Christian Albrecht (Schleswig-Holstein-Gottorf)
Christian Albrecht (3. Februar 1641 in Gottorf; ? 6. Januar 1695 ebenda) war Fürstbischof von Lübeck zwischen 1655 und 1666 sowie Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf von 1659 bis 1695.
Christian Albrecht trat sein Amt an, als sein Vater Herzog Friedrich_III._von_Schleswig-Holstein-Gottorf in der vom dänischen König belagerten Festung Tönning starb und er eilends an den Ort des Gefechts reisen musste. Von Kämpfen mit dem dänischen König war auch sein weiteres Leben geprägt. Auch eine Heirat mit der Tochter des dänischen Königs Friedrich_III._von_Dänemark, die er in Hoffnung auf Frieden geschlossen hatte, konnte daran nichts ändern. In Christian Albrechts Zeit verfestigte sich die von seinem Vater eingeleitete enge Bindung an Schweden, die Schutz gewährte, aber auch dazu führte, dass das Herzogtum in alle Konflikte Schwedens wie den Dänischen-Schwedischen Krieg oder den Nordischen_Krieg hineingezogen wurde.
Am 5. Oktober 1665 gründete er die Christian-Albrechts-Universität in Kiel, und setzte damit ältere Planungen um. Die Universität sollte vor allem dazu dienen, protestantische Pfarrer im Land auszubilden und die Verwaltung wieder mit gelehrten Bürgern besetzen zu können, die ihre Ausbildung im Herzogtum der Gottorfer genossen hatten.
Zeitweise, von 1675 bis 1679 sowie 1684 bis 1689, wurde der Gottorpsche Anteil an dem Herzogtum Schleswig von König Christian_V._von_Dänemark besetzt. In dieser Zeit lebte Christian Albrecht im Exil in Hamburg. Mit Hilfe des deutsch-römischen Kaisers und der europäischen Verbündeten konnte er es aber durchsetzen, dass der dänische König den Altonaer Vergleich unterschreiben musste, der Christian Albrecht wieder einsetzte. Er beteiligte sich 1678 bei der Gründung der Oper am Gänsemarkt.
Die zwischenzeitlich geschleifte Festung Tönning ließ er ab 1692 wieder aufbauen. Auf Schloss Gottorf ließ er den Gottorfer Fürstengarten in seiner bis heute (2005) weitgehend bestehenden Form schaffen.
Er selbst führte den Titel Christian Albrecht, von Gottes Gnaden Erbe zu Norwegen, postulirter Coadjutor des Stiffts Lübeck, Hertzog zu Schlesswig, Hollstein, Stormarn und der Dittmarschen, Graff zu Oldenburg und Dellmenhorst.
Familie
Er war der fünfte Sohn von Herzog Friedrich_III._von_Schleswig-Holstein-Gottorf und Maria_Elisabeth_von_Sachsen, Tochter von Johann_Georg_I._von_Sachsen.
1667 heiratete er Friederike Amalie von Dänemark, eine Tochter von König Friedrich_III._von_Dänemark. Mit ihr hatte er folgende Kinder:
*Sophie Amalie (* 1670; ? 1710) verheiratet 1695 mit August_Wilhelm von Braunschweig (* 1662; ? 1731)
• IV. (Schleswig-Holstein-Gottorf)/'>Friedrich IV.] (* 1671; ? 1702), Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf (1695-1702) verheiratet 1698 mit Hedwig (* 1681; ? 1708), Tochter des Königs Karl XI. von Schweden.
• August (Schleswig-Holstein-Gottorf)|Christian August] (* 1673; ? 1726), Fürstbischof von Lübeck (1705-1726) verheiratet 1704 mit Albertine Friederike, (* 1682; ? 1755), Tochter des Markgrafen Äbtissin_zu_Quedlinburg 1710.
Nach seinem Tod wurde sein Sohn Friedrich IV. Herzog von Schleswig-Holstein-Gottorf.

