Neuseeland
(englisch)* (maorisch)
Neuseeland
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früher: (?Vorwärts?)
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Neuseeland (englisch: ; maori üblicherweise: ) ist ein geographisch isolierter Inselstaat im südlichen Pazifik. Er besteht aus der Nord-, der Südinsel sowie zahlreichen kleineren Inseln. Die nächstgelegenen Staaten und Gebiete sind Australien im Westen, Neukaledonien, Tonga, Fidschi im Norden und Antarktika im Süden. Weder geographisch noch kulturell lässt sich Neuseeland eindeutig einem bestimmten Kontinent zuordnen: das Land liegt teils auf der Australischen, teils auf der Pazifischen_Platte und ist sowohl mit dem europäisch geprägten Kulturraum Australiens als auch mit dem polynesischen Teil Ozeaniens verbunden. Neuseeland ist ein Königreich_im_ mit demokratisch-parlamentarischer Verfassung. Für ein Industrieland eher ungewöhnlich sind die Hauptwirtschaftszweige: Land- und Forstwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie sowie Tourismus. Neuseeland wird vielfach als ?grüne Insel? betrachtet, was vor allem an der relativ dünnen Besiedlung, der damit verbundenen Unberührtheit der Natur sowie der äußerst vielfältigen und bedingt durch die isolierte Lage einzigartigen Vegetation liegt.
Geographie
: Hauptartikel: Geographie Neuseelands
Ausdehnung und Lage
Neuseeland besteht aus zwei Hauptinseln, der Nord- und der Südinsel, sowie mehr als 700 kleineren Inseln. Die beiden häufig als (deutsch etwa: Festland Neuseeland) bezeichneten Hauptinseln bilden eine schwache Sichelform und werden durch die an der schmalsten Stelle nur 23 km breite Cookstraße voneinander getrennt. Ein Großteil der kleineren Inseln wie etwa liegen innerhalb einer Zone von 50 km vor der Küste der Hauptinseln. Lediglich die 1.000 km nördlich der Nordinsel gelegenen Kermadecinseln, die 700 km östlich liegenden Chatham-Inseln nahe der Internationalen Datumsgrenze sowie die mehr als 200 km südlich der Südinsel liegenden subantarktischen_Inseln in den fünf Inselgruppen der Auckland-, Campbell-, Antipoden-, Snares- und der Bountyinseln gehören nicht zum Archipel um die beiden Hauptinseln.
Neuseeland erhebt weiterhin Anspruch auf das Ross-Nebengebiet in der Antarktis, das ebenfalls eine Reihe weiterer Inseln umfasst; dieser Anspruch wird aber international aufgrund des Antarktisvertrags nicht anerkannt. Weiterhin gehört Tokelau als abhängiges Gebiet zum Staat Neuseeland während die Cookinseln und Niue selbstverwaltete Territorien in freier Assoziierung mit Neuseeland sind. Diese Gebiete werden im Folgenden nicht weiter berücksichtigt.
Die gesamte Landfläche Neuseelands beträgt 270.534 km² und ist damit etwas kleiner als die Italiens oder der Philippinen, aber etwas größer als die des Vereinigten_Königreichs oder Westdeutschlands. Während die Hauptinseln des Archipels in Ost-West-Richtung nie breiter als 450 km sind, erstrecken sie sich entlang der Hauptachse in nordöstlicher Richtung über 1.600 km. Die gesamte Küstenlinie umfasst dabei ungefähr 15.134 km. Die Hoheitsgewässer Neuseelands sind mit 167.653 km² relativ zur Landmasse sehr groß, die Ausschließliche Wirtschaftszone ist mit 3.931.136 km² sogar eine der weltweit größten.
Neuseeland befindet sich südlich des Äquators in der südlichen_Hemispäre. Alle neuseeländischen Inseln liegen isoliert im südwestlichen_Pazifischen_Ozean, das Land wird damit im Allgemeinen Ozeanien (insbesondere, wenn der Begriff Ozeanien auch Australien mit einschließt) zugeordnet, beziehungsweise in kleinräumigerer Betrachtung als eine Insel Polynesiens angesehen. Teilweise wird es aber aufgrund der kulturellen Gemeinsamkeiten auch dem Kontinent Australien zugeordnet. Als Randmeer des Pazifiks liegt die Tasmanische See im Westen der Hauptinseln und trennt Neuseeland vom circa 1.600 km entfernten Australien. Nach Australien ist das antarktische Festland, circa 3.000 km im Süden, die nächste größere Landmasse. Weitere Staaten oder Kolonien in der Nähe Neuseelands sind im Norden Neukaledonien, Tonga und Fidschi.
Neuseeland ist der Staat, der am weitesten von Mitteleuropa entfernt liegt: Teile des Landes befinden sich auf der Erdkugel exakt gegenüber von Spanien, sind also dessen Antipoden.
Die Ausdehnung Neuseelands von Nord nach Süd wird umgangssprachlich häufig mit ?? (?von Cape Reinga bis zum Bluff?) beschrieben, tatsächlich sind aber die am () der nördlichste Punkt der Nordinsel und in den (). Nimmt man die außerhalb des Archipels gelegenen Inseln hinzu, so ist in der Gruppe der Kermadecinseln der nördlichste und in den Auckland-Inseln, der östlichste auf der westlichste und der östlichste Punkt des Landes. Der offizielle Mittelpunkt des Landes befindet sich etwa 24 Kilometer südwestlich von Collingwood im Norden der Südinsel und hat die Koordinaten .
Topographie und Naturräume
Die 113.729 km² große Nordinsel ist die am dichtesten besiedelte Insel Neuseelands. Auf ihr leben circa drei Viertel der Einwohner und sowohl die Hauptstadt Wellington als auch die größte Stadt des Landes Auckland liegen auf der Nordinsel.
Auckland liegt auf einem an der engsten Stelle weniger als zwei Kilometer breiten Isthmus, der den Pazifik von der Tasmanischen See trennt. Nördlich des Isthmus befindet sich die , die sich wiederum in zahlreiche weitere Halbinseln bis hoch zur der bekannteste sein dürfte sowie zwei großen Naturhäfen, dem und dem , der bedeutende Kauri-Bäume beherbergt. Die Ostküste dagegen ist zerklüfteter und weist zahlreiche vorgelagerte Inseln auf, beherbergt aber auch einige Naturhäfen, die bekanntesten dürften die und der Hafen der größten Stadt der Halbinsel, in die Tasmanische See in eine sanfte Hügellandschaft übergeht. Östlich der schließen sich die an, eine ausgeprägte Tiefebene, die sich zu beiden Seiten des Waikato erstreckt. Hamilton, die viertgrößte Agglomeration des Landes, ist hier zu finden. Weiter östlich schließen sich dann mit den und wieder zwei, überwiegend bewaldete Mittelgebirgszüge an. Diese trennen die Region von dem Gebiet rund um die . Im Norden der Bucht liegt die Coromandel-Halbinsel, die von der bis zu 900 Meter hohen Bergkette , den von der UNESCO zum ersten kombinierten Weltkulturerbe und Weltnaturerbe erklärten Tongariro-Nationalpark bilden. Der ist mit 2.797 m die höchste Erhebung der Insel. Nördlich von ihm liegt, genau im Zentrum der Nordinsel, der Whanganui-Nationalpark. Weiter westlich schließt sich daran die in die Tasmanische See hineinragende Region_Taranaki an. Diese wird vom 2.518 m hohen gleichnamigen_Vulkan geprägt. Um den freistehenden Vulkan herum befindet sich ein breiter Regenwaldgürtel, der durch den Egmont-Nationalpark geschützt wird. Die Region ist sehr fruchtbar und ein Zentrum der neuseeländischen Milchproduktion.
Südlich der Region um den befindet sich die Kapiti Coast an, in deren Süden wiederum die Region_Wellington rund um die Hauptstadt liegt. Nach Nordosten wird die Region durch die begrenzt, nach Osten durch die anschließt und die zu einem sich parallel zur Ostküste ziehenden Gebirgsrücken gehören, dem im Norden auch die bereits oben erwähnte angehört. Östlich der Gebirge befindet sich die sumpfige Wairarapaebene, die wiederum durch ein weiteres gebirgiges Gebiet im Osten eingegrenzt wird. Nordwestlich dieser Region findet man schließlich die Region rund um die zu finden. Die übrige Region besteht aus sanftem Hügelland sowie der Auenlandschaft um den im Norden und der fruchtbaren Heretaungaebene im Süden. Im Norden schließt sich dann die bereits beschriebene Region um Gisborne an.
Die mit 151.215 km² etwas größere Südinsel wird dominiert von den parallel zur Westküste verlaufenden Neuseeländischen_Alpen, auch Südalpen genannt. Dieses Hochgebirge ist die höchste Bergkette Australasiens und Ozeaniens. Ihre höchste Erhebung ist der 3.754 m hohe . Insgesamt haben 17 Gipfel eine Höhe von über 3.000 m. Sowohl die nördlichsten als auch die südlichsten Gebiete der Insel bestehen aus Mittelgebirgen, die teilweise auf über 1.000 Meter Höhe ansteigen. Die Region zwischen Südalpen und der Tasman-See ist äußerst schmal und gehört zu den niederschlagsreichsten Gebieten der Erde. Aufgrunddessen schieben sich einige Gletscher der Südalpen, wie der Fox- und der Franz-Josef-Gletscher, durch sämtliche Vegetationszonen bis in die Regenwälder in Küstennähe; der äußerste Südwesten bildet reich gegliederte Fjordlandschaften. Weite Teile des Südwestens stehen als Nationalparks unter Schutz; gemeinsam bilden diese die . Östlich der Südalpen befinden sich die , eine große Schwemmebene, die sich gut für landwirtschaftliche Zwecke, etwa für die Viehzucht, eignet.
Geologie
Bis vor etwa 200 Millionen Jahren gehörte Neuseeland ? wie die meisten heutigen Landmassen der Südhalbkugel ? zum Urkontinent Gondwana. Der genaue Zeitpunkt steht nicht fest, aber spätestens vor 85 Millionen Jahren, also in der oberen Kreidezeit, trennte sich das heutige Neuseeland von der Landmasse, die jetzt Antarktika bildet, bevor sich auch das heutige Australien von diesem Urkontinent loslöste. Seitdem konnte sich somit in Neuseeland eine von allen anderen Landflächen unabhängige Flora und Fauna entwickeln. Nach dieser ereignisreichen Zeit kehrte in der geologischen Geschichte des Landes Ruhe ein, die fortwährende Erosion ließ die geformten Gebirgszüge allmählich verschwinden, es entstanden große, tief gelegene Sumpfgebiete, aus denen im Laufe der Zeit die heutigen Kohlevorkommen hervorgingen. Erst vor weniger als 30 Millionen Jahren endete die ruhige Epoche in der Geologie des Landes und es wurden tief liegende Gebiete aus dem Meer angehoben. Seine Küstenlinie bekam der Pazifikstaat in der Miozän-Epoche erst in Grobform, bevor Inseln in den letzten paar Millionen Jahren ihre heutige Form erhielten; viele der Berge und Täler wurden sogar erst in den letzten 100.000 Jahren gebildet. Während des Eiszeitalters war vor allem die Südinsel stark vergletschert.
Heute befindet sich Neuseeland an der Grenze zwischen Australischer und Pazifischer_Platte. Obwohl sich die beiden Platten nicht frontal aufeinander zu bewegen, üben sie doch einen großen Einfluss auf das Land aus. Es entstehen nämlich zwei Kräfte: eine frontal wirkende sowie eine seitlich wirkende. Die frontale Kraft bildet Verwerfungen, die Druck auf verschiedene Gesteinsschichten ausüben und somit den Boden stetig anheben. Die zweite ? seitlich wirkende ? Kraft, führt zu so genannten Transform-Störungen. Letztere können mitunter Erdbeben hervorrufen.
Neuseeland gehört ? wie alle anderen Länder, die an der Grenze zur Pazifischen Platte liegen ? zum Pazifischen_Feuerring (englisch ). Diese Tatsache führt zu Erdbeben, Verwerfungen und zu erhöhter vulkanischer Aktivität. In Neuseeland liegen einige der aktivsten Vulkane der Erde. Diese befinden sich ausschließlich in der nördlichen Hälfte des Landes, ein Großteil von ihnen ist in der konzentriert, die sich im Zentrum der Nordinsel befindet:
So sind zum Beispiel alle drei Vulkane der Zentralen Hochebene noch aktiv, die letzte Eruption im Jahr 2000 stattfand. Neben den Vulkanen zeigen sich die Kräfte der Erde in Form der Geothermie, die als Geysire oder heiße Quellen (insgesamt 67 in Neuseeland) zu Tage treten. Neben dem geothermalen Gebiet um Taupo existieren noch 29 weitere solcher Bereiche in Neuseeland, hauptsächlich auf der Nordinsel, zum Beispiel , die und die , aber auch auf der Südinsel, ein bekanntes Beispiel sind die gemäßigten_Breiten der Südhalbkugel, so dass das Klima mild ist. Die nördlichen Teile der Nordinsel werden von einem subtropischen_Klima geprägt, während im Rest des Landes ein gemäßigtes Klima vorherrscht. Im Flachland schwanken die durchschnittlichen Temperaturen im Norden zwischen etwa 15 °C im Winter und 25 °C im Sommer. Auf der Südinsel liegen die Temperaturen etwa 5 bis 10 °C darunter. Die höchste offiziell bestätigte Temperatur Neuseelands betrug 42,4°C und wurde im Februar 1973 sowohl in Rangiora, als auch in Christchurch gemessen. Die niedrigste jemals bestätigte Temperatur des Landes wurde im Juni 1995 in Ophir (Central Otago) erreicht und betrug ? 21,6°C.
Neuseeland liegt in einer Zone starker westlicher Winde, den Brüllenden_Vierzigern (englisch ). Diese Winde treffen in ihrer Bahn auf dem 40. Grad südlicher Breite nur dreimal auf Land: einmal auf die Südspitze Südamerikas, später teilweise auf Tasmanien und das dritte Mal auf Neuseeland. Dadurch bedingt regnen sich die hauptsächlich über der Tasmanischen See angesammelten Wassermassen an den Bergen der Südinsel ab. Der durchschnittliche Jahresniederschlag liegt an der Westküste der Südinsel bei 7000 mm pro Jahr, auf der Ostseite der Berge ist es erheblich trockener.
Insgesamt ist das Klima dank der großen das Land umgebenden Wassermassen zu großen Teilen maritim geprägt. Einzig die östlich der Hochgebirge gelegenen Gegenden, wie zum Beispiel das Mackenzie-Becken und Central Otago auf der Südinsel oder die Rangipo Desert auf der Nordinsel, sind kontinental geprägt. Hier liegen die Sommertemperaturen nicht selten über 30 °C, und in den Wintermonaten fällt regelmäßig Schnee.
Vegetationszonen
Aus mehreren Gründen weist Neuseeland eine hohe Zahl an unterschiedlichen Tasman-Gletscher. In den Ebenen wird intensive Landwirtschaft betrieben, während an vielen anderen Orten extensive Weidewirtschaft vorherrscht. Östlich der Zentralebene ist die Landschaft aufgrund des geringen Niederschlags steppenartig geprägt. Die nördlichen Teile der Nordinsel liegen in der subtropischen Vegetationszone und sind an weniger besiedelten Orten großteils mit Regenwald bewachsen.
Bild:Castle Hill New Zealand.jpg/'>Steppenartige Vegetation: Der Franz-Josef-Gletscher
Bild:HeaphyMouth.jpg/'>Weitläufige Strände im Bodensee. Der See befindet sich in der Caldera eines Supervulkans mit gewaltigen Ausmaßen und ist folglich vulkanischen Ursprungs. Die nächstgrößeren Seen liegen allesamt auf der Südinsel und wurden von Gletschern ausgeschoben. Der größte dieser Gletscherseen ist der Lake Te Anau mit einer Fläche von 344 km², gefolgt vom 80 km langen und 291 km² großen Lake Wakatipu nahe Queenstown sowie dem 192 km² großen Lake Wanaka. Ein interessanter Aspekt dieser als bezeichneten Region ist, dass viele der Gletscherseen tiefer sind, als ihre Höhenlage, somit befindet sich der Grund der einzelnen Seen unterhalb des Meeresspiegels.
Neuseeland wird außerdem von zahlreichen Flüssen und Bächen durchzogen. Der längste Fluss des Landes ist der auf der Nordinsel gelegene Steineibengewächsen (Podocarpaceae) oder Kauri-Bäumen (Araucariaceae) zusammengesetzt, sowie Laubwälder, die hauptsächlich aus Südbuchen (Nothofagus) bestehen. Die meisten neuseeländischen Bäume sind immergrün. Vor allem die Nadelwälder werden durch Epiphyten wie zum Beispiel dem Nordinsel-Eisenholz (Metrosideros robusta) in ihrer Erscheinung geprägt, aber auch einige wenige, mit unseren Misteln verwandte Arten leben hemiparasitisch auf Südbuchen. Unterhalb des dichten Walddaches kommen zahlreiche, meist endemische Farne vor. Am imposantesten sind zweifellos die Baumfarne (Cyatheales), die bis über zehn Meter hoch werden. Der bekannteste unter den Farnen ist der Ponga oder Silberfarn, er stellt die neuseeländische Nationalpflanze dar. Des Weiteren konnten sich in Neuseeland verschiedene Palmenarten wie zum Beispiel die Nikau-Palme (Rhopalostylis sapida) entwickeln. Besonders auffällig sind schließlich noch der Pohutukawa (Metrosideros excelsa), das Südinsel-Eisenholz (Metrosideros umbellata) und der sogenannte .
Fauna
Aufgrund der verhältnismäßigen Isolation hat sich in Neuseeland ein einzigartiges Ökosystem entwickelt, dessen herausragendstes Merkmal vor der polynesischen Kolonisation das Fehlen jeglicher Art von Landsäugetieren war, ausgenommen von drei Fledermausarten (die zwei Arten der Neuseelandfledermäuse und ), verlor bis in die 1990er Jahre immer mehr an Bedeutung, und die Anzahl der M?ori-Sprecher nahm kontinuierlich ab. In den letzten zehn Jahren wird aber an immer mehr ? öffentlichen wie privaten ? Schulen M?ori als Wahlfach unterrichtet, so dass auch Neuseeländer europäischer Abstammung Zugang zu dieser Sprache erhalten. Seitdem nimmt die Zahl derer, die M?ori sprechen und verstehen, besonders in der Altersgruppe der drei- bis 25jährigen, wieder leicht zu. Insgesamt beherrschten 2001 4,5 % der Bevölkerung die Sprache flüssig.
Die Neuseeländische_Gebärdensprache (englisch: ; NZSL) ist seit dem 10. April 2006 ebenfalls offizielle Amtssprache und bildet damit die weltweit erste Sprache für Gehörlose, die diesen Status besitzt. Obwohl sie bereits seit 1994 an speziellen Schulen unterrichtet wird und 1998 das erste Wörterbuch für die Sprache veröffentlicht wurde, beträgt die Zahl der Menschen, die NZSL flüssig beherrschen, nur 0,8 % (2001).
Zusätzlich zu den drei Amtssprachen werden noch zahlreiche andere Sprachen in Neuseeland gesprochen, die von den vielen Einwanderern ins Land gebracht wurden. Die meisten Sprecher verzeichnet das Chinesische, gefolgt von Samoanisch, Französisch, Italienisch mit 1,2%, sowie Deutsch, das immerhin noch 1,1 % (2003) der Bevölkerung flüssig beherrscht.
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte Neuseelands
Besiedlung durch Polynesier
Neuseeland wurde vermutlich zwischen dem 11. und dem 13. Jahrhundert, spätestens aber in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts von Polynesiern entdeckt und in mehreren Einwanderungswellen besiedelt. Die Nachkommen dieser ersten Einwanderer begründeten die M?ori-Kultur. Aus der Besiedlung der Chatham-Inseln östlich von Neuseeland ging die Moriori-Kultur hervor. Ob diese Besiedlung eigenständig oder von Neuseeland aus erfolgte, ist umstritten, aber die Gemeinsamkeiten in der Sprache sind beispielsweise eindeutige Anzeichen für eine Besiedlung vom Festland aus. Viele der eingewanderten M?ori ? vor allem auf der Nordinsel ? gaben dem Land den Namen Aotearoa, was meistens als ?Land der langen weißen Wolke? übersetzt wird.
Da sich die ersten M?ori, die das Land erreichten, nicht durch Säugetiere ernähren konnten, waren sie zu Beginn Moa-Jäger. Diese flugunfähigen Vögel hatten entfernte Ähnlichkeit mit dem afrikanischen_Strauß und waren binnen weniger Jahre ausgerottet. Ebenso gab es wahrscheinlich ab 1700 kein lebendes Exemplar des Haastadlers, des größten neuzeitlichen Greifvogels der Erde, mehr. Die erstmalige Besiedlung des Landes durch die M?ori führte so zum Aussterben vieler Tierarten. Später ernährten sich die M?ori durch die Kultivierung der Kumara (einer Art Süßkartoffel). Kannibalismus war in Neuseeland ? im Gegensatz zu anderen Gebieten des Südpazifiks ? nicht üblich.
Entdeckung und frühe Besiedlung
Der erste Europäer, der Neuseeland erblickte, war der niederländische Seefahrer Abel Tasman. Die Aufgabe seiner Reise war es, das ?Große_südliche_Land? zu entdecken, in dem eine große Anzahl an wertvollen Rohstoffen vermutet wurde. Auf seiner Reise entdeckte er im Jahr 1642 schließlich ein ?großes, hoch gelegenes Land? - die heutige Region West Coast auf der Südinsel. Auch wenn er nicht sicher war, vermutete er, dass er ein weiteres Stück Küste von entdeckt hatte. Als er in der Golden Bay in der heutigen Region Tasman das Land aus der Nähe erkunden wollte, kam es zur ersten blutigen Begegnung zwischen den ?Ureinwohnern? und den Europäern, bei der vier niederländische Seeleute getötet wurden. Der ?Entdecker Neuseelands? setzte folglich niemals einen Fuß auf neuseeländischen Boden. Als eine Expedition unter Hendrik Brouwer ein Jahr später feststellte, dass der von Tasman besuchte Küstenstreifen nicht zu gehörte, wurde das Land in das niederländisch) bezeichnet.Erst 1769/70 wurden wieder Expeditionen in die Gewässer um die auf Englisch genannten Inseln gestartet. Der englische Kapitän James Cook sollte ? ebenso wie Tasman ? einen vermuteten südlichen Kontinent finden. Im Oktober 1769 traf Cooks Schiff Endeavour am südwestlichen Punkt der Poverty Bay genannten Bucht von Tahiti kommend auf Neuseeland. Nach ersten feindseligen Begegnungen, aber auch gelungenen Annäherungsversuchen mit M?ori umsegelte Cook zunächst die Nordinsel sowie nach einem längeren Aufenthalt in den Marlborough Sounds die Südinsel und konnte so nachweisen, dass es sich bei Neuseeland um Inseln und nicht einen Teil eines Kontinents handelte. Cook und die ihn begleitenden Wissenschaftler kartographierten das Land gründlich, erkundeten ausgiebig die Flora und Fauna des Landes, und sammelten Informationen zu den M?ori.
Nur wenige Wochen nach Cook entdeckte auch Jean-François-Marie de Surville Neuseeland. In den folgenden Jahren wanderten großteils Walfänger, Robbenfänger und später auch Missionare nach Neuseeland ein. Diese hatten mitunter ausgeprägte Kontakte zu den M?ori. Beide Parteien handelten miteinander, und einige wenige Europäer lebten direkt unter den M?ori.
Die Geburt der Nation
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts führte die ungleichmäßige Verteilung von Schusswaffen, die die M?ori durch Tauschgeschäfte von den Europäern bekamen, zu den von 1829 bis 1835 gipfelnden Musketenkriegen (englisch: ), bei denen sich zahlreiche Stämme untereinander bekämpften und ? Schätzungen der Regierung zufolge ? etwa 20.000 Menschen zu Tode kamen. Durch die Europäer eingeschleppte Krankheiten, gegen die die M?ori nicht resistent waren, dezimierten ihre Anzahl nachhaltig. In den 1820er Jahren schließlich kam es außerdem noch zu den ersten bewaffneten Auseinandersetzungen zwischen M?ori und Weißen. Im Jahr 1832 schickte die britische Regierung den Gesandten Sydney beschlagnahmt worden war, aber nicht unter britischer Flagge fahren durfte, da Neuseeland noch nicht zu Großbritannien gehörte, wählten am 20. März 1834 mehrere Dutzend M?ori-Anführer unter seiner Aufsicht eine offizielle Flagge aus, die später offizielle Flagge der ) sowie Gründung der ?Vereinigten Stämme? in die Geschichte einging.
Die Souveränität des Landes hatte jedoch schon wenige Jahre später, genauer gesagt 1840, ein Ende. Zu diesem Zeitpunkt nämlich gab es in Frankreich tatsächlich konkrete Bestrebungen, auf der Südinsel des Landes eine Kolonie zu gründen. Die britische Krone wollte dies unter allen Umständen verhindern. Da man den neuen Staat der ?Vereinigten Stämme? als zu schwach ansah, seine Interessen zu wahren, wurde das Land im Januar 1840 offiziell vom Britischen_Imperium annektiert. Um dieses Vorgehen für rechtmäßig erklären zu können, beeilte sich der damalige Generalgouverneur des Landes, William Hobson, zahlreiche M?ori-Häuptlinge nahe dem Ort Waitangi zu versammeln, die am 6. Februar des gleichen Jahres den Vertrag von Waitangi unterzeichneten. Dieses Dokument gilt als ?Geburtsstunde? des modernen Neuseelands. Der Vertrag selbst band Neuseeland an die britische_Krone. Auf der einen Seite gaben die M?ori ihre Souveränität auf, auf der anderen Seite bekamen sie aber Bürgerrechte zugesichert. Außerdem durften sie alle Ländereien behalten, die sie vor der Unterzeichnung des Vertrages besaßen. 1975 wurde das Waitangi-Tribunal eingesetzt, um Unstimmigkeiten und Verletzungen des Vertrages wieder gutzumachen.
Kolonialzeit
Tod 1868 während der Neuseelandkriege]]
Die 1839 gegründete New Zealand Company warb um neue Einwanderer. Diese errichteten zahlreiche Städte und Dörfer und besiedelten große Teile des Landes. Sie lebten oft als Bauern in Frieden mit den M?ori und kultivierten die Landschaft. Als aber mehr und mehr Einwanderer das Land erreichten und immer größere Landflächen benötigt wurden, kam es zu Zwistigkeiten zwischen Siedlern und M?ori. Mit der Zeit wurden die Missstände immer größer, und so kam es schließlich zu offenen bewaffneten Konflikten, die in Northland bereits im Jahr 1840 zu einer kriegerischen Auseinandersetzung anwuchsen. Bis 1860 hatten sich die Kämpfe, die als Neuseelandkriege in die Geschichte eingingen, auf das ganze Land ausgedehnt. Nach diesen Auseinandersetzungen betrug die Zahl der M?ori 1891 nur noch 44.000 im Vergleich zu über 120.000 vor dem Jahr 1820.
Nach der Unterzeichnung des Vertrages von Waitangi wurde Neuseeland als Teil von New South Wales verwaltet, bis das Land ab 31. Mai 1841 eine eigene Kolonie bildete. Die Europäer besiedelten in den folgenden Jahrzehnten beinahe das gesamte Land und gründeten insgesamt neun Provinzen.
1861 wurden auf der Südinsel große Goldvorkommen entdeckt. Um separatistische Bewegungen auf der aufstrebenden Südinsel zu verhindern, wurde die ursprünglich in Russell gelegene Hauptstadt von Auckland im hohen Norden nach Wellington in die Mitte des Landes verlegt.
Schon vor der Jahrhundertwende setzte Neuseeland im Umgang mit bisher benachteiligten Personengruppen Maßstäbe, was für den Rest der Welt zur damaligen Zeit noch unmöglich schien. Als sich das Land seit 1852 aufgrund des relativ selbständig verwaltete, bekamen ab 1867 auch die männlichen M?ori das Wahlrecht und Sitze im Parlament. 1893 wurde in Neuseeland ? als erstem Land der Welt ? das Dominion erhielt und folglich fast unabhängig von Großbritannien wurde. Über die gesamte Kolonialzeit bis in die jüngere Gegenwart hinweg erwies sich das Land als besonders treuer Bündnispartner Großbritanniens. So entsandte Neuseeland Truppen für den Zweiten_Burenkrieg, den Ersten und Zweiten_Weltkrieg sowie die Sueskrise.
Die Frage, seit wann Neuseeland ein eigenständiger Staat ist, ist nicht leicht zu klären, da das Land nach angelsächsischer Tradition keine geschriebene Verfassung besitzt. Neben 1840 (Vertrag von Waitangi) und 1907 (Entstehung der Dominion) gibt es weitere Zeitpunkte auf Neuseelands Weg zur Unabhängigkeit: 1931 wurde von der englischen Regierung das Statut von Westminster erlassen, das den Dominions die Möglichkeit zur Unabhängigkeit gab. Am 25. Dezember 1947 wurde es schließlich von Neuseeland unterzeichnet. Andererseits gab sich Neuseeland erst 1986 eine vom neuseeländischen Parlament abgesegnete Verfassung, bis dahin galt die Verfassung des ? noch vom britischen Parlament ausgearbeiteten ? ist das Staatsoberhaupt der Monarch von Großbritannien und Nordirland in seinem Amt als König beziehungsweise Königin von Neuseeland. Das Überhangmandate können aber in das Parlament über 120 Mitglieder einziehen (2005: ein Überhangmandat). Eine kleine Anzahl von derzeit sieben Sitzen im Parlament ist dabei für M?ori-Abgeordnete reserviert. Seit 1996 wird nach dem personalisierten_Verhältniswahlrecht gewählt, das das zuvor angewandte Mehrheitswahlrecht nach englischem Vorbild ablöste.
* Judikative ? Die Judikative in Neuseeland wird durch den Obersten Gerichtshof Neuseelands (englisch ), weitere hohe Gerichte (das und der ) sowie durch zahlreiche regionale Gerichte (englisch ) ausgeübt. Des weiteren existieren für bestimmte Verhandlungen besondere Gerichte, so zum Beispiel das Common Law, sehr vielen im Vereinigten Königreich beschlossenen Gesetzen, zum Beispiel der Bill_of_Rights von 1689, sowie allen Beschlüssen des neuseeländischen Parlaments. Das großteils auf dem Gewohnheitsrecht basierende Common Law wird fast immer genau so wie in Großbritannien angewandt, auch, weil das Oberste Gericht bis zum Jahr 2004, als der in Generalgouverneure_Neuseelands
Parteienlandschaft
Hauptartikel: Parteien Neuseelands
Vor der Bildung von politischen Parteien, gab es im neuseeländischen Parlament nur einzelne Kandidaten zu wählen. In den letzten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts wurden zunehmend stärker werdende lose Interessengruppen gebildet, die sich zu Beginn meist nach geographischer Herkunft der Kandidaten, später dann aber nach politischer Einstellung ? Konservatismus oder Liberalismus ? zusammenfanden. Generell wird die von John Ballance gegründete und später von Richard Seddon geprägte Liberal_Party als erste wirkliche politische Partei Neuseelands angesehen. Sie stellte von 1890 bis 1912 die Regierungsmehrheit. Ab 1903 begannen zahlreiche Parlamentarier damit, sich zu einer konservativen Alternativbewegung zusammenzuschließen, die seit 1909 offiziell als Reform_Party bezeichnet wurde und sich deutlich von der liberalen Partei unterscheiden sollte. Mit dem Zusammenschluss von zahlreichen sozialistischen Gruppierungen zur Labour_Party im Jahr 1916 begann der Niedergang der liberalen Partei, die in den folgenden Wahlen keinen Rückhalt mehr aus der Arbeiterklasse hatte und schließlich auch noch auf ihre zweite Wählerbasis, Geschäftsleute und Arbeitgeber, die über den Aufstieg der sozialdemokratischen Partei besorgt waren und sich geschlossen der Reform Party mit ihrem ?Anti-Sozialismus?-Programm anschlossen, verzichten mussten. Letztere politische Vereinigung war bis 1928 an der Macht, bis sie von einem Bündnis aus Labour Party und United_Party, der Nachfolgepartei der Liberal Party, abgelöst wurde. Als die Arbeiterpartei 1935 ohne Koalitionspartner die Regierung bilden konnte, fusionierten United und Reform Party zur konservativen National_Party, die in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts der größte und einzige Konkurrent der Labour Party war. In den frühen 1990er-Jahren wurden zahlreiche kleinere Parteien gegründet, die bekanntesten sind die Green Party of Aotearoa (1990), Alliance (1991) sowie New Zealand First (1993). Diese konnten wegen des Mehrheitswahlrechts trotz großer Stimmenanteile nur wenige Parlamentssitze erringen. Erst nach der Einführung des personalisierten_Verhältniswahlrechts zu den Wahlen im Jahr 1996 waren kleinere Parteien in größerem Umfang in der Lage, die Politik in Neuseeland mitzubestimmen.
Nach den Wahlen von 2005 dominieren zwar weiter die Labour Party unter ihrer Vorsitzenden Helen Clark und die National Party unter ihrem Vorsitzenden John Key die neuseeländische Parteienlandschaft und liefern sich bei Wahlen regelmäßig ein Kopf-an-Kopf-Rennen, doch neben diesen beiden Parteien sind noch sechs weitere im Repräsentantenhaus vertreten: die rechtsgerichtete, nationalistische und häufig als populistisch beschriebene Partei New Zealand First, die linksgerichtete, grüne Green Party of Aotearoa, die 2004 vom ehemaligen Labour-Kabinettsmitglied Tariana Turia gegründete M?ori Party, die sich insbesondere für die Interessen der M?ori einsetzt, die christdemokratische Mitte-Rechts-Partei United_Future, die wirtschaftsliberale ACT New Zealand und die demokratisch-sozialistische Jim Anderton?s Progressive Party (eine Abspaltung der sozialdemokratischen Alliance).
Politische Entwicklung
Mit Jenny Shipley wurde 1997 das erste Mal eine Frau zur neuseeländischen Premierministerin gewählt. Aber bereits zwei Jahre später, im Jahr 1999, musste die Politikerin der National Party das Amt an ihre Konkurrentin von der Labour Party, Helen Clark, abgeben. Diese wurde bereits zweimal (2002 und 2005) in ihrem Amt bestätigt. Zur Zeit bildet sie eine Minderheitsregierung mit der nur einen Abgeordneten stellenden Jim Anderton's Progressive Party, die von zwei weiteren Parteien ? der New Zealand First Party sowie von United Future New Zealand ? unterstützt wird. Diese beiden Parteien stellen Minister außerhalb des Kabinetts. Ein zusätzliches Abkommen mit der Green Party garantiert deren Unterstützung in Vertrauensfragen. Die größte Oppositionspartei ist die New Zealand National Party.
Staatsoberhäupter von Neuseeland
* 1917 wandelte der damalige König Sachsen-Coburg-Gotha in House_of_Windsor um, um das britische Königshaus vom im Ersten Weltkrieg feindlichen Deutschen Reich abzugrenzen.
Außenpolitik und Militär
Die neuseeländischen Streitkräfte gliedern sich in drei Zweige: Die Seestreitkräfte (), die Luftstreitkräfte (), die aus 4.500 regulären Soldaten und 2.500 weiteren Beschäftigten besteht. Außenpolitisch hat sich Neuseeland einerseits durch seine regelmäßige Beteiligung an Kriegen auf Seiten Großbritanniens profiliert. So beteiligte sich Neuseeland unter anderen am Burenkrieg, dem Ersten und Zweiten_Weltkrieg, dem Koreakrieg, dem Vietnamkrieg, dem Zweiten_Golfkrieg und dem Krieg in Afghanistan. Des Weiteren stellte beziehungsweise stellt Neuseeland Truppen für verschiedene Friedensmissionen, zum Beispiel in Zypern, Somalia, Bosnien und Herzegowina, im Sinai, in Angola, Kambodscha, an der iranisch-irakischen Grenze sowie in Osttimor bereit.
Das militärische Verteidigungsbündnis ANZUS mit den USA und Australien war zwischenzeitlich wegen der strikten Anti-Atom-Politik Neuseelands, in deren Rahmen sich das Land auch gegen die französischen Atomtests im Südpazifik stark machte, ausgesetzt.
Neuseeland ist Gründungsmitglied der Vereinten_Nationen und des Commonwealth. Weiterhin ist es seit der Gründung am 6. Februar 1947 Mitglied des Sekretariats_der_Pazifischen_Gemeinschaft, der Organisationen der Weltbankgruppe (außer der MIGA), seit der Gründung 1966 der Asiatischen_Entwicklungsbank, seit der Gründung am 17. April 1973 des , seit dem 29. Mai 1973 der OECD, seit der Gründung 1980 des Pacific Economic Cooperation Council, seit der Gründung 1989 der APEC sowie seit dem 1. Januar 1995 der Welthandelsorganisation.
Verwaltungsgliederung
Im Vergleich zum föderal gegliederten Australien ist Neuseeland sehr zentralistisch organisiert. Seit einer großen Verwaltungsreform im Jahr 1989 gibt es im Allgemeinen zwei Stufen der Verwaltungsgliederung, die jedoch nur über wenige Ressorts entscheiden können. Die erste Stufe bilden die Regionen (englisch ); die zweite Stufe stellen die Distrikte dar, die entweder als (also ?Stadtrat?), (also ?Rat des Distrikts?) oder ? bei den Chatham-Inseln ? als (also ?Inselrat?) bezeichnet werden. Vier der 16 Regionen sowie die Chatham-Inseln sind zusätzlich für die Aufgaben eines Distrikts verantwortlich, diese werden als bezeichnet. Offiziell agieren die Distrikte unabhängig von den Regionen, so kommt es auch vor, dass sich ein Distrikt in mehreren Regionen befindet. Alle drei Jahre werden die Räte je Region beziehungsweise je Distrikt entweder durch Mehrheitswahl oder durch eine übertragbare Einzelstimmgebung bestimmt. Zahlreiche kleinere Außengebiete des Landes, wie zum Beispiel die Kermadecinseln und die zu Neuseeland gehörigen Subantarktischen_Inseln, unterstehen verwaltungstechnisch direkt dem .
Regionen
Hauptartikel: Regionen Neuseelands
Die wichtigsten Zuständigkeitsbereiche der Regionen sind die Gebiete Umweltschutz und Transport (zum Beispiel ÖPNV).
Distrikte
Hauptartikel: Distrikte Neuseelands
Die lokale Ebene des Staatsaufbaus stellen 16 Stadt- (englisch: ) und 57 Bezirksverwaltungen (englisch: ) sowie die Verwaltung der Chathaminseln (englisch: ) dar. Sie sind für Auckland City mit etwa 420.000, Christchurch mit 345.000 und Manukau mit etwa 330.000, North Shore mit etwa 210.000, gefolgt von Waitakere und Wellington mit je etwa 190.000 Einwohnern.
Wenn in Neuseeland im allgemeinen Sprachgebrauch die Rede von Städten ist, sind meist Ballungsräume gemeint. Offiziell bezeichnet der von der Statistikbehörde Neuseelands festgesetzte Begriff eine städtische Agglomeration, die gesondert statistisch erfasst wird, obwohl sie nicht mit den Grenzen der oben erläuterten Verwaltungseinheiten übereinstimmt. Der bei weitem größte Ballungsraum ist die Metropole Auckland mit knapp 1,4 Millionen Einwohnern. Somit lebt circa ein Drittel der neuseeländischen Bevölkerung in der Stadt, die sich aus den vier größten City Councils der Nordinsel (Auckland City, Manukau, North Shore und Waitakere) zusammensetzt und fast so viel Landfläche einnimmt wie ganz London (sieben Millionen Einwohner). Den zweitgrößten Ballungsraum des Landes bildet schließlich die Hauptstadt Wellington mit etwa 370.000 Einwohnern, die sich aus den Wellington City, Christchurch
Bild:Wellington NZ-cablecar-topview.jpg/'>Das Cable Car in Straßenverkehr die wichtigsten Transportmittel. Für seine geringe Einwohnerzahl gibt es in Neuseeland sehr viele Flughäfen und Flugplätze.
Flugverkehr
Neuseeland gehört zu den Ländern mit den meisten Flughäfen pro Kopf. Im Jahr 2002 gab es im Land 113 asphaltierte und nicht asphaltierte Flugplätze. Der Flughafen Auckland ist mit über 11 Millionen Passagieren pro Jahr bei weitem der größte Flughafen des Landes. Darauf folgen die internationalen Flughäfen von Christchurch und Wellington, die je etwa vier Millionen Passagiere pro Jahr transportieren. Die 1940 gegründete Air New Zealand ist mit Abstand die wichtigste Fluggesellschaft des Landes. Pacific Blue, eine Tochtergesellschaft von Virgin Blue, hat sich auf billige Verbindungen zwischen Neuseeland und Australien spezialisiert, während Freedom Air, eine Tochter der Air New Zealand, als Billigfluggesellschaft Ziele im Inland, nach Australien sowie nach Fidschi anbietet.
Straßenverkehr
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Die Ära des neuseeländischen Straßenbaus begann während der Neuseelandkriege mit der , durch die das Land zu großen Teilen erschlossen wird. Abgesehen von etwa 150 Kilometern an Autobahnen, die sich nahe der drei großen Städte Auckland, Wellington und Christchurch befinden, bestehen selbst die wichtigen Überlandstraßen nicht aus mehr als zwei Fahrspuren. Die State Highways sind nicht höhenfrei und führen durch Ortschaften, wenig befahrene Teilstücke der Highways sind sogar nur Schotterstraßen, und insbesondere über Brücken finden sich immer wieder einspurige Streckenabschnitte. Das gesamte Netzwerk umfasst 92.200 Kilometer, von denen etwa 54.000 asphaltiert sind. In Neuseeland gilt Linksverkehr mit Rechtsvorrang. Das bedeutet, als Linksabbieger muss man dem Rechtsabbieger von der gegenüberliegenden Fahrbahn Vorfahrt gewähren. Innerorts gilt eine Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h, außerorts üblicherweise 100 km/h.
Schifffahrt
Die Schifffahrt in Neuseeland ist sowohl für den Personentransport als auch für den Gütertransport wichtig. Die bedeutendste Schifffahrtslinie für den Personentransport ist der Interislander, eine Fährverbindung, die die Nordinsel (Wellington) mit der Südinsel (Picton) verbindet und pro Jahr etwa eine Million Menschen transportiert. Sie überquert auf ihrer drei Stunden langen Fahrt die nur 35 Kilometer breite Cookstraße (diese Zeit wird benötigt, da das Schiff nicht nur die Cookstrasse, sondern auch den Tory Channel und die Marlborough Sounds durchqueren muss, insgesamt circa 70 km). In Neuseeland existieren 1609 Kilometer an Binnenschifffahrtswegen, die aber in der heutigen Zeit keine Bedeutung mehr haben.Schienenverkehr
Hauptartikel: Eisenbahn in NeuseelandIn der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert wurde im großen Stil damit begonnen, ein ausgedehntes Eisenbahnnetz zu errichten. Dabei wurden neben den drei Hauptstrecken (auf der Nordinsel: North_Island_Main_Trunk und ; auf der Südinsel: ) zahllose private sowie öffentliche Nebenbahnen gebaut, die vom verwaltet wurden.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts wurden in vielen größeren Städten des Landes unzählige Kilometer an Straßenbahnen gebaut, von denen nur noch die in Christchurch als Touristenattraktion besteht.
Bis in die 1950er Jahre waren zumeist Dampflokomotiven im Einsatz, außerdem bestanden einige elektrifizierte Abschnitte. Sukzessive wurden Nebenbahnen geschlossen, zweispurige Linien zu einer Spur zurückgebaut, vorhandene Elektrifizierungen wieder entfernt und Passagierverbindungen eingestellt. Von den 3.900 Streckenkilometern sind etwa 500 km vor allem entlang der North Island Main Trunk elektrifiziert.
Im Jahr 2006 bestehen nur noch drei Personenfernverkehrsverbindungen, die hauptsächlich touristische Bedeutung besitzen: Von Auckland nach Wellington (fährt von Montag bis Sonntag im Sommer, doch nur von Freitag bis Sonntag von Herbst bis Frühling), von Picton nach Christchurch und die Überquerung der Neuseeländischen Alpen von Christchurch nach Greymouth.
Die Bedeutung des Schienenverkehrs für den Gütertransport nimmt in den letzten Jahren wieder zu. Fast das gesamte Netz wurde in der Kapspur, also einer Breite von 1067 mm erstellt.
Nach einer Phase der vollständigen Privatisierung der Eisenbahn befindet sich die Eisenbahninfrastruktur seit 2004 wieder in staatlichem Besitz und ist im Unternehmen zusammengefasst.
In den beiden größten Ballungsräumen, Auckland und Wellington, existieren Grundschule () wechseln. GCSE entspricht. Im darauf folgenden Jahr ist man dazu berechtigt, das dieses Abschlusses zu erhalten, und mit Vollendung des 13. Schuljahres, in der Regel mit etwa 18 Jahren, kann man schließlich den höchsten Schulabschluss erlangen, das des NCEA, oder die , wie der Abschluss seit 2004 heißt. Dieser entspricht dem deutschen PISA-Studien der OECD schneidet Neuseeland regelmäßig relativ gut ab. So kamen die 15jährigen Schüler des Landes in allen drei Testgebieten im Jahr 2000 unter die ersten sechs Plätze.
Zum Tertiärbereich des neuseeländischen Ausbildungssystems gehören alle Bildungseinrichtungen, die sich um die nachschulische Ausbildung bemühen. Insgesamt gibt es in Neuseeland 36 tertiäre Ausbildungseinrichtungen, darunter acht Universitäten (), 21 Semester aufgeteilt. Manche Bildungseinrichtungen bieten auch ein Sommer-Trimester () an. Die älteste Universität Neuseelands ist die Universitäten in Neuseeland
Wirtschaft
Offizielle Währung des Landes ist der Neuseeländische_Dollar (auch ?Kiwi-Dollar?; NZD, NZ$), der in 100 Cent (ct) unterteilt wird. Dieser ersetzte im Jahr 1967 das britische Pfund Sterling. Ab diesem Zeitpunkt werden in Neuseeland Einheiten im Dezimalsystem verwendet. Seit 1999 ist der Kiwi-Dollar nach dem Australischen_Dollar die zweite Währung der Erde, die Kunststoffgeld verwendet; alle Scheine bestehen aus Polypropylen. Im August 2006 wurden wegen steigender Materialkosten und Verwechslungsgefahr kleinere Münzen eingeführt; die bis dahin gültige 50-Cent-Münze zum Beispiel zählte mit einem Durchmesser von 3,2 Zentimetern zu den größten Münzen der Erde.
Wirtschaftsentwicklung
Bis zur ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Neuseeland ein Agrarstaat, in dem der Großteil der Einwohner im primären_Sektor tätig war. Mit Abstand wichtigster Handelspartner war das Vereinigte_Königreich, in das etwa die Hälfte der in Neuseeland produzierten ? meist landwirtschaftlichen ? Güter exportiert wurde. Mit dem EU-Beitritt Großbritanniens im Jahr 1973 änderte sich die wirtschaftliche Situation des Landes grundlegend. Im gleichen Jahr schließlich traf Neuseeland auch noch die weltweite Ölkrise von 1973. Als Folge dieser äußerst negativen Einflüsse stürzte das Land in eine tiefe Wirtschaftskrise. Es dauerte bis 1984, bis die Regierung größere Maßnahmen ergriff.
Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich Neuseeland von einer gelenkten_Volkswirtschaft mit Schwerpunkt Landwirtschaft zu einer liberalisierten Industrienation mit einem freien_Markt, die mit anderen westlichen Nationen konkurrieren kann und zu den am stärksten deregulierten und privatisierten Volkswirtschaften der Welt zählt. Es wurden zahlreiche Subventionen ? auch die Landwirtschaft betreffend ? gestrichen, des Weiteren wurde der gesamte Warenverkehr liberalisiert und das Mitspracherecht des Staates in Bezug auf Löhne, Zinsen sowie Preise für Güter und Dienstleistungen aufgegeben. Durch eine sparsame Finanzpolitik und große Bemühungen, das Haushaltsdefizit zu verringern, konnte die Inflationsrate von 18 % im Jahr 1987 auf 3,9 % im Jahr 2005 reduziert werden. Zusätzlich wurden in den 1980er und 1990er Jahren fast alle Staatsbetriebe umstrukturiert und privatisiert. Ein Beispiel dafür sind der gesamte Zugverkehr, der seit 1995 von Tranz Rail betrieben wird (wegen des schlechten Zustands der Gleise und Bahnhöfe wurde zumindest das Schienensystem 2004 aber wieder renationalisiert), oder die neuseeländische Telekom. Durch die intensive Liberalisierungspolitik stieg die Arbeitslosigkeit im Land auf neue Höchststände, was wiederum die Notwendigkeit eines Wohlfahrtsstaates erhöhte. Die Arbeitslosenquote stieg aufgrund verschiedener Maßnahmen kurzfristig zwar bis auf 15 %, Ende 2004 betrug sie allerdings nur noch 3,6 %, der niedrigste Wert innerhalb der OECD. Die Inflationsrate lag bei 2,4 %, das Wirtschaftswachstum betrug von Juli 2003 bis Juni 2004 4,4 %. Da viele Reformen wegen der geringen Einwohnerzahl des Landes schnell umgesetzt werden konnten, führten diese zu einem ungeahnten Wirtschaftsboom in Neuseeland. Einer der Gründe, die den Wirtschaftsaufschwung dämpfen, sind infrastrukturelle Defizite (Schienenverkehr, Energieversorgung).
Bodenschätze
Neuseeland ist relativ arm an Bodenschätzen. An Metallen werden lediglich Eisensand, Gold und Silber abgebaut. Obwohl das Land auch über Bauxit-, Kupfer-, Chromeisenstein-, Cinnabarit-, Kassiterit-, Ilmenit-, Scheelit- und Uranvorkommen verfügt, werden diese nicht oder nicht mehr abgebaut, entweder weil die Vorkommen zu gering sind oder weil der Import günstiger ist. An fossilen Energieträgern verfügt Neuseeland über Braun- und Steinkohlevorkommen, wobei auf der Nordinsel Steinkohle dominiert, die Südinsel verfügt über beide Formen. Insgesamt verfügt das Land über 8,6 Milliarden Tonnen Braunkohle, von denen sich etwa ein Drittel in existierenden Minen hauptsächlich auf der Südinsel befindet. Die Braunkohle stellt mehr als drei Viertel der Gesamtressourcen. Die bedeutendsten Erdöl- und Erdgasfelder befinden sich im Taranaki-Becken in der Tasmanischen_See nahe der Stadt New Plymouth. Etwa die Hälfte des Erdgases fließt in den petrochemischen Sektor und wird zum Beispiel zur Erzeugung von synthetischem Benzin verwendet, ein Viertel wird zur Energieerzeugung benutzt, und der Rest geht an Privathaushalte und Firmen. Darüber hinaus werden noch Tonmineral und Kalkstein abgebaut.
Landwirtschaft
-Produzent der Erde]]
Seit Beginn der europäischen Besiedlung ist die Landwirtschaft in Form der Schafzucht ein wichtiges Standbein der neuseeländischen Gesellschaft. Zunächst dienten Schafe ausschließlich als Wolllieferant, seit den 1880er Jahren, als der Export per Kühlschiff möglich wurde, zusätzlich als Fleischlieferant. Zwischenzeitlich hatte Neuseeland in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts einen Goldrausch auf der Südinsel und eine Wirtschaftskrise wegen einbrechender Wollpreise miterlebt. Dennoch blieb die Landwirtschaft über lange Zeit der bedeutendste Wirtschaftszweig. Neben der Schafzucht spielen auch Obst- und Gemüsebau eine große Rolle in der neuseeländischen Landwirtschaft. Innerhalb des 20. Jahrhunderts wurde in Neuseeland der Anbau von vier Kulturpflanzen gestartet, die mit unterschiedlichem Erfolg auf den Weltmarkt gebracht wurden: Macadamiapflanzen, Heidelbeer- und Kiwisträucher sowie Avocadobäume. Unter ihnen war zweifellos die Kiwifrucht am erfolgreichsten. Die ursprünglich aus China stammende Pflanze wird seit den 1980er Jahren auch in anderen Teilen der Erde im großen Stil angebaut. So ist heute (2005) Italien der mit Abstand größte Produzent der Kiwifrucht und verdrängte Neuseeland auf Platz zwei. Wichtigster Handelspartner für Molkereiprodukte, Obst und Früchte war trotz der großen Entfernungen Großbritannien. Ein Großteil der abgeholzten Gebiete dient als Weideland.
Siehe auch: Weinbau in Neuseeland
Tourismus
Von besonderer Bedeutung für die neuseeländische Wirtschaft ist auch der Tourismus. So gaben im Jahr 2002 nach offiziellen Angaben des neuseeländischen Tourismusministeriums ausländische Touristen über 6,1 Milliarden NZ-Dollar im Land aus. Direkt oder indirekt hängt nach Schätzungen der neuseeländischen Regierung jede zehnte Arbeitsstelle im Land vom Tourismus ab.
Die Grundlage des neuseeländischen Tourismus bilden die Vielfalt der Landschaften ? Küsten, Seen und Fjorde, Hochgebirge und Gletscher, Vulkane und heiße Quellen ?, die ebenso üppige wie fremdartige Vegetation im Bush- wie im Tussockgrass-Country, die Nationalparks auf Nord- und Südinsel, in den Waldgebieten wie im Hochgebirge, die gut ausgebaute Infrastruktur und die aufgeschlossenen Bewohner Neuseelands.
Neuseeland zählt mehr als zwei Millionen Touristen pro Jahr und wird oft als sauberer und grüner Abenteuerspielplatz (englisch: ) bezeichnet. Bis vor einigen Jahren war der durchschnittliche Neuseeland-Urlauber Rucksacktourist oder Bungeespringer. Obwohl der Abenteuertourismus immer noch eine extrem bedeutende Rolle einnimmt, bemüht sich die neuseeländische Reiseindustrie seit einiger Zeit auch verstärkt um Kurzurlauber mit hohem Budget, die sich als ?interaktive Reisende? sehen. Die Tage der europäischen Abenteuertouristen sind nicht gezählt, aber es gibt eine klare Tendenz zu einem ?luxuriösen Neuseeland?. Bislang wurden von Qualmark, Neuseelands offiziellem Bewertungsservice für Unterkünfte, über 160 Hotels mit fünf Sternen ausgezeichnet. Diese Entwicklung findet in den Kreisen von Abenteuerurlaubern und Rucksacktouristen allerdings immer mehr Kritik, da das Land angeblich immer weiter zu einem Pauschal-Urlaubsziel werde. Es ist zwar nicht zu erwarten, dass der Tourismus in Neuseeland in den nächsten Jahren abnimmt, allerdings werden vermutlich in einigen Jahren wesentlich weniger Abenteuerurlauber das Land besuchen.
Die Neuseeländische Regierung erteilt für viele Staatsangehörige westlicher Länder sogenannte "Work & Travel" Visa. Mit einem solchen Visum ist der Reisende berechtigt sich bis zu zwölf Monate im Land aufzuhalten und zu arbeiten. Man bekommt ein Work & Travel Visum oder auch "Working Holiday Scheme" genannt, allerdings nur einmal in seinem Leben. Die Australische Regierung vergibt ähnliche Aufenthaltserlaubnisse.
Ein solches Visum wird von sehr vielen Europäern und Nordamerikanern genutzt um eine mehrmonatige Reise durch das Land zu unternehmen und sich zwischendurch mit Jobs wie z.B. Erntehelfer die Reisekasse aufzubessern.
Die meisten Touristen kommen an den internationalen Flughäfen in Auckland, Wellington, Christchurch und Queenstown an. Die beliebtesten Reiseziele sind Rotorua, die Waitomo Caves, die Coromandel_Peninsula, das Fiordland mit dem Milford Sound, Queenstown, Auckland, die Bay of Islands, Dunedin und die Hawke?s Bay.
Außenhandel
Nach dem EU-Beitritt Großbritanniens und der damit gesunkenen Nachfrage nach landwirtschaftlichen Produkten musste Neuseeland nach neuen Märkten Ausschau halten. Mittlerweile sind Australien, China, Japan sowie die ostasiatischen Tigerstaaten die wichtigsten Handelspartner des Landes. Die Wirtschaftskrise in Ostasien 1998/99 hat daher auch Neuseeland einigermaßen schwer getroffen. Neuseeland weist schon seit langer Zeit eine negative Handelsbilanz auf, die etwa 8 % des gesamten BIP darstellt. Alle Exporte Neuseelands beliefen sich im Jahr 2005 auf 29,2 Mrd. US-Dollar, die gesamten Importe auf 35,8 Mrd. US-Dollar. Die wichtigsten Ausfuhrindustrien des Landes sind die Agrarwirtschaft, Gartenbau, Fischerei und die Forstwirtschaft. Weiterhin besitzt Neuseeland nennenswerte produzierende Tourismus- und Dienstleistungsindustrien. Wichtige Einfuhrprodukte sind Automobile, Traktoren, sonstige technische Geräte sowie medizinische Produkte. Deutschland nimmt als Importpartner mit einem Anteil von 5,2 % den fünften Rang ein.
Australien ist vor allem auch in wirtschaftlicher Hinsicht der wichtigste Partner Neuseelands. So besteht zwischen beiden Ländern seit 1983 eine 24 Millionen Menschen umfassende Freihandelszone mit dem Namen Closer Economic Relations, die in den darauf folgenden Jahren immer weiter geöffnet und auf fast alle wirtschaftlichen Bereiche ausgeweitet wurde. In Zukunft soll ein gemeinsamer Binnenmarkt Realität werden und zum Beispiel auch Steuern vereinheitlicht werden.
Seit 2000 existiert auch mit Singapur eine Freihandelsvereinbarung. Diese wurde 2005 um Chile und Brunei erweitert und ist nun unter dem Namen P4 Agreement (P4-Abkommen) bekannt. Neuseeland sucht weiter nach ähnlichen Abkommen im pazifischen Raum. Seit 2005 werden Verhandlungen über eine Freihandelszone mit China geführt.
Energieversorgung
Neuseelands]]
Über 75 % des Elektrizitätsbedarfs Neuseelands wird durch erneuerbare Energien gedeckt. Während der bei 67 % (1998) liegende Anteil der Wasserkraft vornehmlich auf der Südinsel produziert wird, ist die Energieerzeugung durch die Geothermie, die bei etwa 6,5 % (1998) liegt, ausschließlich auf die Nordinsel begrenzt. Den größten fossilen Brennstoff bildet Erdgas, das etwa 22 % (1998) des Stromverbrauchs des Pazifikstaates deckt. Weitere wichtige Brennstoffe sind Kohle (hauptsächlich Braunkohle) und Grubengase. Obwohl das Land über eigene Gasfelder verfügt, ist Neuseeland nicht unabhängig von anderen Fördergebieten der Erde, da das meiste Öl als Kraftstoff für Autos importiert werden muss. Eine immer wichtiger werdende Rolle spielt neben der Solarenergie und der Energiegewinnung aus Biomasse auch die Windenergie.
In den 1960er Jahren bestanden zwar Pläne zum Bau von Atomkraftwerken in Neuseeland, die aber nach der Entdeckung großer Kohlelagerstätten und Gasfelder 1972 schließlich verworfen wurden. In den folgenden Jahrzehnten wurde die Wasserkraft immer mehr ausgebaut, und Neuseeland wurde zu einem ?Vorzeigeland? mit einem grünen, sauberen Image. Der gestiegene Verbrauch wurde über Jahre hinweg mit dem Ausbau von Gaskraftwerken kompensiert. Da aber Neuseelands Erdgasvorräte endlich sind, die Wasserkraft relativ ausgenutzt ist und aus Umweltschutzgründen nur ungern noch mehr Kohle verwendet wird, werden Überlegungen laut, den für Neuseeland geltenden, im Gesetz seit 1987 festgeschriebenen Status einer ?nuklearfreien Zone? zu überdenken und über die Errichtung eines kleinen Atomreaktors nördlich von Auckland, das zum Teil schon unter Energiemangel leidet, zu errichten.
Der gesamte Stromverbrauch Neuseelands liegt bei etwa 37 Terawattstunden. Der durchschnittliche Energieverbrauch pro Kopf beläuft sich auf relativ hohe 9088,00 kWh (zum Vergleich Deutschland: 6742,00 kWh; Stand: jeweils 2002), was sich zum Teil auf die ? für mitteleuropäische Verhältnisse ? sehr niedrigen Strompreise (13,5 NZct/kWh; zum Vergleich Deutschland: 24,3 NZct/kWh; Stand: jeweils 1998) zurückführen lässt.
Staatsausgaben für Gesundheit, Bildung und Verteidigung
Zwischen 1992 und 2000 lag der Anteil der Staatsausgaben für
* das Gesundheitswesen bei 17 %
* das Bildungswesen bei 16 %
* das Militär bei 3 %
Kultur
Seit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts prägten größtenteils die europäischen Einwanderer die Kultur Neuseelands. Die meisten Immigranten wanderten aus dem ?Mutterland? Großbritannien ein. Dabei gibt es bedeutende regionale Unterschiede: Der Südteil der Südinsel zum Beispiel ist vornehmlich schottisch geprägt. So soll es in Neuseeland mehr Dudelsäcke geben, als im Ursprungsland dieses Instruments. In den letzten Jahrzehnten erlebte schließlich auch die M?ori-Kultur einen Aufschwung. Außerdem verzeichnete das Land große Einwanderungsströme von den Pazifischen Inseln und ? vor allem in den letzten Jahren ? aus Süd-, Ost- und Südostasien. Diese ethnischen Gruppen leben hauptsächlich im Süden des Großraums Auckland. Folglich treffen in Neuseeland verschiedenste Kulturen aus dem pazifischen Raum auf die westliche Lebensweise Großbritanniens, zu dem das Land immer noch eine starke Bindung hat.
In Neuseeland gilt das metrische_System.
Feiertage
Neben diesen landesweiten Feiertagen wurden 1981 die eingeführt, deren Datum jede (historische) Region Neuseelands selbst festlegen kann. Mit diesen Feiertagen wird an die Gründung der Provinz oder die Ankunft der ersten Siedler in dem bestimmten Gebiet erinnert.Medien
Am 18. April 1840 wurde mit der New Zealand Gazette die erste neuseeländische Zeitung veröffentlicht. Heute beherrscht der zur australischen APN News & Media-Gruppe gehörige New_Zealand_Herald aus Auckland mit einer täglichen Auflage von etwa 200.000 Exemplaren den neuseeländischen Zeitungsmarkt. Dieser wird gefolgt von der erst im Jahr 2002 aus einer Fusion entstandenen Dominion_Post mit Sitz in Wellington (tägliche Auflage: 100.000 Exemplare) sowie von The Press aus Christchurch mit etwa 90.000 Exemplaren täglich. Letztere gehören beide zur auch in Australien tätigen Fairfax Group.
Seit 1925 wurde an der Entwicklung eines landesweit empfangbaren Radiosenders gearbeitet. Dieses Vorhaben war bis etwa 1936 abgeschlossen. Seit 1962 war nicht mehr direkt die Regierung, sondern die New Zealand Broadcasting Corporation (NZBC) für die Verwaltung der öffentlichen Sendestationen des Landes zuständig. Seitdem wurden die Zuständigkeiten oft neu gegliedert, doch ein unkommerzielles Sendeschema blieb integraler Bestandteil von Radio New Zealand, das seit 1995 ein eigenständiges Unternehmen ist, jedoch weiterhin eine Crown Entity darstellt. Neben Radio New Zealand, das zahlreiche landesweite Radiosender betreibt, existieren zahllose private Sendestationen.
Im Fernsehbereich war Neuseeland ein Spätzünder. Nachdem die BBC in Großbritannien schon im Jahr 1936 ihren Betrieb aufnahm, folgten die USA nur drei Jahre später mit der NBC. Das erste offizielle Fernsehprogramm in Neuseeland wurde ab dem 1. Juni 1960 ausgestrahlt und nur in Auckland empfangen. In den folgenden Jahren wurde der Empfang auf den größten Teil des Landes ausgeweitet. Weitere Meilensteine im neuseeländischen Rundfunkbereich folgten 1971, als das Land erstmals Zugang zu Satelliten hatte und somit in der Lage war, Live-Sendungen aus allen Teilen der Erde zu empfangen, und 1974, als das Farbfernsehen wegen der in Christchurch stattfindenden Commonwealth Games eingeführt wurde. Neben den beiden nationalen Sendestationen TV One und TV2 wurden seit der Deregulierung 1989 einige private Sender eingeführt: Die zum CanWest-Konzern gehörigen TV3 und C4 und zu guter letzt Prime TV. Des Weiteren gibt es zwei Pay-TV-Anbieter. Seit 2004 gibt es einen nationalen Sender, der überwiegend in M?ori sendet. Das auf der digitalen DVB-Technik basierende, frei_empfangbare FreeView soll Platz für 18 Sender bieten und das analoge Fernsehen bis spätestens 2016 ablösen. Die 1960 eingeführten Rundfunkgebühren wurden 1999 abgeschafft.
siehe auch: Liste neuseeländischer Hörfunkprogramme
Film
In den letzten Jahren ist Neuseeland, nicht zuletzt durch den weltweiten Erfolg der mit siebzehn Oscars prämierten Trilogie ?Der_Herr_der_Ringe? (; Regie: Peter Jackson), zu einem bekannten Filmland geworden. Neuseeländische Regisseure sind jedoch bereits seit vielen Jahren auch international tätig: So wurde in Cannes bereits 1984 das Erstlingswerk ?Vigil? von Vincent Ward gezeigt. Im Jahr 1986 lief der Science-Fiction-Film ?Quiet_Earth_? Das_letzte_Experiment? (Regie: Geoff Murphy) in deutschen Kinos.
In den 1990er Jahren erzielten erstmals auch Filme, die neuseeländische Themen zum Gegenstand haben, internationale Erfolge. Herausragend war dabei das mit drei Oscars und der Goldenen_Palme preisgekrönte Drama ?Das Piano? der Regisseurin Jane Campion. Etwa zur gleichen Zeit erschienen auch Peter Jacksons Film ?Heavenly Creatures? sowie Lee Tamahoris Romanverfilmung ?Die letzte Kriegerin? (??). Zu den bekanntesten Filmen der letzten Jahre gehört der ebenfalls auf einem Roman basierende Film ?River Queen? von Vincent Ward.
Die international sehr erfolgreiche Fantasy-Serie ?Xena_? Warrior_Princess? (1995?2001) wurde in Neuseeland gedreht. Die Hauptdarstellerin Lucy Lawless ist gebürtige Neuseeländerin.
Zu den neuesten Filmen neuseeländischer Regisseure zählen ?King_Kong? (Regie: Peter Jackson) und ?Die Chroniken von Narnia: Der König von Narnia? (Regie: Andrew Adamson). Für die Spezialeffekte in zahlreichen internationalen Produktionen sorgt der in Wellington ansässige Weta Workshop. Neuseeland dient auch in verschiedenen Filmen als Kulisse, so beispielsweise in Vertical Limit und Last Samurai.
Literatur
Hauptartikel: Neuseeländische Literatur
Die M?ori besitzen eine ausgeprägte Erzählkultur mit zahlreichen Sagen und Geschichten, die rein mündlich weitergegeben wurden. Seit der Verschriftlichung der Sprache wurden viele von ihnen niedergeschrieben; sie sind teilweise auch in deutscher Übersetzung erschienen. Wichtige Motive der Mythen sind unter anderen die Entstehung der Welt sowie Neuseelands. Letztere ist untrennbar verbunden mit der Geschichte des Halbgottes Maui, der Neuseeland aus dem Meer angelte. Andere Geschichten erzählen von der Reise Kupes, der Neuseeland für die Menschen aus Hawaiki entdeckte, und der Besiedlung des Landes, aber auch vom Leben der M?ori im modernen Neuseeland. Einer der bedeutendsten M?ori-Autoren der Gegenwart ist Witi Ihimaera. Weitere bekannte Autoren, die M?ori-Themen verarbeiten, sind Keri Hulme, Patricia Grace und Alan Duff.
Auch wenn Veröffentlichungen in der Sprache M?ori zunehmen, ist ein Großteil der neuseeländischen Literatur in Englisch geschrieben. Die frühesten Schriftstücke über Neuseeland sind die Berichte der europäischen Entdecker, insbesondere die Tagebücher von James Cook, die er bei seinen drei Reisen in den Pazifik führte, sowie der Reisebericht von Georg_Forster, der Cook auf dessen zweiter Pazifik-Reise begleitete. Als neuseeländische Autoren werden häufig auch Einwanderer, die im Ausland geboren wurden, und Staatsbürger, die ausgewandert sind, miteingerechnet. Zu letzteren zählt unter anderen Katherine Mansfield. Eine der bekanntesten englischsprachigen Autorinnen Neuseelands ist Janet Frame.
Sport
Siehe auch: Rugby Union in Neuseeland
In Neuseeland spielt Sport eine sehr große Rolle. Durch seine gemeinsame Geschichte mit Großbritannien gehört Neuseeland in den wichtigsten Sportarten des Commonwealth ? Rugby, Cricket, Softball und Netball ? zur Weltspitze.
Nationalsportart des Landes ist Rugby Union. Die neuseeländische Nationalmannschaft heißt aufgrund ihrer durchgehend schwarzen Spielkleidung All_Blacks. Sie sind für den Haka bekannt, einen auf die M?ori zurückgehenden Kriegstanz, der vor jeder Partie zelebriert wird, um so dem Gegner Furcht einzuflößen. Traditionell wird der Haka von einem Spieler maorischer Abstammung geführt. Auch in anderen Sportarten wird der Haka gezeigt, so zum Beispiel beim Basketball oder beim Softball. Die ?All Blacks? spielen zusammen mit den Wallabies (Australien) und den Springboks (Südafrika) um den Tri_Nations_Cup. In der Super 14-Liga spielen die vierzehn besten Rugby-Mannschaften aus diesen drei Ländern um den Sieg. Die neuseelandweite Rugby Union-Liga heißt Air New Zealand Cup. Trotz der geringen Einwohnerzahl des Landes stehen die ?All Blacks? zur Zeit (2006) auf Platz Eins der Weltrangliste. In diesem Jahr haben sie unter anderem den Tri-Nations-Cup, alle drei Spiele gegen die British and Irish Lions (All-Star Auswahl der Länder der britischen Inseln) auf deren Tour nach Neuseeland und zudem den Grand Slam, also auf der traditionellen Europatour im Herbst alle Spiele gegen die Länder der britischen Inseln, gewonnen.
Eine immer beliebter werdende Mannschaftssportart des Landes ist Fußball. Mit den New Zealand Knights stellt das Land sogar einen Verein der neu geschaffenen australischen A-League. Ansonsten wird diese Sportart zwar oft im Amateur-Bereich gespielt, doch nicht professionell. Darüber hinaus gehört Neuseeland zu den führenden Nationen beim Segeln. 1995 und 2000 gewann das Team New Zealand unter Skipper Russell Coutts den America's Cup. Des Weiteren gehören zahlreiche verschiedene Wassersportarten, zum Beispiel Surfen oder Rudern, Golf, Tennis sowie eine Vielzahl an Wintersportarten, zum Beispiel Curling, Ski_fahren oder Snowboarden, zu den in Neuseeland beliebten Freizeitaktivitäten.
Neuseeland hat zusammen mit Australien eine erstaunlich lebendige Motorsportszene und stellt mit Denis Hulme einen Formel-1-Weltmeister. Bekannter jedoch ist wahrscheinlich der Neuseeländer Bruce McLaren, der im Jahr 1966 das bis heute in der Formel 1 bestehende McLaren-Team gründete. Außerdem gewinnt Neuseeland regelmäßig eine ? für seine geringe Einwohnerzahl ? relativ hohe Anzahl an Medaillen bei den Olympischen_Sommerspielen sowie bei den Commonwealth Games.
Deutschsprachige Persönlichkeiten in Neuseeland
Die Entwicklung Neuseelands haben immer wieder deutschsprachige bzw. deutschstämmige Personen entscheidend mitgestaltet.
Bereits im Zuge der ersten Besiedlung Neuseelands erreichten zahlreiche Deutsche, Österreicher und Schweizer das andere Ende der Welt. Die Auswanderer wurden von der New Zealand Company vor allem in Norddeutschland geworben. Während des 19. Jahrhunderts bildeten deutschstämmige Menschen nach Briten die zweitgrößte ethnische Gruppe, die in den Pazifikstaat immigrierte. Sie ließen sich zunächst in der Region um Russell im Norden Neuseelands, auf der Banks Peninsula (?German Bay?) im Südosten des Landes, später auch in der Nähe von Nelson im Zentrum des Staates nieder. Viele Ortsnamen zeugen noch heute aus der Zeit der frühen deutschen Einwanderung nach Neuseeland. Der Begriff ?Neudorf? zum Beispiel für ein weltweit anerkanntes Weingut nordwestlich von Nelson.
Personen deutschsprachigen Ursprungs sind unter anderen:
Julius von Haast (1822?1887): Mineraloge und Geologe, kartografierte als Regierungsgeologe weite Teile des Landes. Benannte 1865 den Franz Joseph Glacier nach dem damaligen österreichischen Kaiser Franz_Joseph_I.. Der Haast Pass, die südlichste Überquerung der Südalpen, ist nach ihm benannt, ebenso der Haastadler.
Ferdinand von Hochstetter (1829-1884): Geologe und Naturforscher, fertigte erste geologische Karte des Landes an, eine Art der Neuseeländischen_Urfrösche, der Leiopelma hochstetteri sowie der Berg Hochstetter Peak wurden nach ihm benannt.
David Lange (1942?2005): ehemaliger Premierminister (1984?1989)
Friedensreich Hundertwasser (1928?2000): verbrachte seine letzten Lebensjahre im Northland, in Kawakawa existiert eine öffentliche Toilettenanlage im Hundertwasser-Stil
Georg Wilhelm von Zedlitz (1871?1949): erster Professor für moderne Sprachen an der Victoria-Universität Wellington; heute ist dort ein Gebäude nach ihm benannt
Ernst Dieffenbach (1811?1855): Erstbesteiger des Taranaki
Gustavus Ferdinand von Tempsky (1828?1868): ehemaliger preußischer Offizier; Gründer der ?Forest Ranger? und einer der rücksichtslosesten Verfolger der M?ori
Karl Wolfskehl, Dichter jüdischer Herkunft
Karl Popper (in Neuseeland 1937 - 1945)
Literatur
* Tom Brooking (Hg.) The history of New Zealand Westport, Conn.: Greenwood Press 2004, ISBN 0-313-32356-9
* Michael King The Penguin History of New Zealand Penguin Books, Auckland 2003 ISBN 0-143-01867-1
* Paul Smitz und andere: New Zealand. Lonely Planet Publications, Footscray (Victoria), Australien 2004, ISBN 1-740-59766-4 - Englischsprachiger Reiseführer, der oftmals als der Standard für Neuseeland beurteilt wird
* Dr. Jane Kelsey: The New Zealand Experiment: A World Model for Structural Adjustment Auckland University Press, Auckland 2004 ISBN 1-869-40179-4 - Kritische Betrachtung der wirtschaftlichen Entwicklung Neuseelands
Weblinks
• Neuseeländisches Regierungsportal (Englisch, M?ori)• Neuseeländische Botschaft in Berlin
• Offizielles Wirtschafts- und Tourismusportal (Englisch, Tourismus auch Deutsch)
• Offizielle Enzyklopädie Neuseelands (Englisch, M?ori)
• Länder- und Reiseinformationen des Reiseinformationen des BMaA
• Reiseinformationen des EDA
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lij:Neuva Selanda
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