Kristian Arentzen
Kristian Arentzen (10. November 1823 in Kopenhagen; ? 30. Dezember 1899) war ein dänischer Dichter und Literaturhistoriker.Arentzen machte, einige dreißig Jahre alt, das Magisterexamen in der Philosophie, bereiste Island und Italien und war dann einige Zeit Lehrer an der Metropolitanschule.
Seit 1872 lebte er mit Staatsunterstützung ganz seinen literarischen Arbeiten. Als dramatischer Dichter lieferte Arentzen einige ziemlich schwache Arbeiten: Gunløg Ormetunge (1852) und Knud den Hellige (1855), welche augenscheinlich von Adam Gottlob Oehlenschläger beeinflußt sind.
Bedeutender ist er als lyrischer Dichter. Seine wohl besten Gedichte
* Ein Lebensstadium (Et Livsstadium),
* Sammlung von Gedichten (Digtsamling),
* Neue Sammlung von Gedichten (Ny Digtsagmling))
haben ein stark idealistisches Gepräge, und die Gedankenpoesie scheint sein eigentliches Feld zu sein. Das Hauptgewicht seiner literarischen Tätigkeit fällt jedoch auf die literaturgeschichtlichen Arbeiten, unter denen das achtbändige Werk Baggesen og Oehlenschläger: literaturhistorisk studie (1870-78) hervorragt, worin zum ersten mal die dänische Literatur zu Beginn des 19. Jahrhunderts nach sorgfältigen Quellenstudien ausführlich dargestellt ist. Außerdem sind zu erwähnen: Adam Oehlenschläger: literaturhistorisk Livsbillede (1879), zu des Dichters 100jährigem Jubiläum geschrieben, und Nordisk Mythologi (4. Aufl. 1881).
Weblinks
*Kurzbio: http://www.kalliope.org/biografi.cgi?fhandle=arentzen

