Wiesbaden
Wiesbaden ist die Landeshauptstadt des deutschen Landes Hessen und mit ihren 26 Thermalquellen eines der ältesten Kurbäder Europas.
In dieser zweitgrößten_Stadt des Landes wohnen zusammen mit den in Wiesbaden stationierten US-amerikanischen Soldaten und ihren Familienangehörigen, die bei den Volkszählungen nicht berücksichtigt werden, knapp 287.000 Menschen. Der Großraum Wiesbaden, neben der eigentlichen Stadt hauptsächlich aus dem angrenzenden Rheingau-Taunus-Kreis, den Städten Eppstein, Hochheim am Main, Hofheim am Taunus und den Gemeinden Bischofsheim und Ginsheim-Gustavsburg bestehend, zählt ca. 570.000 Einwohner.
Wiesbaden bildet eines der neun Oberzentren des Landes Hessen und zählt ebenso wie Frankfurt am Main, Mainz, Darmstadt, Offenbach am Main und Hanau zu den Kernstädten des Rhein-Main-Gebiets.
Geographie
Allgemeines
Wiesbaden liegt am rechten Ufer des Rheins gegenüber der rheinland-pfälzischen Landeshauptstadt Mainz und zwar dort, wo der Rhein seine Hauptrichtung von Süden kommend nach Westen ändert. Nördlich der Stadt erstreckt sich das Mittelgebirge Taunus mit seinem in nordöstlicher Richtung verlaufenden Hauptkamm. Wiesbaden breitet sich in einer Gebirgsmulde zwischen diesem Höhenzug und dem Fluss aus, wobei zwischen der Innenstadt und dem Rheinufer ein höher gelegenes Plateau zu überwinden ist. Der höchste Punkt des Stadtgebietes mit 608 m über NN liegt in der Nähe des Gipfels der Hohen_Wurzel auf dem Rheinhöhenweg, tiefster Punkt ist die Hafeneinfahrt von Schierstein mit 83 m über NN. Die Innenstadt (Schlossplatz) liegt auf 115 m über NN.
Das Stadtgebiet hat eine Größe von 204 Quadratkilometern, misst von Nord nach Süd 17,6 Kilometer und von West nach Ost 19,7 Kilometer. Im Norden wird es von ausgedehnten Waldgebieten (27,4 % des Stadtgebietes), im Westen von Weinbergen und im Osten von landwirtschaftlich genutzten Flächen (31,1 %) umgeben. Von der 79 Kilometer langen Stadtgrenze bildet der Rhein 10,3 Kilometer.
Östlich, aber auch westlich und auf dem Stadtgebiet, erstreckt sich der Rheingau, der zu den bekanntesten Weinanbaugebieten in Deutschland zählt (vgl. auch Rheingau (Weinbaugebiet)). Auch innerhalb der Stadtgrenzen wird Wein angebaut (Dotzheim, Frauenstein, Kostheim, Neroberg, Schierstein).
Klima
Ihre Lage in der Gebirgsmulde am Südfuß des Taunus, im Norden und Westen durch den Höhenzug geschützt, verleiht Wiesbaden ein mildes Klima: Die mittlere Jahrestemperatur beträgt 9,5 Grad Celsius, die jährliche Niederschlagsmenge 622 Liter pro Quadratmeter, und die durchschnittliche Sonnenscheindauer im Jahr liegt bei 1.565 Stunden. Wiesbaden zählt damit zu den wärmsten deutschen Städten. Durch die Lage in einer Talmulde und ungünstig platzierte Hochhäuser ist der Luftaustausch in der Innenstadt jedoch eingeschränkt.
Bild:Klimadiagramm-deutsch-Wiesbaden Sued (HE)-Deutschland.png/'>Klimadiagramm von Wiesbaden Süd
Bild:Klimadiagramm-deutsch-Wiesbaden-Dotzheim (HE)-Deutschland.png|Klimadiagramm von Wiesbaden-Dotzheim
Nachbargemeinden
Folgende Gemeinden grenzen an die Landeshauptstadt Wiesbaden oder werden nur durch den Rhein von ihr getrennt; sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
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¹ diese Stadtbezirke gehörten bis 1945 zu Mainz. Die Militärverwaltungen der Besatzungsmächte Frankreich und USA legten jedoch den mitten durchs bisherige Mainzer Stadtgebiet verlaufenden Rhein als Grenze zwischen ihren Besatzungszonen und folglich auch der neu gegründeten Länder Hessen und Rheinland-Pfalz fest. Drei der sechs rechtsrheinischen_Stadtteile_von_Mainz wurden deshalb der Stadt Wiesbaden zugeordnet. Sie behielten jedoch ihre bisherige Bezeichnungen ?Mainz-?.
Religion
erbaute Marktkirche ist evangelische Hauptkirche der Stadt]]
: nach Markt-, Berg- und Ringkirche die vierte evangelische Kirche der Stadt (1912)]]Das Gebiet der heutigen Stadt Wiesbaden gehörte ursprünglich zum Bistum Mainz.Stefan G. Wolf: Kirchen in Wiesbaden. Gotteshäuser und religiöses Leben in Geschichte und Gegenwart. EDITION 6065. Wiesbaden 1997, ISBN 3-9804715-3-5 1543 wurde durch das damalige nassauische Herrscherhaus die Reformation eingeführt. Vorherrschend war das lutherische Bekenntnis, doch gab es seit dem 18. Jahrhundert auch reformierte Gemeindeglieder. 1817 wurde in Herzogtum Nassau die Union zwischen lutherischen und reformierten Gemeinden durchgeführt. Sie gehörten somit zur Evangelischen_Landeskirche_in_Nassau, die 1934 beziehungsweise 1945/1946 mit der Evangelischen_Landeskirche_in_Hessen (Darmstadt) zusammengeschlossen wurde. Innerhalb dieser Landeskirche gehören die Gemeindeglieder zum Dekanat Wiesbaden der Propstei Süd-Nassau. Als Reaktion auf die Union 1817 entstanden Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirchengemeinden, die ihren lutherischen Glauben im Gottesdienst und Lehre leben wollten. So auch in Wiesbaden. Die Evangelisch-Lutherische Christusgemeinde Wiesbaden gehört heute zum Kirchenbezirk Hessen-Süd der Selbständigen_Evangelisch-Lutherischen_Kirche, deren besonderes Kennzeichen die Lutherischen Hochmessen sind.
Seit dem 18. Jahrhundert gab es auch vereinzelt wieder katholische Gemeindeglieder in Wiesbaden, die anfangs der Kirche in Frauenstein eingepfarrt waren. Seit 1791 konnten sie auch in Wiesbaden wieder öffentlich Gottesdienst feiern und 1801 erhielten sie ihr eigenes Bethaus. Später bauten sie sich wieder eigene Kirchen. Sie gehören zur Diözese_Limburg, die 1827 für das damalige Herzogtum Nassau neu gegründet wurde. Innerhalb des Bistums Limburg gehören die Pfarrgemeinden der Stadt Wiesbaden (mit Ausnahme der ehemals zur Stadt Mainz gehörigen Gemeinden, welche zum Bistum Mainz gehören) zur gleichnamigen Region Wiesbaden.
Die jüdische Gemeinde in Wiesbaden konnte im Jahr 1869 ihre prächtige Synagoge, die im maurischen Stil erbaut worden war, auf dem Michelsberg einweihen. Bis ins 18. Jahrhundert hinein wurden Wiesbadener Juden in Wehen auf dem dortigen jüdischen Friedhof beigesetzt. In der Nacht der Novemberpogrome 1938 wurde auch diese Synagoge zerstört. Heute erinnern nur noch Gedenktafeln und ein nachgezeichneter Grundriss auf der Straße. Doch schon im Dezember 1946 wurde eine neue Gemeinde gegründet. Das neue Gotteshaus der jüdischen Gemeinde befindet sich in der Nähe der Polizeistation in der Friedrichstraße in einem stark gesicherten Hinterhof. Am Stadtrand existiert ein jüdischer Friedhof. Durch den Zuwachs aus Osteuropa hat die Gemeinde heute über 700 Mitglieder.
Heutige Religionsgemeinschaften in Wiesbaden:
Alt-Katholische Kirche
Anglikanische Kirche
Apostolische Gemeinde Wiesbaden
* Arabische Gemeinde Gnade und Weisheit (evangelische Freikirche)
Bahai
Baptisten (eine deutsche und zwei amerikanische Gemeinden)
Christian Science
Evangeliumschristen-Baptisten (mehrere russische Gemeinden)
Evangelisch-methodistische Kirche
Evangelische Kirche in Hessen und Nassau (unierte_Kirche; Gliedkirche der EKD)
Freie Christengemeinde
Freie_Evangeliumschristen_Alpha_und_Omega
Freie_Evangelische_Gemeinde
* Freireligiöse Gemeinde
Griechisch-Orthodoxe_Kirche
Jüdische Gemeinde
Kirche des Nazareners
Mormonen (mit Genealogischer Forschungsstelle)
Neuapostolische Kirche
* Rhein-Main Christian Fellowship
Römisch-Katholische Kirche (mehrere Gemeinden)
Russisch-Orthodoxe Kirche im Ausland
Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche frühere Kirchenbezeichnung: Evangelisch-Lutherische (altlutherische) Kirche
Siebenten-Tags-Adventisten
Zeugen Jehovas (mehrere mehrsprachige Gemeinden)
Politik
Funktion als Landeshauptstadt des Bundeslandes Hessen
hat seinen Sitz im ehemaligen nassauischen Stadtschloss am Schlossplatz]]
Seit 1949 ist Wiesbaden Landeshauptstadt des Bundeslandes Hessen; hier sind alle Organe der Hessischen_Landesregierung angesiedelt. Dazu gehören der Landtag, die Staatskanzlei als Sitz des Hessischen Ministerpräsidenten sowie alle Landesministerien.
Verwaltung der Stadt Wiesbaden
An der Spitze der Stadt Wiesbaden standen über viele Jahrhunderte der Schultheiß und die Schöffen des Stadtgerichts. Ihnen standen zwei Bürgermeister zur Seite, welche das eigentliche Organ der Selbstverwaltung darstellten. Seit dem 15. Jahrhundert traten die Bürgermeister oftmals als eigentliche Stadtvorstände in Erscheinung, wurden dann aber wieder vom Schultheiß abgelöst. 1775 erhielt das Stadtgericht durch Fürst Karl_Wilhelm_von_Nassau den Ehrentitel Stadtrat. Dieser stellte später jedoch die staatliche Polizeidirektion dar.
Neben dem Gericht gab es seit dem 15. Jahrhundert auch einen Rat. Die Bürgermeister erhielten in preußischer Zeit den Titel Oberbürgermeister. Heute wird der Oberbürgermeister direkt vom Volk gewählt. Die ebenfalls vom Volk zu wählende Stadtverordnetenversammlung umfasst seit der letzten Kommunalwahl 81 Sitze, die sich wie folgt verteilen:
Stadtverordnetenversammlung (Kommunalwahl 2006)
Die Sitzverteilung der Wiesbadener Stadtverordnetenversammlung, welche im Neuen_Rathaus am Schlossplatz tagt, sieht wie folgt ausAngaben zur Sitzverteilung in der Stadtverordnetenversammlung aus [http://www.wiesbaden.de www.wiesbaden.de/politik/Stadtverordnetenversammlung]:
Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden
Oberbürgermeister der Stadt Wiesbaden ist seit 1997 Hildebrand Diehl (CDU). Seine Amtsvorgänger sind in nachfolgender Liste aufgeführt.Angaben zu den ehemaligen Oberbürgermeistern aus [http://www.wiesbaden.de www.wiesbaden.de/politik/Oberbürgermeister] Derzeitige Stadtverordnetenvorsteherin ist Angelika Thiels (CDU).
Wappen
Das Wappen der Stadt Wiesbaden zeigt in Blau drei (Oben zwei, unten eine) goldene Lilien, auch Fleur-de-Lis genannt. Die Stadtflagge ebenso wie das Wappen ein blaues Tuch mit den drei goldenen Lilien, welche im 16. Jahrhundert erstmals in den Stadtsiegeln auftauchten und französischer Herkunft sein sollen. Die drei Lilien sind auch im Familienwappen der Bourbonen und deshalb auch im Wappen Spaniens enthalten.
Die Stadtfarben blau/gelb stammen noch aus der Zeit des Herzogtums_Nassau, deren Residenz Wiesbaden lange Zeit war. Die heutige Form des Wappens wurde 1906 amtlich festgelegt.
Städtepartnerschaften
Wiesbaden unterhält mit folgenden Städten StädtepartnerschaftenAngaben über die Städtepartnerschaften aus [http://www.wiesbaden.de www.wiesbaden.de/Stadtinformation/Partnerstädte]:
Patenschaft
Wiesbaden ist seit 1953 Patenstadt der Karlsbader.
Wirtschaft und Infrastruktur
Allgemeines
Wiesbaden als Teil des Rhein-Main-Gebietes ist in erster Linie eine Dienstleistungsstadt, auch aufgrund des hohen Verwaltungsanteils als Landeshauptstadt. Der Anteil der verarbeitenden Industrie ist in den letzten Jahrzehnten kontinuierlich zurückgegangen, er macht mittlerweile etwas weniger als ein Drittel der Wiesbadener Wirtschaftsleistung aus. Neben den üblichen Landesverwaltungen und Ministerien haben auch das Bundeskriminalamt, das Landeskriminalamt Hessen, das Statistische_Bundesamt, das hessische Statistische_Landesamt und die Deutsche Klinik für Diagnostik ihren Sitz in Wiesbaden. Des Weiteren ist Wiesbaden Sitz zahlreicher anderer Organisationen, wie des Karl-Bräuer-Instituts des Bundes_der_Steuerzahler und der Gesellschaft für deutsche Sprache.
Der Tourismus, vor allem im Kur- und Kongressbereich, hat einen nicht unerheblichen Anteil am wirtschaftlichen Leben, ist jedoch kein bestimmendes Element.
Insgesamt haben etwa 12.000 Unternehmen vom Handwerksbetrieb bis zu größeren Konzernen ihren Sitz in Wiesbaden, darunter auch so bekannte Firmen wie Abbott, CSC_Ploenzke_AG, Dyckerhoff (Bezirk Amöneburg), Ferrari Deutschland (Bezirk Schierstein), Linde AG (Bezirk Kostheim) oder die R+V Versicherung.
Thermalquellen, Kurbetrieb und Gesundheitswesen
Wiesbaden ist unter anderem berühmt für seine vielen kochsalzhaltigen Thermalquellen, die für vielfältige Kuren genutzt werden. In erster Linie werden sie bei rheumatischen Erkrankungen und Katarrhen der Atmungsorgane eingesetzt. Die Anwendung erfolgt in erster Linie durch Badekuren und Bewegungstherapie sowie durch Trinkkuren und Schwimmen im Thermalwasser.
In der Innenstadt gibt es 26 heiße Quellen mit Temperaturen zwischen 46 und 66 °C. Mit einer Ergiebigkeit von etwa 2 Millionen Litern täglich ist Wiesbaden damit das bei weitem ergiebigste deutsche Heilbad (zum Vergleich: an zweiter Stelle steht Baden-Baden mit 800.000 Litern täglich). Schon seit der Zeit der Römer sind in der Stadt Bäder in Betrieb, und bis heute sind einige Quellen öffentlich zugänglich, wie zum Beispiel der Kochbrunnen (66 °C), der mit alleine fast 500.000 Litern täglich die ergiebigste Quelle ist. Das römisch-irische Kaiser-Friedrich-Bad wird durch die Adlerquelle (64,4 °C, 167 l pro Minute) versorgt. Ebenso wird das städtische Thermalbad im Aukammtal aus natürlichen Quellen gespeist. Daneben gibt es private Badehäuser, heute in der Regel Hotels, die Thermalbäder betreiben (Badehaus Rose, Schwarzer Bock, Goldenes Ross, Bären und Nassauer Hof). Neben dem Kochbrunnen gibt es noch einige weitere öffentliche Trinkhallen wie den Bäckerbrunnen (49 °C, 65 l pro Minute) und Wiesbadens 27. Quelle, den Faulbrunnen (14?17 °C, 27 l pro Minute), der seinen Namen Schwefelverbindungen mit ihrem typischen Geruch verdankt, aber wegen seiner geringen Temperatur nicht als Therme bezeichnet wird.
Besucher wie Johann Wolfgang von Goethe, Fjodor Dostojewski, Richard Wagner, Johannes Brahms oder Alexej von Jawlensky haben wegen der Quellen und der Spielbank in Wiesbaden Station gemacht.
Nach dem Ersten Weltkrieg, als Wiesbaden seinen Ruf als Weltkurstadt verlor, wurde der bis dahin vorherrschende Kurbetrieb als Amüsementbetrieb auf die klinifizierte Kur umgestellt. Heute gibt es zahlreiche Kur- und Spezialkliniken. Von allgemeinmedizinischen Krankenhäusern bis zu kosmetischen Privatkliniken sind es insgesamt 18 an der Zahl.
Die bekannteste ist sicher die Deutsche Klinik für Diagnostik. Die großen allgemeinmedizinischen Krankenhäuser sind die Dr.-Horst-Schmidt-Kliniken (HSK), das St._Josefs-Hospital und die Asklepios Paulinen Klinik. Zu den großen Kurkliniken zählen die Aukamm-Klinik und die Klinik am Bingert. Daneben gibt es zahlreiche Spezial- und Privatkliniken.
Wein und Sekt
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Wiesbaden liegt im Weinbaugebiet_Rheingau, was sich am deutlichsten während der Rheingauer Weinwoche widerspiegelt, wenn der Schlossplatz am alten Rathaus für ein paar Tage zur ?größten Weintheke der Welt? wird, wie der dazugehörige Slogan lautet. Auch das Weingut am Neroberg, die vielen mittelständischen Winzer oder Sektkellereien wie Henkell, Söhnlein oder Fürst_von_Metternich zeigen dies.
Das kulturelle und vor allem das gastronomische Leben in Wiesbaden wird von Wein und Sekt mitgeprägt, was die Stadt in dieser Hinsicht von anderen Großstädten abhebt.
Verkehr
Hauptartikel: Nahverkehr in Wiesbaden
Die Stadt Wiesbaden ist gut an das deutsche Verkehrsnetz angeschlossen. Durch das südliche Stadtgebiet führt in West-Ost-Richtung die Bundesautobahn A 66 aus dem Rheingau in Richtung Frankfurt am Main. Von ihr zweigen in Richtung Süden die A 643 nach Mainz und in Richtung Südosten die A 671 nach Hochheim am Main ab. Im Osten führt die A 3 vom Frankfurter Kreuz in Richtung Köln vorbei. Folgende Bundesstraßen führen durch das Stadtgebiet: B 54, B 262, B 263, B 417 und B 455.
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Den öffentlichen Personennahverkehr bedienen Busse der ESWE Verkehrsgesellschaft mbH sowie andere im Auftrag der ESWE Verkehr tätigen Unternehmen. Wiesbaden war die erste deutsche Stadt und erste Großstadt der Welt, welche im Jahr 1929 den innerstädtischen Verkehrsbetrieb von Straßenbahnen auf Busse umstellte. Im Jahre 1955 wurde der Straßenbahnbetrieb endgültig eingestellt (siehe Straßenbahn Wiesbaden). Auch die Busspur ist eine Wiesbadener Erfindung. Von hier aus verbreitete sie sich über die ganze Welt.
Wiesbaden ist an das S-Bahn-Netz_Rhein-Main angeschlossen. Der Hauptbahnhof ist Endhaltestelle der S-Bahn-Linien S 1, S 8 und S 9 aus Richtung Frankfurt am Main. Außerdem führt von Wiesbaden aus die rechte Rheinstrecke über Rüdesheim am Rhein bis nach Koblenz sowie die Ländchesbahn über die Vororte Erbenheim, Igstadt und Auringen/Medenbach nach Niedernhausen mit Anschluss nach Limburg an der Lahn. An Sonn- und Feiertagen im Sommerhalbjahr verkehren auf der 1983 stillgelegten Aartalbahn nach Bad Schwalbach und Hohenstein die Museumszüge der Nassauischen_Touristikbahn. Weiterhin ist Wiesbaden seit der Fertigstellung der Neubaustrecke Rhein-Main?Köln an das ICE-Netz angeschlossen und damit seit 2002 wieder ein Fernbahnhof. Alle Linien im Wiesbadener und Mainzer Stadtgebiet sind zu einheitlichen Preisen innerhalb des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) zu benutzen. Für Verbindungen aus dem und in das Gebiet des Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbunds (RNN) kann auch dieser Tarif bis Wiesbaden angewendet werden.
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Vor einigen Jahren wurde eine Wiesbadener_Stadtbahn als Ergänzung zum Busliniennetz als Idee eingebracht. Dieses Projekt fand sowohl Befürworter als auch Gegner. Einige Parteien sprachen sich in der Stadtpolitik für dieses Projekt aus. Die Firma ESWE plante, die Stadtbahn bis zum Ende des Jahrzehnts zu verwirklichen. Momentan wird das Projekt von der Mehrheit im Stadtrat abgelehnt.
In Wiesbaden befindet sich die Nerobergbahn, eine mit Wasser betriebene Standseilbahn.
In der Nähe der Stadt gelegen ist das Funkfeuer WBD einer internationalen Luftstraße.
Film und Medien
In Wiesbaden haben zahlreiche Medienunternehmen ihren Sitz. Beispielhaft sei hier der Standort Unter den Eichen genannt, von wo aus das ZDF von 1964 bis 1984 gesendet hat.Angaben zur Geschichte des ZDF von [http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/0/0,1872,2001856,00.html www.zdf.de] Heute ist hier noch die Taunusfilm GmbH angesiedelt, in der zahlreiche Fernsehproduktionen durchgeführt werden, sowie der Fachbereich 9 der Fachhochschule Wiesbaden, an der man den Studiengang Medienwirtschaft absolvieren kann. Seit 2002 befindet sich dort auch der nichtkommerzielle Lokalsender Radio RheinWelle 92,5.
Wiesbaden ist aber auch als Sitz von Filmverbänden und -institutionen von überregionaler Bedeutung.
So befindet sich die Spitzenorganisation der Filmwirtschaft (SPIO) ebenso in der hessischen Landeshauptstadt wie die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) oder die Filmbewertungsstelle (FBW). Ebenso die Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung, die einen Großteil des deutschen Filmerbes verwaltet, pflegt und erhält sowie das Archiv des Deutschen Filminstitutes.
Direkt im Wiesbadener Landtag unterhält der Hessische_Rundfunk ein Fernseh- und Hörfunkstudio. Außerdem ist in der Nähe die Redaktion des TV-Politmagazins ?de facto? untergebracht. Nicht weit vom Landtag entfernt betreibt der private Radiosender Hit Radio FFH sein Regionalstudio.
Seit dem 20. Februar 2007 sendet der Stadtsender TV-Wiesbaden[http://www.tv-wiesbaden.de TV Wiesbaden], ein Regionalprogramm in Wiesbaden.
Daneben sind zahlreiche Verlage in der Stadt ansässig (unter anderem Deutscher Genossenschafts-Verlag, Verlag Dr. Th. Gabler, Westdeutscher Verlag und Vieweg)
In Wiesbaden erscheinen die Tageszeitungen Wiesbadener Kurier und Wiesbadener Tagblatt.
Bildung
In Wiesbaden ist eine Fachhochschule, die Fachhochschule Wiesbaden, beheimatet. Diese wurde 1971 durch Zusammenschluss von Ingenieurschulen in Geisenheim, Idstein und Rüsselsheim sowie der Werkkunstschule Wiesbaden gegründet und ist eine Fachhochschule des Landes Hessen. Von den insgesamt circa 8.500 Studenten der FH fallen etwa 5.500 dem Standort Wiesbaden zu.Angaben zu den Studienzahlen der FH Wiesbaden von [http://fh-web1.informatik.fh-wiesbaden.de/go.cfm/fb/0/lpid/100/sprachid/1/sid/0.html www.fh-wiesbaden.de] In Wiesbaden findet sich keine Universität. Damit ist Wiesbaden die nach Einwohnern größte Stadt und neben Schwerin die einzige Landeshauptstadt in der Bundesrepublik Deutschland ohne eine solche Bildungseinrichtung.
An der direkt am Hauptcampus der FH angesiedelten Verwaltungsfachhochschule gibt es weitere 770 Studenten.
Es gibt Überlegungen der privaten European Business School, von Oestrich-Winkel nach Wiesbaden umzuziehen. Als Sitz ist die Villa Söhnlein-Pabst am Warmen Damm im Gespräch. Außerdem möchte sie das Fächerangebot ausweiten und sich als Universität anerkennen lassen.
Neben den Universitäten in Frankfurt, Mainz und Darmstadt ist in Idstein die Europa Fachhochschule Fresenius angesiedelt.
Die Größe des Bildungsangebotes zeigt sich in den über hundert staatlichen und privaten Schulen. Neben 40 Grundschulen gibt es 23 Berufsbildenden_Schulen, zwölf Gymnasien, sieben Realschulen, sieben Hauptschulen, neun Sonderschulen und sieben Gesamtschulen).
Sehenswürdigkeiten und Tourismus
Siehe auch Liste der Sehenswürdigkeiten von Wiesbaden
Allgemeines
Wiesbaden und seine Umgebung bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten.Baedeker Stadtführer, Wiesbaden, Rheingau. Karl Baedeker Verlag, Ostfildern-Kemnat. Dezember 2001, ISBN 3879540764Gottfried Kiesow: Das verkannte Jahrhundert. Der Historismus am Beispiel Wiesbaden. Monumente-Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz, Bonn 2005, ISBN 3-936942-53-6 (Buch und CD-ROM)Berthold Bubner: Wiesbaden. Baudenkmale und Historische Stätten. Wiesbaden 1993, ISBN 3-922604-20-X Siehe hierzu auch Liste der Sehenswürdigkeiten von Wiesbaden. Der Tourismus, verbunden mit der Funktion als Kur-, Kongress- und Landeshauptstadt, bietet einen nicht unerheblichen Wirtschaftsfaktor. Die Übernachtungszahlen liegen bei 962.000 Übernachtungen jährlich. Zum Vergleich: Berlin: 11,33 Millionen. Frankfurt am Main: 3,93 Millionen. Bremen: 1,04 Millionen. Heidelberg: 0,83 Millionen.
Es stehen in 67 Hotels und Pensionen ca. 6.200 Betten zur Verfügung. Die Jugendherberge am Elsässer Platz ist eine der größten in Deutschland und hat 220 Betten. Hinzu kommen noch drei Campingplätze mit 6.400 Gästen beziehungsweise 11.800 Übernachtungen jährlich.
Schlossplatz
Hauptartikel: Schloßplatz (Wiesbaden)
, rechts das ehemalige Stadtschloss der nassauischen Herzöge, heute Sitz des Hessischen_Landtags]]
Als Mittelpunkt der historischen Altstadt innerhalb des Historischen_Fünfecks bildet der Schloßplatz die Keimzelle des mittelalterlichen Wiesbadens und ein Ensemble von historischen Gebäuden. Hier stehen das älteste erhaltene Gebäude der Innenstadt, das Alte_Rathaus, erbaut 1608 bis 1610, das heute als Standesamt dient, sowie das von Georg von Hauberrisser 1884 bis 1887 errichtete Neue_Rathaus.
Die Nordseite des Platzes dominiert das ehemalige Stadtschloss der Nassauischen Herzöge aus den Jahren 1837 bis 1842, dessen erhaltene historischen Innenräume im Kontrast zu seinem schlichten Äußeren stehen. Während Wiesbadens Zeit als Weltkurstadt nutzte Kaiser_Wilhelm_II. das Stadtschloss bei seinen zahlreichen Aufenthalten als Wohnsitz. Heute ist hier der Hessische_Landtag untergebracht. Der zugehörige Plenarsaal befindet sich im Innenhof.
Die 1853 bis 1862 von Carl Boos erbaute evangelische Marktkirche mit ihren fünf Türmen, von denen der 98 m hohe Hauptturm bis heute das höchste Gebäude der Stadt ist, wurde als ?Nassauer Landesdom? nach dem Vorbild von Schinkels Fiedrichswerderscher_Kirche in Berlin als größter Backsteinbau Nassaus erbaut.
Den östlichen rechtwinkligen Abschluss des Schloßplatzes bildete die 1898 bis 1901 von Felix_Genzmer erbaute Höhere Töchterschule. Sie wurde im Zweiten Weltkrieg zerstört, ebenso wie der Hauptgiebel des Neuen Rathauses.
Südlich von Neuem Rathaus und Marktkirche befindet sich der historische Marktkeller, der von der Marktsäule gekrönt wird.
Wilhelmstraße und Kureck
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um das Jahr 1900]]
Am östlichen Rand des Historischen Fünfecks verläuft die elegante Wilhelmstraße. Neben noblen Geschäften und Cafés stehen hier das Landesmuseum, der Nassauische_Kunstverein, der sich auf junge zeitgenössische Kunst spezialisiert, das 1813 bis 1817 erbaute Erbprinzenpalais (heute Industrie- und Handelskammer) und die Villa Clementine, die 1888 Schauplatz des Wiesbadener Prinzenraubs wurde und später Kulisse für die Verfilmung von Thomas Manns ?Buddenbrooks? war. Das jährlich Anfang Juni ausgerichtete Wilhelmstraßenfest (offiziell: ?Theatrium?) gilt als größtes Straßenfest Deutschlands.
An der Ostseite der Wilhelmstraße wurde 1860 der Landschaftspark Warmer Damm angelegt. An der östlich von ihm verlaufenden Paulinenstraße steht die Söhnlein-Villa, die wegen ihres Washingtoner Vorbilds auch ?Weißes Haus? genannt wird.
Am nördlichen Ende der Wilhelmstraße befindet sich das so genannte Kureck. Mittelpunkt ist das Bowling_Green, eine rechteckige Grünfläche mit zwei imposanten Kaskadenbrunnen, die von einem hufeisenförmigen Gebäudeensemble umschlossen wird: Den Blickfang im Osten bildet das 1905 bis 1907 von Friedrich von Thiersch erbaute Kurhaus, in dem unter anderem die Spielbank untergebracht ist. Hinter dem Kurhaus erstreckt sich der ca. 6,5 Hektar große, nach Vorbild englischer_Gärten angelegte Kurpark. Im Norden des Bowling Greens stehen die Kurhauskolonnaden, mit 129 m Länge die längste Säulenhalle Europas. Ihr gegenüber die Theaterkolonnaden mit dem 1894 eröffneten Hessischen_Staatstheater. Auf der anderen Seite der Wilhelmstraße, gegenüber des Bowling Greens, befindet sich ein Denkmal für Kaiser_Friedrich_III. sowie das Nobelhotel Nassauer Hof.
Ganz in der Nähe des Bowling Greens liegt der Kranzplatz mit dem Kochbrunnentempel. Der Kochbrunnen ist mit einer Förderleistung von ca. 500.000 Liter/Tag und einer Temperatur von 67 °C die ergiebigste Wiesbadener Thermalquelle. In der ehemaligen Trinkhalle am Westrand des Platzes befindet sich heute ein Restaurant. Um den Platz gruppierten sich einige der Wiesbadener Grandhotels: so des älteste Hotel Deutschlands, der bereits 1486 gegründete ?Schwarze Bock?, das ehemalige ?Palasthotel? ? es war das erste überhaupt mit Zimmertelefon ? sowie das ?Hotel Rose?, in dem seit September 2004 die Hessische Staatskanzlei residiert.
Sonstige Innenstadt
: Prototyp des Wiesbadener Programms]]
Unweit des Kranzplatzes steht das historische Kaiser-Friedrich-Bad von 1913, ein römisch-irisches Bad, das von den Thermalquellen mit Wasser beliefert wird, sowie das Römertor, an dem Reste der römischen Heidenmauer erhalten sind.
Die Adolfsallee sowie deren Verlängerung, die Adolfsstraße, führt auf den klassizistischen Luisenplatz. In der Sichtachse an seinem Kopfende steht die katholische St. Bonifatius-Kirche in neogotischem Stil mit ihren beiden 68 m hohen Türmen. Sie wurde von 1844 bis 1849 erbaut. Am Luisenplatz, der 1984 mit einer Tiefgarage versehen und nach historischem Vorbild wieder angelegt wurde, ist auch das Hessische Kultusministerium angesiedelt. Der Waterloo-Obelisk erinnert an die in den Befreiungskriegen 1815 gegen Napoleon gefallenen Nassauer.
Am Südrand des Luisenplatzes verläuft die Rheinstraße nach Westen auf die 1892 bis 1894 von Johannes Otzen erbaute Ringkirche mit ihrem 65 m hohem Zwillingsturm zu. In diesem Bau wurde erstmals das revolutionäre ?Wiesbadener Programm? umgesetzt, welches für den evangelischen Kirchenbau in Deutschland bis zum Ersten Weltkrieg richtungsweisend war. An der Rheinstraße steht auch die Hessische Landesbibliothek mit 600.000 Bänden und historischem Lesesaal, das Hessische Ministerium für Wissenschaft und Kunst sowie die Hauptverwaltung der Nassauischen Sparkasse.
Die Bahnhofstraße verbindet das Neue Rathaus und die Marktkirche am Schloßplatz mit dem Hauptbahnhof. Der Kopfbahnhof mit zehn Gleisen und seinem 40 m hohen Uhrturm in rotem Sandstein entstand 1904 bis 1906 im Stil des Neobarock. Am Bahnhof beginnt auch die um 1900 angelegte, baumbestandene und mit prächtigen Fassaden versehene Ringstraße. An deren Ecke zur Moritzstraße steht das Landeshaus, welches heute das Hessische Ministerium für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung beherbergt.
Außerhalb der Innenstadt
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mit seinem Park: ehemalige Residenz der Herzöge von Nassau]]
auf dem Neroberg mit ihren vergoldeten Kuppeln]]
im nahen Rheingau]]
Vom Nerotal gelangt man mit der 1888 erbauten Nerobergbahn ? einer durch Wasserballast betriebenen Drahtseilbahn ? auf den 245 m hohen Hausberg der Stadt Wiesbaden, den Neroberg. Hier erhebt sich neben dem Städtischen Weingut die Russische_Kirche (im Volksmund auch ?Griechische Kapelle? genannt) mit ihren vergoldeten Kuppeln. Vom Neroberg mit seinem Monopteros und dem Opelbad bietet sich eine schöne Aussicht auf die Innenstadt bis hin zum Rhein.
Die Burg Sonnenberg im Stadtteil Sonnenberg stammt aus dem 13. Jahrhundert und erhebt sich auf einem Hügel inmitten eines engen Tals. Von ihrem Turm aus kann man gut die größtenteils noch erhaltene Stadtmauer von Sonnenberg erkennen.
Der Schiersteiner Hafen in Wiesbaden-Schierstein mit seiner Regatta-Strecke bietet eine schöne Hafenpromenade mit mediterranen Flair, welche liebevoll auch ?Schiersteiner Riviera? genannt wird. Beim alljährlich im Juli stattfindenden Hafenfest mit abschließendem Feuerwerk wird auch ein Drachenboot-Rennen ausgerichtet.
In Wiesbaden-Dotzheim ist ein Endbahnhof der Nassauischen Touristikbahn, die auf der Strecke der Langenschwalbacher Bahn, auch ?Aartalbahn? genannt, einen Museumsbahnbetrieb unterhält. Die Bahnstrecke von Wiesbaden nach Diez steht als technisches Denkmal unter Schutz und ist mit etwa 60 km wohl das längste Denkmal Deutschlands.
Das barocke Biebricher_Schloss entstand 1700 bis 1750 als Residenzschloss der Nassauischen Herzöge direkt am Rheinufer in Wiesbaden-Biebrich. Im angrenzenden, 50 ha großen und im Stil englischer Landschaftsgärten mit See und Burgruine angelegten Schlosspark findet jedes Jahr an Pfingsten das traditionelle Pfingst-Reitturnier (Dressur- und Springreiten) statt.
Am nordwestlichen Stadtrand von Wiesbaden, schon im Waldgebiet des Taunus, ist der Tier- und Pflanzenpark Fasanerie ein beliebtes Ausflugsziel. Von hier aus sind auch Wanderungen auf den Schläferskopf mit seinem Aussichtsturm möglich.
Im Wiesbadener Stadtteil Mainz-Amöneburg liegt die Fossilienfundstätte Mosbacher Sande mit rund 500.000 Jahre alten Fossilien aus dem Eiszeitalter.
Im Stadtteil Mainz-Kastel steht die aus dem frühen 19. Jahrhundert stammende Festung Reduit. Sie beherbergt das Museum Castellum mit Exponaten aus mehreren Epochen der Lokalgeschichte, unter anderem aus der Römerzeit.
Ebenfalls in Mainz-Kastel ist im Museum Römischer Ehrenbogen das Fundament des ?Germanicus-Bogens? zu sehen. Dieser Ehrenbogen war im Jahr 19 n. Chr. zum Gedenken an den Feldherrn Germanicus Julius Caesar, Sohn des Drusus, erbaut worden und war über 20 m hoch und mehr als 12 m breit.
Ausflugsziele
Der nahe gelegene Rheingau bietet mit seinen Weinbergen, dem Kloster Eberbach, dem Niederwalddenkmal, den Altstädten von Rüdesheim, Eltville und Kiedrich sowie seinen zahlreichen Schlössern und Burgen ein lohnendes Ausflugsziel. Der Rheinsteig, der neue Wanderweg von Wiesbaden-Biebrich nach Bonn, berührt alle Burgen auf der rechten Rheinseite des Mittelrheins.
Der Taunus bietet mit seinen bewaldeten Höhenzügen Gelegenheit zum Wandern und Radfahren. Sehenswert sind die Fachwerkstädte Idstein und Eppstein sowie Hochheim am Main. Über das Sommerhalbjahr, immer an Sonn- und Feiertagen, erschließt die oben schon erwähnte Aartalbahn mit musealen Fahrzeugen den Taunus für Ausflügler und Wanderer. Erreichbar sind vom Bahnhof Wiesbaden-Dotzheim aus derzeit die Stationen Chausseehaus, Eiserne Hand, Hahn-Wehen, Bleidenstadt, Bad Schwalbach, Breithardt und Hohenstein.
Das Taunus-Wunderland zwischen Wiesbaden und Bad Schwalbach ist ein Freizeitpark für Kinder und Jugendliche.
Auch die Großstädte Frankfurt am Main und Mainz sind mit der S-Bahn bequem zu erreichen.
Touristik-Routen
In Wiesbaden beginnt die Bäderstraße. Sie führt über Bad Schwalbach und Schlangenbad nach Bad Ems an der Lahn. Die Rheingauer Riesling-Route führt von Flörsheim am Main über Hochheim kommend durch das südliche Stadtgebiet in den Rheingau.
Die Deutsche Fachwerkstraße verläuft durch das westliche Stadtgebiet: von Hochheim über Eppstein und Idstein nach Limburg an der Lahn. Der Rheinsteig, der neue Wanderweg von Wiesbaden-Biebrich nach Bonn, berührt alle Burgen auf der rechten Seite des Mittelrheins.
Die Route der Industriekultur Rhein-Main umfasst die Talsohle (Industriegeschichte zwischen Neroberg und Salzbachtal) und die Flussroute (Industriegeschichte zwischen Schierstein und Mainz-Kostheim).
Kultur und Sport
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Hauptartikel: Kultur in Wiesbaden
Theater und sonstige Veranstaltungsorte
Das am 16. Oktober 1894 von Kaiser_Wilhelm_II. feierlich eröffnete heutige Hessische_Staatstheater ist das bedeutendste Theater der Stadt. Mit 600 Mitarbeitern bietet es auf insgesamt fünf Bühnen 20 Neuinszenierungen im Jahr.Daten zum Hessischen Staatstheater aus [http://www.theater-wiesbaden.de www.theater-wiesbaden.de] Alljährlich finden hier bereits seit 1896 die Internationalen_Maifestspiele statt. Im Jahr 2004 fanden sich zu 886 Aufführungen über 300.000 Besucher ein. Dies bedeutete im Großen Haus eine Auslastung von ca. 75 %.Zahlen aus [http://www.wiesbaden.de www.wiesbaden.de/Stadtinformation/Wiesbaden in Zahlen]
Die Rhein-Main-Hallen an der Ecke Wilhelmstraße/Rheinstraße, die 1957 eröffnet und in den letzten Jahren umfangreichen Modernisierungen unterzogen wurden, bilden häufig den Rahmen für Messen (zum Beispiel die jährlich stattfindende Verbrauchermesse ?HAFA?), Konzerte, Kongresse und sonstige Veranstaltungen. Hier fand auch schon der bekannte von der Deutschen_Sporthilfe ausgerichtete Ball des Sports statt. Insgesamt sind es ca. 100 Veranstaltungen mit 400.000 Besuchern im Jahr.Informationen von [http://www.rhein-main-hallen.de www.rhein-main-hallen.de]
Das Kurhaus, in dem auch die Spielbank untergebracht ist, beherbergt zwei Festsäle, in denen vor allem im größeren Friedrich-von-Thiersch-Saal ein breit gefächertes Kulturangebot dargeboten wird.
Weitere bekannte Veranstaltungsorte sind das Pariser Hoftheater, der Tattersall, das Thalhaus und das Kulturzentrum_Schlachthof.
Museen
- Hessisches Landesmuseum]]
Die Museumslandschaft Wiesbadens ist nicht sehr reich, dafür gibt es aber einige interessante Höhepunkte. Größtes Museum der Stadt, gleichzeitig Hessisches Landesmuseum, ist das Museum Wiesbaden. Es besitzt eine Kunstsammlung, eine Naturhistorische Sammlung und eine Sammlung Nassauischer Altertümer. Letztere soll den Grundstock für ein in den nächsten Jahren geplantes Stadtmuseum Wiesbaden bilden. Zu den bedeutendsten Sammlungen des Museums zählt ein umfassendes Werk des russischen Künstlers Alexej von Jawlensky.
Die Aartalbahn, auch Nassauische Touristikbahn genannt, betreibt eine Museumsbahn auf einer stillgelegten Strecke zwischen Wiesbaden-Dotzheim und Diez. Die denkmalgeschützte Strecke ist damit gleichzeitig das längste Denkmal Deutschlands.Laut Selbstdarstellung auf [http://www.aartalbahn.de/ www.aartalbahn.de]
Sehenswert sind darüber hinaus das Erfahrungsfeld der Sinne im Schloss Freudenberg, das Frauenmuseum, einige Heimatmuseen in den Ortsteilen, das Deutsch-Jüdische Museum (Aktives Museum Spiegelgasse), das Museum der Burg Sonnenberg sowie die Freilichtmuseen mit römischen Ausgrabungsstücken am Römertor.
Literaturangebote
an der Wilhelmstraße]]
Die Stadt beherbergt mehrere große Bibliotheken. Dazu zählen die Bibliothek des Statistischen_Bundesamtes, die größte Spezialbibliothek für Statistik in Deutschland, die Hessische Landesbibliothek mit ca. 600.000 Bänden, das Hessische_Hauptstaatsarchiv, welches unter anderem historisch bedeutende Akten der hessischen Landesministerien aufbewahrt sowie das Stadtarchiv und die Stadtbibliothek mit etwa 160.000 Büchern und elektronischen Medien.
Die Villa Clementine an der Wilhelmstraße wird als Literaturhaus genutzt. Hier hat der Presseclub Wiesbaden seinen Sitz und es werden Lesungen und andere Literarische Veranstaltungen angeboten.
Sport
Der Fußballverein SV Wiesbaden spielte lange im hochklassigen Amateurfußball. Seine Heimspiele trägt der SVW im Stadion an der Berliner Straße aus. Neben diesem Stadion wird bis August 2007 ein neues Stadion entstehen, in dem ab der Saison 2007/2008 der SV Wehen aus dem rund zehn Kilometer von Wiesbaden entfernt liegenden Taunusstein seine Spiele austragen wird. Weitere wichtige Fußballvereine Wiesbadens sind die SG Germania Wiesbaden, der Türkische SV Wiesbaden, der Biebricher FV 02, der FSV Schierstein 08 sowie der etliche Sparten umfassende Großverein TuS Dotzheim. Die SpVgg. Nassau Wiesbaden ist eine Hochburg des Wiesbadener Jugendfußballs.
Die FVgg. Kastel 06 spielte in den Jahren 1963/1964, 1974/1975 und von 1979 bis 1983 in der drittklassigen Amateurliga bzw. Amateur-Oberliga Hessen.
, größtes Stadion der Stadt]]
Neben etlichen Fans von Eintracht Frankfurt existiert in Wiesbaden trotz der Rivalität der beiden Städte eine Fangemeinde des 1. FSV Mainz 05. Anfang 2006 wurde in Erwägung gezogen, das neue Fußballstadion des FSV Mainz in Kastel zu bauen.
Die Damenmannschaft des 1. VC Wiesbaden spielt derzeit in der ersten, die Herren des TuS Eintracht Wiesbaden in der zweiten Volleyball-Bundesliga.
Mit den Wiesbaden Phantoms verfügt Wiesbaden über ein Footballteam, welches in der zweiten Bundesliga Süd spielt.
Das wahrscheinlich wichtigste sportliche Ereignis ist das alljährlich stattfindende Pfingst-Reitturnier im Biebricher_Schlosspark.
In Wiesbaden gibt es außerdem recht viele Schützenvereine. Aus dem Schützenverein Biebrich 1864 stammen beispielsweise einige Olympiateilnehmer und Sieger. Auch kommen aus diesem Verein die derzeitigen Gau-Meister für Jugend und Junioren im Bereich Pistolenschützen. Der Judo-Club Wiesbaden 1922 e.V. (der zu den drei ersten Judovereinen in Deutschland gehörte) stellt neben diversen Erfolgen im Jugendbereich auch eine Männermannschaft in der 1. Judo-Bundesliga und auch Abteilungen wie Ju-Jutsu sind international und national sehr erfolgreich.
Regelmäßige Veranstaltungen
Nachfolgend eine Auswahl der regelmäßigen Wiesbadener VeranstaltungenInformationen zu den regelmäßigen Veranstaltungen aus [http://www.wiesbaden.de www.wiesbaden.de/Leben in Wiesbaden/Feste und Märkte]:
= Frühjahr
=Die Wiesbadener Veranstaltungssaison beginnt Ende März/Anfang April mit goEast, einem Festival des mittel- und osteuropäischen Films. Dieses wurde im Jahr 2001 vom Deutschen_Filminstitut gegründet, um Filme unserer östlichen Nachbarn dem deutschen Zuschauer näher zubringen. Hauptorte der Vorführungen sind das Festivalkino Caligari und die Villa Clementine.
Im Mai trägt das Hessische Staatstheater die Internationalen_Maifestspiele aus, die bereits im Jahr 1896 das erste Mal stattfanden. Vorbild waren damals die Richard-Wagner-Festspiele von Bayreuth.
Ebenfalls im Mai beginnt mit dem Äppelblütefest im Stadtteil Naurod die Freiluftsaison. Hierbei handelt es sich um ein traditionelles Apfelblütenfest, bei dem in Höfen entlang der Hauptstraße hauptsächlich Apfelwein ausgeschenkt wird. Begleitet wird dies von mehreren Festzelten und Fahrgeschäften.
Der sportlich-gesellschaftliche Höhepunkt findet dann an Pfingsten im Schlosspark_zu_Biebrich statt: das Internationale Reit- und Springturnier, bei dem regelmäßig alle Größen des internationalen Reitsports vertreten sind. Parallel wird auf dem Kranzplatz in der Innenstadt in direkter Nachbarschaft zur Hessischen_Staatskanzlei das Kranzplatzfest ausgerichtet.
= Sommer
=Der Sommer beginnt mit einer Großveranstaltung: am zweiten Juniwochenende wird die Wilhelmstraße Schauplatz des Theatriums, welches im Volksmund nur Wilhelmstraßenfest genannt wird. Der offizielle Name leitet sich ab aus ?Theater? und lat. ?atrium? = ?im Freien?. Es handelt sich hierbei um das größte Straßenfest Deutschlands, bei dem an Samstag und Sonntag ca. 400.000 Besucher kommen. Neben kulinarischen Spezialitäten gibt es Musik auf sechs Bühnen. Das Wilhelmstraßenfest gibt es seit 1977.
Im Juli wird die Uferpromenade in Schierstein zur Aussichtsplattform für das Drachenbootrennen im Rahmen des Schiersteiner Hafenfests. Im Juli/August werden zusammen mit der Stadt Mainz zum Teil mit gemeinsamen Touren die Skate_Nights ausgetragen.
Ein weiterer Höhepunkt ist dann im August die Rheingauer Weinwoche auf dem Schlossplatz/Dernschen_Gelände. Auf der ?Längsten Weintheke der Welt? wird an über 100 Ständen ausschließlich Rheingauer_Wein ausgeschenkt.
Ebenfalls im August veranstaltete der Schlachthof im Park von Schloss Freudenberg im Stadtteil Dotzheim das alternative Festival ?Folklore im Garten?, welches mit Musik und einem Markt für Kunsthandwerk aufwarten konnte. Ab 2007 wird dieses Fest direkt auf dem Schlachthofgelände in unmittelbarer Nachbarschaft des Hauptbahnhofes veranstaltet werden; eine Namensänderung ist zu erwarten.
= Herbst
=Im September initiiert der Nassauische_Kunstverein unter dem Namen ?ZusammenKunst? den gemeinsamen Saisonstart aller Wiesbadener Museen und Galerien. Im November findet das exground filmfest in den Kinos der Stadt statt. Ebenfalls im November zeigt die Verbrauchermesse ?Hafa? (= ?Hessens aktuelle Familien-Ausstellung?) in den Rhein-Main-Hallen Neues für den Verbraucher.
= Winter
=Ab dem vierten Donnerstag im Oktober bildet der Elsässer Platz im Westend die Bühne für den ?Andreasmarkt?. Dieses älteste Wiesbadener Volksfest lässt sich bis in das Jahr 1350 zurückverfolgen. Der Wiesbadener Weihnachtsmarkt, ?Sternschnuppenmarkt? genannt, ist seit einigen Jahren wieder auf dem Schlossplatz und Dernschen Gelände angesiedelt. An Silvester gibt es schließlich eine große Feier mit Feuerwerk und Musikuntermalung auf dem Bowling_Green vor dem Kurhaus.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
Hauptartikel: Liste der Ehrenbürger von Wiesbaden
Die Stadt Wiesbaden hat seit 1892 24 Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen. Zu den bekanntesten zählen Wilhelm von Opel, Sohn von Adam Opel, dem Gründer des gleichnamigen Automobilherstellers (Verleihung 1933), Georg August Zinn, hessischer Ministerpräsident von 1951 bis 1969 (Verleihung 1966), Martin Niemöller, Theologe und Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus (Verleihung 1975) und der Chemiker Wilhelm Fresenius (Verleihung 1985). Daneben wurden auch einige ehemalige Oberbürgermeister mit dem Titel geehrt, darunter Georg Krücke (1955), Georg Buch (1968) und Rudi Schmitt (1995).
In Wiesbaden geborene Persönlichkeiten
* 1823, 6. Mai, Wilhelm Heinrich Riehl, seit 1883 von Riehl, ? 16. November 1897 in München, Journalist, Novellist und Kulturhistoriker
* 1833, 19. Dezember, Wilhelm Dilthey, ? 1. Oktober 1911 in Seis bei Bozen, Philosoph, Psychologe und Pädagoge
* 1839, 10. Juli, Adolphus Busch, in Kastel (nun Mainz-Kastel), ? 10. Oktober 1913 in Langenschwalbach (nun Bad Schwalbach)) war ein reicher deutsch-amerikanischer Unternehmer, Brauer und Begründer der Brauerei-Dynastie Anheuser-Busch in den USA.
* 1859, 7. September, Louis Wintermeyer, Landwirt und Politiker
* 1880, 29. Juni, Ludwig August Theodor Beck, ? 20. Juli 1944 (erschossen) in Berlin, Militär und Widerstandskämpfer
* 1888, 29. November, Toni Sender, ? 26. Juni 1964 in New_York, (NY), Politikerin, ab 1924 Reichstagsabgeordnete der SPD
* 1906, 10. August, Dr._Wilhelm_Kempf, ? 9. Oktober 1982 in Wiesbaden, Bischof von Limburg 1949?1981
* 1913 Hans Knöll, ? 1978 in Stralsund, Arzt und Mikrobiologe.
* 1919, 8. Juni, Grete Wurm, ? 28. März 2002 in Stuttgart, Schauspielerin (?Diese Drombuschs?)
* 1921, 25. März, Simone Signoret, Schauspielerin
* 1927, 1. März, Rudi Arndt, ? 14. Mai 2004 bei Kiew, Politiker
* 1928, 12. März, Paul Kuhn, Bandleader, Sänger (?Es gibt kein Bier auf Hawaii?, ?Der Mann am Klavier?)
* 1932, 29. September, Erivan Haub, Eigentümer der Tengelmann-Gruppe
* 1936, 22. Februar, Karin Dor, bürgerlich Kätherose Derr, Schauspielerin
* 1936, 22. November, Hans Zender, Komponist und Dirigent
* 1939, 31. März, Volker Schlöndorff, Regisseur
* 1942, 12. Dezember, Hannelore Rönsch, Bundesministerin für Familie und Senioren 1991?1994
* 1944, 7. Juli, Jürgen Grabowski, Fußballspieler, Weltmeister 1974
* 1946, 10. Mai, Birute Galdikas, Biologin für Verhaltensforschung
* 1948, 18. August, Eleonore Weisgerber, Schauspielerin
* 1953, 6. März, Wolfgang Grams, ? 27. Juni 1993 in Bad Kleinen, Mitglied der Roten_Armee_Fraktion (RAF)
* 1957, 27. Juli, Birgit Hogefeld, ehemaliges Mitglied der Roten_Armee_Fraktion (RAF)
* 1959, 26. Februar, John McEnroe, US-amerikanischer Tennisspieler
* 1960, 15. Dezember, Fred Kogel, deutscher Medienmanager
* 1966, 15. Dezember, Katja von Garnier, Regisseurin
* 1967, 23. Dezember, Thomas Ernst, ehemaliger Torwart vom 1. FC Kaiserslautern
* 1967, 24. Juni, Michael Kessler, Schauspieler und Comedian (unter anderem Schillerstraße und Switch)
* 1984, 29. August, Helge Meeuw, Schwimmsportler
* 1985, 27. Juni, Nico Rosberg, Formel-1-Rennfahrer
Weitere bedeutende Persönlichkeiten der Stadt
Christian Zais (* 1770 in Cannstatt; ? 1820 in Wiesbaden) war ein klassizistischer Architekt und Stadtbaumeister in Wiesbaden.
Carl Remigius Fresenius, * 1818 in Frankfurt am Main, ? 1892 in Wiesbaden, Chemiker, gründete 1848 das Institut_Fresenius.
Konrad Duden, * 1829 Hof Bossigt bei Wesel, ? 1911 in Sonnenberg bei Wiesbaden, Philologe, legte mit seinen Werken (der spätere ?Duden?) die Grundlage der deutschen Einheitsrechtschreibung.
Otto Henkell, * 1869, ? 1929 in Wiesbaden, Sektfabrikant, führte die Sektkellerei Henkell_&_Co zu Weltruhm.
Alexej von Jawlensky, * 1864 in Torschok (Russland), ? 1941 in Wiesbaden, Maler des Expressionismus
Heinrich Kirchhoff, * 1874 in Essen, ? 1934 in Wiesbaden, Kunstsammler und Mäzen
Walter Gieseking, * 1895 in Lyon; ? 1956 in London, Pianist und Komponist
Bernard von Brentano, * 1901 in Offenbach, ? 1964 in Wiesbaden, Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Essayist
Eddie Constantine, * 1917 in Los Angeles (USA), ? 1993 in Wiesbaden, Filmschauspieler
Kaspar Kögler, * 1838 in Molsberg, ? 1923 in Wiesbaden, Maler und Schriftsteller
Ernst Litfaß, * 1816 in Berlin, ? 27. Dezember 1874 in Wiesbaden, Verleger und Erfinder der 1854 erstmals eingesetzten Litfaßsäule
Felix_Genzmer, * 1856 in Labes/Pommern, ? 1929 in Berlin, von 1881 bis 1903 Stadtbaumeister von Wiesbaden
Alo Altripp, * 1906 in Altrip, ? 1991 in Wiesbaden, Maler und Grafiker
Helmut Schön, * 1915 in Dresden, ? 1996 in Wiesbaden, Fußballspieler und Trainer
Hans Joachim Fröhlich, * 1923 in Gelnhausen, Forstwissenschaftler, von 1968 bis 1988 Leiter der Hessischen Landesforstverwaltung
Heinz Schenk, * 1924 in Mainz, Schauspieler und Showmaster (Zum Blauen Bock)
Gottfried Kiesow, * 1931 in Landsberg_an_der_Warthe, Denkmalpfleger und Vorsitzender der Deutschen_Stiftung_Denkmalschutz
Béla Réthy, * 1956 in Wien, deutscher Sportreporter beim ZDF ungarischer Herkunft.
Otto Klemperer, * 1885 in Breslau, ? 1973 in Zürich, Generalmusikdirektor in Wiesbaden von 1924 bis 1927
Literatur
* Dirk M. Becker: vivat Wiesbaden. Spaziergänge zwischen Tradition und Moderne. Universum Verlag, Wiesbaden: 2005, ISBN 3-89869-141-1
* Thomas Weichel: Die Bürger von Wiesbaden. Oldenbourg, April 2001, ISBN 348656126X
Fritz Mielert: Wiesbaden. Berühmte Städte, Bäder, Landschaften, Band 1. Verlag Wilhelm Ruhfus, Dortmund 1926
* Wiesbaden und Rheingau zu Fuß. 22 Rundgänge durch Geschichte und Gegenwart. Hrsg. v. d. Geschichtswerkstatt Wiesbaden e. V. EDITION 6065, Wiesbaden 2002, ISBN 3-9804715-8-6
* Bildung für alle! Kulturleben und Bildungsstreben in Wiesbaden seit 1800. EDITION 6065. Wiesbaden 2000, ISBN 3-9804715-7-8
* Oswald Burger/Hansjörg Straub: Die Levingers. Eine Familie in Überlingen. Eggingen 2002, ISBN 3-86142-117-8 (Geschildert wird neben der Überlinger Zeit auch die Zeit in Wiesbaden während der NS-Zeit und als Mitglied der Wiesbadener Casino-Gesellschaft)
* Manfred Gerber: Das Kurhaus Wiesbaden. Kaleidoskop eines Jahrhunderts. Monumente-Publikationen der Deutschen Stiftung Denkmalschutz. Bonn, 2007. ISBN 978-3-936942-84-2
Filme
Bilderbuch Deutschland: Wiesbaden: Nizza des Nordens.'' Produktion: hr, Erstsendung: 19. November 2006 ([http://www.hr-online.de/website/rubriken/freizeit/index.jsp?rubrik=4352&key=standard_document_799174 Inhaltsangabe])
Quellen
Weblinks
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• Bilder aus Wiesbaden
• Fotos der Stadt Wiesbaden
• Historische Bilder von Wiesbadenlij:Wiesbadenvo:Wiesbaden

