Cimbasso
Cimbasso wird heute eine Kontrabass-Ventilposaune mit 4?5 Zylindern in Es, F oder B genannt. Der Cimbasso hat ungefähr den Umfang einer Basstuba, passt klanglich aber besser zu den Posaunen. Er stammt aus dem Instrumentarium der italienischen Banda.Das Wort Cimbasso erscheint erstmals in Opernpartituren von Bellini und Verdi. Verdi verwendet diese Bezeichnung, die ursprünglich c. in basso (Corno in Basso) bedeutet, als Sammelbegriff für die gebräuchlichen tiefen konischen Blasinstrumente der Zeit wie Basshorn, Serpent oder Ophikleide.
Einen Hinweis darauf, dass es zur damaligen Zeit ein Instrument namens Cimbasso gab, gibt es nicht. Heute wird die ?Cimbasso?-Stimme jener Opern oft von Tubisten auf dem modernen Instrument Cimbasso gespielt, was historisch nicht unbedingt gerechtfertigt ist.
Als Verdi in seiner Mailänder Zeit seine Idealvorstellung einer Orchesterbesetzung überdachte, wünschte er sich neben den drei Tenorposaunen eine Kontrabassposaune in B, die er durch die Mailänder Firma Pelitti bauen ließ. Diesen Posaunensatz schreibt er für ?Othello?, ?Falstaff? und ?Sacri Pezzi? vor. Die vierte Stimme bezeichnet er dabei als ?Trombone basso?.

