Publius Cornelius Dolabella (Konsul 44 v. Chr.)
Publius Cornelius Dolabella (* um ca. 80 v. Chr., andere Literatur spricht auch von 68 v.Chr.; † 43 v. Chr. in Laodikeia, heute Latakia) war ein römischer Politiker und Feldherr. Er war der wichtigste Vertreter der Familie der Cornelii Dolabellae und in zweiter Ehe mit Ciceros Tochter Tullia vermählt.
In den Bürgerkriegen stand er anfangs auf Seiten von Pompeius, wechselte dann aber zu Caesar und nahm als dessen Verbündeter an der Schlacht von Pharsalus teil.
Um den Forderungen seiner Gläubiger zu entkommen, brachte er als Tribun ein Gesetz ein, mit dem alle Schulden gestrichen werden sollten. Dieses wurde von seinen Kollegen vehement bekämpft und führte zu ernsten Turbulenzen in der Stadt. Bei seiner Rückkehr aus Alexandria sah Caesar daher die Notwendigkeit, Dolabella aus Rom zu entfernen, und nahm ihn als einen seiner Generäle mit auf die Expedition nach Nordafrika und Spanien.
Bei Caesars Tod beschlagnahmte Dolabella die Insignien des Konsulats (das ihm bedingt bereits versprochen war) und wurde, nachdem er sich mit Marcus Junius Brutus und den anderen Caesarmördern verbündet hatte, in diesem Amt bestätigt. Wenn das Geburtsjahr 68 v. Chr. stimmt, dann war er der jüngste Konsul den es jemals gegeben hat. Als Marcus Antonius ihm das Kommando beim Feldzug gegen die Parther und die Provinz Syria anbot, wechselte er erneut die Seiten. Seine Reise in die Provinz war gekennzeichnet durch Plünderung, Erpressung und den Mord an Gaius Trebonius, Prokonsul von Asia, 43 v. Chr., als dieser ihm den Zutritt zur Stadt Smyrna verweigerte.
Er wurde infolgedessen zum Staatsfeind erklärt und durch Gaius_Cassius_Longinus (den Caesarmörder) ersetzt, der ihn, als Dolabella sich nach Syrien zurückzog, in Laodikeia angriff. Als Cassius' Truppen den Ort 43 v. Chr. eroberten, befahl Dolabella einem seiner Soldaten, ihn zu töten.

