Kattowitz
[], tsch. Katovice) ist die Hauptstadt der polnischen Woiwodschaft Schlesien. Die mit rund 320.000 Einwohnern größte Stadt der Woiwodschaft liegt rund 70 km nordwestlich von Krakau im Oberschlesischen Steinkohlebecken und bildet das Zentrum einer Metropolregion, in der fast 3,5 Millionen Menschen leben. Im Oberschlesischen_Industriegebiet um Kattowitz gibt es reichhaltige Kohle- und Erzlagerstätten. Die Stadt ist eine der wichtigsten und florierendsten Wirtschaftsstandorte Polens, wobei die wirtschaftliche Bedeutung der Bergwerke und Schwerindustrie immer mehr zugunsten der Elektroindustrie und Informationstechnik abnimmt.Kattowitz, das von 1953 bis 1956 den Namen Stalinogród trug, ist Universitätsstadt, katholischer_Erzbischofs- sowie evangelisch-augsburgischer_Bischofssitz und kreisfreie Stadt. Von 1922 bis 1939 war Kattowitz Hauptstadt der Autonomen_Woiwodschaft_Schlesien, 1941 wurde es Hauptstadt des Gaus Oberschlesien und nachfolgend wieder Hauptstadt der Woiwodschaft. Die Einwohnerzahl von Kattowitz überschritt 1924 die Grenze von 100.000, wodurch es zur Großstadt wurde.
Geografie
Geografische Lage
Kattowitz liegt etwa 260 Kilometer südöstlich von Warschau. Die Ost- sowie die Westgrenze Polens liegen jeweils etwa 300 Kilometer entfernt. Betrachtet man die Nähe von Kattowitz zu europäischen Hauptstädten, so liegt die Stadt rund 500 km südöstlich von Berlin, 450 Kilometer östlich von Prag und etwa 400 Kilometer nordöstlich von Wien. In der Woiwodschaft Schlesien ist Kattowitz eher zentral gelegen, liegt jedoch im äußersten Osten der historischen Region Oberschlesien. Die Stadt und ihr Umland ist auf einer von Beuthen bis nach Kattowitz reichenden Hochebene gelegen, die reiche Steinkohlevorkommen besitzt und einen Teil des Schlesischen Hochlandes (Wy?yna ?l?ska) darstellt. Dies ist auch die Übergangszone der Beskiden zu den polnischen Mittelgebirgen. Von der Höhenlage ergeben sich in Kattowitz somit Werte zwischen 266 und 352 m ü. NN. Die wichtigsten Flüsse, die die Stadt durchziehen, sind die Rawa, die in Ost-West-Richtung entlang der alten Eisenbahnstrecke durch die Stadt fließt, und die Klodnitz, die südlich der Innenstadt nahe dem Ortsteil Brynów entspringt und dann im Westen das Stadtgebiet in Richtung Ruda ?l?ska verlässt.
Ausdehnung des Stadtgebiets
Das Stadtgebiet von Kattowitz hat eine Fläche von 164,6 km², von der etwa 40 % Wälder einnehmen, weitere 20 % sind Grünflächen, womit Kattowitz zu den grünsten Städten Polens zählt. Wegen der Größe des Stadtgebiets ergeben sich auch Unterschiede in der Flächennutzung. Die größten bebauten Flächen dehnen sich in Bogenform von Südwesten bis nach Norden zur Innenstadt und weiter Richtung Nordosten aus. Im Osten, aber vor allem im Südosten befinden sich ausgedehnte Waldgebiete und nur vereinzelt Siedlungen.
Stadtgliederung
Seit dem 29. September 1997 besteht Kattowitz offiziell aus fünf Stadtbezirken (zespo?y dzielnic), die wiederum in 22 Stadtteile (dzielnice) gegliedert sind.Zusammen stellt PiS 5 Abgeordnete, PO 6 und SLD einen Abgeordneten.
Senatoren des Wahlkreises Kattowitz
Krystyna Bochenek, PO (wiedergewählt)
Bronis?aw_Jan_Korfanty, PiS, Wojciech Korfantys Großneffe
Kazimierz Kutz, unabhängig (wiedergewählt)
Bürgermeister
Die Kattowitzer_Bürgermeister nannten sich zu deutscher Zeit Oberbürgermeister (1866?1920 und 1939?1945). In der Zwischenkriegszeit (1922?1939) und in der Nachkriegszeit bis 1950 regierten sie als Stadtpräsidenten (prezydent miasta), um sich seit dem 24. März 1950 als Vorsitzende des Stadtrats zu bezeichnen. Am 1. Januar 1974 wurde die Präsidentenfunktion wieder eingeführt und blieb auch nach der ersten demokratischen Selbstverwaltungswahl in Polen am 27. Mai 1990 bestehen. Seit dem 3. November 1998 ist Piotr Uszok Bürgermeister und wurde 2002 wiedergewählt.
Wappen
'Vereinigte Staaten, Alabama) seit 1990Köln (Deutschland) seit 1991
Saint-Étienne (Frankreich) seit 1991
Odense (Dänemark) seit 1992
Groningen (Niederlande) seit 1992
Ostrava (Tschechien) seit 1996
Kultur und Sehenswürdigkeiten
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Museen
* Das bekannteste Museum der Stadt Kattowitz ist das Schlesische_Museum (Muzeum ?l?skie). Das Museum wurde kraft des Beschlusses des Schlesischen_Parlamentes (Sejm ?l?ski) am 23. Januar 1929 gegründet. Anfangs wurden die Exponate im Gebäude des Schlesischen Parlamentes ausgestellt, gleichzeitig wurde jedoch mit der Errichtung des modernen, repräsentativen Neubaus, nach dem Projekt des Kattowitzer Architekten Karol Schayer, für das Museum begonnen. Dieses Gebäude wurde am 8. September 1939 als Symbol der Autonomieanstrengungen Schlesiens und des Polentums von den Deutschen dem Erdboden gleichgemacht, wobei die heilgebliebenen Exponate nach Beuthen in das dort befindliche Oberschlesische Museum geschafft wurden. 1984 wurde das Schlesische Museum neugegründet. Als dessen vorläufiges Quartier wurde ein repräsentatives Neurenaissancegebäude, das ehemalige Grand Hotel Wiener, an der al. Korfantego 3 gewählt. Heute gehören zu seinen Sammlungen vor allem ethnologische und archäologische Exponate, die mit der Stadt und der Region Oberschlesien zusammenhängen. Außerdem befindet sich im Museum eine Gemäldegalerie der polnischen Malerei des 19. und 20 Jahrhunderts, die schon im Gründungsjahr 250 Kunstwerke zählte. Darüber hinaus ist das Museum Ort verschiedener Wanderausstellungen, die thematisch auch andere Regionen betreffen.
* Das in seiner heutigen Form 1981 gegründete Museum der Stadtgeschichte (Muzeum Historii Katowic) befindet sich in einem sehenswerten Jugendstilbürgerhaus aus dem Jahre 1908 an der ul. Szafranka 9. Die wichtigste Dauerausstellung behandelt anhand zahlreicher bebilderter Stellwände, originaler Dokumente und ethnologischer Ausstattungsstücke die Geschichte der Stadt von 1299 bis 1990. Darüber hinaus verdienen die über 30 im Museum befindlichen Porträts von Stanis?aw Ignacy Witkiewicz und Holzschnitte Pawe? Stellers Beachtung. Ein ganzes Stockwerk des Gebäudes wird von zwei Wohnungen eingenommen, die noch in ihrer alten Raumaufteilung erhalten sind. Die Ausstattung dieser Wohnungen wurde durch Mobiliar anderer Kattowitzer und oberschlesischer Bürgerhäuser ergänzt. Die Räumlichkeiten dokumentieren das Leben in einer typischen mittelständischen sowie einer großbürgerlichen Wohnung in Kattowitz um die Jahrhundertwende. Ergänzt werden die Museumsbestände durch historische Fotografien und Postkarten von Kattowitz und Porzellan der Firma Giesche.Vgl. http://www.mhk.katowice.pl/niem/index.html
* Als Zweigstelle des Schlesischen Museums 1990 gegründet, hat sich das Museum der polnischen Bühnenbildner (Centrum Scenografii Polskiej) am Platz Sejmu ?l?skiego 2 durch Ausstellungen im Ausland einen internationalen Ruf erworben. Das Museum ist das einzige in Polen, das ausschließlich Requisiten ausstellt, von denen über 7000 zu besichtigen sind.
* Südlich der Christkönigskathedrale befindet sich im Erzbischöflichen Palast an der ul. Jordana 39 das Erzdiözesanmuseum. Eröffnet wurde das Museum, in dem Werke der oberschlesischen Kirchenkunst ausgestellt werden, 1983. Besonders wertvoll sind die gotischen, polychromierten Madonnenfiguren, die, wie die anderen Exponate, aus Kirchen der Umgebung stammen. Daneben finden in der 1987 eröffneten Fra Angelico-Galerie Wanderausstellungen zum Thema Kirchenkunst statt.
* Das Pawe?-Steller-Museum an der ul. Andrzeja 13 setzt sich mit dem Leben des polnischen Malers und renommierten Holzschnitzers Pawe? Steller auseinander, der viele Jahre seines Lebens in Kattowitz verbrachte.
* In Europa einmalig ist das 1975 eröffnete Museum des Rechts und der Juristen in Polen (Muzeum Prawa i Prawników Polskich) an der ul. Andrzeja 19. Über 2000 Ausstellungsstücke veranschaulichen die Geschichte der polnischen Rechtsanwälte vom 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart und im Zweiten Weltkrieg. Zu den Sammlungen gehören Exponate wie ein Buch der Gesetze und Privilegien des Königreichs Polen von 1739 oder eine Klageschrift von 1756.
* Im Kattowitzer Stadtteil Panewnik bei Ligota befindet sich an der ul. Panewnicka 76 das Missionsmuseum der Franziskaner. Es wird von den Franziskanern des nahegelegenen Franziskanerklosters geleitet und hat das Wirken des Ordens zum Thema.Vgl. http://www.misje-ofm.org.pl/misje2003/muzeum%20misyjne.html
* In der Kolonie Giszowiec befindet sich am Marktplatz 3-3a (Plac pod Lipami) das Heimatmuseum Izba ?l?ska. Es wurde in einem alten Werkswohnhaus eingerichtet und dient als Kulturhaus für oberschlesische Traditionen. Dementsprechend wurde auch das Innere ausgestattet, in dem auch Werke des Malers Ewald Gawlik besichtigt werden können.Vgl. http://www.mdk.katowice.pl/filia3_news.php?menu=3&PHPSESSID=e39bd88bee9588670c888ad9fc1eeef8
Theater
]]* Das Schlesische_Theater (Teatr ?l?ski im. Stanis?awa Wyspia?skiego) nimmt nicht nur einen zentralen Platz am Ring in Kattowitz ein und ist eines der Wahrzeichen der Stadt, es ist auch das größte und wichtigste oberschlesische Theater. Es trägt den Namen des polnischen Malers und Dramatikers Stanis?aw Wyspia?ski. Der Bau wurde am 2. Oktober 1907 eröffnet. Der Kölner Architekt Carl Moritz schuf für eine fast 40.000 Einwohner zählende Stadt ein überproportional großes Theater mit 410 Sitzplätzen, das durch sein kulturelles Angebot und auch durch seine Architektur sowie imponierende Größe in eine Großstadt gepasst hätte. Nach der Zuteilung Ostoberschlesiens zu Polen wurde auch das Theater polnisch, es wurde aber aufgrund des Minderheitenschutzabkommens eine deutsche Theatergemeinde eingerichtet, die von deutschen Bühnen bespielt wurde.
* Das Kinoteatr Rialto an der ul. ?w. Jana 24 entstand bereits 1913 als Kinotheater Kammerlichtspiele. 1928 wurde auf öffentlichen Druck die deutsche Bezeichnung gegen Rialto ersetzt. Nach seiner Neueröffnung am 11. September 2005 zeigt es vor allem Filme, die Räumlichkeiten wurden aber auch (wie in seinen Anfangsjahren) für Konzerte, Theater und Kabaretts angepasst. Von 2004 bis 2005 wurde das Äußere und Innere des Kinos Rialto renoviert, wobei das Relief über dem Haupteingang, das einen Streitwagen zeigt, sowie das ursprüngliche Aussehen und die Fensteraufteilung der Fassade wiederhergestellt wurden, die im Laufe der Zeit vereinfacht worden waren. Das Innere besticht nun wieder durch seine dem Art Déco ähnelnde Ausstattung.Vgl. http://www.rialto.katowice.pl
* Der Klub_GuGalander an der ul. Jagiello?ska 17a ist ein Non-Profit-Theater, das 1986 als Teatr GuGalander gegründet wurde. Außerdem finden hier Diskussionsforen zu Musik, Theater und Film statt.
* Seit 1945 besteht das Schlesische Puppentheater Ateneum (?l?ski Teatr Lalki i Aktora Ateneum), das auch das Internationale Puppentheater Festival in Kattowitz organisiert.
* Am Platz Sejmu ?l?skiego 2 hat das Theater Korez seinen Sitz. Das kleine Theater wurde ursprünglich 1992 in Chorzów gegründet und bietet wegen seiner Größe die Möglichkeit, das Publikum in die Veranstaltungen einzubeziehen.Vgl. http://www.korez.art.pl
* Auf eine über 20-jährige Geschichte kann das Teatr Cogitatur an der ul. Gliwicka 9a zurückblicken. Die Schauspieler des Cogitatur haben internationale Erfahrung und traten unter anderem auf der Expo 2000 in Hannover auf. Jedes Jahr im September ist das Theater außerdem Ort des Internationalen Theaterfestivals APAR?T (Mi?dzynarodowy Festiwal Teatralny APAR?T).Vgl. http://www.cogitatur.art.pl
* Unter der Adresse ul. Ko?ciuszki 88 befindet sich die Kulturinstitution Estrada ?l?ska. Unter wechselndem Namen und zeitweise als Staatsunternehmen existiert sie seit 1949. In der heutigen Form besteht sie seit den 90er-Jahren und organisiert verschiedene Veranstaltungen und Festivals, die unter anderem mit Musik und Theater zu tun haben. Vgl. http://www.estradaslaska.pl/firma.html
* Einen ungewöhnlichen Sitz hat das 1996 gegründete Theater Spiele und Menschen (Teatr Gry i Ludzie), das sich an der al. Niepodleg?o?ci 2 im ehemaligen Bahnhof von D?brówka Ma?a befindet, wo sich früher eine Kohleverladerampe befand. Das Theater legt großen Wert auf visuelle Veranstaltungen, die es auch außerhalb des Theatersaales und für Kinder aufführt.Vgl. http://art.zanet.pl/teatr
Musik
* Die Schlesische Philharmonie (Filharmonia ?l?ska) veranstaltete am 16. Mai 1945 ihr erstes Konzert. Seitdem hat sie sich zu einer der wichtigsten Musikinstitutionen in Polen entwickelt und ist heute die einzige Philharmonie in Polen, die mit dem Kammerorchester, dem Symphonieorchester und dem Chor drei Musikensembles besitzt. Dem wohl bekanntesten polnischen Dirigenten Grzegorz Fitelberg ist der seit 1979 alle vier Jahre stattfindende Internationale Dirigentenwettbewerb (Mi?dzynarodowy Konkurs Dyrygentów) gewidmet. Die Philharmonie ist in einem Gebäude an der ul. Sokolska 2 untergebracht.Vgl. http://www.filharmoniaslaska.art.pl* 1935 wurde in Warschau das Nationale Symphonieorchester des polnischen Rundfunks (Narodowa Orkiestra Symfoniczna Polskiego Radia) ins Leben gerufen. Im Zweiten Weltkrieg war ein Auftreten nicht möglich, das Symphonieorchester wurde aber 1945 in Kattowitz neu gegründet. Zeitweise war Grzegorz Fitelberg der Dirigent des Orchesters. Der Sitz des renommierten Orchesters, das zahlreiche Auftritte im Ausland hatte, befindet sich im Oberschlesischen Kulturzentrum am Platz Sejmu ?l?skiego 2.Vgl. http://www.nospr.org.pl
Sport
Der Fußballverein GKS Katowice wurde 1964 gegründet und war bereits mehrfach polnischer Pokal- und Superpokalsieger.
Regelmäßige Veranstaltungen
* In Kattowitz werden jährlich viele verschiedene Festivals und andere Kulturereignisse veranstaltet. Eine der wichtigsten Veranstaltungen der Stadt und der Region ist das Rawa-Blues-Festival, das größte und traditionsreichste Bluesfestival in Polen und seit 1992 auch von internationaler Bedeutung. Erstmals fand es im April/Mai 1981 im Spodek statt und wird jährlich von mehr als 10.000 Menschen besucht.
* Ebenfalls im Spodek wird das jährliche Metalmania-Festival veranstaltet, bei dem seit der Gründung 1986 Metal- und Hard-Rock-Gruppen auftreten.
* In Kattowitzer Spodek findet seit 2000 jedes Jahr am 10. November auch die Techno-Veranstaltung Mayday statt.
* Nicht mit Musik zu tun hat das Polnische Regisseursfestival (Ogólnopolski Festiwal Sztuki Re?yserskiej ?Interpretacje?), das jährlich im März abgehalten wird und bei dem junge Regisseure, die nicht länger als 15 Jahre tätig sind, die Möglichkeit haben, ihre Werke einem breiten Publikum vorzustellen. Bis 2003 wurde es von Kazimierz Kutz geleitet.
* Alle vier Jahre organisiert die Schlesische Philharmonie den Internationalen Dirigentenwettbeweb (Mi?dzynarodowy Konkurs Dyrygentów im. G. Fitelberga), der zu den wichtigsten Wettbewerben seiner Art zählt.
* Darüber hinaus finden in Kattowitz das Internationale Festival des Militärorchesters (Mi?dzynarodowy Festiwal Orkiestr Wojskowych) und die Internationale Grafikausstellung (Mi?dzynarodowa Wystawa Grafiki Intergrafia) statt.
Wirtschaft und Infrastruktur
Fernverkehr
Die Verkehrsanbindung von Kattowitz ist im polnischen Vergleich dank der Lage im Ballungsraum des Oberschlesischen_Industriegebiets sehr gut.Die Stadt ist an die wichtige Ost-West-Verbindung, die Autobahn_A4 von Dresden nach Krakau, und die Nord-Süd-Verbindung, die Schnellstraße E_75 von Warschau über Cz?stochowa nach Bielsko-Bia?a angeschlossen. Bis 2013 soll rund 20 km westlich der Stadt in Gliwice-So?nica ein großes Autobahnkreuz der A4 und der neuen polnischen Nord-Süd-Verbindung, der Autobahn_A1 entstehen. Es besteht eine Schnellstraßen-Direktverbindung von Kattowitz nach Skoczów (E_75) nahe der tschechischen Grenze und in das nordöstlich gelegene Olkusz (E_40). Weiterhin verbindet die sog. Drogowa Trasa ?rednicowa (DT?) Kattowitz mit allen Nachbarstädten bis nach Ruda ?l?ska; im Norden des Stadtzentrums bildet sie mit der innerstädtischen ul. Korfantego das Rondo, einen großen Kreisverkehr. Es wird geplant diese Trasse nach Osten und Nordwesten weiter auszubauen. Insgesamt wird die Innenstadt im Norden von der Staatsstraße 79, im Osten von der 86, im Süden von der A4 sowie im Westen von der 81 umfasst, die faktisch eine Ringstraße bilden.
Kattowitz ist außerdem der wichtigste Eisenbahnknotenpunkte Polens. Von hier sind neben den Regionalverbindungen alle wichtigen polnischen Städte zu erreichen und es bestehen Direktverbindungen zu bedeutenden Städten in den Nachbarländern wie Berlin, Hamburg, Wien, Prag oder Bratislava.aktueller Fahrplan der PKP ([http://www.pkp.pl])
ÖPNV
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Kattowitz verfügt über ein ausgedehntes Busnetz mit etwa 200 Linien. Hinzu kommen 15 Straßenbahnlinien.
Flughafen
30 km vom Stadtzentrum entfernt befindet sich der Flughafen Kattowitz mit internationalen Linienflügen.
Wirtschaft
Kattowitz bildet das Zentrum der Oberschlesischen Sonderwirtschaftszone (pol. Katowicka Specjalna Strefa Ekonomiczna). Traditionell sind besonders der Bergbau und die Hüttenindustrie nebst Schwermaschinenbau stark vertreten. Vielfach wurden diese Unternehmen jedoch verkleinert oder liquidiert, um Platz für Einkaufsparks wie das Silesia City Center zu machen.
Bildung
Fakultät]]Nach wie vor ist Kattowitz nicht nur das wirtschaftliche und politische, sondern auch das kulturelle Zentrum des Oberschlesischen Industriereviers. Den anhaltenden Strukturwandel in Kattowitz und den Rückgang der Bedeutung der Schwerindustrie kann man auch am Beispiel der Hochschulen und Universitäten sehr gut beobachten, von denen es in der Stadt mittlerweile über 20 gibt. Die größte von ihnen ist die Schlesische Universität (Uniwersytet ?l?ski) an deren sechs Niederlassungen in Sosnowiec, Cieszyn, Jastrz?bie-Zdrój, Chorzów, Rybnik und Kattowitz 45.716 Studenten studieren. Die kleinsten Kattowitzer Hochschulen zählen hingegen lediglich einige hundert Studenten. Außerdem ist in Kattowitz ein Teil der Technischen_Universität_Gliwice untergebracht. Alle Kattowitzer Hochschulen zusammen bieten etwa 100.000 Studierenden einen Studienplatz an. In den letzten 15 Jahren hat sich diese Zahl mehr als vervierfacht. Statistisch gesehen, besitzen 67 % der 20- bis 24-jährigen Kattowitzer die Hochschulreife oder haben einen Fachhochschulabschluss, während vergleichsweise weniger als 30 % der 25- bis 29-jährigen ein Universitätsstudium abgeschlossen haben. Noch deutlicher wird diese Tendenz, wenn man den Prozentsatz der Universitätsabsolventen unter der Kattowitzer Gesamtbevölkerung betrachtet, der nur 16 % beträgt.Siehe auch: Liste der Universitäten und Hochschulen in Kattowitz
Darüber hinaus wird der hohe Bildungsstandard durch 55 Grundschulen (szko?a podstawowa), 35 Mittelschulen (gimnazjum), ebenso viele Gymnasien (liceum) und 45 Berufsschulen (Technikum) in allen Altersgruppen gewährleistet.
Erwähnenswert sind außerdem die 50 Bibliotheken im Stadtgebiet, von denen die modernste Bibliothek Polens, die Schlesische Bibliothek (Biblioteka ?l?ska) besonders hervorzuheben ist. Gegründet wurde sie 1922/1924, als Bibliothek des Schlesischen Parlaments und nahm in den 30er-Jahren öffentlichen Charakter an. Seit 1934 war die Bibliothek in einem klassisch-modernen Gebäude an der ul. Francuska untergebracht, dessen Räumlichkeiten aber bald nicht mehr genügend Platz boten, da die Bibliothek seit 1969 das Pflichtexemplarrecht besitzt. 1989 wurde mit dem Bau des neuen Bibliothekssitzes am Platz Rady Europy 1 begonnen, der am 24. Oktober 1998 eingeweiht wurde. Seitdem besitzt Kattowitz einen Bibliotheksbau von europäischem Maßstab. Die Bestände der Bibliothek umfassen eine Million Bände, darunter auch die oberschlesische Abteilung Silesiana, sowie alte Handschriften und Karten.Vgl. http://www.bs.katowice.pl
Söhne und Töchter der Stadt
* 1570, Walenty Ro?dzie?ski, ? 1641 in Ro?dzie? heute Katowice Szopienice - Burowiec, Schriftsteller und Schmiedemeister
* 1821, 31. Dezember, Philipp M. Schmutzer, ? 17. November 1898 in Feldkirch, Musiker und Komponist
* 1877, 6. Juni, Hans_Sachs, ? 25. März 1945 in Dublin, Professor für Immunitäts- und Serumforschung
* 1878, 6. November, Kurt_Goldstein, ? 19. September 1965 in New York, Neurologe und Psychiater
* 1883, 14. Juni, Franz Landsberger, ? 17. März 1964 in Cincinnati (Ohio), Kunsthistoriker
* 1889, 12. Oktober, Erich Przywara, ? 28. September 1972 in Hagen bei Murnau, Jesuit, katholischer Philosoph und Theologe
* 1900, 23. Mai, Franz Leopold Neumann, ? 1954 Visp (Schweiz), Politikwissenschaftler und Professor an der Columbia University in New York.
* 1901, 27. Januar, Willy Fritsch, ? 13. Juli 1973 in Hamburg, deutscher Schauspieler
* 1902, 13. März, Hans Bellmer, ? 24. Februar 1975 in Paris, Fotograf, Bildhauer, Maler und Autor
* 1903, 4. August, Hans-Christoph Seebohm, ? 17. September 1967 in Bonn, Bundesminister für Verkehr (1949-1966)
* 1906, 28. Juni, Maria Goeppert-Mayer, ? 20. Februar 1972 in San Diego, Physikerin und Nobelpreisträgerin 1963
* 1906, 30. Dezember, Walter Wiora, ? 8. Februar 1997 in Tutzing, deutscher Musikwissenschaftler
* 1907, 10. Juni, Artur Stegner, ? 5. August 1986 deutscher Politiker (NSDAP, FDP, später GB/BHE).
* 1907, 9. August, Berta Waterstradt, ? 7. Mai 1990, Hörspiel- und Drehbuchautorin
* 1909, 21. Juni, Kurt Schwaen, Komponist
* 1911, 3. Dezember, Max Päsler Professor für Theoretische Physik an der Technischen Universität Berlin
* 1915, 14. Februar, Georg Thomalla, ? 25. August 1999 in Starnberg, deutscher Schauspieler
* 1916, 23. Juni, Ernst Willimowski, ? 30. August 1997, Fußballspieler
* 1923, 20. Januar, Richard Herrmann ? 27. Juli 1962, Fußballspieler, Weltmeister_1954
* 1926, 17. Mai]], Henryk Bereska, ? 11. September 2005 , Dichter und Übersetzer
* 1929, 16. Februar, Kazimierz Kutz Filmregisseur, Schauspieler, Publizist, Politiker und Senator in Polen
* 1931, 31. Mai, Bogumi? Kobiela, ? 10. Juli 1969 bei Komorowo bei Danzig, Schauspieler
* 1931, 20. Juni, Jan Biczycki, ? 19. Februar 1996 in München, Schauspieler und Regisseur
* 1934, 4. April, Joachim Latacz, deutscher Altphilologe
* 1943, 25. Dezember, Hanna Schygulla, deutsche Schauspielerin
* 1945, 25. Januar, S?awomir Idziak, polnischer Kameramann
* 1946, 20. August, Henryk M. Broder, deutscher Journalist
* 1947, 13. Februar, Jerzy Montag, deutscher Politiker (Bündnis 90/Die Grünen)
* 1948, 24. März, Jerzy Kukuczka, ? 24. Oktober 1989 Himalaist
* 1953, 30. Juni, Krystyna_Maria_Bochenek, Journalistin, Politikerin, Senatorin in Polen.
* 1953, 30. August, Lech Majewski, Film- und Theaterregisseur, Schriftsteller, Dichter und Maler.
* 1955, Krystyna Doktorowicz, Medienwissenschaftlerin, Politikerin, Senatorin in Polen
* 1955, Jan Piecko, Eishockey-Nationalspieler
* 1962, 9. März, Jan Furtok, Fußballspieler
* 1962, 7. Oktober, Alexander Ulfig, Philosoph und Soziologe
Literatur
* Jerzy Moskal, Wojciech Janota: ...Bogucice, Za???e et nova villa Katowice, ?l?sk, Kattowitz 1993, ISBN 83-85831-35-5
* Lech Szaraniec: Osady i osiedla Katowic, Artur, Kattowitz 1996, ISBN 83-905115-0-9
* Helmut Kostorz (Hrsg.): Kattowitz ? seine Geschichte und Gegenwart. Ein Jubiläumsbuch zum 120. Gründungsjahr'', Oberschlesischer Heimatverlag, Dülmen 1985, ISBN 3-87595-075-5
Quellen
Weblinks
• Webseite der Stadt (polnisch, [http://www.um.katowice.pl/de deutsch], [http://www.um.katowice.pl/en englisch])• Beschreibung von Kattowitz auf zobacz.slask.pl (polnisch)
• Alte und neue Fotos der Stadt (englisch)
• Stadtführer (deutsch, englisch)
* http://www.geschichte-on-demand.de/sch_kattowitz.html
• Geschichte der Kattowitzer Straßennamen
* am:????
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