Wikingerschiff
thumb|Abbildung_eines_Wikingerschiffes_aus_dem_Wikingerzeit (800-1100) in Nordeuropa benutzt wurden. Die Schiffe werden nach ihrer Größe und Funktion unterschieden in Langschiff, Knorr und kleinere Schiffe.Siehe auch: Entwicklungsgeschichte des Segelschiffs und Wikingerschiffbau.
Die folgenden Ausführungen orientieren sich im Wesentlichen an dem im Literaturverzeichnis angeführten Werk von Hjalmar Falk von 1912.
Das Schiff
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Der Schiffbau hat während der Wikingerzeit eine große Entwicklung durchgemacht. Zwei Haupttypen lassen sich unterscheiden: Das Langschiff und das Lastschiff, Knorr genannt. Langschiff und Knorr waren in dieser Zeit bereits mit Segeln ausgestattet. Das Schiff hatte ein Deck. Der Platz zwischen den Spanten hieß rúm und war der Aufenthaltsort des Mannes, auf Deck zum Rudern, unter Deck als sein Stauraum und während der Fahrt seine Schlafstätte. Manche Schiffe hatten auch Kajüten.Vita Anskarii Kap. 7. Frauen hielten sich bei Gefahr und Regen im Allgemeinen unter Deck auf. Eine Toilette gab es nicht. Man hockte sich auf die Reling. Der Klogang hieß daher ganga til borðs.
Die Schiffe waren alle unterschiedlich, wenn auch ihre Größe bestimmten Regeln folgte. Daher konnten sie von weitem identifiziert werden. In der Egils saga heißt es: ?Kveidulf und sein Sohn Skallagrim spähten im Sommer immer gut aus auf ihrer Fahrt an der Küste. Kein Mann sah so scharf wie Skallagrim. Er erblickte Hallvard und Sigtrygg auf ihrer Segelfahrt und erkannte ihr Schiff wieder, da er es früher, als Þorgils darauf fuhr, gesehen hatte.?Egils saga Kap. 27. Die Schiffe des Königs waren besonders eindrucksvoll. Sie dienten nicht nur der Repräsentation, sondern wurden auch im Kampf eingesetzt. Berühmt ist die Szene vor der Schlacht bei Svolder:
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Dagr er nú, Hrímgerðr,
en þik dvalða hefr
Atli til aldrlaga,
hafnarmark
þykkir hl?gligt vera,
þars þú í steins líki stendr.Vers 30.
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Der Tag scheint, Hrimgerd:
dich säumte hier
Atli zum Untergange.
Ein lächerlich Wahrzeichen
wirst du dem Hafen
Wie du da stehst ein Steinbild.
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Der Ortskundigste an Bord wurde vom Kapitän zum Lotsen (?leiðsögumaðr?) bestimmt. War keiner an Bord, dann suchte man einen Bauern in benachbarten Gebieten. Der ruderte vor dem ersten Schiff durch das Fahrwasser. In Bergen gab es so viele Lotsen, dass sie eine Innung bildeten. Merkwürdigerweise wird nirgends außer der lateinischen Peilstock kannten.
Wichtig war auch die Kenntnis der Meeresströmungen und -gezeiten (?fløðar?), da man nicht gegen die Strömung segelte.
Bei der Reise an der norwegischen Küste wurde zwischen dem außerhalb der Schären befindliche þjóðleið hit ytra, útleið oder hafleið und dem innerhalb der Schären befindliche Fahrwasser þjóðleið hit innra oder innleið unterschieden.
Fußnoten
Literatur
* Hjalmar Falk: Altnordisches Seewesen. Sonderdruck aus Wörter und Sachen'' Bd. 4. Heidelberg 1912.

