Russland
Russland (russisch , / Transkription , dt. veralt. Großrussland, im Gegensatz zu Kleinrussland, d.i. die Ukraine) ist ein Staat in Osteuropa und Nordasien und der flächenmäßig größte Staat der Erde. Eine gleichwertige Bezeichnung ist Russische Föderation (eigentlich Russländische Föderation, russisch , / Transkription ).Geografie
Angrenzende Staaten und Meere
Im Folgenden sind die an Russland angrenzenden Nachbarländer und Meere entgegen dem Uhrzeigersinn aufgeführt. Die Grenzlänge ist hinter den jeweiligen Staaten in Klammern angegeben.
Das russische Kernland grenzt an die Staaten Kaukasus grenzen Georgien (723 km) und Aserbaidschan (284 km) an. Es folgt ein Küstenstreifen am Kaspischen_Meer und eine lange gemeinsame Grenze mit Kasachstan (6846 km).
In Ostasien grenzt Russland erstmals an die Volksrepublik China (etwa 40 km) und dann an die Mongolei (3485 km). Danach trifft das russische Hoheitsgebiet zum zweiten Mal mit dem der VR China zusammen (3605 km). Mit Nordkorea (19 km) besteht die letzte Landverbindung zu einem anderen Staat. Danach folgen die Küstenlinien zum Japanischen, dem Ochotskischen_Meer, zum Pazifischen_Ozean und schließlich zur Beringsee. Über die nur etwa 85 km schmale und 30 m bis 50 m tiefe Beringstraße ist Russland im äußersten Osten von Alaska getrennt.
Der gesamte nördliche Teil des Landes grenzt an den Arktischen_Ozean. Dort liegen verschiedene zu Russland gehörende Inseln, als nördlichste Franz-Josef-Land. Die Gesamtlänge der Landesgrenzen beträgt 20.017 km, die Küstenlinie umfasst 37.653 km.
Neben dem Kernland besitzt Russland noch eine Exklave, den nördlichen Teil Ostpreußens, die heutige Oblast Kaliningrad. Die Exklave grenzt an Litauen (227 km) und Polen (206 km) und gehörte_bis_1945_zu_Deutschland.
Großlandschaften
von Russland]]
Hauptartikel: Russische Großlandschaften
Russland gliedert sich geografisch betrachtet hauptsächlich in die folgenden Großlandschaften (etwa in West-Ost-Richtung):
Osteuropäische Ebene ? westlich des Uralgebirges
Westsibirisches Tiefland ? östlich des Uralgebirges
Nordsibirisches Tiefland ? südlich des Arktischen_Ozean
Mittelsibirisches Bergland ? zwischen Jenissei und Lena
Südsibirische Gebirge ? Gebirge im Süden Russlands (bzw. Sibiriens)
Mitteljakutische Niederung ? in der Fluss-Niederung der Lena
Ostsibirisches Bergland ? Gebirge östlich der Lena
Ostsibirisches Tiefland ? südlich der Ostsibirischen_See
Flüsse und Ströme
Im europäischen Teil Russlands ist der wichtigste Fluss die Wolga. Sie ist der längste Fluss Europas und verläuft ausschließlich in Russland. Nach 3.531 km mündet sie schließlich ins Kaspische_Meer. Als Wasserweg erfährt die Wolga besondere Bedeutung, da sie Nordeuropa mit Zentralasien verbindet. Eine große Bedeutung für die slawischen Staaten besitzt auch der Dnepr (auch Dnjepr genannt). Der Strom entsteht westlich von Moskau und fließt anschließend durch Weißrussland und die Ukraine, wo er ins Schwarze_Meer mündet. Über den Dnepr-Bug-Kanal ist er mit dem polnischen Fluss Bug und mit Weichsel und Memel verbunden, was den Dnepr zu einer wichtigen Wasserstraße macht.
Flüsse, die in das Kaspische Meer entwässern:
* Die Wolga entspringt in den Waldaihöhen beim Dorf Wolgowerchowe (128 m ü. NN) und mündet ins Kaspische_Meer (-28 m), hat also ein Gefälle von nur 156 m, ist aber mit 3.534 km Länge der längste Fluss Europas.
** Die Kama ist ein 1.805 km langer, linker und der größte Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil von Russland.
*** Die Wjatka ist ein 1.314 km langer Zufluss der Kama im Osten des europäischen Teils von Russland.
** Die Oka ist ein rechter, 1.480 km langer Nebenfluss der Wolga im europäischen Teil Russlands.
*** Die Moskwa entspringt in den Smolensker Höhen, fließt von dort durch die zentralrussischen Oblaste Smolensk und Moskau und mündet in die Oka.
* Der Ural entspringt im gleichnamigen Gebirge und verläuft in Richtung Süden nach Kasachstan. Da er erst jenseits der kasachischen Grenze schiffbar wird, hat er für Russland nur geringe wirtschaftliche Bedeutung, jedoch wird er allgemein als Teil der Innereurasischen_Grenze angesehen.
Flüsse, die in den Atlantik entwässern:
in Sankt Petersburg]]
* Die Newa durchquert Sankt Petersburg (Leningrad) und mündet in die Ostsee.
** Der Wolchow entspringt aus dem Ilmensee und mündet bei Sjasstroj in den Ladogasee.
* Die Düna ist ein in die Ostsee mündender, 1.020 km langer Strom in Russland, Weißrussland und im Baltikum.
* Der Pregel mündet hinter Kaliningrad (Königsberg) in das Frische_Haff.
* Die Memel, russ. Neman, ist ein 937 km langer Strom, der durch Weißrussland und Litauen fließt und vor der Mündung ins Kurische_Haff und die Ostsee fließt, Grenzfluss zwischen der Kaliningrader Oblast und Litauen ist.
* Der Don mündet in das Asowsche_Meer, ein Binnenmeer des Schwarzen_Meeres.
* Der Kuban fließt vom Elbrus aus 906 km durch das Hochland von Stawropol bis zum Asowschen Meer. Der Fluss ist wirtschaftlich bedeutend, da er schiffbar ist.
Flüsse, die in das Polarmeer entwässern:
am Jenissei bei Krasnojarsk]]
* Die Petschora (Fluss) ist ein 1.809 km langer, zum Nordpolarmeer fließender Strom im nördlichen, europäischen Teil Russlands.
* Der Ob entwässert 2.430.000 km² mit etwa 13.070 m³/sek (Jahresdurchschnitt 1994). Er fließt aus dem Altai in den Arktischer_Ozean.
** Der Tschulym ist ein 1.799 km langer Nebenfluss des Ob. Mit seinem rechten Quellfluss Weißer Ijus ist er 2.023 km lang.
** Der Irtysch ist mit 4.248 km der längste Nebenfluss des Ob.
*** Der Tobol ist ein 1.591 km langer Zufluss des Irtysch in Kasachstan und Russland.
* Der Jenissei entwässert 2.440.000 km² mit etwa 20.022 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1995) und fließt aus dem Sajangebirge in den Arktischen Ozean.
** Die Angara ist der einzige Abfluss des Baikalsees und mündet in den Jenissei.
*** Die Selenga ist ein Zufluss des Baikalsees und damit der Angara. Sie entspringt in der Mongolei.
** Die Steinige und die Untere Tunguska münden in den Jenissei.
* Die Lena entwässert 2.460.000 km² mit etwa 16.440 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994) und entspringt im Baikalgebirge. Sie mündet bei Tiksi.
** Die Indigirka entspringt südwestlich des Tscherskigebirges und mündet bei Polarnoje, bei Yurty führt der Fluss 4.9 m³/sec (Jan 1990) und 967 m³/sec ( Jul 1990)[http://www.r-arcticnet.sr.unh.edu/Points/P6303.html Indigirka at Yurty (64.05° N, 141.88° E)].
* Die Kolyma entwässert 526.000 km² mit etwa 2.728 m³/sec (Jahresdurchschnitt 1994) und fließt vom Tscherskigebirge nach Tscherski, wo sie mündet.
Flüsse, die in den Pazifik entwässern:
* Der Amur bildet seit 1689 die 2.824 km lange Grenze zwischen Russland und China.
** Der Ussuri ist ein rechter Nebenfluss des Amur in Russland und China. Der 588 km lange Fluss entspringt in Russisch-Fernost nordöstlich von Wladiwostok im Süden des Sichote-Alin-Gebirges.
** Die Seja (russisch ???) ist ein linker und etwa 1.200 km langer Nebenfluss des Amur in der Oblast Amur.
Gebirge und Berge
Die russische Topographie ist sowohl von vielen Gebirgen und Gebirgsketten als auch von Senken geprägt.
Die bedeutendsten Gebirge in Russland sind (alphabetisch sortiert):
Altai, Baikalgebirge, Chibinen, Kaukasus, Kolymagebirge, Putoranagebirge, Sajangebirge, Stanowojgebirge, Stanowojhochland, Tannu-ola-Gebirge, Tscherskigebirge, Ural, Werchojansker Gebirge.
Der höchste Berg in Russland ist der Elbrus (5.642 m) im Kaukasus.
Städte
Die 10 größten Städte Russlands:
# Moskau - Zentralrussland (10,10 Mio.)
# Sankt Petersburg (Leningrad) - Nordwestrussland (4,58 Mio)
# Nowosibirsk - Sibirien (1,42 Mio)
# Nischni Nowgorod (Gorki) - Wolga (1,35 Mio)
# Jekaterinburg (Swerdlowsk) - Ural (1,26 Mio)
# Samara (Kujbyschew) - Wolga (1,16 Mio)
# Omsk - Sibirien (1,15 Mio)
# Kasan - Wolga (1,11 Mio)
# Tscheljabinsk - Ural (1,07 Mio)
# Ufa - Wolga (1,04 Mio)
Für weitere Städte siehe: Liste der Städte in Russland
Klima
Große Teile des Landes sind vom Kontinentalklima mit heißen Sommern und sehr kalten Wintern geprägt. Die vier Klimastationen Moskau, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Bomnak liegen alle etwa auf 55° nördlicher Breite von West nach Ost. An ihnen lässt sich die zunehmende Kontinentalität mit immer ausgeprägteren Differenzen zwischen dem wärmsten und kältesten Monat des Jahres gut erkennen. Im Nordosten Sibiriens ? beim Ort Oimjakon ? liegt der Kältepol der Nordhalbkugel.
Bild:Klimadiagramm-Moskau-Russland-metrisch-deutsch.png/'>Jekaterinburg
Bild:Klimadiagramm-Nowosibirsk-Russland-metrisch-deutsch.png/'>Bomnak
Die Klima- und Ökozonen verlaufen in Russland weitgehend breitenkreisparallel, so dass stark schematisiert folgende Nord-Süd-Abfolge entsteht:Quelle: Staatliches Komitee der Russischen Föderation für Statistik
Infrastruktur
, Grün: Wasserstraßen dabei sind die Wolga, die Kama, die Nischni Nowgoroder Oka, die Wjatka, der Don und die Kanäle, die diese Flüsse miteinander verbinden.
Für den Güterverkehr zwischen dem russischen Kernland und der Exklave Kaliningrad ist der Fährverkehr von Bedeutung.
In Sibirien sind 24000 km sind schiffbar. Durch die Entwässerung der großen Flüsse Ob, Jenissei und Lena in das Polarmeer fehlt eine Ost-West Erschließung auf dem Wasserweg und durch Eisbildung ist die Polarroute nur wenige Monate im Sommer möglich.
Flugverkehr
In Russland und der Sowjetunion kam der Luftfahrt schon immer eine große Bedeutung zu, nicht nur dank der technischen Errungenschaften vieler russischer Flugzeugkonstrukteure, wie z.B. Andrei_Tupolew. Besonders wichtig ist der nationale Flugverkehr in entlegenen Gebieten, deren Erschließung auf dem Landweg sehr beschwerlich wäre und sich auch größtenteils nicht lohnen würde.
Mehrere internationale Fluggesellschaften fliegen außer Moskau auch andere russische Städte direkt an. Neben der Aeroflot fliegen als größere Gesellschaften noch Pulkowo, S7 Airlines oder KMV.
ca. 2500 Flughäfen und Flugplätze gibt es in der Russischen Föderation, davon 55 mit einer befestigten Piste über 3000 m Länge.
Die größten und wichtigsten Flughäfen sind Scheremetjewo-2 und Domodedowo in der Nähe von Moskau.
Nahverkehr
Der öffentliche Nahverkehr war zu sowjetischen Zeiten vorbildlich organisiert: Straßenbahnen, O-Busse und Vorortzüge existieren in allen größeren Städten. In Metropolen ab einer Million Einwohner wurde eine U-Bahn errichtet, wobei nicht alle Netze vollendet wurden. In den 1990er Jahren verfielen viele der guten Nahverkehrsnetze und wurden zunehmend durch private Busbetriebe ergänzt oder ersetzt.
Wirtschaft
Hauptartikel: Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Russlands
Hauptartikel: Wirtschaftspolitik Russlands
Währung
Die russische Währung ist der russische_Rubel (?????; Kürzel RUB) zu 100 Kopeken (???????). 1? = 33,84 RUB (Stand 14. Oktober 2006). Nach starker Inflation in der 90er Jahren wurden im Jahr 1998 eine Währungsreform durchgeführt, bei der 1.000 alte Rubel (RUR) durch je einen neuen Rubel (RUB) ersetzt wurde, seitdem ist der Rubel gegenüber US-Dollar und Euro im wesentlichen stabil.
Neben dem Rubel finden auch US-Dollar im Alltag Verwendung. Durch die Dollarschwäche gewinnt auch der Euro an Bedeutung. Da die Zahlung in Drittwährung in Russland nicht erlaubt ist, werden Preise häufig in Verrechnungseinheiten angegeben, die je einem US-Dollar entsprechen. Gezahlt wird dennoch in Rubel. Die Praxis, Preise in Verrechnungseinheiten anzugeben, ist ab Januar 2007 verboten. Wegen häufiger Bankeninsolvenzen und Finanzkrisen lagern Russen ihre Ersparnisse meist bar in Euro und Dollar oder kaufen Immobilien.
Bruttoinlandsprodukt und Produktionsstruktur
Hauptartikel: Energiewirtschaft Russlands
Der Wert des russischen Bruttoinlandsprodukts von 21.665 Mrd. Rubel (2005) entspricht 766 Milliarden Dollar. Bei Berücksichtigung der Kaufkraftparität ist der Wert des russischen Bruttoinlandproduktes jedoch gut doppelt so hoch (2004: 1408 Milliarden Dollar kaufkraftbereinigt gegenüber 590 Mrd. Dollar unbereinigt).
Nach Angaben der russischen Statistikbehörde Rosstat steuerte der Handels- und Dienstleistungssektor 2004 knapp 60 % zum Bruttoinlandsprodukt bei. Auf die Industrie entfielen rund 30 %, auf die Bauwirtschaft und die Landwirtschaft jeweils rund 6 %. Nach Einschätzung der Weltbank dürfte die amtliche Statistik den Anteil der rohstofffördernden Industrien (2004: 7,7 %) jedoch zu niedrig und den Anteil des Handels (2004: 21,3 %) zu hoch ausweisen, da die russischen Rohstoffkonzerne durch Anwendung interner Verrechnungspreise Wertschöpfung aus dem Rohstoffbereich auf den Handelsbereich verlagern ? insbesondere um Steuern zu sparen. Die Weltbank schätzt, dass tatsächlich rund ein Viertel der gesamtwirtschaftlichen Produktion vom Rohstoffsektor gestellt wird.
Energie und Rohstoffe haben deswegen für die russische Wirtschaft herausragende Bedeutung, insbesondere Erdöl und Erdgas. Russland verfügt aber auch über bedeutende Vorkommen an Metallen (Nickel, Platin, Gold unter anderem) sowie Kohle, Uran, Cobalt und Diamanten.
Mit der kräftigen Erholung der Erdölförderung und der Zunahme der Ölexporte bei steigenden Ölpreisen ist die Bedeutung der Energiewirtschaft seit Ende der 1990er Jahre weiter gewachsen. Der Export von Energieträgern und Elektrizität erreichte nach Angaben der russischen Zollbehörde 2005 am Gesamtvolumen der russischen Ausfuhren über die Grenzen der GUS hinaus einen Anteil von rund 67 %.
2004 nahm die Produktion von Brennstoffen um insgesamt 7,1 % zu (Erdöl und Gaskondensat: +8,9 % auf 459 Mio. t; Erdgas: +1,9 % auf 632 Mrd. m³; Kohle: +1,3 %). Die Stromproduktion wächst seit 1999 ebenfalls wieder. Mit Öl-, Erdgas- oder Kohle betriebene Wärmekraftwerke stellte 2003 rund 63 % der gesamten Stromproduktion von rund 851 Mrd. Kilowattstunden. Auf Wasserkraftwerke entfielen 21 %, auf Kernkraftwerke 16 %. Die russische Regierung plant, den Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bis 2020 auf etwa ein Drittel zu verdoppeln, um noch mehr Erdöl und Erdgas exportieren zu können. Schon heute ist Russland weltweit zweitgrößter Exporteur von Rohöl und weltweit größter Exporteur von Erdgas.
(siehe auch: Liste der Russischen Oligarchen)
Die verarbeitende Industrie (Maschinenindustrie, Autoindustrie) fiel nach dem Zerfall der Sowjetunion in eine tiefe Krise. Die Produktion ging stark zurück. Seit einigen Jahren geht es aber auch in der verarbeitenden Industrie wieder bergauf. Vor allem auf Märkten in der GUS konnten Marktanteile zurückgewonnen und neue Märkte in Asien gefunden werden, weil sich einige russische Erzeugnisse als einfacher und preiswerter als westliche Konkurrenzprodukte profilieren konnten.
Außenwirtschaft
Wichtigster Handelspartner Russlands ist Deutschland, das vor allem industrielle Fertigerzeugnisse nach Russland liefert, während Russland größter Rohöllieferant für Deutschland ist und rund ein Drittel des deutschen Erdgasbedarfs stellt. 2005 betrug das gemeinsame Handelsvolumen 35 Milliarden Euro.
Russlands Anteil am weltweiten Warenhandel ist trotz seiner bedeutenden Stellung als Rohstofflieferant jedoch vergleichsweise gering. Er beträgt nur etwa 2 %, knapp ein Drittel des Anteils Deutschlands.
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung seit der Finanzkrise 1998
Die russische Wirtschaft hat sich vom Produktionseinbruch im Zuge der Finanzkrise_des_Jahres_1998 rasch erholt. Der Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um rund 5 % wurde schon 1999 aufgeholt. Von 1999 bis 2005 ist die gesamtwirtschaftliche Produktion pro Jahr um durchschnittlich rund 6 1/2 % gewachsen.
Zum einen hat die 1998 eingetretene deutliche Abwertung des Rubels der russischen Wirtschaft Auftrieb verschafft. Durch die Abwertung wurden ausländische Güter verteuert. In Russland hergestellte Produkte wurden auf dem Inlandsmarkt wettbewerbsfähiger. Die russischen Exporteure konnten von der Abwertung aufgrund der mangelhaften qualitativen Wettbewerbsfähigkeit ihrer Produkte auf den westlichen Märkten allerdings nur wenig profitieren.
Ab Mitte 1999 gaben dann die kräftig steigenden Preise für die russischen Energieexporte der Wirtschaft einen weiteren Wachstumsschub. Steigende Gewinne führten zu höheren Investitionen. Mit wachsenden Steuer- und Zolleinnahmen kam es zu Überschüssen in den öffentlichen Haushalten.
Die bis Mitte der 90er Jahre deutlich zurückgegangene Ölproduktion erholte sich.
Das Pro-Kopf-Einkommen hat sich seit 2001 mehr als verdoppelt und 2005 rund 5.250 US-$ erreicht. Allerdings verbesserte sich der Lebensstandard regional sehr unterschiedlich. Während besonders in Moskau und St. Petersburg heute einige Viertel in neuem Glanz erstrahlen, ist in anderen Regionen die Armut nach wie vor groß. Insgesamt konnte der Anteil der ?Armen? zwar deutlich gesenkt werden, noch immer lebt aber etwa ein Sechstel der russischen Bevölkerung unter der offiziellen Armutsgrenze. Zudem gibt es große Einkommensdifferenzen. So sind die Löhne in der Ölindustrie mit durchschnittlich 22.500 Rubel (rund 800 $) fast dreimal höher als der Durchschnittslohn (8.500 Rubel) und rund sechsmal höher als in der Landwirtschaft (3.600 Rubel).
Weiter zweistellig steigende Verbraucherpreise erschweren allerdings die Lebensbedingungen jener Bevölkerungskreise, die bisher nicht am Rohstoffboom teilhaben. Der jährliche Preisanstieg, der in der Regel nicht wie international üblich als Veränderung des Indexes der Verbraucherpreise im Jahresdurchschnitt, sondern als Veränderung der Jahresendstände des Verbraucherpreisindexes im Dezember angegeben wird, verringerte sich 2005 lediglich geringfügig auf 10,9 %.
Zudem macht sich der Produktionsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt nur allmählich bemerkbar. Mit 7,6 % war die nach Standards der Internationalen_Arbeitsorganisation berechnete Arbeitslosenquote 2005 immerhin 0,6 Prozentpunkte niedriger als 2004. Allerdings gilt die Arbeitslosenquote nur als begrenzt aussagefähig, weil viele Arbeitslose nicht erfasst werden dürften.
Der Erdölboom spülte in den letzten Jahren hohe Einnahmen in die russische Staatskasse. So konnte seit 2000 in jedem Jahr ein Haushaltsüberschuss verbucht werden. Er stieg 2005 weiter auf 7,4 %.
Ein Teil der Öleinnahmen fließt seit 2004 in einen nationalen Stabilisierungsfonds, der die Auswirkungen schwankender Rohstoffpreise auf Wirtschaft und Staatshaushalt mindern soll. Diesem Zweck zuwider läuft allerdings, dass künftig aus dem Fonds Gelder zur Finanzierung von Infrastrukturmaßnahmen abgezweigt werden sollen. Der Wert des Stabilisierungsfonds hat sich von Anfang 2005 bis zum 1. Juli 2006 etwa vervierfacht und 2.067 Mrd. Rubel erreicht (rd. 77 Mrd. $, rd. 8 % des BIP).
Die gesamtwirtschaftliche Produktion setzte ihren Aufschwung 2005 fort und wuchs um 6,4 %. Gegenüber den beiden Vorjahren, als jeweils Wachstumsraten von gut 7 % verbucht wurden, bedeutet dies allerdings eine leichte Wachstumsverlangsamung. Zurückzuführen ist sie insbesondere auf das schwächere Wachstum der Industrieproduktion, die 2005 nur noch um rund 4 % zunahm (2004: + 7,3 %). Ursache dafür war wiederum das deutlich abgeschwächte Wachstum der Ölförderung, die nur noch um 2,2 % stieg (2004: + 8,9 %). Die Erdgasförderung stagnierte sogar fast. Dagegen hat sich das kräftige Wachstum im verarbeitenden Gewerbe fortgesetzt. Insofern machte die russische Wirtschaft auf dem Weg zu einer breiter diversifizierten Produktionsstruktur Fortschritte.
Nachfrageseitig kamen die Wachstumsimpulse 2005 einmal mehr vom sehr stark steigenden Privatverbrauch, der erneut ein Plus von rund 11 % verbuchte. Dem standen die Bruttoanlageinvestitionen mit einem Zuwachs von 10,5 % (2004: + 10,9 %) nur wenig nach.
Außenwirtschaftlich hat sich die Abhängigkeit der russischen Wirtschaft vom Energiesektor allerdings weiter verstärkt. Nach Angaben der Zollstatistik stieg der Anteil der Energieexporte beim Handel mit Ländern außerhalb der GUS von 60 % auf 67 % aller Ausfuhren.
Der Anstieg der Ölpreise um knapp die Hälfte im Jahresdurchschnitt 2005 ließ die Warenausfuhren erneut um rund ein Drittel auf rund 244 Mrd. $ steigen. Die Wareneinfuhren nahmen gleichzeitig um rund 29 % auf rund 125 Mrd. $ zu. Damit ist der Außenhandelsüberschuss auf rund 118 Mrd. $ (15 % des BIP) gestiegen. Der Leistungsbilanzüberschuss nahm sogar um knapp die Hälfte zu. Er erreichte rund 84 Mrd. $ (11 % des BIP).
Die staatlichen Auslandsschulden sind bis Ende 2005 auf rund 82 Mrd. $ verringert worden, während die Währungsreserven binnen Jahresfrist bis Ende 2005 um knapp die Hälfte auf 182 Mrd. $ gewachsen sind. Deutlich höhere Währungsreserven haben jetzt nur noch Japan und China.
; Ausgewählte Wachstumszahlen der russischen Volkswirtschaft
Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2006
Anfang Juli 2006 zeichnen sich für die Entwicklung der russischen Wirtschaft im Jahr 2006 insbesondere folgende Trends ab:
*Das kräftige Wachstum der gesamtwirtschaftlichen Produktion, des Verbrauchs und der Investitionen hält an. Das Bruttoinlandsprodukt steigt 2006 voraussichtlich um rund 6 ½ % (2005: + 6,4 %; 2004: + 7,2 %).
*Das Wachstum der Industrieproduktion ist schwächer. Es stagniert bei 4 bis 4,5 % (2005: + 4 %; 2004: +7,3 %). Hauptgrund: Die Ölproduktion ? bis 2004 wichtiger Wachstumsmotor ? wächst wie bereits 2005 nur noch um rund 2 bis 3 %, deutlich schwächer als 2004 (+ 8,9 %), obwohl sich die Preise für russisches Rohöl 2005 um knapp die Hälfte auf rund 51 $/Barrel erhöht haben und im Durchschnitt des ersten Halbjahr 2006 bei reichlich 60 $/Barrel lagen.
*Handels- und Leistungsbilanz dürften dank anhaltend hoher Öl- und Rohstoffpreise auf neue Rekordstände steigen und im Verhältnis zum Bruttoinlandsprodukt ähnlich hoch sein wie 2005.
*Die im internationalen Vergleich noch sehr hohe Inflation kann weiterhin nur langsam gedrückt werden. Die Verbraucherpreise werden im Jahresverlauf 2006 mit rund 10 % ähnlich stark wie in den beiden Vorjahren steigen, auch weil die Zentralbank Devisen aufkauft, um die Aufwertung des Rubels zu bremsen.
*Der föderale Staatshaushalt verzeichnet insbesondere dank der hohen Öl- und Rohstoffpreise 2006 erneut einen hohen Überschuss (6,5 % des BIP nach 7,4 % des BIP 2005).
*Russland fließen dank der hohen Ölexporterlöse so viele Devisen zu, dass der Stabilitätsfonds, in dem ein Teil der Ölexporterlöse gesammelt wird, am Jahresende 2006 voraussichtlich rund 90 Mrd. US-Dollar umfassen wird (rund 9 % des BIP). Dabei ist berücksichtigt, dass Russland im August 2006 rund 22 Mrd. $ aus dem Fonds entnehmen will, um seine öffentlichen Auslandsschulden fast vollständig vorfristig zu tilgen..
*Die Währungsreserven haben im Juni 250 Mrd. $ überschritten; Banken schätzen, dass sie bis Ende 2006 auf rund 300 Mrd. $ steigen könnten.
Schwachstellen und Probleme der russischen Wirtschaft
Trotz der insgesamt erfolgreichen Entwicklung der russischen Wirtschaft, die seit Ende der 90er Jahre den Produktionseinbruch nach der Auflösung der Sowjetunion inzwischen weitgehend überwunden hat, sind viele Probleme weitgehend ungelöst:
*Mit dem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise hat sich die Energie- und Rohstofflastigkeit der russischen Wirtschaft weiter verstärkt. Eine stärkere Inflationsrate war lange Zeit zweistellig und 2006 betrug immer noch 8,2%. Dazu hat bisher vor allem die Wechselkurspolitik der russischen Zentralbank beigetragen. Um eine rasche Aufwertung des Rubels mit einer Verschlechterung der preislichen Wettbewerbsfähigkeit russischer Produzenten zu verhindern, intervenierte sie am Devisenmarkt. Sie kaufte die Russland mit den hohen Leistungsbilanzüberschüssen zufließenden Devisen gegen Rubel auf. Die umlaufende Rubelgeldmenge stieg stark. Das Inflationspotential wuchs.
Wirtschafts- und Finanzpolitik
Priorität hat für die russische Regierung derzeit offenbar die Aufrechterhaltung möglichst hoher Wachstumsraten ? vor einer Stabilisierung der Preise. Das von Präsident Putin gesetzte Ziel, das Bruttoinlandsprodukt in einem Zeitraum von 10 Jahren zu verdoppeln, soll möglichst weitgehend erreicht werden ? notfalls mit einer nur kurzfristig wirksamen staatlichen Ausgabenprogrammen. Mit dieser Linie scheint sich Premierminister Michail Fradkow gegen den stärker stabilitäts- und marktwirtschaftlich orientierten Finanzminister Alexej Kudrin und Wirtschaftsminister German Gref durchgesetzt zu haben.Dafür sprechen Beschlüsse, die Ausgaben für Gehälter im öffentlichen Dienst, Renten und sonstige Sozialleistungen zu erhöhen. Damit reagierte die Regierung auch auf weitverbreitete Proteste der Bevölkerung. Sie wurden ausgelöst, als Anfang 2005 bisher entgeltfreie staatliche Sachleistungen, z. B. Freifahrten für Rentner in öffentlichen Verkehrsmitteln, durch Geldleistungen ersetzt werden sollten.
Expansiv wirkt auch, dass der Schwellenwert, ab dem Öleinnahmen in den ?Stabilisierungsfonds? eingestellt werden, ab 2006 auf 27 $/Barrel erhöht wurde. So werden weniger Einnahmen im Stabilisierungsfonds gespart. Sie fließen stattdessen dem Haushalt zu.
Angesichts des stark gestiegenen staatlichen Einnahmen drängen verständlicherweise auch viele Duma-Abgeordnete darauf, die weitgehend den hohen Energie- und Rohstoffpreisen zu verdankenden unverhofften_Gewinne verstärkt für öffentliche Ausgaben zu nutzen.
2005 sind die Einnahmen im Föderationshaushalt um rund die Hälfte gestiegen. Die Ausgaben wurden vergleichsweise zurückhaltend um rund ein Drittel erhöht. Im Budget 2006 sind weitere Ausgabensteigerungen um insgesamt rund ein Viertel vorgesehen, insbesondere zur Terrorismusbekämpfung sowie im Bildungs- und Gesundheitswesen zur Erhöhung der relativ niedrigen Gehälter in diesen Bereichen.
Der Internationale Währungsfonds kritisiert die Lockerung der russischen Haushaltspolitik. Demgegenüber hatte die russische Finanzpolitik bisher für ihren strikten Stabilitätskurs international viel Anerkennung gefunden.
Die Oberhand scheint Fradkow auch im Hinblick auf die Politik gegenüber ausländischen Investoren gewonnen zu haben. Bestimmenden Einfluss sollen sie zumindest in ?strategisch wichtigen Bereichen? nicht gewinnen dürfen.
Angesichts der herausragenden Bedeutung des Energiesektors ist die russische Politik insbesondere darauf ausgerichtet, die staatliche Kontrolle über die Energiewirtschaft zu verstärken und private Unternehmen aus diesem Bereich zurückzudrängen. Das zeigt die Zerschlagung des Erdölkonzerns Jukos. Ein weiterer Hinweis ist die Übernahme des Ölkonzerns Sibneft durch die halbstaatliche Erdgasgesellschaft Gazprom, die damit ihre Geschäftstätigkeit im Ölbereich weiter ausbaut.
Auch außerhalb des Energiesektors baut der Staat seinen Einfluss aus. Die Regierung fördert die Bildung staatlicher Großkonzerne, die wichtige Branchen dominieren sollen. So wurden beispielsweise im Bereich des Maschinen- und Automobilbaus private Unternehmen von Staatsbetrieben übernommen.
Im Bankensektor, der von zwei großen Staatsbanken, der Sberbank und der WTB (ehemals Wneschtorgbank), beherrscht wird, hat die Vneshtorgbank ihre Marktmacht 2005 nach der Übernahme der vormals privaten Promstroybank ausgebaut. Die verbliebenen Privatbanken sind bis auf wenige Ausnahmen klein und unterkapitalisiert. Die Schwächen des russischen Bankensystems zeigten sich im Frühsommer 2004, als ein Ansturm verunsicherter Anleger auf die Banken schnell zu Liquiditätsproblemen führte und das Land an den Rand einer Bankenkrise brachte. Um dies künftig zu verhindern, bedarf es dringend einer grundlegenden Bankenreform.
In anderen Wirtschaftsbereichen wurden marktwirtschaftlich orientierte Strukturreformen ebenfalls nicht umfassend durchgeführt. Viele Beobachter bezweifeln mit Blick auf die 2007 und 2008 bevorstehenden Parlaments- und Präsidentenwahlen allerdings, dass die russische Regierung jetzt noch mittels entschlossenen Reformen die Wachstumsbasis der russischen Wirtschaft stärkt. Reichlich fliessende Staatseinnahmen könnten eher zur Verteilung von ?Wahlgeschenken? verleiten. Die hohen Öleinnahmen haben offensichtlich den Reformwillen deutlich verringert.
Tourismus
Hauptartikel: Tourismus in Russland
Der Tourismus in Russland beschränkt sich momentan auf einige wenige, kulturell interessante Städte und Regionen, besonders bei Reisegruppen. Individualtouristen werden häufig durch Visabeschaffung, sprachliche Hürden und ähnliche Probleme abgeschreckt, hingegen ist das Land bei Reisegruppen beliebter. 2001 kamen 21,2 Mio. Auslandsgäste nach Russland, dies ließ 7,5 Mrd US-Dollar ins Land fließen.
Gesundheit, Soziales
_________*Quelle: www.welt-in-zahlen.de
Armut
Der Anteil der Bevölkerung, der unter der Armutsgrenze lebt, betrug 2002 etwa 20 - 25 %. Nach Angaben der Weltbank - 19,6 %. Dieser Anteil ist jedoch landesweit ungleich verteilt. In Tschetschenien und Dagestan leben mehr als die Hälfte der Menschen in Armut. Weitere arme Regionen sind Inguschetien (47 %), Tuwa & Kabardinien-Balkarien (42 %), Mari El (39 %), Kalmückien (36 %), Burjatien & Altai (32 %) und Mordwinien (31 %). Nach dem Zerfall der UDSSR ist die Armut jedes Jahr erheblich gestiegen und war 1999 mit über 40 % auf dem Höhepunkt. Seitdem hat sich die Lage bis heute spürbar gebessert. Allerdings lebt der Großteil der Nicht-Armen Bevölkerung meistens nur knapp über der Armutsgrenze.
Kultur
Russland ist ein Land der Dichter, Denker und Komponisten. In Russland werden die großen Schriftsteller und Komponisten verehrt wie Ikonen und Propheten.
Literatur
siehe auch: Russische Literatur
Zu den russischen Schriftstellern von Weltrang gehören: Fjodor_Dostojewski, Maxim Gorki, Boris_Pasternak, Alexander_Puschkin, Gogol, Lew_Tolstoi, Anton_Tschechow und Iwan_Turgenew.
1990 verzeichneten Bücher in Russland eine Auflagenstärke von insgesamt 1,6 Mrd. Büchern. 2004 waren es nur noch 562 Millionen. Auflagenstärkste Autorin war dabei Daria Donzowa mit 99 Bänden und einer Auflagenstärke von 18,1 Mio. Büchern.
Musik
]]
Die Anfänge der russischen Kunstmusik begannen sich im 18. Jahrhundert zu entwickeln und standen, da vorrangig am europäisch ausgerichteten Zarenhof gepflegt, stark unter Beeinflussung westeuropäischer Musik. Als typisch russisch anzusehen sind dagegen die a-cappella-Gesänge der orthodoxen Kirchenmusik. Der wichtigste Komponist dieser Zeit war Dmytro Bortnjanskyj, in dessen Schaffen beide Stilrichtungen vertreten sind. Wendungen aus der russischen Volksmusik tauchen erstmals verstärkt in den Opern und Orchesterstücken Michail_Glinkas und Alexander_Dargomyschskis auf, wodurch sie den Weg zu einer nationalrussischen Komponistenschule ebneten. Im Anschluss daran formierte sich aus fünf jungen Komponisten die sogenannte Gruppe der Fünf (Alexander_Borodin, César Cui, Mili_Balakirew, Modest_Mussorgski, Nikolai_Rimski-Korsakow), welche es sich zur Aufgabe machte, gezielt die Eigentümlichkeiten russischer Volksmusik für Symphonien, Opern, Tondichtungen und Kammermusik nutzbar zu machen.
In Kontrast dazu entwickelte sich eine eher an westlicher Musik (besonders der deutschen Romantik) orientierte Gegenströmung, die durch Anton_Rubinstein begründet wurde. Ihr gehörte auch der bedeutendste russische Komponist des 19. Jahrhunderts, Peter_Tschaikowski, an, dessen Werke (Symphonien, Opern, Ballette, Kammermusikwerke) der russischen Musik erstmals auch im Ausland zu größerem Ansehen verhalfen. Die nachfolgenden Komponisten wie Anatoli_Ljadow, Sergei_Tanejew, Anton_Arenski, Alexander_Gretschaninow, Alexander_Glasunow und Wassili_Kalinnikow setzten in ihren Kompositionen vor allem auf eine aussöhnende Vereinigung des westlich-internationalen und des russisch-nationalen Stiles. Während Sergei_Rachmaninow in seinen Klavierkonzerten und Symphonien den Stil Tschaikowskis eigenständig weiterentwickelte, hielt mit Alexander_Skrjabin, Schöpfer eines eigenwilligen harmonischen Systems, erstmals die musikalische Moderne in Russland Einzug.
Der Expressionismus ist in der russischen Musik durch das Frühwerk Igor_Strawinskis und Sergei_Prokofjews repräsentiert. In den 1920er Jahren experimentierten viele Komponisten mit neuartigen musikalischen Gestaltungsmitteln, so auch der junge Dmitri_Schostakowitsch, dessen frühe Werke sich besonders durch satirischen Tonfall auszeichnen. Die meisten älteren Komponisten hielten dagegen an der Romantik fest, wie Glasunow, Reinhold_Glière und Nikolai_Mjaskowski, später dann auch Prokofjew. Ab Mitte der 1930er Jahre wurde für russische Musiker auf Anordnung Stalins die Doktrin des Sozialistischen_Realismus bindend, die avantgardistische Experimente verbot und eine ?volksnahe? Kunst forderte. Dieser Zwang lockerte sich erst nach Stalins Tod 1953 allmählich. Hauptrepräsentanten einer sowjetischen Musikkultur wurden im Anschluss neben Schostakowitsch vor allem Dmitri_Kabalewski und der Armenier Aram Chatschaturjan. Ab etwa 1980 machen sich auch wieder die einst verpönten avantgardistische Elemente in russischen Kompositionen bemerkbar, so bei Edisson_Denissow, Sofia Gubaidulina und Alfred Schnittke. Dagegen hielten Komponisten wie der gebürtige Pole Mieczys?aw Weinberg oder Boris_Tschaikowski die Tradition in der Nachfolge Schostakowitschs aufrecht.
Ballett
Das Ballett hat in Russland lange Tradition. Russland brachte so große Persönlichkeiten wie Anna_Pawlowa, Galina Ulanowa, Waslaw_Nischinski, Rudolf Nurejew, Mikhail Baryshnikov, Sergej Diaghilew, Michail Fokin und Maja_Plissezkaja hervor. Ballett ist in Russland eine sehr beliebte Form der Unterhaltung. Aus einer 1773 gegründeten Ballettgruppe ging später das weltberühmte Bolschoi-Ballett hervor.Die heute wohl bekannteste Ballettgruppe ist das Russische Staatsballett. Es wurde 1981 von Irina Tichimisova gegründet und ist seit 1984 unter der Leitung von Wjatscheslaw Gordejew, Ex-Bolshoi-Star. Weltweit hatte das Russische Staatsballett bisher 20 Millionen Besucher.
Theater und Oper
Neben den klassischen Künsten spielt aber auch die Volkskunst eine große Rolle. Viele russische Volkslieder, wie zum Beispiel ?Kalinka?, ?Schwarze Augen? oder ?Das Lied der Wolgaschlepper?, sind über die Grenzen Russlands hinaus bekannt.
Malerei
Auch auf dem Gebiet der Malerei leistete Russland einen großen Beitrag. Im Zusammenhang mit dem Impressionismus und der Russische Avantgarde sind Namen wie Wassily Kandinsky, Kasimir Malewitsch, Alexej von Jawlensky, Wladimir_Tatlin, Michail Larionow und Natalja_Gontscharowa zu erwähnen. Zu den großen russische Malern zählen außerdem Ilja_Repin, Marc Chagall, Michail Wrubel, Valentin Serow, Wassili Surikow, Iwan Aiwasowski, Isaak Lewitan, Andrej Rubljow, zu den bedeutenden Landschaftsmalern gehörende Nikolai von Astudin und vielen mehr.
Liste russischer Maler
Peredwischniki
Mir Iskusstwa
Russische Avantgarde
Suprematismus
Cubo-Futurism
Konstruktivismus (Kunst)
Sozialistischer Realismus
Film
Russland brachte auch einige der wichtigsten europäischen Filmregisseure hervor, beispielsweise Sergei_Eisenstein und Andrei_Tarkowski
siehe auch: Russische Filmgeschichte
Feiertage
siehe: Liste_russischer_Feiertage
Architektur
Die frühe Architektur Russlands orientiert sich an der des Byzantinischen_Reichs: frühe Sakralbauten orientieren sich wie die byzantinischen am griechischen Kreuz, das von fünf Kuppeln gekrönt wird. Beispiele hierfür sind die Sophienkathedrale in Nowgorod oder die Kirche Sankt Demetrios in Wladimir.Ein eigenständiger russischer Stil hatte sich wahrscheinlich ursprünglich nur im Bereich der Holzbauten entwickelt, von denen aufgrund des Baumaterials aber keine Bauten erhalten sind, die älter als das 17. Jahrhundert sind. Die Kirchen, die daraus entstanden, zeichnen sich durch eine einfachere zentrale Anlage und einen großen oktogonalen Mittelturm aus. Diese wurden im Laufe der Zeit immer dekorativer ausgestaltet. Ein berühmtes Beispiel ist die Basiliuskathedrale auf dem Moskauer Roten_Platz von 1555.
Westeuropäische Einflüsse breiteten sich mit dem Barock aus. Barockeinflüsse (siehe Russischer Barock) begannen sich Ende des 17. Jahrhunderts in Russland zu zeigen (Kirche der Mutter Gottes von Wladimir in Moskau).
Ihren Durchbruch erreichte sie jedoch in der von Zar Peter_I. gegründeten Stadt Sankt Petersburg. Europäische Architekten wie Schlüter oder Domenico Trezzini kamen nach Russland, sie bauten Gebäude wie das Menschikow-Palais oder die Peter-Pauls-Festung.
Architektur von Weltniveau erreichten die Baumeister unter Katharina_II. (Bartolomeo Francesco Rastrelli). Die Paläste wie der Winterpalast in St. Petersburg, der große Palast in Peterhof oder der große Palast in Katharinenpalast zeigen an den Fassaden einen großen und gewaltigen Rokoko-Stil und sind im Inneren exorbitant luxuriös ausgestattet.
Mit dem Klassizismus, der in Russland ungefähr zur selben Zeit einsetzte wie im restlichen Europa begannen erstmals originär russische Baumeister wie Iwan Jegorowitsch Starow eine herausragende Stellung einzunehmen. Die meisten Gebäude der Petersburger Innenstadt sind bis heute klassizistisch geprägt.
Ein Paradebeispiel dafür ist die Rossistraße, deren gesamte Anlage einschließlich der Häuser einem streng geometrischen Gesamtmuster folgt. In den Sakralbauten wie der Isaakskathedrale allerdings mischen sich klassizistische und historistische Stilelemente.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren avantgardistische Strömungen in der gesamten russischen Kultur stark. Nach der Oktoberrevolution konnten ihre Verfechter diese kurze Jahre umsetzen. Beispielgebend ist hier El Lissitzky oder neuartige Prototypen für Wohnungsbau, Industriebau und für die öffentlich Verwaltung. Internationale Architekten wie Le Corbusier, Walter Gropius, Peter Behrens und Mies van der Rohe konnten in Moskau bauen.
Innerhalb weniger Jahre erfolgte ein traditioneller Rückschlag. Ins Monumentale gesteigerte klassische Muster. Der stalinistische Zuckerbäckerstil begann vorherrschend zu werden, die Repräsentativität stand gegenüber künstlerischen Entwürfen klar im Vordergrund.
Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion wird zunehmend ein historisierender Baustil modern, der Anknüpfungspunkte in der traditionellen russischen Architektur sucht. Beispiele hierfür sind neben vielen anderen Gebäuden die wiederaufgebaute Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau oder die gleichnamige_Kathedrale in Kaliningrad.
Siehe auch: Russische Kultur in Deutschland
Sport
In Russland hat Sport einen relativ hohen Stellenwert, dies kann man auf den hohen Stellenwert und die dazugehörige Sportförderung in der UdSSR zurückführen. Im Gegensatz zum deutschsprachigen Raum gibt es dort reine Sporttageszeitungen. Die beliebtesten Sportarten der Russen sind Fußball und Eishockey (siehe auch: Fußball in Russland), aber auch Handball, Basketball und neuerdings Tennis sind sehr beliebt.
Das Land gehört zu den Nationen, aus denen Sportler der Weltklasse in den meisten Sportarten stammen; speziell in den Kategorien Leichtathletik, Wintersport, Turnen/Gymnastik und Gewichtheben dominieren russische Sportlerinnen und Sportler. Aus keiner Nation stammen mehr aktuelle und ehemalige Schachweltmeister und Großmeister als aus Russland.
1980 war die russische Hauptstadt Moskau Ausrichter der Olympischen_Sommerspiele, auch sonst ist Russland häufig Austragungsort von internationalen Wettbewerben wie Welt- und Europameisterschaften.
Bildung und Wissenschaft
Bildungssystem im Überblick
Bildung
]]
Das Bildungssystem in der Russischen Föderation gliedert sich in die vier Abschnitte:
* allgemeine Schulausbildung
* Berufsausbildung
* Hochschulausbildung
* Postgraduierte Ausbildung
Die Allgemeine Schulausbildung untergliedert sich in die Abschnitte Grundstufe, Hauptstufe und Oberstufe.
Mit sechs bzw. sieben Jahren erfolgt die Einschulung in die Grundstufe (Grundschulstufe). Zwar ist diese formal vierjährig, doch die mit sieben Jahren eingeschulten Kinder absolvieren diese (beginnend mit der 2. Klasse) in der Regel nach drei Jahren.
Danach folgt die sechsjährige Hauptschulstufe. Der erfolgreiche Abschluss ermöglicht, entweder die zweijährige Oberschulstufe zu besuchen und diese mit dem Abitur (ein Attestat der Leistungen und abgeschlossenen Klassen) zu beenden.
Statt der Oberschulstufe kann auch eine Berufsausbildung an der Berufsschule bzw. dem Technikum gemacht werden. Dort gibt es ebenfalls die Möglichkeit, das Abitur zu machen, wenn zusätzlich zu den berufsspezifischen Fächern auch die allgemeinbildenden Fächer besucht werden.
Universitäten und Hochschulen
Hauptartikel: Russisches Hochschulwesen
Für die Hochschulausbildung steht den Studenten in Russland ein vielfältiges Hochschulwesen zur Verfügung. Außer der klassischen Universität mit einem breiten Fächerangebot gibt es verschiedene Hochschulen und Akademien mit einer speziellen technischen, pädagogischen oder ökonomischen Ausrichtung. Das Abitur ist zwar Voraussetzung für den Hochschulbesuch, es muss jedoch zusätzlich eine Aufnahmeprüfung bestanden werden. Die Studienfinanzierung gibt es für leistungsstarke Schüler kostenfrei, für einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung aber nur gebührenfinanziert.
Sowohl das Studienjahr als auch das Schuljahr beginnen in ganz Russland einheitlich am 1. September eines Jahres.
Die Akademie der Wissenschaften wurde in Sankt Petersburg auf Anordnung von Zar Peter_I. per Erlass des regierenden Senats am 28. Januar (8. Februar) 1724 gegründet. Dieses Datum gilt als Gründungstag der Russischen Akademie der Wissenschaften. Seitdem war Wissenschaft und Forschung in Russland ein wichtiges Anliegen.
Das gegenwärtige Bildungssystem der Russischen Föderation befindet sich derzeit in einer großen Umbruchphase. Nach der zentralistischen Führung haben die Hochschulen im Rahmen ihrer Autonomie auch größere Rechte zur Selbstverwaltung erhalten. Diese Chancen werden verstärkt genutzt. Hochschulen werden neu aufgestellt; altehrwürdige Einrichtungen erhalten neue Namen und moderne Strukturen. Insgesamt lassen sich vier Kategorien von Hochschuleinrichtungen in folgender Hierarchie aufstellen:
*Universitäten,
*Akademien,
*Institute (= Hochschulen),
*Colleges
Medien
Hauptartikel: Medien in Russland
Presse, Printmedien
Die tagesaktuelle Presse wurde jahrzehntelang vor allem durch die halbamtliche Presseagentur TASS mit Informationen versorgt. Wichtigste Tageszeitung ist die Prawda, mit einer Auflage von heute 800.000 Exemplaren. Dieses als Parteiorgan der KPdSU eingeführte Printmedium hatte eine Auflagenstärke von bis zu 14.000.000 Exemplaren pro Tag.
Nach dem Zusammenbruch der UdSSR entwickelte sich in Russland eine freie Presse, die sich jedoch heute wieder zunehmender Repressalien durch die Regierung ausgesetzt sieht.
Eine staatliche Informations- und Analyseagentur ist seit 1993 RIA Novosti.
Fernsehen
In den meisten Teilen Russlands können drei landesweite und ein bis zwei regionale Fernsehsender empfangen werden. In Moskau sind je nach Lage mehr als ein Dutzend Fernsehanbieter terrestrisch empfangbar.
Ein Teil der russischen Fernsehsender wird vom staatlichen Medienkonzern WGTRK betrieben. Zu dessen Angebot gehören neben dem Kanal Rossija auch ein Sportsender namens Sport (russisch: ?????) und ein Kultursender namens Kultura.
In den 1990er Jahren entwickelten sich in Russland mehrere teils landesweite private Fernsehsender, die auch unabhängige und auch Kreml-kritische Informationssendungen im Programm hatten. Zu Beginn der 2000er Jahre gerieten jedoch die landesweit empfangbaren Sender unter die indirekte Kontrolle des Staates oder wurden geschlossen und durch staatliche Sender ersetzt. So sendet Sport heute auf der Frequenz von TW6.
Viele Filme und Serien ? sowohl bei privaten als auch staatlichen Sendern ? werden auf einfache Weise übersetzt: ein oder zwei Sprecher sprechen alle Figuren, oft zeitversetzt zum Bild und ohne Intonation.
Russland sendet mit der Fernsehnorm SECAM (Variante Osteuropa). Russland plant langfristig (in den 2010er Jahren) DVB-T einzuführen. Angeblich sollen derartige Geräte subventioniert werden, damit sich die Bevölkerung das verhältnismäßig teure Gerät anschaffen kann.
Hörfunk, Radio, Rundfunk
Neben Radio Rossija gibt es viele private Radiosender ? meist Lokalsender. Einige Moskauer Stationen haben auch Lizenzen in den Regionen. Der Sender Echo Moskvy wird als einziger verbliebener Vertreter regierungskritischer Massenmedien gelobt.
Russische Radiosender nutzen heutzutage die auch in Deutschland üblichen UKW-Frequenzen (87,5 MHz bis 108,0 MHz) unter dem Namen FM. Zu Sowjetzeiten wurde das so genannte OIRT-Band (65,9 bis 73,1 MHz) genutzt, wo heute unter dem Namen UKW noch einzelne Sender laufen.
Viele russische Wohnungen haben einen Radiostecker, an dem eine Art Volksempfänger ein oder drei Radiosender empfangen kann. Die simplen Geräte benötigen keine weitere Stromversorgung und haben oftmals als einziges Bedienelement einen Lautstärkeregler.
Internet
Im März 1994 wurde die Top-Level-Domain .ru für russische Internet-Adressen angemeldet. Heute benutzen ungefähr 13 Prozent aller Russen das Internet. 56 Prozent der User sind Männer. Die meisten User fallen mit einer Altersspanne von 18 bis 24 Jahren in den attraktivsten Teil der werberelevanten Zielgruppe. Etwa 20 Prozent der User sind zwischen 25 und 34 Jahre alt. Der Anteil der 35- bis 44-Jährigen nimmt nur 10 Prozent ein. Mit gerade einmal 4 Prozent verschwinden die User, die älter als 45 sind, in der Bedeutungslosigkeit.
Das ergibt ein Durchschnittsalter von 30 Jahren. 29 Prozent der User verfügen über ein überdurchschnittlich hohes Einkommen. Der Großteil der User verdient aber nur zwischen 3000 und 5000 russische Rubel im Monat. Das entspricht 86,8 bis 144,7 Euro.
27 Prozent der Internet-Nutzer sind Studenten. 20 Prozent sind berufstätige und hoch qualifizierte Fachleute. 17 Prozent sind als Angestellte tätig. Die Angaben ergeben sich aus einer dreimonatigen Umfrage unter 1500 volljährigen Menschen in einhundert Städten und Siedlungsgebieten der Russischen Föderation. Stand 26. Juli 2005, Quelle: Romir[http://rmh.ru/news/res_results/148.html Romir, Umfrage zur Internetnutzung (russisch)], 26. Juli 2005
Weblinks
• Russische Botschaft in Deutschland• russlandhandbuch.podolak.net Das Russland-Handbuch ? Reisetipps
• Statistisches Bundesamt: Länderprofil Russische Föderation, April 2005 (pdf)
• Datenbank des deutschsprachigen Schrifttums über Russland (1974-2003)
• Russische Nachrichtenagentur Ria Novosti
• Russland bei Goruma
Literatur
Allgemeines
*Volker Ullrich(Hrsg.): Russland und der Kaukasus. Fischer Weltalmanach aktuell (mit Analysen und Reportagen aus der ZEIT und Zahlen, Daten und Fakten aus dem Fischer Weltalmanach). Fischer Taschenbücher. Bd 72303. Fischer, Frankfurt M 2005. ISBN 3-596-72303-5
Aktuelle Politik
*Margareta Mommsen: Wer herrscht in Russland? Der Kreml und die Schatten der Macht. Beck, München 2003. ISBN 3-406-51118-X
* D. Stachow, L. Shevtsova, Roland Götz, J. Scherrer, E.-M. Auch: [http://www.bpb.de/publikationen/GMT5VH,0,Russland.html Aus Politik und Zeitgeschichte. Russland.] Beilage zur Wochenzeitung Das Parlament. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 2006,11 (13.3.2006). (Onlinetext)
Geschichte
*Richard Pipes: Rußland vor der Revolution. Staat und Gesellschaft im Zarenreich. München 1977.
*Abraham Ascher: Geschichte Russlands. Magnus-Verlag, Essen 2005. ISBN 3-88400-432-8
* Tim Guldimann: Moral und Herrschaft in der Sowjetunion. Erlebnis und Theorie. Suhrkamp, Frankfurt M 1984. ISBN 3518112406
*Andreas Kappeler: Russland als Vielvölkerreich. Entstehung, Geschichte, Zerfall. München 2001. ISBN 3-406-47573-6
*Andreas Kappeler:Russische Geschichte, München 1997. ISBN 3-406-47076-9
*Tanja Wagensohn: Russland nach dem Ende der Sowjetunion. Pustet, Regensburg 2001. ISBN 3-7917-1751-0
Soziologie & Kultur'
*Norbert Franz (Hrsg.): Lexikon der russischen Kultur. Primus, Darmstadt 2002. ISBN 3-89678-413-7
*Carsten Goehrke: Russischer Alltag. Chronos, Zürich 2003. ISBN 3-0340-0583-0
Quellenangaben
am:???
arc:?????
az:Rusiya Federasiyas?
bar:Russland
bat-smg:Ros?j?
ce:????cu:?????
diq:Rusya
dv:??????????
got:????????
hsb:Ruskahy:?????????
ilo:Russia
iu:???/ulaasa
kg:Rusia
kk:?????
ks:???
kv:?????
ky:??????
mn:?????? ???????? ???
mr:?????
nov:Rusia
pa:Russia
pdc:Russland
pms:Russiaqu:Rusya
ru-sib:??????
so:Ruushsu:Rusia
sw:Urusi
ta:?????
tg:?????
tk:Russiýa
ty:R?tia
uz:Rossiya Federatsiyasivo:Rusän
wuu:???
xal:?????
yi:???????
zh-classical:???
zh-yue:???
zu:IRashiya

