Ciao (Verbraucherportal)
Die Verbraucher-Online-Community Ciao wurde im Sommer 1999 von Frederick Paul, Max Cartellieri und Verena Mohaupt in München gegründet. Im November 1999 ging das Portal online. Im Februar 2000 fusionierte Ciao mit dem Mitbewerber Amiro.de. Das Unternehmen Ciao beschäftigt in den sechs europäischen Vertretungen München, London, Paris, Madrid, Amsterdam, Timi?oara (Rumänien) sowie in den USA rund 170 Mitarbeiter.Mit über 20 Millionen Page Impressions und 4 Millionen Visits im Juni 2005 gehört Ciao zu den größten und erfolgreichsten Shopping-Portalen in Deutschland. Auch in Großbritannien, Frankreich, Spanien und Italien gehört Ciao zu den Big Playern in den Bereichen Preisvergleich und Marktforschung. Im November 2005 ging die holländische Seite Ciao Shopping online.
Die Ciao GmbH (jetzige Tochter von Greenfield Online) betreibt zwei Geschäftsfelder: zum einen das Online-Shopping-Portal Ciao, das Verbrauchermeinungen zu unterschiedlichsten Produkten und Dienstleistungen anbietet, zum anderen das Geschäftsfeld Consumer Access, das als Zulieferer der Marktforschungsbranche Online-Zugriff auf spezifische Zielgruppen ermöglichen will.
Shopping-Portal
Ciao bietet Preisvergleiche und Verbrauchermeinungen zu Millionen von Produkten und Dienstleistungen. Ciao ist einer der umfangreichsten Einkaufsberater im Internet. Im Durchschnitt schreiben die deutschen Ciao-Mitglieder im Monat 8.000 Erfahrungsberichte zu aktuellen Produkten. Sie haben die Möglichkeit, im Ciao Café über aktuelle Themen zu diskutieren oder einfach Informationen wie zum Beispiel Rezepte auszutauschen.
Als registrierter Benutzer kann man mit Erfahrungsberichten über Produkte Geld verdienen, wobei die Vergütungen seit Start nach und nach immer weiter gesenkt wurden.
Consumer Access
Nachdem das amerikanische Unternehmen Greenfield Online im April 2005 die ehemalige Ciao AG für 154 Millionen US-Dollar übernommen hat, wächst das zweite Geschäftsfeld stark an. Mit der Übernahme verspricht sich Greenfield, führender Anbieter von Internetlösungen für das Unternehmensmarketing, seine Reichweite in West- und Mitteleuropa auszuweiten und die Ciao-Plattform auch in den USA einzuführen.
Auch in diesem Bereich ist den Benutzern möglich Geld zu verdienen. So lädt Ciao seine Mitglieder, abhängig von ihren Interessen, in unregelmäßigen Abständen zu Umfragen von Partnern ein. Für das vollständige Aussfüllen dieser Online-Umfragen erhält man meist Beträge zwischen 1,- und 10,- Euro. Allerdings setzt dies voraus, dass die Teilnehmer in ein bestimmtes Profil passen, das ein vollständiges Ausfüllen des jeweiligen Fragebogens erst ermöglicht. Nur teilweise ausgefüllte Fragebögen werden dagegen in der Regel nicht vergütet.
Kritische Betrachtung
Ciao ist mehr Portal zur Selbstdarstellung als effektiv brauchbarer Einkaufsberater. Dies liegt weder an Betreibern noch am Portal selbst. Ursache dafür ist die natürliche Neigung von Menschen, selbst erworbene Artikel erheblich besser darzustellen, als dies ein wirklich objektiver Betrachter könnte. So ist es keine Seltenheit, dass offensichtliche Produktfehler meist verschwiegen oder sogar als Vorzüge gelobt werden.
Um dieses Problem einzuschränken und Mitgliedern einen weiteren Anreiz zu bieten, können Artikel bewertet werden; leider erfolgt diese Bewertung nicht anonym. Dies führt dazu, dass Artikel aus "Rache" negativ oder aus Gefälligkeit für eine eigene positive Bewertung positiv bewertet werden. Darüber hinaus wird Ciao oft dazu missbraucht, sich selbst und anderen Mitgliedern durch möglichst positive Schilderungen zu einem Kauf zu gratulieren. Eine wirklich objektive Beurteilung eines Produktes wird dadurch erschwert oder gänzlich unmöglich, führt durch blindes Vertrauen in vielen Fällen eher zum Fehlkauf durch Irreführung.
Siehe auch
Infopinion
Weblinks
[http://www.ciao.de/ Ciao Deutschland ]

