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Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Truso aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar.
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Truso

Truso am Draußensee (früher Drusensee) (nahe Elbl?g) gelegen, war ein altpreußischer Ort unweit der Ostsee, dort wo der Weichselarm Nogat ins Frische Haff mündet. Es war einer der Handelsplätze an der Bernsteinstraße, dort wo später die Stadt Elbing gegründet wurde. Truso wird auch als "Atlantis des Nordens" bezeichnet.

Truso lag verkehrsgünstig am Ost-Europa-Handelsweg, welcher von Birka im Norden bis Visby auf der Insel Gotland in der Ostsee und von dort zur späteren Hansestadt Elbing führte. Von dort aus zogen die Händler weiter südlich bis Carnuntum in den Alpen. Die alten Bernsteinstraßen gingen dann noch weiter bis ans Mittelmeer, zum Schwarzen_Meer und bis nach Asien.

Der Ost-West-Handel erfolgte von Truso entlang der Ostsee bis Jütland und weiter im Inland bis Haithabu, welches damals eins der größten Handelszentren war. Haithabu lag bei der Stadt Schleswig in Schleswig-Holstein.

Um 890 unternahm Wulfstan von Haithabu, wie er selbst berichtete, eine Schiffsreise von Haithabu bis Truso im Dienste von König Alfred_dem_Großen. Dieses geschah zu der Zeit, als die Dänen und Wikinger fast ganz England erobert hatten.

1897 wurde bei Gut Hansdorf eine große Fläche mit archäologischen Funden entdeckt. In den 1920er Jahren wurden Ausgrabungen unternommen. Ebenso fand man ein großes Gräberfeld bei Elbing. Die Funde kamen in das Elbinger Museum. Weitere Grabungen konnten wegen des Krieges nicht fortgeführt werden.

Mehrere Orte in der Umgegend Elbings bezeugten den Namen, wie Neuendorf, welches bis Anfang des 15. Jahrhundert Deutsch-Drusen hieß, und Drusenhof zwischen Elbing und Preußisch Holland.

Wiederaufgenommene Ausgrabungen der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts haben gezeigt, dass Truso wie andere Handelsorte einen multiethnischen Charakter hatte ? wo Waren der Pruzzen, auch Esten, Skandinavier, Slawen und Friesen ausgetauscht und in Werkstätten Artikel hergestellt wurden.

Eine dicke Brandschicht und Pfeilspitzen lassen vermuten, dass die Stadt von Seeräubern zerstört wurde. Die Fläche beträgt etwa 20 Hektar mit zweierlei Gebäuden, etwa 5x10 Meter und Langhäusern 6x21 Meter.

Die Namensbedeutung des preußischen Handelsortes Truso kann man in Altsächsisch, wie in Mittelenglisch trussen, English truss, erkennen, was so viel bedeutet wie zusammenbündeln, umschließen, beim Bau unterstützen, also ein Handels-Wohnstätte, und in der Lautverschiebung wie Duer zu Tür, Tor, Düringer zu Thüringer.








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