Ingelheim am Rhein
Ingelheim am Rhein, Selbstbezeichnung: Die Rotweinstadt, ist seit Rheins im Bundesland Rheinland-Pfalz.
Etymologie
Die für Rheinhessen typische Endung -heim geht wohl auf fränkische Zeiten zurück, d.h. wahrscheinlich auf das 5. oder 6. Jahrhundert n. Chr. Siedlungen oder Höfe wurden damals mit dem Namen ihres Herren und diesem Suffix versehen. , 1645]]
Der Ortsname wird in Urkunden aus späteren Zeiten unter anderem als Ingilinhaim, Ingilinheim (782), Ingilenhaim, Engelheim, Hengilonheim, Engilonheim (822), Engilinheim (826), Hingilinheim (855), Ingilunheim (874), Ingulinheim (889), Ingelesheim (891), Ingelenheim (940), Anglia sedes (1051), Ingilheim und Ingelnheim (1286) überliefert.
Seit 1269 wird zwischen Nieder- und Ober-Ingelheim unterschieden.
Geografie
Geografische Lage
Ingelheim am Rhein liegt im Norden von Rheinhessen, am so genannten Rheinknie, westlich der Landeshauptstadt Mainz. Der Rhein bildet die nördliche Grenze des Stadtgebiets. Südlich erstreckt sich die Stadt in das Tal der Selz hinein, die im Stadtteil Ingelheim-Nord in den Rhein mündet.
Die Stadtteile Ingelheim-Mitte und Ingelheim-Süd schmiegen sich an die nordwestliche Ecke des so genannten Mainzer Berges.
Niedrigster Punkt des Stadtgebietes ist der Rheinhafen mit 80,8 m. ü. NN. Die beiden höchsten Punkte sind der Mainzer Berg mit 247,8 m. ü. NN sowie der Westerberg mit 247,5 m über NN.
Ausdehnung des Stadtgebiets
Die Nord-Süd Ausdehnung des Stadtgebietes beträgt 7,9 km, die Ost-West Ausdehnung 5,0 km.
Nachbargemeinden
Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Ingelheim, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt:
:Rechtsrheinisch: Geisenheim, Oestrich-Winkel
:Linksrheinisch: Heidesheim am Rhein und Wackernheim als Teil der Verbandsgemeinde Heidesheim am Rhein, Verbandsgemeinde Nieder-Olm, Schwabenheim und Gau-Algesheim (VG_Gau-Algesheim), Bingen am Rhein
Stadtgliederung
Ingelheim gliedert sich in sechs Stadtteile. In Klammern die Namen vor der Stadtwerdung 1939.
#Ingelheim-Mitte (Nieder-Ingelheim)
#Ingelheim-Nord (Frei-Weinheim)
#Ingelheim-Süd (Ober-Ingelheim)
#Sporkenheim
#Groß-Winternheim
#Ingelheim-West
Vielfach werden auch noch die alten Bezeichnungen der Stadtteile verwendet.
Klima
Wie ganz Rheinhessen liegt auch Ingelheim wettergeschützt durch Hunsrück, Taunus, Odenwald und Donnersberg.
:
Geschichte
Hauptartikel: Geschichte der Stadt Ingelheim
Das Ingelheimer Gebiet war bereits in vorgeschichtlicher Zeit besiedelt. Besondere Bedeutung erlangt der Ort jedoch erst unter Karl_dem_Großen und seinen Nachfolgern. Karl ließ hier eine Pfalz errichten, in der in der Folge Synoden und Reichstage abgehalten wurden. Sein Sohn und Nachfolger, Kaiser Ludwig der Fromme, starb am 20. Juni 840 in Ingelheim.
Im Hoch- und Spätmittelalter ging die Bedeutung der Pfalz und damit Nieder-Ingelheims zurück.
Für die deutsche Justizgeschichte ist der Ingelheimer Oberhof von besonderer Bedeutung, da von ihm eine einzigartige Sammlung von Urteilen aus dem 15. und 16. Jahrhundert erhalten ist.
1939 wurden die vormals selbständigen Ortschaften Nieder-Ingelheim, Ober-Ingelheim und Frei-Weinheim zur Stadt Ingelheim am Rhein zusammengeschlossen.
Den zweiten Weltkrieg überstand Ingelheim als einzige Stadt zwischen Mainz und Koblenz unzerstört. Heute ist Ingelheim ein Mittelzentrum in Rheinland-Pfalz und Sitz der Kreisverwaltung des Landkreis Mainz-Bingen.
Religionen
2004 teilte sich die Konfessionszugehörigkeit wie folgt auf:
* evangelisch 36 %
* katholisch 34 %
* konfessionslos 24 %
* k.A. 2 %
Die sechs katholischen Pfarreien gehören innerhalb des Bistums_Mainz zum Dekanat Bingen.
Die fünf evangelischen Pfarreien der EKHN gehören zur Probstei Mainz und innerhalb derer zum Dekanat Ingelheim.
Daneben gibt es in Ingelheim noch jeweils eine kleine baptistische, freireligiöse und islamische_Gemeinde sowie eine Gemeinde der Zeugen Jehovas.
Bis 1942 bestand in Ingelheim eine jüdische Gemeinde, deren Entstehung in die Zeit des 16. Jahrhunderts zurückgeht. Um 1850 lebten in Ober-Ingelheim etwa 200 jüdische Einwohner, 1933 in Ober- und Niederingelheim noch insgesamt 134 jüdische Personen. 1840/41 wurde eine im Blick auf die Architekturgeschichte bedeutende Synagoge erbaut (Einweihung am 27. August 1841, Schändung beim Novemberpogrom 1938). Zahlreiche jüdische Einwohner kamen nach den Deportationen in der NS-Zeit in den Vernichtungslagern ums Leben.
Eingemeindungen
1972 wird der Ort Groß-Winternheim im Selztal eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
= vor 1939
== ab 1939
=|
|}
Politik
Stadtrat
Bei der Stadtratswahl 2004 ergab sich das folgende Ergebnis
#CDU: 37,53% (-4,24%) - 13 Sitze
#SPD: 29,64% (-5,90%) - 11 Sitze
#Grüne: 10,41% (+2,52%) - 4 Sitze
# Liste Klose: 10,19% (+10,19%) - 4 Sitze
#FW: 7,30% (-2,33%) - 2 Sitze
#FDP: 4,93% (-0,24%) - 2 Sitze
Oberbürgermeister
Bei der Oberbürgermeisterwahl vom Ralf Claus (SPD): 29,51%
#Hans-Werner Klose (Liste Klose): 19,04%
#Joachim Frey (Grüne): 5,60%In der Stichwahl vom 29. Juni 2003 konnte Amtsinhaber Gerhard sich mit 52,76% gegenüber seinem Herausforderer Claus (47,24 %) durchsetzen.
Ergebnisse der Stadtratswahlen seit 1946
*1946
*CDU: 42,2%
*SP: 26%
*KP: 9,2%
** Liste Gemünden/Gaul: 22,6%
: Wahlberechtigte: 6899
: Wahlbeteiligung: 88,6%
*1948
*CDU: 35,1%
*SPD: 33,1%
** DP: 25,3%
** KP: 6,5%
* 9. November 1952
** Freie Bürgerliste Rausch: 40,1%, 2882 Stimmen - 11 Sitze
** SPD: 23,04%, 1656 Stimmen - 6 Sitze
** CDU: 22,43%, 1612 Stimmen - 6 Sitze
** FDP: 10,21%, 734 Stimmen - 2 Sitze
** KPD: 4,2%, 303 Stimmen
: Wahlberechtigte: 9488
: Wahlbeteiligung: 77,76%, 7378 Stimmen, 7187 gültige Stimmen
*1956
** SPD: 36,79%, 2611 Stimmen - 9 Sitze
** CDU: 27,06%, 1920 Stimmen - 7 Sitze
** Wählergruppe Bambach: 24,45%, 1735 Stimmen - 6 Sitze
** FDP: 11,7%, 830 Stimmen - 3 Sitze
: Wahlberechtigte: 9979
: Wahlbeteiligung: 72,62%, 7247 Stimmen, 7096 gültige Stimmen
*23. Oktober 1960
** SPD: 42,61%, 3114 Stimmen - 11 Sitze
** CDU: 36,65%, 2679 Stimmen - 10 Sitze
** FDP: 16,92%, 1237 Stimmen - 2 Sitze
** Wählergruppe Kaufmann: 3,82%, 279 Stimmen
: Wahlberechtigte: 10.695
: Wahlbeteiligung: 70,14%, 7502 Stimmen, 7309 gültige Stimmen
*25. Oktober 1964
** SPD: 51,7% - 13 Sitze (absolute Mehrheit)
** CDU: 34,7%, 2800 Stimmen - 9 Sitze
** FDP: 13,6%, 1098 Stimmen - 3 Sitze
: Wahlberechtigte: 11.369 (50a CDU) 11312 (40a Ing)
: Wahlbeteiligung: 72,77%, 8231 Stimmen (50a CDU) 8232 (40a Ing)
*8. Juni 1969
** CDU: 37,15%, 3397 Stimmen - 12 Sitze
** SPD: 34,45%, 3150 Stimmen - 11 Sitze
** FDP: 10,45%, 956 Stimmen - 3 Sitze
** Freie Wählergruppe Kaege: 17,95%, 1641 Stimmen - 5 Sitze
: Wahlberechtigte: 12.295
: Wahlbeteiligung: 75,51%, 9309 Stimmen, 9144 gültige Stimmen
*23. April 1972
** SPD: 41,99%, 4263 Stimmen - 14 Sitze (nach 40a 4264)
** CDU: 38,92%, 3952 Stimmen - 12 Sitze
** FDP: 8,79%, 892 Stimmen - 2 Sitze
** Wählergruppe Kaege: 10,28%, 1044 Stimmen - 3 Sitze
: Wahlberechtigte: 13.992
: Wahlbeteiligung: 73,46%, 10.280 Stimmen, 10.153 gültige Stimmen
*17. März 1974
** CDU: 46,6%, 5092 Stimmen - 17 Sitze (40a: 46,40%)
** SPD: 34,34%, 3769 Stimmen - 12 Sitze
** FDP: 10,26%, 1126 Stimmen - 3 Sitze
** FWG: 8,98%, 986 Stimmen - 3 Sitze
: Wahlberechtigte: 14.027
: Wahlbeteiligung: 79,17%, 11.106 Stimmen, 10.973 gültige Stimmen
*10./11. Juni 1979
** SPD: 42,12%, 4322 Stimmen - 14 Sitze
** CDU: 41,52%, 4261 Stimmen - 13 Sitze
** FDP: 8,21%, 842 Stimmen - 2 Sitze
** FWG: 8,15%, 837 Stimmen - 2 Sitze
: Wahlberechtigte: 14.238
: Wahlbeteiligung: 73,54%, 10.470 Stimmen, 10.262 gültige Stimmen
*17. Juni 1984
** CDU: 40,7%, 4576 Stimmen - 15 Sitze
** SPD: 44,1%, 4966 Stimmen - 16 Sitze
** FDP: 7,8% - 2 Sitze
** FWG: 10,6% - 2 Sitze
** DKP: 1 % - 112 Stimmen
: Wahlberechtigte: 15408
: Wahlbeteiligung: 74,9%, 11.252 gültige Stimmen
*18. Juni 1989
** SPD: 41,0% - 15 Sitze
** CDU: 31,2% - 11 Sitze
** FWG: 10,6% - 4 Sitze
** FDP: 7,75% - 3 Sitze
** Grüne: 7,38% - 2 Sitze
*12. Juni 1994
** SPD: 36,6% - 13 Sitze
** CDU: 31,0% - 11 Sitze
** FWG: 6 Sitze
** Grüne: 4 Sitze
** FDP: 2 Sitze
: Wahlbeteiligung: 70%, 11.781 Stimmen
Bürgermeister vor 1939
*Nieder-Ingelheim
** Weitzel um 1881
*Leonard Muntermann (DDP, 1912 - 7. April 1932)
*Ober-Ingelheim
** Dr. Georg Rückert (Februar 1932 - April 1933)
** Gaul (1933-)
(Ober-) Bürgermeister seit 1939
Bürgermeister seit 1946, Oberbürgermeister ab 1972
1939-1945: Franz Bambach (NSDAP)
* 15. April 1945 - 23. Juni 1945: Georg Schick
* 23. Juni 1945 - : Dr. iur. Georg Rückert (SP)
22. September 1946-1948: Dr. iur. Georg Rückert (SP)
* 1949 - 1. Oktober 1956: Dr. rer. pol. Heinz Brühne (SPD)
1957-1964: Heinz Kühn (Ingelheim)
1964-1965: Albert Saalwächter (Ingelheim)
1966-1972: Hans-Ulrich Oehlschlägel, BM (SPD)
1972-1975: Hans-Ulrich Oehlschlägel, OB (SPD)
1975-1995: Anno Vey (CDU)
1995- : Dr. Joachim Gerhard (CDU)
Wappen
Blasonierung: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter und bezungter Adler.
Der Adler ist der Reichsadler. Die Herkunft des Wappens erklärt sich über die Reichsfreiheit des Ingelheimer Grundes.
= Alte Wappen
=:Nieder-Ingelheim: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter Adler hinter einer durchgehenden roten Zinnenmauer.:Ober-Ingelheim: In Silber ein schwarzer, rot bewehrter und bezungter Adler.
Städtepartnerschaften
Autun, Frankreich, seit 19. Mai 1963
Stevenage, England, seit 28. September 1963
Berlin-Kreuzberg (Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg), seit 1971
San Pietro in Cariano, Italien, seit 1984
Limbach-Oberfrohna, seit 1990
Nysa, dt. Neisse, Polen, seit 2002
Am 24. Oktober 1975 wurde die Dreierpartnerschaft zwischen Ingelheim, Autun und Stevenage offiziell besiegelt.
Patenschaften
* Airbus Ingelheim am Rhein D-ABJE, Boeing 737-530, SN 25310/2126
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Ingelheimer Fassenacht
* Carneval-Verein ?Wäschbächer" 1885
* Carnevalverein Frei-Weinheim
* Ingelheimer Carnevalverein
* Narrenclub Ingelheim 1987
Museen
Das Museum bei der Kaiserpfalz informiert in einer eigenen Abteilung über die nach 785 von Karl dem Großen in Ingelheim erbaute Kaiserpfalz. Präsentiert werden archäologische Kleinfunde, Objekte aus dem Bereich der Bauplastik sowie ein anschauliches Modell des einst imposanten Bauwerks. Reste der Kaiserpfalz sind in unmittelbarer Nähe des Museums zu besichtigen. Von europäischer Bedeutung ist der 1996 gefundene goldene Solidus, die bisher einzige gefundene Goldmünze mit dem Bildnis Karls des Großen [http://www.kaiserpfalz-ingelheim.de/main_ti.htm?/ti_fu01.htm].
Musik
* Sinfonieorchester des Weiterbildungszentrums
* Ingelheimer Kantorei
* Bläserchöre Ingelheim
* Carolus Magnus-Ingelheimer Kaiserpfalzbläser
* Telemann-Chor Ingelheim
* Gesangsvereine
** GV Liederkranz 1857
** GV Einigkeit 1885
** GV Germania 1862
** MGV 1866
** Schubert-Quartett 1924 e.V.
Bauwerke
Die Stadt verfügt neben der karolingischen_Pfalz über eine Reihe sehenswerter historischer Bauwerke.
Saalkirche (ev.), 997 als Kapelle St. Peter der Kaiserpfalz errichtet.
Remigiuskirche (kath.) mit romanischem Türsturz am Turm.
Burgkirche
St._Michael mit Pestkreuz
* karolingische Wasserleitung
* Heidesheimer Tor
Bismarckturm
Ohrenbrückertor
* Uffhubtor
Malakoffturm
* jüdischer Friedhof
* Alte Markthalle in Nieder-Ingelheim
* Ev. Kirche Groß-Winternheim, im Volksmund "Selztaldom".
Parks
*Kommerzienrat-Boehringer-Anlage
*Emmerlingscher Park
Naturdenkmäler
*Kalkflugsande bzw. Kalkflugsanddünen
In den Gemarkungen Nieder-Ingelheim und Frei-Weinheim, im wesentlichen nördlich der Autobahn entlang der Konrad-Adenauer-Straße, aber auch südlich der Autobahn - sogar innerhalb des Werksgeländes der Firma Boehringer Ingelheim - befinden sich Kalkflugsande. Ebenso befindet sich ein Vorkommen im Bereich der Griesmühle.
Diese Erdformationen stehen unter Naturschutz nach dem rheinland-pfälzischen Landespflegegesetz. Ihre Beschädigung, Beseitigung etc. gilt als unausgleichbarer Eingriff in Natur und Landschaft. Städtebauliche Nutzungen in Bereichen von Kalkflugsanden sind daher regelmäßig ausgeschlossen bzw. werden nur in ganz besonderen Ausnahmefällen genehmigt. Zwei solcher Ausnahmefälle waren der Bau der Konrad-Adenauer-Straße (von der Autobahnbrücke bis zur Rheinstraße) und der Bau der Kindertagesstätte an der Sporkenheimer Straße.
Sport
* 1. Schwimmsportverein Ingelheim 1966 e.V.
* RV Ingelheim
* SpVgg Ingelheim
* TuS 1848 Ober-Ingelheim
* Turngemeinde 1847 Corp. Nieder-Ingelheim
* SV Ingelheim 1949 e.V.
* VfL Frei Weinheim
* HSC Ingelheim
* TV Frei-Weinheim
Regelmäßige Veranstaltungen
* Seit 1972 jährliche Folk-Musikveranstaltung, das Eurofolkfestival Ingelheim auf dem Burgkirchen-Festgelände. Es gilt als eines der Nachfolgefestivals der berühmten Waldeck-Festivals. Ein Großteil der Besucher besteht aus Menschen der Hippiekultur und Jugendlichen aus der Umgebung wie auch aus ganz Deutschland. Die Besucherzahl variiert so zwischen 2000 bis 3000 Besuchern. Es findet meist zwischen Mitte Juni bis Mitte Juli statt und dauert immer von Freitag bis Sonntag. Vom Ingelheimer Eurofolkfestival aus wurde 1974/75 das OpenOhr Festival in Mainz gegründet.
* Hafenfest auf der Jungau, alljährlich Anfang August.
* Ingelheimer Rotweinfest auf dem Burgkirchen-Festgelände, findet alljährlich vom letzten Wochenende im September bis zum ersten Wochenende im Oktober statt.
* Internationale Tage, alljährlich seit 1959.
* Umsonst-und-drinnen, internationales Musikfestival für Nachwuchsgruppen.
* Kinderfest der DPSG Ingelheim, alljährlich an Christi-Himmelfahrt seit 1969 auf der Jungau in Frei-Weinheim.
Kulinarische Spezialitäten
Regionale rheinhessische Spezialitäten sind Spargel oder Schattenmorellen.
Wirtschaft und Infrastruktur
Verkehr
Die A_60 führt durch das Stadtgebiet und hat dort zwei Anschlussstellen. Die B_41 endet in Ingelheim. Die Autobahnen A_61 und A_63 liegen in unmittelbarer Nähe. Über die Autobahn ist der Flughafen Frankfurt in rund 30 Minuten zu erreichen. Der Flughafen Frankfurt-Hahn ist über die Bundesautobahnen A_60 und A_61 sowie die B_50 in rund 50 Minuten zu erreichen.
Ingelheim liegt an den Bahnstrecken Mainz-Bingen-Köln (Linke Rheinstrecke) und Saarbrücken-Mainz-Frankfurt. Zwischen Ingelheim-Nord und Oestrich-Winkel verkehrt eine Rheinfähre. Die Stadtteile sowie die umliegenden Gemeinden bedienen Buslinien der Omnibusverkehr Rhein-Nahe GmbH. Der Schienennahverkehr wird über den Rhein-Nahe-Nahverkehrsverbund bedient.
Ansässige Unternehmen
Boehringer Ingelheim, Pharmaunternehmen
Karl Gemünden GmbH & Co. KG, Bauunternehmung
EA_Phenomic, vormals Phenomic, Softwareentwickler
Rheinhessische Energie- und Wasserversorgungs-GmbH
Vereinigte Obst- und Gemüsemärkte (VOG), Europas größter Umschlagplatz für Sauerkirschen
Landwirtschaftliche Erzeugnisse
Von den 4987 Hektar Gemarkungsfläche werden 641 Hektar für Weinbau und 1373 Hektar für Ackerbau genutzt. Landwirtschaftlichen Hauptprodukte sind dementsprechend Sauerkirschen, Spargel und Wein. Obwohl die Stadt in einer vom Weißwein dominierten Region liegt, werden in Ingelheim am Rhein auf 54,9 Prozent der bestockten Rebfläche Rotweinsorten angebaut. Mit 641 Hektar bestockter Rebfläche ist die Stadt außerdem nach Worms (1.490 Hektar), Nierstein (783 Hektar), Alzey (769 Hektar), Westhofen (764 Hektar), Alsheim (704 Hektar) und Bechtheim (654 Hektar) größte Weinbaugemeinde Rheinhessens und eine der größten im gesamten Bundesland Rheinland-Pfalz.
Medien
Stadtfernsehen "Blickpunkt Ingelheim" welches jeden Montag und Dienstag auf dem Regionalen Kanal K3 auf Sendung geht.
Öffentliche Einrichtungen
* Ingelheim ist seit 1996 Sitz der Kreisverwaltung des Landkreises_Mainz-Bingen
Bildung
Ingelheim beherbergt
* drei Grundschulen,
* eine Grund- und Hauptschule,
* eine Berufsbildende Schule, die BBS Ingelheim
* eine Schule für Lernbehinderte
* eine Realschule, die Kaiserpfalz-Realschule
* eine Integrierte Gesamtschule "Kurt Schumacher"
* ein Gymnasium, das Sebastian-Münster-Gymnasium
Unter dem Dach des Weiterbildungszentrums Ingelheim arbeiten:
Volkshochschule,
* Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung
* Musikschule und
* Jugendbildungswerk
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
* Albert Gerhard de Roock (* 1787 in Zaltbommel (Holland); ? 22. August 1867 in Ingelheim), am 8. August 1863 zum Ehrenbürger von Nieder-Ingelheim ernannt.
* Kommerzienrat Albert Boehringer (* 1861 in Stuttgart; ? März 1939 in Ingelheim), 1921 zum Ehrenbürger von Nieder-Ingelheim ernannt.
* Albert Boehringer (* 7. Juni 1890 in Ingelheim; ?) Am 7. Juli 1951 zum Ehrenbürger von Ingelheim ernannt
* Georg Rückert (* 8. November 1901; ? 12. September 1990), Regierungspräsident i.R. und erster Nachkriegsbürgermeister von Ingelheim.
* Andreas Saalwächter (* 24. Oktober 1876 in Nieder-Ingelheim; ? 10. August 1967 ebd.), Heimatkundler. Am 13. Oktober 1953 Ehrenbürger von Ingelheim. Träger des Bundesverdienstkreuzes am Bande.
* René Monrose, Bürgermeister von Autun. 1965 Ehrenbürger von Ingelheim.
* Marcel Lucotte (* 16. Januar 1922; ?), Bürgermeister von Autun. Ehrenbürger von Ingelheim.
* Christian Rauch (* 1878; ? 31. Januar 1976), Archäologe. Am 16. Dezember 1974 Ehrenbürger von Ingelheim.
* Brian Hall, ehemaliger Bürgermeister von Stevenage und Leader of the Council'' (Stadtratsvorsitzender). Im September 2005 zum Ehrenbürger ernannt.
Söhne und Töchter der Stadt
Sebastian Münster (20. Januar 1488, ? 26. Mai 1552), Wissenschaftler (Kosmograph, Hebraist),
* Freiherr Heinrich Joseph Dumont (8. Mai 1811, ? 28. Dezember 1876), KuK-Oberst
Carlo von Erlanger (5. September 1872, ? 4. September 1904), Ornithologe und Forschungsreisender
Philipp Dengel (15. Dezember 1888, ? 28. März 1948), kommunistischer Politiker
Frolinde Balser (1924), Wissenschaftlerin (Erwachsenenbildung), MdB 1976-80
Wilfried Bauer (21. September 1944, ? 5. Dezember 2005), Fotograf
Klaus Knopper (1968), der Entwickler der Linux-Distribution Knoppix.
Markus Kreuz (1977), Fußballspieler
Weitere Persönlichkeiten
Karl der Große
Ludwig der Fromme, starb 840 in der Ingelheimer Pfalz, die zu seinen häufigsten Aufenthaltsorten gehörte (zahlreiche Reichsversammlungen)
* Das Geschlecht_derer_von_Ingelheim, u.a. Anselm_Franz_von_Ingelheim, Erzbischof von Mainz
Jean-Baptiste Kléber, während der Belagerung von Mainz 1794 Hauptquartier in Ingelheim
Martin Mohr (* 1788 Warmsroth, ? 1865 Ingelheim)
Wilhelm Hermann Carl von Erlanger (27. März 1834 in Frankfurt am Main, ? 17. April 1909 in Ingelheim)
Eduard Douwes Dekker genannt Multatuli
Irmgard von Opel (* 1907 in Rüsselsheim; ? 20. Mai 1986 in Ingelheim)
Richard von Weizsäcker, von 1962 bis 1966 geschäftsführender Gesellschafter von Boehringer Ingelheim
Carsten Lenz (* 1970), Kirchenmusiker
Weblinks
• Offizielle Internetseiten

