflicht befreit. Wer aber in Deutschland pflichtversichert ist, hat in der Regel keinen finanziellen Nachteil. Auf der Grundlage des Sozialversicherungsabkommens innerhalb der Europäischen Gemeinschaft stellt die deutsche Krankenkasse einen Anspruchsnachweis aus, mit der sich der deutsche Studierende bei der niederländischen Gebietskrankenkasse anmeldet. Das ist jedenfalls kein Grund, die hervorragenden Studienbedingungen in den Niederlanden nicht nutzen zu können.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_in_den_niederlanden_77.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>77</guid>
		<pubdate>2007-08-23 14:03:30</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Von Landeskindern und Studienkonten</title>
		<description><![CDATA[Einführung von Studiengebühren
Kein Thema an den Hochschulen und in der Bildungspolitik wird derzeit heißer diskutiert als die Einführung von Studiengebühren. Weil die Länder einzeln entscheiden und die Debatten gerade erst beginnen, ist noch völlig offen, ob und in welcher Höhe künftig Bildungsabgaben erhoben werden.]]></description>
		<text><![CDATA[Mit dem Beschluss vom 26. Januar dieses Jahres zur Aufhebung des Studiengebührenverbots hat das Bundesverfassungsgericht eine Diskussionslawine losgetreten. Schlüssige seriöse Konzepte hat bislang noch niemand aus der Schublade gezaubert. Die angehenden Studierenden können derzeit nur abwarten, wo das Gratis-Studium - wenn überhaupt - auch in den kommenden Jahren noch möglich sein wird. Die Bildungspolitik ist Ländersache, der Bund kann nur ein Hochschulrahmengesetz vorgeben. Die Umsetzung sieht in jedem Bundesland anders aus. Bislang gab es das zeitlich unbegrenzte kostenlose Studium nur noch in Berlin, Brandenburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern. Wenn die Regelstudienzeit um einige Semester überschritten wird, erheben Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Niedersachsen, das Saarland, Sachsen-Anhalt und Thüringen Langzeitstudiengebühren. Diesen Abgaben entspricht das Modell der Studienkonten, das in Bremen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz eingeführt wurde. Fürs Zweitstudium müssen Studierende heute bereits in Bayern, Sachsen, Hessen und NRW blechen.

Die Gebühren müssen vor Beginn des Semesters, also bei der Einschreibung beziehungsweise Rückmeldung, bezahlt werden. Es gilt als sicher, dass vor 2006 keine weiteren Abgaben erhoben werden. Alles andere wird in den kommenden Monaten eifrig diskutiert. Angehenden Akademikern bleibt nichts anderes übrig, als die Entscheidungen abzuwarten und sich bei den Beratungsstellen der Hochschulen auf dem Laufenden zu halten. Wer sich vor bösen Überraschungen schützen will, sollte bei der Finanzierungsplanung eines Studiums Gebühren in Betracht ziehen. In der Diskussion sind Summen von 500 bis 2500 Euro pro Semester. Baden-Württemberg, Bayern, Niedersachsen und Hamburg wollen allgemeine Studiengebühren einführen. Bremen, Rheinland-Pfalz und Schleswig-Holstein überlegen, nur so genannten Landeskindern ein kostenloses Studium zu ermöglichen. Studierende aus anderen Bundesländern sollen zahlen. Im Gespräch ist das „Schweizer Modell“, nach dem das Land, in dem der Studierende vor dem Beginn der Hochschulausbildung seinen Wohnsitz hatte, für die Kosten aufkommt. Unterschiede könnte es aber nicht nur zwischen den Ländern, sondern auch zwischen den einzelnen Hochschulen und Studiengängen in einem Bundesland geben.

Großer Knackpunkt ist die Frage der Finanzierung. Um allen Abiturienten ein Studium zu ermöglichen, sind Darlehen mit staatlichen Zuschüssen unumgänglich. Aber die öffentlichen Kassen sind leer. Und wer sichert die Rückzahlung? Wer treibt das Geld später ein? Im Bundesbildungsministerium wird betont, dass das BAföG in jedem Fall beibehalten werden soll. Derzeit erhält ungefähr jeder vierte Student in der Regelstudienzeit den Bildungskredit.

Die Gegner von Studiengebühren befürchten soziale Ungerechtigkeiten. Ihre These: Nur die Kinder vermögender Eltern könnten sich künftig noch ein Studium leisten. Ein Darlehen sei eine zu hohe Hypothek für die Zeit nach dem Studium. Es könne ein Abschreckungseffekt eintreten, in dessen Folge immer weniger ausgebildete Fachkräfte für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Außerdem treibt die Gegner die Sorge um, dass das Geld nicht in vollem Umfang den Hochschulen zugute kommt, sondern im Landeshaushalt versickert, um in anderen Bereichen Löcher zu stopfen. Sie fürchten, dass sich der Staat mehr und mehr aus der Hochschulfinanzierung zurückzieht. Und weil Unterschiede zwischen den Bundesländern unvermeidlich seien, würde sich die Wahl des Studienfaches nicht nach der Qualität der Ausbildung, der Forschungsmöglichkeiten oder der persönlichen Eignung richten, sondern nur noch nach finanziellen Aspekten.

Die Befürworter von Studiengebühren beklagen eine ganz andere Ungerechtigkeit: Das Studium wird in erster Linie aus den Steuergeldern von Nicht-Akademikern bezahlt, aber Akademiker verdienen im Schnitt im Laufe ihres Beruflebens deutlich mehr. Die Hochschulen müssen qualitativ verbessert werden, dafür aber fehlt das Geld. Die Länder sind klamm. Mit den Mitteln aus den Studiengebühren könnten die Hochschulen ihre Angebote aufpolieren und müssten sie gleichzeitig auf den Bedarf der Studierenden zuschneiden, da diese ja schließlich zahlen. Werden die Hochschulbedingungen und die Lehrangebote verbessert, könnten die angehenden Akademiker kürzer studieren, schneller in den Beruf gehen und somit mehr Geld verdienen. Bedingungen: Die Hochschulen dürfen vom Staat nicht weniger Geld als heute bekommen, und die Studiengebühren müssten zu einhundert Prozent den Hochschulen zur Verfügung stehen. Nur so könnten die Abgaben die genannten Effekte erzielen. Selbstverständlich betonen auch die Befürworter, dass die Studiengebühren niemanden vom Studium abschrecken dürfen. Dafür fordern sie verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten, wie BAföG, Kreditsysteme und Stipendien. 

Die Diskussionen werden in den kommenden Monaten unvermindert auf Hochtouren laufen. Eines steht aber bereits jetzt: Nicht nur Abiturienten werden die Debatten mit Spannung verfolgen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/von_landeskindern_und_studienkonten_76.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>76</guid>
		<pubdate>2007-08-23 13:58:19</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Chancen sind deutlich besser“</title>
		<description><![CDATA[Duale Ausbildung
Im Bundesverband Deutscher Verwaltungs- und Wirtschafts-Akademien mit Sitz in Frankfurt/Main sind die Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien der Bundesrepublik Deutschland zusammengeschlossen.]]></description>
		<text><![CDATA[Die Geschäftsführerin des Bundesverbandes Dr. Diana Reuter erklärt, welche persönlichen Voraussetzungen die Bewerber mitbringen sollten und welche Chancen die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt haben.

Welche fachlichen Voraussetzungen sollten Bewerber für einen dualen Ausbildungsgang mitbringen?
Zum Studium kann zugelassen werden, wer die allgemeine oder fachgebundene Hochschulreife besitzt, wer mit einer geeigneten Ausbildungsstätte einen Ausbildungsvertrag abgeschlossen hat, der den von der Akademie aufgestellten Grundsätzen entspricht, und wer von dieser Ausbildungsstätte bei der Akademie zum Studium angemeldet wird.

Wie sieht es mit den persönlichen Voraussetzungen aus?
Ausschlaggebend für die Unternehmen ist erst einmal nur das Zeugnis des Bewerbers. Man muss als Abiturient sehr gut organisieren können, weil man in der dualen Ausbildung wenig Zeit hat. Die Studierenden haben eine Sechs-Tage-Woche. Sie müssen Berufsausbildung und Studium unter einen Hut bringen, außerdem soll ja noch ein bisschen Freizeit bleiben, um abschalten zu können.

Gibt es Berufsfelder und -wünsche, bei denen Sie Abiturienten von der Wahl einer dualen Ausbildung abraten würden?
Nein, die gibt es nicht.

Es gibt in der Bundesrepublik eine ganze Fülle von Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien. Sind die Unterschiede zwischen den Bundesländern und zwischen den einzelnen Akademien groß?
Die Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien werden nach einheitlichen Grundsätzen, die einen Rahmen-Studienplan, eine Rahmen-Prüfungsordnung und Rahmen-Studienordnung umfassen, organisiert. Die zu uns gehörenden Berufsakademien müssen die landesgesetzlichen Rahmenbedingungen für Berufsakademien befolgen. Da wir an diesen Gesetzen maßgeblich mitgewirkt haben, sind die Anforderungen unseres Bundesverbandes demzufolge berücksichtigt.

Viele Bewerber klagen, dass zu wenige Plätze für einen dualen Ausbildungsgang angeboten werden. Wird sich die Zahl in der
nahen Zukunft merklich erhöhen?
Die Unternehmen stellen die Ausbildungsplätze für die duale Abiturientenausbildung zur Verfügung, so dass die Akademien, die zuständig sind für das wissenschaftliche Studium, keinen direkten Einfluss darauf nehmen können.

Was ist Ihre persönliche Einschätzung: Wird sich die Zahl in Zukunft erhöhen und sich das Modell damit noch stärker etablieren?
Wir haben ungeheuer viele Anfragen für ein Studium. Die Nachfrage ist groß, aber das Angebot reicht nicht aus. Die Unternehmen müssen die Ausbildung auch bezahlen können. Ist ein Unternehmen von dem Modell überzeugt, wird sich die Zahl der Plätze in Zukunft mit Sicherheit erhöhen.

Wie sind die Chancen auf dem Arbeitsmarkt, wenn jemand nach einem kombinierten Ausbildungsgang von dem Unternehmen nicht übernommen wird?
Auf alle Fälle sind die Chancen mit der Kombination von Berufsausbildung und wissenschaftlichem Studium deutlich besser, als wenn man nur eine Berufsausbildung oder nur ein reines Vollzeit-Studium abgeschlossen hat. Die Absolventen beherrschen die Grundsätze der beruflichen Praxis und die Grundsätze der wissenschaftlichen Arbeitsweise. Das wird auf dem Arbeitsmarkt anerkannt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/chancen_sind_deutlich_besser_75.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>75</guid>
		<pubdate>2007-08-23 13:47:16</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Kompakt, effizient und Erfolg versprechend</title>
		<description><![CDATA[Duale Ausbildung
Diese Frage hat schon so manchem Schüler den Schlaf geraubt: Soll ich nach dem Abitur direkt in den Beruf einsteigen oder soll ich studieren? Eine kompakte Alternative mit glänzenden beruflichen Perspektiven ist die duale Ausbildung.]]></description>
		<text><![CDATA[Viele Unternehmen bieten Abiturienten die Möglichkeit, eine betriebliche Ausbildung mit einem Studium an einer Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie zu kombinieren. Diese Plätze sind rar. Auch wenn auf die Absolventen eine kompakte und anstrengende Ausbildung wartet, sind die Stellen heiß begehrt und die Bewerberzahlen entsprechend hoch. Aus gutem Grund: Die Studierenden haben nach drei, in einigen wenigen Fällen auch schon nach zwei Jahren einen fundierten Abschluss in der Tasche und verdienen während des Studiums ihr eigenes Geld. Auf dem Arbeitsmarkt sind die Absolventen der Akademien gefragt, weil sie sowohl über theoretische Kenntnisse als auch praktische Erfahrungen verfügen und als belastbar gelten. Oft werden sie nach Beendigung der Ausbildung von ihrem Betrieb übernommen und haben dort nicht die allerschlechtesten Aufstiegschancen.

Vor allem in den Berufsfeldern Betriebswirtschaft, Verwaltung, Ingenieurwesen sowie Pflege und Gesundheit werden diese Studiengänge angeboten. Die Ausbildung mit angeschlossenem Studium wird fast immer mehrstufig aufgebaut. Neben einem berufsqualifizierenden Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf legen die Absolventen einen BA/VWA-Diplomabschluss mit dem Zusatz VWA oder BA ab, zum Beispiel Betriebswirt (VWA) oder Betriebswirt (BA). Absolventen der Akademien können in Europa und den USA einen Aufbaustudiengang als MBA (Master of Business Administration) belegen.

Die Interessenten einer dualen Ausbildung adressieren ihre Bewerbungen meist direkt an die Unternehmen, die einen oder mehrere Kandidaten auswählen und diese bei der Akademie anmelden. Aus- und Weiterbildung auf universitärem Niveau wird in mehr als 100 Städten von Berufs-, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien angeboten - von Kiel bis Garmisch-Partenkirchen und von Aachen bis Frankfurt/Oder. Träger sind in der Regel Industrie- und Handelskammern, Unternehmensverbände, Gemeinden und Gemeindeverbände, zum Teil Länder und vereinzelt auch private Unternehmen sowie Verbände.

Schule dürfte eine Kooperation in Münster machen: Die dortige Fachhochschule und die Westfälische Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) bieten den in NRW ersten dualen Bachelor-Studiengang Betriebswirtschaft an. Das mit einer betrieblichen Berufsausbildung kombinierte dreieinhalbjährige Studium richtet sich an Abiturienten. Mit dem Bachelor of Arts bietet die VWA Münster ihren Studierenden einen staatlich anerkannten Hochschulabschluss, der ihnen einen Zugang zu weiterführenden Master-Studiengängen eröffnet. Das Studium umfasst sieben Semester und führt parallel zum IHK-Berufsabschluss nach drei Semestern sowie zum Betriebswirt (VWA) nach sechs Semestern.

Die Angebote in den Unternehmen fast aller Branchen sind interessant und äußerst vielschichtig. Bei Audi beispielsweise werden in diesem Jahr insgesamt 15 BA-Studenten eingestellt. Vier werden zu Betriebswirten in verschiedenen Fachrichtungen ausgebildet, elf zu Ingenieuren in den Fachrichtungen Mechatronik und Fahrzeugelektronik. Zu den Anforderungen an die Bewerber gehört ein Abitur mit mindestens der Gesamtnote „gut“. „Zusätzlich laden wir die uns geeignet erscheinenden Bewerber zu einem Eignungstest und einem Assessment-Center ein“, erklärt Hans-Peter Faber, der Leiter Bildungswesen der Audi AG. Kriterien für die Auswahl sind dann unter anderem Internationalität, Teamfähigkeit, Motivation, Präsentations- und  Argumentationsverhalten.

Am BA-Studium schätzt Audi vor allem die flexiblen Angebote der Berufsakademie und die Kürze der Ausbildung. „Die Studierenden sind frühzeitig in Unternehmensprozesse und Unternehmensphilosophie eingebunden. Eine spätere Einarbeitung am Arbeitsplatz ist so in der Regel nicht mehr notwendig“, betont Hans-Peter Faber. Die Chancen, nach dem dualen Ausbildungsgang beim Autobauer aus Ingolstadt bleiben zu dürfen, sind groß. „Es bestehen gute Aussichten, nach erfolgreich beendetem Studium und ordentlichen Leistungen in den Praxisphasen übernommen zu werden“, sagt Faber. „Die bisherige Erfahrung zeigt, dass etwa 90 Prozent der Teilnehmer einen Arbeitsvertrag angeboten bekommen haben.“ Das ist keine schlechte Quote!

Insgesamt 123 Plätze für duale Studiengänge mstellt die Deutsche Telekom in 2005 zur Verfügung: 30 Stellen für den Studiengang Bachelor of Arts in Business Administration, 30 für Bachelor of Engineering in Telekommunikationsinformatik und die andere Hälfte für verschiedene Studiengänge wie zum Beispiel Wirtschaftsinformatik oder Informationstechnik. Von den Bewerbern erwartet der ehemalige Staatskonzern neben anderen Voraussetzungen ein gutes Abitur beziehungsweise eine gute Fachhochschulreife, gute Englischkenntnisse und die Bereitschaft zu bundesweiter Mobilität. „In diesem Ausbildungsmodell erwarten wir nach erfolgreich abgeschlossenem Studium eine hohe Einsatzreife und die Möglichkeit einer übergangslosen Mitarbeit“, betont Klemens Hansert von der Telekom.

Aber nicht nur die großen Konzerne bieten einen Kombipack aus betrieblicher Ausbildung und Studium an, sondern auch viele mittelständische Unternehmen wie die Winkhaus Gruppe, ein Familienunternehmen mit Sitz in Telgte bei Münster. Die weltweit agierende Unternehmensgruppe mit einer 150-jährigen Firmengeschichte hat sich auf Fenstertechnik, Türtechnik und Automation spezialisiert. Sie bildet jährlich zwei bis drei Betriebswirte mit integrierter Ausbildung zum Industriekaufmann aus, einen Diplom-Ingenieur Maschinenbau (FH) mit integrierter Ausbildung zum Werkzeugmechaniker und einen Diplom-Ingenieur Mechatronik (FH) mit integrierter Ausbildung zum Mechatroniker.

Die Bewerber sollten ein gutes Abitur (bei Interesse an einer betriebswirtschaftlichen Ausbildung ist ein Wirtschaftsabitur von Vorteil), Fremdsprachenkenntnisse, überdurchschnittliches Engagement und Sozialkompetenz vorweisen können. „Von der Verknüpfung von Theorie und Praxis versprechen wir uns praktisch ausgebildete Arbeitnehmer, keine Theoretiker ohne Berufserfahrung. Spätere Vakanzen können so problemlos aus den eigenen Reihen besetzt werden“, erläutert Dominik Hinzen, der Pressesprecher der Winkhaus Gruppe. Das Unternehmen bietet nach der Ausbildung eine Garantieübernahme für drei Monate. „Bei guten praktischen und theoretischen Leistungen“, so Dominik Hinzen, „sind die Übernahmechancen sehr gut.“ 

Eine eigene Variante zur dualen Ausbildung hat die BMW Group entwickelt. Mit dem Nachwuchs-Förderungs-Programm (NFP) bietet der Münchener Autobauer ein werk- und niederlassungsübergreifendes Programm, das ein Fachhochschulstudium mit einer integrierten Berufsausbildung verbindet und fünf Jahre dauert. Für die 75 Plätze im Jahr gibt es elf Studien- und Ausbildungskombinationen, davon 70 Prozent für Ingenieure, 20 Prozent für Informatiker und zehn Prozent für internationale BWLer.

Nach der Berufsausbildung, die in zwei Varianten in der Konzernzentrale und in einer Niederlassung durchgeführt wird, und einem „Auslandseinsatz“ an einem der Standorte der BMW Group schließt sich ein FH-Studium an. Die Diplomarbeit wird im Konzern geschrieben. Die Bewerber dürfen zu Beginn des NFP nicht älter als 22 Jahre sein und müssen das Abitur oder die Fachhochschulreife mit guter Note abgeschlossen haben.

„Unsere Zielsetzung ist die Ausbildung exzellenter Nachwuchskräfte mit hoher Akzeptanz im Unternehmen sowie hoher Firmenloyalität mit Fokus auch auf Zusatzqualifikationen“, erklärt Martina Hatzel von der Unternehmenskommunikation der BMW Group. Neben der Praxis- und Leistungsorientierung wird großer Wert auf die internationale Ausrichtung gelegt. Die Doppelqualifikation soll unternehmensweit einen einheitlichen Qualitätsstandard sichern. Auch bei BMW können sich die Absolventen der dualen Ausbildung berechtigte Hoffnungen machen, einen Anschlussvertrag unterschreiben zu dürfen. Martina Hatzel betont: „Das NFP existiert seit über 13 Jahren und besitzt sehr hohe Akzeptanz im Unternehmen, so dass nahezu alle Absolventen übernommen werden.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/kompakt_effizient_und_erfolg_versprechend_74.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>74</guid>
		<pubdate>2007-08-23 13:31:24</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Weniger Abbrüche bei Bachelor und Master “</title>
		<description><![CDATA[Erfolgversprechend!
Warum tun sich einige Hochschulen noch schwer bei der Umstellung auf die neuen Studienabschlüsse? Werden Bachelor und Master auf dem Arbeitsmarkt bereits anerkannt? STUDIInfo hat sich mit Dr. Florian Buch vom Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) über die neuen Hochschulabschlüsse unterhalten.]]></description>
		<text><![CDATA[Das CHE ist eine gemeinnützige und unabhängige Organisation, mit Sitz im nordrhein-westfälischen Gütersloh, die 1994 von der Bertelsmann Stiftung und der Hochschulrektorenkonferenz als GmbH gegründet wurde. Es versteht sich als „Reformwerkstatt für das deutsche Hochschulwesen“.

Wie läuft aus Ihrer Sicht die Einführung der neuen Studiengänge?
Mit der Einführung der neuen Studiengänge packen die Hochschulen eine fundamentale Reform an. Vielerorts geschieht das mit großer Entschlossenheit und interessanten Konzepten. Auch auf der politischen Ebene ist der Wille zur Durchführung einer sinnvollen und notwendigen Strukturveränderung deutlich erkennbar. Insofern schreitet die Einführung der neuen Studiengänge gut voran und ihre Akzeptanz wächst schon jetzt stetig.

Die Umstellungen verlaufen an den einzelnen Hochschulen sehr unterschiedlich. Warum tun sich einige Hochschulen noch schwer?
Abgesehen davon, dass noch nicht alle Hochschulen die Vorteile der neuen Studienstruktur erkannt haben, fordert die Umstellung in der Tat viel Kraft. Gerade durch die stärkere Curricularisierung (organisatorische und inhaltliche Strukturierung des Studiums, Anm. der Red.) und Modularisierung - und das sind zentrale Vorteile der neuen Studienstruktur - ist eine größere Planungsnotwendigkeit entstanden als bisher. Aber auch die Einführung innovativer Studienangebote ist vielfach mit der Umstellung verbunden: Das Angebot wird profilierter, differenzierter und vielfach auch interdisziplinärer. Zudem brauchen die Hochschulen mehr Gestaltungsfreiheit, was etwa die Kapazitätsplanung betrifft, damit die Betreuung intensiviert werden kann.

Was antworten Sie auf die Kritik, Bachelor- und Masterstudiengänge seien nur zerstückelte Diplom- oder Magisterstudiengänge?
Ein sorgfältig geplanter Bachelorstudiengang ist ein eigenständiges und in sich geschlossenes Studienangebot. Straffungen und Konzentration einerseits, Praxisorientierung und Strukturierung andererseits zeichnen solche Angebote aus. Außerdem muss ja beim Bachelor noch nicht Schluss sein mit dem Lernen. Eine weitere Vertiefung kann entweder unmittelbar nach dem Studium oder - besser noch - im Anschluss an eine erste Phase der Berufstätigkeit erfolgen. Hier liegt auch eine wichtige Mobilitätsschnittstelle, sowohl disziplinär als auch was den Studienort betrifft.

Können die relativ kurzen Bachelor-Studiengänge die heute in einigen Fächern sehr hohe Abbrecherquote senken?
Erste Erfahrungen zeigen, dass die Abbrecherquoten in den Bachelorstudiengängen erheblich niedriger sind als in den alten Studiengängen. Außerdem erfolgt ein Abbruch - wenn er denn doch stattfindet - in aller Regel erheblich früher, so dass weniger Zeit verloren geht. Das ist nicht zuletzt ein Effekt der besseren Strukturierung und der Leistungskontrolle durch studienbegleitende Prüfungen. Aber natürlich trägt hierzu auch die überschaubare Studiendauer bei. Noch besser wird es, wenn erst die Betreuungsrelationen günstiger werden.

Können Sie den Studenten die Verunsicherung nehmen, dass die neuen Abschlüsse auf dem Arbeitsmarkt noch nicht angemessen anerkannt werden?
Einerseits haben eine ganze Anzahl wichtiger Wirtschaftsunternehmen erklärt, dass sie an diesen Absolventen interessiert sind. Das zeigt etwa der Erfolg der Kampagne „Bachelor Welcome“. Andererseits zeigen auch erste Studien, dass die Chancen der Absolventen von Bachelorstudiengängen keineswegs schlecht sind.



Info-Adressen zu Bachelor und Master

Im Internet findet sich eine ganze Fülle von Informationsmaterial über die neuen Studienabschlüsse Bachelor und Master. Wichtige Quellen sind die Homepages der einzelnen Hochschulen. Dort sind in der Regel Veröffentlichungen und Informationen über die neuen Studiengänge sowie Literaturhinweise aufgelistet. Die Universitäten und Fachholschulen geben vor allem Auskunft über ihre eigenen Bachelor- und Masterangebote. Hier eine Liste von wichtigen Internetadressen mit allgemeinen Infos zu Bachelor und Master sowie weiterführenden Literaturverzeichnissen:

www.wege-ins-studium.de
Netzwerk von der Bundesagentur für Arbeit, dem Bundeselternrat, dem Bundesministerium für Bildung und Forschung, den Deutschen Studentenwerken, der Hochschulrektorenkonferenz und der Kultusministerkonferenz, u.a. auch für Abiturienten.

www.studis-online.de
Umfangreiches privates Informationsangebot für Studenten, speziell für Studienanfänger.

www.hrk.de
Seite der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), der „Stimme der Hochschulen“.

www.bmbf.de
Homepage des Bundesministeriums für Bildung und Forschung.

www.hochschulkompass.de
Informationsangebot der Hochschulrektorenkonferenz über alle deutschen Hochschulen, deren Studienangebote und internationale Kooperationen.

www.studentenwerke.de
Seite der Deutschen Studentenwerke (DSW), eines freiwilligen Zusammenschlusses der Studentenwerke in der Bundesrepublik Deutschland.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/weniger_abbrueche_bei_bachelor_und_master__73.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>73</guid>
		<pubdate>2007-08-23 12:16:37</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Master oder Magister - das ist hier die Frage</title>
		<description><![CDATA[Die neuen Studienabschlüsse
Wenn das Wunschfach gefunden ist, muss man sich doch eigentlich nur noch die passende Hochschule aussuchen und möglichst schnell einen Studienplatz ergattern. Ganz so einfach ist das nicht mehr. Viele angehende Studenten stehen heute noch vor einer anderen kniffligen Wahl: Sollen sie sich für die alten oder doch schon lieber für die neuen Studiengänge einschreiben? Diplom beziehungsweise Magister oder Bachelor und Master?]]></description>
		<text><![CDATA[Nur noch fünf Jahre, dann sollen die alten Abschlüsse der Vergangenheit angehören. Bis 2010 wird die deutsche Hochschullandschaft komplett umgekrempelt. Vermutlich wird in einzelnen Fachrichtungen den Hochschulen noch ein Hintertürchen offen gelassen, um den Start der umfassenden Reform etwas hinauszuzögern. Aber fest steht: Bachelor und Master werden die Studiengänge Diplom und Magister ersetzen. Nur das Staatsexamen bleibt voraussichtlich in Rechtswissenschaft und Medizin sowie in einigen Bundesländern eventuell auch in der Lehrerausbildung bestehen. Die Reform wird auch gerne mit dem Schlagwort „Bologna-Prozess“ tituliert. Der Grund: In der italienischen Stadt verständigten sich 1999 die Bildungsminister aus 29 europäischen Ländern auf ein einheitliches Studiensystem - auf die Schaffung eines einheitlichen europäischen Hochschulraumes. Seit der Nachfolgekonferenz im September 2003 in Berlin sitzen 40 Staaten mit im Bildungsboot. Kernpunkt der Vereinbarungen: Es gibt einheitliche Hochschulabschlüsse, den Bachelor und den Master. Ein Bachelor- Studiengang soll sechs bis acht Semester, also drei bis vier Jahre, ein darauf aufbauender Master-Studiengang in der Regel vier Semester (zwei Jahre) dauern.

Die neuen Abschlüsse sollen europaweit nach den gleichen Kriterien verliehen werden, um die internationale Vergleichbarkeit zu erhöhen. „Das System zweistufiger Studiengänge ist für Deutschland in großen Teilen neu, aber international üblich. Wir wissen aus der Vergangenheit, dass unser traditionelles einstufiges System im Ausland nicht immer verstanden wurde und deshalb Anerkennungsverfahren schwierig waren“, betont Dr. Christiane Ebel-Gabriel, die Generalsekretärin der Hochschulrektorenkonferenz (HRK). Zudem sollen die Studieninhalte gestrafft und klar strukturiert werden. Mit der Neugestaltung soll die Qualität des Studiums verbessert und, so heißt es im Fachjargon, „die Mobilität gefördert“ werden. Im Klartext: Die Studierenden können problemloser zwischen den einzelnen deutschen Hochschulen und auf eine ausländische Hochschule wechseln.

Der Bachelor ist der erste akademische Titel in diesem System und qualifiziert den Absolventen bereits für einen Beruf. Der Studiengang vermittelt Grundlagen für eine wissenschaftliche Ausbildung, ist in der Regel aber praxisbezogen und orientiert sich im Idealfall bereits am künftigen Berufsbild. Das Master-Studium kann nach einem abgeschlossenen Bachelor-Studiengang aufgenommen werden. Es dient dazu, die wissenschaftliche Ausbildung zu vertiefen und das Fachwissen zu erweitern. Ein Master-Studium bereitet auf eine Tätigkeit an einer Hochschule und auf Berufe vor, für die eine fundierte wissenschaftliche Ausbildung benötigt wird. Daran anschließen kann sich die Promotion, der Erwerb eines Doktortitels.

Der Lernstoff in den neuen Studiengängen wird nach Modulen gegliedert. Anders als in dem bisherigen System, in dem Lehrveranstaltungen meist über ein Semester gingen, werden sie in Bachelor- und Master-Studiengängen zu inhaltlich zusammenhängenden Veranstaltungsblöcken ausgeweitet, die in der Regel über zwei Semester laufen und sich aus mindestens zwei Lehrveranstaltungen - zum Beispiel einer Vorlesung und einem Seminar - zusammensetzen. Dabei werden kontinuierlich von den Studenten Leistungsnachweise verlangt, meist in Form von Klausuren. Die großen Abschlussprüfungen wie bei Diplom- und Magister-Studiengängen fallen dafür weg.

Neu ist auch, dass so genannte Credit Points verteilt werden. Die europaweit gültigen Leistungspunkte beziehen sich auf den Arbeitsund Zeitaufwand, die ein Hochschüler inklusive Vor- und Nachbereitung für eine Lehrveranstaltung investieren muss, und werden das komplette Studium über gesammelt. Weil europaweit das European Credit Transfer and Accumulation System (ECTS) eingeführt wird, können die Leistungen und der Wissensstand der einzelnen Studenten besser verglichen und ein Hochschulwechsel erleichtert werden.

Den Studierenden bieten sich drei Möglichkeiten der akademischen Ausbildung: Sie können nach dem Bachelor-Studium direkt in den Beruf gehen, einen inhaltlich anschließenden Master („konsekutiv“) oder einen fachlich verschiedenen Master („nicht konsekutiv“) erwerben oder nach dem Bachelor erst Berufserfahrungen sammeln und dann ein Master-Studium einschieben. „Das ist ein wichtiger Schritt in Richtung des lebenslangen Lernens“, weiß Dr. Christiane Ebel-Gabriel. Zur Promotion berechtigt übrigens erst der Master. Bei besonders qualifizierten Bachelor-Absolventen kann aber eine Ausnahme gemacht werden.

Promotion? Vielen Abiturienten und anderen angehenden Akademikern brennen erst einmal ganz andere Fragen unter den Nägeln. Was spricht für einen alten, was für einen neuen Studiengang? Allerdings stellt sich diese Frage nicht in jedem Fall, denn die Umsetzung der Reform bereitet vielen Hochschulen Probleme - wenn die Lehrinstitute sie denn überhaupt schon in Angriff genommen haben. Verwundern kann das angesichts der Dimension dieser Neugestaltung im Bildungswesen nicht. „Die Verantwortlichen der Hochschulen sind gefordert, die Studiengänge mit einem klaren inhaltlichen
Konzept zu gestalten und dieses vom Qualifikations- und Kompetenzprofil der Absolventen her zu denken“, erklärt Ebel-Gabriel. „Hier wurde ein Prozess zur inhaltlichen Erneuerung von Lehren und Lernen an den Hochschulen in Gang gesetzt.“

Entsprechend niedrig ist die Zahl der Studenten, die sich bislang in Bachelor- und Master-Studiengängen eingeschrieben haben beziehungsweise einschreiben konnten:

Im Wintersemester 2003/2004 (aktuellere Zahlen sind nicht verfügbar) lag sie laut Statistischem Bundesamt bei 107.749. Das sind knapp fünf Prozent aller Studierenden an deutschen Hochschulen. Immerhin: Die Tendenz ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Im Prüfungsjahr 2003 haben rund 5500 Studierende einen Abschluss in den neuen Studiengängen erworben. Seit der Einführung waren es bis dahin rund 11.000 Studierende.

Deshalb ist die Frage, welche Konsequenz die Wahl des Studiengangs auf die Berufsperspektive hat, noch nicht seriös zu beantworten. In jedem Fall ist es hilfreich, wenn die angehenden Hochschüler bereits wissen, ob sie eher wissenschaftlich orientiert oder eher berufsorientiert studieren wollen. Bei einer stärker wissenschaftlichen Ausrichtung sind durchaus noch die herkömmlichen Studiengänge empfehlenswert, bei einer berufsorientierten eher ein Bachelor-Studiengang. Wer unschlüssig ist, dürfte ohnehin erst einmal mit dem Bachelor gut bedient sein. Vor allem aber der Dipl.-Ing. gilt in Deutschland und im Ausland als Markenzeichen. Bis ein Master of Science an dieses Renommee heranreicht, müssen noch einige Vorlesungen gehalten werden. Weil die Abschlüsse Diplom-Ingenieur und Diplom- Kaufmann einen exzellenten Ruf genießen, kann es Sinn machen, nach wie vor einen solchen Abschluss anzupeilen.

Viel wichtiger allerdings als die Frage Diplom/Magister oder Bachelor/ Master ist ein Vergleich der inhaltlichen Angebote an den einzelnen Hochschulen. Darüber sollten sich künftige Studenten eingehend informieren - und darüber, ob an einer Hochschule in dem gewünschten Studienfach nach einem Bachelor- auch ein darauf aufbauender Master-Studiengang angeboten wird.

Viele Studenten zweifeln, ob die neuen Abschlüsse, vor allem der Bachelor, am Arbeitsmarkt ausreichend gewürdigt werden. Hier ist zu beobachten, dass der Master von immer mehr Arbeitgebern wie ein traditioneller Universitätsabschluss angesehen wird. Der Bachelor wird tendenziell wie ein Fachhochschul-Diplom akzeptiert und auch ungefähr entsprechend bezahlt. „Aber wir müssen uns weiterhin der Aufgabe widmen, die neuen Abschlüsse noch bekannter zu machen, insbesondere bei kleinen und mittleren Unternehmen“, weiß Dr. Christiane Ebel-Gabriel. Die HRK-Generalsekretärin blickt optimistisch in die Zukunft: „Wir wissen inzwischen aus verschiedenen Unternehmensbefragungen, dass die Arbeitgeber den neuen Abschlüssen zunehmend offen und positiv gegenüber stehen.“ Und die anderen haben ja noch ein paar Jahre Zeit, sich mit dem Bachelor und dem Master als qualifizierten akademischen Titel anzufreunden.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/master_oder_magister_-_das_ist_hier_die_frage_72.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_02.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>72</guid>
		<pubdate>2007-08-23 12:02:46</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ich bin doch nicht blöd</title>
		<description><![CDATA[Mit dem Studentenausweis auf Schnäppchenjagd]]></description>
		<text><![CDATA[Gähnende Leere im Portemonnaie – für viele Studenten nichts Unbekanntes. Das BaföG ist nicht gerade üppig, die Miete teuer, und auch der Besuch in der Stammkneipe kostet den einen oder anderen Euro. Dennoch müssen Studenten nicht auf die angenehmen Seiten des Lebens verzichten. Für sie gibt es vieles billiger. Wer seinen Studentenausweis immer dabei hat, kann so manches Schnäppchen machen.

Gebührenfrei Fernsehen
Schon gezahlt? – Auf diese Frage können Studenten ganz ungeniert mit „nein“ antworten. Im Gegensatz zu anderen Fernsehzuschauern und Radiohörern müssen sie Rundfunkgebühren nicht zwangsläufig bezahlen. Voraussetzung hierfür ist, dass das monatliche Einkommen den 1,5-fachen Regelsatz der Sozialhilfe plus Kaltmiete nicht übersteigt. Ist diese Voraussetzung erfüllt, geht die GEZ leer aus. Wer die Gebührenbefreiung in Anspruch nehmen möchte, muss sich allerdings jedes Semester mit den entsprechenden Unterlagen auf den Weg zum örtlichen Sozialamt machen, um diese zu beantragen.

Günstiger Telefonieren: Quatschen non stop
Ohne Handy geht heute gar nichts mehr. Dazu ein Festnetzanschluss und ein Internetzugang. Wenn die Telefonrechnung einmal im Monat im Briefkasten liegt, muss das jedoch nicht zwangsläufig zu Schweißausbrüchen führen. Einige Telekommunikationsunternehmen bieten spezielle Konditionen für Studenten.
So zum Beispiel die Deutsche Telekom: Studenten können hier den Sozialtarif beantragen. Wer Bafög erhält oder bereits von den Rundfunkgebühren befreit wurde, erhält von der Telekom eine monatliche Gutschrift von 8,05 Euro auf die anfallenden Gesprächskosten. Der Sozialtarif wird Studierenden allerdings immer nur für ein Jahr gewährt. Spätestens nach 12 Monaten muss er neu beantragt werden.
In Zusammenarbeit mit zahlreichen Universitäten gewährt das Bonner Unternehmen Studierenden weitere Nachlässe. Beim Programm „Uni@home“ erhalten Studenten, die an einer der Partner-Universitäten studieren, den vollen Bereitstellungspreis für einen ISDN-Anschluss zurück. Auch Nutzer von DSL oder Wireless LAN haben die Möglichkeit zu sparen. Zudem gibt es vergünstigte Telefone und Modems.
Im Mobilfunkbereich wird es mit dem Sparen schon etwas schwieriger, aber auch hier nehmen einige Betreiber Rücksicht auf die knappen Kassen der Studenten. Gegen Vorlage einer Immatrikulationsbescheinigung gibt es Gratis-SMS oder Gesprächsguthaben.

Lesen und sparen
Wer viel liest, ist gut informiert, muss dafür aber auch Einiges ausgeben. Wenn Studenten viel lesen, können sie dabei sogar noch Geld sparen. Die meisten Verlage bieten Spezialkonditionen für studierende Leser an. Zu den regulären Abonnements besteht mit Ausnahme des Preises kein Unterschied. So lassen sich bei vielen Zeitungen oder Magazinen ganz einfach bis zu 40 Prozent der Kosten einsparen.

Welche Bank ist die richtige?
Auch wenn Studenten in den meisten Fällen nicht über Unmengen von Geld verfügen – ohne ein Bankkonto kommen auch sie nicht aus. Sei es, um den Unterhalt der Eltern entgegen zu nehmen, den hart erarbeiteten Nebenverdienst einzustreichen oder um die Semestergebühren an die Universitätskasse zu überweisen. Zum Glück für die Studenten stellen fast alle Banken den Nachwuchs-Akademikern kostenlos ein Giro-Konto zur Verfügung, zu dem in aller Regel auch eine kostenlose EC-Karte gehört. Selbst wer seine Bankgeschäfte online abwickeln möchte, muss hierfür bei den meisten Kreditinstituten nichts bezahlen. Teilweise ist Online-Banking sogar Bedingung, um das kostenlose Girokonto nutzen zu können. Alles in allem unterscheiden sich die Angebote der Banken kaum.
Anders sieht es da schon aus, wenn es zusätzlich zur EC-Karte noch eine Kreditkarte sein soll. Diese ist in der Regel kostenpflichtig. Zudem unterscheiden sich die Studententarife der verschiedenen Geldinstitute teilweise erheblich. Ein Vergleich lohnt sich auf jeden Fall. Für alle Tarife gilt jedoch: Ab dem Alter von 30 Jahren ist Schluss.

Rabatt beim Onkel Doktor
Die Gesundheitsreform ist in aller Munde. Und auch an Studenten geht diese nicht unbemerkt vorüber. Wer an einer Hochschule eingeschrieben ist, muss bei einem Arztbesuch genauso 10 Euro Praxisgebühr bezahlen wie alle anderen gesetzlich Versicherten. Studenten unter 25 Jahren sind jedoch noch über ihre Eltern mit versichert und sparen so rund 50 Euro pro Monat. Ab 26 müssen sich Studenten selbst versichern. Für männliche Studenten, die bereits ihren Wehr- oder Ersatzdienst geleistet haben, verschiebt sich die Altersgrenze um ein Jahr nach hinten.
Studierende können sich unter bestimmten Umständen von den Zuzahlungen für Medikamente oder Reha-Behandlungen befreien lassen. Befreiungsscheine stellt die Krankenkasse nach Prüfung der persönlichen finanziellen Situation aus. Bafög-Empfänger können zudem einen monatlichen Zuschuss beantragen.
Nähere Informationen rund um die Krankenversicherung für Studenten gibt es bei den verschiedenen Krankenkassen.
Generell können Studenten sich auch privat krankenversichern. Hierbei sollte jedoch ein genauer Vergleich der Preise und Leistungen erfolgen, da die Angebote der Versicherer sich teilweise beträchtlich unterscheiden.

Günstige PCs für kühle Rechner
Ganz gleich ob für Hausarbeiten, Exposés, Internetrecherchen und E-Mails – ohne Computer geht heutzutage gar nichts. Häufig stellen Professoren Skripte und Folien ihrer Vorlesungen zum Download ins Internet, die Anmeldung zu Prüfungen kann vielerorts nur noch online erfolgen. Für Studenten heißt das: Spätestens zum Studienbeginn muss ein eigener PC her, am Besten ein Notebook, das sich bequem in die Bibliothek oder zum Arbeitsgruppentreffen mitnehmen lässt. Doch ein neuer Computer ist nicht billig. Da hilft in der Regel auch der Studentenausweis nicht weiter. Da sich die Computeranbieter regelmäßig mit neuen Sonderangeboten unterbieten, sind Rabatte extra für Studierende selten drin. Doch gerade in Hochschulstädten, im unmittelbaren Umfeld der Campi gibt es doch immer wieder Händler, die Studenten Nachlässe gewähren. Es lohnt sich also die Augen offen zu halten und Preise zu vergleichen.
Anders als bei der Hardware sieht es da schon bei der Software aus. Hier hilft der Studentenausweis an der Kasse: Betriebssysteme, Textprogramme oder Grafiksoftware namhafter Hersteller gibt es nämlich auch mit speziellen Lizenzen für Hochschüler. Damit lassen sich teilweise bis zu drei Viertel des Originalpreises einsparen. Die Programme sind voll funktionsfähig und lediglich die Nutzungsrechte beschränkt. Das heißt die Programme dürfen zwar fürs Studium genutzt werden, nicht aber für gewerbliche Zwecke.

Wenn die weite Welt ruft
Sicherlich ist es sinnvoll die Semesterferien für Praktika, zum Verdienen des Lebensunterhalts oder zum Schreiben von Hausarbeiten zu nutzen. Dennoch schadet eine gelegentliche Pause in Form eines Urlaubs nicht. Die positive Wirkung einer Reise auf das Wohlbefinden und somit auch auf die Motivation fürs Studium lässt sich nicht von der Hand weisen. Hier und da eine Auszeit hat also durchaus ihr Gutes.
Urlaub, na klar! Aber wovon bezahlen? – Dass die Urlaubskasse der meisten Studenten nicht gerade üppig gefüllt ist, hat inzwischen auch die Tourismusbranche verstanden. Darum haben Reiseunternehmen und Fluglinien spezielle Angebote für Studenten im Programm. Einige Airlines locken Hochschüler, bei denen das Fernweh ausgebrochen ist, mit Sondertarifen in ihre Flieger. Und auch Reisebüros gewähren zunehmend Rabatte. Die Reisebüro-Kette STA-Travel hat sich sogar ausschließlich auf Studenten spezialisiert und bietet in mehr als 20 Städten spezielle Flüge für die angehenden Akademiker. Und auch die Bahn denk mit: Gegen Vorlage der Immatrikulationsbescheinigung gibt es die Bahncard 50 zum halben Preis.
Wer sich in den Semesterferien zeitweise aus Deutschland verabschiedet, sollte auf jeden Fall an einen internationalen Studentenausweis denken (ISIC). In über 100 Ländern weltweit finden die Ausweisbesitzer verbilligte Unterkünfte, Eintrittspreise, Flüge und Bahnfahrten. Die ISIC-Card gilt maximal 16 Monate. Sie ist für 10 Euro bei den Studentenwerken, Asten und studentischen Reisebüros erhältlich.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ich_bin_doch_nicht_bloed_71.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>71</guid>
		<pubdate>2007-08-22 17:13:35</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ohne Moos nix los</title>
		<description><![CDATA[Studieren ist teuer. Vor allem für Studenten, die nicht mehr bei ihren Eltern leben. Lebensmittel, Klamotten, Bücher, der Kinobesuch, das Handy und nicht zuletzt das eigene Zimmer oder die eigene Wohnung wollen bezahlt werden. Doch woher kommt Geld dafür?]]></description>
		<text><![CDATA[Unterhalt von den Eltern
Ein klassischer Weg, das Studium zu finanzieren, ist der Unterhalt von den Eltern oder einem Elternteil. Die Unterhaltspflicht der Eltern für Studierende soll eine angemessene, berufsqualifizierende Ausbildung gewährleisten. Wenn das Studium die erste Ausbildung ist, haben Studenten grundsätzlich Anspruch auf Unterhalt bis zum 27. Lebensjahr. Der Umfang der Unterhaltspflicht ist vom Einkommen der Eltern abhängig und kann bis 654 Euro monatlich betragen. Pauschale Aussagen zum Umfang des Unterhalts sind jedoch nicht möglich, da Unterhaltsfragen nur einzelfallbezogen beantwortet werden können. Orientierung bietet aber die so genannte Düsseldorfer Tabelle, die Unterhaltsansprüche einkommensbezogen auflistet.

Bekomme ich noch Kindergeld?
Auch wenn Studenten eigentlich keine Kinder mehr sind – bis zum Alter von 27 Jahren wird das Kindergeld an die Eltern weitergezahlt. Die Altersgrenze wird für diejenigen, die Wehr- oder Zivildienst geleistet haben, um die entsprechende Dienstzeit erweitert. Grundsätzlich steht die Hälfte des Kindergeldes dem Kind selbst zu.

BaföG: 100 Prozent bekommen, 50 Prozent zurückzahlen
Können Eltern aufgrund ihrer ökonomischen Situation nicht für den Unterhalt ihrer studierenden Kinder aufkommen, werden sie von dieser Pflicht befreit. Stattdessen besteht dann ein Anspruch auf staatliches Bafög. Bafög ist die Abkürzung für das Bundesausbildungsförderungsgesetz. Es regelt die staatliche und finanzielle Unterstützung für Studierende.
Die Geldleistung, die den anspruchsberechtigten Studierenden zur Verfügung gestellt wird, ist zur Hälfte ein Zuschuss, zur anderen Hälfte ein zinsloses Darlehen. Die Höchstgrenze des zurückzuzahlenden Betrages liegt bei 10.000 Euro. Wer sein Studium beendet hat, muss spätestens fünf Jahre später beziehungsweise nach dem Ende der Förderungshöchstdauer mit der Tilgung beginnen.
Ob ein Bafög-Antrag sinnvoll ist oder nicht, lässt sich pauschal nicht beantworten. Auskünfte hierzu erteilen die BaföG-Ämter der Studentenwerke.
Oft stellt sich die Frage, ob es zulässig ist neben dem BaföG zu jobben und seine Haushaltskasse aufzubessern. Grundsätzlich gilt ja. Wichtig ist nur, dass das monatliche Bruttoeinkommen die Grenze von 360 Euro nicht überschreitet. Alle Einkünfte müssen dem BaföG-Amt mitgeteilt werden. Einnahmen nicht anzumelden ist strafbar.

Stipendien: Unterstützung nicht nur für Streber
Es gibt die verschiedensten Studienförderungswerke: Alle großen Parteien unterhalten eigene Stiftungen. Um gefördert zu werden, ist eine Mitgliedschaft in der entsprechenden Partei nicht zwingend notwendig, sicherlich aber hilfreich. Daneben existiert aber auch eine Reihe von Stiftungen, die vom Staat, von der Wirtschaft, von Gewerkschaften oder Kirche getragen werden. Die Bewerbungsverfahren der einzelnen Stiftungen sind recht unterschiedlich. Bei einigen muss man vorgeschlagen werden. Bei anderen ist selbst eine Bewerbung einzureichen. Neben der materiellen gibt es bei jedem Stipendium auch eine ideelle Förderung: Studierendengruppen, die sich gegenseitig unterstützen, ein spezielles Weiterbildungsprogramm sowie Tipps und Kontakte für den Berufseinstieg.

Vom Tellerwäscher zum Millionär
Manchmal geht es nicht ohne. Wenn der Unterhalt oder das BaföG für den Lebensunterhalt drauf geht und nichts mehr für die schönen Dinge im Leben übrig ist, dann hilft nur noch ein Nebenjob. Egal ob als Taxifahrer, Kellner, Kassierer im Supermarkt, freier Mitarbeiter bei einer Tageszeitung oder als studentische Hilfskraft an der Uni – die Vielfalt an studentischen Jobs ist groß. Am sinnvollsten ist natürlich eine Nebenbeschäftigung mit fachlichem Bezug zum Studium. Allen gemeinsam ist: Wer neben dem Studium ein bisschen jobbt, genießt in Sachen Sozialversicherung Versicherungsfreiheit:
Während der Vorlesungszeit dürfen Studenten bis zu 20 Stunden wöchentlich arbeiten (in den Semesterferien die doppelte Stundenzahl), ohne dass zusätzliche Beiträge zur Sozialversicherung anfallen. Sollte dieses Limit jedoch überschritten werden, gelten Studierende nicht mehr als solche. Stattdessen werden sie als Arbeitskräfte betrachtet, die nebenbei studieren. Dann verlangt der Staat die üblichen Sozialversicherungsbeiträge. Werkstudenten dürfen jedoch mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten, weil diese Art von Beschäftigung das Studium nicht beeinträchtigt.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ohne_moos_nix_los_70.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>70</guid>
		<pubdate>2007-08-22 17:03:29</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Ab ins Ausland</title>
		<description><![CDATA[Aufenthalte im Ausland bringen nicht nur bessere Sprachkentnisse und mehr Verständnis für fremde Kulturen und Lebensweisen, sondern erhöhen auch die Chancen auf einen guten Posten. STUDIInfo zeigt, wie Ihr Euren Auslandsaufenthalt optimal plant und vorbereitet.]]></description>
		<text><![CDATA[Für das Studium einer Fremdsprache waren Studiensemester im Ausland immer schon unerlässlich. In Zeiten der Europäischen Integration und der zunehmenden Globalisierung von Wirtschaft und Technik werden Auslandserfahrungen auch in anderen Studiengängen, wie zum Beispiel im Bereich der Rechts-, Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften, immer wichtiger. Erfahrungen im Ausland verbessern die Chancen bei der Stellensuche – teilweise werden diese sogar vorausgesetzt.
Bei der Planung ihres Studiums sollten Studenten demnach auf jeden Fall einen Auslandsaufenthalt einkalkulieren, um ihre fachlichen Qualifikationen zu steigern und ihre persönliche Entwicklung zu fördern. Dafür sollte auch in Kauf genommen werden, dass sich die Studienzeit geringfügig verlängert. Wer eine Zeit lang im Ausland gelebt hat, gilt als aufgeschlossen, flexibel, neugierig und gewandt – Schlüsselqualifikationen, die neben der fachlichen Kompetenz zunehmend an Bedeutung gewinnen.
Wichtig für den Erfolg eines Auslandsstudiums ist, sich frühzeitig zu informieren und die „Reise“ gut zu planen.

Wann ist der richtige Zeitpunkt?
Für Studenten einer Fremdsprache gilt: Auslandsaufenthalte bereits während der ersten Semester bieten einen intensiven Einstieg. Sie gewähren tiefere Einblicke in landesspezifische und kulturelle Besonderheiten. Vor allem aber sind sie die Beste Möglichkeit die eigenen Sprachkenntnisse zu perfektionieren.
Für alle Studenten anderer Fächer gilt: Ein guter Zeitpunkt, die Heimathochschule für einige Semester zu verlassen, ist nach dem Abschluss des Grundstudiums. Zu diesem Zeitpunkt hat man bereits so viel Hochschulerfahrung gesammelt, um die Vor- und Nachteile verschiedener Studienangebote und Hochschulen einschätzen zu können. Aber auch zu einem späteren Zeitpunkt sind Studiensemester im Ausland sinnvoll, vor allem dann wenn in größeren Studien- oder Examensarbeiten Themen behandelt werden, die Kontakte mit entsprechenden ausländischen Hochschulen nahe legen.
Generell gilt folgender Grundsatz: Spätestens ein Jahr vor Beginn des Auslandsaufenthaltes sollte mit der Informationssammlung begonnen werden. Wer seinen Auslandsaufenthalt mit Hilfe eines DAAD-Stipendiums finanzieren möchte, sollte bereits eineinhalb Jahre vor dem Aufenthalt mit der Planung beginnen.

Was ist bei der Planung zu beachten?
Ganz entscheidend für das Gelingen eines Studienaufenthalts im Ausland ist, rechtzeitig mit der Vorbereitung zu beginnen. Das heißt, so viele Informationen zu sammeln wie möglich, um sich mit Möglichkeiten und Bedingungen vertraut zu machen. Wer ins Ausland gehen möchte, sollte sich auf jeden Fall beraten lassen. Der erste Weg sollte hierzu in die Sprechstunde des Akademischen Auslandsamtes der eigenen Hochschule führen. Besonders wichtig sind Fragen wie:

» Welche Sprachkenntnisse werden gefordert? Wie müssen diese nachgewiesen werden? Wie ist eine Vorbereitung darauf möglich?
» Welche Hochschulen bieten welche Studiengänge mit welchen inhaltlichen Schwerpunkten an?
» Welche Aufnahmevoraussetzungen für den jeweiligen Studiengang sind zu erfüllen?
» Ist in dem jeweiligen Land das Studium in Jahre, Semester oder Trimester gegliedert? Wann ist der Studienbeginn möglich?
» Wie hoch sind evtl. Studiengebühren?
» Wie kann das Auslandsstudium finanziert werden? Neben den Studiengebühren müssen auch die Lebenshaltungskosten berücksichtigt werden. Besteht die Möglichkeit der Förderung?
» Werden die ausländischen Studienleistungen und -prüfungen an der Heimathochschule anerkannt? Werden die vor dem Wechsel an der Heimathochschule erbrachten Leistungen von der ausländischen Hochschule anerkannt?
» Welche Versicherungsfragen (zum Beispiel Auslandskrankenversicherung) sind zu klären?
» Welche Fristen und Termine sind einzuhalten?
» Welche Möglichkeiten der Förderung
gibt es?

Die Europäische Union fördert mit verschiedenen Programmen Studienaufenthalte im Ausland. Der größte Bereich beim Auslandsstudium ist inzwischen das ERASMUS-Programm. Das Aktionsprogramm der EU gilt für die 25 Mitgliedsstaaten der EU, die Staaten Island, Liechtenstein und Norwegen, die Beitrittskandidaten Bulgarien und Rumänien sowie für die Türkei. Der Austausch im Rahmen des ERASMUS-Programms basiert auf Vereinbarungen zwischen den einzelnen Hochschulen. Teilnehmer des Programms müssen keine Studiengebühren im Ausland zahlen und können ab dem 3. Hochschulsemester Teilstipendien für auslandsbedingte Mehrkosten sowie für die sprachliche Vorbereitung erhalten. Gefördert werden Auslandsaufenthalte von drei Monaten bis zu höchstens einem akademischen Jahr. Bewerbungen sind bei den Akademischen Auslandsämtern der Heimathochschule oder unmittelbar bei den Fachbereichen etwa ein Jahr vor Beginn des Auslandsaufenthaltes einzureichen.

Neben der Förderung durch Pogramme der EU gibt es eine ganze Reihe von Stipendien verschiedener Organisationen, darunter von den Hochschulen selbst. Das größte Kontingent bilden die DAAD-Stipendien: Eine Vielzahl von Programmen bieten vielen die Möglichkeit, an einer ausländischen Hochschule zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren. Der DAAD fördert allerdings keine Studienanfänger und auch kein Vollstudium. Bewerber müssen sich zum Zeitpunkt der Bewerbung in der Regel im dritten Semester befinden. Nähere Informationen sind bei den Akademischen Auslandsämtern der Hochschulen erhältlich. Über die Homepage des DAAD lassen sich Formulare für die Bewerbung um ein Stipendium direkt herunterladen. Eine Stipendiendatenbank und umfangreiche Informationen über laufende Ausschreibungen von Stipendien sind ebenfalls dort zu finden.

Außer den öffentlichen Programmen zum Auslandsstudium, deren Plätze begrenzt sind, gibt es auch den privaten akademischen Transfer ins Ausland. So versammelt beispielsweise college-contact alle Informationen, die ein Interessent braucht, um sich direkt und in Eigeninitiative bei einer Universität im Ausland zu bewerben. Die Internetplattform bietet außerdem die Möglichkeit des interaktiven Erfahrungsaustausches.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ab_ins_ausland_69.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>69</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:57:41</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Erfahrungen fürs Berufsleben sammeln</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[Abgeschlossenes Studium, drei Jahre Berufserfahrung, mindestens zwei Fremdsprachen fließend, sozial engagiert und nicht älter als 25 Jahre – die Mindestanforderungen, die erfüllt sein müssen, um nach dem Studium einen Job zu bekommen… Die Realität sieht zum Glück noch ein wenig anders aus, auch wenn die Anzeigen in den Stellenmärkten der großen Tageszeitungen gelegentlich einen anderen Eindruck erwecken. Dennoch ist es wichtig, so früh wie möglich praktische Erfahrungen in der Arbeitswelt zu sammeln. Wenn es nach dem Studium mit dem Traumberuf klappen soll, geht daran kein Weg vorbei.

Eine Möglichkeit sind Praktika: Diese bieten die Chance, schon während des Studiums verschiedene Berufszweige kennen zu lernen. So lässt sich viel besser beurteilen welche Arbeitsfelder den eigenen Vorlieben und Fähigkeiten entsprechen und für den Berufsstart in Frage kommen und welche nicht. Praktika sind bei vielen Studenten sehr beliebt, da sie inzwischen in jeden guten Lebenslauf gehören. Daher sind auch freiwillige, nicht in der Studienordnung vorgeschriebene Praktika sinnvoll. Für Geisteswissenschaftler, deren Studium nicht auf einen konkreten Beruf vorbereitet, sind sie sogar besonders wichtig. Oft erhalten auch Quereinsteiger eine Chance und können ihre Fähigkeiten und Lernbereitschaft unter Beweis stellen.

Ob das Praktikum in einem großen Konzern, einer Behörde oder einer Non-Profit-Organisation stattfindet ist grundsätzlich egal. Gerade anfangs kann es jedoch sinnvoll sein, sich bei kleineren Firmen zu bewerben, die Praktikanten oft besser in ihre Abläufe integrieren. Mit den neu erlernten Fähigkeiten ist der Einstieg in größere Unternehmen einfacher. Allerdings erhalten Praktikanten dort oft weniger verantwortungsvolle Aufgaben. Doch auch der Name einer bekannten Firma im Lebenslauf kann später wertvoll sein.

Praktika dienen jedoch nicht ausschließlich dem Wissenserwerb oder dem Sammeln von Zeugnissen, sondern auch als Kontaktbörse: Aus einem Praktikum kann sich ein Nebenjob entwickeln, eine Diplomarbeit oder vielleicht sogar der Einstieg in das Unternehmen. Öfters stellen Unternehmen ehemalige Praktikanten ein, deren Fähigkeiten und Charakterzüge sie bereits kennen.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/erfahrungen_fuers_berufsleben_sammeln_68.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>68</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:49:45</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Wie stehen meine Chancen für einen zulassungsbeschränkten Studienplatz?</title>
		<description><![CDATA[www.zvs.de
Die Studienplatzvergabe hochkarätiger Fächer wie Medizin, Psychologie oder Pharmazie erfolgt über die ZVS in Dortmund. Wer wissen möchte, wie seine Chancen stehen, kann sich im Internet unter www.zvs.de informieren.]]></description>
		<text><![CDATA[David hat eine einfache Frage: Ich habe 2004 Abi gemacht, mein NC ist 1,8. Bekomme ich damit einen Medizin-Studienplatz in Köln?

Was sich so einfach anhört, ist aber gar nicht so einfach zu beantworten. Denn die Auswahlgrenzen werden nicht von der ZVS im Vorhinein festgelegt, sondern sie ergeben sich erst im Wettbewerb der Bewerberinnen und Bewerber um die knappen Studienplätze. Und jedes neue Semester startet wieder eine neue Konkurrenz mit zunächst ungewissem Ausgang. Einige Hinweise, wie die Situation aussehen kann, liefert das Internet Angebot der ZVS.

Unter www.zvs.de sollte der erste Klick dem Button „Fächer“ gelten, und zwar dem dort aufgelisteten Studienangebot des letzten zurückliegenden Vergleichssemesters.

Wer sich zum Sommersemester 2005 bewerben möchte, sollte sich die Konkurrenz des Sommersemesters 2004 und eventuell auch die des Sommersemesters 2003 genau anschauen: Wie groß war die Zahl der Konkurrenten an den einzelnen Studienorten, wie knapp das jeweilige Angebot? Diese Zahlen liefern einen ersten Hinweis darauf, wie stark die Konkurrenz insgesamt ist, wie schwierig es ist, an den besonders begehrten Studienorten einen Platz zu bekommen. David gewinnt durch der Blick auf die Tabelle zunächst eine ernüchternde Erkenntnis. Mit seinem Studienwunsch ist er nicht allein. Im letzten Jahr bewarben sich für 149 Kölner Medizin-Plätze 2.260 Bewerber. Im Jahr davor waren es „nur“1.445 Bewerber bei 157 verfügbaren Plätzen. Fazit: Die Universität Köln gehört im Fach Medizin zu den überdurchschnittlich nachgefragten Hochschulen.

Vor dem nächsten Klick sollte man sich aber eins ganz klar machen: Die Wahl einer weniger begehrten Hochschule hat keinen Einfluss darauf, ob man überhaupt einen Studienplatz bekommt. Die Studienplatzvergabe ist immer in zwei Abschnitte geteilt: Zuerst wird nach unterschiedlichen Kriterien darüber entschieden, wer überhaupt einen Studienplatz bekommen kann. Nur für diese Ausgewählten stellt sich dann im zweiten Abschnitt die Frage: Lassen sich deren Ortswünsche realisieren? Können einige „nur“ an der von ihnen gewählten Zweit- oder Dritt-Universität studieren? Wie vielen kann die ZVS nur eine Ersatzhochschule anbieten? Aber keine Angst, entgegen ihrem weit verbreiteten Image als „Kinderlandverschickungsanstalt“ kann die ZVS 70 bis 80 Prozent der Neu-Studenten an ihrem Wunschort zulassen. Dass natürlich diejenigen, denen die ZVS die Wünsche nicht erfüllen kann, zunächst sauer sind, ist nur zu verständlich. Der Blick auf die Nachfrage-Tabelle mag aber erklären, warum Wunsch und Wirklichkeit oft nicht zueinander passen wollen.

Der zweite Klick im ZVS-Web sollte dem Button „NC“ gelten. Für jeweils die letzten drei Sommer- und Wintersemester findet man die Auswahlgrenzen für die bundesweiten NC-Fächer sowie für die Studiengänge, die die ZVS nur an Universitäten und Fachhochschulen in Nordrhein-Westfalen vergibt. Wer die Werte für die bundesweiten NC-Studiengänge des Sommersemesters 2004 aufruft, erhält eine auf den ersten Blick vielleicht verwirrende Tabelle. Die NC-Werte sind dort nach Bundesländern und Studiengängen geordnet. Wegen der unterschiedlichen Schulsysteme in den einzelnen Bundesländern findet die Konkurrenz länderweise statt. Die Abiturienten konkurrieren nur mit denjenigen um die Plätze, die im gleichen Bundesland – also unter vergleichbaren Bedingungen – die Schule abgeschlossen haben. Wer wie David in Baden-Württemberg Abitur gemacht hat und Medizin studieren möchte, findet dort die beiden Angaben „1,6 (1)“. Das bedeutet, dass in der Konkurrenz der Baden- Württemberger Abiturienten alle mit einer Durchschnittsnote von 1,5 und besser zugelassen werden konnten, von den 1,6-ern aber nur die, die zusätzlich zu ihrer 1,6 eine Wartezeit von mindestens einem Semester hatten.

Schaut man ans Ende der Tabelle, so findet man dort die Auswahlgrenzen nach Wartezeit. Die beiden Angaben „7 (2,1)“ lassen sich dann analog interpretieren: Alle mit einer Wartezeit von acht und mehr Semestern wurden zugelassen, von den Kandidaten mit einer Wartezeit von sieben Semestern aber nur die, die zusätzlich eine Abiturnote von 2,1 oder besser vorweisen konnten. Diese Werte waren für David natürlich ein Schock. Sein respektables 1,8-er Abitur hätte zuletzt nicht zur sofortigen Zulassung gereicht. An Wartezeit hatte er bisher nur ein halbes Jahr zurückgelegt und befand sich damit noch ziemlich am Ende der Warteschlange.
Wer anders als David glaubt, mehr Glück zu haben und auch in der künftigen Konkurrenz die erste NC-Hürde nach Note oder Wartezeit locker überspringen zu können, sollte nun die Realisierungschancen seiner Ortswünsche prüfen. Ein Klick auf den entsprechenden Studiengang in der NC-Tabelle öffnet die Übersicht „Entscheidung über Studienortwünsche“. Um diese Tabelle zu verstehen, muss man sich schon etwas eingehender mit der „höheren Zulassungslogik“ auseinandersetzen. Aber keine Angst, die Anforderung an das abstrakte Denkvermögen dürften das Verständnis von Abiturienten nicht überfordern.

Bei der Entscheidung über den Studienort berücksichtigt die ZVS zuerst die Ortswünsche der Ausgewählten. Aber leider lassen sich nicht alle Wünsche erfüllen. Wenn mehr Ausgewählte an einen Studienort wollen, als dort Plätze zur Verfügung stehen, entscheiden zwei Gesichtspunkte über die Realisierung der Ortswünsche: die Abiturnote für 25 Prozent und eine Rangfolge von sozialen Gründen für 75 Prozent der Studienplätze.

Für jede Hochschule finden sich in dieser Tabelle daher zwei Spalten mit jeweils drei Ziffern - die ersten drei Ziffern beziehen sich auf die Notenzulassung, die zweiten drei Ziffern für die Zulassung nach Sozialkriterien.

Zum Beispiel die Uni Köln: Dort lautet der erste Dreierblock für die Notenzulassung „1 - 1,4 - 4“. Im Klartext bedeutetet das, dass dort nur Bewerber zugelassen werden konnten, die Köln an erster Stelle genannt hatten und die eine Abiturnote von 1,3 oder besser vorweisen konnten. Von denjenigen mit einer 1,4 auf dem Zeugnis konnten nur diejenigen zugelassen werden, die zusätzlich in das Sozialkriterium 4 eingestuft werden können.

Der zweite Ziffernblock beschreibt die Zulassung nach Sozialkriterien. Um diese Ziffernfolge verstehen zu können, muss man ein wenig mehr über die Motive der Studienortwahl wissen. Die Nähe zum elterlichen Wohnort und das Image der Hochschulstadt bestimmen bei einer deutlich überwiegenden Mehrheit die Wahl des Hochschulortes. Soziale, familiäre und wirtschaftliche Gesichtspunkte beeinflussen daher auch die Rangfolge, in der die ZVS über die Studienortwünsche entscheidet. Diese Gruppen bildet die ZVS:
1. Schwerbehinderte
2. Verheiratete
3. Bewerber mit besonderen (in einem Sonderantrag nachgewiesenen) Bindungsgründen an den Studienort
4. Bewerber, die bei ihren Eltern wohnen und an der nächstgelegenen Hochschule des eigenen Bundeslandes studieren wollen
5. alle Übrigen.
Mit diesem Hintergrundwissen lässt sich jetzt die Ziffernfolge „1 - 5 - 1,6“ interpretieren. An der Uni Köln konnten für den Studiengang Medizin im Sommersemester 2004 über die Sozialkriterien alle Bewerber zugelassen werden, die Köln an erster Stelle genannt hatten und den Gruppen 1 bis 4 zuzuordnen waren. Von denjenigen aus der Gruppe 5 war nur noch für diejenigen mit einer Abiturnote von mindestens 1,6 Platz.

Stehen in der Verteilungstabelle „schlechtere“ Notenwerte als in der NC-Tabelle, so stammen diese von Bewerberinnen und Bewerbern, die nicht über die Notenliste sondern über die Wartezeit ausgewählt wurden. Ein „N“ vor der Ortspräferenz bedeutet, dass der Bewerber diesen Ort nicht genannt hat, sondern die ZVS diese Hochschule seinen Wünschen hinzugefügt hat.

Bis jetzt haben wir uns nur die ersten beiden Quoten der Studienplatzvergabe angeschaut, in denen 51 Prozent der Studienplätze nach Abiturnote und 25 Prozent nach Wartezeit vergeben werden, und wie im zweiten Schritte die Ausgewählten auf die Studienorte verteilt werden. Noch fehlt aber die dritte Quote, in der im bundesweiten NC-Verfahren die Studienplätzen vergeben werden.

24 Prozent der Studienplätze können die Hochschulen nach eigenen Kriterien vergeben. Allerdings nutzt nur ein kleiner Teil der Universitäten diese Möglichkeit tatsächlich zu individuellen Auswahlgesprächen, rund 87 Prozent der beteiligten Fakultäten vertrauen auch hier auf die Aussagekraft der Abiturnote und beauftragen die ZVS mit der Vergabe der Studienplätze.

Das Hochschulverfahren ist als einmalige Zusatzchance für diejenigen gedacht, die knapp an der Notengrenze gescheitert sind. Daher setzt auch David seine Hoffnung auf diese Quote. Bevor er allerdings seine besondere Motivation und Eignung für das Studium einem Professorengremien darlegen kann, muss er eine weitere NC-Hürde nehmen. Denn nicht alle bislang erfolglosen Medizin-Kandidaten erhalten überhaupt im Hochschulverfahren ihre Zusatzchance. Von den einzelnen Landesranglisten werden dreimal mehr Kandidaten, als Plätze zu vergeben sind, zum Auswahlverfahren der Hochschulen zugelassen.
Bis zu welcher Notengrenze diese Zusatzchance möglich war, erfährt David durch den Link „mehr info“ am Ende der ersten NC-Tabelle. 
Dieser führt ihn zur Tabelle mit den Grenzwerten für die Vorauswahl. Die Ziffer, die er dort sieht, lässt bei David neue Hoffnung keimen. Bis zum Abi-Schnitt von 1,9 konnten Baden-Württemberger Abiturienten am Auswahlverfahren der Hochschulen teilnehmen. Um zu erfahren, ob er im letzten Sommersemester ins Auswahlverfahren der Wunsch-Uni Köln gekommen wäre und ob das erfolgreich gewesen wäre, klickt er auf den entsprechenden Studiengang.

Was wir schon von den anderen NC-Tabellen kennen, gilt nämlich auch für das Hochschulverfahren: die Nachfrage verteilt sich nicht gleichmäßig auf alle Studienorte. Also muss die ZVS wieder entscheiden, welche Ortswünsche für das Hochschulverfahren erfüllbar sind und welche nicht.

Hauptansatzpunkt für diese Entscheidung ist wieder die Abiturnote. Die für die Uni Köln geltenden Ziffernfolge „1 – 2,2 – 4“ muss man dann so lesen: Ins Kölner Auswahlverfahren gelangten alle, die Köln an erster Stelle genannt hatten und eine Abiturnote von 2,1 oder besser hatten. Von den 2,2-ern konnten nur die ins Kölner Auswahlverfahren gelangen, die in Köln oder der umliegenden Kreisen bei ihren Eltern wohnten, also das Sozialkriterium 4 hatten.

Aber: Ins Kölner Auswahlverfahren gekommen zu sein, bedeutet ja noch nicht, dort auch einen Studienplatz zu erhalten. Denn schließlich gelangen dreimal mehr hinein, als erfolgreich – also mit einem Studienplatz – wieder heraus kommen.

Das Ergebnis des Kölner Auswahlverfahrens findet David im rechten Teil der Tabelle. Da Köln keine Auswahlgespräche durchgeführt hat (dann stünde dort in der Tabelle ein H), sondern auch im Hochschulverfahren der Aussagekraft der Abiturnote vertraut, stehen dort wieder Notenwerte. Die Ziffernfolge „2,0 (16)“ interpretiert David so: „In  Köln wurden alle genommen, die eine 1,9 oder besser hatten. Von den 2,0-ern nur die, zusätzlich eine Wartezeit von 16 Semestern vorweisen konnten.“

Davids 1,8 hätte also im „Hoffnungslauf“ Hochschulverfahren im letzten Sommersemester zum Ziel geführt. Ob es im nächsten Sommersemester zur Zulassung reicht, bleibt aber fraglich. Denn die wachsende Zahl der Medizin-Bewerber hat in den letzten Semestern auch zu härten NC-Werten geführt. Ob David also in der neuen Konkurrenz einen Studienplatz erhalten kann, bleibt ungewiss. Aber auf jeden Fall hat er jetzt den Durchblick durch das doch recht komplexe Zulassungsverfahren.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/wie_stehen_meine_chancen_fuer_einen_zulassungsbeschraenkten_studienplatz_67.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>67</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:37:31</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Alternative zum Fulltime-Studium</title>
		<description><![CDATA[Daten, Fakten und Informationen zur BA-Ausbildung]]></description>
		<text><![CDATA[Studium oder Ausbildung – diese Frage stellen sich Abiturienten und Abiturientinnen mehr denn je in einer Zeit, in der die Hochschulen überfüllt und etliche Studiengänge durch einen Numerus clausus blockiert sind. Es gibt jedoch eine attraktive Alternative zum Fulltime-Studium. Viele Unternehmen, vor allem große Konzerne, bieten die Möglichkeit, eine betriebliche Ausbildung mit einem Studium zu kombinieren. Insbesondere in den Bereichen Betriebswirtschaft, Ingenieurwesen sowie Pflege, Gesundheit und Soziale Arbeit werden solche Studiengänge angeboten.

Ziel dieser Art der Berufsausbildung ist es, die Theorie mit der Praxis zu verbinden. Die Studierenden können das, was sie in der Vorlesung beigebracht bekommen direkt im Betrieb anwenden. Und das was sie bei der Arbeit im Unternehmen lernen, erleichtert wiederum das Verständnis für die Theorie. Am Ende verfügen die Absolventen über detaillierte theoretische Kenntnisse und bereits über mehrere Jahre Praxiserfahrung – optimale Voraussetzungen für die berufliche Karriere.

Eine solche kombinierte Ausbildung dauert in der Regel drei, in einigen Fällen zwei Jahre. Das heißt, die Studierenden erlangen schon in jüngerem Alter einen Abschluss. Darüber hinaus verdienen sie bereits während des Studiums ihr eigenes Geld – ein Privileg, das „normalen“ Studenten nicht zu Teil wird.

Die Ausbildung mit angeschlossenem Studium ist fast immer mehrstufig aufgebaut: Die erste Phase beinhaltet eine verkürzte Ausbildung – beispielsweise zum Industriekaufmann/frau. In dieser Zeit arbeiten die Auszubildenden drei Tage im Betrieb und besuchen an einem Tag die Berufsschule. An zwei weiteren Tagen steht dann das Studium an einer entsprechenden Berufsakademie auf dem Programm. Besonders angenehm: Die Lehrveranstaltungen sind recht überschaubar und finden nicht wie an anderen Hochschulen in überfüllten und schlecht ausgestatteten Räumen statt. Dadurch ist der Kontakt zu den Dozenten persönlicher und die Betreuung intensiver. Einziger Nachteil: In den meisten Fällen finden die Vorlesungen und Seminare auch samstags statt. 

Im Anschluss an die erste Phase, die rund eineinhalb Jahre dauert, wird die Prüfung in dem jeweiligen Lehrberuf abgelegt. Danach beginnt Phase zwei, in der die Studierenden in der Regel vier Tage im Unternehmen arbeiten und zwei Tage studieren. Nach weiteren eineinhalb Jahren wird das Studium mit einer Examensarbeit und einer Abschlussprüfung abgeschlossen. Die frischgebackenen Absolventen erhalten dann einen Diplom-Abschluss mit dem Zusatz BA (Beispiel: Diplom Betriebswirt (BA)).

In der Wirtschaft sind Absolventen einer Berufsakademie sehr gefragt, da sie wissenschaftlich und praktisch ausgebildet wurden. Häufig ist es so, dass die fertigen Studenten nach Abschluss ihrer Ausbildung von ihren Betrieben übernommen werden und dort sehr gute Aufstiegschancen haben.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/alternative_zum_fulltime-studium_66.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>66</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:22:42</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Belastbarkeit und viel Selbstdisziplin!</title>
		<description><![CDATA[Die Plätze für VWA-Ausbildungen sind rar. Die Bewerberzahlen hoch. Was von Bewerbern für eine VWA-Ausbildung genau erwartet wird, erklärt Gerlind Griese, Leiterin der Kaufmännischen Ausbildung bei BASF Coatings.]]></description>
		<text><![CDATA[Ausbildungsplätze, die eine praktische Ausbildung mit einem Studium an einer Berufsakademie kombinieren sind bei Schulabgängern sehr beliebt, da sie eine hervorragende Ausgangsbasis für die berufliche Karriere bilden. Doch wer ist für eine solche Ausbildung geeignet? Gerlind Griese, Leiterin der Kaufmännischen Ausbildung bei BASF Coatings, weiß worauf es ankommt:

Ist die Kombination von Ausbildung und Studium für jedermann geeignet?
Nein, das auf keinen Fall. Wer sich für eine solche Berufsausbildung interessiert, sollte sich sowohl für eine praktische Arbeit interessieren, sich aber auch nicht gegen eine wissenschaftliche und theoretische Beschäftigung mit dem Ausbildungsinhalt sträuben.

Welche Grundvoraussetzungen sollte ein Bewerber mitbringen?
Zunächst einmal, die entsprechende Schulbildung. Das bedeutet Abitur oder einen vergleichbaren Abschluss. Außerdem sind Belastbarkeit und Flexibilität gefragt. Bewerber müssen sich darauf einstellen, sollten sie einen Ausbildungsplatz erhalten, drei relativ anstrengende Jahre mit einer Sechs-Tage-Woche vor sich zu haben. Das geht nicht ohne ein Mindestmaß an Selbstdisziplin.

Auf welche Eigenschaften legen Sie denn besonderen Wert?
In unserem Fall, wir bilden Betriebswirte aus, kommt es zum einen auf sprachliche Kenntnisse, vor allem natürlich Englisch, an. Außerdem sollte ein gewisses mathematisches Verständnis vorhanden sein. Darüber hinaus ist es außerordentlich wichtig, teamfähig zu sein und über kommunikative Kompetenz zu verfügen.

Wie wählen Sie ihre Auszubildenden konkret aus?
Der erste Eindruck ist das Bewerbungsschreiben. Das muss ordentlich und formal korrekt sein. Wichtig ist, dass es authentisch ist. Sätze wie „Die Verbindung von Theorie und Praxis interessiert mich sehr…“ schreibt jeder. Entscheidend ist, warum sich jeder einzelne für eine solche Berufsausbildung interessiert. Dabei ist auch der Lebenslauf sehr aufschlussreich. Welche Hobbys hat jemand? Hat er bereits Praktika gemacht? Letztlich kommt auch dem Foto eine nicht unwichtige Rolle zu.

Nach der Vorauswahl laden wir die aussichtsreichsten Kandidaten zu einem eintägigen Auswahlverfahren ein. Auf Grund der Testergebnisse und der Art und Weise des Verhaltens treffen wir schließlich unsere Entscheidung.

Würden Sie jungen Menschen zu einer solchen Theorie und Praxis vereinenden Ausbildung raten?
Auf jeden Fall. Wer meint den Anforderungen gewachsen zu sein und sich wirklich dafür interessiert, sollte sich bewerben. Die Berufsaussichten nach abgeschlossener Ausbildung zumindest sind nicht die Schlechtesten.

Frau Griese, vielen Dank für diese Auskünfte.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/belastbarkeit_und_viel_selbstdisziplin_65.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>65</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:18:58</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Zwei Fliegen mit einer Klappe</title>
		<description><![CDATA[VWA-Abschluss
Sonja aus Coesfeld hat es geschafft. Sie absolviert eine der begehrten VWA-Ausbildungen bei der BASF Coatings AG in Münster. Wir hatten Einblick in ihren Ausbildungsalltag ...]]></description>
		<text><![CDATA[Es ist kurz vor 8 Uhr, an einem Samstagmorgen. Eigentlich eine Zeit in der man noch gemütlich im Bett liegen möchte. Doch Sonja ist schon eine ganze Zeit lang auf den Beinen. Statt zu schlafen, wie wahrscheinlich die meisten ihrer Altersgenossen, sitzt die 22-Jährige im Auto und ist auf dem Weg nach Münster. Zur Vorlesung. In einer guten halben Stunde geht’s los – erst Betriebswirtschaftslehre, danach Recht. Na klar, auch für Sonja gibt es das eine oder andere, was sie an diesem Samstagvormittag lieber machen möchte, als sich mit Fertigungswirtschaft und Steuerrecht zu beschäftigen. „Aber ich habe es mir ja selbst so ausgesucht. Also will ich mich nicht beklagen“, sagt sie und fährt weiter durch das noch nicht richtig erwachte Münsterland.

Sechs mal in der Woche fährt sie den Weg von Coesfeld nach Münster, abends wieder zurück. Von Montag bis Donnerstag arbeitet sie bei BASF Coatings, einem großen, weltweit tätigen Hersteller von Lackprodukten. An den anderen beiden Tagen steht dann Büffeln auf dem Programm. BWL, VWL und Recht an der Westfälischen Verwaltungs- und Wirtschaftsakademie (VWA) – Alles im Rahmen ihrer Berufsausbildung, einer Kombination aus betrieblicher Ausbildung und betriebswirtschaftlichem Studium. Sonja ist schon zwei Jahre dabei. Die Ausbildung zur Industriekauffrau hat sie in der Tasche, der Betriebswirt (VWA) folgt in einem Jahr.

Als Sonja sich vor rund drei Jahren bei BASF bewarb, wusste sie nicht, was auf sie zukommen würde. Und ursprünglich wollte sie gar nicht unbedingt Industriekauffrau werden. „Ich habe immer schon gerne organisiert. Und Mathematik und Fremdsprachen liegen mir. Ich wollte von Anfang an etwas Kaufmännisches machen“, erinnert sie sich. „Darum habe ich auch schon als Schülerin ein Praktikum bei einer Bank gemacht. Mir war klar, ich wollte eine Ausbildung zur Bankkauffrau machen. Und mich danach vielleicht an der Bankakademie weiterbilden.“ Das letztendlich alles anders gekommen ist, als geplant, war purer Zufall. Sonja wusste damals nichts von einer Kombination aus Ausbildung und Studium. Während einer Berufsberatung beim Arbeitsamt ist sie erstmals auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden und war gleich begeistert.

Nachdem sie sich informiert hatte, welche Firmen eine solche „Doppel-Ausbildung“ anbieten, ging es daran, Bewerbungen zu schreiben. „Für einen guten Ausbildungsplatz hätte ich auch einen Umzug in Kauf genommen, darum habe ich mich sogar bei Firmen im Ruhrgebiet beworben. Dass es jetzt Münster geworden ist, freut mich natürlich.“ Doch der Weg bis zu einem solchen Ausbildungsplatz ist lang und auch nicht ganz einfach. Auch nicht für Sonja.

Rund ein Jahr vor Ausbildungsbeginn hat sie sich bei BASF Coatings beworben. Natürlich in dem Bewusstsein, dass der Traum auch sehr schnell hätte zerplatzen können. Denn die Zahl der Mitbewerber ist nicht gerade klein. Mehrere hundert Interessenten für vier Ausbildungsplätze zum Betriebswirt (VWA) – nicht gerade eine Quote, die einen vor Glück in die Luft springen lässt. Als die Einladung zum Vorstellungsgespräch im Briefkasten lag, war die Freude groß. Die erste Hürde hatte Sonja genommen. Im zweiten Schritt stand nun ein eintägiges Auswahlverfahren auf dem Programm. 25 Bewerber werden dazu gemeinsam eingeladen. An zwei weiteren Tagen folgen noch mal jeweils 25.

Zunächst erwartet die Bewerber ein rund zweistündiger Eignungstest, in dem sie ihr sprachliches und mathematisches Vermögen und die Fähigkeit, sich unter Druck konzentrieren zu können, unter Beweis stellen müssen. Wer hier nicht ausreichend Punkte erreicht, kann seine Hoffnungen mehr oder weniger begraben, da gewisse Fähigkeiten vorausgesetzt werden. Auf den Eignungstest folgt eine Vorstellungsrunde, bei der die Bewerber genauestens beobachtet werden – unter anderem auch von Psychologen. Anschließend geht es zum gemeinsamen Mittagessen, das nicht zum offiziellen Teil gehört. Nach der Pause folgt dann der dritte und letzte Teil des Auswahlverfahrens. Dabei müssen die Kandidaten zeigen, dass sie teamfähig sind und in einer Gruppe erfolgreich zusammenarbeiten können. Gerade die Teamfähigkeit ist eine Schlüsselqualifikation, die in letzter Zeit immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Einzelkämpfer haben es heutzutage schwer.

Sonja erinnert sich noch gut an ihren eigenen Einstellungstest: „Na klar war ein gewisser Druck dabei, schließlich geht es nicht um eine Kleinigkeit, sondern um die eigene berufliche Zukunft. Trotzdem war die Atmosphäre ganz locker und entspannt. Am besten man geht mit der Einstellung daran, entweder es klappt, oder nicht“.

Rund zwei Jahre später stand Sonja dann auf der anderen Seite. Nach ihrem ersten Jahr, indem sie alle kaufmännisch relevanten Bereiche des Betriebes durchlaufen hatte, arbeitete sie in der Ausbildungsabteilung von BASF Coatings – ihrer ersten Schwerpunktabteilung. Dort war sie unter anderem auch für die Organisation und Durchführung der Einstellungstests mitverantwortlich. „Mitentscheiden, wer am Ende eingestellt wird, durfte ich natürlich nicht. Dennoch war es eine interessante Erfahrung, ein solches Auswahlverfahren einmal nicht mit den Augen eines Bewerbers zu sehen“. Gegen Ende des zweiten Jahres stand dann der Wechsel in die zweite Schwerpunktabteilung an. Heute arbeitet Sonja im Vertrieb für Automobillacke. Hier hat sie bereits ihre ersten eigenen Verantwortlichkeiten und betreut ihre eigenen Kunden, für die sie die komplette Auftragsabwicklung koordiniert – von der Fertigung bis zur Auslieferung. „Mir macht meine Arbeit richtig Spaß, auch weil alle Kollegen hier im Betrieb mich ernst nehmen und nicht wie eine Auszubildende behandeln.&quot;

In rund sechs Monaten wird Sonja dann von der Arbeit freigestellt, um ihre Examensarbeit zu schreiben und sich auf die Abschlussprüfung vorzubereiten. Wenn alles gut geht, ist sie in einem Jahr Betriebswirtin (VWA). Doch daran denkt Sonja momentan noch nicht. Jetzt steht erstmal die Vorlesung Betriebswirtschaft auf dem Programm. Kurz vor 13 Uhr ist dann endlich Wochenende.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/zwei_fliegen_mit_einer_klappe_64.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>64</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:13:57</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Baukasten Stundenplan</title>
		<description><![CDATA[]]></description>
		<text><![CDATA[An der Hochschule müssen sich Studenten ihren Semesterstundenplan selbst zusammenstellen. Dies sollte beim Erstellen des Stundenplans generell beachtet werden:

In dem kommentierten Vorlesungsverzeichnis, das im Fachbereichs- oder Institutssekretariat erhältlich ist, werden die Veranstaltungen der Uni aufgeführt. Ausserdem stellen viele Hochschulen, eine digitale Version zum Download im Internet bereit. Im kommentierten Vorlesungsverzeichnis sind alle fachspezifischen Veranstaltungen aufgelistet und sind mit einem kurzen, charakterisierenden Kommentar der Dozenten und konkreten Literaturangaben versehen.

Im Grundstudium sind die Formen der Lehrveranstaltungen: Vorlesungen, Proseminare, Kurse und Übungen. Welche Veranstaltungen im Grundstudium belegt werden müssen, steht in der Studien- und Prüfungsordnung.

Ohne Zugangsbeschränkung sind fast nur Vorlesungen. Bei einem Proseminar ist meistens eine Anmeldung notwendig. Listen hängen bei den jeweiligen Instituten aus. Bei Laborkursen oder anderen Seminaren, steht nur eine begrenzte Zahl von Arbeitsplätzen zur Verfügung. Wer alle Informationen über das Lehrangebot zusammen hat, kann beginnen, den eigenen Stundenplan zu erstellen. Viele Erstsemester machen den Fehler, sich zu übernehmen und belegen 30 Semesterwochenstunden (SWS) oder mehr. Jede Lehrveranstaltung erfordert einen hohen Aufwand an Vor- und Nachbereitungszeit. Es sollte am Anfang nur an so vielen Veranstaltungen teilgenommen werden wie nötig – an diesen dafür aber intensiv und erfolgreich. Als Richtwert gilt: Nicht mehr als 20 SWS. Beim Erstellen des Stundenplans helfen die studentischen Fachschaften und die Studienfachberater weiter.

Vor allem bei den Natur- und Ingenieurwissenschaften, werden vor dem Beginn des ersten Semesters Vorkurse angeboten, die das Schulwissen wieder auffrischen und die Studienanfänger auf ein einheitliches Leistungsniveau bringen sollen. Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte an diesen Seminaren unbedingt teilnehmen. Vielerorts werden weitere Veranstaltungen angeboten, die den Einstieg in das Hochschulleben erleichtern. Es gibt in allen Fächern fachbezogene Einführungsveranstaltungen. Hier wird den Studienneulingen grob der Verlauf des Studiums aufgezeigt, Fragen zum Fach und zur Stundenplangestaltung beantwortet.

Tutorien sind Seminare, die Einführungskurse und Vorlesungen begleiten. Hier besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Probleme zu beseitigen, die in den eigentlichen Seminaren nicht behandelt werden können.

Viele Bibliotheken bieten zu Semesterbeginn Führungen an. Hier lernt man, wo welche Bücher zu finden sind und wie diese ausgeliehen werden können. Der Besuch dieser Veranstaltungen ist dringend zu empfehlen – in einigen Fächern sogar vorgeschrieben.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/baukasten_stundenplan_63.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>63</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:06:50</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>Studieren ja - aber was?</title>
		<description><![CDATA[Die Qual der Wahl
Wer sich bei der Wahl seines Studienfaches unsicher ist, sollte kompetente Hilfe in Anspruch nehmen. Eine Anlaufstelle ist die Zentrale Studienberatung (ZSB).]]></description>
		<text><![CDATA[Für jeden Abiturienten stellt sich die Frage: Was werde ich nach der Schule machen? Eine Ausbildung oder doch lieber ein Studium? Mit der Beantwortung dieser Frage ist es jedoch längst noch nicht getan. Fällt die Entscheidung zu Gunsten eines Studiums, ergeben sich viele weitere Fragen. Welcher Studiengang ist der richtige für mich? Biologie oder doch lieber Geschichte? Welche Fächer bieten aussichtsreiche Berufschancen? Und ist ein Diplom besser als ein Magister? Wenn ich mich entschieden habe, wie komme ich an meinen Studienplatz? … Hilfestellung bei der Beantwortung all dieser Fragen gibt die Zentrale Studienberatung (ZSB), die nahezu an jeder Hochschule zu finden ist. 

Peter Schott, Diplompsychologe und Studienberater an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster, verrät, worauf es beim Studium ankommt:

Herr Schott, wer kann zu Ihnen in die Beratung kommen? Und wobei können Sie behilflich sein?
Wir sind einerseits für unsere Studenten, aber auch für Schüler zuständig. Das bedeutet, wir beschäftigen uns mit Fragen der Studienwahl, mit Zulassungsbedingungen und vor allem Entscheidungsfragen. Während des Studiums sind wir Ansprechpartner für alle Fragen rund ums Studium. Das geht so weit, dass wir auch bei persönlichen Problemen mit Rat zur Seite stehen.

Bei konkreten, organisatorischen Fragen in der Studieneingangsphase – beispielsweise bei der Frage „In welchen Räumen findet welche Veranstaltung statt?“ oder „Welche Seminare soll ich besuchen?“ – ist es hingegen besser, sich an die Fachstudienberatungen oder die einzelnen Fachschaften zu wenden.

Das heißt, Sie helfen bei der Entscheidungsfindung. Haben Sie denn dabei noch viel Arbeit zu leisten oder haben die jungen Leute, die zu Ihnen kommen, schon konkrete Vorstellungen von dem, was sie studieren möchten?
Das ist sehr bunt gemischt. Einige haben genaue Vorstellungen und fragen sehr spezifisch. Andere haben überhaupt gar keine Ideen und wieder andere werden von ihren Eltern in eine Richtung gedrängt, in die sie eigentlich gar nicht möchten.

Wie gehen Sie vor, wenn jemand noch nicht die geringste Vorstellung von seiner beruflichen Zukunft hat?
Leider ist es so, dass viele Leute glauben, sie kommen zu uns in die Sprechstunde und wir nennen Ihnen dann den Studiengang, der für sie optimal ist. Das können wir jedoch nicht. Was wir leisten können, ist, dabei behilflich zu sein, die eigenen Interessensgebiete zu formulieren und zu gewichten. Daraus versuchen wir dann, mögliche Studiengänge abzuleiten.

Wie genau kommen Sie den Interessen auf die Schliche?
Wir fragen denjenigen zum Beispiel „Womit beschäftigst du dich außerhalb der Schule und womit innerhalb? Was sind deine Hobbys?“ In fast allen Fällen findet sich immer irgendetwas, woran derjenige Spass hat. Nur ganz selten kommt es vor, dass sich jemand für gar nichts interessiert. Dann raten wir häufig dazu, zunächst erst einmal ein Praktikum zu machen, um in einen Beruf hineinzuschnüffeln.

Sollte man eine Entscheidung denn ausschließlich von seinen persönlichen Vorlieben abhängig machen? Ist es nicht möglicherweise besser, danach zu gehen, welche Studiengänge besonders gute Berufsaussichten versprechen?
Leider verfügt niemand über hellseherische Kräfte. Das heißt, auch wir können keinen „tot sicheren“ Tipp abgeben. Wer studiert muss sich an den Gedanken gewöhnen, dass der Studiengang, der bei der Einschreibung noch als Jobgarant galt, ein paar Jahre später schon nicht mehr gefragt ist. Wichtig ist, sich von der Vorstellung zu verabschieden, dass man sich schon bei Studienbeginn auf einen ganz bestimmten Beruf festlegen könne. Studenten müssen heutzutage flexibel sein und versuchen, schon während des Studiums viel auszuprobieren und sich so möglichst viele Wege offen halten.

Außerdem ist es wenig Erfolg versprechend, etwas zu studieren, weil es möglicherweise gute Berufsaussichten bietet – für das man sich im Grunde aber nicht interessiert.

Sollten junge Menschen in Anbetracht solcher Aussichten, denn überhaupt noch studieren?
Wer studieren möchte, sollte dies auf jeden Fall tun. Die Vergangenheit hat immer wieder gezeigt, dass Akademiker stets bessere Chancen am Arbeitsmarkt hatten, als Menschen mit einem anderen Bildungsstand.

Das heißt jeder sollte studieren?
Nein, das heißt es nicht. Studieren sollten nur, wer Lust hat zu studieren. Außerdem sollte man Spaß daran haben, sich über einen längeren Zeitraum mit bestimmten Sachverhalten auf theoretischer Ebene beschäftigen zu können. Wer gleich praktisch arbeiten möchte, sollte besser eine Ausbildung machen. Wichtig ist, dass einem das Fach, das man studieren möchte, auch wirklich liegt.

Und wie lässt sich herausfinden, welche Fächer einem liegen? Und ob ein Studium für einen selbst evtl. zu theoretisch ist?
Es gibt fast überall die Möglichkeit, sich schon vor dem Studium Vorlesungen anzuschauen und sich einen Eindruck von dem Leben an der Uni und den verschiedenen Fachbereichen zu verschaffen. So kann man sich übrigens auch ein gutes Bild von den Menschen machen, mit denen man die nächsten Jahre gemeinsam zu studieren gedenkt. Wenn man anschließend merkt „das ist es, zu diesem Fach fühle ich mich hingezogen“, sollte man sich um einen entsprechenden Studienplatz bemühen.

Dabei helfen Sie dann weiter?
Genau. Wenn sich jemand entschieden hat, was er gerne studieren möchte, folgt der nächste Schritt. Gemeinsam versuchen wir, den Studienwunsch zu realisieren. Das heißt, wir schauen: Welche Unis bieten das entsprechende Fach an? Gibt es Zulassungsbeschränkungen? Wie sind die Aussichten, einen Platz zu bekommen und gibt es Alternativen? Schließlich unterstützen wir bei der Bewerbung.

Irgendwann ist es dann so weit, man hat die Zulassung erhalten und beginnt sein Studium. Läuft dann alles problemlos?
Sicher nicht immer. Der Unterschied zwischen Schule und Uni ist groß, die Umstellung nicht ganz einfach. Zunächst sollte man versuchen sich einzugewöhnen – Kontakt zu anderen Studenten suchen, die Strukturen und Abläufe an der Hochschule kennen zu lernen und erste Erfahrungen in seinem Studienfach zu sammeln.

Die ersten beiden Semester dienen vor allem der Orientierung und sollten immer noch als Teil des Prozesses der Studienwahl begriffen werden. In dieser Zeit stellt sich in der Regel heraus, ob die Studienwahl richtig oder falsch war. Wird klar, dass die gewählte Fächerkombination, die eigenen Erwartungen doch nicht erfüllt, ist das noch lange kein Beinbruch. In diesem Fall versuchen wir von der ZSB gemeinsam mit den Studenten eine passende Alternative zu finden. Wichtig ist, dass man ehrlich zu sich selbst ist und sich eine falsche Studienwahl auch eingesteht.

Herr Schott, vielen Dank für dieses Gespräch.]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/studieren_ja_-_aber_was_62.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>62</guid>
		<pubdate>2007-08-22 16:02:33</pubdate>
	</item>
	<item>
		<title>„Ich glaube, es beginnt die beste Zeit meines Lebens&quot;</title>
		<description><![CDATA[Erfahrungen eines Studienanfängers
„Als ich das Abi in der Tasche hatte, wusste ich: ich will studieren! Was genau, das wusste ich nicht. Also schrieb ich mich ein und merkte schnell, dass ich das falsche Fach studierte. Na und, irren ist menschlich! Dann informierte ich mich und weiß jetzt, was ich will.“]]></description>
		<text><![CDATA[Als Daniel vor etwa zwei Jahren sein Abitur machte, war er sich sicher: Zuerst Zivildienst und dann ab an die Uni. Gesagt, getan. Nach der scheinbar nicht enden wollenden Zivi-Zeit im Krankenhaus, war es dann soweit, die Einschreibung stand bevor. Dabei gab es nur ein Problem – welches Fach er studieren wollte, das wusste er nicht. Und Zeit, um lange zu überlegen hatte er auch nicht. Schließlich war es schon Mitte September und Ende des Monats lief die Einschreibefrist ab. Und für die meisten Fächer war es sowieso zu spät, denn die Bewerbungsfrist für zulassungsbeschränkte Studiengänge war bereits seit Juli verstrichen. Jetzt hieß es, eine Entscheidung musste her – und zwar schnell. Am Ende fiel die Wahl auf Wirtschaftsinformatik.

Für Daniel, der sich in seiner Freizeit mit Web-Design beschäftigt und sogar schon mal für einen bekannten Fernsehsender eine Internetseite entworfen hatte, eine logische Entscheidung. „Ich dachte, was mir in meiner Freizeit Spaß macht, das mache ich bestimmt auch im Studium gern. Da habe ich mich jedoch leider geirrt. Im Nachhinein ist man immer schlauer, diese Erfahrung musste ich wohl erst machen“, sagt der 21-Jährige heute. Ein Semester hat er durchgehalten. Vorlesungen und Seminare besucht, der Stundenplan voll bis oben hin. Das war irgendwie zu viel. Irgendwie zu theoretisch. „Ich habe mir das Fach einfach ganz anders vorgestellt. Mit Sicherheit gibt es Leute, für die es genau das Richtige ist – leider nur nicht für mich.“ Daniels Eltern waren über seinen Entschluss natürlich anfangs nicht gerade begeistert. Doch ihre Versuche ihn umzustimmen, blieben erfolglos. „Es ist Deine eigene Entscheidung“, sagten sie. Und irgendwann war es dann in Ordnung.

Nach dem einen Semester Wirtschaftsinformatik gönnte sich Daniel zunächst eine Auszeit. Schließlich hat das Studentendasein ja auch seine Vorzüge. Das Leben genießen, das war es, was Daniel wollte. Einfach mal nichts tun. Nur das wozu man Lust hat. Und das tat er: Erst der Urlaub in Florida, dann der Trip nach London, ein wenig später Berlin. „Ich brauchte die Zeit für mich. Nur so konnte ich herausfinden, was ich mit meinem Leben anstellen wollte.“ Eines Tages war es dann soweit, Daniel hatte sich gefunden. Zumindest so weit, um sich sicher zu sein, das vergangene Semester abhaken zu wollen und noch mal ganz von vorn anzufangen. Und das diesmal richtig. Mit allem Drum und dran – von Anfang an geplant und durchdacht.

Der erste Schritt führte Daniel ins Internet. Er durchforstete eine Seite nach der anderen nach Studienfächern, Zulassungsbeschränkungen, Berufsaussichten und Bewerbungsverfahren. „Ich glaube, es gibt keine Seite im Internet zum Thema Studium, die ich nicht kenne. Doch die ganze Sucherei hat mich nicht richtig voran gebracht“. Also entschied sich Daniel, professionellen Rat in Anspruch zu nehmen. Wozu gibt es schließlich eine Studienberatung? Einen Telefonanruf und ungefähr eine Woche später hatte er dann einen Termin bei der ZSB – der Zentralen Studienberatung.

Auf dem Flur, wo alle warteten, bis sie an der Reihe waren, wäre er am liebsten einfach abgehauen. Gleich würde irgendein gelangweilter Studienberater ihn ausfragen. Was er das letzte Semester gemacht habe? Und warum er denn nicht wisse, was er wolle? Er wäre ja immerhin schon 21. Als Daniel schließlich der nächste in der Reihe war, war es zum Weglaufen zu spät. – Wenige Minuten später wusste er, dass es auch nicht notwendig gewesen wäre. Eine freundliche Dame, so Ende Vierzig, nahm ihn in Empfang. Und anders als er erwartet hatte, stellte sie nicht eine penetrante Frage nach der anderen. Nur ab und zu fragte sie etwas nach. Merkte hier und da etwas an. Und Daniel erzählte. Was er gern in seiner Freizeit machte. Dass er in der Schule immer von Geschichte fasziniert gewesen war. Weil diese so viel mit der Gegenwart gemeinsam hatte. Und von der Politik, die ihn interessierte, weil sie undurchsichtig und spannend zugleich ist. Nach gut einer Stunde war er wieder draußen, versorgt mit jeder Menge Infomaterial und einem guten Gefühl.

Ein paar Tage später saß Daniel, dem Rat der Studienberaterin nachkommend, in einer Geschichtsvorlesung. Ganz unverbindlich, einfach nur, um sich einen ersten Eindruck zu verschaffen. Das gleiche wiederholte er in den darauf folgenden Wochen mit den Fächern Politik und Ethnologie. Politik gefiel ihm auf Anhieb. Hier war alles so ungezwungen und Dozenten und Studenten machten einen unkomplizierten Eindruck. Bei Ethnologie hingegen hatte er noch Zweifel. Volkskunde, war das etwas für ihn? Er wollte nicht noch einmal den Fehler machen und sich für einen falschen Studiengang entscheiden. Darum entschloss er sich, sich noch näher mit dem Fach zu beschäftigen. Er sprach mit älteren Studenten in der Fachschaft und einem Fachstudienberater. Und endlich war er sich sicher. Ja, jetzt wusste Daniel, was er wollte. Er würde Geschichte, Politik und Ethnologie studieren – auf Magister.

Dem Informationsmaterial, das er von der ZSB bekommen hatte, konnte er entnehmen, dass Geschichte und Ethnologie zulassungsfrei waren. Das heißt, er würde sich einfach einschreiben können. Nur Politik ist hochschulintern zulassungsbeschränkt, der erforderliche Numerus clausus jedoch nicht so hoch. Sein Abiturdurchschnitt war zwar nicht der allerbeste, aber schlecht war er in der Schule auch nicht gewesen. Daniel war sich sicher, einen Studienplatz zu bekommen.

Also besorgte er sich die erforderlichen Bewerbungsunterlagen, was sich dank moderner Technik als kinderleicht erwies. Einfach von der Homepage der Uni downloaden. Etwas komplizierter war es da schon, die Unterlagen richtig auszufüllen. Welcher Schlüssel steht noch gleich für Politikwissenschaft? Und welche Zahl muss man eintragen, wenn man sein Abitur an einem ganz normalen Gymnasium gemacht hat? Nach gut einer Stunde war endlich alles ausgefüllt. Er kontrollierte seine Eintragungen ein letztes Mal und steckte das Formular zusammen mit den erforderlichen Unterlagen, einer beglaubigten Kopie seines Abiturzeugnisses und der Zivildienstbescheinigung, in einen Umschlag und brachte diesen noch am gleichen Tag zur Post. Jetzt hieß es warten. Würde er zugelassen werden? Wenn nicht, was dann? Etwas anderes studieren? Nein, Daniel war sich sicher, dass er Politik studieren wollte. Selbst wenn er dafür noch mal den Studienort wechseln müsste. An anderen Unis war das Fach zum Glück zulassungsfrei.

Ein paar Wochen später, es konnte – so glaubte Daniel – eigentlich nur noch ein Ablehnungsbescheid sein, lag endlich das heiß ersehnte Schreiben von der Uni im Briefkasten. „Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war. Schließlich hieß es alles oder nichts.“ Nach kurzem Zögern öffnete Daniel das Couvert. Zugelassen. Super!

Demnächst schreibt Daniel sich ein – genauer gesagt um, denn er wechselt ja nur den Studiengang und nicht die Universität. Diesmal wird er alle Unterlagen von vornherein dabei haben: Den Nachweis, dass er den Semesterbeitrag überwiesen hat, das Original des Abizeugnisses, seinen Personalausweis und sogar einen Krankenversicherungsnachweis, den er beim letzten Mal vergessen hatte und dann noch ganz eilig von der Niederlassung seiner Krankenversicherung abholen musste. Wahrscheinlich wird er diesen jedoch gar nicht brauchen, da er ja noch eingeschriebener Student ist. Aber sicher ist sicher.

Was er nach dem ganzen Papierkram machen wird, weiß Daniel auch schon. „Ich werde mich auf die Suche nach einem WG-Zimmer machen und von Zuhause ausziehen. Dass gehört doch irgendwie zu einem richtigen Studium dazu. – Ich glaube, es beginnt die beste Zeit meines Lebens.“]]></text>
		<link>http://www.studentenpilot.de/magazine/studiinfo/ich_glaube_es_beginnt_die_beste_zeit_meines_lebens_61.htm</link>
		<pdf>http://www.studentenpilot.de/downloads/studiinfo_05_01.pdf</pdf>
		<author>STUDIInfo</author>
		<magazin>studiinfo</magazin>
		<guid>61</guid>
		<pubdate>2007-08-22 15:52:08</pubdate>
	</item>  </channel>
</rss>
