Bergamotte
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! Wissenschaftlicher_Name
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| class="taxo-name" | Citrus bergamia
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| class="Person" | Risso & Poit.
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Die Bergamotte ist eine Zitrusfrucht, die botanisch als Citrus bergamia klassifiziert wird.
Ihre Herkunft ist unsicher, es wird vermutet, dass sie entweder eine Kreuzung aus Zitrone (oder Limette) und Pomeranze ist oder aus einer natürlichen Kreuzung anderer Elternteile hervorgegangen ist. Der Name der Frucht
wird in vielen italienischen Dialekten in "Baca mortu" umgewandelt, wobei das Verb "bacare" für beruhigen und "mortu" für den Toten steht. Die genaue Herkunft des Wortes ist unbekannt, es gibt jedoch Verbindungen zu antiken Sprachen des Mittelmeerraumes.
Beschreibung
Die Pflanze wird etwa 4 m groß, hat unregelmäßige Äste und ihre Blätter sind dunkelgrün, länglich und glatt. Zumeist ist der Blattstiel auffallend geflügelt.
Sie blüht im Frühjahr, ihre Früchte werden aber erst spät von November bis März geerntet.
Die Frucht ist rund, hat ein Gewicht von 100 bis 200 Gramm und ist bei der Ernte zitronengelb. Die Früchte haben einen Durchmesser von 5 - 7 cm und haben ein grünliches Fruchtfleisch. Einige Selektionen erbringen aber auch schwerere Früchte.
Verbreitung
Die Bergamotte wird nur entlang eines schmalen, etwa einhundert Kilometer langen Küstenstreifens zwischen dem Ionischen und dem Tyrrhenischen_Meer in Kalabrien, von Villa San Giovanni bis nach Gioiosa Jonica angebaut. Einzelne Pflanzen können zu Zierzwecken aber in allen immerwarmen Gebieten dieser Erde angepflanzt werden.
Inhaltsstoffe
Die Hauptbestandteile des Bergamotte-Öl sind Terpene wie Linalylacetat, Linalool, Bergapten, Dihydrocuminalkohol, Nerol, Limonen, Bergaptol, Limettin und Bergamottin.
Verwendung
Verwendung als Parfümrohstoff
Laut Gildemeister und Hoffmann ?Die etherischen Oele?, wurde Bergamottöl in der Zeit zwischen 1672 und 1708 eingeführt. Im den Geschäftsbüchern der Eau de Cologne und Parfümeriefabrik Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichs-Platz Farina gegenüber finden sich Einkäufe an Bergamotte ab 1714.
Seit ihrer Erwähnung 1750, als die Bergamotte von einem gewissen Nicolo Parisi gepflanzt wurde, ist das Bergamotte-Öl ein unerlässlicher Ausgangsstoff für die Parfüm-Industrie und gibt insbesondere dem Kölnisch Wasser seinen typischen Geruch. Das ätherische Bergamotte-Öl wird aus der Schale der kleinen, gelb bis orangefarbenen Frucht des Bergamottebaums gepresst. Früher wurde das Auspressen mit der Hand besorgt, heute geschieht es maschinell.
Die Ernte wird fast ausschließlich zur Gewinnung der so genannten Essenz eingesetzt, die über 350 verschiedene Aromen enthält und damit viele anderen natürlichen Duftstoffe an Komplexität übertrifft. Das erfrischende Aroma belebt Körper und Geist.
thumb|Illustration_einer_Bergamotte-Frucht_von_Volckamer
Der Duft ist klar, frisch, lebhaft, spritzig und von grosser Originalität. Er ist in praktisch allen Parfüms als Kopfnote enthalten und wird vor allem in Eau de Colognes und frischen, zitronigen Eau de Toilettes verwendet.
Verwendung als Lebensmittel
Aus den Produktionsresten der Bergamotte-Ernte werden in der Regel in einem zweiten Verwertungsgang noch Säfte und Schnäpse hergestellt. Als Spezialität gilt darüberhinaus auch die Bergamotte-Marmelade ? im Geschmack sauer, leicht bitter und ätherisch, ein unverwechselbares Aroma.
Daneben wird Bergamotte auch zur Herstellung von Earl_Grey_Tee und in einer besonderen Sorte türkischer Akide-Bonbons verwendet.
Das Bergamotteöl wird auch für die Aromatisierung von Pfeifentabaken verwendet.
Sonstige Verwendung
Das aus den Schalen der Bergamotte gewonnene ätherische Bergamottöl wird mit einer sehr viel größeren Menge an Olivenöl verdünnt und so als Bräunungsbeschleuniger eingesetzt. Von dieser Anwendung wird jedoch abgeraten, da dadurch auch die UV-Schäden der Haut ebenso ins Vielfache verstärkt werden können.
Synonyme
* Citrus aurantium L. ssp. bergamia (Risso et Poit.) Wight et Arn. ex Engl.
* Citrus aurantium L. var. bergamia Loisel.
Weblinks
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