FIFA
auf einer deutschen Zuschlagbriefmarke anlässlich des Jubiläums 100 Jahre FIFA im Jahr 2004]]thumb|Die_Ukrainische_Post_gratulierte_auch_zum_100._Geburtstag_mit_vier_Briefmarken
Die FIFA (Fédération Internationale de Football Association, dt. Internationale Föderation des Verbandsfußballs) ist der Weltfußballverband mit Sitz in Zürich. Er organisiert verschiedene Fußball-Wettbewerbe, darunter die Herren- und die Frauen-Fußballweltmeisterschaft. Derzeitiger Präsident ist der Schweizer Joseph S. Blatter.
Die FIFA ist ein im Handelsregister eingetragener Verein im Sinne von Art. 60 ff. des Schweizerischen_Zivilgesetzbuches.
Wettbewerbe
Die FIFA organisiert u. a. folgende Wettbewerbe:
Fußball-Weltmeisterschaft
Fußball-Weltmeisterschaft der Frauen
Konföderationen-Pokal
Olympisches_Fußballturnier mit dem IOC
U-20-Weltmeisterschaft
U-17-Weltmeisterschaft
U-20-Frauenfußball-Weltmeisterschaft
U-17-Frauenfußball-Weltmeisterschaft (ab 2008)
Beach-Soccer_Weltmeisterschaft
Futsal-Weltmeisterschaft
Klub-Weltmeisterschaft
Geschichte
Die FIFA wurde am 21. Mai 1904 in Paris gegründet. Gründungsmitglieder waren die nationalen Fußballverbände der Schweiz, Dänemarks, Frankreichs, der Niederlande, Belgiens, und Schwedens, wobei die Gründungsmitglieder in einigen Fällen nicht den heute existierenden Verbänden entsprachen. Spanien wurde nicht durch den Verband sondern von Madrid Football Club (dem heutigen Real Madrid) vertreten. Deutschland trat der FIFA noch im selben Jahr bei. In den nächsten Jahren traten weitere nationale Verbände der FIFA bei. Der erste große internationale Fußballwettbewerb fand während der Olympischen_Sommerspiele_1908 in London statt. Auch im Rahmen der nächsten Olympischen Spiele wurde ein Fußballwettbewerb ausgetragen. Während des Ersten_Weltkriegs geriet die Entwicklung ins Stocken; es konnten keine Spiele mehr ausgetragen werden und mehrere Verbände (z. B. England) traten aus der FIFA aus.
Nach dem Ersten Weltkrieg begann der große Aufschwung: Der neue Präsident Jules Rimet plante ab 1924 gemeinsam mit dem wohlhabenden Uruguayaner und Sportmäzen Enrique Buero ein Fußball-Weltturnier. 1930 schließlich wurde die erste WM veranstaltet. Als Rimet 1954 zurücktrat, fand bereits die fünfte Weltmeisterschaft statt und die FIFA zählte 85 Mitglieder. Die FIFA-Mitgliederzahl wuchs in den Folgejahren von Jahr zu Jahr. Vor allem in Kriegszeiten stellte der Fußball und somit auch die FIFA eine wichtige Verbindung zwischen den Nationen dar. Der nächste große Schritt war die Erweiterung des Teilnehmerfeldes bei Weltmeisterschaften von 16 auf 24 (zur WM_1982) und später auf 32 Teams (zur WM_1998).
Verbände
Hauptartikel: Liste der FIFA-Mitglieder
Die FIFA besteht aus 207 Nationalverbänden. Diese müssen gleichzeitig Mitglied eines von sechs Kontinentalverbänden sein.
Kontinentalverbände
(Asien, Australien), CAF (Afrika), CONMEBOL (Südamerika), CONCACAF (Nord-, Mittelamerika, Karibik), OFC (Ozeanien), UEFA (Europa)]]
Die FIFA besteht aus folgenden sechs Kontinentalverbänden:
Asian Football Confederation (AFC)
Confédération Africaine de football (CAF)
Confederación Sudamericana de Fútbol (CONMEBOL CSF)
Confederation of North and Central American and Caribbean Association Football (CONCACAF)
Oceania Football Confederation (OFC)
Union of European Football Associations (UEFA)
Die Kontinentalverbände bilden sich in der Regel nach geografischen Kriterien aus den FIFA-Mitgliedsverbänden. Ausnahmen bilden Guyana und Surinam, die trotz ihrer geografischen Lage in Südamerika Mitglied der CONCACAF sind. Mehrere asiatische Staaten (Armenien, Aserbaidschan, Georgien, Kasachstan, Republik Zypern und Israel) sind in der UEFA organisiert, ebenso die Türkei und Russland, die Landesteile in beiden Kontinenten (Europa und Asien) haben. Australien verließ 2006 die OFC und wurde Mitglied in der AFC, um in Qualifikationsspielen gleichwertige Gegner für seine Nationalmannschaft zu bekommen.
Nationalverbände
Bis heute haben sich in der FIFA 207 Nationalverbände zusammengeschlossenen, zuletzt die Verbände von Osttimor und den Komoren. Allein zwischen 1975 und 2002 wurden 60 Verbände als Mitglieder aufgenommen.
Die Nationalverbände werden finanziell und logistisch über verschiedene Programme der FIFA unterstützt. Sie räumt ihnen eine Anzahl attraktiver Rechte und Privilegien ein. Allerdings ergeben sich aus der Mitgliedschaft auch Verpflichtungen: Als FIFA-Repräsentanten in ihrem Land müssen die Nationalverbände die Statuten, Ziele und Ideale der FIFA respektieren und den Sport dementsprechend bewerben und führen.
Organisation
Die beiden wichtigsten Gremien der FIFA sind der Kongress und der Exekutiv-Ausschuss, dem der Präsident der FIFA vorsitzt. Weitere Gremien sind
*Ausschüsse
*Kontinentalverbände
*Nationalverbände
*Verwaltung
*Rechtswesen und Disziplinarbereich
Kongress
Der Kongress ist das höchste Entscheidungsorgan des internationalen Fußballverbands. Bis Fußball-Weltmeisterschaft_der_Männer. Allein durch die weltweiten Fernsehrechte an den Herren-Weltmeisterschaften 2002 und 2006 nahm die FIFA 1,8 Mrd. Euro ein. Die FIFA forderte für die Ausrichtung der WM in Deutschland eine vollständige Steuerbefreiung, die ihr auch gewährt wurde.
Die 15 Offiziellen Partner der FIFA WM 2006 sind die weltweit aufgestellten Konzerne adidas, Anheuser-Busch, Avaya, Coca-Cola, Continental, Deutsche Telekom, Emirates, Fujifilm, Gillette, Hyundai, MasterCard, McDonalds, Philips, Toshiba und Yahoo!. Jedes dieser Unternehmen hat rund 40 Millionen Euro bezahlt, um die Weltmeisterschaft exklusiv für Werbezwecke nutzen zu dürfen. Dazu zählt die Bandenwerbung in den Stadien ebenso wie die Nutzung des offiziellen WM-Logos - und das international.
Die sechs sogenannten Nationalen Förderer - die Energie_Baden-Württemberg_AG_(EnBW), OBI, die Versicherung Hamburg-Mannheimer , die Postbank, ODDSET und die Deutsche_Bahn_AG - zahlen lediglich 13 Millionen Euro, dürfen die WM aber auch nur im Inland zu Werbezwecken nutzen.
Diese umfassende Kommerzialisierung des Fußballs durch die FIFA und ihre Sponsoren sorgt vielfach für Kritik, da der Verband die von ihm eingeforderten Vermarktungsprivilegien u. a. mit hartem gerichtlichen Vorgehen in Einzelfällen durchzusetzen bestrebt ist.
Sponsoren der Fußball-Weltmeisterschaft
Hymne
Vor jedem von der FIFA organisierten Spiel ertönt beim Einlaufen der Schiedsrichter und Mannschaften auf das Spielfeld die von Franz Lambert komponierte FIFA-Hymne. Sie wird seit der Fußball-Weltmeisterschaft 1994 gespielt.
Kritik
*"letzter Diktator Europas" (Die Zeit)*"Dagobert-Duck-Kapitalismus" (Indymedia)
*"Besatzungsmacht" (WiWo)
*"Die Geldmaschine am Zürichberg" (FAZ)
*"totale Kommerzialisierung des Fußballs" (Winfried Hermann, sportpolitischer Sprecher der Grünen)
*"monopolistischer Verstoß" (Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender des FC Bayern München)
Siehe auch
• Matchball Standard]
• Fußball-Bund]
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_Literatur_
*_Christiane_Eisenberg;_Pierre_Lanfranchi;_Tony_Mason:_FIFA_1904-2004_:_100_Jahre_Weltfußball._Die_Werkstatt_Verlag,_Göttingen_2004,_320_S._ISBN_3-89533-442-1
*_Marc-Philippe_Weller:_Die_FIFA-Fußball-WM_2006_im_Lichte_des_Privatrechts._In:_Juristische_Schulung._-_46_(2006),_Bd._46_(2006),_6,_S._497-502_
*_Corina_Luck:_Arbitration_in_football_:_issues_and_problems_highlighted_by_FIFA's_experiences_with_the_court_of_arbitration_for_sports._Schulthess,_Polygraph._Verl.,_Zürich_2004._114_S._(Zugl.:_Zürich,_Univ.,_Diplomarbeit,_2004)_ISBN_3-7255-4905-2
*_Hans-Gert_Bovelett:_''Rechtsprobleme_der_privaten_Arbeitsvermittlung_im_Berufssport_:_dargestellt_am_Beispiel_der_Spielervermittlung_im_Profifußballbereich_unter_besonderer_Berücksichtigung_der_"FIFA-Bestimmungen_für_Agenten_der_Spieler"_vom_[[20._Mai
Nicht_FIFA-Mitglieder
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