Offener Kanal Berlin
Der Offene Kanal Berlin (OKB) bietet seit August 1985 Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit, eigene Sendungen auszustrahlen. Seit 2001 bietet er auch Institutionen aus dem kulturellen, wissenschaftlichen und politischen Bereich an, für diese Fernsehsendungen zu produzieren und im Rahmen eines technisch aufwendig gestalteten Programms ('Ereignisfernsehen') auszustrahlen. Thematisch werden dabei in erster Linie die Auseinandersetzungen im Rahmen parteinaher Stiftungen erörtert. Das mehrstündige Programm läuft täglich ab 10h und 22h und stellt mittlerweile (März 2007) die Hauptaktivität des OKB dar. Das Fernsehprogramm wird in Teilen des Berliner Kabelnetz auf dem Kanal Sonderkanal 8 verbreitet. Das 'Ereignisfernsehen' wird auch im Internet übertragen. Der OKB sendet auch ein Hörfunkprogramm. Es wird seit 2003 neben der Kabelfrequenz 92,60 MHz am Nachmittag auch über die Antennenfrequenz 97,2 MHz ausgestrahlt.Die Medienanstalt Berlin-Brandenburg betreibt den OKB mit Geldern der Rundfunkgebühren (siehe: GEZ).
Sendemöglichkeiten
Im OKB können Sendungen (Radio und Fernsehen) live aus dem Studio produziert werden oder es wird eine aufgezeichnete Sendung ausgestrahlt. Radiosendungen können ebenfalls live aus einem Studio oder "von Band" gesendet werden. Wer eine Vorproduktionen oder Einspieler für eine Live-Sendung erstellen wollte, dem wurden vor Sommer 2006 eine von 3 Kameras mit ggf. Licht, Stativ und/oder Mikro ausgeliehen und eine einfache Schnittmöglichkeit bereitgestellt. Dieser Dienst ist zum 1. Juli 2006 eingestellt.
Trotz massiver Nutzerproteste stehen Schnittrechner und transportable Kameras nur noch für Produktionen von E-TV zur Verfügung.
Vorproduktionen im Fernsehen müssen die Formate MiniDV oder VideoDVD haben. Radiosendungen können auf CD oder MiniDisk abgegeben werden.
Die für Bürger buchbaren Sendezeiten im Fernsehen sind Mo, Di, Do, Fr von 17:00-22:00 Uhr und Sa und So von 11:00 -22:00 Uhr. Die Sendungen werden teilweise thematisch gegliedert, sodass religiöse Themen an Werktagen nicht mehr möglich sind.
Technik
Der Offene Kanal Berlin bietet zur Zeit ein großes Fernsehstudio (10 x 10 Meter), ausgestattet mit 3 Kameras und einem extra Raum für die Regie, dies ist der Raum wo das Fernsehbild, der Mikrofone der Sendung und andere Bestandteile (Untertitel, Einspielungen von Magnetaufzeichnungen (MAZ) und anderen Medien) einer Fernsehsendung gesteuert werden. Zusätzlich gibt es eine Fläche für Zuschauerbestuhlung, auf der etwa 50 Leute Platz finden.
Das Radiostudio des OKB ist mit 3 Mikrofonen ausgestattet. Hier kann von Magnetband, über Musikkasette (MC), Vinyl (Schallplatte) bis Audio-CD alles gesendet werden. Weiterhin stehen Mini-Disc-Recorder (MD) und auch Aufnahmegeräte für DAT-Cassetten zur Verfügung. Ab Dezember 2006 kann auch direkt auf CD mitgeschnitten werden. Es besteht die Möglichkeit, Anrufer in die Sendung mit einzubeziehen. Auf diese Weise ist beispielsweise ein Interview mit Lokalpolitikern über Telefon möglich.
Die Studio-Nummer lautet 030/46400518.
Mit über 500 Ausgaben ist die Sendung "OLDIE-TREFF" mit Peter Ziermann die dienstälteste Rundfunksendung im OKB, Start dieser Sendereihe war der 13. Dezember 1988.
Weblinks
• Offizielle Website

