Ulm
(Messpunkt: Rathaus). Das Stadtgebiet ist geographisch reich gegliedert und reicht von (Donauufer) bis (Klingensteiner Wald). Das historische Stadtzentrum liegt ca. einen Kilometer unterhalb (östlich) der Einmündung der Blau in die Donau am südlichen Rand der Ulmer Alb (Teil der mittleren Flächenalb) und der Hochfläche des, durch das ehemalige Tal der Urdonau (Blau-, Ach- und Schmiechtal) hiervon nach Süden abgetrennten, sog. "Hochsträß". Die durch kleinere oder größere Täler voneinander abgetrennten Erhebungen von Hochsträß und Alb (von West über Nord nach Ost: Galgenberg, Kuhberg, Roter Berg (Hochsträß), Eselsberg, Kienlesberg, Michelsberg, Safranberg (Ulmer Alb)) umgeben im Westen, Norden und Osten das Stadtzentrum. Im Süden wird dieses durch den Lauf der Donau begrenzt.
Das Stadtgebiet Ulms erstreckt sich größtenteils nördlich der Donau, die hier für einige Kilometer die Landesgrenze zwischen den Bundesländern Baden-Württemberg und Bayern, mit der auf dem südlichen Donauufer gelegenen, bayerischen Schwesterstadt Neu-Ulm bildet. Im Westen, Norden und Osten greift das Stadtgebiet mit den Teilorten Harthausen, Grimmelfingen, Einsingen, Ermingen, Allewind und Eggingen auf die Hochflächen des Hochsträß, mit Lehr, Mähringen und Jungingen auf die Hochflächen der Ulmer Alb aus. Westlich des Stadtzentrums liegt der Teilort Söflingen südlich der Blau am Rande des Hochsträß. Der Teilort Böfingen schließt nordöstlich an das Stadtzentrum an und liegt an den Hängen der Alb nördlich der Donau. Lediglich oberhalb der Mündung der Iller in die Donau greift das Stadtgebiet Ulms mit den Stadtteilen Wiblingen, Gögglingen, Donaustetten und Unterweiler auf die südwestlich von Donau und Iller gelegenen Flussauen und Schwemmterrassen der Donau und Iller aus.
Historische Geografie
Zahlreiche, teils international bedeutsame prähistorische Funde aus nahezu allen Epochen der europäischen Ur- und Frühgeschichte in nächster Nähe Ulms weisen darauf hin, dass die Gegend Ulms bereits in vorrömischer Zeit am Schnittpunkt mehrerer überregional bedeutsamer Verkehrs- und Handelswege lag. Eine wichtige Rolle für Ulm als zentralen "Verkehrsknotenpunkt" nahmen und nehmen dabei bis heute die Flüsse Donau und Iller, sowie der zwischen Ulm und Geislingen besonders leicht zu bewältigende Übergang über die Schwäbische Alb mittels der von Süden und Norden weit in die Albhochfläche einschneidenden Täler von Blau, Kleiner Lauter, Lone, Brenz, Kocher und Fils ein.
Die nahe Ulm zwischen den römischen Kastellen Unterkirchberg und Burlafingen bzw. Nersingen verlaufende Römerstraße, und das am hiervon nach Norden abzweigenden Römerweg ins Filstal in Lonsee-Urspring gelegene Kastell "Ad Lunam", sowie der überaus dichte Nachweis römischer Fundplätze und Gutshöfe auf der Ulmer Alb unterstreichen die strategisch wie verkehrsgeographisch wichtige Lage des Ulmer Gebietes bereits in der Antike.
Die aus dem 6. und 7. Jhdt. n. Chr. stammenden, teils mit Importgütern aus dem Ostsee- und Mittelmeerraum ausgestatteten Bestattungen des großen allamannen- bwz. merowingerzeitlichen Gräberfeldes am Kienlesberg (unmittelbar nordwestlich des Stadtzentrums), sowie die frühmittelalterliche karolingische Königspfalz auf dem Weinhof bzw. im Bereich des Hl. Geist Spittals (urkundlich erstmals erwähnt 854 n. Chr.) unterstreichen die herausragende Lage Ulms als strategisch bedeutsamer Verkehrsknotenpunkt auch während des Frühen Mittelalters.
Dank seiner Lage am Knotenpunkt mehrerer internationaler Handels- und Pilgerrouten zu Lande und zu Wasser stieg Ulm während des Hoch- und Spätmittelalters als freie Reichsstadt zu einem der führenden Handels- und Kunstzentren Süddeutschlands auf. Bereits im Spätmittelalter unterhalten Ulmer Kaufleute ein dichtes Netz von Handelskontakten, welches von Skandinavien bis nach Nordafrika, von Syrien bis nach Irland und darüber hinaus reicht. Als wichtigste Beispiele für Handels- und Pilgerrouten sind hier insbesondere die Verbindungen: Östlicher Ostseeraum/Russland- Danzig-Krakau-Prag-Nürnberg-Ulm-Konstanz-Venedig/Mailand-Rom; Westliches Skandinavien/Norddeutschland/Niederlande-Köln-Frankfurt-Heilbronn-Esslingen-Ulm-Konstanz-Frankreich/Italien; Paris-Dijon-Strassbourg-Freiburg-Ulm-Regensburg-Wien-Budapest-Belgrad-Konstantinopel/Istambul), sowie der international bedeutsame Pilgerweg nach Santjago de Compostella zum Grab des hl. Jakobus (Jakobsweg), welcher von Krakau über Prag nach Nürnberg, Ulm, Konstanz, Basel, Dijon und Vézlay nach Santiago de Compostella (Spanien) führte).
Auch heute spielen diese weitgespannten geistigen wie kommerziellen Verbindungen im Bewußtsein vieler Ulmer als Basis gegenwärtigen und zukunftsorientierten Denkens und Handelns eine zentrale Rolle. So wurde vor einigen Jahren der historische Jakobsweg als Zeichen der europäischen Einigung auch in der seit 1531 mehrheitlich protestantischen Stadt Ulm durch internationale Wegzeichen neu kenntlich gemacht und wird seither von Pilgern rege begangen. Das seit 1994 alle 2 Jahre stattfindende internationale Donaufest mit Vertretern aller Donauanreinerstaaten, der "lebende Kreuzweg" der großen italienischen Gemeinde, oder ein alljährlich stattfindendes "französisches Weinfest" unterstreichen die engen und über Jahrhunderte hinweg gewachsenen und im Alltag gelebten gegenseitigen Verbindungen.
Nachbargemeinden
Auf der rechten Seite von Donau und Iller grenzt die bayerische Kreisstadt Neu-Ulm an. Auf der linken Seite ist Ulm fast gänzlich vom Alb-Donau-Kreis umgeben. Die baden-württembergischen Nachbargemeinden sind hier (von Süden über Westen nach Norden): Illerkirchberg, Illerrieden, Staig, Hüttisheim, Erbach (Donau), Blaubeuren, Blaustein, Dornstadt, Beimerstetten und Langenau, sowie im Osten die bayerische Gemeinde Elchingen mit dem Ortsteil Thalfingen.
Stadtgliederung
Das Stadtgebiet von Ulm ist in 18 Stadtteile eingeteilt: Mitte, Böfingen, Donaustetten, Donautal, Eggingen, Einsingen, Ermingen (mit Allewind), Eselsberg, Gögglingen, Grimmelfingen, Jungingen, Lehr, Mähringen, Oststadt, Söflingen (mit Harthausen), Unterweiler, Weststadt und Wiblingen.9 Stadtteile, welche im Zuge der jüngsten Gemeindereform in den 1970er Jahre eingemeindet wurden (Eggingen, Einsingen, Ermingen, Gögglingen, Donaustetten, Jungingen, Lehr, Mähringen und Unterweiler) verfügen über eigenständige Ortschaftsräte, welche eine wichtige Beraterfunktion des Gesamt-Stadtrates zu die Stadtteile betreffenden Angelegenheiten wahrnehmen. Endgültige Beschlüsse über Maßnahmen können jedoch nur vom Stadtrat der Gesamtstadt Ulm getroffen werden.
Klima
Im Volksmund wird Ulm als ?Hauptstadt des Nebelreiches? bezeichnet. Diese Aussage ist gar nicht so falsch, denn in den Übergängen vom Herbst zum Winter bzw. vom Winter zum Frühling liegt die Stadt meistens in den Morgenstunden bis ca. 12 Uhr mittags im dichten Nebel.Dagegen liegen die Werte des Mittels von Jahresdurchschnittstemperatur und Niederschlagsmenge im deutschen Durchschnitt. Mit 745 Millimeter (mm) Niederschlagsdurchschnitt und einer Durchschnittstemperatur von 8 Grad Celsius (°C) im Jahr (von 1971 bis 2000) fällt die Stadt nicht aus dem Rahmen der gemäßigten_Klimazone.
Hochwasser werden in Ulm in der Regel erst dann zu einem ernsten Problem, wenn beide Flüsse, Donau und Iller, gleichzeitig viel Schmelz- oder Regenwasser mit sich führen. Gerade schlagartiges Schmelzwetter kann innerhalb von einem halben Tag zu starken Überschwemmungen führen.
Geologie
Auf der Gemarkung von Ulm-Ermingen befindet sich die untermiozäne "Erminger Turritellenplatte", die sich durch ihren Fossilreichtum auszeichnet. Die Ablagerung wurde vor rund 18,5 Millionen Jahren (Unteres Ottnangium) unter flachmarinen küstennahen Bedingungen gebildet.
Geschichte
Archäologische Geschichte
Die älteste Besiedlung des Ulmer Raumes datiert aus der frühen Jungsteinzeit, um 5000 v. Chr. Nachgewiesen sind Siedlungen dieser Zeit, beispielsweise bei Eggingen (Grabungen des Landesdenkmalamtes_Baden-Württemberg) und Lehr (Lesefunde verschiedener Sammler).
Zahlreiche Ausgrabungen im Rahmen der seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts betriebenen Stadtarchäologie (zunächst durch die Stadtgeschichtliche Forschungsstelle, zuletzt vom Landesdenkmalamt Baden-Württemberg) belegen: Das Gebiet des späteren Ulm war in Form der durch Schenkungsurkunden des Klosters Reichenau belegten Orte "Westerlingen" und "Pfäfflingen" besiedelt, bevor es als "Ulm" erstmals namentlich erwähnt wurde (854 n. Chr.). Die ältesten Funde datieren aus dem Endneolithikum (Bestattung der Glockenbecherkultur auf dem Münsterplatz).Bereits im Herbst 1875 wurde nördlich des Ulmer Bahnhofs am Unteren Kienlesberg ein großes, überaus reich ausgestattetes allamanisches Gräberfeld der Merowingerzeit entdeckt, welches, trotz mangelhafter Grabungsmethodik und Funddokumentation wichtige Hinweise für auch überregional bedeutsame Siedlungen auf dem Weinhof und im Bereich des Grünen Hofes (eventuell: Westerlingen und Pfäfflingen) lieferte.Zum Grabunsablauf und in Ulm verbliebenen Funden vgl.: Kurt Wehrberger, Ausgrabungen und archäologische Bestände des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben, in: Der Geschichte treuer Hüter?, Die Sammlungen des Vereins für Kunst und Altertum in Ulm und Oberschwaben (= Festschrift zum 150jährigen Bestehen des Vereins), Ulm 1991, S. 64?68
Als Ergebnis neuester Forschungen des Landesdenkmalamtes in der Neuen StraßeDenkmalpflege in Baden-Württemberg 2006, Heft 1 wurde jüngst eine vollständige Umschreibung der Ulmer Stadtgeschichte bis ins 14. Jahrhundert skizziert. Wesentlichste Thesen sind hierbei: Die Pfalz befand sich etwa auf Höhe der heutigen Spitalhofschule/Adlerbastei. Der bisher angenommene Standort am Weinhof soll eine ottonische Gründung gewesen sein. Demnach geht die Kernstadt auf eine ottonische Stadtgründung zurück.
Beim bisherigen Grabungs- und Diskussionsstand sind die vorgebrachten Argumente jedoch nicht vollständig überzeugend, da das neue, in einigen Punkten sehr bedenkenswerte Modell den archäologischen Befunden im übrigen Stadtgebiet weniger gerecht wird, als die bisherigen Vorstellungen, die den hier folgenden Kapiteln zugrunde liegen.
Städtische Geschichte
= Vor 1200
=Im frühen Mittelalter, wohl um 850, wurde Ulm zur Königspfalz. Die erste urkundliche Erwähnung datiert vom 22. Juli 854. König Ludwig der Deutsche besiegelte eine Urkunde in ?Hulma?. Die Bedeutung des Namens ist umstritten, wahrscheinlich lässt er sich mit ?sumpfiger Stelle? (von hulmig ? sumpfig) übersetzen. Ulm war in den nächsten 50 Jahren ein wichtiger Pfalzort, was sich in den zahlreichen Königsbesuchen widerspiegelt. Zur Pfalz ? von der nur die Reste der Pfalzkapelle (im Schwörhaus) und verschiedene Befestigungsgräben bekannt sind ? gehörte eine Wirtschaftssiedlung, in der zahlreiche eingetiefte Handwerkerhütten nachgewiesen worden sind. Im Schutz der Pfalz entstand ein Markt, der dann offenbar Ausgangspunkt für die Stadtbildung wurde: Hier entstanden frühe Steinbauten und hier wurde schließlich das Rathaus der Stadt errichtet. Seine Bedeutung als Ort von Königsaufenthalten verlor Ulm während der Zeit der sächsischen Könige im 10. und 11. Jahrhundert. Erst unter den Saliern ? beginnend mit dem Hoftag Konrad II. im Jahr 1027 ? sind wieder vermehrt königliche Aufenthalte nachweisbar. 1079 wurde Friedrich von Staufen mit dem Herzogtum Schwaben belehnt; nach Festigung ihrer Macht in diesem Raum konnten die Staufer Ulm zu einem ihrer Hauptstützpunkte ausbauen. Das Aussterben der Salier führte zu Kämpfen um die Reichsgüter aus diesem Erbe, in dessen Folge Ulms Umland 1131 niedergebrannt wurde, 1134 traf es dann auch die komplette Stadt.Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 37?38.
Unter den Staufern wurde die Siedlung 1140 wieder aufgebaut und im Gefolge weiter ausgebaut, rund 100 Jahre später scheint Ulm komplett befestigt gewesen zu sein, da es einer Belagerung des Gegenkönigs Heinrich Raspe standhalten konnte. Zur Verfassungsentwicklung in der Frühphase Ulms ist wenig überliefert. ?Eine Urkunde über die Erhebung Ulms zur Stadt ist nicht überliefert?. Die Stadtwerdung scheint seit dem 11. Jahrhundert etappenweise stattgefunden zu haben, ohne jedoch schriftliche Überlieferungen zu hinterlassen. Die Verleihung Esslinger Stadtrechts durch Rudolf von Habsburg 1274 war wohl mehr ?eine Verlegenheitslösung, um eine [?] Lücke auszufüllen?.Beide Zitate: Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 38.
= 1200 bis 1500
=an der Südseite des Rathauses, auf der die Handelsbeziehungen Ulms zu sehen sind.]]
Mit dem Ende der staufischen Herrschaft gelang es Ulm eine Königsstadt zu bleiben, was möglicherweise daran lag, dass die die Reichsvogtei innehabenenden Grafen von Dillingen fast zeitgleich ausstarben und Graf Ulrich von Württemberg als neuer Vogteiinhaber keine Ambitionen bezüglich Ulm hatte. Ende des 13. Jahrhunderts ist ein städtischer Ammann fassbar, der jährlich von den Bürgern gewählt wurde.
In das 14. Jahrhundert fällt dann die Vervierfachung des Stadtgebiets auf 66,5 Hektar, was bis ins 19. Jahrhundert die Größe der Stadt bleiben sollte. Einher ging mit der Erweiterung auch die Neubefestigung der Stadt, die möglicherweise in Zusammenhang mit einem im Ergebnis misslungenen Überfall von Ludwig dem Bayern 1316 steht.Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 41. Innerstädtisch war die erste Hälfte des 14. Jahrhunderts von Unruhen geprägt, die im Zusammenhang mit den Zünften standen. 1345 kam es zu einer Zwischenlösung in Form des Kleinen Schwörbriefs, der erst einmal zu einer Befriedung der Situation führte.
Unter Ulmer Führung wurde 1376 der Schwäbische_Städtebund als Bündnis von 14 schwäbischen Reichsstädten gegründet. Am 30. Juni 1377 begann der Bau des Ulmer Münsters, da die alte Kirche vor den Stadtmauern lag und die Einwohner während einer Belagerung nicht zur Kirche gehen konnten. Nach der Niederlage im Ersten_Städtekrieg 1388 fiel der Schwäbische Städtebund auseinander. Ulm verlor dadurch an Einfluss auf die anderen schwäbischen Städte.
Der Große Schwörbrief, die Ulmer Verfassung, trat 1397 in Kraft, nachdem der Kompromiss des Kleinen Schwörbriefs ?immer unbefriedigender wurde?Hans Eugen Specker, Ulm. Stadtgeschichte, Ulm 1977, S. 53.. Er regelte die Machtverteilung und die Aufgaben des Bürgermeisters. Die Zünfte hatten nun 30, die Patrizier nur noch 10 Ratssitze. Gleichzeitig wurde den Patriziern das aktive Wahlrecht verweigert. Der Bürgermeister musste den Einwohnern Rechenschaft ablegen. Der Schwörmontag (vorletzter Montag im Juli) ist seither ein Ulmer Feiertag.
1480 wurde mitten ?im reißenden Fluss? eine neue Stadtmauer errichtet. Sie reichte vom 1348 erbauten Herdbruckertor bis zum, an der heutigen Wilhelmshöhe gelegenen, Fischertor. Diese heute noch existierende Stadtmauer entlang der Donau löste die alte, nur noch in Teilen übrig gebliebene, Mauer ab, welche vom Fischerturm über den Schweinemarkt und die beiden Blauarme (Reste in der heutigen Häuslesbrücke erhalten) in einem fast rechten Winkel auf die Buckelquadermauer der staufischen Pfalz stieß und dieser dann in östlicher Richtung folgte (die mittelalterliche Mauer wurde dann 1527 nach Albrecht Dürers Befestigungslehre (im selben Jahr in Nürnberg erschienen unter dem Titel ?Etliche underricht/zu befestigung der Stett/Schlosz/und flecken?) vom Nürnberger Baumeister Hans_Beham_d._Ä. umgebaut.
Dürers Ideen, die von Beham umgesetzt wurden: Die an die Stelle der Mauer tretende Mauer-Wall-Grabenwehr sollte dem Beschuss der damals modernen Feuerwaffen besser standhalten und dem Verteidiger zusätzlich ermöglichen, eigene Artillerie besser zu positionieren. Für die Artillerie wurden von der Stadtseite her auch Auffahrrampen gebaut. Nach außen wurde eine Brustwehr mit großen Schießscharten errichtet. Dürers Befestigungs-Ideen wurden weiterhin umgesetzt, indem die durch ihre Höhe bei Artilleriebeschuss besonders gefährdeten Türme der Stadttore radikal abgetragen und mit niedrigen Achteckgeschossen versehen wurden. Zudem sah Dürers System vor, dem Wall runde Basteien vorzulagern, von wo aus der Graben flankierend beschossen werden konnte. Auch die Stadtbefestigung beim Glöcklertor, Neuen Tor und beim Frauentor wurde dann demgemäß modernisiert. Die Anfang des 17. Jahrhunderts dann von Gideon Bacher im italienischen Stil realisierte Bastionärbefestigung, welche die Verteidigungslinien weit in das Vorfeld hinaus verlagerte, veränderte das Stadtbild noch entscheidender als Behams Umbauten. Und gleich anschließend (ab 1617 bis 1622) setzten der holländische Ingenieur Johan van Valckenburgh und diverse Nachfolger mit ihren Um- und Neubauten nach niederländischem System, das damals als Nonplusultra der Festungsbaukunst galt, nochmals neue Maßstäbe. Überbleibsel ihrer Tätigkeit ist im Wesentlichen der Bereich Wilhelmshöhe/Promenade. Diese neuen Arbeiten kosteten rund zwei Millionen Gulden, welche durch Steuern aufgebracht werden mussten.
= 1500 bis 1800
=Ihren Höhepunkt erreichte die Stadt um 1500: Ulm besaß das nach Nürnberg zweitgrößte reichsstädtische Territorium auf dem Gebiet der heutigen Bundesrepublik Deutschland. Drei Städte (Geislingen, Albeck und Leipheim) sowie 55 Dörfer gehörten zum Gebiet. Die Stadt war wichtiger Umschlagplatz für Eisen, Holz und Wein. Aus dieser Zeit stammt auch der Reim, der die Stellung der Stadt in der damaligen Welt untermauerte:
:Venediger Macht,
:Augsburger Pracht,
:Nürnberger Witz,
:Straßburger Geschütz,
:und Ulmer Geld
:regier?n die Welt.
Mit dem Ulmer Geld im Vers ist jedoch weniger das Münzgeld, sondern wohl eher das gemeint, was den Reichtum Ulms ausmachte ? das Barchent, ein Mischgewebe aus Baumwolle und Leinen, welches von solcher Qualität war, dass es, da in ganz Europa begehrt, so gut wie Geld war.
Die Entdeckung Amerikas (1492) sowie des Seeweges nach Indien (1497) ließen jedoch bald neue Handelszentren entstehen, welche den wirtschaftlichen Niedergang der Stadt einleiteten. Die Stadt gehörte 1529 zu den Vertretern der protestantischen Minderheit (Protestation) am Reichstag zu Speyer. Ihre Bürgerschaft forderte die ungehinderte Ausbreitung des evangelischen Glaubens. 1531 trat die Stadt dem protestantischen_Glauben bei. Bis 1546, zur Zeit des Schmalkaldischen_Krieges, verlor Ulm 35 seiner Dörfer durch Plünderung oder Brandschatzung und musste sich zuletzt doch dem katholischen Kaiser Karl V. (HRR) unterwerfen.
Im Laufe der nächsten Jahrhunderte wurde der Reichtum der Stadt durch weitere Kriege, besonders während des Dreißigjährigen_Kriegs, durch Seuchen, Reparationszahlungen und Erpressungen verschiedener Besatzer derart verringert, dass die Stadt um 1770 bankrott war und weiteren Grund veräußern musste. 1786 umfasste das Ulmische Gebiet noch folgende Verwaltungen: Obervogteiamt Geislingen, Oberämter Langenau, Albeck und Leipheim sowie die Ämter Süßen, Stötten, Böhringen, Nellingen, Weidenstetten, Lonsee, Stubbersheim, Bermaringen und Pfuhl.
= 1800 bis 1945
=Die Neuordnung Europas durch Napoleon wirkte sich auch in Ulm aus. Durch den Reichsdeputationshauptschluss 1802 verlor die Stadt ihre Unabhängigkeit und wurde dem Kurfürstentum Bayern eingegeliedert. 1805 fand in Ulm und seiner Umgebung eine entscheidende Schlacht statt. Nachdem Marschall Ney die Österreicher in der Schlacht von Elchingen (14. Oktober) geschlagen hatte, zogen sich die Österreicher nach Ulm zurück, wo sie belagert wurden und kurz darauf kapitulierten. Nun war für Napoleon der Weg frei für die Entscheidungsschlacht gegen die Russen und Österreicher bei Austerlitz. 1810 gelangte Ulm durch einen bayerisch-württembergischen Gebietsaustausch an das Königreich Württemberg. Der größte Teil des vormals Ulmer Territoriums jenseits der Donau blieb bayerisch und bildete den Grundstock der künftigen Stadt Neu-Ulm. Ulm war damit Grenzstadt geworden.
Was der Verlust seines Hinterlandes für Ulm ausmachte, lässt sich dadurch verdeutlichen, dass rechts der Donau wichtige Ulmer Versorgungs- und Entsorgungseinrichtungen lagen. Von der zentralen Herdbrücke aus flussaufwärts zur Illermündung hin landeten die Illerflöße an, die meist Ulm als Endpunkt ansteuerten, aber bisweilen auch bis Wien fuhren. Es waren überwiegend reine Baumflöße aber auch so genannte Bäderische, die aus bereits vorgearbeiteten Brettern bestanden. Die Flößer brachten nicht nur Bauholz für die Stadt sondern auch Brennholz und Köstlichkeiten wie Käse (aus der Schweiz und dem Allgäu), Weinbergschnecken oder Kirschwasser. Es gab einen Zimmerplatz für das Bauholz, einen Holzhandelsplatz und einen weiteren Holzmagazinplatz für das Lagern und den Verkauf des Brennholzes.
Des Weiteren war ein Schiffbauplatz benachbart, auf dem die Ulmer Schachteln für die hier einsetzende Donauschifffahrt gebaut wurden. Daneben lag der Einladeplatz. Etwas weiter flussabwärts unterhielt die Gärtnerzunft einen Düngerplatz, der vor allem wichtig für die stattliche Anzahl der ebenfalls südlich gelegenen Baum-, Obst- und Lustgärten war. Zum Steinhäule zu lagen die Einrichtungen des Scharfrichters, welcher zugleich Wasenmeister (Abdecker, Schinder, Kleemeister) war.
Und auch das Schützenhaus lag rechts der Donau, wo die Schützengesellschaft mehrmals in der Woche zu schießen pflegte. Zu der Zeit bildete das rechte Donauufer auch das Naherholungsgebiet der Ulmer, wo man spazieren ging, promenierte und in den Schänken einkehrte. Als die Donau dann durch Napoleon Grenzfluss zwischen den neuen Königreichen Württemberg und Bayern wurde, gab es plötzlich einen Passzwang fürs Spazieren gehen und auch für die Ulmer, welche jenseits der Donau ihren Arbeitsplatz hatten.
Zeitgleich mit dem Anschluss an Württemberg wurde Ulm Sitz eines Oberamtes. Ein Jahr später erhielt die Stadt die Bezeichnung ?Unsere gute Stadt? und damit das Recht auf einen eigenen Landtagsabgeordneten. 1811 sollte ?der Schneider_von_Ulm? anlässlich des Antrittsbesuchs des württembergischen Königs das von ihm entworfene Fluggerät vorführen. Als Startplatz war das hohe Ufer der Adlerbastei nahe der Herdbrücke ausgesucht worden. Berblinger scheute die Demonstration, weil er die Thermik als ungünstig einschätzte. Am Tag darauf, der König war nicht mehr anwesend, dafür aber sein Sohn, stand der Ulmer Flugpionier wieder am Start. Einem Ondit zufolge soll der Zögernde dann gestoßen worden sein und landete, statt am bayerischen Ufer, in der Donau. Neuzeitliche Flugwettbewerbe zeigten denn auch, dass die Stelle in jedem Falle für ein Hinübergleiten sehr problematische Bedingungen bietet. Man stellte auch durch Nachbau und Ausprobieren fest, dass Berblingers Fluggerät tatsächlich tauglich war. Sein gescheiterter Versuch machte ihn aber damals für die Ulmer zur lächerlichen Figur. Er selbst gab seine Experimente auf, zog sich zurück und starb verkannt und verarmt.
1819 wurde Ulm Sitz des württembergischen Donaukreises (etwa einem Regierungsbezirk vergleichbar). Mit der Eröffnung der ?Schwäbischen_Eisenbahn? von Stuttgart über Ulm nach Friedrichshafen am 1. Juni 1850 und dem Neu- und Wiederbeginn von zwei Großbaustellen, erwachte das Provinznest mit 12.000 Einwohnern wieder zu neuem Leben: Durch die Errichtung der Bundesfestung mit 41 Festungswerken um Ulm und Neu-Ulm herum, sowie die Vollendung des Münsters, welches dann von 1885 an den bis heute höchsten Kirchturm der Welt erhielt (die Einweihung des neuen Westturms war am 31. Mai 1890) und bis 1889, als es vom Eiffelturm abgelöst wurde, das höchste Gebäude der Welt war, zog wieder der Wohlstand ein.
1913 zählte die Stadt bereits 60.000 Einwohner, davon rund 10.000 Soldaten, da das Militär in Ulm eine lange Tradition hat. Ulm war praktisch von Anfang an Objekt verschiedener Begierden, die mit kriegerischen Mitteln verfolgt wurden, war Jahrhunderte hindurch auch Garnisonsstadt, wurde aber jetzt im Zuge der Industrialisierung ein Standort bedeutender Unternehmen: Magirus, Wieland und Kässbohrer trugen den Namen der Stadt in die Welt. Während der Weltwirtschaftskrise gab es um 1931 eine eigene Regionalwährung, das Markengeld Wära.
Zwischen den Weltkriegen blieb es ruhig um Ulm. Doch der Nationalsozialismus machte auch vor Ulm nicht halt. 1933 bis 1935 wurde am Oberen Kuhberg, in einem der Festungswerke der Bundesfestung, ein KZ, vorwiegend für politische Gefangene wie Kurt Schumacher, eingerichtet. Allerdings wählte Ulm überproportional die NSDAP. Doch auch erster Widerstand regte sich bald: Am 22. April 1934 gaben Vertreter der evangelischen Kirche aus ganz Deutschland im Münster die Ulmer Erklärung ab, in der sie sich offen gegen Hitler wandten. In der ?Kristallnacht? (9./10. November 1938) brannte auch die Ulmer Synagoge. Sie wurde aber nicht ein Opfer durch den Brand selbst, der kaum einen Schaden verursachte sondern vielmehr durch den willkürlichen Abriss danach.
Einen Teil seiner alten Freiheit konnte sich Ulm im selben Jahr ?zurückerobern?, als die Stadt kreisfrei wurde und zudem Sitz des aus dem alten Oberamt hervorgegangenen Landkreises Ulm. 1942 trat eine weitere Widerstandsgruppe in Aktion: Eine Gruppe Abiturienten um Hans und Susanne Hirzel sowie Franz J. Müller bildete den Ulmer Ableger der bekannten Münchner Widerstandsgruppe Weiße Rose, in welcher die beiden Ulmer Hans und Sophie Scholl aktiv waren. 1943 wurden die beiden Gruppen gefasst und teils zum Tode, teils zu Gefängnisstrafen verurteilt. Ende 1944 begannen die schweren Bombardierungen von Ulm. Nach dem Großangriff am 17. Dezember 1944 waren 81 % der Altstadt zerstört, das Münster jedoch blieb ? dank raschen Eingreifens des Luftschutzes ? verschont.
= 1945 bis Heute
=Die zu großen Teilen zerstörte Innenstadt Ulms wurde in den Jahrzehnten nach Kriegsende wieder aufgebaut. Die Frage, ob der Wiederaufbau historisch oder modern erfolgen sollte, führte zu heftigen Auseinandersetzungen. Der größte Teil der Stadt wurde im Stil der Fünfziger- und Sechzigerjahre wiederaufgebaut; um große Verkehrsprojekte wie die ?Neue Straße? als Ost-West-Magistrale zu verwirklichen, wurde sogar noch erhaltene historische Bausubstanz geopfert. Es kam allerdings auch zu Rekonstruktionen einzelner, für die Stadtgeschichte bedeutender Gebäude, und zahlreiche moderne Bauten orientierten sich mehr oder weniger an historischen Formen, z. B. an den für Ulm typischen Spitzgiebeln. (Siehe auch unter 4.4.1 ? Bauten ? Historische Entwicklung des Stadtbildes)
Der Wiederaufbau war aber nicht begrenzt auf die alte Ulmer Innenstadt. So war das neu ausgewiesene Industriegebiet im Donautal (1951) von großer Bedeutung für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt. Im neuen Stadtteil Eselsberg konnten zahlreiche Vertriebene aufgenommen werden, was die Einwohnerzahl schnell wieder auf den Stand von vor dem Krieg und darüber hinaus anschwellen ließ.
1953 begann die Geschichte der für die Fünfziger- und Sechzigerjahre stilbildenden, inzwischen aber wieder geschlossenen Hochschule_für_Gestaltung. Eine Ingenieurschule eröffnete 1960 ihren Lehrbetrieb und ging 1972 in der Fachhochschule_für_Wirtschaft_und_Technik auf. Ein wichtiger Impuls für die Stadt war die Gründung der Universität Ulm (1967), der 1982 das aus bisher städtischen Kliniken gebildete Universitätsklinikum angeschlossen wurde.
Am 1. Januar 1973 trat die Kreisreform in Baden-Württemberg in Kraft. Ulm wurde Sitz des neu gebildeten Alb-Donau-Kreises, blieb selbst aber kreisfrei. 1980 überschritt Ulm erstmals die 100.000-Einwohner-Marke und wurde somit Großstadt. Im gleichen Jahr war Ulm Gastgeber der ersten Landesgartenschau in Baden-Württemberg, an der sich auch die bayerische Nachbarstadt Neu-Ulm beteiligte.
Die Überwindung der Wirtschaftskrise Anfang der 1980er Jahre machte aus der bisherigen Industriestadt auch ein Dienstleistungs- und Wissenschaftszentrum, welches 1987, bei einer Einwohnerzahl von 104.000, stolze 84.000 Arbeitsplätze aufweisen konnte.
2004 feierte die Stadt gleich mehrere bedeutende Ereignisse: Zum einen den 1150. Jahrestag der ersten urkundlichen Erwähnung von Ulm, zum anderen den 125. Geburtstag von Albert Einstein, der am 14. März 1879 in der heutigen Bahnhofstraße geboren wurde. Die Familie zog allerdings bereits kurz nach der Geburt Alberts 1880 nach München (an Stelle seines Geburtshauses steht heute eine Skulptur zu seinen Ehren).
Ein weiteres Großereignis war der 95. Deutsche Katholikentag vom 16. bis zum 20. Juni unter dem Motto ?Leben aus Gottes Kraft?, an dem ca. 30.000 Gläubige teilnahmen.
Religionen
1529 trat Ulm auf dem Reichstag in Speyer den protestantischen Reichsständen bei. 1531 wurde die Reformation zwinglischer Richtung eingeführt, doch näherte man sich bald Martin Luther an, als 1533 die Stadt eine lutherische Kirchenordnung erhielt. Somit war Ulm über Jahrhunderte eine protestantische Stadt. Um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert sank der Anteil der Katholiken an der Bevölkerung Ulms (rund 20.000) auf ein Prozent (200 bis 250 im Jahre 1624) ab. Diese Zahl blieb bis Mitte des 18. Jahrhunderts konstant. Predigen durften die verbliebenen katholischen Priester nicht, katholische Taufen durften nur noch in den Privathäusern stattfinden, zur katholischen Trauung (in Ulm verboten) gingen die wenigen Paare daher ins katholische Söflingen. Seit der Mitte des 17. Jahrhunderts blieben Katholiken vom Bürgerrecht ausgeschlossen. Die stärksten Gruppen unter den Katholiken waren die Patrizier und vor allem die Gesellen, Dienstboten und Taglöhner. Anfang des 19. Jahrhunderts gab es wieder eine starke katholische Gemeinde (1805 erste katholische Stadtpfarrei).
Nach dem Übergang an Württemberg (1810) wurde Ulm Sitz eines Generalats (heute Prälatur) innerhalb der Evangelischen_Landeskirche_in_Württemberg, welcher die evangelischen Gemeindeglieder ? sofern sie nicht Mitglied einer Evangelischen Freikirche sind ? angehören. Des weiteren besteht in Ulm an der Adlerbastei ? neben der Evangelischen Prälatur ? ein Dekanat, dessen Stelleninhaber dem evangelischen Kirchenbezirk Ulm mit insgesamt 55.408 Protestanten vorsteht (Stand 2005). Die evangelische Gesamtkirchengemeinde Ulm ist die Nachfolgeeinrichtung der historischen eigenständigen Ulmer Reichsstadtkirche und bildet zurzeit einen Verbund aus sechs Kirchengemeinden und sieben Kirchen: Auferstehungskirche, Christuskirche, Lukaskirche, Martin-Luther-Kirche, Münster, Paul-Gerhardt-Kirche und Pauluskirche. Die gewählten Vertreter dieser sechs Kirchengemeinden bilden den Gesamtkirchengemeinderat Ulm. Dieser repräsentiert 21.561 Gemeindeglieder (Stand 2006) und trägt die Verantwortung für das evangelische kirchliche Leben in der Stadt.
Die römisch-katholischen Christen in der Stadt gehörten anfangs zum Bistum Konstanz, später zum Bistum Augsburg und 1817 zum Generalvikariat Rottenburg, aus dem später das Bistum Rottenburg und dann das bis heute bestehende Bistum Rottenburg-Stuttgart hervorgingen.
Mit der Eingemeindung umliegender katholischer Orte veränderte sich das Gewicht zwischen evangelischen und katholischen Christen. Heute beträgt der Anteil der Katholiken an der Gesamtbevölkerung 38,1 %, zum protestantischen Glauben bekennen sich 27,5 % (Stand: 2004).
Des Weiteren gibt es eine Anzahl von Christen, welche sich zur Evangelisch-methodistischen_Kirche bekennt; zwei Gotteshäuser (Zionskirche und Erlöserkirche) beherbergen diese evangelische Freikirche. Ebenfalls in Ulm beheimatet ist die Neuapostolische Kirche.
Seit dem Mittelalter gab es zudem in Ulm eine jüdische Gemeinde (1241/42 erstmals belegt) mit einer Synagoge im Judenhof. Während der Pest 1349 wurden die Juden verfolgt und ihre Gemeinde vernichtet. In der zweiten Hälfte des 14. Jahrhunderts siedelten sich erneut Juden an, doch 1499 wurden sie wiederum aus der Stadt gewiesen. Erst ab 1806 konnten Juden wieder zuziehen. Seit 1889 war Ulm Sitz eines Rabbinats. Die höchste Zahl wurde um 1880 mit 694 jüdischgläubigen Personen erreicht. 1933 lebten rund 530 Juden in Ulm. Durch Deportationen starben davon mindestens 118. Nach Kriegsende befanden sich Tausende Juden unter den ?Displaced Persons?, welche sich in mehreren Flüchtlingslagern in und um Ulm aufhielten, bevor die Lager 1948 aufgelöst wurden. Fast alle Juden wanderten in den neu gegründeten Staat Israel aus. Schon seit 1990 zogen mit den Aussiedlern aus Osteuropa wieder vermehrt Juden nach Ulm, die seit 1999 auch wieder von einem Rabbiner betreut werden. 2002 wurde die jüdische Gemeinde als Filialgemeinde von Stuttgart neu gegründet und am 5. Mai des gleichen Jahres ein neues jüdisches Gemeindezentrum mit einem Gebetsraum eingeweiht, der erste seit Zerstörung der Synagoge 1938. Die jüdische Gemeinde umfasst heute ca. 450 Ulmer Bürger. In Ulm besteht außer dem stillgelegten alten jüdischen Friedhof heute noch eine jüdische Abteilung auf dem Stadtfriedhof. Der Neubau einer Synagoge in der Stadt wird angestrebt.
Ein nicht geringer Teil der Bevölkerung sind Anhänger des muslimischen Glaubens, welche ein missionsorientiertes Informationszentrum unterhalten.
Eingemeindungen
Ehemals selbständige Gemeinden beziehungsweise Gemarkungen, die in die Stadt Ulm eingegliedert wurden. Die Zuwachsfläche gibt die hinzukommende Fläche zur Gesamtfläche der Stadt im Jahr der Eingliederung an.
Einwohnerentwicklung
: Hauptartikel: Christoph Leonhard Wohlbach
*1845?1863: Julius Schuster
*1863?1890: Karl_Heim
*1891?1919: Heinrich Wagner
*1919?1933: Dr. Emil Schwamberger
*1933?1945: Friedrich Foerster, NSDAP
*1945 (April?Mai): Hermann Frank
*1945 (Mai?Juni): Karl Eychmüller
*1945?1948: Robert Scholl (Vater von Hans und Sophie Scholl)
*1948?1972: Prof. Dr. Theodor Pfizer
*1972?1984: Dr. Hans Lorenser, CDU
*1984?1992: Ernst_Ludwig, CDU
*1992?: Ivo Gönner, SPD
Wappen
Das Wappen der Stadt Ulm zeigt einen von Schwarz und Silber (Weiß) geteilten Schild. Die Stadtflagge trägt die Stadtfarben Schwarz-Weiß.
Das Stadtwappen ist seit 1351 in den Stadtsiegeln belegt, und zwar in der Form, dass es entweder vom Reichsadler, dem Zeichen der freien Reichsstadt, in den Fängen gehalten wurde, oder später als dessen Brustschild abgebildet war. Nach 1803 fiel der Reichsadler weg. Seither zeigt das Stadtwappen nur noch die Farben Schwarz und Silber, die bereits seit dem 15. Jahrhundert nachweisbar sind.
Die genaue Bedeutung dieses recht einfachen Wappens ist nicht bekannt.
Städtepartnerschaften
Ulm hat keine offizielle Partnerstadt, unterhält aber über einen Partnerschaftsverein seit 1986 eine de-facto-Städtepartnerschaft mit Jinotega in Nicaragua.
Im Juli 1998 haben in Ulm Repräsentanten aus 15 Donaustädten aus Anlass des ?Ersten Internationalen Donaufestes? eine gemeinsame Erklärung unterzeichnet, Motto: ?Die Donau und ihre Städte ? ein europäisches Netzwerk der Zukunft?. Darin haben sie sich zu einer dauerhaften und grenzüberschreitenden Zusammenarbeit verpflichtet. Daraus wurden feste Kontakte insbesondere zu folgenden Städten und Regionen in Südosteuropa (Donau-Partnerschaften):Weitere, zum Teil markante, zum anderen Teil (architektur-)geschichtlich bemerkenswerte Bauten seien hier kurz gefasst erwähnt: das DaimlerChrysler-Forschungszentrum von Architekt Feichtmayr als Kirche des Clarissenklosters im frühbarocken Stil erbaut, mit noch erhaltenen Teilen der Anfang des 19. Jh. abgebrochenen Klosteranlage; und zum anderen das Kloster Wiblingen, ehemaliges Benediktinerkloster, (1093 gegründet, 1806 aufgehoben) mit der bedeutenden spätbarocken Klosterkirche (1772?81) mit frühklassizistischer Innenausstattung.
= Oberschwäbische Barockstraße
=: Hauptartikel: Oberschwäbische Barockstraße
Ulm ist Startpunkt der Oberschwäbischen Barockstraße. Die Strecke ist ca. 500 km lang, beginnt am Ulmer Münster, verläuft weiter in Richtung Bodensee und besteht aus zusätzlichen Erweiterungsrouten, die durch Österreich und durch die Schweiz verlaufen.
Parkanlagen
Die Friedrichsau gilt als das Naherholungsgebiet für Ulm. Sie ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus und Straßenbahn) zu erreichen, mit Fahrgastschiffen über die Donau ? oder zu Fuß. Von der Ulmer Innenstadt aus gelangt man über Uferwege donauabwärts in ca. 30 Gehminuten in die Friedrichsau mit ihren drei Gesellschaftsgärten, dem Festplatz (für Volksfeste, Circus-Gastspiele und Open-Airs sowie dem sechswöchigen Kultur-Festival ?Ulmer Zelt?) und dem Tiergarten.Bemerkenswert ist die Geschichte der Friedrichsau; so sagt man in Ulm ?Napoleon ist an allem schuld?. Tatsächlich fiel das rechts der Donau gelegene ?Steinhäule? als Ausflugsgebiet für die Ulmer weg, da es, nachdem im Jahre 1810 die Grenzen neu gezogen worden waren, Bayern zugeschlagen worden war. Der erst durch Napoleons Gnaden zum württembergischen König aufgestiegene, vormalige Kurfürst Friedrich_I. zeigte sich bei seinem Antrittsbesuch in Ulm im Jahre 1811 großzügig und stiftete unter anderem 2000 Gulden für ein neues Erholungsgebiet im ?Gänshölzle?, der deshalb nach ihm benannten Friedrichsau.
chantinii]]
Dort entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die ?Au-Gesellschaften?, unter denen die ?Hundskomödie? die bekannteste wurde. Sie dienten vorwiegend geselligen Zwecken. Auch Sängervereine wie der ?Liederkranz? und die ?Teutonia? fanden in der Friedrichsau ihre Heimat.
Neben der Friedrichsau kann man auch den Botanischen_Garten_Ulm, eine zentrale Einrichtung der Universität Ulm, besichtigen. Er dient an erster Stelle der Forschung und der Lehre. Pflanzensammlungen, Versuchsflächen im Freien sowie mehrere Gewächshäuser stehen dem Unterricht von Studenten zur Verfügung. Darüber hinaus soll der Botanische Garten der Öffentlichkeit eine Möglichkeit zur Umweltbildung bieten. Zu bestimmten Zeiten sind die Gewächshäuser und die Versuchsflächen für Besucher geöffnet.
Im nördlichen Teil des Freigeländes des Botanischen Gartens hat das pharmazeutische Unternehmen ratiopharm in Zusammenarbeit mit der Universität Ulm im Jahr 2001 den Neuen Apothekergarten Ulm eröffnet. In den angelegten Beeten sind über 200 Heil- und Nutzpflanzen zu finden. Neben bekannten Arten wie Johanniskraut, Baldrian oder auch Hopfen gibt es auch eine Vielzahl an unbekannteren Pflanzen wie den Sonnentau oder den Kampferbaum zu entdecken.
Weitere Erholungsgebiete bzw. parkähnliche Anlagen sind der alte Friedhof, das Donauufer mit Gehmöglichkeiten, der Duft- und Tastgarten mit Informationen auch für sehbehinderte Menschen sowie künftig der geplante, aber noch nicht realisierte Stadtteilpark Oberer Eselsberg.
Sport
= SSV Ulm 1846
=: Hauptartikel: SSV Ulm 1846
Der SSV Ulm 1846 ist mit 12.000 Mitgliedern der zweitgrößte Sportverein Baden-Württembergs und der achtgrößte bundesweit. Der Verein bietet alle gängigen Sportarten an. In den Sommermonaten wird das vereinseigene Freibadgelände im Rahmen des Donauflimmern zusätzlich als Open-Air Kino genutzt.
= ratiopharm Ulm
=: Hauptartikel: ratiopharm Ulm
ratiopharm Ulm ist derzeit das sportliche Aushängeschild Ulms. Die Basketballer spielen (wieder) in der 1. Basketball-Bundesliga, wo der Aufsteiger schon für einige Überraschung gesorgt hat.
= TSG Söflingen
=Die TSG Söflingen ist nach dem SSV Ulm 1846 der mitgliederstärkste Ulmer Sportverein. Sportlich erfolgreichste Abteilungen sind die Turner (vor allem die Nachwuchsturnerinnen, von denen mehrere im Nationalkader sind) und die Handballer (Regionalliga). Aber auch in Randsportarten wie Radball und Rolli-Basketball stellt die TSG erfolgreiche Sportler.
= ESC Ulm e. V.
=: Hauptartikel: ESC Ulm
1929 wurde der Eisenbahner Sportclub Ulm e. V. gegründet und vereint heute knapp 700 Mitglieder in seinen acht Abteilungen:
Kegeln, Fußball, Tennis, Tischtennis, Gymnastik, Taek Won Do, Angeln und Schützen. Die erfolgreichste Sparte des ESC Ulm sind die Kegler, die in den vergangenen Jahren immer wieder in der 1. und 2. Bundesliga spielten.
= Ulmer Ruderclub ?Donau? e. V.
=Der Ulmer Ruderclub ?Donau? e. V. ist einer der größten Rudervereine in Baden-Württemberg und mit seiner starken Leistungsabteilung weltweit erfolgreich. Mit Urs Käufer (Vizeweltmeister), Raimund Hörmann jun. (U23-Vizeweltmeister), Kerstin Hartmann (U19 Weltmeisterin, U23 Vizeweltmeisterin, zweifache Deutsche Meisterin), Max Reinelt (Junior-Vizeweltmeister), Jan Rupp (Ersatzmann U19-WM) befinden sich einige Ulmer Ruderer in den Nationalmannschaften ihrer jeweiligen Altersklasse. Zudem verfügt der Ulmer Ruderclub ?Donau? e. V. über einige, teilweise, amtierende Landes- und Bundesmeister. Erfolgreichste Ulmer Ruderer: Raimund Hörmann sen. (2. Vorsitzender des Ulmer Ruderclub) und Dieter Wiedenmann. Sie wurden im Doppelvierer zweimal Vizeweltmeister (1979 und 1982), sowie je einmal Weltmeister (1983) und Olympiasieger (1984).
= Ulmer Sektionen des Deutschen Alpenvereins e. V.
=: Hauptartikel: SSV Ulm 1846
In Ulm ist der Deutsche_Alpenverein schon lange aufgrund der relativen Alpennähe sehr stark vertreten. Gleich drei große Sektionen sind in der Stadt und im Ulmer Umfeld beheimatet, die zusammen ca 10.000 Mitglieder repräsentieren. Zunächst ist die Sektion Ulm zu nennen. Sie gehört zu den ersten Sektionen dieses Bergsportvereins überhaupt und wurde 1879 ? zehn Jahre nach der Gründung des Alpenvereins überhaupt ? in Ulm gegründet. Sie zählt 4800 Mitglieder, die alle Spielarten des Alpinsports betreiben; in ihrem Eigentum befinden sich drei Berghütten, unter anderem die stark frequentierte Ulmer Hütte in den Lechtaler Alpen. Ein besonderer Schwerpunkt wird in der Sektion durch die Skiabteilung gepflegt, denn hier wird auch sehr erfolgreich Rennsport ? alpin und nordisch ? betrieben. Die anderen beiden Sektionen sind die Alpenvereinssektion im SSV Ulm und die Sektion Neu-Ulm.
= Ulmer Kanufahrer e. V.
=Der Verein Ulmer Kanufahrer e. V. wurde 1925 gegründet, ist Mitglied im Deutschen_Kanu-Verband, sowie offizielle DKV-Kanuschule und besitzt einen DKV-Zeltplatz. Seine etwa 500 Mitglieder betreiben den Kanusport auf viele Arten: z.B. Kanuwandern auf ruhig fließenden Gewässern oder Wildwasserfahren in den Alpen. Auch in den Wettkampfdisziplinen Kanu-Freestyle und Kanuslalom ist der Verein erfolgreich mit Sportlern vertreten (EM Teilnahme im Kanu-Freestyle; Deutsche Vizemeister im Kanu-Freestyle und Kanuslalom). Dies ist wohl auch der Trainingsstrecke in Neu-Ulm am Illerkanal zu verdanken.
= Ulmer Paddler e. V.
=Der Verein Ulmer Paddler e. V. wurde 1925 gegründet, ist Mitglied im Deutschen_Kanu-Verband und ist Betreiber der Ulmer Kanuslalom Übungsstrecke Illerkanal auf dem der Verein jährlich ein Kanuslalom Rennen ausrichtet. Die Wildwasser Strecke Illerkanal besteht aus künstlichen Einbauten und bietet ideale Übungsmöglichkeiten für Kanuslalom und Schulung.
Der Verein unterhält eine rege DKV-Kanuschule, die jährlich vielen Interessierten das paddeln mit Kajak und Kanu vermittelt. Der Verein ist auch stark im Breitensport engagiert und es werden Ausfahrten von leichten Wanderflüssen bis zu schwerem Wildwasser durchgeführt.
= Ulm Sparrows
=Anfang 1984 wurde Ulms erste American Football-Mannschaft, die Ulm Sparrows gegründet. Das stetig wachsende Team trainierte zunächst vereinslos in einem Stadtpark in Ulm. Ein Jahr später wurde die Mannschaft Teil des Sportvereins Grimmelfingen und schaffte durch zahlreiche Siege bereits 1987 den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Die 1989 in Leben gerufene Jugendmannschaft entwickelte sich ebenfalls sehr gut und gewann 1992 den Baden-Württembergischen Jugendpokal. Mitte der 90er Jahre verzeichneten die Sparrows einen Rückgang der Mitglieder und mussten 1996 den Ligabetrieb einstellen. Das Team fiel auseinander. Seit 1997 mischen die Ulm Sparrows unter neuer Leitung wieder im Ligabetrieb mit. Unter dem Motto ?The Sparrows are flying again? spielen die Footballer aktuell als eigenständige Abteilung des VfB Ulm in der Landesliga Baden-Württemberg. Durch den Zulauf junger Spieler wird auch die Jugendmannschaft kommende Saison im Ligabetrieb der B-Jugend mitmischen können.
Regelmäßige Veranstaltungen
*Ulmer Zelt, mit sechseinhalb Wochen Programm das längste Kulturzelt Deutschlands seit 1986, von Mitte Mai bis Anfang Juli in der Friedrichsau mit internationalen Top-Acts, aber auch weniger bekannten Künstlern sämtlicher Genres, sowie Kabarett, Kinderaktionswiese, Kindertheater und weiteren Veranstaltungen. Veranstalter ist der ?Verein zur Förderung der freien Kultur Ulm e. V.?.
*Württembergischer Landesposaunentag: Alle zwei Jahre findet in Ulm an einem Wochenende im Mai oder Juni der Landesposaunentag des ?Evangelischen Jugendwerks in Württemberg? statt, bei dessen Schlussfeier bis zu 9000 teilnehmende Blechbläser den größten Posaunenchor der Welt bilden.
*Ulmer Donaucup, die jährliche Ruderregatta des Ulmer Ruderclubs. Im Rahmen dieser Großveranstaltung werden unterschiedliche Wettkämpfe auf der Donau ausgetragen: die klassische Ruderregatta mit Rennen in je 37 Bootsklassen und der Drachen-Cup für 64 Freizeitmannschaften.
*Open Air an der Klostermauer: Im Zusammenhang mit der 100-Jahr-Feier der Ulmer Vorstadt Söflingen im Jahr 2005 wurde das Open Air an der Klostermauer vom Verein für Musikkultur in Söflingen e. V. in Kooperation mit der Veranstaltungsagentur livekonzepte gegründet. Nach den Konzerten in der Schwörwoche ist es das größte Open Air-Festival in Ulm. Topacts wie Al Jarreau, BAP, Silbermond, Sasha und Apocalyptica waren hier schon zu Gast.
*Internationales Donaufest: Das Festival der Donauländer mit kulturellen, musikalischen und kulinarischen Veranstaltungen am Ulmer und Neu-Ulmer Donauufer wurde erstmals 1998 gefeiert und findet seither alle zwei Jahre statt. Das nächste Donaufest findet im Sommer 2008 statt.
*Schwörwoche: Als Schwörwoche werden die Festlichkeiten bezeichnet, die ab dem Wochenende vor dem Schwörmontag stattfinden. Sie beginnt mit der Lichterserenade. Am Morgen des Schwörmontag muss der Bürgermeister Rechenschaft vor den Einwohnern ablegen. Der Tag erinnert an die einstige Verfassung der Reichsstadt, den großen Schwörbrief von 1397, und wird am vorletzten Montag im Juli begangen. Dieser Montag wird wie ein halber Feiertag in Ulm und Neu-Ulm gehandhabt, das heißt, die meisten Geschäfte und öffentlichen Institutionen haben ab ca. 10:30 Uhr geschlossen, um jedem Ulmer die Möglichkeit zu geben, die Schwörrede (traditionell gegen 11 Uhr vom Balkon des Schwörhauses auf dem Weinhof verlesen) zu hören. Abschluss des Wochenendes ist das Nabada. Alle vier Jahre findet zudem das Fischerstechen statt. Ebenso findet ab Mitte Juli das Ulmer Volksfest in der Friedrichsau statt, das mit dem Schwörmontag endet.
*Ulmer und Neu-Ulmer Kulturnacht, seit 2000 jährlich wiederkehrende Veranstaltung im September, die das gesamte kulturelle Angebot der beiden Donaustädte abbildet. Die Kulturnacht ist mit 95 Veranstaltungsorten und über 450 beteiligten Künstlern im Jahr 2006 eine der größten Veranstaltungen ihrer Art in Deutschland.
*Einstein-Marathon, erstmals 2005 organisiert, soll in Zukunft jährlich ausgerichtet werden. Obwohl er im Herbst 2005 stattgefunden hat, waren die Besucher- und vor allem die Teilnehmerzahlen sehr hoch (siehe Artikel Einstein-Marathon).
*Wiblinger Bachtage: Jährliche Konzertreihe, meist im Herbst, die ihre Mitte in den Werken des Thomaskantors Johann Sebastian Bach hat. Die Konzertreihe besteht in Ulm und Neu-Ulm seit 1985 und erreichte 2004 insgesamt 70.000 Konzertbesucher.
*Weihnachtsmarkt: Der Ulmer Weihnachtsmarkt ist einer der größten und populärsten Weihnachtsmärkte Süddeutschlands und findet jährlich statt. Er beginnt in der Regel am ersten Adventswochenende und geht bis zwei Tage vor Heiligabend. Dazu wird der Marktplatz vor dem Hauptportal des Münsters in ein Hüttendorf (mit eigenen Straßennamen) verwandelt. Besonders Verkaufshütten dominieren den Markt. Das Angebot reicht von Alltäglichem über Weihnachtszubehör (Krippen, Kerzen, Räucherutensilien) bis hin zu Handgemachtem. Kulinarische Hütten runden den Markt ab.
Wirtschaft und Infrastruktur
Ulm ist Sitz einer Industrie- und Handelskammer (IHK) (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis und Landkreis Biberach) und einer Handwerkskammer (Kammerbezirk: Stadt Ulm, Alb-Donau-Kreis, Landkreis Biberach, Bodenseekreis, Landkreis Heidenheim, Ostalbkreis und Landkreis Ravensburg).
Messestadt
Ulm ist eine Messestadt. Im Nordosten der Stadt liegen die Donauhalle und das Messegelände mit mehreren, auch unabhängig von einander nutzbaren Hallen. Daneben finden im Congress Centrum Ulm (CCU) und im Kornhaus Kongresse und Veranstaltungen statt.
Ansässige Großunternehmen
• (Unternehmen)/'>AEG ID]: Identifikationselektronik (Transponder, Lesegeräte, Antennen)
• G. Anschütz|J. G. Anschütz GmbH & Co. KG]: Jagd- und Sportwaffen (z. B. für Biathlon)
• Germany GmbH]: Halbleiter
• Elektrogeräte für Gesundheit und Wohlbefinden (z. B. Heizkissen)
*Römer]_Kinderautositze
•_
•_
•_
• AG]: Dieselmotoren
• Abwehr- und Sicherheitssysteme
*Karl_Kässbohrer_GmbH/'>EvoBus] (vormals [[Kässbohrer Fahrzeugwerke/'>Karl Kässbohrer GmbH): Omnibusse (Montage und Lackierung).
• (Unternehmen)|Gardena]: Gartengeräte
• und ]:_Telekommunikation_(Forschung)
•_
• (Konzern)/'>Nokia]: Telekommunikation (Forschung)
• Pharmazeutik, Medikamente
*(Ulm)|Seeberger_KG]:_Trockenfrüchte,_Nusskerne_und_Kaffee
•_
•_
• AG/'>Siemens]: Telekommunikation (Forschung)
• Sprachsteuerung für Fahrzeugelektronik
*AG]:_Halbfabrikate,_Rohre_und_Gleitelemente
•_
_Umwelt/Ökologie_
Die_FUG_GmbH_(Fernwärme_Ulm)_betreibt_eines_der_größten_Biomasseheizkraftwerke_Deutschlands_(60 MW_installierte_Leistung)_in_der_Ulmer_Weststadt_(
• Wieland-Werke' target='blank'>AG]: Halbfabrikate, Rohre und Gleitelemente
• Group|Thales Electron Devices]: elektronische Röhren
Umwelt/Ökologie
Die FUG GmbH (Fernwärme Ulm) betreibt eines der größten Biomasseheizkraftwerke Deutschlands (60 MW installierte Leistung) in der Ulmer Weststadt (Siehe auch: [[Liste der Kraftwerke). Darüber hinaus nimmt Ulm in den letzten Jahren regelmäßig in der Kategorie Großstädte einen der vordersten Plätze in der Bundesstraßen, die die Stadt gut an das Umland und an weiter gelegene Städte binden:
= Schienenverkehr
=auf der Fahrt nach Ulm
Ulm liegt an der ICE-Strecke, die über Stuttgart nach München führt, sowie an der wichtigen Europamagistrale Paris?Budapest. Europäische Metropolen, wie Amsterdam, Paris und Wien sind ohne Umsteigen erreichbar.
Geplant ist diese Strecke (Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart?Augsburg) auszubauen. Hierfür ist geplant eine neue Hochgeschwindigkeitsstrecke von Stuttgart nach Ulm zu bauen (Neubaustrecke Wendlingen?Ulm), die Strecke von Ulm nach Augsburg auf eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h auszubauen, die Donaubrücke zu erneuern und den Bahnhof Neu-Ulm unterirdisch zu verlegen (Neu-Ulm 21). Der Neubau der Donaubrücke, sowie der Neubau des Bahnhofes Neu-Ulm wird Mitte 2007 abgeschlossen sein.
Durch das Projekt Neu- und Ausbaustrecke Stuttgart?Augsburg wird eine Zunahme des Fern- und Regionalverkehr in Ulm um teilweise bis zu 50 % gerechnet.
Der Hauptbahnhof Ulm bildet mit 14 Gleisen, davon sechs nicht durchgehend, den wichtigsten Haltepunkt der Stadt. Weitere Bahnhöfe bestehen im Westen (Söflinger Bahnhof) und Osten (Ostbahnhof) sowie im Industriegebiet Donautal. Daneben gibt es weitere Haltepunkte in Neu-Ulm.
Im Einzelnen treffen in Ulm folgende Eisenbahnstrecken aufeinander:
• Ulm?Geislingen?Göppingen?Plochingen?Stuttgart
*(Württemberg)/'>Württembergische_Südbahn]:_Ulm?Biberach_an_der_Riß?Aulendorf?Ravensburg?Friedrichshafen_(vgl._:' target='blank'>Ulm?Memmingen?Kempten?Oberstdorf
*Donautalbahn (Bayern)]: Ulm?Donauwörth?Ingolstadt?Regensburg
• Ulm?Heidenheim?Aalen
Am Wochenende fährt zudem ein Schienenbus] (?[[Ulmer Spatz?) von Ulm aus über die Donautalbahn und Schwäbische Albbahn auf die Schwäbische Alb.
= Nahverkehr
=Der öffentliche Nahverkehr (ÖPNV) in Ulm/Neu-Ulm ist sehr gut ausgebaut. Insgesamt bedienen das Stadtgebiet 20 Linien der Stadtwerke_Ulm/Neu-Ulm_GmbH_(SWU)Stadtwerke Ulm ? Verkehr, darunter eine Straßenbahn- und 19 Buslinien, sowie weit mehr als 35 Linien anderer Verkehrsunternehmen. Somit sind alle Stadtteile und das nahe gelegene Umland sehr gut angebunden. Ein laufendes Projekt ist die Trassenerweiterung der bestehenden Straßenbahnlinie 1, die bislang vom Messegelände bis nach Söflingen zweigleisig ausgelegt ist. Bis 2008 soll sie bis nach Böfingen erweitert werden (4,5 km weiterführende Trasse). Mit dem Bau soll im Sommer 2007 begonnen werden.
Seit Ende 2005 hat die SWU an den Wochenenden zusätzlich acht Nachtlinien eingeführt, die ebenfalls alle Stadtteile und das Umland von Ulm auch nach Mitternacht im Stundentakt bedienen. Für Orte und Gemeinden außerhalb von Ulm, in denen bisher keine Nachtlinien fahren, hat die Stadt zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 einige zusätzliche Busse nach Mitternacht eingeführt. Alle Unternehmen fahren zu einheitlichen Preisen innerhalb des Donau-Iller-Nahverkehrsverbunds (DING).
= Flugverkehr
=Die nächsten Großflughäfen sind in Stuttgart (ca. 80 km) und in München (ca. 160 km). Diese Flughäfen sind mittels Bus und Bahn zu erreichen.
Die nächstgelegenen Regionalflughäfen befinden sich im 50 Kilometer entfernten Memmingen (Flughafen Memmingen), im ca. 80 Kilometer entfernten Augsburg (Flughafen Augsburg) sowie im ca. 100 km entfernten Friedrichshafen (Flughafen Friedrichshafen).
Der nächstgelegene Flugplatz ist der 10 km von Ulm entfernte Sportflugplatz Erbach ICAO:EDNE, mit einer 630 m × 30 m Graspiste, geeignet für Motorflugzeuge bis 2 t MPW, Motorsegler, Hubschrauber, Ultraleicht, Segelflugzeuge (F-Schlepp & Windenstart) und Ballone.
Medien
: Hauptartikel: Medienlandschaft Ulm
Die Medienlandschaft in Ulm hat sowohl eine historisch bewegte Geschichte als auch, seit den Zeiten des Internet, eine weit gefächerte Ausdehnung erreicht. So finden sich neben Presse (Südwest Presse, Neu-Ulmer_Zeitung, Schwäbische Zeitung) und Rundfunk (SWR, Radio 7, Donau 3 FM, Radio freeFM) auch zahlreiche Internet-Portale, wie das Portal team-ulm.de, welche, neben Informationen aus der Region, auch zielgerichtete Angebote und Nutzungsmöglichkeiten bieten.
Die Stadt besitzt zudem seit dem 22. September 2005 einen eigenen TV Sender mit dem Namen ?Regio TV Schwaben?. Mit dem Motto ?Sieh mal an!? informiert der Sender täglich über Ulm, den Alb-Donau-Kreis, den Kreis Neu-Ulm sowie Biberach.
Öffentliche Einrichtungen
Ulm ist Sitz eines Amtsgerichts und eines Landgerichts (beide gehören zum Oberlandesgerichtsbezirk Stuttgart) sowie eines Arbeitsgerichts und eines Sozialgerichts. Ferner hat Ulm ein Finanzamt, ein Hauptzollamt und eine Agentur für Arbeit.
Die Stadt ist Sitz der Prälatur Ulm und des Kirchenbezirks Ulm der Evangelischen_Landeskirche_in_Württemberg und des Dekanatsverbands Ehingen-Ulm des Bistums_Rottenburg-Stuttgart.
Bildung und Forschung
= Hochschulen
=Die Universität Ulm wurde im Jahr 1967 als Medizinisch-Naturwissenschaftliche Hochschule gegründet. Das Fächerspektrum umfasst heute Naturwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Mathematik/Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Derzeit (Wintersemester 2006/07) sind 7.177 Studenten immatrikuliert.Des Weiteren verfügt Ulm über eine Fachhochschule (2006 umbenannt in Hochschule_Ulm), die 1960 als ?Staatliche Ingenieurschule? gegründet wurde.
Die in der Schwesterstadt Neu-Ulm beheimatete Fachhochschule hat durch eine enge Zusammenarbeit mit der Hochschule (früher FH) Ulm (u. a. das gemeinsame Anbieten einiger Studiengänge) ebenfalls Einfluss auf die Ulmer Hochschullandschaft.
Bereits 1953 gründeten Inge Aicher-Scholl, Otl Aicher und Max Bill die Hochschule_für_Gestaltung_(HfG_Ulm), die zeitweise von bundesweiter Bedeutung war, aber 1968 wieder geschlossen wurde.
= Weitere Bildungseinrichtungen und Schulen
=Neben den genannten Hochschulen gibt es in Ulm weitere Bildungseinrichtungen: Die Ulmer Volkshochschule, Städtische Musikschule und die Akademie für darstellende Kunst (adk), eine Schauspielschule. Die adk-Ulm wurde 1996 gegründet und besitzt 16 Unterrichts- bzw. Ausbildungsräume im Fort Unterer Kuhberg mit einer Gesamtfläche von 1200 m². An die adk-Ulm angeschlossen findet man das Akademietheater Ulm (s. o.), die Kammeroper Ulm (ein Musiktheaterensemble aus Dozenten der adk-ulm und Gästen), sowie ein Figurentheater, das FiThea. Alle Einrichtungen haben einen regelmäßigen Spielplan.
Ulm unterhält 28 Grund- und Hauptschulen sowie fünf Realschulen, sieben allgemein bildende Gymnasien und 12 Sonderschulen. Des Weiteren bestehen drei berufsbezogene Gymnasien, sechs Berufsschulen (darunter eine zusätzliche Sonderberufsschule), 21 Berufsfachschulen, eine freie evangelische Schule, ein Abendgymnasium mit Abendrealschule, fünf Fachschulen, 13 Berufskollegs und zwei Waldorfschulen. Stadt Ulm
Zum Universitäts-Klinikum gehört auch die Akademie für medizinische Berufe. Diese hat sich auf die Aus- und Weiterbildung von therapeutischen, pflegerischen und technisch-medizinischen Berufen spezialisiert. Sie wurde vor über 35 Jahren gegründet und hat ihren Sitz im Kloster Wiblingen. Die 9 Berufsfachschulen der Akademie haben über 700 Ausbildungsplätze.
= Bibliotheken
=Die Stadtbibliothek Ulm gehört mit einem Bestand von über 480.000 Printmedien (2004) zu den größten öffentlichen_Bibliotheken in Deutschland. Die Universitätsbibliothek Ulm verfügt als wissenschaftliche Bibliothek über mehr als 910.000 Bücher, die Bibliothek der Fachhochschule Ulm über mehr als 50.000.
= Wissenschaftsstadt
=Als Reaktion auf die wirtschaftliche Strukturkrise Anfang der 1980er Jahre, die neben vielen klassischen Industriestandorten auch Ulm betraf, wurde 1987 unter wesentlicher Beteiligung des damaligen baden-württembergischen Ministerpräsidenten Lothar Späth das Konzept der ?Wissenschaftsstadt? entwickelt. Eine der Leitideen des Konzeptes ist es, Hochschul- und Industrieforschung besser zu verzahnen und damit neue Arbeitsplätze zu schaffen. Kernstück der auf dem Oberen Eselsberg nahe dem Universitätscampus angesiedelten ?Wissenschaftsstadt? sind die so genannten An-Institute, die in enger Zusammenarbeit mit Universität, Universitätsklinikum, Fachhochschule und Industrie anwendungsorientierte Forschung betreiben. Das erste derartige Institut wurde 1985 gegründet: das ILM ? Institut für Lasertechnologien in der Medizin (ab 1995: und Messtechnik). Des weiteren haben sich auch Forschungszentren großer internationaler Konzerne (z. B. DaimlerChrysler, Nokia, Siemens) angesiedelt. Nachdem bereits in den 90er Jahren aufgrund der hohen Nachfrage das Gebiet der Wissenschaftsstadt ausgeweitet werden musste (?Science Park II?), plant die Stadt derzeit eine erneute Erweiterung (?Science Park III?).
Medizinische Versorgung
= Universitätsklinikum Ulm
=: Hauptartikel: Universitätsklinikum Ulm
Das Universitätsklinikum Ulm ist eines der fünf Universitätsklinika in Baden-Württemberg. Es ist einerseits ein Krankenhaus der Stufe Maximalversorgung und für das Versorgungsgebiet Ostwürttemberg, Donau-Iller und Bodensee-Oberschwaben zuständig. Andererseits ist es innerhalb der Medizinischen Fakultät der Universität Ulm in die praktische Ausbildung der Fächer Human- und Zahnmedizin involviert. Die Klinik bietet Platz für rund 1.100 Patienten wobei der Nutzungsgrad bei 75,4 % liegt, um für Krisenzeiten vorbereitet zu sein. Für die rund 192.000 Fälle pro Quartal stehen knapp 6.000 Ärzte und andere Angestellte zur Verfügung.
Persönlichkeiten
: Hauptartikel: Persönlichkeiten der Stadt Ulm
Neben einer Anzahl von Persönlichkeiten, denen die Stadt Ulm das Ehrenbürgerrecht verliehen hat, wurden zahlreiche Persönlichkeiten in Ulm geboren, verbrachten einen Teil ihres Lebens in der Stadt oder verstarben hier. Auf Grund der hohen Anzahl dieser Persönlichkeiten wurde ein eigener Artikel angelegt.
Zitate
* Die Stadt der Geburt hängt dem Leben als etwas ebenso Einzigartiges an wie die Herkunft von der leiblichen Mutter. Auch der Geburtsstadt verdanken wir einen Teil unseres Wesens. So gedenke ich Ulm in Dankbarkeit, da es edle künstlerische Tradition mit schlichter und gesunder Wesensart verbindet. (Albert Einstein)
* Zum Geborenwerden ist das Haus recht hübsch; denn bei dieser Gelegenheit hat man noch keine so großen ästhetischen Bedürfnisse, sondern man brüllt seine Lieben zunächst einmal an, ohne sich viel um Gründe und Umstände zu kümmern. (Albert Einstein über sein Geburtshaus)
* Hätt? ich Venedigs Macht und Augsburgs Pracht, Nürnberger Witz und Straßburger G?schütz und Ulmer Geld, so wär ich der Reichste in der Welt. (Sprichwort)
* Ich bin halt ein rechter Teufel, ganz wie mein Vater einer war, nach außen oft sehr hart und verletzend, hinterher tut's mir herzlich leid, aber lügen ist halt so mühsam (Martha von Besserer über ihr Wesen, welches auf viele Ulmer übertragbar ist)
* Ulmer Geld regiert die Welt. (mittelalterliche Redensart)
* In Ulm, um Ulm und um Ulm herum. (bekannter deutscher Zungenbrecher)
* Ulm ? Die Hauptstadt des Nebelreiches. (lokale Redensart nach einem Gemälde in der Jungen Ulmer Volksbank)
* Ulm ? Das London von Deutschland. (lokale Redensart, die sich wie vorige, auf den ständig in Ulm herrschenden Nebel bezieht)
* Ulm ? Das protestantische Rom." (lokale Redensart, welche sich auf die Lage Ulms auf 7 Hügeln (wie Rom), die führende Rolle Ulms bei der Verbreitung des Protestantismus in Süddeutschland und das seit 1530/31 protestantische Ulmer Münster mit dem höchsten Kirchturm der Welt (161,5m) bezieht.)
* Napoleon ist an allem schuld. (Weil er Ulm den Württembergern schenkte, als Dank dafür, dass sie ihn über den Rhein gelassen hatten, den größten Teil Ulms rechts der Donau aber bei Bayern beließ.)
*Der Schneider von Ulm hat?s Fliegen probiert, da hat ihn der Teufel in d?Donau neig?führt.
*Von Ulm nach Neu-Ulm (und umgekehrt) muss man immer über d? Bruck num!
Literatur
* Ingeborg Flagge: Ulm (FSB Architekturführer. Stadtführer zeitgenössischer Architektur). Verlag Das Beispiel, Darmstadt 2003, ISBN 3-935243-35-9
* Erich Keyser (Hsg.): Württembergisches Städtebuch; Band IV Teilband Baden-Württemberg Band 2 aus Deutsches Städtebuch. Handbuch städtischer Geschichte ? Im Auftrage der Arbeitsgemeinschaft der historischen Kommissionen und mit Unterstützung des Deutschen Städtetages, des Deutschen Städtebundes und des Deutschen Gemeindetages. Stuttgart, 1961
* Landesarchivdirektion Baden-Württemberg (Hsg.): Das Land Baden-Württemberg -Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden (in acht Bänden); Band VII: Regierungsbezirk Tübingen. Stuttgart, 1978. ISBN 3-17-004807-4
• Fabri]: Tractatus de Civitate Ulmensi (15. Jh.). Deutsche Übersetzung: Abhandlung von der Stadt Ulm. Heinrich Frey, Ulm 1909 ([http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/stoebern/werk/fabri/fabri.html Volltext])
*Hans Eugen Specker: Ulm. Stadtgeschichte, Separater Druck des Beitrags für Band II der zuvor genannten Amtlichen Kreisbeschreibung, ergänzt durch einen einführenden, die Stadtentwicklung dokumentierenden Bildteil sowie eine Zeittafel und ein abschließendes Register, Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm, 1977, ISBN 3-920921-95-X
*A. Bräuning und andere: Um Ulm herum. Untersuchungen zu mittelalterlichen Befestigungsanlagen in Ulm. Forschungen und Berichte der Archäologie des Mittelalters in Baden-Württemberg 23. Stuttgart, 1998.
* Herbert Wiegandt: Ulm ? Geschichte einer Stadt. Anton H. Konrad Verlag, Weißenhorn 1977, ISBN 3-87437-134-4
* Martin Nestler: Ulm ? Geschichte einer Stadt. Sutton Verlag GmbH, Erfurt 2003, ISBN 3-89702-544-2
* Eberhard Neubronner: Ulm in Trümmern, Pfaffenhofen/Münsingen 1991.
*Wolf-Henning Petershagen (Hsg.): Vorstadt Söflingen. Ulms eigenwilliger Stadtteil, Süddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-348-3
*Kathrin Schulthess: Himmelwärts. Das Ulmer Münster für Kinder, Jugendliche und Erwachsene, Süddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-356-4
*Uwe Schmidt: Die Südbahn. Eisenbahn und Industrialisierung in Ulm und Oberschwaben, (Hrsg.: Industrie- und Handelskammer Ulm), Süddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-342-4
*Barbara Schäuffelen: Sag niemals nie. Wie sich die Ulmer ihre Universität ertrotzten, Süddeutsche Verlagsgesellschaft GmbH, Ulm, ISBN 3-88294-335-1
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Weblinks
• Internetpräsenz der Stadt Ulm• Meyers Konversationslexikon ? Abhandlung von der Stadt Ulm
Einzelnachweise
lmo:Ulmvo:Ulm

