München-Nürnberg-Express
München-Nürnberg-Express (frühere Bezeichnung: FRESHFRESH war dabei die bei Ausschreibung und Vergabe der Leistung verwendete, abgekürzte Produktbezeichnung, die für FRanken-Express über die Schnellfahrstrecke in die LandesHauptstadt steht.) ist die Bezeichnung der RegionalExpress-Linie München?Ingolstadt?Nürnberg. Mit einer Geschwindigkeit von bis zu 200 km/h sind die Züge, bezogen auf ihre Höchstgeschwindigkeit, die schnellsten Regionalzüge Deutschlands (Stand: Dezember 2006).Fahrplan und Haltebahnhöfe
bei der Einfahrt in den Bahnhof Kinding (Altmühltal)]]
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Der München-Nürnberg-Express verkehrt seit 10. Dezember 2006. Zwischen Ingolstadt und Nürnberg wird dabei die Schnellfahrstrecke Nürnberg?Ingolstadt?München genutzt. Im Fahrplanjahr 2007 sind die Züge des München-Nürnberg-Express die einzigen Regionalzüge, die eine deutsche_Hochgeschwindigkeits-Neubaustrecke in voller Länge befahren.
Folgende Haltebahnhöfe werden dabei bedient:
München_Hbf
Petershausen_(Oberbayern) (nicht durch den werktäglichen Zug ab 17:05 Uhr ab München)
Pfaffenhofen_(Ilm)
Rohrbach_(Ilm)
Ingolstadt_Hbf
Ingolstadt_Nord
Kinding_(Altmühltal)
Allersberg_(Rothsee)
Nürnberg_Hbf
Die Züge verkehren im Zwei-Stunden-Takt von etwa morgens 5 Uhr bis abends 23 Uhr, zur Hauptverkehrszeit im Stundentakt. Zwischen Allersberg und Nürnberg wird damit zusammen mit dem Allersberg-Express werktags ein weitgehender Stundentakt hergestellt, der zwischen 5 und 8 Uhr zum Halbstundentakt verdichtet wird. Ab 12. März 2007 entfällt der Halt in Petershausen in dem ab 17:05 Uhr ab München Hauptbahnhof verkehrenden Zug montags bis freitags. Als Grund gibt die Deutschen Bahn zu hohe Nachfrage an.[http://www.merkur-online.de/regionen/dachau/art2785,771048.html?fCMS=88ec920ef8e57afc75312cffb9ae39b4 Pendler auf dem Abstellgleis] auf merkur-online.de
Die Fahrzeit für die 171 km lange Strecke liegt bei etwa einer Stunde und 45 Minuten. Die Abfahrtszeiten in Nürnberg Hbf und auch in München Hbf sind wenige Minuten nach der ungeraden Stunde (also z. B. 05:05, 07:05, ?), die Ankunftszeiten wenige Minuten vor der ungeraden Stunde (z. B. 6:50, 8:50, ?). An den Bahnsteigen der Endbahnhöfe erfolgt in der Regel eine Kurzwende.
Da die Fahrzeiten München?Ingolstadt und Nürnberg?Ingolstadt im Bereich einer Dreiviertelstunde liegen, treffen sich die Züge etwa zur geraden Stunde in Ingolstadt. Hier haben sie einen Aufenthalt von rund 15 Minuten, um von den ICE-Zügen überholt zu werden. Dort besteht auch direkter Anschluss zu den ICE-Zügen und zum Regionalverkehr nach Augsburg, Regensburg und Ulm. In Nürnberg Hbf besteht ein direkter Anschluss von und zu den ICE-Zügen München?Nürnberg?Ruhrgebiet und vom und zum Franken-Sachsen-Express über Hof und Chemnitz nach Dresden.
Laut Bahnangaben nutzen am ersten Betriebstag rund 5000 Reisende das neue Angebot. In den ersten Wochen hätten bis zu 5000 Reisende täglich das Angebot genutzt. Die Pünktlichkeit in den ersten vier Wochen habe bei über 95 Prozent gelegen.3 Fragen an Christoph Grimm in: DB Welt, Ausgabe März 2007, Regionalteil Süd Seite 21 Auch nach der Einstellung des Fahrscheinverkaufs in bayerischen Regionalzügen zum 1. April 2007 werden an Bord des München-Nürnberg-Express Fahrscheine verkauft.[http://www.db.de/site/bahn/de/unternehmen/presse/presseinformationen/by/by20070328.html Kein Fahrkartenverkauf mehr in den Zügen von DB Regio Bayern] Presseinformation der Deutschen Bahn vom 28. März 2007 Der Vorsitzende der Geschäftsführung von DB Regio Bayern, Berthold Huber, bezeichnete das Zugangebot in einem Interview im Mai 2007 als ?unglaublichen Erfolg?.[http://www.augsburger-allgemeine.de/Home/Nachrichten/Bayern/Artikel,%22Allg%E4u-Franken-Express%22-wird-zum-Renner-der-Kunden_arid,951938_regid,2_puid,2_pageid,4289.html "Allgäu-Franken-Express" wird zum Renner der Kunden]. In: Augsburger Allgemeine vom 17. Mai 2007
Fahrzeuge
Der München-Nürnberg-Express ist im Moment (Stand: Jahresfahrplan 2007) der einzige planmäßig mit 200 km/h verkehrende Regionalzug in Deutschland. Die hohe Geschwindigkeit ist unter anderem notwendig, um den bis zu 300 km/h schnellen ICE-Verkehr nicht zu behindern. Da die Deutsche Bahn AG jedoch im Regionalverkehr keine Fahrzeuge für solche Geschwindigkeiten besaß, kommen hier Wendezug-Garnituren aus dem InterCity-Verkehr zum Einsatz.
Zwischen September und November 2006 wurden dazu insgesamt 26 Wagen, darunter drei Steuerwagen, für den München-Nürnberg-Express im Bahnwerk Neumünster umgerüstet. Die Innenausstattung blieb dabei unverändert und gleicht der des InterCity. So werden verschiedene Sitzlandschaften (Reihensitze, Vis-a-vis-Bereiche) mit verstellbaren Rücklehnen, sowie Tischen oder Klapptischen angeboten. Zur Verfügung stehen auch Leselampen, darüber hinaus Steckdosen an einzelnen Plätzen. Toiletten sowie Gepäckablagen mit mehreren Fächern sind am Wagenende zu finden. Ein elektronisches Fahrgastinformationssystem mit Reservierungssystem ist vorhanden, Sitzplätze können jedoch nicht reserviert werden. Alle Wagen sind druckertüchtigt, um unangenehme Druckschwankungen bei Tunnelfahrten zu minimieren. Ein Speisewagen ist nicht eingereiht. Es wird allerdings ein Gastronomie-Service mit Getränken und Snacks am Platz (per Caddy) angeboten. Wie alle Regionalzüge in Bayern ist dieser Zug ein reiner Nichtraucherzug.
Gezogen und geschoben werden die Züge vor allem von Lokomotiven der Baureihe_101 und manchmal auch der Baureihe 120. Eine Garnitur besteht aus sechs Wagen:
Steuerwagen: Führerstand, 31 Sitzplätze (2. Klasse), Fahrradabteil mit 16 Fahrrad-Stellplätzen und 5 Klappsitzen, zwei Rollstuhlstellplätze, barrierefreies WC
* Vier Großraumwagen zu je 80 Sitzplätzen (2. Klasse) mit je einer Gepäckablagen und Toiletten an beiden Wagenenden. Insgesamt wurden 20 Wagen (Gattungsbezeichnung Bpmz) für den München-Nürnberg-Express umlackiert.
* Endwagen: Großraumbereich mit 40 Sitzplätzen (2. Klasse), Mutter-Kind-Abteil mit vier Sitzplätzen und zwei Klappsitzen, Sonderabteil mit sechs Sitzplätzen, zwei Abteile der Ersten Klasse (je sechs Sitzplätze), Abteil des Zugführers. Vier Wagen Großraumwagen der zweiten Klasse (Gattung Bvmsz) wurden dazu zu diesen gemischten Wagen (ABvmsz) umgebaut.
In den regulären Zügen des München-Nürnberg-Express stehen 420 (laut Bahnangaben: 430) Sitzplätze, davon 12 in der 1. Klasse, zur Verfügung. Planmäßig verkehrt der Steuerwagen in Fahrtrichtung Nürnberg an der Spitze des Zuges, in Richtung München am Schluss.
An Werktagen verkehrt darüber hinaus morgens ein Zehn-Wagen-Zug mit zwei Lokomotiven der Baureihe 101 von Nürnberg nach München. Aufgrund der zu kurzen Bahnsteige der Bahnhöfe entlang der Schnellfahrstrecke verkehren die letzten vier Wagen dabei leer und verschlossen. Die 10 Wagen verfügen über insgesamt 760 Sitzplätze.

