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Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-Lexikons Bei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird. Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Ortil aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar. Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-LexikonsBei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird. Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Ortil aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar. Hajo Ortil---- Hajo Ortil (Hans-Joachim Oertel) (1905; ? 12. Juli 1983 in Bremen) war ein Bremer Pädagoge, Fotograf und Autor. Er engagierte sich für die Freikörperkultur und verfasste viele Schriften zum Thema, die er selbst mit vielen Fotografien bebilderte. LebenOrtil wurde 1905 im Harz geboren und studierte Anglistik und Sport in Göttingen. 1934 promovierte Ortil mit einer Arbeit über George Berkeley und die englische Literatur. Er unterrichtete dann an der ehemaligen ?Oberschule an der Dechanatstraße? in BremenJürgen Thölke: [http://www.oberschule-dechanatstrasse.de/Geschichte.html Geschichte der Oberschule (Oberrealschule) an der Dechanatstraße (Lüderitzschule / Gymnasium an der Parsevalstraße)], Freundeskreis Oberschule Dechanatstraße, Stand vom 30. Juni 2005, Gesehen am 21. Mai 2007. Unter dem Nationalsozialismus war er zeitweise in Konzentrationslager-Haft und hatte Berufsverbot als Lehrer. 1944 lernte er in Wien den deutschen Schriftsteller Herbert Rittlinger und durch ihn den Kanusport kennen. Nach dem (Krieg) war Ortil Lehrer an einem Gymnasium in Bremen. Bekanntschaft mit dem Schriftsteller Hans Leip. Von Rittlinger erhielt Ortil 1949 ein Klepper-?Blauwal?-Zweierfaltboot. Am 23. Juli 1949 starteten Hajo Ortil sowie drei Jugendliche unter der Führung von Herbert Rittlinger und dessen Frau Marianne auf der Böhme bei Soltau zu einer Wasserwanderfahrt mit Faltbooten und Zelten. Die Fahrt führte weiter über Aller, Weser, Geeste, Hadelner Kanal bis an die Elbmündung bei Otterndorf. Ortil bezeichnete das genannte Datum als die Geburt der legendären Hansischen Piraten. Im nächsten Jahr 1950 ging es dann schon -wieder mit Herbert Rittlinger und dessen Frau Marianne- auf die Nordsee nach Lütje Hörn südöstlich von Borkum. Über diese Fahrt berichtete Rittlinger in seinem Buch ?Amphibische Reise?(F. A. Brockhaus Wiesbaden, 1958) auch ausführlich und mit Bild über seinen Freund Hajo Ortil. 1950 übernahm Hajo Ortil das Amt des Vorsitzenden des Bremer FKK-Vereins ?Bund für naturgemäße Lebensführung e.V.? (BfnL). Die von ihm 1949 gegründeten ?Hansischen Piraten? waren eine Jungen- und Mädchengruppe innerhalb dieses Vereins. Jugendliche aus anderen Orten waren bei den Piraten aber auch gern gesehene Gäste. Besonders zu erwähnen sind dabei die beiden Schwestern "Bux" und "Huwi" aus einer kleinen Stadt am Niederrhein. Von diesen 12 bis 18 jährigen Jugendlichen wurde Ortil ?Big Old Joe? genannt. Auf Flüssen und Seen und an Meeresküsten im In- und Ausland waren sie mit ihm unterwegs. Sie erlebten Fahrten in Skandinavien, Korsika, Dalmatien, Griechenland und Italien. Die Piraten und ihr ?Big Old Joe? wollten auch außerhalb der umzäunten FKK-Vereinsgelände die Welt erobern. In seinen Schriften schilderte Ortil den Kanusport seiner ?Hansischen Piraten" mit Faltboot und Zelt in der idealen Verbindung mit dem Naturismus (FKK). Es gab diese Veröffentlichungen auch auf Holländisch, Schwedisch, Englisch und Dänisch. Das Gesetz über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften (der § 6 Abs. 2 stufte von 1953 bis 1973 alle Schriften die mit Bild für Nacktkultur warben, als offensichtlich schwer jugendgefährdend ein) und hatte zur Folge, dass auch seine bebilderten Reiseberichte seinen Hansischen Piraten unter 18 Jahren unter Strafandrohung nicht zugänglich gemacht werden durfte, obwohl sie darin selbst auf den Fotos abgebildet waren. So absurd war es in den prüden Jahren der Adenauerzeit des vorigen Jahrhunderts. In dem Büchlein ?Ziel und Weg der deutschen Freikörperkultur? (DFK Hannover 1964) befindet sich auf den Seiten 52 u. 53 von Hajo Ortil der Beitrag ?FKK-Wasserwandern?. In dem Aufsatz sieht er sich und seine Hansischen Piraten in einer literarischen und praktischen Tradition im Wassersport, die von Carl J. Luther (Cil) über Ottomar Krupski und Walter Frentz und Werner Wrage zu Ortils Freund Herbert Rittlinger führt: ?Mit unserem Amphibum (Bezeichnung der Piraten für Herbert Rittlinger) kam ein großes Leuchten über das Kanuwandern. Etwas Poesie sozusagen. Und diesen poetischen Teil setzte ein gewisser Piratenführer namens Hajo Ortil fort, übrigens Verfasser dieses Artikels.? Nach einer Aufzählung der vielen Fahrtziele seiner Piraten erwähnt Ortil, dass zur Zeit das FKK-Wasserwandern auch durch andere Personen (A. Siller, Diederichs, Heyde, Suchsland, Masalskis, Walter Bergmann, Bertold Riedmüller) in ganz Deutschland sehr in Gang gekommen sei. Das habe in der Folge zur Entstehung der DFK-Kanusportringe geführt, einer organisatorischen Verbindung des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur (DFK) und des Deutschen Kanuverbandes (DKV). Ortils optimistischer Schluss seines Aufsatzes lautet: ?Der Kanusport in der Freikörperkultur erlebt einen guten Aufschwung und hat eine noch bedeutendere Zukunft vor sich.? Die DFK-Kanusportringe sind heute noch aktiv. Sein Nachlass wurde von dem Niederländer Edward Brongersma betreut und weitergrführtBernd-Ulrich Hergemöller: Mann für Mann - Ein biographisches Lexikon, Suhrkamp Taschenbuch, Hamburg 2001, ISBN 3-518-39766-4. Er ist einer von zwei Deutschen, deren Bilder im 1964 erschienen amerikanischen Fotoband The Boy - A Photographic Essay verwendet wurden und nach Franzosen, Briten und einem Amerikaner jener mit den neuntmeisten Bilder in diesem Werk. Das Buch wurde mindestens 1966 und 1967 neu aufgelegt und ist 1966 auch auf Deutsch unter dem Titel Jungs bleiben Jungs! erschienen. Veröffentlichungen, Reiseberichte von Hajo Ortil* George Berkeley und die englische Literatur, Dieterich, Göttingen 1933 2. Ausgabe: M. Niemeyer, Halle (Saale) 1934 3. Ausgabe: M. Sändig, Walluf bei Wiebaden 1973 4. Ausgabe: Saendig Reprint Verlag, 2006 ISBN 3-253-02867-4 in der Reihe Studien zur englischen Philologie ? Vol.80 Als Sonderausgaben der Monatsschrift ?Helios?: Rudolf Zitzmann Verlag, Lauf bei Nürnberg: *Amazonen in Sonne und Baltenwind - Im Faltboot um Bornholm (1955) *Es brausen Bura und Maestral. Faltbootflottille im Kampf mit den Sturmwinden der Adria (1956) *Hundert nackte Wilde (1957) *Olympiafahrt (1957) *Hellas ewig unsre Liebe (1958) *Das Waldriff im Meer; idyllische Kajakfahrten in die Felsen- und Inselwildnisse Dalmatiens (1958) *Noch sprudeln die Quellen Arkadiens (1958) *Wild und weit ist Korsika (1958) *Auf der blauen Straße der Delphine (ohne Fotos wegen des Gesetzes über die Verbreitung jugendgefährdender Schriften, (1958) Als Sonderausgabe der Monatsschrift ?Sonnenfreunde? (Offizielles Organ des Deutschen Verbandes für Freikörperkultur - DFK) Richard Danehl`s Verlag Hamburg : *Wir schwingen über`n Sonnenhang ? Lichtskifreunde aus aller Welt begegnen sich (1957) *Holland, Ole! Eine Lustige Piraterie (1961) *Zu den Inseln des Feuers - Mit dem Faltboot vom Ätna zum Stromboli (1962) *Hinein in die Boote! Jugend, ahoi! (1963) *Und Pan lebt doch! Wir fanden ihn an den Heide- und Weidesäumen der Hase und Ems (1964) Bei ?Sun & Health Special Edition?, Harrow, Vereinigtes Königreich * Ortil's Boys and Girls (1967) * Ortil's Naturist Youth in Greece (1967) * Ortil's Youth Ahoy (1967) Andere Schriften: *100 Naked Rebels (Guild Books Washington, 1964) *Young Savages (Sweden, 1965) *Gäste des Odysseus (Rudolf Hofmann Verlag Frankfurt/Main, 1967) *Jugend am Start (Rudolf Hofmann Verlag Frankfurt/Main, 1967) *Mit Tom und Tanja in Finnland (Rudolf Hofmann Verlag Frankfurt/Main, 1968) *Ortil's Canoe Pirates (Book Horizons Harrow, England, 196?) *Ortil's Pan (Book Horizons Harrow, England, 1969) *Ortils nackte Rebellen (Rudolf Hofmann Verlag Frankfurt/Main, 1970) *Boys, olympic boys (Rudolf Hofmann Verlag Frankfurt/Main, 1972) *Boyphoto 8 / FKK Classics (Janssen-Verlag Berlin, 199?) ISBN 3-925443-32-0 In Forobänden: * Georges St. Martin und Ronald C. Nelson (Hrsg.): The Boy - A Photographic Essay, Book Horizons Inc., New York 1964 Deutsche Ausgabe: Jungs bleiben Jungs!, Book Horizons Inc., New York 1966 Lieratur* Edward Brongersma: Erinnerungen an Hajo Ortil, in: Gay Journal, 12. Jg. 1987, Nr. 7, S. 54-57 (aus dem Niederländischen von Johannes Werres) * Edward Brongersma: [http://bibliobleue.fpc.li/Revues/Espoir/N16/Doss5.htm Un pionnier : Hajo Ortil], in: L'espoir Nr. 16 - Januar/Februar 1985 - S. 39-42, Durch den Autor leicht gekürzte Übersetzung aus dem Niederländischen, Ersterscheinung unter dem Titel Herinneringen aan Rajo Ortil in Martijn Nr. 20, Juni/Juli 1984 Weblinks• DFK-Kanusportringe • Eintrag mit Bild von Hajo Ortil im FKK-Museum • In memoriam Hajo Ortil - 8 bekannte Jungenfotos aus seinem Werk Quellen |
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