Schweizer Franken
Der Schweizer Franken (französisch: franc suisse; italienisch: franco svizzero; rätoromanisch: franc svizzer) ist die Währung der Schweiz und des Fürstentums_Liechtenstein. Er wird in 100 Rappen (frz. centimes, ital. centesimi, rät. raps) unterteilt. Seine ISO-Abkürzung ist CHF, das Währungszeichen SFr. (kurz Fr.).
Geschichte
Bis 1798 war die Ausgabe von Münzen Sache der Kantone. Mit der Helvetik wurde erstmals eine gesamtschweizerische Währung eingeführt, welche bereits den Namen ?Franken? trug. Mit der Mediation von 1803 ging aber die Münzhoheit an die Kantone zurück.
Nachdem 1848 die Schweiz als Bundesstaat geschaffen wurde, war wieder der Bund für die Währung zuständig. Ab 1850 ließ dieser Münzen prägen und herausgeben. Von 1865 bis 1927 war die Schweiz Mitglied der Lateinischen_Münzunion, was bedeutete, dass Gold- und Silbermünzen aus Frankreich, Belgien, Italien und Griechenland in der Schweiz als offizielle Zahlungsmittel zirkulierten. Die Münzen werden von der offiziellen Münzstätte_der_Schweizerischen_Eidgenossenschaft (swissmint) hergestellt.
Vor 1852 war die Hauptwährung der Gulden (fl.), welcher wie folgt geteilt wurde: 1 fl. = 15 Batzen = 20 Groschen = 60 Kreuzer (X?) = 240 Pfennige = 480 Heller. Daneben kursierten auch andere Währungen, z.B. der Brabanter Taler (= 2 fl. 42 Kreuzer = Fr. 5.72). 1852 wurde gerechnet: 33 Gulden sind 70 Franken neuer Währung (1 Franken = 0,4714 Gulden).
Banknoten wurden zuerst von Geschäfts- und Kantonalbanken herausgeben; 1907 erhielt die neu gegründete Schweizerische Nationalbank als Zentralbank das alleinige Recht zur Banknotenausgabe (Notenmonopol). Die umgehend eingeführte erste Serie (Interimsnoten) basierte noch auf Entwürfen aus dem Ausland, ergänzt durch Schweizer Hoheitszeichen. 1909 druckte Orell Füssli probeweise Banknoten für die SNB, die basierend auf inländischen Entwürfen von mehreren Druckereien hergestellt und ab 1911 von der SNB als zweite Serie eingeführt wurden. In den 1970ern wurde mit der sechsten Serie die Sicherheitsdruck-Abteilung von Orell Füssli alleinige Druckerei für sämtliche Schweizer Banknoten.
Schweizer Franken ausserhalb der Schweiz
1924 wurde der Schweizer Franken auch in Liechtenstein eingeführt, wo er die Österreichische Krone ablöste. Einen offiziellen Währungsvertrag mit der Schweiz schloss Liechtenstein jedoch erst am 19. Juni 1980 ab ("Währungsvertrag zwischen der Schweizerischen Eidgenossenschaft und dem Fürstentum Liechtenstein", [http://www.gesetze.ch/sr/0.951.951.4/0.951.951.4_000.htm SR 0.951.951.4]).
Die amtliche Währung der italienischen Exklave Campione d'Italia ist der Schweizer Franken.
Büsingen am Hochrhein benutzt den Euro als die amtliche Währung; gehandelt wird jedoch eher mit dem Schweizer Franken. Als Reservewährung spielt der Schweizer Franken eher eine untergeordnete Rolle.
Münzen
Umlaufmünzen
Folgende Münzen werden bis heute geprägt:
Die Landesbezeichnung ist auf allen Münzen mit ?Confoederatio Helvetica?, dem lateinischen Namen der Schweizerischen Eidgenossenschaft, oder ?Helvetia? angegeben.
Die ältesten heute noch gültigen Münzen sind die 10-Rappen-Münzen aus dem Jahre 1995 eingeführt wurde, umfasst sechs Stückelungen (Nennwerte) mit folgenden Porträts:
* 10 Franken - Le Corbusier
* 20 Franken - Arthur Honegger
* 50 Franken - Sophie Taeuber-Arp
* 100 Franken - Alberto Giacometti
* 200 Franken - Charles Ferdinand Ramuz
* 1000 Franken - Jacob Burckhardt
Mit diesen Noten wurde zwischen 1995 und 1998 die vorherige Serie ersetzt, welche anstelle der 200-Franken-Note eine 500-Franken-Note enthielt.
Die siebte Banknotenserie, welche in den 1980er-Jahre entworfen wurde, bildet die Reserveserie. Das Aussehen und die Daten dieser Banknoten sind nicht für die Öffentlichkeit bestimmt (sogenannte Geheimreserve).
Die Noten dieser Serie werden eingesetzt, falls die aktuell im Umlauf befindenden Noten massenhaft gefälscht werden sollten. Dabei kann entweder die ganze Serie oder eine Stückelung ersetzt werden.
Liechtenstein darf nach dem aktuellen schweiz-liechtensteinischen Währungsvertrag keine eigenen Banknoten herausgeben.
Neue Banknoten ab 2010
Im Rahmen der Entwicklung der neuen Banknotenserie wurde Anfang 2005 ein Ideenwettbewerb in die Wege geleitet. Dabei wurden zwölf Gestalter eingeladen, Entwürfe für alle sechs Stückelungen zur Thematik ?Weltoffene Schweiz - La Suisse ouverte au monde? auszuarbeiten. Im November 2005 tagte die Jury, um die Beurteilung und die Prämierung der Entwürfe vorzunehmen. Diese wurden am 23. November 2005 in Bern an einer Medienkonferenz vorgestellt. Sie sollten voraussichtlich 2010 in Umlauf gebracht werden.
Weblinks
• Bilder der Münzen• Bilder der Banknoten
• Kurs-Entwicklung Schweizer Franken in Euro - Langfrist-Chart
• Aktueller EUR-CHF Kurs
• Projekt neue Banknoten
frp:Franc suisso
ln:Falánga ya Swisi
rm:CHF
tg:?????? ????zh-yue:????

