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Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-Lexikons Bei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird. Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Kartoffel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar. Wichtiger Hinweis zum Inhalt des Online-LexikonsBei den auf dieser Seite aufgeführten Texten/Artikeln/Inhalten handelt es sich ausschließlich um fremde Inhalte, die sich die Aschendorff Verlag GmbH & Co. KG ausdrücklich nicht zu Eigen macht. Diese fremden Inhalte, die keiner regelmäßigen Überprüfung unterliegen, sind ausnahmslos solche der freien Enzyklopädie Wikipedia, für die keinerlei Verantwortung übernommen wird. Lizenzbestimmungen Der Text / Artikel / Inhalt auf dieser Seite innerhalb der Rubrik "Online Lexikon" basiert, soweit nicht anders angegeben, auf dem Artikel Kartoffel aus der freien Enzyklopädie Wikipedia. Die Inhalte stehen unter der GNU Lizenz für freie Dokumentation. Eine Liste der Autoren ist dort abrufbar. Kartoffel|- ! Wissenschaftlicher_Name |- | class="taxo-name" | Solanum tuberosum |- | class="Person" | L. |- |} Die Kartoffel (Solanum tuberosum), auch Erdapfel oder Speisekartoffel, veraltet Tartuffel, Krumenbeere oder Grundbirne (daraus kroatisch Krumpir, pfälzisch Grumbeer und schwäbisch Grombire) genannt, ist eine Nutzpflanzenart in der Gattung Nachtschatten (Solanum) und wird der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) zugerechnet. Sie ist mit Tomate, Paprika und Tabak verwandt, nicht jedoch mit der Süßkartoffel (Ipomoea batatas). Ihre Samen bildet sie in einer tomatenähnlichen Beere, die für Menschen ungenießbar ist. Neben der geschlechtlichen Vermehrung verbreitet sie sich durch ihre unterirdischen Knollen vegetativ. Letztere sind auch das, was im deutschen Sprachgebrauch mit Kartoffeln gemeint ist: die essbaren Sprossknollen. Wie alle Nachtschattengewächse enthält die Kartoffelpflanze giftige Alkaloide (zum Beispiel Solanin, syn. Solanidin). Der Verzehr von oberirdischen Teilen der Pflanze führt zu Vergiftungserscheinungen. Dies gilt auch für die aus den Knollen, dort aus den sog. Augen der Kartoffel, herauswachsenden Triebe. Weltweit werden jährlich etwa 300 Millionen Tonnen Kartoffeln geerntet. Die Kartoffel ist damit in großen Teilen der Welt ein wichtiges Grundnahrungsmittel. In Mitteleuropa ist sie sogar das Hauptgrundnahrungsmittel. HerkunftDie ältesten Spuren der Wildkartoffel wurden auf der chilenischen Insel Chiloe gefunden, man schätzt ihr Alter auf 13.000 Jahre. Die Kartoffel stammt vermutlich aus den südamerikanischen Anden. Dort lernten die Spanier in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts von den Inka das Gemüse Papa (aus Quechua: die Knolle) kennen. In Europa angekommen, zunächst auf den Kanarischen_Inseln und in Andalusien, wurde sie Patata genannt ? der englische Name potatoes oder der französische Spitzname patate erinnern noch heute daran, ebenso wie die alte deutsche Bezeichnung Batate, die heute die Süßkartoffel bezeichnet. Der gebräuchliche deutsche Name Kartoffel erinnert dagegen an Trüffel, italienisch tartufo, mit denen die Pflanze am Anfang verglichen wurden. Der französische Ausdruck pomme de terre bedeutet hingegen Erdapfel ? ein auch in Süddeutschland, Österreich und der Schweiz gebräuchlicher Name. Der ostpreußische Name Bulwe schließlich ist vom polnischen bulwa (deutsch: Knolle) herzuleiten. Nach Europa wurde die Kartoffel zuerst wegen der schönen Blüte und des üppigen Laubes als reine Zierpflanze importiert und als seltene Pflanze in botanische_Gärten aufgenommen. Mitte des 16. Jahrhunderts tauchte sie in den Niederlanden, in Italien und in Burgund auf. In Deutschland erschien sie erstmals unter der Regierung Karl_V. Nach einigen Quellen sollen die ersten Kartoffeln innerhalb Deutschlands in Bayern angebaut worden sein [http://www.historisches-franken.de/kartoffelanbau.htm]. Der Anbau in großem Stil begann 1684 in Lancashire, 1716 in Sachsen, seit 1728 in Schottland und 1738 in Preußen und seit 1783 in Frankreich. VerbreitungHauptartikel siehe Kulturgeschichte der Kartoffel Wann, wie und durch wen die Kartoffel nach Europa kam, ist bis heute nicht genau geklärt. Allgemein gilt 1555 als das Jahr, in dem die Kartoffel aus den Anden nach Spanien kam. Lange Zeit wurde der legendäre englische Seefahrer Sir Francis Drake als erster Importeur der Kartoffel nach Europa verehrt. In den Tagebuchaufzeichnungen der Mitreisenden auf seiner_Weltumsegelung findet sich jedoch kein Hinweis, der dies bestätigen würde. Wahrscheinlicher ist demnach, dass ein Zeitgenosse Drakes, der berühmte Seefahrer und Entdecker Walter Raleigh (1552?1618), die Kartoffel in Irland eingeführt hat. Die landwirtschaftliche Nutzung begann erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. In Preußen verhalf Friedrich der Große mit Verordnungen der Kartoffel zum Durchbruch. Außerhalb tropischer, arktischer und subarktischer Klimazonen wird die Kartoffel heute weltweit angebaut. Nachdem sich ihre Kultur in Europa durchgesetzt hatte und die Kartoffel zu einem Grundnahrungsmittel geworden war, brachten Europäer sie überall mit, wo sie später Fuß fassten. Im Supermarkt werden heute neben den einheimischen Kartoffeln auch solche aus Sizilien, von den Kanarischen_Inseln, aus Ägypten oder aus Südafrika angeboten. Auf Teneriffa oder auf Madeira wachsen Kartoffeln unter Palmen und neben Bananengärten. Dort sind zwei Ernten im Jahr möglich, der Export erfolgt vornehmlich in die Staaten der Europäischen_Union. Aus Gründen des Ertrags werden Kartoffeln im Alpenraum nur noch selten bis auf zweitausend Meter Höhe angebaut, doch manchmal kann ein Bergwanderer neben einer Almhütte noch einen Pflanzplatz sehen, der mit ein paar Zeilen Kohl und Kartoffelstauden der Selbstversorgung des Almbauern dient. Wirtschaftliche BedeutungWeltproduktion 2002Der weltweit größte Kartoffelproduzent war die Volksrepublik China mit 66,573 Mio. Tonnen. Danach folgten Russland (32,871 Mio. t), Indien (24,082 Mio. t), die USA (20,856 Mio. t), die Ukraine (16,620 Mio. t), Polen (15,524 Mio. t), Deutschland (11,492 Mio. t), Weißrussland (7,421 Mio. t), die Niederlande (7,363 Mio. t), Frankreich (6,877 Mio. t), Großbritannien (6,375 Mio. t) und die Türkei (5,200 Mio. t). Diese zwölf Staaten produzierten rund 71 % der gesamten Welternte des Jahres 2002.In Deutschland nahm die Anbaufläche in den vergangenen Jahren stark ab und betrug 2004 nur noch 293.000 Hektar gegenüber 548.000 im Jahr 1990. Die Erntemenge stieg 2004 auf 12,6 Mio. t, gegenüber 9,2 Mio. t im Vorjahr. Deutschland ist zudem wichtigstes Importland für Frühkartoffeln, die überwiegend aus Frankreich und Ägypten kommen. Wichtige Exportländer sind neben Frankreich die Beneluxstaaten und für Kartoffelprodukte auch Deutschland. Weltproduktion 2005Laut Food and Agriculture Organization [http://www.fao.org/es/ess/top/commodity.html?lang=en&item=116&year=2005 Statistik der FAO] betrug im Jahr 2005 die Weltproduktion 322 Millionen Tonnen Kartoffeln. Die führenden Anbauländer sind: (in Mio. t) HandelDie Bedeutung der Kartoffel als Grundnahrungs- und Futtermittel hat in den letzten Jahrzehnten stark abgenommen. In den Einzelhandel gelangt die Kartoffel meist gewaschen in handlichen Packungen zu 1?2,5 Kilogramm oder in Säcken zu 5?25 Kilogramm während des ganzen Jahres in verschiedenen Sorten, wobei die Vielfalt des Ursprungskontinents Südamerika lange nicht erreicht wird. Dabei wird je nach Saison sowohl regionale, inländische als auch Importware angeboten. Der Pro-Kopf-Verbrauch in Deutschland hat sich stark gewandelt: Lag er 1956 noch bei 160 kg pro Kopf und Jahr, so belief er sich 2002 nur noch auf 68,4 kg pro Jahr, davon 34,1 kg für Veredelungsprodukte. Im Jahr 2006 blieb die Kartoffelernte um mehr als 15 % unter dem Vorjahresergebnis. LandwirtschaftDiese als relativ anspruchslos geltende Ackerfrucht wird heute nicht mehr wie früher praktisch überall dort angebaut, wo sie auch gedeihen könnte. In der modernen mechanisierten Landwirtschaft wird auch die Kartoffel vorwiegend auf großen, zusammenhängenden, nicht allzu steilen Äckern angebaut, da die großen schweren Maschinen, die im Frühjahr Kartoffeln pflanzen, die Pflanzdämme später anhäufeln und im Herbst die Knollen aus der Erde ernten, auf kleinen, steilen, steinigen Bergparzellen nicht einzusetzen sind. Bei vielen Steinen im Boden können die Knollen bei maschineller Rodung stark beschädigt werden. Die Inkas bauten ihre Kartoffeln dort an, wo Mais nicht mehr wuchs, heute wachsen Mais und Kartoffeln im Mittelland und im Voralpengebiet nebeneinander. Kartoffeln sind kälteempfindlich; sie dürfen erst gepflanzt werden, wenn im Frühjahr kein Frost mehr droht. Nicht aus Samen, sondern aus Pflanzkartoffeln/Saatkartoffel werden neue Pflanzen gezogen, daher können auch keine Sämaschinen verwendet werden, sondern es kommen sog. Kartoffellegemaschinen zum Einsatz. Nur zu Kreuzungszwecken werden die neuen Sorten aus Samen gezüchtet. Die aus der Knolle entstandene Tochterpflanze ist ein Klon, sie ist also mit der Mutter genetisch identisch. Ohne regelmäßigen Bezug von neuem Saat- bzw. Pflanzgut können Ernteausfälle die Folge der Ausbreitung von verschiedenen Virus- und Bakterienkrankheiten sein. Schnellrestaurantketten lassen meist bestimmte, besonders geeignete Sorten anbauen, weil die daraus erzeugten Pommes Frites eine charakteristische Farbe und Größe haben sollen. Die Kartoffel ist im Unterschied zu ihrem Ruf nicht ganz pflegeleicht: Sie muss während ihrer Jugendentwicklung mehrmals von Unkraut befreit werden. Die Pflanze speichert Nährstoffe, die sie durch Photosynthese gewinnt, in der unterirdischen Knolle. Die Knollen dagegen dürfen kein Licht sehen, da sie sonst Chlorophyll bilden (grüne Farbe) und durch Synthese von Alkaloiden giftig werden wie der gesamte grüne Teil der Pflanze. Daher müssen hohe Dämme um das Knollennest gebildet werden. Was früher anstrengende Arbeit mit der Hacke war (daher auch der Name Hackfrucht), besorgen heute Maschinen. Am Anfang fand in der Alten Welt die neue Frucht aus Übersee nur wenig Schädlinge und Krankheiten. Das änderte sich jedoch spätestens am Anfang des 18. Jahrhunderts gründlich: Die Fressfeinde und Kartoffelkrankheiten kamen wie die Knolle selbst aus Amerika. Noch in den sechziger_Jahren des 20. Jahrhunderts sah man in Mitteleuropa ganze Schulklassen den aus den USA stammenden Kartoffelkäfer von Hand sammeln. Gegen Schädlinge, Pilze und auch gegen Unkraut werden Pflanzenschutzmittel zur Sicherung des Ertrags eingesetzt. NährstoffbedarfStickstoff (N) wird vor allem während der Ausbildung des Blattapparates benötigt und bestimmt somit die Ertragsleistung. Stickstoffmangel wirkt sich negativ auf den gesamten Stoffwechsel und Wachstum aus. Auf einem durchschnittlichen Boden wird eine Düngung von 160 kg N/ha empfohlen. Ein überschüssige Düngung oder Stickstoffverfügbarkeit kann negative Folgen haben: (a) die Bestände bleiben länger grün und zeigen eine erhöhte Anfälligkeit gegenüber Schaderregern. (b) unausgereifte Knollen weisen eine geringere Schalenfestigkeit, niedrigere Trockensubstanz- und Stärkegehalte sowie höhere Gehalte an reduzierten Zuckern. Diese Knollen verlieren an Lagereignung und an positiven Kocheigenschaften. Phosphor (P) ist entscheidend am Energiestoffwechsel der Pflanzen und am Aufbau von Eiweißstoffen und Kohlenhydraten beteiligt. Das Phosphat spielt eine Rolle in der Ertragsstabilisierung und beschleunigt die Abreife der Knollen. Die Widerstandfähigkeit und die Lagerfähigkeit steigt. Bei gut versorgten Böden wird im Kartoffelbau eine Aufwandmenge von 60 bis 90 kg P2O5/ha empfohlen. Kalium (K) spielt eine wichtige Rolle im Wasserhaushalt der Pflanzen. Gut mit Kalium versorgte Pflanzen überstehen Trockenperioden besser und weisen bei trockenwarmem Wetter eine bessere Nettoassimilation auf. Zudem fördert Kalium die Stärkesynthese und somit die Qualitätseigenschaften der Knollen: Es reduziert die Neigung zu Schwarzfleckigkeit, die Rohbreiverfärbung und die Mehligkeit und erhöht die Lagerstabilität. Ein Überangebot senkt den Stärkegehalt der Knollen und verändert die Kocheigenschaft (gekochte Kartoffeln bleiben fester) und führt zu Haltbarkeitsproblemen im Lager. Magnesium (Mg) ist generell sehr wichtig für Pflanzen. Bei der Kartoffel wirkt sich ein Magnesiummangel negativ auf den Stärkegehalt aus. Im Gegensatz zu anderen Nährstoffen wird Magnesium von der Kartoffel verzögert aufgenommen. Auf mittelversorgten Böden kann mit einem durchschnittlichen Magnesiumbedarf von 40 bis 60 kg MgO/ha gerechnet werden. Vorzugsweise sollte dies über die mineralische Bodendüngung gedeckt werden. Selen: (Se) Steigende Selengaben führten zu signifikanten Selengehalten in den Kartoffelknollen. Verschiedenen Versuchen zufolge sind bereits Selengaben von 5 bis 10 g/ha ausreichend, um den von Ernährungswissenschaftlern geforderten Selen-Gehalt von 0,1 mg/kg TS zu erreichen. Über die Selendüngung führen steigende Selengehalte zu einem erhöhten Nährwert der Kartoffel. Dieser Zusatznutzen für die menschliche Ernährung kann bei der Vermarktung Mehrerlöse erzielen. Die Düngungskosten verursachen bei der Kartoffelproduktion nur einen kleinen Anteil an den Gesamtkosten. Deshalb ist nicht nach einem Sparpotenzial zu suchen, vielmehr sollte man eine auf Sorteneigenschaften, Produktionsbedingungen und Verwertrichtung abgestimmte und ausgeglichene Düngung beachten. DüngungZeitpunkt: Aufgrund der Pflanzenentwicklung empfehlen sich für gute Erträge zwei Zeitpunkte für eine Düngung: Zuerst nach der Pflanzung (Frühjahrsdüngung) und später, wenn die Kartoffelpflanze den Boden bereits gut bedeckt (Herbstdüngung). Beim zweiten Zeitpunkt ist darauf zu achten, dass das Ausbringen von Nährstoffen vor der Bildung von Rhizomen erfolgt. Ansonsten verzögert sich der Entwicklungskreislauf der Pflanze und somit die Reife der Knollen. Düngerart: Stickstoff lässt sich grundsätzlich in allen Formen ausbringen. Da der Bedarf der Kartoffelpflanze während der Entwicklung relativ konstant ist und Stickstoff leicht ausgewaschen wird, sind stabile Formen mit kontinuierlicher Abgabe zu bevorzugen. Phosphor ist hauptsächlich im Frühjahr, für die Wurzelbildung, in einer möglichst aufgeschlossenen und dadurch pflanzenverfügbaren Form nötig. Kalium braucht die Kartoffel sowohl für die Bildung von Blatt-, als auch von Wurzelmasse und es ist somit sowohl in der Frühjahrs- als auch in der Herbstdüngung wichtig. Dabei sind chloridfreie Düngemittel zu bevorzugen. Organische Dünger verbessern die Bodeneigenschaften auf chemischer, physikalischer und biologischer Ebene. Bei ihrer Anwendung ist jedoch speziell auf die Nährstoffbilanz und den Zeitpunkt zu achten. Mist zum Beispiel sollte nur im Vorjahr ausgebracht werden, Gülle mit einem geringen Stickstoffgehalt vor der Pflanzung. Ausbringung: Düngemittel können oberflächlich breit ausgebracht werden (d. h. mechanisch großflächig verteilbar). Eine weitere Methode ist die Unterfußdüngung, wo die Nährstoffe fünf Zentimeter unter oder neben der Pflanzknolle platziert werden. Düngung und Qualität: Mit der Düngung wird nicht nur der Nährstoffbedarf der Pflanzen, sondern auch die Qualität der Kartoffel(knolle) beeinflusst. Die Düngung muss bezüglich Menge, Zusammensetzung und Zeitpunkt den verschiedenen Verwertungsrichtungen (Frischkartoffeln, Veredelungskartoffeln, Stärkekartoffeln/Futterkartoffeln oder Pflanzkartoffeln) ausgerichtet werden. In der Regel stehen die technische sowie die Vermarktungsqualität und weniger die biologische Qualität im Vordergrund. Wichtige Qualitätskriterien sind u. a. Knollenform, Schalenfarbe, Lagerfähigkeit und Inhaltsstoffe (z. B. Mindeststärkegehalt für Chips- und Pommes-frites-Hersteller). Letztlich ist auch die Kochqualität entscheidend. Grundsätzlich erhöht eine Steigerung der Düngung die Knollenfrischmasse sowie das Knollengewicht und reduziert den Gehalt an Trockenmasse sowie Saccharose, die Lagerfähigkeit und Gewebefestigkeit. Bei zu geringer Düngung kann die Pflanze in eine Wachstumsdepression verfallen. Düngung und Acrylamidproblematik: Acrylamid bildet sich beim Verarbeiten der Kartoffelknollen unter Temperatureinwirkung von > 120 °C (z. B. frittierten Lebensmitteln wie Pommes frites und Chips) aus freien Aminosäuren und freien Zuckern sowie geringen Wassergehalten im Ausgangsmaterial. Acrylamid wirkt toxisch und weist bei hoher Konzentration mutagene sowie karzinogene Eigenschaften auf, deren Werte allerdings noch nicht abschließend geklärt sind. Weil die Bildung von Acrylamid im Zusammenhang mit der N-Verfügbarkeit steht, muss beim Anbau auf eine bedarfsgerechte N-Düngung geachtet werden: N-Überschüsse führen zu einer vermehrten Bildung von freien Aminosäuren und sollen vermieden werden. Es ist zu beachten, dass erhöhte Zuckergehalte nach Blattdüngungen zu vermehrt stärker verbräunten Chips führen. Eine ausreichende Ca-Versorgung reduziert die Acrylamidbildung, da die Gehalte an reduzierenden Zuckern sich so senken. Speisekartoffeln benötigen eine niedrige bis mittlere N-Düngung sowie hohe P- und K-Düngungen. Pflanzkartoffeln brauchen eine niedrige N-Düngung sowie hohe P- und K-Düngungen. Stärkekartoffeln verlangen nach mittlerer N-Düngung sowie hoher P-Düngung und niedriger K-Düngung. Quellen: *Gerhard Geisler: Pflanzenbau ? Ein Lehrbuch. Paul Parey; 2. Auflage 1988 *B. Gasparini, P. Ranalli: La coltura della patata. Edagricole; 1996 *Nitsch A, Kartoffelbau, 2003 Agrimedia GmbH *Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft (TLL): Gesunde Kartoffeln. Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz und Umwelt (TMLNU) • Nährstoffmanagement im Kartoffelanbau *http://www.kali-gmbh.com *http://www.europlant.biz Kartoffelanbau= Allgemein=In der Landwirtschaft gibt es verschiedene Formen des Kartoffelanbaus. Dies hängt davon ab, nach welchen Richtlinien der Landwirt seine Kartoffeln produzieren will. Einige Gemeinsamkeiten gibt es jedoch in allen Anbausystemen. Die Vorbereitung des Ackers auf die Saat erfolgt im Frühjahr. Das Saatbett sollte feinkrümelig sein um den Saatvorgang, die mechanischen Pflegemaßnahmen und die Ernte zu erleichtern. Der Boden sollte einen guten Luft-, Wasser- und Wärmeaustausch ermöglichen. Die Kartoffeln werden in allen Systemen in Dämmen angebaut, was dem vorher erwähnten Anspruch an den Boden entgegenkommt. Die Pflanzendichte und - Anordnung im Feld (Reihen- und Pflanzenabstände) sind abhängig vom Nutzungszweck und nicht zwingend spezifisch für einzelne Anbausysteme: größere Bestandesdichten sind typisch für die Erzeugung von Pflanzgut und haben kleiner Knollen zur Folge. Beim Anbau der Kartoffeln für Nahrungszwecken sind die Bestandesdichten geringer und die Knollen größer. Die Verfahren der Unkrautregulierung sind je nach Anbausystem verschieden. Wichtig ist dabei, dass das keimende Unkraut aus dem Boden gelöst wird und dadurch in der Sonne verdörrt. Diese Maßnahme muss bei entsprechendem Auflauf von Unkräutern bis die Kartoffelstauden den Boden vollständig abdecken so oft wie nötig wiederholt werden. Meistens überwiegt die mechanischen Unkrautbekämpfung, welche mit folgenden Geräten betrieben werden kann: Hackgerät mit Gänsefußschar, Vielfachgerät, Rollsternhacke, Netzegge, Dammformer, Dammfräse, Dammstriegel oder der gewöhnliche Striegel. Gegen Ende der Vegetationszeit, wenn die Knollen genügend groß sind, wird das Kraut abgetötet, um das Wachstum bei optimalen Knollenbeschaffenheit zu unterbrechen, die Erntefähigkeit herbeiführen und die Ansteckung der Knollen durch Krankheiten zu verhindern. Auch für diese Arbeit gibt es verschiedene Methoden, welche vom Anbausystem abhängig sein können. = Konventioneller Kartoffelanbau=Flache, große und zusammenhängende Flächen mit feinen, sandigen Böden ohne Steine eignen sich besonders für den Kartoffelanbau. Zudem sind Gebiete mit geringerer Luftfeuchtigkeit, z.B. in trockeneren Regionen oder in höhere Lagen, wegen des reduzierten Krankheitsrisikos, besonders interessant für den Kartoffelanbau. Kartoffeln werden typischerweise in prismenförmigen Dämmen angebaut. Diese Dämme ermöglichen durch ihre vergrößerten Oberflächen eine vermehrte Sonneneinstrahlung und einen verbesserten Luftaustausch. Im Frühjahr, wenn tiefere Temperaturen wachstumslimitierend sind, wird der Boden dadurch besser und stärker erwärmt. Außerdem kann nach intensiven Regenfällen, welche die Krankheitsanfälligkeit erhöhen, der Boden rascher abtrocknen. Im Laufe der Zeit wurde die Basis der Dämme von 66 cm auf 77 cm verbreitert, was zu einer zusätzlich verbesserten Sonneneinstrahlung führt. Die Bodenbearbeitung im Hinblick auf die Saat der Kartoffel erfolgt in mehreren Schritten. Im ersten Bearbeitungsschritt wird der Boden mit dem Pflug umgebrochen. Bei dieser Operation werden die spätern Dämme z.T. vorgeformt. Bei schweren Böden wird dieser Schritt bereits im Herbst durchgeführt; bei leichten Böden kann bis im Frühjahr damit zugewartet werdern. Weitere Arbeitsschritte dienen zur Bereitstellung eines feinkrümmeligen Zustand des Bodens. Falls der Boden größere Mengen an Steinen aufweist, wird in einem Zwischenschritt mit einem Separator oder einer Umkehrfräse die Erde von größeren Steinen befreit. Das Setzen der Saatgut-Kartoffeln erfolgt durch eine spezielle Setzmaschine, welche die kleinen Kartoffelknollen im Abstand von 33 cm in eine Tiefe von 8-10 cm setzt und den bis auf diese Tiefe fein bearbeiteten Ackerboden wieder in Dammform verschließt. Der Saat-Zeitpunkt für Speisekartoffeln sollte einerseits so früh wie möglich gewählt werden, es muss aber andererseits darauf geachtet werden, Frostschäden zu vermeiden. Daraus folgt, dass die Aussaat nicht vor Anfang April statt findet. (Die Kartoffel gehört zu dem Nachtschattengewächsen, eine Faustregel besagt, dass diese Pflanzen am längsten Tag des Jahres, am 21. Juni, vollkommen ausgewachsen sein sollten, um einen hohen Ertrag zu erreichen.) Im konventionellen Anbau wird großzügig gegen Unkräuter, Kraut- und Knollenfäule (14-16 mal pro Saison), Insekten und Pilze gespritzt. = Kartoffelanbau nach IP-Produktionsrichtlinien=Bei der integrierten Kartoffelproduktion geht es darum, in biologischen Kreisläufen unter Schonung der Ressourcen und Bewahrung der Artenvielfalt auf eine wirtschaftlich vertretbare Weise qualitativ hochwertige Kartoffeln zu produzieren. Um dieses Ziel zu erreichen, wird insbesondere eine Verringerung des Einsatzes an chemischen Hilfsstoffen in Pflanzenschutz und Düngung angestrebt. Die schweizerische IP-Verordnung wurde 1998 vom Bund unter dem Programm ÖLN (Ökologischer Leistungsnachweis) übernommen, welches Bedingung für Direktzahlungen ist. Für das Label IP-Suisse gelten die IP-Suisse-Richtlinien, welche den ÖLN erfüllen, jedoch strengeren Kriterien genügen und folgende Aspekte enthalten: *ausschließlich mechanische Unkrautregulierung *eingeschränkter Einsatz von Pflanzenschutzmitteln (z. B. Verbot von kupferhaltigen Mitteln) *keine chemische sondern mechanische und thermische Verfahren zur Krautvernichtung *längere Anbaupausen (Kartoffeln nicht öfter als alle vier Jahre auf einer Parzelle) *häufigere Bodenproben/-analysen (pH, P, K, Mg; alle 10 Jahre) *Einschränkungen bei Düngergaben (für Nitrat (maximal 70 kg N/ha), Phosphat) *kein Einsatz von Klärschlamm, maximale Mistgabe: 30 dt/ha *nützlingsschonende Insektizide *IP-Suisse Richtlinien für Kartoffeln, publiziert von IP-Suisse *http://www.ipsuisse.ch; Produktion von Kartoffeln, Aesch Jonas = Biologischer Kartoffelanbau=In der Schweiz richtet sich der biologische Kartoffelanbau nach den Vorschriften des Bundes und nach den Richtlinien der Bio-Suisse([http://www.bio-suisse.ch/de/richtlinienweisungen.php]). Diese Vorgaben gehen über die Anforderungen des ÖLN (Ökologischer Leistungsnachweis) hinaus. Das Pflanzgut muss grundsätzlich aus biologischer Vermehrung stammen. Falls für eine Sorte kein biologisches Pflanzgut vorhanden ist, muss eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden. Es wird besonders darauf geachtet, dass Sorten gewählt werden, die resistenter gegen Krankheiten sind. Oft finden solche Sorten aber keinen guten Marktabsatz, was die Biobauern veranlasst, auch weniger geeignete Sorten anzubauen. Bevor die Knollen gesetzt werden, werden sie vorgekeimt. Das bewirkt, dass die ertragsbildende Phase zeitlich vorverlegt wird und sich die neuen Knollen in einem fortgeschrittenerem Stadium befinden, wenn Kartoffelkäfer oder Krautfäule auftreten. Die Methode des Vorkeimens ist nicht nur für den biologischen Kartoffelanbau zu empfehlen, sondern auch für konventionelle Anbauverfahren, da damit der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gesenkt werden kann. Im biologischen Anbau dürfen keine chemisch-synthetisch hergestellten Mittel (Dünger und Pflanzenschutzmittel) eingesetzt werden. Analog zur IP-Produktion ist die Unkrautbekämpfung rein mechanisch. Gegen Insekten (Kartoffelkäfer) dürfen nur natürliche Präparate wie Bacillus thuringiensis eingesetzt werden. Als Fungizide sind einzig Kupferpräparate erlaubt, aber nur in genau festgelegten Mengen (4kg Reinkupfer pro Jahr und ha). Als Düngemittel sind ausschließlich organische Dünger wie Gülle und Mist erlaubt. Die Düngerplanung muss auf Pflanzen- und Bodenanalysen basieren, damit wird eine ausgeglichene Düngebilanz angestrebt. Im biologischen Anbau wird zur Entfernung des Kartoffelkrauts vor allem der Krautschläger eingesetzt. Dabei wird das Kraut durch kleine Hammer einfach abgeschlagen. Weitere Methoden sind Abflammen (Verbrennen der oberirdischen Pflanzenteile) und Krautziehen (maschinelles Abreißen der oberirdischen Pflanzenbestandteile). *Bio-Kartoffeln - Qualität mit jedem Anbauschritt; Merkblatt; FiBL, Bioland, KÖN, Bio Austria 2006 = Biologisch-dynamischer Kartoffelanbau=Die wichtigsten Faktoren für ein gutes Wachstum und einen hohen Ertrag sind guter Boden (humusreich, lose strukturiert), eine geeignete Vorfrucht (Gemüse und auf sandigen Böden vor allem Lupine und Serradella), angemessene Düngung (Ausbringen von humifiziertem und kompostiertem Düngungsmaterial vor der Pflanzung hilft der Pflanzenentwicklung und reduziert die Anfälligkeit gegenüber Mehltau und dem Kartoffelkäfer) und die Qualität des Pflanzgutes. Bei selbstgezogenem Pflanzgut besteht die Gefahr von Degeneration (reduzierte Erträge auf Grund von erhöhter Anfälligkeit gegenüber Viren und erhöhtem Verderb), was rasch zu Missernten führen kann. Konventionelle Bauern brauchen jedes Jahr neues, zertifiziertes Pflanzgut. Im bio-dynamischen Landbau gibt es eine Methode, wie man selber qualitativ hochstehendes Pflanzgut herstellen kann: Pflanzen, die einen gesunden Eindruck machen und ein gutes Wachstum zeigen, werden markiert, separat geerntet und gelagert. 3 bis 4 Wochen vor dem idealen Pflanzdatum werden die Enden der Knollen abgeschnitten und die Augen keilförmig herausgeschnitten, diese werden dann mit Asche und feinem Silikatsand gemischt und an einem gut beleuchteten Ort ausgebreitet. Die Knospen werden so kurz vor die Keimung gebracht. Die Stücke werden dann von Hand in die Reihen gepflanzt, so dass die Knospe nach oben schaut. Die Distanz zwischen den Reihen beträgt normalerweise 62,5 oder 75 cm und zwischen den Stücken in den Reihen 15 cm. Diese Methode führt dazu, dass einzelne, mittelgroße Knollen entstehen. Die optimale Anzahl Pflanzen pro ha beträgt 50.000. Mit einem Reihenabstand von 62,5 cm bedeutet das eine Distanz von 30-32 cm in der Reihe. Abhängig vom Knollengewicht ergibt dies einen Pflanzgutbedarf von 1,75-3 t/ha. Die Pflanztiefe beträgt 5-10 cm und sollte so gleichmäßig wie möglich sein. Eine dünne, geschlossene Bedeckung mit Erde schützt die Knolle vor Frost und hilft dem Boden sich aufzuwärmen. In schweren Böden und bei später Pflanzung sollten die Knollen weniger tief gepflanzt werden. *Bio-dynamic Farming Practice; Sattler und Wistinghausen 1992 = Anbau weltweit=s, Kartoffeln, die nach traditionellem Verfahren in Peru und Bolivien im Boden gefriergetrocknet konserviert werden]] Dank der großen Anpassungsfähigkeit der Kartoffel wird diese heutzutage praktisch auf der ganzen Welt angebaut. Während der Anbau in entwickelten Ländern über die letzten zwei Jahrzehnte tendenziell abgenommen hat, war in Drittweltländern eine Zunahme zu beobachten, am deutlichsten in Asien. Diese Zunahme beruht sowohl auf der Ausdehnung der Anbauflächen wie auf der einfachen Einbeziehung der Kartoffel in bestehende Anbausysteme: Die Entwicklung von früh reifenden Sorten mit einer Vegetationszeit von 80 bis 100 Tagen erlaubt es z. B. in Indien, die Anbaupause zwischen Reis- und Weizenanbau ideal zu nutzen. Die Anbautechniken in der Dritten Welt sind sehr unterschiedlich, je nach Wachstums- und Marktbedingungen. In den Anden, Zentralafrika und dem Himalaja werden Kartoffeln hauptsächlich von kleinen Subsistenzbetrieben von Hand angebaut. Ansonsten ist der Anbau in den meisten Regionen stark mechanisiert worden. Anbaubeispiel Afrika - Äthiopien: In Äthiopien werden Kartoffeln hauptsächlich in Rotations- und Mischanbau ("multicropping")-Systemen während der großen Regenzeit angebaut. Die Saatbettbereitung wird vor der Regenzeit durchgeführt, meist ein bis zwei Monate vor dem Pflanzen. In vielen Regionen ist diese Feldbestellung noch mit Handarbeit oder mit Hilfe von Ochsen verbunden. Als Pflanzgut werden hauptsächlich ganze Knollen verwendet, da diese weniger anfällig auf Krankheiten sind und chemische Pflanzenschutzmittel kaum verwendet werden. Auch die Unkrautkontrolle wird hauptsächlich von Hand erledigt. Anbaubeispiel Eurasien - Indien: Die Großzahl der landwirtschaftlichen Betriebe in Indien sind kleine Familienbetriebe. Die Kartoffelproduktion erfolgt während des Monsuns von Juli bis September, wie auch im Winter, allerdings nur bei Bewässerung. Je nach Region sind Rotationen von Mais-Kartoffel-Weizen bzw. mit Reis oder Jute üblich. Anbaubeispiel Amerika - Peru: Peru liegt im Ursprungsgebiet der Kartoffel und noch heute gibt es viele wilde Sorten. Seit ungefähr 7000 Jahren werden Kartoffeln angebaut und stellten lange Zeit das Hauptnahrungsmittel der Menschen dar. Der Hauptanteil der Kartoffelernte wird von Kleinbauern mit weniger als 3 ha Anbaufläche produziert. Grundsätzlich ist der Kartoffelanbau in zwei Zyklen aufgeteilt: das "frühe Pflanzen" und das "große Pflanzen". Je nach Gegend sind die beiden Zyklen unterschiedlich wichtig. In der Fruchtfolge folgen auf Kartoffeln zuerst meist andere südamerikanische Wurzel- oder Knollenfrüchte und danach Quinoa oder Gerste. *http://research.cip.org *Beukema, van der Zaag: Introduction to Potato Production. Pudoc Wageningen 1990 *Paul M. Harris: The potato crop. Chapman and Hall 1992 PflanzkartoffelnPflanzkartoffeln, auch Saatkartoffeln genannt, werden in speziellen, staatlich kontrollierten Betrieben angebaut. Werden vom Landwirt die selbst produzierten Knollen als Pflanzgut verwendet, so steigt von Jahr zu Jahr die Verseuchung mit bestimmten Krankheiten an. Hier sind an erster Stelle bestimmte Viruskrankheiten zu nennen, die den sog. ?Kartoffelabbau? verursachen. Aber auch der Befall durch bestimmte Pilz- und Bakterienkrankheiten kann durch die wiederholte Verwendung eigenen Pflanzgutes steigen. Daher sollten die Landwirte in regelmäßigen Abständen neues, gesundes Pflanzgut beziehen. ErtragDer Ertrag schwankt stark aufgrund von Wetter, Bodenqualität, Düngung und eventuellem Schädlingsbefall. 2003 betrug der Durchschnittsertrag in Deutschland 35 Tonnen pro Hektar, 2002 hingegen 39 Tonnen pro Hektar (d. h. er lag bei bis zu ca. 4 kg pro Quadratmeter). Nachbarn in der MischkulturPflanzen vertragen sich mit unterschiedlichen Nachbarn, die direkt angrenzend wachsen, unterschiedlich gut: = Gute Nachbarn=• Bohne] • Kapuzinerkresse *Kohl *Kohlrabi *Kümmel *Mais *Meerrettich *Pfefferminze *Spinat *Tagetes =' target='blank'>Schlechte Nachbarn=*Erbsen] • Bete] •_ • Sonnenblume *Tomate ' target='blank'>Wichtige Krankheiten und Schädlinge (unvollständig)Pilzkrankheiten der KartoffelpflanzeKartoffelfäule, auch als Kraut- oder Stängelfäule bekannt (Dürrfleckenkrankheit_bzw._Phytophthora infestans]) Dürrfleckenkrankheit bzw. [[Hartfäule (Alternaria solani) Pockenkrankheit, Weißhosigkeit, Wurzeltöterkrankheit (Rhizoctonia solani) Pulverschorf (Spongospora subterranea) Weißfäule (Kartoffel) (Fusarium coeruleum) Kartoffelkrebs (Synchytrium endobioticum) Silberschorf (Helminthosporium solani) Fusarium-Welke (Fusarium oxysporum) Colletotrichum-Welkekrankheit (Colletotrichum coccodes) Durch Bakterien hervorgerufene KartoffelkrankheitenSchwarzbeinigkeit und Nassfäule (Erwinia carotovora) Kartoffelschorf (Streptomyces scabies) Bakterienringfäule (Clavibacter michiganensis subsp. sepedonicus) Schleimkrankheit (Ralstonia solanacearum) Durch Viren hervorgerufene KartoffelkrankheitenBlattrollkrankheit Strichelkrankheit * Mosaikkrankheiten: (Leichte Mosaik-Krankheit und Kräuselmosaik-Krankheit) Stängelbuntkrankheit Eisenfleckigkeit_bzw._Tabak-Rattle-Virus/'>Tabakmosaikvirus/'>Eisenfleckigkeit bzw. Tabak-Rattle-Virus Insekten (Ethylen absondern, welches schon in geringer Konzentration die Atmung und Keimbereitschaft der Kartoffel erhöht. Dadurch werden die Knollen schnell welk und schrumpelig. Verfahren |
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