Cyan (Chemie)
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| MAK = 5 ml·m?3; 11 mg·m?3
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Cyan oder Zyan ist die Kurzbezeichnung für die chemische Verbindung Dicyan.
Geschichte
Cyan wurde wahrscheinlich zum ersten Mal 1782 durch Carl Wilhelm Scheele synthetisiert, als er Blausäure untersuchte. Definitiv wurde es 1802 synthetisiert, als Chlorcyan hergestellt wurde.
Gewinnung und Darstellung
Im Labor wird Cyan durch Erhitzung von Quecksilber(II)-cyaniden dargestellt. Technisch wird es durch die Oxidation von Blausäure gewonnen, wobei gewöhnlich Chlor an einem aktivierten Siliciumdioxid-Katalysator oder Stickstoffdioxid an Kupfersalzen verwendet wird. Cyan wird auch aus Stickstoff und Ethylen unter Einwirkung elektrischer Entladungen gebildet.
Eigenschaften
Dicyan ist ein farbloses und giftiges, stechend-süßlich riechendes Gas mit einem Siedepunkt von ?21 °C. Es verbrennt mit sehr heißer (4500 °C), rot-violetter Flamme. Cyan verhält sich chemisch ähnlich wie ein Halogen und wird daher als Pseudohalogen bezeichnet. Bekannte und sehr giftige Verbindungen sind Blausäure (Cyanwasserstoff) und Kaliumcyanid (Zyankali).
Siehe auch:
Cyanide

