Halberstadt
Halberstadt ist Kreisstadt des Landkreises_Halberstadt in Sachsen-Anhalt (Deutschland). Die fünftgrößte Stadt des Landes Sachsen-Anhalt liegt im nördlichen Harzvorland. Ab dem 1.Juli 2007 wird Halberstadt Kreisstadt des neuen Harzkreises, der die alten Landkreise Wernigerode, Quedlinburg, Halberstadt sowie die Stadt Falkenstein/Harz umfassen wird.
Geografie
Halberstadt liegt ca. 20 km nördlich des Harzes an der Holtemme und dem Goldbach. Im Norden der Stadt befindet sich der Höhenzug Huy, im Osten die Magdeburger Börde und im Süden die Spiegelsberge, Thekenberge sowie die Klusberge.
Stadtgliederung
Die Stadt Halberstadt besteht neben der Kernstadt aus den Ortsteilen Emersleben (seit dem 1. Mai 1995) und Klein Quenstedt (seit dem 1. Januar 1996). Diese Ortsteile verfügen über einen eigenen Ortschaftsrat. Darüber hinaus gibt es noch einige Stadtteile, die wie folgt bezeichnet werden: Wehrstedt, Klussiedlung, Veltensmühle, Sargstedter Siedlung.
Nachbargemeinden
Im Uhrzeigersinn, von Norden beginnend: Huy, Schwanebeck, Groß Quenstedt, Wegeleben, Harsleben, Langenstein, Ströbeck, Aspenstedt und Sargstedt.
Geschichte
804: Durch Karl_den_Großen wird der Missionsstützpunkt zum Bischofssitz.989: Dem Bischof Hildeward (968-996) von Halberstadt wird von König Otto_III. das Markt-, Münz- und Zollrecht verliehen. Ebenso erhält er den Blut- und Heerbann, also die weltliche Gewalt im Harzgau und damit über die Bewohner des Ortes Halberstadt.
1005: Bau der Liebfrauenkirche beginnt.
1052 beherrscht der Halberstädter Bischof bereits die umliegenden Grafschaften.
1179: Heinrich der Löwe zerstört Stadt, Dom und Domburg.
1236: Beginn des Neubaus des Domes, der 1491 geweiht wird,
1387: schließt sich Halberstadt der Hanse an.
1433: Aufstellung des Stadt-Rolands.
1591: Durch den ersten protestantischen Halberstädter Bischof Heinrich_Julius wird am Halberstädter Dom die protestantische Lehre eingeführt. Es hält sich daraufhin bis zum Ende des Dreißigjährigen_Krieges ein gemischtkonfessionelles Domkapitel.
1629: Zum zweiten Mal besetzen Truppen Wallensteins Halberstadt. Der kaiserliche Oberfeldherr macht Dom und Liebfrauenstift mit Hilfe des Restitutionsedikts kurzfristig wieder katholisch.
1648: Das Bistum Halberstadt wird als Fürstentum Bestandteil Brandenburg-Preußens.
1681/82 wütet die Pest in der Stadt. 2197 Menschen sterben an der Seuche.
* Ab etwa 1750 macht Johann Wilhelm Ludwig Gleim sein Haus zu einem Kommunikationszentrum der deutschen Aufklärung (größte Originalbibliothek und Briefesammlung zur deutschen Aufklärung im Gleimhaus, jetzt Deutschlands zweitältestes Literaturmuseum).
1761: Die Spiegelsberge werden durch Freiherr von Spiegel erworben und in einen Landschaftspark umgestaltet.
1778: Friedrich Eberhard von Rochow gründet in Halberstadt das erste Landschullehrerseminar Deutschlands.
1807: Halberstadt ist Teil des durch Napoleon geschaffenen Königreichs_Westfalen und Sitz einer Präfektur sowie Hauptstadt des Saaledepartements,
1843: Mit der Eröffnung der Bahnlinie nach Magdeburg durch die Magdeburg-Halberstädter-Eisenbahn erhält Halberstadt Anschluss an das sich ständig erweiternde Eisenbahnnetz.
1883: Friedrich Heine gründet die berühmte Halberstädter Wurstfabrik.
1890 entsteht die Badeanstalt.
1903: Halberstadt bekommt eine elektrische Straßenbahn.
1905 werden das Stadttheater gegründet und das Städtische Museum eröffnet. Allerdings gab es schon seit 1812 im ehemaligen Nicolaikloster eine der ersten bürgerlichen Sprechbühnen Deutschlands.
1938 veranlassen die Nazis die Zerstörung der Synagoge in der Bakenstraße. Da sie eng in die bestehende Fachwerkbebauung eingebunden war, vermied man die Brandschatzung während der Novemberpogrome und zwang die Jüdische Gemeinde dazu, ihre Synagoge eigenhändig abzureißen. Die in ihrem barocken Baustil 1712 vom Hofjuden Berend Lehmann gestiftete Synagoge zählte seinerzeit zu den schönsten Europas.
1942: Am 23. November werden die letzten noch verbliebenen Mitglieder der jüdischen Gemeinde deportiert.
1945: Am 8. April zerstören alliierte Bomber 82 % der Innenstadt. Dabei kommen rund 2500 Menschen ums Leben. Die Trümmermenge beträgt etwa 1,5 Mio. m³.
1949: Das zerstörte Stadttheater wird durch das neugebaute "Volkstheater" ersetzt. Heute bespielt das 1949-Nordharzer Städtebundtheater] die Bühnen von Halberstadt, Quedlinburg und dem Bergtheater Thale, sowie weitere Bühnen der Region.
1949-[[1989 Die zu großen Teilen zerstörte Altstadt wird neu wieder aufgebaut, der erhaltene Bestand an Fachwerkhäusern wird durch Verfall und Abriss weiter dezimiert.
* Nach 1990 erfolgt die Restaurierung der verbliebenen Teile der Altstadt sowie ab 1995 der Aufbau eines modernen Stadtzentrums auf den Grundmauern des historischen Stadtkerns.
1998 Fertigstellung des neuen Stadtzentrums im Bereich des Marktplatzes unter teilweiser Rekonstruktion des kriegszerstörten Rathauses.
Hexenprozesse
Während der Hexenverfolgungen wurden in Hexenprozessen etwa 24 Menschen zum Tode verurteilt.
Militär
Halberstadt war von 1623 bis 1994 372 Jahre lang fast ununterbrochen Garnisonstadt.
Zu DDR-Zeiten waren in Halberstadt Truppen der GSSD/'>Gruppe der Sowjetischen Streitkräfte in Deutschland/'>GSSD, mit deren Abzug 1994 die Zeit als Garnisonsstadt endete. Das Kasernengelände liegt brach, die ehemals von der Roten Armee genutzten Baulichkeiten sind mittlerweile abgerissen. Ebenfalls abgerissen ist die Kasernenanlage Martin-Schwantes, die bis 1990 Sitz der Grenztruppen war. Ein Teil des Geländes wird heute u. a. von der Bundesanstalt CDU 14 Sitze
Linkspartei.PDS 9 Sitze
SPD 6 Sitze
* FORUM Halberstadt 4 Sitze
* BUKO e. V. 2 Sitze
Bündnis 90/Die Grünen 1 Sitz
FDP 1 Sitz
ödp 1 Sitz
* Parteilos: 1 Sitz ab August 2006, nach Austritt aus der NPD
Oberbürgermeister
Andreas Henke (Linkspartei.PDS)
Wappen
Das Wappen zeigt eine Wolfsangel und die ursprünlichem Farben des Bistums_Halberstadt.
Blasonierung: Gespalten von Silber und Rot, darüber schrägrechts ein schwarzer Doppelhaken (Wolfsangel).
Städtepartnerschaften
Wolfsburg in Niedersachsen
Nachod in Tschechien
Banská Bystrica in der Slowakei
Villars in Frankreich
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Theater
Nordharzer Städtebundtheater mit je zwei Spielstätten in Halberstadt und Quedlinburg sowie Sommerbespielung im Bergtheater Thale, der Waldbühne Altenbrak, der Seebühne Magdeburg und der Schlossbühne Wolfenbüttel.
Museen
* Städtisches Museum
* Dom und Domschatz (s. a. unter Dom)
Gleimhaus
Heineanum (eines der größten vogelkundlichen Museen Deutschlands mit über 18000 Bälgen ? mehr als der Hälfte aller Vogelarten überhaupt, darunter seltene ausgestorbener Exemplare)
* Berend-Lehmann-Museum für jüdische Geschichte und Kultur
* Schraube-Museum (bürgerliche Wohnkultur des 19. Jahrhunderts)
Musik
* Nordharzer Städtebundtheater (Drei-Spartentheater mit großer und kleiner Bühne)
* Derzeit wird in der Halberstädter St.-Burchadi-Kirche das Orgelwerk ?As_slow_as_possible? von John Cage (1912-1992) mit einer Gesamtspieldauer von 639 Jahren aufgeführt.
Bauwerke
thumb|St.-Burchardi-Kirche
* Historisches Ensemble Domplatz, im Osten vom Dom und im Westen von der Liebfrauenkirche begrenzter Platz, an der Nordseite befinden sich die historischen Domherrenkurien (heute: Städtisches Museum, Dombauhütte, Heineanum, Gleimhaus), an der Südseite das ehemalige Domgymnasium, die Dompropstei (heute: beide Hochschule Harz), das neoromanische Postgebäude und an der Nordwestseite der Bischofspalast "Petershof" (heute: Bibliothek und Stadtverwaltung), sowie die Peterstreppe (Literatur zum Domplatz s. a. unter Dom)
* Die historische Altstadt beschränkt sich auf einige erhaltene Straßenzüge wie der Voigtei, Bakenstraße, Gröperstraße, Rosenwinkel, Grudenberg, Grauer Hof, Steinhof und dem Westendorf (ca. 450 Häuser vorwiegend im Niedersächsischen Fachwerkstil erbaut)
* Rathaus, Neubau unter Rekonstruktion von Teilen der Fassade und der Ratslaube des kriegszerstörten Vorgängerbaus, davor die Rolandstatue.
* Wassertorturm (1444), einzig erhaltener Torturm Halberstadts
* Bismarckturm (22. März 1907 eingeweiht), 22 m hoher Aussichtsturm am westlichen Rand der Spiegelsberge, zur Erinnerung an Reichskanzler Otto von Bismarck errichtet
* Jagdschloss in den Spiegelsbergen, mit dem ältesten und größten_erhaltenen_Weinfass (etwa 144.000 Liter Fassungsvermögen) Deutschlands.
* Die Klaussynagoge im Rosenwinkel wurde von Berend_Lehmann 1703 als Wohn- und Studierhaus für drei jüdische Gelehrte erbaut. Heute dient dieses Gebäude der Moses-Mendelssohn-Akademie für Tagungen und Ausstellungen.
Kirchen
* Dom St. Stephanus und St. Sixtus, eine der bedeutendsten gotischen Kathedralen Deutschlands, Baubeginn 1236, geweiht 1491. Der Domschatz gilt weltweit als einer der kostbarsten Schätze sakraler mittelalterlicher Kunst
* Liebfrauenkirche (1146 erbaut) im mitteldeutschen Raum einzigartige viertürmige romanische Pfeilerbasilika (Bild), (Literatur s. unter Dom)
* Martinikirche (1250-1350 erbaut) gotische Hallenkirche mit massiver Doppelturmfassade, der nördliche Turm wurde bewusst niedriger gebaut, um dem Wächter im südlichen Turm eine Rundumsicht zu verschaffen
* Moritzkirche (um 1246 erbaut) dreischiffige Pfeilerbasilika
* Burchardikirche (um 1210 erbaut) romanische turmlose Basilika mit seltenem, rechteckigem Umgangschor; in der alten Klosterkirche wird seit 2001 John_Cages Orgelwerk »Organ2/ASLSP (As Slow(ly) and Soft(ly) as Possible)« aufgeführt
* _St.-Andreas-Kirche (13. Jahrhundert erbaut) turmlose gotische Hallenkirche
* St.-Johannes-Kirche (1648 fertiggestellt) Fachwerkkirche mit polygonalem Chorschluss und gotischen Fenstern
* St.-Katharinenkirche (14. Jahrhundert erbaut) dreischiffige turmlose Hallenkirche
* St.-Laurentius-Kirche (um 1194 erbaut) romanische Dorfkirche im Ortsteil Wehrstedt, die Ruine der im Zweiten Weltkrieg zerstörten Kirche wurde 1993 in einer spektakulären Aktion der ARD-Fernsehsendung ?Jetzt oder nie? in nur 60 Stunden auf den alten Mauerresten wiederaufgebaut
Friedhöfe
In Halberstadt gibt es drei jüdische Friedhöfe. Im Alten Friedhof an der Sternstraße, am sogenannten "Roten Strumpf", wurde 1644 angelegt. Noch heute befinden sich etwa 150 verwitterte Grabsteine dort.
Auf dem Friedhof Am Berge (1695 eröffnet) sind noch ca. 400 Grabsteine in gutem Zustand zu finden, unter anderem von verdienstvollen Persönlichkeiten, wie Mitglieder der Familie Hirsch und Berend_Lehmann. Der dritte und jüngste Friedhof, 1895 angelegt, befindet sich an der Klein-Quenstedter Chaussee, als Teil des städtischen Friedhofs. Auf diesem Friedhof sind noch 384 Grabstellen mit etwa 300 Grabsteinen vorhanden. Die ?Trauerhalle? wurde im Zuge der Reichskristallnacht 1938 vernichtet, die Gräber blieben jedoch bis auf wenige Ausnahmen unangetastet.
Parks
* Die Halberstädter Berge umfassen die Spiegels-, Klus- und Thekenberge. Sie sind der Stadt südlich vorgelagert und bilden mit etwa 400 Hektar Gesamtfläche das größte zusammenhängende Erholungsgebiet des Harzvorlandes
* Der Tiergarten befindet sich seit 1961 in den Spiegelsbergen und beherbergt mehr als 400 Tiere (90 verschiedene Arten).
* Die Plantage befindet sich westlich vom Zentrum und ist ein Park zur Erholung, im Stadtinneren.
* Der Ententeich befindet sich nördlich der Vogtei und ist ein im Mittelalter angelegter Teich mit Park in dem heute noch Enten und Schwäne leben. In der Vergangenheit war der Ententeich Inspirationsstätte für Poeten, wie beispielsweise Gleim oder Goethe. Daher wird der Weg entlang des Teiches auch Poetengang genannt.
Sport und Freizeit
* Friedensstadion, Heimspielstätte des Fußballoberligisten VfB Germania Halberstadt e. V., zu dem auch die Abteilungen Leichtathletik (4-maliger Deutscher Vizemeister bei der deutschen Mannschaftsmeisterschaft der Männer), Judo, Turnen und Cheerleading gehören
* Freizeit- und Sportzentrum Halberstadt
* Karateverein Kempo Halberstadt e. V in der Sporthalle ?Am Gröpertor?
* Halberstädter See, ein schöner und sauberer Badesee
* Reiterhof mit Reithalle und Tennisanlage des TC Rot-Weiß in den Spiegelsbergen
* Schäfergasse und Anger, Heimspielstätte des Fußballlandesligisten SV Fortuna Halberstadt e. V.
* Handballverein HT 1861 Halberstadt in der Sporthalle ?Völkerfreundschaft?
* American Footballverein ?Black Panther?
* Camping in Halberstadt ?Camping am See?
Kulinarische Spezialitäten
Die Halberstädter Würstchen sind als besondere Spezialität der Stadt bekannt. Das Halberstädter Würstchen war weltweit das erste Würstchen in der Dose.
Wirtschaft und Infrastruktur
Wirtschaft
Die Wirtschaft Halberstadts wird durch kleine und mittlere Unternehmen geprägt. Durch die Ausweisung von drei Gewerbegebieten im Osten der Stadt bemüht sich die Stadtverwaltung, neues Gewerbe anzusiedeln. Die Arbeitslosigkeit im Arbeitsamtsbezirk Halberstadt liegt mit etwa 15 Prozent (Stand: November 2006) im Durchschnitt des Landes Sachsen-Anhalt.
Überregional bekanntes Produkt sind die Halberstädter Würstchen der Halberstädter Würstchen- und Konservenvertriebs-GmbH. Daneben gibt es eine Reihe kleinerer Unternehmen, unter anderem des Maschinenbaus und der Kunststoffbearbeitung sowie ein Möbelwerk.
Zu DDR-Zeiten war vor allem das Reichsbahn-Ausbesserungswerk (RAW) von Bedeutung. Das Werk hatte maßgeblichen Anteil an Entwurf und Fertigung der UIC-Z-Wagen der DR, den so genannten ?Halberstädtern?.
Verwaltung
In Halberstadt gibt es die folgenden Behörden und Einrichtungen mit über die Grenzen der Stadt hinausgehender Bedeutung:
*Bundesamt für die Anerkennung ausländischer Flüchtlinge,
*Anlaufstelle für Asylbewerber des Landes Sachsen-Anhalt,
*Justizvollzugsanstalt,
*Staatsanwaltschaft Magdeburg, Zweigstelle Halberstadt,
*Arbeitsgericht,
*Finanzamt,
*Landesbetrieb Bau Sachsen-Anhalt Niederlassung West,
*Landesbetrieb für Hochwasserschutz und Wasserwirtschaft,
*Staatliches Gewerbeaufsichtsamt,
*Polizeidirektion,
*kirchliches Verwaltungsamt Halberstadt.
Verkehr
Die Stadt liegt an den Bundesstraßen 79, 81, 245 sowie in räumlicher Nähe zur neugebauten Schnellstraße B_6n. Halberstadt ist größter Verkehrsknotenpunkt des Nordharzer Eisenbahnnetzes mit Verbindungen in Richtung Magdeburg, Halle (Saale), Vienenburg, Blankenburg (Harz) und Thale über Quedlinburg.
Der Öffentliche_Personennahverkehr (ÖPNV) wird von der Halberstädter Bus-Betrieb GmbH und der Halberstädter Verkehrs-GmbH durchgeführt. In Halberstadt verkehren seit 1903 elektrische Straßenbahnen, deren Zukunft nach erfolgten Sanierungsarbeiten in der Friedrich-Ebert-Straße und der Beschaffung von fünf fabrikneuen Niederflurstraßenbahnen des Typs ?Leoliner? (NGTW6-H) zwischen Oktober 2006 und Februar 2007 vorerst gesichert ist.
Bildung
In Halberstadt befindet sich der Fachbereich Verwaltungswissenschaften der Hochschule Harz, die Landesbildungseinrichtung für Hörgeschädigte (und Taubblinde) sowie zwei Gymnasien, das 1545 als erste städtische Schule Halberstadts gegründete Martineum und das Käthe-Kollwitz-Gymnasium. Außerdem befindet sich in der Stadt das Kirchenmusikalische Seminar der Evangelischen Kirche der Kirchenprovinz Sachsen, an dem nebenberuflich tätige Kirchenmusiker ausgebildet werden.
Persönlichkeiten
Ehrenbürger
* 1894 Otto_Fürst_von_Bismarck, Reichskanzler
* 2001 Johann Peter Hinz, Künstler und Politiker
Karlheinz Rohde, katholischer Geistlicher
Söhne und Töchter der Stadt
Albrecht von Halberstadt (um 1200), Dichter
Johann Heinrich Pott (1692-1777), Chemiker und Apotheker
Friedrich Gottfried Abel (1714-1794), Mediziner
Job von Witzleben (1783-1837), preußischer Generalleutnant und Kriegsminister
Albrecht_Graf_von_Alvensleben (1794-1858), preußischer Finanzminister
Hans Herwarth von Bittenfeld (1800-1881), preußischer General
Friedrich Herwarth von Bittenfeld (1802-1884), preußischer General
Wilhelm Hertzberg (1813-1879), Philologe und Übersetzer
Constantin Frantz (1817-1891), Historiker und Publizist
Adolf Stoecker (1835-1909), evangelischer Theologe und Politiker
Ferdinand_Heine (1840-1920), Pflanzenzüchter und Ornithologe
Gustav_Müller (1875-1946), Politiker( SPD - USPD - KPD), MdR
Minna Bollmann (1876-1935), Politikerin (SPD), erste weibliche Abgeordnete des preußischen Landtages, "Frontfrau" der Halberstädter Arbeiterbewegung
Alfred Berg (1876-1945), Lehrer, Schriftsteller, Studienrat, Geologe, Geograf, Historiker, Heimatforscher und Naturschützer
Richard Brademann (1884-1965), Reichsbahnoberbaurat. Deutscher Architekt mit klaren sachlichen Stil, entwarf zahlreiche Bahnhöfe und Gebäude der Berliner S-Bahn.
Hans Georg Klamroth (1898-1944), Opfer des 20. Juli 1944
Bert Brennecke (1898-1970), Schriftsteller
Walter Gemm (1898-1973), Maler
Albert Bormann (1902-1989), Leiter der Privatkanzlei Hitlers
Gerd Springorum (1911-1995), Politiker (CDU), MdB
Jürgen Bennecke (1912-2002) General und früherer NATO-Oberbefehlshaber der Alliierten Streitkräfte Europa-Mitte
Alexander Kluge (* 1932), Filmemacher, Schriftsteller und Fernsehautor
Renate Chotjewitz-Häfner (*1937), Schriftstellerin und Übersetzerin
Wibke Bruhns (* 1938), erste TV-Nachrichtensprecherin des westdeutschen Fernsehens, Tochter von Hans Georg Klamroth
Jürgen Sparwasser (*1948), Fußballer, Torschütze WM 1974 BRD:DDR
Frank Lieberam (*1962), ehemaliger Fußballprofi jetzt Fussballtrainer
Hermann Seeger (*1857-1945), Maler
Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben
Heinrich_Julius_von_Braunschweig-Wolfenbüttel (1564-1613), ab 1589 Administrator des Bistums_Halberstadt,
Matthias von Oppen (1565-1621), bedeutender Ökonom sowie Kirchenpolitiker des späten 16. und frühen 17. Jahrhunderts, ab 1590 Dechant des Domkapitels in Halberstadt,
Christian von Braunschweig-Wolfenbüttel (1599-1626), Feldherr, genannt der Tolle Halberstädter, ab 1616 Administrator des Bistums_Halberstadt,
Justus Oldekop (1597-1667), Jurist, Diplomat, evangelisch, Vorkämpfer gegen Hexenprozesse, wirkte in Halberstadt
Issachar Berend Lehmann (1661-1730), Hofjude Augusts_des_Starken,
Jacob Friedrich Reimmann (1668-1743), Polyhistor und Aufklärer, Begründer der modernen deutschen Literaturwissenschaft, ab 1692 Rektor an der Martinischule in Halberstadt,
Caspar Abel (1676-1763), Theologe und Historiker, für 20 Jahre Gymnasialrektor in Halberstadt
Anastasius Lagrantinus Rosenstengel (1687 - hingerichtet 8. November 1721), ?Land- und Leute-Betrügerin?,
Johann Wilhelm Ludwig Gleim (1719-1803), Gründer des Halberstädter Dichterkreises,
Johann_August_Ernst_Graf_von_Alvensleben (1758-1827), 1796-1810 letzter Domdechant in Halberstadt und Braunschweigischer Staatsminister
Heinrich Gottlieb Zerrenner (1770-1811), evangelischer Theologe und Schriftsteller, Generalsuperintendent von Halberstadt,
August Binkebank, der "Trompeter von Mars-la-Tour", den Freiligrath in einer Ballade verherrlichte (Sieg der Halberstädter Kürassiere in der Schlacht von Mars-la-Tour am 16. August 1870), lebte in Halberstadt
Georg Carl Adolph Hasenpflug (1802-1858), deutscher Maler, ab 1830 in Halberstadt und hier verstorben,
Cornelius_Friedrich_Adolf_Krummacher (1824-1884), Kirchenliederdichter, von 1853 bis 1872 Domprediger in Halberstadt,
Prinz_Rangsit_von_Chainad (1885-1951), einer der 33 Söhne des thailändischen Königs Chulalongkorn_Rama_V., Gymnasiast in Halberstadt bis zu seinem Abitur im Jahre 1905,
Friedrich Heine (1863 - 1929), deutscher Unternehmer und Gründer der Würstchen- und Konservenfabrik (?Halberstädter Würstchen?)
Wilhelm Kamlah (1905-1976), Historiker, Theologe, Musiker, Philosoph und einer Begründer der konstruktiven_oder_methodischen_Wissenschaftstheorie, von Harsleben aus Gymnasiast in Halberstadt bis zu seinem Abitur im Jahre 1924,
Kurt Löwenstein, sozialdemokratischer Politiker und Pädagoge der Zwischenkriegszeit,
Theo Lingen spielte vor dem Zweiten_Weltkrieg im Städtischen Theater von Halberstadt
* Papst Clemens II. (1005 in Hornburg, Niedersachsen; ? 9. Oktober 1047 im Kloster S. Tommaso am Aposella bei Pesaro) bis 1032 Domkanoniker am Halberstädter St. Stephansstift
Simon Bingelhelm (? 1600), Massenmörder
Quellen und Literatur
* Peter Findeisen: Halberstadt: Dom, Liebfrauenkirche und Domplatz. Mit einem Beitrag von Adolf Siebrecht "Die Domburg Halberstadt aus archäologischer Sicht". Aufnahmen von Sigrid Schütze-Rodemann u. Gert Schütze. 3., überarb. Auflage in der Reihe Die Blauen Bücher, Königstein i. Ts. 2005. ISBN 978-3-7845-4605-6.
* Werner Hartmann, Juden in Halberstadt Band 1-7. Verein zur Bewahrung jüdischen Erbes Halberstadt und Umgebung e.V., Halberstadt, 1996.
* Klaus Militzer, Peter Przybilla: Stadtentstehung, Bürgertum und Rat. Halberstadt und Quedlinburg bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts''. Göttingen 1980. ISBN 3-525-35380-4
Weblinks
• Infos zur Stadt Halberstadt
• Informationen zur Stadt, Bildergalerie und Veranstaltungen
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