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Lehrveranstaltungen

Im ersten Semester eines Studiums muss man sich zunächst im „Dschungel“ der angebotenen Lehrveranstaltungen zurechtfinden. Dazu gehört, dass man sich einen Überblick über die verschiedenen Unterrichtsformen verschafft. Im Folgenden werden die wichtigsten Begriffe erklärt:

1. Vorlesung
Wahrscheinlich stammt der Begriff „Vorlesung“ noch aus der Zeit, als sich viele Studenten keine Bücher leisten konnten und deshalb vom Dozenten die Inhalte vorgelesen bekamen. Jedenfalls gilt das reine Vortragen heute als eher schlechte Vorlesung, und die meisten Professoren oder Dozenten gestalten ihren Unterricht lebendiger. Meistens schreiben die Studenten das Wichtigste mit, aber viele Lehrpersonen verteilen auch Skripte mit den besprochenen Inhalten oder stellen sie zum Download im Internet bereit. Bei vielen Vorlesungen werden die Studenten durch Fragen auch aktiv einbezogen.

Die meisten Vorlesungen sind keine Pflichtveranstaltungen und müssen nicht zwangsweise besucht werden. Studenten können sich den dort besprochenen Lehrstoff zwar auch selbständig aneignen, aber dazu gehört viel Selbstdisziplin, so dass die Anwesenheit bei Vorlesungen in jedem Fall zu empfehlen ist.

Die Dauer der Vorlesungen beträgt üblicherweise 90 Minuten. Im Vorlesungsverzeichnis ist der Beginn oft zur vollen Stunde plus „c.t.“ bezeichnet, was die Abkürzung für „cum tempore“ (lat.: mit Zeit) ist und das so genannte akademische Viertel bezeichnet; das bedeutet, dass die Veranstaltung eine Viertelstunde später beginnt. Wenn aber „s.t.“ (sine tempore; lat.: ohne Zeit) angegeben ist, beginnt die Veranstaltung zur vollen Stunde.

2. Seminar
In der Regel gehören Seminare an Hochschulen zu den Pflichtveranstaltungen des jeweiligen Studienganges. Hier sind die Gruppen kleiner und sollen meistens aus etwa fünf bis 20 Leuten bestehen, die intensiv mit dem Seminarleiter zusammen arbeiten. In der Realität nehmen aber oft bis zu 100 Studierende an einem Seminar teil. Das Ziel ist es, das in den Vorlesungen erlangte Wissen zu vertiefen und anwenden zu können.

Die Studenten sollen in den Seminaren lernen, selbständig wissenschaftlich zu arbeiten. Das wird mit Hilfe von Vorträgen, Referaten, Übungen und Diskussionen seitens der Studenten erreicht. Im Grundstudium gibt es die Proseminare, im Hauptstudium die Hauptseminare. Noch eine Stufe über den Hauptseminaren sind die Oberseminare angesiedelt, die meistens für Examenskandidaten angeboten werden. Am Schluss eines Seminars steht häufig eine schriftliche Seminar- oder Hausarbeit oder auch eine Klausur, die es zu bestehen gilt.

3. Blockseminar
Im Gegensatz zu einem normalen Seminar, das sich über ein Semester erstreckt, findet das Blockseminar an einem bestimmten Zeitpunkt im Semester statt. Dabei werden die nötigen Semesterwochenstunden geballt auf einen oder auf mehrere Tage verteilt. Meistens findet ein Blockseminar am Wochenende statt, um andere Lehrveranstaltungen nicht zu behindern. Auch hier stellen die Studierenden in der Regel Referate vor und schreiben Arbeiten. Im Anschluss bekommen sie meistens wie auch bei normalen Seminaren einen Leistungsnachweis.

4. Tutorium
Ein Tutorium, das von einem Tutor (lat.: Schützer) geleitet wird, findet in der Regel begleitend zu Vorlesungen oder Seminaren statt und hat den Sinn, das dort Erlernte zu vertiefen oder zu erläutern. Meistens sind die Tutoren Angestellte der Universität, sogenannte Hilfswissenschaftler („Hiwis“) oder Doktoranden. Sie bringen den Studenten auch Lerntechniken und andere wissenschaftliche Fähigkeiten bei, die sie im Studium benötigen. Dazu gehören unter anderem Literaturrecherche, das Verfassen von schriftlichen Arbeiten und weitere wichtige Grundkenntnisse.

5. Praktikum
Während eines Studiums gibt es freiwillige und Pflichtpraktika. Bei naturwissenschaftlichen Studiengängen wird die studienbegleitende Laborarbeit als Praktikum bezeichnet. Die Prüfungsordnungen schreiben für manche Studiengänge Pflichtpraktika vor. Dazu gehört in der Regel, dass sich der Studierende selbständig um einen Platz kümmert und die geforderten Leistungen erbringt. Bei Medizin- und Pharmaziestudenten wird dieses Praktikum „Famulatur“ genannt und ist ein Teil des Studiums, der in der vorlesungsfreien Zeit meistens unentgeltlich in einem Krankenhaus, einer Arztpraxis oder einer Apotheke abzuleisten ist. Wenn keine Praktika vorgeschrieben sind, ist es trotzdem sinnvoll, sich in den Semesterferien um einen Praktikumsplatz zu bemühen, da sich das bei einer späteren Bewerbung im Berufsleben immer positiv auswirkt.

6. Propädeutikum
Als Propädeutikum wird häufig eine Einführungsveranstaltung bezeichnet, die die Aufgabe hat, Studenten an ein bestimmtes wissenschaftliches Gebiet heranzuführen. Meistens sind diese Veranstaltungen zu Beginn eines Studiums Pflicht.



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