Prawda
Die Prawda (russisch , deutsch: ?Wahrheit?) ist eine russische Tageszeitung, die bereits vor der Oktoberrevolution in Russland erschienen war, und später bis zum Ende der Sowjetunion als Organ der Kommunistischen Partei Bestand hatte.
Sie wurde von Wladimir_Iljitsch_Uljanow (Lenin) aus dem Exil angeregt und gegründet und sollte daher nicht mit der gleichnamigen von Leo Trotzki 1908 gegründeten Zeitung verwechselt werden.
Die Prawda erschien erstmals 5. Mai 1912 (18. Mai 1912) in Sankt Petersburg. Eigentlicher Herausgeber war Wjatscheslaw Molotow, der allerdings als solcher nie in Erscheinung trat, um die Arbeit der staatlichen Zensur zu erschweren. Stattdessen gab es 40 Pseudoherausgeber, die regelmäßig inhaftiert und zur Maximalstrafe von 3 Monaten verurteilt wurden. Ebenfalls zur Irreführung der Zensoren erschien die Zeitung regelmäßig unter anderen Namen, wie zum Beispiel als ?Arbeiterwahrheit?, ?Wahrheit des Nordens?, ?Weg der Wahrheit? und als ?Wahrheit der Arbeit?. http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kalenderblatt/621247/
Prawda sollte die frühere Wochenzeitung Swesda (deutsch: ?Stern?), ersetzen, die seit dem 16. Dezember 1910 (29. Dezember 1910) legal in St. Petersburg veröffentlicht worden war. Ab Januar 1911 begann sie zweimal wöchentlich zu erscheinen, und ab März dreimal wöchentlich. Die Behörden verboten sie wiederholt. Von insgesamt 63 Ausgaben beschlagnahmten sie 30 und belegten 8 mit Bußgeldern. Indem sie Massensammlungen von Spenden von Arbeitergruppen organisierte, bereitete Swesda schließlich den Boden für die Herausgabe der Prawda.
In der Prawda sollten Arbeiter für Arbeiter schreiben. So hieß es im Leitartikel der ersten Ausgabe:
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