Koloquinte
|-
! Wissenschaftlicher_Name
|-
| class="taxo-name" | Citrullus colocynthis
|-
| class="Person" | (L.) Schrad.
|}
Die Koloquinte (Citrullus colocynthis (L.) SCHRADER), auch Cucumis colocynthis L., Bitterapfel ,, Bittergurke , Echte Zitrulle, Purgiergurke, Teufelsapfel, Pomaquinte (englisch: Bitter apple, Colocynth, Bitter Cucumber) ist eine giftige Pflanze aus der Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae).
Vorkommen und Pflanzenbeschreibung
Das afrikanisch-asiatische Kürbisgewächs liebt heiße, trockene und sandige Regionen. Die Bittergurke ist eine niederliegende, zuweilen kletternde, krautartige Pflanze mit großen, herzförmigen Blättern. Die Blüten haben eine gelbe Farbe und haben ihre Blütezeit vom Juni bis August.
Die sich daraus entwickelnden Beerenfrüchte schmecken bitter und weist die höchste Giftigkeit der Pflanze auf. Die grün oder gelb marmorierten Früchte sind wie kleine Kürbisse geformt und haben die Größe einer kleinen Birne.
Wichtige Inhaltsstoffe und Wirkung
Wichtige Inhaltsstoffe der Koloquinte sind Cucurbitacine (Bitterstoffe), Citrullol und Phenolsäuren. Der Genuss des Fruchtfleisches verursacht eine starke Reizung der Darmschleimhaut und löst Krämpfe aus. Eine Überdosierung endet tödlich.
Kulturgeschichte
In Altägypten wurde die Koloquinte vielfältig zu Heilzwecken eingesetzt. So gibt der Papyrus Ebers verschiedene Verwendungen an, z.B.: [http://www.hieroglyphen.net/andere/Ebers/ebers.htm#Eb%20305]
Die Früchte wurden bereits bei den Griechen und Römern als Abführ- und Abtreibungsmittel eingesetzt.
In der Pflanzliste der Landgüterverordnung Capitulare de villis vel curtis imperii, die Karl der Große als detaillierte Vorschrift über die Verwaltung der Krongüter erliess, wird auch der Anbau von Koloquinten abgeordnet.
In der Homöopathie verwendete Teile
Das Homöopathikum wird aus der reifen, getrockneten sowie geschälten und von den Samen befreiten Frucht der Koloquinte hergestellt.
Das homöopathische Arzneimittel »Colocynthis« wurde 1821 von Samuel Hahnemann als erster geprüft und im sechsten Band seiner »Reinen Arzneimittellehre« (1821 - 1834) veröffentlicht und wird hauptsächtlich bei akuten Beschwerden (z. B. kolikartige oder neuralgische Schmerzen) verabreicht.
In Deutschland ist »Colocynthis« verschreibungspflichtig bis einschließlich D3 Potenz.
Literatur
* Elisabeth Mandl: Arzneipflanzen in der Homöopathie, Maudrich, 1997, ISBN 3-8517-5687-8
* Andrew Lockie: Das große Lexikon der Homöopathie, Dorling Kindersley Verlag , 2000, ISBN 3-8310-0005-0
Weblinks
• gemalte Abbildung - Colocynthis
• Fotos von reifen Koloquinten im Sudan
• Giftpflanzen.com - Colocynthis''
• Simillimum.net - Colocynthis

