Volksrepublik China
Zh?nghuá Rénmín Gònghéguó
Volksrepublik China
|BILD-FLAGGE = Flag of the People's Republic of China.svg
|ARTIKEL-FLAGGE = Flagge der Volksrepublik China
|BILD-WAPPEN = China guohui.png
|BILD-WAPPEN-BREITE = 120px
|ARTIKEL-WAPPEN = Wappen der Volksrepublik China
|WAHLSPRUCH =
|AMTSSPRACHE = Hochchinesisch (Mandarin)¹
/'>HAUPTSTADT = Hu Jintao
/'>REGIERUNGSCHEF = 4.)
|EINWOHNER = 1,321 Mrd. (Juli 2006 ) (1.)
|BEV-DICHTE = 136,2
|BIP = 2005
$8.091 Mrd. (2.)
$2.279 Mrd. (5.)
$7.198 (87.)
$1.709 (110.)
|BIP-ERWEITERT =
- Total (PPP)
- Total (Nominal)
- BIP / Einw. (PPP)
- BIP / Einw. (Nominal)
|WÄHRUNG = Yuan_Renminbi²
|GRÜNDUNG = 1. Oktober 1949
/'>NATIONALHYMNE = Englisch beziehungsweise Portugiesisch sind zusammen mit Hochchinesisch Amtssprachen in den Sonderverwaltungszonen Hongkong und Macao.
(²) Der Hongkong-Dollar bzw. Pataca sind die offizielle Währung Hongkongs und Macaos; vgl. auch Chinesische Währung
Energiepolitik
nachfrage ist in den letzten zwei Jahren weiter gestiegenDurch die rasche Industrialisierung sowie den Anstieg des Lebensstandards (Lebensqualität) stieg der Energiebedarf stark an. Im Jahr 1985 wurde etwa dreizehnmal soviel Energie verbraucht wie im Jahr 1957. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Energie liegt jedoch im internationalen Vergleich niedrig, nämlich bei etwa der Hälfte des internationalen Schnitts und bei etwa einem Zehntel des Pro-Kopf-Verbrauches der USA. Deshalb kann ein weiteres starkes Ansteigen des Energiebedarfs prognostiziert werden. Das Jahr 1990 markierte einen ersten Wendepunkt in der Energieversorgung: China wurde zum Nettoimporteur von Energie. Ende 1993 wurde China auch zum Nettoimporteur von Rohöl. Der größte Anteil an Energie wird jedoch nach wie vor aus der Kohle gewonnen, die einen Anteil von etwa 70 % am Gesamtenergieverbrauch hat.
Der massive Abbau von Kohle forderte immer wieder einen hohen Preis. Die Gruben gelten als erbärmlich ausgestattet und begraben immer wieder Kumpel unter sich. 80 % der tödlichen Unfälle im weltweiten Kohlebergbau geschehen in China.
Um weitere Energiequellen zu erschließen, sind zahlreiche Atomkraftwerke in Bau, das erste in Qinshan (Provinz Zhejiang) ist seit 1991 in Betrieb. Auch die zahlreichen Wasserkraftwerksprojekte, etwa der berühmte Drei-Schluchten-Damm sind energiepolitisch motiviert.
Ernste Energie-Engpässe und regelmäßige Stromausfälle bzw. geplante Stromabschaltungen sind in den großen Städten, vor allem in den Boom-Regionen, an der Tagesordnung; Bürger wie auch Unternehmen werden ständig zu Energiesparmaßnahmen aufgerufen.
China will bis 2020 mit weiteren Kernkraftwerken die installierte von momentan ca. 7,5 Gigawatt auf ca. 36 Gigawatt erhöhen. Der Anteil des Atomstroms an der chinesischen Stromerzeugung wird somit von derzeit ca. 1,2 Prozent auf etwa 4 Prozent ansteigen. Aktuell sind vier Kernkraftwerke mit zehn Reaktorblöcken in China in Betireb und weitere fünf Reaktorblöcke mit einer Gesamtleistung von 4220 MW werden derzeit gebaut.
China will aber auch vermehrt auf erneuerbare Energien setzen. 2006 wuchs die installierte Windenergieleistung Chinas um etwa 91% von 1260 MW auf 2405 MW.World Wind Energy Association (2007): New World Record in Wind Power Capacity: 14,9 GW added in 2006 ? Worldwide Capacity at 73,9 GW, [http://www.wwindea.org/home/images/stories/pdfs/pr_statistics2006_290107.pdf online (PDF)] Bis 2020 sollen 20.000 MW (20 GW) Windenergieleistung installiert sein. 2004 waren etwa 64 Millionen Quadratmeter solarthermische_Kollektorfläche installiert. Zum Vergleich: In Europa waren damals etwa 14 Millionen m² installiert. Bis 2020 wird in China eine installierte gesamt Kollektorfläche von 270 Millionen m² prognostiziert.[http://www.intec-online.net/uploads/media/Erneuerbarer_Energien_in_China_2006.pdf Die Entwicklung im Bereich Erneuerbarer Energien in China (PDF)]
Außenhandel
Die folgenden Tabellen zeigen die Haupthandelspartner Chinas und die wichtigsten Handelsgüter.
Umwelt
In den ersten zwanzig Jahren des Bestehens der Volksrepublik China wurden Umweltthemen praktisch ignoriert, obwohl die ersten Naturreservate bereits 1956 eingerichtet wurden. Während des Großen_Sprunges_nach_vorn rief Mao zu einem Krieg gegen die Natur auf, um Rohstoffquellen zu erobern. In dieser Zeit wurden zahlreiche Wälder abgeholzt, um für die Stahlerzeugung genug Holz zur Verfügung zu haben. Sümpfe, Moore und Feuchtwiesen wurden trockengelegt, um Ackerland zu gewinnen. Erst seit den 1970er Jahren gibt es Ansätze für Umweltpolitik, wobei wirkliche Anstrengungen erst seit etwa fünf Jahren unternommen werden, besonders seitdem Peking den Zuschlag für die Olympischen Spiele 2008 bekommen hat.
Generell sieht sich China mit zwei großen Problemkreisen konfrontiert, nämlich dass natürliche Ressourcen verschwinden oder verschmutzt werden.
Viele Regionen Chinas sind vom Verschwinden natürlicher Ressourcen betroffen. Das betrifft etwa Grundwasser, dessen Spiegel in den trockenen Gebieten des Nordens teilweise um einen halben Meter jährlich sinkt. Die Vegetationsdecke der Oberfläche ist in den letzten Jahren zurückgegangen, wovon vor allem die Wälder betroffen sind. Als Folge kommt es zu Erosion, besonders ausgeprägt das Lössplateau Zentralchinas. Durch zu intensive Bearbeitung geht Ackerland verloren, wobei die Desertifikation von Ackerland mit einem Tempo von etwa 2.400 km² pro Jahr voranschreitet. Illegaler Handel mit gefährdeten Tier- und Pflanzenarten, die vor allem für (pseudo-)medizinische Zwecke verwendet werden, hat viele vom Aussterben bedrohte Arten noch weiter dezimiert. Mit zahlreichen Projekten (z.B. ?Chinas Grüne Mauer?) wird versucht, die Desertifikation und Erosion aufzuhalten; ob diese Projekte erfolgreich waren oder nicht, wird sich jedoch erst in einigen Jahren zeigen. Daneben gibt es fast 1.000 Naturreservate, die über 7 % des Territoriums der Volksrepublik bedecken, wobei einige dieser Reservate nur dem Namen nach existieren.
Die Umweltverschmutzung in China hat zum Teil verheerende Ausmaße angenommen. Je nach Studie befinden sich von den zehn schmutzigsten Städten der Welt sieben bis neun in China. Durch den hohen Anteil von Kohle als Brennstoff ist die Belastung mit Schwefeldioxid sehr hoch, der Regen ist in weiten Teilen des Landes sauer. In den letzten Jahren war der SO2-Ausstoß leicht rückläufig, wohingegen die Belastung mit Stickoxiden, besonders aus dem Straßenverkehr, stark zugenommen hat. Das Wachstumspotential an Fahrzeugen ist zudem sehr hoch. Die Verschmutzung betrifft nicht nur die Städte, auch auf dem Land wird der Umwelt schwerer Schaden zugefügt. Einerseits befanden sich die boomenden TVEs die meiste Zeit außerhalb jeglicher Kontrolle, andererseits wird in der Landwirtschaft die doppelte Menge an Düngemitteln wie im Weltdurchschnitt verwendet. Das Landwirtschaftsministerium schätzt, dass die verschmutzten Äcker genug Nahrungsmittel für etwa 65 Millionen Menschen liefern könnten. Etwa die Hälfte der Flüsse ist so verschmutzt, dass sie nicht einmal die niedrigsten chinesischen Umweltstandards einhalten und nicht einmal zur Bewässerung benutzt werden können.
Mittlerweile ist China nach den USA der weltweit größte Produzent von Treibhausgasen, wobei es beim Pro-Kopf-Ausstoß von Treibhausgasen noch recht weit abgeschlagen ist. Es produziert mehr als 36 % der weltweiten Schadstoffemissionen, muss jedoch als Entwicklungsland nach dem Kyoto-Protokoll seinen CO2-Ausstoß nicht drosseln. Die Umweltverschmutzung ist für ein stark steigendes Auftreten von Lungenkrankheiten und Krebs verantwortlich. Der China Human Development Report 2002 kommt deshalb zum Schluss, dass China am Scheideweg stehe und sich für eine grüne Reform entscheiden müsse. Ansonsten drohe die Umweltzerstörung, den erreichten sozialen und wirtschaftlichen Fortschritt zu behindern oder gar wieder zunichte zu machen.
Umweltschutz
Der Nationale Volkskongress hat auf seiner Sitzung im März 2006 in seinem neuen Fünfjahresplan beschlossen, dass er nicht mehr Wachstum um jeden Preis will. Der Energieverbrauch gemessen an der Wirtschaftsleistung soll bis 2010 um 20 Prozent verringert werden, der Wasserverbrauch soll um 30 Prozent, der Schadstoffausstoß um 10 Prozent fallen.
Allerdings will China seine Kohleförderung von 2006?2010 um 18 Prozent erhöhen, von 2000?2005 erhöhte sie sich um bedenkliche 70 Prozent. Ökologen machen die Förderung und Verbrennung des Rohstoffs auch für den problematischen Klimawandel weltweit verantwortlich.
Ein immer größer werdendes Problem ist die zunehmende Verschmutzung der Flüsse durch Einleitung der ungefilterten Abwässer. Auch die Nutzung des Wassers aus den Flüssen für die Bewässerung der Felder stellt ein großes Problem dar, da die Böden zunehmend mit Schadstoffen wie Cadmium und Quecksilber angereichert werden.
Kultur und Wissenschaft
Wissenschaft
Am 15. Oktober 2003 startete China seinen ersten bemannten Raumflug. Der Taikonaut Yang Liwei flog 21 Stunden und landete am 16. Oktober wieder wohlbehalten. China war damit nach der ehemaligen Sowjetunion und den USA das dritte Land, das einen bemannten Raumflug durchführen konnte.
Vom 12. bis 16. Oktober 2005 startete die ?Shenzhou 6?, vom Raumfahrtzentrum in der Wüste Gobi, zum zweiten bemannten Raumflug. Bei der jüngsten Weltraummission Chinas wurde von den beiden Taikonauten, Fei Junlong und Nie Haisheng, unter anderem ihre Reaktionen in der Schwerelosigkeit getestet. Es sollte die technischen Grundlagen für weitere chinesische Raumfahrtprogramme gelegt werden.
Die chinesischen Nachrichtenagentur Xinhua gab bekannt, die Regierung erwäge den Bau einer weiteren Ausgangsbasis für Weltraummissionen auf der Insel Hainan im Südchinesischen Meer. Dies könnte der Startplatz für eine neue Generation von Raketen werden, zitierte Xinhua den Raketenbauer Liu Zhusheng. Am 11. Januar 2007 wurde ein ausgedienter Wettersatellit zu Testzwecken durch eine bodengestützte Rakete zerstört. An die eintausend Trümmerstücke wurden in problematische Orbits gesprengt. Es handelt sich um eine der schwersten Katastrophen für die Raumfahrt überhaupt.
Kultur
Mehr als 30 chinesische Bauwerke zählen heute zum Weltkulturerbe. Zu den bedeutendsten gehören die Große_Mauer, das Mausoleum Qin Shihuangdis mit mehr als 7000 lebensgroßen Figuren der Terrakotta-Armee und der Kaiserspalast in Peking als Teil der Verbotenen_Stadt.
Die Chinesen spielten schon vor Jahrtausenden die Okarina, ein Blasinstrument aus Ton.
Lu Jianhua von der chinesischen Akademie für Sozialwissenschaften nennt die junge Generation Fly generation: eine Generation, die abhebt wie ein Flieger und kaum mehr weiß, was ihre Eltern während der eigenen Jugend in der Kulturrevolution erfahren mussten.
Berühmt ist China auch für seine Gartenkunst, die sich gänzlich von der in Europa entstandenen unterscheidet.
Siehe auch:
• Kunst], Chinesische Literatur, Chinesische Malerei, Chinesischer Film, Chinesischer Tanz,
• Küche], Chinesische Astrologie, Traditionelle Chinesische Medizin,
• Philosophie], Soziales Verhalten in China,
• Musik], Rockmusik in China
Medien
In der Volksrepublik China werden momentan mehr als 2.000 Tages- und Wochenzeitungen gedruckt, es gibt mehr als 3.000 Radio- und Fernsehstationen und über 550 Verlage. Die Medienszene hat sich seit den 1950er Jahren mehrmals rasant gewandelt. Während in den Jahren der Kampagne gegen die Rechten oder der Kulturrevolution das Medienleben sich praktisch auf die Verlautbarungen der Kommunistischen Partei beschränkte, ist die Medienvielfalt heute so groß wie noch nie.
Die Medien haben nach leninistischer Auffassung die Kommunistische Partei bei der Umsetzung ihrer Politik zu unterstützen. Aus diesem Grund kontrolliert und zensiert die Propagandaabteilung der KP die Presseinhalte, so gut es bei der schieren Menge der Publikationen geht. Der Grad, zu welchem die Partei die Medieninhalte in den letzten 20 Jahren kontrollierte, war nicht immer gleich. In den späten 1980er Jahren wurden einige sehr liberale Tageszeitungen toleriert, deren Redaktionen jedoch nach den Protesten am Tiananmen-Platz geschlossen wurden. Andererseits werden die Medien auch dazu benutzt, um gegen Korruption in den eigenen Reihen zu kämpfen. Zahlreiche Publikationen werden auch von der KP selbst herausgegeben.
Die Kontrolle über die Medien funktioniert über die Nachrichtenagentur Neues China (Xinhua), die das Monopol über Nachrichten hat. In den Redaktionen der Verlage gibt es ein Parteisekretariat, welches darüber wacht, dass die Parteilinie in den Medien umgesetzt wird. Die Journalisten sind zu einer Mitgliedschaft in der Journalistenföderation verpflichtet und müssen heute wie in den 1950er Jahren firm in Marxismus-Leninismus und Mao-Zedong-Denken sein. Trotzdem kam es mehrmals zu Verhaftungen von der Parteilinie unverpflichteten Journalisten.
Die größte englischsprachige Tageszeitung Chinas ist China Daily.
Die chinesische Regierung versucht, die Internetaktivitäten_ihrer_Bürger zu überwachen und Inhalte_zu_zensieren. Internetprovider sind zur Installation einer Software verpflichtet, über die bestimmte Webseiten blockiert werden können; auch die Wikipedia wurde bereits mehrmals Ziel einer Blockade. Diese Art von Zensur ist nicht landesweit einheitlich und auch unter den Internetprovidern gibt es Anbieter, die als liberaler gelten als andere. Welche Technologien zur Überwachung im Detail angewendet werden, ist naturgemäß nicht bekannt, und zu welchem Ausmaß es der Regierung wirklich gelingt, Internetkritiker zu verfolgen und ausfindig zu machen, ist Gegenstand von Spekulationen. Es hat jedoch wiederholt spektakuläre Verhaftungen von Bürgern gegeben, die in Internet-Diskussionsforen politische Änderungen eingefordert hatten.
Die Volksrepublik China betreibt mit Radio China International einen der weltweit größten Rundfunk-Auslandsdienste. Der Sender produziert Programme in dutzenden von Sprachen, darunter ein deutschsprachiges Programm, welches über Kurz- und Mittelwelle in Europa täglich gehört werden kann.
Kritische Reportagen über Probleme, wie die soziale Lage der 900 Millionen Menschen in ländlichen Gebieten etwa das Buch Zur Lage der chinesischen Bauern von Chen Guidi und Wu Chantao können im Einzelfall erscheinen, werden aber auch rasch verboten.
Bis 2010 will die chinesische Regierung ambitionierte 200.000 Dorfbibliotheken einrichten (das ?Informations- und Kultur-Gefälle? zwischen Städtern und Landbevölkerung verringern).
Siehe auch
• der Städte in der VR China]
• europäischer Bezeichnungen chinesischer Orte]
Literatur
* Laurenz Awater: Die politische Wirtschaftsgeschichte der VR China: Vom Sowjetmodell zur sozialistischen Marktwirtschaft. LIT Verlag, Münster 1998, ISBN 3-8258-3221-X
* Bundeszentrale für polit. Bildung (Hg): Informationen zur politischen Bildung: China. Heft 289, 4/2005, . Sehr informativ, 70 S. und 4 Karten (auch online: www.bpb.de)
* Johnny Erling: China - Der große Sprung ins Ungewisse. 2002, ISBN 3451279959
* Weigui Fang: Das Internet und China'' - Digital sein, digitales Sein im Reich der Mitte. Hannover, Heinz Heise Verlag o.J., ISBN 3-936931-20-8 (Wikitravel
*
• China.org.cn Offizielle Seite der Chinesischen Regierung (deutsch)
• Jahresbericht 2005 von cbk-zam:China
chr:??
gu:???ilo:Chinakk:?????
mn:???? ????????? ????? ??? ???
qu:China
ta:??? ?????? ????????yi:????
za:Cunghvaz Yinzminz Gunghozgoz
zh-classical:???????

