City-Tunnel (Frankfurt)
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Der City-Tunnel ist eine normalspurige Eisenbahnstrecke in Frankfurt am Main und zentraler Bestandteil der S-Bahn Rhein-Main.
Die Strecke verläuft auf ganzer Länge unterirdisch und teilt sich heute auf linksmainischer Seite in zwei einzelne Streckenäste auf. Die Länge beträgt 6 km im östlichen Abschnitt und 5,5 km im westlichen Abschnitt.
Hauptbahnhof bis Konstablerwache
Am 28. Mai 1978 wurde das erste Teilstück in Betrieb genommen. Die S-Bahnen der Taunus-Eisenbahn (S1), der Main-Lahn-Bahn (S2), der Limesbahn (S3), der Kronberger Bahn (S4), der Homburger Bahn (S5) und der Main-Weser-Bahn (S6) fahren seitdem über eine Rampe in Höhe des ehemaligen Postbahnhofs in den Tunnel und erreichen nach knapp 500 Metern Richtung Osten den Schnellbahnknoten unter dem Hauptbahnhof. Die Mainbahn (S14, heutige S8) wurde kurze Zeit später einbezogen.
Vom Hauptbahnhof aus unterquert die in diesem Abschnitt bergmannisch gebaute Strecke das Bahnhofsviertel und erreicht nach knapp 700 Metern den S-Bahnhof Taunusanlage. Er ist nach der oberirdisch liegenden Wallanlage benannt und liegt somit unter dem nördlichen Bankenviertel in der Nähe der Alten_Oper, direkt vor dem Deutsche-Bank-Hochhaus. Dort schwenkt der Tunnel nach Osten und trifft nach etwa 250 Metern auf den C-Tunnel der U-Bahn Frankfurt, mit dem er gemeinsam unter der Freßgass zum Bahnhof Frankfurt Hauptwache führt.
1983 wurde der City-Tunnel in offener_Bauweise 600 Meter nach Osten unter der Zeil verlängert, wo er zunächst an der Konstablerwache endete.
Vom 31. Juli bis zum 18. August 2006 wurde der fast 30 Jahre alte Tunnel bis zur Konstablerwache saniert. Dabei wurden 30 Weichen ausgetauscht. Die Kosten beliefen sich auf rund 15 Millionen Euro[http://www.eurailpress.de/news/news.php3?id=15697 Investitionsbilanz 2006 der DB AG] Eurailpress vom 2. Januar 2007.
Mainunterquerung
Der nächste große Bauabschnitt folgte 1990 weiter in südöstlicher Richtung. Unter einem Häuserblock zwischen der Hanauer Landstraße und der Ostendstraße entstand der S-Bahnhof Ostendstraße. Die Strecke unterquert 300 Meter weiter südlich den Main in Richtung Sachsenhausen, wo sie unterhalb der Sachsenhäuser Altstadt den Frankfurter_Lokalbahnhof erreicht und danach über eine Rampe auf den Bahndamm der Kinzigtalbahn bis zum Südbahnhof geführt wird. Am Südbahnhof entstand ein Umsteigeknoten zwischen S-Bahn, Regional- und Fernverkehr, Straßenbahnen und der A-Strecke der U-Bahn.
Der zweite Streckenabschnitt, der 1992 fertiggestellt wurde, zweigt nach der Mainunterquerung auf Sachsenhäuser Seite Richtung Osten ab und führt dort zum Bahnhof Mühlberg. Danach kommt die Bahn für wenige Kilometer wieder an die Oberfläche, bevor vor dem nächsten Bahnhof Offenbach-Kaiserlei der Offenbacher Citytunnel beginnt. Dieser hat drei unterirdische Stationen und endet am Bahnhof Offenbach Ost, wo die Rodgaubahn abzweigt.
Abzweig zum Ostbahnhof
Zwischen den Stationen Konstablerwache und Ostendstraße wurden Vorleistungen für einen Tunnelzweig zum Ostbahnhof geschaffen, durch den in Zukunft die nordmainische S-Bahn über Maintal nach Hanau führen soll.

