Schruns
{| cellpadding="2" style="float:right; width:307px; background:#e3e3e3; margin-left:1em; border-spacing:1px;"! Wappen
! Karte
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! colspan="2" | Basisdaten
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| Bundesland: || Vorarlberg
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| Bezirk Bludenz (BZ)
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| Einwohner: /'>| 3.908 (Stand: 31. Dezember 2002)
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| Vorwahl: || 0 XX XX -->
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| Geografische Lage: /'>|
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| Gemeinderat: /'>| 24 Mitglieder
Wahl 2005:
14 Bundesland Vorarlberg. Die Gemeinde ist Hauptort des Montafons und Sitz des Bezirksgerichts. Sie liegt im Bezirk Bludenz und hat etwa 3900 Einwohner.
Geografie
Schruns liegt in Vorarlberg, dem westlichsten Bundeslands Österreichs, im Bezirk Bludenz auf 690 Metern Höhe im Alpental Montafon. Von Schruns aus erstreckt sich ein Seitental des Montafons namens Silbertal. Zu Schruns gehört das Hochjoch-Bergmassiv (Verwallgruppe), welches durch Bergbahnen und Lifte erschlossen ist. 45,2 % der Fläche sind bewaldet, 19,1% der Fläche Alpen. Es existieren keine weiteren Katastralgemeinden in Schruns.
Geschichte
Der Name ist rätoromanisch und soll sich von "Äscherun" ableiten, was etwa Riesenahorn bedeuten würde. 1209 ist der Ort zum erstenmal als "Scrunis" erwähnt. Später stößt man auf die Form "Scharuns".
1433 nennt man die Kirche St. Josen zu Schruns. Ab 1579 ist Schruns eine eigene Pfarrei, das ganze Gebiet der Außerlitz blieb aber noch länger bei Bartholomäberg.
Im Jahre 1622 wurde Schruns von Truppen geplündert. Die Pest raffte viele Menschenleben im Jahre 1629 dahin und im schweren Lawinenwinter 1689 gab es vier Tote auf dem Stiefen. 1682 brannte die Pfarrkirche ab. Da das mitten am Tage geschah, konnten die umliegenden Häuser gerettet werden.
1696 wurde in Schruns die Handwerkerzunft des Tales gegründet und als erster Zunftmeister Ulrich Marent bestellt.
Im Jahre 1754 zählte Schruns bereits 1.230 Einwohner.
1762 verwüsteten die Flüsse Ill und Litz bei einer großen Überschwemmung die Felder des Ortes. 20 Häuser fielen den Fluten zum Opfer. Nach langen Bemühungen erhielt Schruns im Jahre 1775 ein eigenes Gericht und gleichzeitig das Recht, Märkte zu halten.
Zwischen 1796 und 1799 herrschte in Schruns Kriegsnot. Einheimische Schützen unter Landamann Batlogg nahmen an Kämpfen gegen Napoleons Truppen bei Feldkirch und am Schlappinerjoch teil. 1800 wurde der Ort besetzt.
In den Jahren 1805 bis 1814 gehörte das Montafon zu Bayern. Zu dieser Zeit wurde die Talstraße durch Schruns gebaut. Die Habsburger regierten die Orte in Vorarlberg abwechselnd von Tirol und Vorderösterreich (Freiburg im Breisgau) aus. Zum österreichischen Bundesland Vorarlberg gehört Schruns seit dessen Gründung 1861.
1867 wird die derzeitige, eben erbaute Kirche bezogen. Die heimische Künstlerfamilie Bertle arbeitet noch später an der Ausschmückung des Gotteshauses. In den Jahren 1981-1984 wurde die Kirche unter Pfarrer Böhler gesamtrestauriert. Der Schrunser Künstler und Restaurator Konrad Honold hat sämtliche Altäre, alle Figuren sowie die Decken und Wandbilder von Franz und Josef Bertle restauriert. Ebenso renovierte er die Bilder an der Fassade des Kirchturms und gestaltete das neue Kriegerdenkmal an der Aussenfassade in Form eines Glasmosaiks. Es stellt den Heiligen Georg mit dem Drachen dar.
1925/1926 weilte der wohl bekannteste Langzeitgast in Schruns: Ernest Hemingway. Er vollendete in dieser Zeit sein Buch "Fiesta", mit welchem er seinen literarischen Durchbruch erzielte. Seine Schrunser Zeit fand zudem Niederschlag in den Romanen "Schnee am Kilimandscharo" und "Paris - ein Fest fürs Leben". Während seines Aufenthalts im Montafon wohnte er im Hotel "Taube" in Schruns und im "Madlenerhaus" in der Silvretta.
Im Jahre 1928 wurde Schruns offiziell zur Marktgemeinde erhoben.
Seit dem zweiten Weltkriege erlebte Schruns ein gewaltiges Anwachsen der Wirtschaft und des Fremdenverkehrs. Die Einwohnerzahl nähert sich 3.800.
Schruns war 1945 bis 1955 Teil der französischen Besatzungszone in Österreich.
(Quellen: u. a. www.schruns.at/geschichte)
Die Litzkapelle
Seit mehr als 300 Jahren steht am Beginn des Dorfzentrums von Schruns eine anmutige kleine Wallfahrtskapelle. Der Sage nach stand hier früher ein fruchtbarer Birnbaum. Als dieser unerwartet verdorrte erbaute der Besitzer an seiner Stelle dieses kleine Kirchlein. Im Mittelpunkt der Kapelle steht heute auf dem Renaissancealtar eine von vielen Menschen verehrte Madonnenstatue. Im Jahre 1981 wurde die Kapelle von Konrad Honold restauriert, wobei sich herausstellte, daß das Deckengemälde aus dem Jahre 1866 vom Schrunser Kunstmaler Jakob Bertle stammt. Der Innenraum der Kapelle wird von Nachbarn liebevoll geschmückt und noch heute wird jede Woche der Rosenkranz im Kirchlein gebetet!
Quelle:www.sagen.at
Das Montafoner Heimatmuseum
Im Jahre 1906 begann eine Gruppe heimatkundlich interessierter Einheimischer eine Sammlung im Montafon selten vorkommender Tiere, Pflanzen und Mineralien zu sammeln und in der Folge auch auszustellen. Unter der Leitung des Schrunser Schulleiters Johann Wiederin wurde die mittlerweile umfangreiche Sammlung durch alte Möbel, Bilder und Kunstwerke ergänzt. Im Frühmesshaus in der Silvrettastraße fand man eine geeignete Stätte für die Sammlung und so konnte am 12.Juni 1921 das "Montafoner Heimatschutzmuseum" feierlich eröffnet werden.
Im Jahre 1978 übersiedelte das Museum an den Kirchplatz in Schruns in ein altes Montafonerhaus, welches durch einen Neubau ergänzt wurde. Durch diese optimale Kombination bietet sich in den beiden unterschiedlich ausgestatteten Gebäuden die Möglichkeit, das Ausstellungsgut den gegenwärtigen Erkenntnissen gemäß optimal zu präsentieren. Während im Neubau Vitrinen zu bestimmten Themen eingerichtet sind, wird im alten Gebäude ein Rundgang durch die Wohnkultur und Arbeitswelt des Montafons geboten.
Der Heimatschutzverein im Tale Montafon ist Träger des Museums und der Eigentümer der Sammlung.
Quelle: Peter Strasser "Heimatschutzverein im Tale Montafon" 1991
Tourismus
Um 1870 kamen die ersten Feriengäste nach Schruns und damit begann seine Entwicklung als Fremdenverkehrsort. Allmählich wurden die ersten Hotels erbaut und 1905 die Montafonerbahn eröffnet, die von dem zuvor erstellten Elektrizitätswerk an der Litz betrieben wird.
Bis 1900 hatte Schruns bereits rund 350 bewohnte Häuser, bis zum ersten Weltkrieg erhöhte sich diese Zahl bedeutend. 1910 erreichte Schruns die Zahl von rund 1.600 Einwohnern, die es um 1850 schon einmal aufgewiesen hatte.
Am 31. Dezember 2002 hatte die Gemeinde 3.908 Einwohnern (inkl. Zweitwohnsitze). Der Ausländeranteil lag 2002 bei 10,3 %.
Politik
Der Gemeinderat hat 24 Mitglieder. Die Zusammensetzung nach der Wahl 2005 ist: ÖVP 14 Sitze, SPÖ 3 Sitze, FPÖ 7 Sitze. Bürgermeister ist Dr. Erwin Bahl.
Die Gemeindeeinnahmen aus Steuern und sonstigen Abgaben lagen 2001 bei 5.221.525 ?, die gemeindlichen Ausgaben bei 11.923.988 ?. Der Schuldenstand betrug 2001 9.402.487 ?.
Wirtschaft und Infrastruktur
Am Ort gab es im Jahr 2003 139 Betriebe der gewerblichen Wirtschaft mit 1.523 Beschäftigten und 196 Lehrlingen. Lohnsteuerpflichtige Erwerbstätige gab es 1.861. Tourismus und Fremdenverkehr sind wichtig. Im Tourismusjahr 2001/2002 gab es insgesamt 359.463 Übernachtungen.Schruns' Umgebung bietet Skigebiete von 700 bis 2.400 Meter, 62 Lift- und Seilbahnanlagen in Schruns-Tschagguns und in der näheren Umgebung mit 200 km präparierten Pisten. Im Gemeindegebiet befindet sich eines der größten Ski- und Wandergebiete des Montafons, das [http://http://www.hochjoch.com Hochjoch].
Verkehr
Schruns ist Endpunkt der Montafonerbahn von Bludenz.
Bildung
Am Ort gibt es (Stand Januar 2003) 748 Schüler. In Schruns gibt es drei Kindergärten.
Persönlichkeiten
• Bertle]
• Wiederin]
• Zurkirchen]
• Borger]
• Albrich]
• Honold]
* Kardinal Christoph Schönborn
Ehrenbürger
*Karl August Albrich
*Franz Josef Wachter
*Johann Wiederin
*Anton Amann
• Albrich]
*Franz Josef Marent
Vereine
* 1. Muntafuner Guggamusig Romplbötz
* Ortsfeuerwehr Schruns
* WSV (Wintersportverein) Schruns
* Heimatschutzverein im Tale Montafon
* Österreichischer Alpenverein - Sektion Montafon
Weblinks
[http://www.schruns.at/ Marktgemeinde Schruns]

