Chris Rea
Christopher Anton Rea, Künstlername: Chris Rea, (4. März 1951 in Middlesbrough, England) ist ein britischer Sänger, Musiker, Komponist und Gitarrist. Er ist verheiratet und hat mit seiner Frau Joan zwei Töchter (Josephine, * 1983 und Julia Christina, * 1989). Seiner Frau sowie den beiden Töchtern hat er eigene Musiktitel geschrieben, die allesamt Hits wurden (Stainsby Girls, Josephine und Julia).Karriere
In den 1970ern spielte Rea, der zwei Brüder (Nick und Mike) und vier Schwestern (Catherine, Geraldine, Paula und Camille) hat, in der Band Magdalene als Gitarrist und Sänger. 1975 gewann die Band unter dem Namen The Beautiful Losers einen Talentwettbewerb, ein Plattenvertrag blieb allerdings aus. Rea nahm 1978 ein Soloalbum mit dem Titel Whatever Happened To Benny Santini auf und kam mit der Auskopplung Fool (If You Think It's Over) sofort in die US Top 20 und wurde dafür ebenso für den ?Grammy? nominiert.
Mit den Alben On The Beach und Road To Hell konnte Chris Rea in den 1980ern beachtliche Erfolge, vor allem in Europa, verbuchen. Mit Auberge (1991) machte er auch in den USA wieder auf sich aufmerksam. Weitere Alben folgten und Chris Rea wurde zu einem der erfolgreichsten britischen Musiker; ?The Man - The Voice - The Guitar? wurde sein Codename.
In Deutschland wurde er einem breitem Publikum durch die Single "I can hear your Heartbeat" bekannt, mit der er einen Top-10 Hit landete.
1996 drehte er den Film La Passione (der entfernt die eigene Familengeschichte wiedergibt) und veröffentlichte dazu auch die Filmmusik. Mehrmals, so 1999, versuchte Rea an die Erfolge der 1980er Jahre anzuschließen, aber mit schwindendem Erfolg.
Kurz nachdem ihm mit dem Album King Of The Beach im Jahre 2000 ein beachtliches Comeback gelang, wurde bei Chris Rea schwerer Bauchspeicheldrüsenkrebs festgestellt und dieser schließlich in einer riskanten Operation mit einer Erfolgschance von nur 30 Prozent entfernt. Sein möglicherweise bevorstehender Tod brachte ihm die Erkenntnis, dass er in seiner gesamten Karriere niemals jene Musik auf Platte gebracht hat, die er wirklich liebte, nämlich reinen Blues. Während er zu Hause langsam wieder zur Gesundheit fand, drückte er sich mit dem Malen von Bildern aus. Nach seiner Genesung arbeitete er musikalisch seine Krankheit auf. Die daraus resultierenden Songs haben mit seinen alten Liedern kaum noch etwas gemeinsam.
Da sein bisheriges Label aber auf die Beibehaltung seines alten Stiles bestand, gründete Rea 2002 sein eigenes Label Jazzee Blue, um seine Vorstellungen zu verwirklichen. Dort veröffentlichte er bis 2004 vier CDs : Stony Road, The Blue Jukebox, Blue Street und Hofner Blue Notes. Anschließend widmete er sich dem großen Projekt Blue Guitars. Im Oktober 2005 veröffentlichte er mit Blue Guitars seine letzten Platten: ein 11 Alben starkes Werk mit den unterschiedlichen Genres der Blues-Musik, zusammen mit einem Bildband, der seine Werke aus seiner Genesungszeit beinhaltet, und einer DVD. In nur 18 Monaten hatte Rea hierfür über 130 neue Songs komponiert und aufgenommen sowie über 50 Bilder gemalt.
2006 absolvierte Chris Rea seine Abschiedstournee und lebt seither mit seiner Frau und den beiden Töchtern in Cookham/Buckinghamshire. 2007 Rea ein letztes Mal ins Rampenlicht zurück mit dem Song Give it back, den er bereits im Jahr zuvor als Auftragskomposition für einen Vodafone TV-Werbespot geschrieben hatte.
Musikalische Besonderheiten
Reas Markenzeichen ist der Slidestil auf seiner Fender Stratocaster. Angelehnt an die Bluesmusiker des Mississippi-Deltas spielt Rea seine Slidegitarre mit dem kleinen Finger der linken Hand, über den er ein Glasrohr (Bottleneck) gezogen hat. Dieses Glasröhrchen bewegt Rea über die Saiten, ohne dass die Bünde des Gitarrenhalses berührt werden. Somit entsteht ein stufenlos in seiner Tonhöhe regelbarer Ton. Die Einleitung zu Chris Reas Titel Nothing to fear gilt als Meilenstein der modernen Slideguitar-Technik.
Abschiedstournee 2006
Mit seiner letzten Europatournee verabschiedete sich Chris Rea nach beinahe 30 erfolgreichen Jahren, die ihm weltweit Schallplattenverkäufe von nahezu 30 Millionen Alben und Singles gebracht hatten, von seinen zahlreichen Fans. ?Auf Tour zu gehen ist weiterhin der beste Job der Welt...wenn ich dafür einen anderen Körper hätte. Wie es mit mir gesundheitlich weitergehen wird, ist schwer zu prognostizieren. Es kann sich da auch einiges verschlechtern. Deshalb ist dies jetzt meine letzte Tournee. Ich muss und werde für mich eine andere Weise des Arbeitens finden...? so Rea auf seiner Website.
Nachdem der letzte Vorhang der Abschiedstour am 28. April 2006 im Olympia-Theatre in Dublin gefallen war, erklärte Chris Rea, dass er zukünftig keine Musik mehr unter seinem Namen veröffentlichen wird und nur noch Teil des Trios The Fire Flies ist. Zur Präsentation eines Livemitschnitts der Abschiedstour, der auf DVD erschienen ist, spielte er im Herbst 2006 ein allerletztes Konzert in London.
Diskografie
*Whatever Happened To Benny Santini (1978)
*Deltics (1979)
*Tennis (1980)
*Chris Rea (1981)
*Water Sign (1983)
*Wired To The Moon (1984)
*Shamrock Diaries (1985)
*On The Beach (1986)
*Dancing With Strangers (Soundtrack 1987)
*Herzklopfen (nur in Deutschland veröffentlicht) (1987)
*New Light Trough Old Windows (?Best of? 1988)
*Road To Hell (1989)
• (1991)
*God's Great Banana Skin (1992)
*Espresso Logic (1993)
*The Best of Chris Rea (1994)
*La Passione (Soundtrack 1996)
*The Blue Cafe (1998)
*The Road To Hell Part 2 (1999)
*King Of The Beach (2000)
*The Very Best Of Chris Rea (2001)
*Stony Road (2002)
*The Blue Jukebox (2004)
*Blue Street (Five Guitars) (2004)
*Hofner Blue Notes (2004)
*Heartbeats - Greatest Hits (2005)
*Offizielle_deutsche_Website
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